Männerseelsorge des Bistum Mainz

Wir, das Referat Männerseelsorge, sind die Anlaufstelle  für Männer im Bistum Mainz.

Als solches bieten wir Männern verschiedene Formen und Räume, sich mit Ihren Themen, Fragestellungen und Problemen auseinanderzusetzen.

Wir begrüßen sie auf unserer Homepage und wünschen ihnen viel Spaß beim Durchstöbern.

 

Eindrücke vorausgegangener Veranstaltungen:

 
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Programm2012
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Bericht zur Gründonnerstag Nachtwanderung 2011

Die Kollegen des Dekanats Mainz-Süd haben zur diesjährigen Grünndonnerstag Nachwanderung einen Artikel verfasst.

Nachtwanderung an Gründonnerstag

Auch in diesem Jahr waren Männer in der rheinhessischen Nacht am Gründonnerstag unterwegs

(nachtwanderung.jpg; 69 kB)

 

Männer aus Rheinhessen- Nachts unterwegs- auch in diesem Jahr waren wir auf der Suche nach den Spuren , die das Leben bei uns und die wir in der Welt hinterlassen haben.  

Wie in den letzten Jahren zuvor, fand auch in diesem Jahr wieder von Gründonnerstag auf Karfreitag eine Männerwanderung im Dekanat Mainz-Süd statt. Auch diesmal stand die Wanderung unter dem Motto:

Im Schutz der Nacht gehen wir gemeinsam, nicht alleine, auch durch unsere eigene Dunkelheit, durch die Tiefen unseres Lebens, mal schweigend, mal erzählend, mal betend.

Dem Reiz der Veranstaltung folgten in diesem Jahr 28 Männer aus dem Dekanat, weit mehr als in den Jahren zuvor. Die Mehrzahl kam aus den Gemeinden der Pfarrgruppe Undenheim.

Neben dem großen „Hallo“ vieler alter und bekannter Gesichter, schlossen sich dieses Jahr viele neue Männer an. Nach dem Kennenlernen und einer Stärkung- Harry Reinfelder hatte uns wieder ein köstliches Chili con Carne zubereitet- folgte eine kurze Einstimmung auf die bevorstehende Nacht.

Der Weg war identisch mit dem aus dem Jahre 2009. Viele die damals dabei waren, waren noch beeindruckt von der damaligen intensiven Wirkung: Und es war wieder schön, anders schön……..

An verschiedenen Stellen der Strecke wurde  Halt gemacht; Einkehr gehalten…. auch gedanklich….. neben Besinnungstexten wurde gebetet… das Ganze wurde musikalisch untermalt von Harry mit seiner Gitarre…….

Gegen 02.00 Uhr am Karfreitag…. sozusagen auf dem Höhepunkt der Veranstaltung…. wir befanden uns auf dem Petersberg… Holzscheite lagen schon bereit…. um das wärmende Feuer versammelten sich die Männer… stärkten sich mit Essen und Trinken… und viele waren in Gedanken versunken…. ihre eigenen persönlichen Gedanken…. auch in der Dunkelheit und den Niederungen ihres eigenen Lebens… persönliche Reflexionen, die durch die Eindrücke dieser Nacht intensiviert wurden… ganz nach dem Motto der Wanderung…..

Nach 1 Stunde auf dem Petersberg ging es weiter…. über Bechtolsheim…. Richtung Undenheim bzw. Friesenheim… eine kurze Rast…. ein kurzes Lied…. ein Besinnungstext… ein Gebet……ein letzter Aufstieg Richtung Weinolsheim… gegen 05.00 Uhr hatten wir nach 22 Km das Ziel erreicht.

Nachdem wir im Gemeindezentrum in Weinolsheim ein Frühstück zu uns genommen hatten…. verabschiedeten wir uns…. wohl wissend, dass sich wohl viele im nächsten Jahr wieder sehen….

Vielen Dank für Eure Gemeinschaft…..

Vielen Dank aber auch an Harry Reinfelder für die Organisation, Inspiration und die Musik… vielen Dank unserem „Tausendsassa“ Michael für die liturgische Begleitung und für die vielen praktischen organisatorischen Dinge, die Du für uns in die Hand genommen hattest…. Vielen Dank Heinz-Ludwig für das wärmende Feuer auf dem Petersberg……..

Schon wurde der Gedanke an Harry herangetragen, sich auch zwischen den Wanderungen regelmäßig zu treffen…. Ich wäre bei dieser Männergesellschaft gerne dabei…..

Aber da war noch was……


Männerwanderung !…nur Männer dabei??????? – nein- Ida war auch dabei…. Michaels treue Terrierhündin wanderte mit uns…. auch ihr hatte es ganz offensichtlich gefallen…… auch als Frau.


Undenheim, den 12. Mai 2011


Achim Messer


 

 

Newsletter der Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands - GKMD

Anbei möchten wir auf einen Lohnenswerten Newsletter der Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands hinweisen.

