Pressespiegel
Übersicht der Artikel
- 21.07.2006 - Allgemeine Zeitung (Ministranten wallfahren zum Papst)
- 25.07.2006 - Pressestelle Bistum Mainz (1.140 Messdiener nehmen an Wallfahrt nach Rom teil)
- 25.07.2006 - DPA Infocom (1.140 Messdiener des Bistums Mainz können bei Wallfahrt Papst sehen)
- 25.07.2006 - Allgemeine Zeitung (1.140 Messdiener des Bistums Mainz können bei Wallfahrt Papst sehen)
- 28.07.2006 - Offenbach Post (Viele Sprachen, aber alle verstehen sich)
- 30.07.2006 - Hitradio FFH (Kreuz & Quer - Ein absoluter Rekord...)
- 30.07.2006 - Glaube und Leben (Spaß gehört dazu - auch in Rom)
- 04.08.2006 - ZDF drehscheibe (Deutsche Messdiener beim Papst in Rom)
- 08.08.2006 - Frankfurter Neue Presse (Ministranten Romwallfahrt)
- 09.08.2006 - Main-Spitze (Chaotisch schön und unvergesslich)
- 10.08.2006 - Südhessen Morgen (http://www.morgenweb.de) ("Ewige Stadt" beeindruckt die Ministranten)
- 10.08.2006 - Lampertheimer Zeitung (Der Geist macht lebendig)
- 15.08.2006 - Frankfurter Neue Presse (Ministranten Romwallfahrt)
- 20.08.2006 - Glaube und Leben (Die ersten Apostel der Jugend)
Allgemeine Zeitung, 21.07.2006
Ministranten wallfahren zum Papst
Thoms Gensler und Markus Konrad organisieren die Reise / Teilnehmerzahl hat sich verdoppelt
Zur internationalen Ministranten-Wallfahrt nach Rom pilgern 1150 Messdiener des Bistums. Sie findet nur alle fünf Jahre statt, diesmal vom 29. Juli bis 5. August. Weltweit sind es 40000 junge Pilger, meist im Alter von 13 bis 20 Jahren, die unter dem Motto "Spiritus Vivificat" (Der Geist macht lebendig) in die Ewige Stadt reisen. Die AZ sprach mit den Organisatoren der Diözese, Diakon Thomas Gensler, Referent für Ministranten-Arbeit und Religiöse Bildung, und Markus Konrad, Leiter des bischöflichen Jugendamtes und Jugendseelsorger.
Herr Gensler, worauf dürfen sich die "Minis" freuen?
Gensler: Höhepunkte sind sicherlich die beiden internationalen Tage auf dem Petersplatz mit Audienz beim Papst und einer internationalen Eucharistiefeier, beides mit Popkonzerten im Vor- und Nachprogramm. Zu den Attraktionen zählen Führungen zu Kolosseum, Pantheon und Sixtinischer Kapelle. Allein für St. Peter haben sich 700 Ministranten des Bistums gemeldet. Ulrich Neymeyr, Weihbischof für Jugendseelsorge fährt mit und hält eigens für die Mainzer zwei Gottesdienste. Zudem gibt es einen Pilgerweg zum Petersdom.
Sind Wallfahrten bei jungen Katholiken nicht Schnee von gestern?
Gensler: Keineswegs, das zeigen die Teilnehmerzahlen. Gegenüber der letzten Romwallfahrt 2001 mit nur 560 Pilgern des Bistums hat sich die Anzahl mehr als verdoppelt. 2001 waren es bundesweit nur 16000 und weltweit 22000 Pilger, jetzt sind es weltweit 40000, davon allein 35000 Deutsche.
Was ist das Wesentliche der Wallfahrt?
Gensler: Wichtig ist die Begegnung junger Katholiken aus aller Welt untereinander. Das stärkt erfahrungsgemäß den persönlichen Glauben des einzelnen Jugendlichen. Konrad: Die Stärkung des Glaubens ist wichtig. Sie findet in gemeinsamen Gebeten, Kurzandachten und Gottesdiensten statt. Besonders aber danach, wenn Jugendliche über Leben und Glaubenserwartung miteinander austauschen. Wallfahrt ist ein Vehikel, um Gott mehr auf die Spur zu kommen. Ziel ist es zu den Fundamenten des Glaubens zu finden. Es motiviert auch, den Dienst in der eigenen Pfarrei fortzuführen.
Was meint das Motto "Der Geist macht lebendig"?
Konrad: Der Heilige Geist ist der Hauch, der Atem Gottes. Er wirkt in allen Menschen bewusst oder unbewusst. Der Geist spielt bei mir gerade bei alltäglichen Entscheidungen eine Rolle. Bei wichtigen Entscheidungen bitte ich Gott um Nähe und Beistand. Indem wir auf der Suche nach ihm bleiben, macht er "lebendig". Das gibt dem Leben Tiefe und Reife. Der Geist Gottes führt so zu einem erfüllteren Leben. Jugendliche bemerken den Geist, wenn sie sagen: "Da berührt, da begeistert mich etwas."
Pressestelle Bistum Mainz, 25.07.2006
1.140 Messdiener nehmen an Wallfahrt nach Rom teil (29.7.-5.8.)
Konrad: „Der Zielort liegt im Trend“ / Neymeyr: Hohe Teilnehmerzahl ist "Frucht des Weltjugendtags"
Mainz. 1.140 Messdienerinnen und Messdiener zwischen 13 und zwanzig Jahren aus dem Bistum Mainz nehmen an der Internationalen Messdiener-Wallfahrt in Rom teil. Sie findet von Samstag, 29. Juli, bis Samstag, 5. August, statt. Damit nehmen doppelt so viele Mädchen und Jungen an der Wallfahrt teil wie 2001.
Veranstalter der Wallfahrt, die in der Regel alle fünf Jahre stattfindet, ist die Internationale Ministrantenvereinigung CIM (Coetus Internationalis Ministrantium). In Rom werden über 42.000 Messdienerinnen und Messdiener aus 17 Nationen erwartet, davon allein 35.000 aus Deutschland. Auch die Zahl der deutschen Teilnehmer insgesamt hat sich im Vergleich zu 2001 verdoppelt. Die deutschen Ministranten kommen aus 24 Diözesen. In diesem Jahr steht die Wallfahrt unter dem Motto „Spiritus vivificat – Der Geist macht lebendig“.
