Frieden

 

Alle Friedensprojekte des Referats laufen in Kooperation mit der

pax-christi-Bistumsstelle:   www.mainz.paxchristi.de

 

Aktuelle Projekte:

Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Die InitiatorenInnen dieser öffentlich tagenden Projektgruppe sind die beiden pax christi-Bistumsstellen Limburg und Mainz, das Friedenspfarramt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, das Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz und die Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Ziel dieser Kooperation ist es, Projekte und Methoden der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung und des Zivilen Friedensdienstes bekannter zu machen, zu ihrer gesellschaftlichen Verankerung und Weiterentwicklung beizutragen und hierfür in der Großregion Rhein-Main ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen aufzubauen.

Um dies zu ermöglichen, laden wir jährlich zu vier Treffen in Frankfurt oder Mainz ein, bei denen jeweils ein Schwerpunktthema aus dem Bereich der Zivilen Konfliktbearbeitung im In- und Ausland vorgestellt und diskutiert wird. Ein zweiter Teil dieses Treffens dient dem Austausch und der gegenseitigen Unterstützung bei Bildungs- und Informationsveranstaltungen.

Mit diesem Konzept wollen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Rhein-Main-Tournee der Ausstellung »Frieden braucht Fachleute« fortsetzen und vertiefen.

Die Treffen der Projektgruppe, einmal pro Quartal an einem Freitagnachmittag von 15.00 bis 19.00 Uhr, sind grundsätzlich öffentlich. Jedoch wünschen wir uns eine möglichst regelmäßige Teilnahme von Einzelpersonen und VertreterInnen von Gruppen und Organisationen.

Weitere Infos zum Projekt: www.gewalt-loest-keine-konflikte.de

                                            www.forumzfd.de

 

 

"Gehversuche Friedensschritte" - Zivis für Kinder in Serbien


Flüchtlinge Mitten in Europa? Ja es gibt sie noch.

Sicherlich können wir uns alle noch an die schrecklichen Bilder des Jugoslawienkrieges erinnern und auch an die des Kosovokrieges. Doch seit dem sind Jahre vergangen und das öffentliche Interesse hat nachgelassen.

Seit 1994 haben es sich junge Zivildienstleistende aus ganz Deutschland zur Aufgabe gemacht, diese Menschen nicht zu vergessen und mit ihnen ihren „Urlaub zu verbringen. Jedes Jahr im August fahren sie gemeinsam ins ehemalige Jugoslawien und gestalten für drei Wochen ein Workcamp in Flüchtlingslagern.

Seit 2001 arbeiten die Freiwilligen in Serbien, weil sich dort nach dem Sturz Milosevics erstmals die politische Situation entspannte und die Menschen die Hilfe am nötigsten hatten.

Das Programm der Zivis ist zum Großteil auf die Kinder in den Flüchtlingslagern ausgerichtet, weil diese die größten Verlierer des Krieges sind und am meisten zu leiden hatten.

Ziel ist es, die im Lager vorherrschende Lithargie aufzubrechen, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind oder auch einfach einmal nur zuzuhören. Die Freiwilligen nehmen aber auch für sich selbst viel mit. Sie teilen das Leben im Flüchtlingslager mit den Menschen und lernen andere Werte zu schätzen, sie treten in Kontakt mit den Opfern der Kriege, leisten Sühne und werden dabei von deren Dankbarkeit und Gastfreundschaft überrascht.

Das Projekt „Gehversuche-Friedensschritte"-Zivis für Kinder in Serbien ist kein Projekt, das versucht mit materiellen Gütern zu helfen. Vielmehr versuchen die Freiwilligen Hoffnung zu schenken und Freundschaft zu schließen.

Weitere Infos zum Projekt, den Trägern, etc. gibt es auf der Homepage www.friedensschritte.de

 

"Fragt uns, wir sind die letzten..." - Besuch polnischer Zeitzeugen

 

Seit 2001 führen wir Begegnungen von polnischen KZ- und Ghetto-Überlebenden mit Schülerinnen und Schülern im Bereich des Bistums Mainz durch. Dabei kooperiert unser Referat mit dem Maximilian-Kolbe-Werk e. V. in Freiburg. Die polnischen Überlebenden der NS-Diktatur werden jeweils für eine Woche eingeladen um von ihren Erfahrungen im KZ oder Ghetto an Schulen zu berichten. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler erreichen die Zeitzeugen so pro Jahr.

