Pastorale Schwerpunkte 2012 im Bistum Mainz

1. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil

Die wichtigsten Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils werden in der Theologie, in der Erwachsenenbildung, in der Akademiearbeit und in der Verkündigung auf die Bedeutung für unsere Zeit wieder erschlossen.

2. Erneuerung der Taufpastoral

Auch bei der Schaffung neuer diözesaner Räte geht die Arbeit nach der Verabschiedung der Grundsätze der Firmpastoral konsequent bei der Taufpastoral weiter. Es wird nun bald ein erster Text vorgelegt. Nach der Sammlung von Erfahrungen der Taufspender in den Regionen und ersten regionalen Handreichungen werden diese auch in anderen Regionen vorgestellt. Im Dekanat Bingen wird im  Zusammenhang mit der Bildung von Familienzentren ein Fokus auf die Taufpastoral gelegt.

3. Sozialer Einsatz und Seelsorge (Sozialpastoral)

Die Ergebnisse aus dem Dekanat Rüsselsheim werden auf Umsetzbarkeit und Anwendbarkeit in anderen Dekanaten des Bistums überprüft. Durch sozialraumorientierte Arbeit werden konkrete Notlagen erkannt und benachteiligte Menschen unterstützt.

4. Lebendige Gemeinden in erneuerten pastoralen Einheiten

Die Zusammenarbeit in größeren pastoralen Räumen fragt nach der Ausgestaltung bisheriger oder bislang weniger beachteter kleinerer Räume im haupt- und ehrenamtlichen Engagement. Modelle zentraler und dezentraler pastoraler Gestaltung werden gesammelt, beschrieben und gefördert. Dabei wird angestrebt, die Kooperation verschiedener Akteure in Kooperationsverträgen zu regeln. Eine besondere
Bedeutung kommt dabei den neu gewählten pastoralen Räten zu.

5. Netzwerk Leben

Junge Familien im Bistum Mainz erfahren Hilfe und Unterstützung durch Familienbildungsstätten, familienorientierte Kindertageseinrichtungen, Netzwerk Leben und frühe Hilfen. Dies geschieht insbesondere durch die Einbeziehung von Ehrenamtlichen und die Qualifikation von Familienpaten.

6. Prävention von sexuellem Missbrauch

Die bisherigen Schulungen in vielen Bereichen werden intensiv und mit anerkannten Experten fortgesetzt. Die vielen Informationsmöglichkeiten sollen noch mehr bekannt gemacht werden (vgl. die Verordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch im Bistum Mainz, Mainz 2011, Bischöfliches Ordinariat sowie die Broschüre des BDKJ/Jugendamtes „Kinder schützen", 2. Auflage, Mainz 2011).

7. Neue Pfarrgemeinderäte

Nach der Neuwahl der Pfarrgemeinderäte werden die Gremien auf der Ebene der Dekanate und der Diözese konstituiert. Wir wollen dabei auch der Sicherung des Ehrenamtes eine besondere Aufmerksamkeit widmen.

8. Sparprozess

Die vereinbarten Sparziele werden konsequent und zügig umgesetzt. Die Bemühungen um eine Datenbank zur Planung der Immobilienstruktur werden fortgesetzt. Der Haushalt des Bistums wird erstmalig mit Hilfe einer kaufmännischen Buchführung („Doppik") dargestellt.


Mainz, 14. Januar 2012

Karl Kardinal Lehman, Bischof von Mainz

Prälat Dietmar Giebelmann, Generalvikar