Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger)

Titel

  • Bischof von Rom
  • Statthalter Jesu Christi
  • Nachfolger des Apostelfürsten
  • Oberhaupt der Gesamtkirche
  • Primas von Italien
  • Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Rom
  • Souverän des Staates der Vatikanstadt
  • Diener der Diener Gottes

 Lebensstationen

geboren am 16. April 1927 in Marktl am Inn

zum Priester geweiht am 29. Juni 1951 in Freising

zum Bischof geweiht am 28. Mai 1977

zum Kardinal kreiert am 27. Juni 1977

zum Papst gewählt am 19. April 2005 und am 24. April 2005 ins Amt eingeführt.

 

Der Papst und Mainz

Der Theologe Joseph Ratzinger hat Mainz verschiedene Male und zu unterschiedlichen Anlässen besucht, u.a. auch zu Vorträgen als Professor. Aus Anlass des Domjubiläums im Jahr 1975 hielt Professor Ratzinger eine Andacht zum Thema „Auferbaut aus lebendigen Steinen". Drei Jahre später war er erneut in Mainz, um aus Anlass des 75. Geburtstages des früheren Mainzer Bischofs, Hermann Kardinal Volk, die Grundfrage "Was ist Theologie?" in einem Festvortrag zu behandeln. Seit seiner Wahl zum Papst war ein erneuter Besuch in Mainz bisher nicht mehr möglich. Dennoch gibt es viele direkte Kontakte.

Der Papst spricht für die Weltkirche. Bei herausragenden Ereignissen nimmt er aber auch Bezug auf konkrete Situationen in einzelnen Ländern und Regionen. So hat er sich auch wiederholt in eigenen Botschaften der Mainzer Ortskirche zugewandt.

Aus Anlass des Silbernen Bischofsjubiläums von Kardinal Karl Lehmann als Bischof von Mainz am 2. Oktober 2008 hat Papst Benedikt den Mainzer Kardinal und sein bischöfliches Wirken in einem Grußwort gewürdigt.

Auch zum Domjubiläum "1000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" im Jahr 2009 hat der Papst dem Mainzer Bischof ein Grußwort übersandt, in dem er das große Engagement im Jubiläumsjahr 2009 würdigt.

 

Kardinal Lehmann und Papst Benedikt XVI.

Karl Lehmann und Joseph Ratzinger haben sich schon vor vielen Jahren als junge Theologen im Umfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils kennengelernt. Der Lebensweg brachte immer wieder gemeinsame Etappen und Begegnungen. Die gemeinsame Liebe zur wissenschaftlichen Theologie, die Lehre als Professor, die Berufung zum Bischofsamt und die Ernennung zum Kardinal - zu je unterschiedlichen Zeiten - verbindet die beiden. So nahmen auch beide am Konklave 2005 teil, aus dem Kardinal Joseph Ratzinger als Papst Benedikt XVI. hervorging.

In einer ersten Reaktion zur Wahl äußerte sich Kardinal Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zur Wahl des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger zum Papst.

Noch aus Rom wandte sich der Mainzer Bischof an die Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz aus diesem Anlass in einem eigenen "Brief an die Gemeinden".

Auch in der Mainzer Kirchenzeitung "Glaube und Leben" verwies der Mainzer Bischof in einem Gastbeitrag im Mai 2005 auf den religiösen Charakter der Papstwahl.

Als der neu gewählte Papst wenige Monate nach der Wahl zum XX. Weltjugendtag nach Köln kam, begrüßte Kardinal Lehmann ihn als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Das Geschenk der deutschen Bischöfe an den Heiligen Vater war eine Statue, die der Mainzer Künstler Karl-Heinz Oswald gestaltet hatte, und die den Apostel der Deutschen, den hl. Bonifatius, zeigt. Bonifatius war Erzbischof in Mainz. Auch für den Mainzer Dom hat der Künstler eine solche Statue geschaffen. Sie steht im Eingangsbereich zur Gotthard-Kapelle.

Aus Anlass des 80. Geburtstages von Papst Benedikt XVI. im April 2007 würdige auch die Deutsche Post den Papst aus Deutschland mit einer eigenen Briefmarke. Die Würdigung einer lebenden Persönlichkeit mit einer Briefmarke in Deutschland ist äußerst selten und normalerweise dem deutschen Staatsoberhaupt vorbehalten.

Anlässlich eines internationalen Symposions zum 50. Todestag des Theologen Erik Peterson, dessen Werk sich auch die in Mainz ansässige Forschungsstelle widmet, würdigte Papst Benedikt XVI. im Oktober 2010 in Rom das Lebenswerk des Theologen und die Forschungsarbeit in Mainz in einem Grußwort.

Als Kardinal Lehmann am 16. Mai 2011 mit 75 Jahren das Alter erreicht hatte, zu dem nach dem Kirchenrecht die Bischöfe dem Papst ihren Amtsverzicht anbieten (can. 401, 1 CIC), bat Papst Benedikt XVI. den Kardinal, über dieses Datum hinaus im Amt zu bleiben, "bis auf andere Weise Vorsorge getroffen wird" ("donec aliter provideatur").

 

Papst Benedikt XVI.

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Weitere Fotos von Papst Benedikt und Kardinal Lehmann finden Sie u.a. über die "google-Bildersuche" (Bildrechte beachten!)

 

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Enzykliken

Eine Enzyklika ist ein päpstliches Rundschreiben vor allem an die Bischöfe, aber auch an alle Gläubigen und "alle Menschen guten Willens", in dem sich der Papst zu grundlegenden lehramtlichen Fragen der Kirche äußert. Etwa seit dem 18. Jahrhundert hat sich diese Form des amtlichen Rundschreibens durch Päpste etabliert.  

 Am 25. Januar 2006 wurde die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht. Die Enzyklika heißt nach den ersten Worten des Textes Deus caritas est („Gott ist die Liebe"). Als erste Enzyklika wird ein solches Antritts-Lehrschreiben als besonders richtungsweisend für die gesamte Amtszeit eines Papstes gewertet.

Am 30. November 2007 wurde die zweite Enzyklika Spe salvi („Auf Hoffnung hin gerettet") veröffentlicht. Sie ist - nach der Liebe - der zweiten christlichen Grundtugend, der Hoffnung, gewidmet und bezieht sich auf eine Stelle im Brief des Apostels Paulus an die Römer: „Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung." (Röm 8,24).

Am 7. Juli 2009 wurde die dritte Enzyklika von Papst Benedikt XVI. mit dem Titel Caritas in veritate

(„Die Liebe in der Wahrheit") veröffentlicht. In dem als "Sozialenzyklika" bezeichneten Rundschreiben verläutert der Papst die katholische Lehre im Bezug auf die Verhältnisse von Wirtschaft und Finanzwelt und die Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen.

 

 

Weitere Verlautbarungen von Papst Benedikt XVI. finden Sie hier.