Unter folgendem Link können sie sich für den Newsletter anmelden:

http://www.kath-maennerarbeit.de/index.php?id=277

 


Aus dem Bauch heraus

Workshop der Männerseelsorge vermittelt die Kraft des Trommelns

Von Norbert Fluhr

Zur Mitte kommen und zum eigenen Rhytmus finden: Das lernten Männer in einem Trommelworkshop im Haus St. Gottfried in Ilbenstadt mit Musiktherapeut Rainer Maria Müller (Mitte). Dazu eingeladen hatte die Männerseelsorge des Bistums Mainz.

Zur Mitte kommen und zum eigenen Rhytmus finden: Das lernten Männer in einem Trommelworkshop im Haus St. Gottfried in Ilbenstadt mit Musiktherapeut Rainer Maria Müller (Mitte). Dazu eingeladen hatte die Männerseelsorge des Bistums Mainz.

 

Trommeln kann jeder. Das rhythmische Schlagen verströmt Lebensfreude, löst Emotionen und Aggressionen aus, fördert die non-verbale Kommunikation. Erfahrungen, die zwölf Teilnehmer eines Workshops der Männerseelsorge im Haus St. Gottfried in Ilbenstadt machten.

Dumpf prasseln die Schläge auf die Djemben und Congas. Die Fenster scheinen zu vibrieren. Die Spielfreude der zwölf Trommler ist unverkennbar. Für Werner Kahlau aus Griesheim und Alfred Weierich aus Aschaffenburg keine ungewohnten Klänge. „Berührungsängste" sind den beiden fremd, denn zum zweiten Mal haben sie sich für das Kreativseminar angemeldet.

„Wir machen hier keinen Wettbewerb"

Walter Massoth weiß seit Jahren die faszinierende Klangfülle einer Trommel zu schätzen. Der Bürstädter hat seine eigene Djembe, die er liebevoll mit einem Flausch an der Oberfläche geschmückt hat, zum Workshop mitgebracht. Musikalische Vorkenntnisse sind aber nicht erforderlich, macht Musiktherapeut Rainer Maria Müller gleich zu Beginn deutlich. Das Gemeinschaftsgefühl der Männergruppe ist bedeutsam, fördert die Dynamik. Wer kurz aus dem Rhythmus gerät, steht nicht unter Druck. „Wir machen hier keinen Wettbewerb", sagt Müller, der in Reborn, ganz in der Nähe von Meisenheim, ein Studio und ein Atelier eingerichtet hat. Die Menschen seien in unserem Kulturkreis von Strukturen geprägt. Beim Trommeln sei es aber bedeutsam, „aus dem Bauch heraus etwas klingen zu lassen, um die zurückkommende Kraft in uns zu spüren."

Zur Mitte kommen, zum eigenen Rhythmus finden, heißt Müllers Credo. Eine Botschaft, die bei den Männern ankommt. Das gemeinsame Spiel verbindet, „erdet" jeden Einzelnen. Ein therapeutischer Ansatz, denn Veränderungen werden spürbar. Im Grunde gebe es nur drei Gefühle, erläutert der Männerreferent des Bistums Mainz, Hubert Frank: Freude, Trauer und Angst. Emotionen, die bei den Teilnehmern unterschiedliche Wirkungen auslösen. Wichtig ist nur eins: „Bleibt bei euch - findet in diesem Moment euren eigenen Rhythmus."

Drei Taktmaße sind keine Hexerei

Es ist ein gruppendynamischer Prozess des Sich-Einlassens auf das Ungewisse - so wie im Lebensalltag, in dem der Mensch vor wichtigen Entscheidungen steht. Drei Taktmaße sind keine Hexerei. Müller demonstriert dies: Dem dumpfen Bass-Schlag in der Mitte der Trommel folgt ein offener Schlag, der von einem Slag, dem peitschenartigen Randschlag, abgerundet wird. Ausgelassenheit zeigen die Trommler beim Samba, im Zwei- Viertel-Takt wiegen die Männer die Instrumente. Dabei kommt es zu spontanen phonetischen „Überlagerungen". Der Fachmann nennt dies Polyrhtythmik. Beim anschließenden Reaggae folgen die Männer den Anweisungen von Müller fast spielerisch. Nur der zweite und vierte Schlag wird betont, die Zwischenschläge sind die off-Beats.

Dass sich die Männer binnen kurzer Zeit zu einer eingeschworenen Gemeinschaft verfestigt haben, zeigt sich am Abend beim Lagerfeuer. „Wir müssen uns erden", sagt Frank. Den festen Boden unter den Füßen spüren die zwölf Trommler, auch wenn einige im Crescendo der Trommel-Performance einen Freudentanz um das offene Feuer vollführen.

(Aus: Bistumszeitung Glaube und Leben, Nummer 46, 15.11.2009)