Von Seiten des Bistums Mainz wird die Wallfahrt vom Referat für Ministrantenarbeit des Bischöflichen Jugendamtes organisiert; Leiter ist Diakon Thomas Gensler. Er wird vom Diözesanministrantenteam des Bistums unterstützt. In den Gemeinden der Diözese Mainz versehen rund 10.000 Mädchen und Jungen Dienst als Ministranten. In Rom werden die Ministranten außerdem begleitet von Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Jugenddezernent des Bistums Mainz, sowie von Pfarrer Markus W. Konrad, Diözesanjugendseelsorger. Insgesamt sind dreizehn Bischöfe und Weihbischöfe aus Deutschland mit Pilgergruppen aus ihren Bistümern in Rom dabei.
Gensler: Hohe Qualität des Messdienerarbeit
Gensler führt die hohen Teilnehmerzahlen unter anderem auf den gelungenen Diözesanmessdienertag im Jahr 2004 zurück. „Dort wurde für die Wallfahrt geworben, und der Tag selbst gab einen Vorgeschmack auf die große Gemeinschaft der Ministranten, wie sie bei der Wallfahrt in noch höherem Maße erlebt werden kann“, unterstreicht er. Der Referent für die Ministrantenarbeit führt den enormen Anstieg der Teilnehmerzahl auch auf die hohe Qualität der Messdienerarbeit im Bistum Mainz und in ganz Deutschland zurück. Natürlich übe auch der Papst aus Deutschland, Benedikt XVI., eine starke Anziehungskraft auf die Mädchen und Jungen aus, sagt Diözesanjugendseelsorger Konrad. „Die Jugendlichen wollen Rom und den deutschen Papst erleben. Der Zielort liegt im Trend.“ Neben dem Papst aus Deutschland und der guten Ministrantenpastoral ist für Weihbischof Neymeyr die große Teilnehmerzahl auch eine „Frucht des Weltjugendtages“. „Diejenigen, die in Köln waren, wollen noch einmal die begeisternde Atmosphäre erleben. Die Jüngeren, die nicht mit nach Köln durften, sind neugierig auf eine beeindruckende kirchliche Großveranstaltung“, meint er.
Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz
Zu den Höhepunkten der Ministrantenwallfahrt gehört das internationale Programm am 1. und 2. August auf dem Petersplatz. Am Dienstag, 1. August, feiern die Teilnehmer um 19.00 Uhr einen internationalen Gottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn OP, Erzbischof von Wien, auf dem Petersplatz. Neben dem Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), wird auch Weihbischof Neymeyr bei dieser Heiligen Messe konzelebrieren. Am Mittwoch, 2. August, findet um 10.00 Uhr eine Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz statt.
Zehntausende Jungen und Mädchen werden bei beiden Anlässen den Petersplatz mit ihren farbigen Pilgertüchern in ein buntes Tüchermeer verwandeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland werden an ihren hellblauen Tüchern zu erkennen sein. Die Messdiener aus dem Bistum Mainz, die in zwölf Unterkünften in Rom und außerhalb untergebracht sind, erwartet auch ein touristisches Programm mit Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms. Darüber hinaus feiert Weihbischof Neymeyr mit den Teilnehmern einen Gottesdienst zu Beginn der Wallfahrt am Sonntag, 30. Juli, in der Basilika di S. Andrea della Valle sowie einen Abschlussgottesdienst in der Titelkirche des Bischofs von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, San Leone Magno, am Donnerstag, 3. August.
Grußwort von Kardinal Lehmann
In einem Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Messdienerwallfahrt dankt Kardinal Lehmann den Ministranten für ihren „unermüdlichen Dienst Woche für Woche in den Pfarreien unseres Bistums“. „Es ist ein besonderer Dienst, den Ihr in der und für die Gemeinde tut. Ich freue mich, dass viele Mädchen und Jungen in unserem Bistum fast selbstverständlich und regelmäßig zum Gottesdienst kommen, um am Altar die Messe zu dienen, bei Andachten und Wortgottesdiensten dabei zu sein, nicht zuletzt auch bei Taufen und Beerdigungen einen wichtigen Dienst zu leisten“, schreibt Lehmann.
Und zur Messdienerwallfahrt heißt es: „Bei Eurer Messdienerwallfahrt steht die Begegnung im Mittelpunkt. Ihr werdet an viele Orte in Rom kommen, die Ihr vielleicht aus dem Fernsehen, aber auch aus Erzählungen von anderen Rom-Pilgern schon kennt. Und doch ist es immer wieder faszinierend, sich auf diesen Ort einzustellen, hier Weltkirche zu erleben und zu erfahren, dass Ihr als Messdienerinnen und Messdiener in einer großen weltweiten Gemeinschaft um den Altar versammelt seid.“
DPA Infocom, 25.07.2006
1.140 Messdiener des Bistums Mainz können bei Wallfahrt Papst sehen
Mainz. 1140 Messdiener und Messdienerinnen des Bistums Mainz können bei einer internationalen Wallfahrt nach Rom den deutschen Papst Benedikt XVI. sehen. Die 13 bis 20 Jahre alten Teilnehmer halten sich vom kommenden Samstag bis zum 5. August in der italienischen Hauptstadt auf, wie das Bistum am Dienstag mitteilte.
An der Internationalen Messdiener-Wallfahrt unter dem Motto „Spiritus vivicat - Der Geist macht lebendig” würden rund 42 000 Jugendliche aus 17 Nationen erwartet, darunter allein 35 000 aus Deutschland.
Allgemeine Zeitung, 25.07.2006
1.140 Messdiener des Bistums Mainz können bei Wallfahrt Papst sehen
Spiritus vivicat – Der Geist macht lebendig“
1140 Messdiener und Messdienerinnen des Bistums Mainz können bei einer internationalen Wallfahrt nach Rom den deutschen Papst Benedikt XVI. sehen. Die 13 bis 20 Jahre alten Teilnehmer halten sich vom kommenden Samstag bis zum 5. August in der italienischen Hauptstadt auf, wie das Bistum heute mitteilte. An der Internationalen Messdiener-Wallfahrt unter dem Motto „Spiritus vivicat – Der Geist macht lebendig“ würden rund 42 000 Jugendliche aus 17 Nationen erwartet, darunter allein 35 000 aus Deutschland. Die Wallfahrt wird in der Regel nur alle fünf Jahre organisiert.
