Der Beruf der Gemeindereferentin...

... entstand Anfang des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum und entwickelte
sich aus der Tätigkeit der Seelsorgehelferin. Ausschließlich Frauen waren zunächst als
Pfarrhelferin und dann als Seelsorgehelferin tätig.
Erste Schritte in Richtung eines Berufes gingen auf das Engagement Wilhelm Wiesens und Margarete Ruckmichs in den 1920er Jahren zurück. 1928 kam es zur Gründung der "Gemeindehelferinnenschule" durch den Deutschen Caritasverband in Freiburg (Heute:
Margarete-Ruckmich-Haus).
Im Bistum Mainz entstand im Jahre 1946 die erste Ausbildungsstätte in der „Caritas- und Seelsorgehelferinnenschule St. Gottfried" in Ilbenstadt.
Hier wurden Frauen auf Hilfstätigkeiten vorbereitet. Sie sollten durch caritative Dienste und religiöse Aufgaben die Pfarrer bei der Arbeit in der Seelsorge unterstützen.

Literatur:
Eine Idee gewinnt Gestalt. Mainzer Perspektiven Nr. 7. Bistum Mainz. 1996. S. 13 ff
Reinartz, Maria. Gründungs- und Entwicklungsgeschichte des Seelsorgehelferinnenseminars
Ilbenstadt in: Jungnitz, Ingobert (Hrsg.): Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz. Mainz 1978.S. 107 ff.