Das Zeitzeugenprojekt führt das Referat für Frieden und Gerechtigkeit seit 2001 in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk e.V. durch.

Dabei steht vor allem der direkte Kontakt zwischen Schülern und Zeitzeugen im Vordergrund. Die Zeitzeugen wollen mit ihrer Arbeit ein Zeichen der Versöhnung setzen, aber gleichzeitig auch mit ihren Berichten prägen, die Schüler aufklären und sie teilhaben lassen an dem, was sie erleiden mussten und was sie bis heute prägt.

Weitere Infos: www.maximilian-kolbe-werk.de

 

 

Bildergalerie 

Zeitzeugen Höchst 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

"Aktion Aufschrei" - Stoppt den Waffenhandel

 

Deutsche Waffen bereits jetzt bei verfeindeten Konfliktparteien im Libyen-Krieg im Einsatz

Rüstungsexportkampagne kritisiert Bundesregierung wegen geplanter Waffenlieferungen für Libyen-Krieg

Mit scharfer Kritik reagierten Christine Hoffmann, Jürgen Grässlin und Paul Russmann, die Sprecher/innen der Kampagne „Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!“, auf die Ankündigung von Waffenlieferungen für den Libyen-Krieg.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte geäußert, eine entsprechende Anfrage der zuständigen NATO-Logistikagentur „positiv zu beantworten". „Aufgrund der hemmungslosen Genehmigungspolitik führen die drei Konfliktparteien in Libyen bereits heute Krieg mit deutschen Waffen und Rüstungsgütern“, erklärte der Freiburger Rüstungsexperte und Kampagnensprecher Jürgen Grässlin. „Wenn die Bundesregierung jetzt weitere Waffenexporte für den Libyen-Krieg genehmigt, gießt sie erneut Öl ins Feuer dieses Krieges und macht sich mitschuldig. Sie nimmt sehenden Auges weitere Opfer in der Zivilbevölkerung in Kauf.“

„Wenn Verteidigungsminister de Maizière Bauteile für Bomben und Präzisionsmunition an kriegsführende Staaten der NATO liefern will, verstößt er gegen das Gebot des Grundgesetzes, dem Frieden in der Welt zu dienen“, sagte Paul Russmann, Stuttgarter Sprecher der Kampagne Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel! „Mit Waffenlieferungen in den Libyen-Krieg mutiert de Maizière vom Verteidigungs- zum Kriegsminister.“

„Wer, wie die Bundesregierung, zuerst den Kampfeinsatz der Bundeswehr in Libyen ablehnt, danach aber Waffen liefert, macht sich trotz aller schönen Worte zur Kriegspartei“, sagte die Berliner Kampagnensprecherin Christine Hoffmann. „Wir dürfen keinerlei Waffen nach Libyen, in kriegsführende Staaten und an menschenrechtsverletzende Regime liefern. Die Aufschrei-Kampagne fordert einen grundsätzlichen Stopp des Waffenhandels und eine friedliche Beilegung des Libyen-Krieges auf dem Verhandlungswege.“

Die im Sommer 2011 gegründete Kampagne „Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!“ ist das bislang breiteste Bündnis gegen den Export von Waffen und Rüstungsgütern aus Deutschland. Ziel ist die Ergänzung von Artikel 26 (2) des Grundgesetzes, wonach der Export von Waffen und Rüstungsgütern grundsätzlich verboten werden soll.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier.

Trägerorganisationen: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF), Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Provinzleitung der Deutschen Franziskaner und Kommission Gerechtigkeit – Frieden – Bewahrung der Schöpfung, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e. V. (IPPNW) Deutschland, JuristInnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) Deutsche Sektion, pax christi - Internationale katholische Friedensbewegung Deutsche Sektion, Ohne Rüstung Leben (ORL), RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (WfGA) Aktionsbündnis:,  Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung, Ev. Französisch-Reformierte Gemeinde, Friedenszentrum Braunschweig, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Kooperation für den Frieden, medico international, Naturfreunde Deutschlands

 

10 Jahre Wanderfriedenskerze

 

Seit dem Jahr 2002 wandern jeden Herbst Friedenskerzen von Friedensgottesdienst zu Friedensgottesdienst sowie Veranstaltung zu Veranstaltung in Hessen und Reinland-Pfalz und laden im Gedenken an Opfer von Krieg, Terror und Gewalt zu Friedensgebeten ein. Initiiert wurde diese Aktion von pax christi im Bistum Limburg und wird mittlerweile veranstaltet vom Ökumenischen Friedenskonveniat, einem Zusammenschluss verschiedener Kirchen, kirchlicher Einrichtungen und Organisationen.