Höhepunkt soll eine Generalaudienz mit dem Papst am 2. August auf dem Petersplatz sein, bei dem alle deutschen Messdiener hellblaue Tücher tragen. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, nannte es in einem Grußwort für die jungen Katholiken seiner Diözese faszinierend, sich auf Rom einzustellen, „hier Weltkirche zu erleben und zu erfahren, dass Ihr als Messdienerinnen und Messdiener in einer großen weltweiten Gemeinschaft um den Altar versammelt seid“.
Vor fünf Jahren hatten sich nur halb so viele Messdiener aus dem Bistum Mainz an der Rom-Wallfahrt beteiligt. Den enormen Zuwachs erklärte die Diözese nicht nur mit einer intensiven Werbung und einer guten „Messdienerarbeit“, sondern auch mit der Anziehungskraft von Benedikt XVI. und dem Weltjugendtag 2005 in Köln: Rom „liegt im Trend“.
Das Bistum Mainz erstreckt sich zum kleineren Teil auf rheinland-pfälzisches und zum größeren Teil auf hessisches Gebiet.
Offenbach Post, 28.07.2006
Viele Sprachen, aber alle verstehen sich
Heusenstammer organisiert im Diözesan-Ministrantenteam eine Wallfahrt für rund 1140 Jugendliche nach Rom
Am morgigen Samstag werden rund 1400 Jugendliche aus dem Bistum Mainz nach Italien aufbrechen und dort mit rund 41000 Altersgenossen aus 18 Nationen zusammentreffen. Eine Woche lang nehmen sie an der Internationalen Messdiener-Wallfahrt nach Rom teil. Der Heusenstammer Kilian Förg organisiert im Ministrantenteam der Diözese die große Fahrt für die Reisenden aus dem Bistum Mainz.
Seit Monaten plant und organisiert der 23-jährige zusammen mit zehn anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Reise. Das Team unterstützt das Referat für Ministrantenarbeit des Bischöflichen Jugendamtes, im Besonderen Diakon Thomas Gensler.
Die Organisation nimmt einige Zeit in Anspruch. Kilian Förg hat eine Internetseite gestaltet, auf der Besucher alle wichtigen Informationen zu der Wallfahrt finden, und auf der die Jugendlichen während ihrer Fahrt regelmäßig Bilder und Tagebucheinträge veröffentlichen wollen. Auch einen Flyer, ein Gruppenleiterheft und T-Shirts hat Förg zusammen mit seinen Ministranten-Kollegen entworfen: In einem weißen Viereck leuchtet eine Rote Flamme auf, darunter zieht sich der Schriftzug "Rom 2006".
Die Flamme bezieht sich auf das Motto der Wallfahrt: "Spiritus Vivificat", zu deutsch: "Der Geist macht lebendig" . Denn auch wenn die Jugendlichen sicherlich ein wenig feiern werden, "es besteht definitiv ein religiöser Anspruch", betont Förg. Die Bibelstelle Johannes 6,63, weist auf das Pfingstereignis. "Die Flammen Gottes lassen die Jünger in vielen verschiedenen Sprachen sprechen". Viele Sprachen und doch verstehen sich alle, so soll es auch in Rom sein. "Das schönste ist einfach die Begegnung mit den Menschen, die man sonst nie kennen lernen würde."
Höhepunkte des Programms sind die gemeinsame Eucharistiefeier auf dem Petersplatz und eine Papstaudienz. Hinzu kommen Führungen durch die vatikanischen Gärten, das Kapitol, die Sixtinische Kapelle und andere Stadtbesichtigungen.
Mit insgesamt 19 Bussen wird die Mainzer-Fraktion am Samstag von verschiedenen Standpunkten nach Rom aufbrechen. Die Deutschen sind unter den Ministranten eindeutig die wallfahrt-freudigsten, immerhin machen sie von 41000 Reidenden 34000 Jugendliche aus. "Das hat irgendwie Tradition, dass die Deutschen immer die meisten mitbringen", lacht Förg. Trotzdem sei die Zahl in diesem Jahr etwa doppelt si hoch wie im vergangenen. "Ich denke der Weltjugendtag hat dabei eine Rolle gespielt", meint der Ministrant.
In Heusenstamm ist der BWL-Student in der Gemeinde St. Cäcilia aktiv. Im Alter von neun Jahren wurde er Messdiener, heute ist er außerdem ehrenamtlicher Küster. Das "Miniteam" entdeckte Förg im Jahr 2002, als er erstmals den Weltjugendtag besuchte, damals in Toronto. "So etwas ist einfach ein unheimlich schönes Erlebnis", erinnert er sich. Und es war die Möglichkeit für ihn, mit Diakon Thomas Gensler ins Gespräch zu kommen. "Ich wollte gerne etwas über meine Tätigkeit in der Pfarrei hinaus machen", erzählt er. "Über den Kirchturm hinwegschauen." Viele Messdiener schieden wenn sie älter würden aus. Das Ministranten-Team ist eine gute Möglichkeit, trotzdem aktiv zu bleiben. Informationen gibt es ebenfalls auf der Internetseite der Rom-Wallfahrt.
Hitradio FFH, Kreuz & Quer (Podcast), 30.07.2006
Es ist ein absoluter Rekord
Rund 35.000 deutsche Messdiener pilgern an diesem Wochenende nach Rom zur Internationalen Ministrantenwallfahrt. Aus keinem anderen Land kommen so viele Jugendliche in die Ewige Stadt. Und auch aus den hessischen Bistümern starten rund 3000 Messdiener in Richtung Italien. Die Mini-Wallfahrt nach Rom: ein Thema an diesem Sonntag bei Kreuz & Quer. Außerdem: Pilgern wird zum Urlaubstrend. Zwei der schönsten Pilgertouren in Hessen stellen wir vor.
Anhören des Radiobeitrages unter: Hitradio FFH
Glaube und Leben, 30.07.2006
Spaß gehört dazu - auch in Rom
Internationale Ministrantenwallfahrt unter dem Motto "Der Geist macht lebendig"
1150 Mädchen und Jungen aus dem Bistum starten an diesem Wochenende zur internationalen Ministranten-Wallfahrt nach Rom. Fragen an Diakon Thomas Gensler, Referent für Ministranten-Arbeit und Religiöse Bildung, und Diözesan-Jugendpfarrer Markus Konrad.
GuL: Worauf dürfen sich die "Minis" freuen?
