Sexualisierte Gewalt

 

Was ist sexualisierte Gewalt?

Sexualisierte Gewalt ist immer dann gegeben wenn ein Erwachsener oder Jugendlicher ein Mädchen oder Junge, eine Frau oder ein Mann dazu benutzt eigene sexuelle Bedürfnisse mittels sexualisierter Gewalt auszuleben. Der Täter/ die Täterin nutzt die eigene Machtposition und die Abhängigkeit des Opfers aus und ignoriert deren Grenzen. Der oder die Täter/in sieht das Opfer nur noch als Objekt. Sexualisierte Gewalt ist nicht ein Ausrutscher oder ein Versehen, sondern eine bewusst geplante, oft sorgfältig vorbereitete Tat.

 

Mögliche Signale sexualisierter Gewalt

Die meisten Opfer wagen nicht offen über den Missbrauch zu sprechen. Dennoch teilen sie sich mit, um die für sie unerträgliche Situation zu beenden.

- Manchmal ändern sie ihr Verhalten ohne ersichtlichen Grund

- Manche Kinder wirken verschlossen oder bedrückt

- Andere sind hochnervös oder unüblich aggressiv

- Wieder andere werden plötzlich infantil oder schlafen schlecht

- Manchmal versuchen Opfer in einem Gespräch vorsichtig das Thema anzudeuten

 

Nehmt die Äußerungen der Mädchen/ Frauen und Jungen/ Männer ernst. Vertraut Eurem Gefühl, wenn Ihr den Eindruck habt, dass mit dem Kind oder Jugendlichen etwas nicht stimmt. Hört genau hin. Ein Kind unternimmt im Schnitt bis zu sieben Anläufe bis ein Erwachsener die Signale versteht.

 

Folgen sexualisierter Gewalt 

Die Folgen können so verschieden sein. Abhängig sind sie von der Dauer des Missbrauchs, davon in welcher Beziehung das Opfer zum Täter/ zur Täterin steht, von der Intensität der Gewalt und nicht zuletzt wie es den Opfern gelingt das Erlebte zu verarbeiten.

Unmittelbare Folgen können sein:

- Ekel
- Verwirrung
- Hilflosigkeit
- Scham
- Wut
- Angst

Langfristige Folgen können sein:

- Beziehungsschwierigkeiten
- Essstörungen
- Schlaf- und Sprachstörungen
- Traumatisierungen

 

Kontakt

Lotsenstelle Kindeswohl
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Am Fort Gonsenheim 54
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