Berichte von Veranstaltungen der letzten Zeit
„Der Einsatz für gehörlose Menschen ist meine Berufung"
Peter Boppert, Vorsitzender des katholischen Gehörlosenvereins Mainz, mit Bundesverdienstkreuz geehrt.
Malu Dreyer, Sozialministerin des Landes Rheinland-Pfalz, hat am 16. Juni 2011 Herrn Boppert im Namen von Bundespräsident Christian Wulff das Bundesverdienstkreuz am Band verliehen.

Peter Boppert und Malu Dreyer, Sozialministerin
© Bellinger
Peter Boppert ist selbst gehörlos und wurde für sein langjähriges und überdurchschnittliches Engagement in der Gehörlosenarbeit ausgezeichnet. Seit über 40 Jahren arbeitet Peter Boppert in verschiedenen Zusammenhängen für gehörlose Menschen in Mainz, Rheinland-Pfalz und auf Bundesebene. So ist er seit 25 Jahren im Vorstand des Gehörlosenvereins St. Martin aktiv, und der einzige aktive gehörlose Kommunionhelfer im Bistum, der regelmäßig alten und kranken Menschen zu Hause die Krankenkommunion bringt.

Frau + Herr Boppert, Malu Dreyer (Sozialministerin) und Pfr. Bellinger
© Bellinger
Die Sozialministerin betonte, Es ist wichtig , dass Menschen mit Behinderung ihre Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen und außergewöhnliche Leistungen trotz und wegen Ihres Handicaps vollbringen können. Hierfür ist Herr Boppert ein gutes Beispiel und Vorbild. Peter Boppert war lange Jahre Vorsitzender der Vereins für Gehörlosenwohlfahrt in Mainz und maßgeblich an der Gründung und Renovierung des Gehörlosenzentrum in Mainz, des ersten rheinland-pfälzischen Gehörlosenzentrums in Selbstverwaltung beteiligt.
Daneben arbeitete er fast 20 Jahre als Jugendsportwart des Gehörlosensportbundes Rheinland-Pfalz und war an der Gründung des Jugendsportverbandes beteiligt.
Im katholischen Gehörlosenverein setzte er sich für die Gründung des Sozialdienstes für Gehörlose in Mainz ein, bereitete unzählige Ausflüge, Bildungsfahrten und Tagesveranstaltungen vor und vertrat das Bistum Mainz über 13 Jahre als Bistumsobmann auf Bundesebene.

Gebärdesprachdolmetscherin und Malu Dreyer, Sozialministerin
© Bellinger
Heute ist er 1. Vorsitzender des Vereins, Mitglied der Gebärdenschola in Mainz, die den Gehörlosengottesdienst mit Gebärdenliedern begleitet, ist einziger aktiver Kommunionhelfer, der Krankenbesuche bei gehörlosen Menschen macht und organisiert Bildungsfahrten für Gehörlose. Sehr wichtig ist ihm die ökumenische Zusammenarbeit Der Einsatz für die Zielgruppe sieht er als Berufung für sein Leben, für die ihm der christliche Glaube und seine Frau Kraft zu Zuversicht geben.
Peter Boppert ist 67 Jahre und verheiratet mit Isolde Boppert, Gemeindesprecherin der evangelischen Gehörlosengemeinde in Mainz, er hat zwei hörende Söhne von 34 und 36 Jahren und lebt in Stadecken-Elsheim.
Weitere Bilder: Bundesverdienstkreuzverleihung
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Ostergottesdienst in Mainz am 9. April 2012
30 gehörlose Christen trafen sich zum Ostergottesdienst am Ostermontag in St. Petrus Canisius. Pfarrer Bellinger feierte mit ihnen den Ostergottesdienst.

Pfarrer Bellinger zündet Osterkerze an
© Pröbstl
Es begann mit einer Lichtfeier, jeder Besucher bekam eine kleine Osterkerze, die am Feuer der großen Osterkerze entzündet wurde. Danach feierten wir Tauferneuerung, alle konnten nach vorne kommen und sich mit Weihwasser aus einer großen Schale bekreuzigen.
In der Predigt sprach Pfarrer Bellinger darüber, dass wir den Menschen dienen sollen. Jesus hat den Menschen gedient, er hat geholfen, geheilt und sogar sein Leben geopfert. Wenn wir Jesus folgen wollen, sollen wir auch den Menschen helfen und uns gegenseitig unterstützen.
Isolde und Peter Boppert machten mit der Gemeinde 3 Gebärdelieder und unterstützten den feierlichen Gottesdienst.
Nach der Messe gab es Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal.

Kaffeezeit
© Pröbstl
Isolde Boppert gratulierte Pfarrer Bellinger im Namen des Vorstands zu seinem 67. Geburtstag und Peter Boppert bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei allen Mitarbeitern, Vorstandsmitgliedern und Helfern.
Am frühen Abend endete die Osterfeier.
Weitere Bilder: Ostergottesdienst
Einkehrtag am Palmsonntag in Mainz am 1. April 12
47 gehörlose Menschen trafen sich wie jedes Jahr zum Einkehrtag im Erbacher Hof in Mainz.
Am Vormittag hielt Herr Weidner einen Vortrag zum Thema „Mönche, Klöster, Orden".
Er erklärte, wie man Mönch oder Nonne wird, wie der Tagesablauf im Kloster ist, welche wichtigen Orden es gibt und was wir von den Mönchen lernen können.
Um 14.00 Uhr feierte Pfarrer Bellinger den Palmsonntagsgottesdienst. Wir begannen mit der Palmweihe und der Palmprozession im Hof.