Begeisterte junge Menschen bestimmen bei den Ministrantenwallfahrten die Szene auf dem Petersplatz.
© Foto: privat
Gensler: Höhepunkte sind sicher die beiden internationalen Tage auf dem Petersplatz mit Audienz beim Papst und einer internationalen Eucharistiefeier, beides mit Popkonzerten im Vor- und Nachprogramm. Zu den Attraktionen zählen auch Führungen zum Kolosseum, zum Pantheon und zur Sixtinischen Kapelle. Allein für St. Peter haben sich 700 Ministranten des Bistums gemeldet. Wir haben die nicht ganz leichte Aufgabe, sie in 20 Gruppen mit deutschsprachiger Führung einzuteilen. Ulrich Neymeyr, Weihbischof für Jugendseelsorge, fährt mit und hält eigens für die Mainzer zwei Gottesdienste. Außerdem gibt es einen Pilgerweg zum Petersdom und Stadtrundfahrten.
GuL: Sind Wallfahrten bei jungen Katholiken nicht Schnee von gestern?
Gensler: Keineswegs, das zeigen die Teilnehmerzahlen. Gegenüber der letzten Romwallfahrt 2001 mit nur 560 Pilgern des Bistums hat sich die Anzahl mehr als verdoppelt. 2001 waren es bundesweit nur 16.000 und weltweit 22.000 Pilger, jetzt sind es weltweit 40.000, davon 35.000 Deutsche.
Thomas Gensler präsentiert das Logo der diesjährigen Romwallfahrt: Die Flamme steht für das Feuer des Geistes.
GuL: Was ist das Wesentliche der Wallfahrt?
Gensler: Wichtig ist die Begegnung mit jungen Katholiken aus aller Welt. Das stärkt erfahrungsgemäß den persönlichen Glauben des einzelnen Jugendlichen, um sich des eigenen Lebenswegs zu versichern.
Konrad: Die Stärkung des Glaubens ist ein wichtiges Element. Sie findet nicht nur in gemeinsamen Gebeten und Gottesdiensten statt. Sondern besonders danach, wenn Jugendliche sich über das eigene Leben und ihre Glaubenserfahrung austauschen. Wallfahrten sind ein Vehikel, um Gott mehr auf die Spur zu kommen. Ziel ist es, zu den Fundamenten des Glaubens zu finden. Wallfahrten sind ein Spiegelbild des eigenen Lebens: Das ganze Leben ist ein Weg mit dem letzten Ziel zu Gott hin. Wallfahrten bieten die Chance, sich im Glauben zu orientieren. Spaß gehört dazu, auch in Rom. Zudem wird die Kirche positiv wahrgenommen - als eine weltweite Gemeinschaft, die Menschen zusammenführt. Das motiviert, den Dienst in der eigenen Pfarrei zu Hause fortzuführen.
GuL: Zum Motto "Der Geist macht lebendig" - was meint das?
Konrad: Der Heilige Geist ist der Hauch, der Atem Gottes. Er wirkt in allen Menschen bewusst oder umbewusst. Bei mir spielt er gerade in alltäglichen Entscheidungen eine Rolle. Ich bitte Gott um Nähe und Beistand. Gottes Geist macht lebendig, indem ich auf der Suche nach ihm bleibe und versuche, ihn bewusst wahrzunehmen. Das gibt dem Leben mehr Tiefe und Reife. Der Geist Gottes führt so zu erfüllterem Leben, etwa indem ich verschüttete Talente an mir entdecke. Jugendliche bemerken den Geist, wenn sie sagen: "Da berührt, da begeistert mich etwas."
Interview: Carsten Becker
Zahlenspiele - Deutsche stellen größte Gruppe
- 1150 Ministrantinnen und Ministranten aus 68 Pfarreien des Bistums nehmen teil
- Die meisten von ihnen kommen aus den Dekanaten Rüsselsheim (131), Seligenstadt und Darmstadt (je 125) sowie Mainz-Süd (114) und Mainz-Stadt (94).
- Die wenigsten kommen aus den Dekanaten Alzey / Gau-Bickelsheim (4) und Bergstraße-Mitte (7).
- Die meisten von ihnen sind zwischen 13 und 20 Jahren alt.
- Die ältesten Teilnehmer sind 1936 geboren, die jüngsten 1993.
- Die größte Altersgruppe stellen die 16-jährigen mit 176 Pilgern, gefolgt von den 14-jährigen (167) und den 15-jährigen (150).
- Auf 14 Hotels werden die Gäste aus dem Bistum Mainz in Rom verteilt.
- Von insgesamt 40.000 Teilnehmern kommt die größte Gruppe mit 35.000 diesmal aus Deutschland, gefolgt von Österreich mit 2000, Ungarn mit 1450, Island/Schweden mit 1430 und Italien mit 745.
- Mit 9500 Pilgern ist Freiburg die am stärksten vertretene deutsche Diözese.
ZDF, drehscheibe (ZDF Mediathek), 04.08.2006
Deutsche Messdiener beim Papst in Rom
Der Traum aller Ministranten ist für eine Gruppe aus Deutschland in Erfüllung gegangen: Einmal eine Audienz beim Papst. Benedikt XVI. empfing die Jungen und Mädchen vom Bodensee in Rom.
Ansehen des Fernsehbeitrages unter: ZDF Mediathek
Frankfurter Neue Presse, 08.08.2006
Ministranten Romwallfahrt
Langen. „Der Besuch beim Papst wird sicher der Höhepunkt“, sind sich Michael, Valentin, Fabian, Stefan und Timo einig. Die fünf Ministranten der Liebfrauengemeinde gehören zu den 16 Jugendlichen, die sich am Samstagnnachmittag zur Abreise nach Rom am Langener Bahnhof trafen.
Gemeinsam mit Kaplan Tonke Dennebaum gehören sie zu rund 1100 Messdienern aus dem Bistum Mainz, die sich am Wochenende auf große Pilgerfahrt begeben haben. Nach rund 18 Stunden Busfahrt werden die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren in Rom angekommen sein. „Die Fahrt wird sicher fürchterlich“, befürchtet der Kaplan, aber dann freut er sich natürlich sehr auf den besonderen Ausflug. „Wie haben bei den Vorbereitungstreffen einen Film angeschaut und haben auch schon die Lieder eingeübt, die wir auf dem Petersplatz singen werden. Das Motto ist „Der Geist macht lebendig“, erklärt Tonke Dennebaum, die passende Einstimmung der „Langener Delegation“.
