Fortbildungen

Angebote zum Bistumsprozess

Die Abteilung Personal- und Organisationsförderung des Bischöflichen Ordinariates bietet insbesondere für Leiter von Pfarrgruppen und Pfarreienverbünden verschiedene Fortbildungen "Schlüsselkompetenzen für den Bistumsprozess" an. Nähere Informationen sind für Mitarbeitende im Fortbildungskalender 2009 zu finden.

Auswertung bereits durchgeführter Maßnahmen 

Ungewohnt - aber gut!

Erfahrungen aus den ersten Grundkursen „Schlüsselkompetenzen für eine konzeptionelle, kooperative Pastoral"

Ungewohnt war in der Tat manches bei diesen Grundkursen: Eingeladen waren die Leiter, aber nicht allein. Sie sollten eine/n pastoralen Mitarbeiter/in aussuchen und mitbringen (sozusagen gleich als Leitungshandeln). Denn es ging bei den „Schlüsselkompetenzen" um das Handwerkszeug für die Gestaltung der anstehenden Veränderungsprozesse - und da ist es hilfreich, gleich zu zweit - als „Tandem" - direkt im Kurs das Gelernte auf die Situation vor Ort hin gemeinsam bedenken zu können.

Daraus ergab sich das zweite Ungewohnte: „Wir haben noch nie so lange und intensiv zusammen gearbeitet" - dieser Satz war immer wieder in Kurspausen zu hören. Nicht immer gesagt, aber mitgemeint war: „... an so konkreten Themen." An den Schritten des in der Information Nr. 8 des Bistumsprozesses veröffentlichten Leitfadens entlang sollten die „Tandems" z.B. den Lebensraum der Menschen näher untersuchen, in dem ihre pastorale Einheit angesiedelt ist, sich den Ist-Stand ihrer Pastoral vergegenwärtigen und Ziele für ihre Arbeit entwickeln. Die Frage nach dem „wohin" bedarf allerdings einer pastoralen Konzeption, für die ein Referent die dazugehörigen theologischen Grundlagen skizzierte - der Generalvikar selbst.

Das reichte für den 1. Kursabschnitt, denn die vielen Themen, Anregungen und (persönlichen) Vorhaben bzw. Vorsätze mussten erst mal verdaut werden. Dies war auch wichtig, ging es im 2. Kursabschnitt doch konkret um das Wesentliche von Veränderungsprozessen: Neuland betreten und dabei die konkreten Schritte umsichtig planen durch projektförmiges Arbeiten. Drei Projekte aus dem Teilnehmerkreis wurden jeweils modellhaft installiert - und dabei noch etwas Ungewohntes erfahren: in überschaubarer Zeit kann bei konzentrierter Arbeit in einer Gruppe erstaunlich viel entstehen.

Und noch etwas (ungewohnt?): dieses Arbeiten an Neuem, das an einem Strang ziehen, hat motiviert, Lust gemacht auf mehr...

Aber es gab dabei auch noch einen anderen Nebenton: Was wäre, wenn auch die anderen in unserem Dekanat mitziehen würden? Angenommen, ein ganzes Dekanat (oder sogar eine ganze Region) würde einsteigen....

„Gesagt ist noch lange nicht getan"
Die Chance eines solchen Kurses sollten aber auch die Ehrenamtlichen erhalten. Deshalb gab es im August eine ähnliches Angebot für Mitglieder in Seelsorgeräten, zwar in einer verkürzten Version am Wochenende, aber nicht weniger intensiv und gehaltvoll. Chancen der Kooperation, konzeptionelle Pastoral, zielorientiertes Arbeiten und theologische Grundlagen waren nur einige der Themen in diesen zwei Tagen. Die Teilnehmer/innen waren begeistert und gestärkt. Der Kurs für die ehrenamtlichen Mitglieder in Seelsorgeräten wird im kommenden Jahr zweimal wiederholt (Februar und September).

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