Vom Kooperationsvertrag...

Sie erinnern sich? - Der Bistumsprozess sollte neben der organisationalen Umstrukturierung auch eine inhaltlich-pastorale Neuausrichtung mit sich bringen - und zwar unter den Stichworten „Kooperation" und „Konzeption". Vieles war seinerzeit Neuland und regelungsbedürftig.
Vor allem die Neuausrichtung umstrukturierter Pastoraler Einheiten wie Pfarrgruppe und Pfarreienverbund erforderte sorgfältige Absprachen mit hoher Verbindlichkeit - eben im Rahmen eines regelrechten Vertragswerkes: dem Kooperationsvertrag. In der Regel waren sie bis zum Ende der Amtszeit der Räte befristet.
Die kürzlich erfolgte Wahl der neuen Pfarrgemeinderäte signalisiert: Wir starten in eine nächste Legislaturperiode mit neu zusammengesetzten Räten. Neue Ideen und weitergehende Perspektiven können Raum gewinnen, zugleich liegen Erfahrungen mit bisheriger Kooperation vor - aber auch mit dem Vertragswerk.
Nach der Grundlegung der Kooperation durch den Vertrag steht die Überprüfung und Neuausrichtung der gemeinsamen pastoralen Arbeit von Hauptamtlichen und neu gewählten Räten an. Dazu sind in der Regel keine neuen Kooperationsverträge notwendig; die bestehenden Verträge können - ggf. geringfügig überarbeitet - fortgeschrieben werden. Notwendig sind nun aber Schritte vom Kooperationsvertrag

... zur Kursbestimmung 2015 - gemeinsam Pastoral gestalten: Bestandsaufnahme - Ziele - Maßnahmen.

Mit dem Blick nach vorn - hin auf 2015 - ist der zeitliche Bogen gespannt über die Phase der jetzt beginnenden Wahlperiode. Denn eine Planung von Jahr zu Jahr wäre zu kurzatmig.
Zu den oben erwähnten Erfahrungen gehört auch die, dass für eine solche inhaltliche Ausrichtung nachhaltige Unterstützung notwendig ist. Mit anderen Worten: Mit Ihrer Kursbestimmung stehen Sie nicht allein. Es werden Ihnen unterschiedliche Hilfen und Begleitungsmöglichkeiten geboten, damit Sie Ihren Kurs 2015 so abstecken können, wie er für Sie vor Ort, in das Dekanat und in das Bistum passt.
Im folgenden wollen wir Sie in knapper Form mit den wichtigen Aspekten vertraut machen.

1. Die Eckpunkte der Kursbestimmung 2015

Der Grundgedanke:

Sie bestimmen als Pastorales Team zusammen mit dem Pfarrgemeinde- bzw. Seelsorgerat über die Schritte

  • Bestandsaufnahme: Wo stehen wir mit unserer Pastoralen Arbeit?
  • Ziele: Was wollen wir bis 2015 erreicht haben?
  • Maßnahmen: Was wollen wir konkret dafür tun?

gemeinsam Ihren Kurs bis 2015.

Erste Variante:

Sie gehen die drei Schritte Bestandsaufnahme - Ziele - Maßnahmen als Pastorales Team gemeinsam mit Ihrem Pfarrgemeinde- bzw. Seelsorgerat. Dieser gemeinsame Prozess mündet dann darin, dass statutengemäß Ziele und Inhalte der Seelsorge miteinander formuliert werden (vgl. Statut für die Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde im Bistum Mainz §6, Abs. 1).

Zweite Variante:

Wenn örtliche Gegebenheiten diese durchgängige Gemeinsamkeit von Haupt- und Ehrenamtlichen nicht zulassen, kann das Pastorale Team die drei Schritte zunächst für sich als Vorarbeit für die gemeinsame Formulierung im Pfarrgemeinde- bzw. Seelsorgerat erarbeiten. Denkbar sind natürlich auch örtlich passende Mischformen beider Varianten.

 

2. Die Unterstützungen

  • Der „Leitfaden zur Kursbestimmung 2015" soll Ihnen als Kompass dienen.
  • Begleitung durch den/die Dekanatsreferenten/-in: Es ist vorgesehen, dass die jeweiligen Dekanatsreferenten zur Begleitung dieses Prozesses zur Verfügung stehen. Wo dies nicht möglich ist, können Sie sich für eine alternative Unterstützung an eine der am Ende dieses Textes aufgeführten Personen wenden, die weiteres veranlasst.
  • Kursbestimmung in einer „Werkstatt": Die drei Schritte Bestandsaufnahme - Ziele - Maßnahmen können Sie auch in konzentrierter Form einer „Werkstatt" absolvieren. Die Abteilung Personal- und Organisationsförderung bietet dazu Unterstützungsmaßnahmen an.
  • Kursbestimmung im Rahmen einer Dekanatsfortbildung: Auch dieser Rahmen kann für die Kursbestimmung genutzt werden - in konzentrierter Form und unter kompetenter Begleitung.
  • Und wenn der Kurs abgesteckt ist - Rückmeldung vom Dekan: Auch das ist eine Unterstützung, denn die Dekane sind gebeten, inhaltliche Rückmeldungen zu geben. Also kommt zu den internen Überlegungen noch eine Außenperspektive hinzu. Das kann den eigenen Blick noch mal schärfen.
  • Damit der Kurs auch in das Bistum passt - Rückmeldung von der Bistumsleitung: Auch hier geht es um um inhaltliche Rückmeldung. Die zusätzliche Außenperspektive ist der eine Vorteil, der andere ist die Bestätigung, Bistumsleitung und die Akteure vor Ort wissen voneinander.
  • Das Zeitraster verdeutlicht idealtypisch den Gesamtablauf auch unter Einbeziehung der vorbereitenden Maßnahmen. Das Raster gibt den Stand vom November 2011 wieder.

 

Logo 'Lebendige Gemeinden'