Sicher habe der einwöchige Ausflug in die ewige Stadt einen geistlichen Charakter. Es sind viele gemeinsame Gottesdienste geplant, aber mit fetziger, jugendgerechter Musik, verspricht der Kaplan, dass keine Langeweile aufkommt. Ein richtiger Pilgerweg vom Tiber beginnend über verschiedene Stationen bis auf den Petersplatz steht auch auf dem Programm – ein Weg mit langer, besonderer Tradition, den die Jugendlichen auch nachempfinden sollen.
Der Höhepunkt der Pilgerfahrt ist aber am Mittwoch, 2. August, um 10 Uhr: Eine Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz. „Wir denken, dass wir den Papst auf jeden Fall sehen werden – wenn auch nicht aus direkter Nähe“, glauben die Jugendlichen. Neben den jungen Leuten aus dem Bistum Mainz werden bei der katholischen Pilgerfahrt nämlich über 40 000 Menschen aus der ganzen Welt erwartet – allerdings 35 000 alleine aus Deutschland. Entsprechend groß wird der Andrang wohl auf dem Platz werden. Gründe für das große Interesse sieht das Bistum im Weltjugendtag und dem gelungenen Diözesanmessdienertag 2004.
Schon einen Tag zuvor feiern die Teilnehmer um 19 Uhr einen internationalen Gottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, Neben dem Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück), wird Weihbischof Neymeyr bei dieser Heiligen Messe konzelebrieren.
Kultur erwartet die Langener in der ewigen Stadt natürlich auch, es gibt ja gerade dort viel zu sehen: „Wir werden eine Führung durch den Vatikan habenund auch das Kolloseum werden wir uns ansehen“, kündigt Dennebaum an, der in Rom studiert hat.
„Wir freuen uns einfach, dass es jetzt endlich los geht“, wurden Victoria, Katharina und Vivien beim Warten auf den Bus schon ganz kribbelig. Untergebracht sind die Jugendlichen übrigens nicht direkt in Rom. „Wir haben ein Hotel in Mentana gebucht, zwölf Kilometer vor Rom. Das wird bestimmt schön, etwas kühler und inmitten von idyllischen Olivenhainen“, sagt Tonke Dennebaum, bevor er winkend im Bus verschwindet.
Main-Spitze, 09.08.2006
Chaotisch schön und unvergesslich
Ministranten von großer Pilgerfahrt aus Rom zurück / Johannes Paul II. nicht vergessen
120 Messdienerinnen und Messdiener aus dem katholischen Dekanat Rüsselsheim unternahmen eine einwöchige Pilgerreise nach Rom. Sie stießen zu 1100 Ministranten, die es aus dem Bistum Mainz in die "Ewige Stadt" zog. Und sie alle fanden sich dort unter mehr als 40 000 Ministranten wieder, die dem Ruf ihrer internationalen Dachvereinigung ICM gefolgt waren.
"Chaos pur" habe es da oft gegeben, klar, berichtet Roman Jöris, Gruppenleiter der "Minis" aus dem Gemeindetrio St. Georg, St. Christophorus, St. Michael, die übrigens auch eine Ministrantin aus St. Josef und einen Kelsterbacher mitgenommen hatten. "Wir kannten sie vom Weltjugendtag." Aber trotz mancher Panne beim neuerlichen Großereignis möchte er die Erfahrungen dieser Reise im Nachhinein so wenig missen, wie es die anderen Rom-Fahrer wollen. 310 Euro kostete die Teilnahme pro Person. Die Gemeinden halfen Jugendlichen, die Erlass oder Ermäßigung brauchten. Schon die 17-stündige Anreise (29. Juli) verlangte den 15 bis 25 Jahre alten Pilgern einiges ab, trotz klimatisierter Busse. Nicht nur den Jüngeren fiel es schwer, so "ewig" still zu sitzen. Wer lange Beine hat, vermisst nicht minder die Freiheit, sie zu bewegen. "Doch irgendwann schläft man endlich ein."
Am folgenden Tag um 10 Uhr lag Rom zu Füßen. Untergebracht waren die Rüsselsheimer in einem Zwei-Sterne-Hotel. "Italienische Sterne", schränkt Jöris auf den prompten Einwand sofort ein. Schlichte Jugendherbergsatmosphäre: Sauber sei es gewesen, das Essen (Halbpension) ordentlich. Zu fünft oder sechst schliefen sie in Zwei-Bett-Zimmern. Bettenabstand: keine 50 Zentimeter. Dafür lag das Hotel nahe dem Bahnhof Termini. In zehn Minuten (Metro) war man in der Innenstadt. Drei-Sterne-Schläfer wohnten dafür weit draußen, brauchten eine Stunde in die City (und abends wieder eine zurück).
Pflastermüde liefen sich alle. Ganz schön groß sei dieses Rom, waren sie sich sehr bald einig. "Und belagert", fügt Roman Jöris hinzu, bereits zum zweiten Mal dort und Ersatzziele kennend, wenn man wieder irgendwo nicht reinkam. Überall Touristen, in Endlos-Schlangen vor Sehenswürdigkeiten aufgestellt. Im zweiten Anlauf erklommen die Rüsselsheimer die Kuppel des Vatikans und staunten, wie der riesige Petersplatz von da oben wieder überschaubar wirkt.
Wirklich, so stelle man sich einen Kirchenbesuch nicht vor, stimmt Jöris zu. Aber durch den Petersdom wird eben jeder nach 30 Minuten Schlangestehen und Passieren von Sicherheitsschranken geschoben. Ordner passen auf, dass niemand verweilt. Besinnung ausgeschlossen. "Immerhin gibt es eine Kapelle, in der man geschützt beten kann." Und erstaunlicher Weise erhascht jeder im Durchmarschieren doch Eindrücke, die er für sein Leben mitnimmt. "Nahe dem Eingang gibt es dieses Heiliggeist-Fenster, die Darstellung als Taube inmitten von Sonnenstrahlen", erzählt Jöris, was er nie vergessen wird.
Sixtinische Kapelle: gestrichen. Vatikanische Gärten: gestrichen. Es sei nicht zu verstehen, wenn es plötzlich heiße, dort herrsche schon ohne weitere Besucher Überfüllung. Zumal dies ja keine x-beliebigen Sehenswürdigkeiten sind, sondern Orte, die gerade Pilger ungehindert aufsuchen möchten. Desto ungestörter gelang der Rückzug auf den deutschen Vatikan-Friedhof, eine Oase.