Beim 10-jährigen Jubiläum der Aktion Wanderfriedenskerze befassen wir uns mit dem Zusammenhang von Rüstungsexporten und Flüchtlingsthematik. Die Aktion startet mit einem Eröff-nungsgottesdienst am 1. September, dem internationalen Antikriegstag, um 19.00 Uhr in der Pfarrei Mariä-Himmelfahrt in Frankfurt-Griesheim (Linkstraße/Auf der Beun). Von dort gehen die drei neu gestalteten Friedenskerzen als verbindende Symbole auf die Wanderschaft durch unsere Region.

Die dazugehörige Gebetshilfe soll Anregungen zur Gestaltung von Gebeten, Gottesdiensten und Veranstaltungen zum Gedenken an Flüchtlinge als Opfer deutscher Rüstungsexporte geben.

Aus Profitgier und zur Absicherung von Wirtschaftsinteressen werden Diktatoren und menschenrechtsverletzende Regime in aller Welt mit Waffen beliefert. Oppositionelle DemokratInnen und Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten sehen oft nur die Möglichkeit, ins Ausland zu fliehen. Auch Deutschland war allein im Jahr 2009 an der Aufrüstung von über 40 massiv die Menschenrechte verletzenden Staaten beteiligt: Pakistan, Sudan, Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien, Angola...

Den gemeinsamen Abschluss unserer Aktion bildet ein zentraler ökumenischer Gottesdienst anlässlich des „Gebetes für Frankfurt" am 18. November 2011 (18 Uhr) in der Katharinenkirche. Wir freuen uns sehr, wenn VertreterInnen von allen Veranstaltungen mit der Wanderfriedenskerze an diesem Abschlussgottesdienst teilnehmen und laden sie sowie alle Friedensinteressierte und PressevertreterInnen ganz herzlich jetzt schon dazu und zu allen anderen Veranstaltungen ein.

Reservierungen einer der drei Wander-Friedenskerzen, Bestellungen der vierseitigen Gebetshilfe und weitere Informationen (z.B. Kontakt zu ReferentInnen für Veranstaltungen rund um das Thema Rüstungsexporte) können ab 1. AUGUST über das Limburger pax christi-Büro und die Webseite www.pax-christi.de getätigt und bezogen werden.

 

Mitträger der Aktion:
Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg, Alt-Katholische Kirchengemeinde Wiesbaden, BDKJ-Diözesanverband Limburg, Dessauer-hausgemeinde Frankfurt, Deutsche Provinz der Dernbacher Schwestern, Deutsche Provinz der Schwestern vom Guten Hirten, Diöze-sansynodalversammlung des Bistums Limburg, Dominikanerinnen von Bethanien, Pfarrei St. Josef Frankfurt Bornheim, Evangelische französisch-reformierte Gemeinde Frankfurt, Evangelische Kirchengemeinde Bingen-Büdesheim, Franziskanisches Zentrum für Stille und Begegnung Hofheim, Heilig Kreuz Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität, Jesuitenkolleg Sankt Georgen, Katholische Arbeitnehmerbewegung Diözesanverband Limburg, Katholischer Bezirk Hochtaunus, Katholischer Bezirk Maintaunus, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Limburg, Katholische Pfarrgemeinde Mariä-Himmelfahrt Frankfurt-Griesheim, Katholische Pfarrgemeinde St. Paul Offenbach, Katholische Stadtkirche Frankfurt, Kolpingwerk Diözesanverband Limburg, Laurenti-uskonvent Laufdorf, Mennonitengemeinde Frankfurt, Missionsärztliche Schwestern in Frankfurt, Pastoraler Raum Gallus im Bistum Limburg, pax christi-Bistumsstellen Fulda, Mainz und Limburg, Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, Zent-rum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.