Palmprozession
© Pröbstl
Dann gab es eine kleine Prozession in die Kapelle. Dort predigte Pfarrer Bellinger über Simon von Cyrene, der Jesus das Kreuz tragen half.
Am Ende bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Kreuz geschenkt.
Mit Kaffee und Kuchen endete der Einkehrtag.
Weitere Bilder: Einkehrtag
Ökumenischer Infotag am 4. März 2012
50 gehörlose Menschen trafen sich zum Infotag der katholischen und evangelischen Gehörlosenseelsorge in Mainz.
Am Vormittag hielt Herr David Weidner, Betriebswirtschaftler im Bereich Banken und Finanzen, einen Vortrag über den Euro und die Bankenkrise.

Herr David Weidner beim Vortrag. Herr Stephan Weidner dolmetscht.
© Pröbstl
Er erklärte, warum die Finanzkrise die Welt so schwer getroffen hat, was die Ursachen waren und wie wir uns verhalten können.
Auch sprach er über die Situation in Griechenland und die Möglichkeiten der Euro-Rettung.
Am Nachmittag hielt Stephan Weidner, Referent der Katholischen Gehörlosenseelsorge einen Gottesdienst in der Kapelle. Er sprach über das Evangelium vom reichen Mann, der viel Geld gesammelt hatte und doch stirbt. Von seinem Geld kann er nichts mit in den Himmel nehmen.
Deshalb ist es wichtig „Schätze im Himmel" zu sammeln und nicht so sehr auf Geld, Besitz und Reichtum zu schauen.
Mit Kaffee und Kuchen endete der Infotag.
Weitere Bilder: Ökumenischer Infotag
Weihnachtsfeier in Mainz am 26. Dezember 11
Barbara Hensen wurde am 26. Dezember 2011 bei einer Weihnachtsfeier in Mainz-Gonsenheim für die 25jährige Mitarbeit beim Kath. Gehörlosen-Verein „St. Martin" und in der Gehörlosen-Seelsorge Bistum Mainz geehrt.
Vorausgegangen war der Weihnachtsgottesdienst in der St. Petrus Canisius Kirche in Mainz-Gonsenheim. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Evangelium über die „Heiligen drei Könige".

Krippe in der Kirche
© Pröbstl
In der Predigt sprach Pfarrer Helmut Bellinger über die 3 heiligen Könige. Begleitet wurde die Predigt von einer Diaschau, wie die 3 heiligen Könige zum Stall zu Bethlehem gelangten.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein gemütlicher Kaffee-Nachmittag im kleinen Saal der St. Petrus Canisius-Gemeinde statt. Höhepunkt dieses Kaffee-Nachmittags war die besondere Ehrung für Frau Barbara Hensen. Sie war vom 1956 - 1966 und 1997 - 2001 Schriftführerin, seit 2001 bis heute 2. Vorsitzenderin.

1. Vorsitzender Boppert, 2. Vorsitzenderin Hensen, Pfr. Bellinger
© Pröbstl
Sie hat am 22. Januar 1956 bei der Vereinsgründung das erste Protokoll geschrieben. Diese Protokollbuch ist heute noch vorhanden und wurde gezeigt. Sie arbeitete 25 Jahre lang ehrenamtlich für den Verein und die Seelsorge. Pfarrer Helmut Bellinger und Peter Boppert, 1. Vorsitzender, würdigten Frau Barbara Hensen für die besondere Verdienste und unermüdlichen Einsatz für den Verein und die Seelsorge. Als Dank hierfür erhielt sie die Urkunde aus Händen des Pfarrers und einen großen Präsentkorb. Dazu erhielt sie ein Photo-Album mit zahlreichen Fotos aus den Jahren 1954 - 2011. Sie hat sich mit ihrer Mitarbeit um den Verein und in der Seelsorge verdient gemacht.
Die Vorstandsmitglieder erhielten als Dank für die diesjährige Arbeit ein Teegeschenk und alle Teilnehmer den Schlüssel-Anhänger aus Holz. Damit klang die schöne Feier aus.
Peter Boppert
Weitere Bilder: Weihnachtsfeier
Nikolausfeier in Mainz am 6. Dezember 2011
Wie in jedem Jahr feierten die katholische und evangelische Gehörlosenseelsorge und der Ortsbund der Gehörlosen in Mainz zusammen Nikolaus.
Wir begannen um 14.00 Uhr mit einer ökumenischen Andacht in St. Achatius.

Pfarrer Bellinger und Pfarrerin Gobat-Bernhard beim Gottesdienst
© Pröbstl
Pfarrerin Gobat-Bernhard und Pfarrer Bellinger sprachen über den Unterschied zwischen Nikolaus und den vielen „Weihnachtsmännern", die uns auf den Straßen begegnen.
Danach gab es Kaffee und Kuchen im Gehörlosenzentrum und der „echte Nikolaus" kam zu Besuch.

"Echte Nikolaus"
© Pröbstl
Er hatte für jeden ein Geschenk dabei und segnete die Anwesenden und wünschte frohe Weihnachten.
Mit Glühwein endete die gemütliche Feier am späten Nachmittag.
Weitere Bilder: Nikolausfeier

Original