Ein Höhepunkt war die Begegnung der 40 000 Ministranten mit dem Papst. In Vorahnung der Hitze hatten fast all die ICM-Bitte ignoriert, ihr Messdiener-Gewand mitzubringen. Desto besser lernten sie spätestens auf dem Petersplatz, ihre Herkunft nach den Farben ihrer Halstücher zu unterscheiden. Die Verständigung habe gut funktioniert, sogar mit den Bayern, die wie die Deutschen hellblau-weiße Tücher trugen. Noch bei abendlichen Gängen durch die Stadt hätten Ministranten Lieder, die sie zur Audienz auf dem Petersplatz gesungen hatten, geschmettert und es sei schon ein neues Gefühl gewesen, wenn aus einer fernen Gasse, von der anderen Seite eines Platzes oder vom anderen Ufer eines Flusses "Minis" antworteten. "In Rüsselsheim so durch die Straßen zu ziehen, fiele uns kaum ein." Mal nicht zwei, fünf, ein Dutzend Ministranten unter lauter kirchenfern aufwachsenden jungen Menschen zu sein, sondern mit gut 40 000 Gleichgesinnten auf einem Platz vereint, habe vielen großen Eindruck gemacht und sie in ihrer Überzeugung bestärkt.
Überzeugt habe auch die Ansprache des Papstes. "Er weiß, worum es geht, hat einen Bogen von seiner Messdienerzeit bis zu uns geschlagen." Und passierte mit seinem Mobil die Rüsselsheimer in nur zwei Meter Entfernung. Er erreiche die Jugend, der "Kult" um ihn sei enorm, stellt Jöris fest. Aber unvergleichlich tiefer als die Zuneigung zu dem noch immer neuen Papst sei jene für Johannes Paul II. geblieben, an dessen Grab sie vorüberzogen. "Er hat in seinem langen Pontifikat immer wieder mit starkem Einsatz für die Jugend gestritten."
Südhessen Morgen (http://www.morgenweb.de/), 10.08.2006
"Ewige Stadt" beeindruckt die Ministranten
Dominik Ditsch aus der Gemeinde St. Michael berichtet von internationaler Rom-Wallfahrt
Viernheim. Gigantisch, atemberaubend und sehr beeindruckend - diese Worte findet Dominik Ditsch, Ministrant der Viernheimer Gemeinde St. Michael, für die Ministrantenwallfahrt nach Rom. Von dieser war er gemeinsam mit 30 anderen Viernheimer Messdienern am vergangenen Samstag zurückgekehrt. Sieben Tage hatten die Jungen und Mädchen in der "ewigen Stadt" verbracht, Sehenswürdigkeiten bestaunt und eine Papstaudienz auf dem Petersplatz erlebt.
Alle fünf Jahre findet die Wallfahrt, die von der internationalen Ministrantenvereinigung organisiert wird, in der Regel statt und zog in diesem Jahr in der Diözese Mainz doppelt so viele Teilnehmer an, wie noch 2001. Unter dem Motto "Spiritus vivificat - Der Geist macht lebendig" pilgerten insgesamt über 42 000 Jugendliche aus 18 Nationen nach Rom; unter ihnen auch Messdiener den Viernheimer Gemeinden St. Michael und St. Apostel. Sie teilten sich mit anderen Jugendlichen aus Biblis, Bürstadt und Lampertheim einen Bus, der sie nach Italien brachte. Unter der Leitung von Andreas Heibel und Günther Eppel gingen die Messdiener aus Viernheim dann in Rom auf große Entdeckertour.
"Besonders toll war der Besuch im Petersdom", erinnert sich Dominik Ditsch noch einige Tage nach der Rückkehr gerne an seine Romreise. Den 13-Jährigen faszinierten vor allem die Papstgräber und die atemberaubende Aussicht von der Kuppel des Doms über ganz Rom.
Leider konnten er und seine Mitreisenden aus Viernheim nicht an den Führungen durch die sixtinische Kapelle, die vatikanischen Gärten und Museen teilnehmen, weil nicht ausreichend viele Führungen für alle Teilnehmer der Wallfahrt eingeplant waren.
"Dafür konnten wir uns in dieser Zeit frei in Rom bewegen und alle Sehenswürdigkeiten besichtigen", erzählt Dominik. Dazu gehörten natürlich das Kollosseum, das Pantheon, der gesamte Vatikan und auch der deutsche Friedhof.
Schon am Dienstag erlebten die Messdiener aus Viernheim einen großen Gottesdienst auf dem Petersplatz, den sie gemeinsam mit allen Teilnehmern der Wallfahrt feierten. Höhepunkt des einwöchigen Romaufenthaltes aber war die Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI. am Mittwochvormittag auf dem Petersplatz.
"Es war gigantisch. Der Papst fuhr an uns vorbei", erinnert sich Dominik Ditsch an dieses einprägende Erlebnis inmitten der vielen Jugendlichen. Zur Begrüßung der Ministranten fuhr Papst Benedikt in einem offenen Wagen über den Petersplatz, bevor er eine Ansprache vor allen Teilnehmern hielt.
Lampertheimer Zeitung, 10.08.2006
"Der Geist macht lebendig"
Messdiener der Gemeinde Mariä Verkündigung bei der Romwallfahrt 2006
Lampertheim. Auf Einladung des Papstes haben sich neun Messdiener der Pfarrei Mariä Verkündigung Lampertheim unter Leitung von Pfarrer Dulewicz zur internationalen Messdienerwallfahrt nach Rom vom 29. Juli bis zum 5. August gemacht.
Lange haben sie darauf gewartet und sich eingehend vorbereitet. Die diesjährige Romwallfahrt stand unter dem Motto "Spriritus vivificat", der Geist macht lebendig. Dies tat er dann auch wirklich und besonders lebendig und laut wurde er bei der internationalen Messe auf dem Petersplatz. Diese Messe wurde mit über 40000 Messdienern aus aller Welt und dem Kardinal Christoph Schönborn aus Wien zelebriert. Am darauf folgenden Tag fand die Wallfahrt und auch der lebendige Geist jedes Einzelnen wohl seinen Höhepunkt, bei der Audienz mit seiner Heiligkeit, Papst Benedikt XVI, auf dem Petersplatz. Er forderte jeden Einzelnen auf: "Seid Apostel eures Glaubens!"
