Dr. Maria Reinartz (1912 - 1992)
- in Hagen / Westfalen geboren
- Besuch der Sozialen Frauenschule in Heidelberg
- Studium der Rechtswissenschaften, Promotin zur Dr. jur. 1941
Sie übernahm 1946 zusammen mit Frau Bäumer und Frau Plassmann den Aufbau und die Leitung des Caritaswerkes St. Gottfried in Ilbenstadt. Im gleichen Jahr wurde sie von Bischof Stohr mit der Gründng und Leitung eines Seelsorgehelferinnenseminars beauftragt.
Von 1946 bis 1972 war sie Leiterin des Seminars, das 1962 nach Mainz verlegt wurde. In ihrer Zeit wurden 3361 Frauen für Gemeinde und Schule ausgebildet.
Frau Dr. Reinartz engagierte sich zeitlebens sozial, auch unter Einsatz ihres Privatvermögens; sie prägte die Menschen um sich mit tiefer geerdeter Religiosität und Liebe zur Kirche ebenso wie durch Stärkung der sozialen Verantwortung; außerdem lag ihr an einer ganzheitlichen Ausbildung für ganzheitlichen, weitsichtigen Einsatz in der Pastoral.
Vor allem in der Konzilszeit suchte sie nach einer angepassten Veränderung der Ausbildung. Sie pflegte intensive Kontakte mit der deutsch-österreichischen Seminarleiterkonferenz; unter ihrer Federführung kam es zur Studienreform (1967 - 1970).
Sie war zuständig für den Berufseinsatz ("Diözesanreferentin"). Mit dieser Aufgabe kam es zur rechtlichen Klärung der beruflich-sozialen Absicherung der Seelsorgehelferinnen.
Sie war Wegbereiterin
für das eigenständige berufliche Wirken von Frauen
in der Kirche!