Für die Messdiener war der Höhepunkt die Begegnung und der spontane Fototermin auf dem Petersplatz mit Weihbischof Dr. Neymeyer aus Mainz. "Spiritus vivificat, das haben wir alle zu spüren bekommen und wollen dies auch in unserer Gemeinde weiterführen", resümiert Lukas Adrian Hebig, Leiter der Messdiener Mariä Verkündigung.
"Es war uns eine besondere Ehre aber auch ein Bedürfnis, Deutschland, die Diözese Mainz, Lampertheim und unsere eigene Pfarrei Mariä Verkündigung in Rom international vertreten zu dürfen", fasst er die Eindrücke der Romwallfahrt 2006 zusammen.
Frankfurter Neue Presse, 15.08.2006
Ministranten Romwallfahrt
Langen. „Es war sehr schön, beeindruckend und auch ein klein bisschen anstrengend.“ Die Langener Messdiener sind von ihrer Rom-Pilgerfahrt glücklich und wohlbehalten zurück. „Der Höhepunkt war für uns die Audienz mit dem Papst auf dem Petersplatz“, sagte Tonke Dennebaum, Kaplan von St. Albertus Magnus und Liebfrauen, der gemeinsam mit den 15 Ministranten auf die große Reise gegangen war. Papst Benedikt XVI. habe vor mehr als 40 000 Ministranten vorwiegend auf Deutsch gesprochen, 35 000 Ministranten waren ja aus Deutschland angereist. „Trotz der vielen Menschen konnten wir den Papst schon sehr gut sehen, wir standen in einem Abstand von zwei bis drei Metern und er ist mit seinem Papamobil durch die Reihen gefahren“, erzählt Dennebaum. Insgesamt sei die Reise doch auch recht anstrengend gewesen, weil die Langener Jugendlichen nicht direkt in Rom untergebracht waren und immer bis in die Hauptstadt mit dem Bus pendeln mussten. Ein kleines Unglück hat es vor der Audienz auch noch gegeben. „Wir hatten mit dem Bus einen Unfall, es ist eigentlich nichts passiert außer einer Schramme am Fahrzeug. Wir mussten dann aber eineinhalb Stunden auf die Polizei warten und sind dann mit Sondersignal nach Rom geleitet worden – wir hatten schließlich eine Audienz beim Papst“, berichtete der Kaplan von den kleinen Widrigkeiten.
Schon einen Tag vor der Generalaudienz hatten die Jugendlichen mit Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, auf dem Petersplatz einen Gottesdienst gefeiert. „Kardinal Schönborn hat gesagt, wir seien mit unserem Glauben keine Schrullis.“ Und dass der Glaube nicht von vorgestern sei, zeigten gerade die vielen jungen Menschen, die sich in den Gemeinden als Ministranten engagierten.
Neben vielen Besichtigungstouren gab es zum Abschluss der Wallfahrt in der Kirche von San Andrea de la Valle für die 1140 Ministranten aus dem Bistum Mainz einen Abschiedsgottesdienst. „Die Gottesdienste waren eigentlich auch alle ein Erlebnis, sehr jugendgerecht, mit viel und guter Musik, alle haben mitgeklatscht und gesungen“, berichtet Kaplan Dennebaum.
Glaube und Leben, 20.08.2006
Die ersten Apostel der Jugend
Mehr als 1100 Ministranten aus dem Bistum Mainz bei der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI.
Rom. Mit einem Gottesdienst in San Leone, der Titelkirche von Kardinal Karl Lehmann, feierten mehr als 1100 Messdiener aus dem Bistum den Abschluss der Internationalen Ministrantenwallfahrt.
Die Messdienergruppe von St. Kilian aus Mainz-Kostheim vor dem Petersdom kurz vor der Papstaudienz.
© Foto: mbn
In seiner Predigt fordert Weihbischof Ulrich Neymeyr die Mädchen und Jungen dazu auf, sich immer wieder in das Leben der Kirche einzubringen: "Die Kirche vor Ort, die Pfarrgemeinde, braucht viele Begabungen und Charismen, damit sie leben kann." Die Ministranten bezeichnet er als "die ersten Apostel der Jugend" und betont: "Als katholische Messdienerinnen und Messdiener gehört Ihr nicht einer kleinen, merkwürdigen Sekte an, sondern einer großen, weltumspannenden Gemeinschaft." Der katholische Glaube sei keine "überholte Weltanschauung", sondern gebe "Wegweisungen für die heutigen Lebensfragen der Menschen und der Gesellschaft". Weiter sagt der Weihbischof: "Dass diese Wegweisungen nicht immer bequem und im Mainstream liegen, ist nicht ein Beweis dafür, dass sie falsch sind, sondern eher ein Hinweis darauf, dass sie richtig sind. Denn mittlerweile wissen viele, dass es in manchen Fragen so wie bisher nicht weitergeht."
Theresa Dörnemann (14) und Iris Hahn (17), Ministrantinnen aus Mainz-Gosenheim, St. Stephan, sind am Ende der Wallfahrt erschöpft, aber voller Freude über die vergangenen Tage. "Es war total anstrengend", sagen beide übereinstimmend. Vor allem der Gottesdienst, die Generalaudienz und der Besuch der Priscilla-Katakomben haben sie beeindruckt. Auch für den Begleiter der Gonsenheimer Gruppe, Pater Thomas Jochheim waren es "großartige Tage mit wahnsinnig vielen Eindrücken", die erst einmal verarbeitet werden müssen.
Von Seiten des Bistums Mainz hat das Referat für Ministrantenarbeit des Bischöflichen Jugendamtes die Wallfahrt organisiert; Leiter ist Diakon Thomas Gensler. Er ist vom Schlussgottesdienst "wirklich tief bewegt". Man spüre, dass etwas vom Motto der Wallfahrt - "Der Geist macht lebendig" - bei den Ministrantinnen und Ministranten angekommen sei. Die Gruppe "Flapp" aus Mörfelden-Walldorf hat den Gottesdienst musikalisch gestaltet.
Höhepunkt der Ministrantenwallfahrt war die Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. 42000 Jungen und Mädchen hatten den Petersplatz in ein buntes Tüchermeer aus Fahnen und Plakaten verwandelt, darunter auch mehr als 1100 aus dem Bistum Mainz. Zuvor stimmten sie sich mit Musik, Gebeten und Gesängen auf die Messe ein.
Die verschiedenen Nationen waren an den Farben ihrer Halstücher zu erkennen; die deutschen Ministranten trugen hellblaue Halstücher. In Kleingruppen waren sie zum Petersplatz gepilgert, zum "Herz der Weltkirche". Die Messdienergruppen aus Mainz-Kostheim (St. Kilian) und Mainz-Finthen (St. Martin) machten auf ihrem rund zweistündigen Weg mehrfach Station, um sich mit Texten, Liedern und Gebeten mit dem Sinn der Wallfahrt, aber auch mit ihrem eigenen Glauben auseinander zu setzen. Gerhard Schier hatte den Pilgerweg unter dem Leitgedanken "Augen auf!" vorbereitet.
Vor dem Beginn der Audienz war Papst Benedikt XVI. mit einem offenen Wagen über den Petersplatz gefahren. Juliane Witzenberger und Anna-Katharina Bernhard, mit zehn Ministranten aus Rockenberg in Oberhessen angereist, hatten sich schon früh einen Platz gesichert: "Das hat sich ausgezahlt. Der Papst ist gleich mehrmals nur wenige Meter an uns vorbeigefahren", berichten sie stolz.
In seiner Ansprache rief Papst Benedikt XVI. die Ministranten dazu auf, immer Freunde und Apostel Jesu zu sein: "Wenn Ihr mit Jesus vereint bleibt und seine Worte in Euch bleiben, dann seid Ihr wirklich seine Apostel und werdet in allen Bereichen Eures Lebens Früchte des Guten und des Dienstes hervorbringen."
Danach konnten Weihbischof Neymeyr und Diözesanjugendseelsorger Markus Konrad auch einige Worte mit dem Papst wechseln: "Für mich war diese Begegnung ein beeindruckendes Erlebnis", sagte Konrad und zog eine positive Bilanz: "Ich habe die Jugendlichen als neugierig und aufgeschlossen erlebt... Zwischen der Art und Weise, wie der Anfangs- und Schlussgottesdienst gefeiert wurden, lagen Welten."
Zur Sache - Zahl hat sich verdoppelt
1140 Ministranten aus dem Bistum Mainz haben an der Internationalen Messdiener-Wallfahrt in Rom teilgenommen, die alle fünf Jahre veranstaltet wird. Sie stand unter dem Motto "Spiritus vivificat - Der Geist macht lebendig".
In diesem Jahr waren es doppelt so viele Ministrantinnen und Ministranten aus dem Bistum wie im Jahre 2001. Auch die Zahl der deutschen Ministranten - sie stammen aus 24 Diözesen - hat sich im Vergleich zu 2001 verdoppelt. Insgesamt sind über 42000 Messdiener aus 17 Nationen nach Rom gepilgert, davon 35000 aus Deutschland. In den Gemeinden der Diözese Mainz versehen rund 10000 Mädchen und Jungen Dienst als Ministrantin oder Ministrant.
Zitiert - Eine weltumspannende Glaubensgemeinschaft
"Hier könnt Ihr erleben, dass Ihr keine Exoten seid, sondern dass zehntausende von Kindern und Jugendlichen den selben Dienst in der Kirche tun, und dass Ihr zu einer großen, weltumspannenden Glaubensgemeinschaft gehört... Ihr habt immer ein Gesprächsthema, nämlich Eure gemeinsame Begeisterung für den Dienst am Altar." (Weihbischof Ulrich Neymeyr beim Eröffnungsgottesdienst in der Basilika di S. Andrea della Valle)
"Es ist ein besonderer Dienst, den Ihr in der und für die Gemeinde tut. Ich freue mich, dass viele Mädchen und Jungen in unserem Bistum fast selbstverständlich und regelmäßig zum Gottesidnet kommen, um am Altar die Messe zu dienen, bei Andachten und Wortgottesdiensten dabei zu sein, nicht zuletzt auch bei Taufen und Beerdigungen einen wichtigen Dienst zu leisten." (Aus dem Grußwort von Kardinal Karl Lehmann an die Teilnehmer der Wallfahrt)
"Die Jugendlichen schenken der Kirche das vielleicht Kostbarste, was sie haben: ihre Aufmerksamkeit... Wenn die jungen Pilger hier mit diesem eindrucksvollen Erlebnis Orientierung gefunden haben und daheim in der Ministrantenpastoral auf engagierte Personen treffen, dann haben wir viel erreicht zur Ermutigung für Glaube und Leben." (Der OSnabrücker Jugendbischof Franz-Josef Bode bei der Abschlusspressekonferenz im deutschen Pilgerbüro)
Stimmen
Markus Kreuzberger, 38, Gemeindereferent in Griesheim:
"Unsere Ministranten zogen spontan Lieder singend und Fahnen schwenkend durch Rom. Ohne die guten Erfahrungen des Weltjugendtages hätte es eine so ausgelassene Stimmung unter den Jugendlichen wahrscheinlich nicht gegeben. Zu internationalen Begegnungen kam es nur selten, die gut organisierten deutschen Ministrantengruppen waren einfach in der Überzahl."
Bastian Leinweber, 18, Oberministrant in Hausen:
"Den größten Eindruck haben auch mich die Eucharistiefeier mit Kardinal Schönborn, aber auch die Papstaudienz gemacht. Bei der nächsten Ministrantenwallfahrt werde ich bestimmt wieder mit dabei sein."
Manuel Gall, 21, Theologiestudent und Oberministrant in Mommenheim:
"Rom, das Zentrum der katholischen Welt, endlich mal mit eigenen Augen gesehen zu haben, war für mich ein Erlebnis. Sicher werde ich die großartige Gemeinschaft in unserer Gruppe und mit anderen Ministranten aus Deutschland genauso wie die Gottesdienste noch lange in Erinnerung behalten. Schade fand ich, dass die Papstaudienz etwas kurz ausfiel."
Laura Refflinghaus, 15, Ministrantin aus Romrod:
"Für mich war die Papstaudienz das Größte, deswegen bin ich auch mitgefahren. Wann sieht man schon mal den Papst aus drei Metern Entfernung?"
Interviews: Joachim Pautz
Termine
- 01.06.2012
- 19:30 - 21:30 h
- 24.08.2012
- 19:30 - 21:30 h
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