Betriebsseelsorge
„Im Auftrag des Bischofs von Mainz bildet die Arbeitnehmerpastoral eine Brücke zwischen beruflichem Alltag und kirchlichem Leben“, heißt es zur Aufgabe der Betriebsseelsorge in der Neukonzeption der Betriebsseelsorge aus dem Jahr 2004. Und weiter: „Sie ist bestrebt, den einzelnen Menschen mit seinen Sorgen und Nöten im Blick zu halten und ihm vorwiegend als arbeitendem Menschen Begleiter zu sein.“ Die Betriebsseelsorge im Bistum Mainz ist dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ zugeordnet, innerhalb der Zielgruppenseelsorge im Seelsorgedezernat des Bischöflichen Ordinariates. Dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ sind die Fachgebiete „Arbeitswelt und Wirtschaft“, „Arbeitnehmer und Betriebsseelsorge“ und „Arbeitslosenseelsorge“ zugeordnet. Leiter des Referates „Berufs- und Arbeitswelt“, das eng mit den Pfarrgemeinden und den katholischen Sozialverbänden zusammenarbeitet, ist seit dem Jahr 2002 Thomas Domnick.
Die Neukonzeption der Betriebsseelsorge formuliert als Ziel der Arbeit: „Das Ziel der Pastoral in der Berufs- und Arbeitswelt ist es, Kirche im Betrieb präsent zu machen und an der Evangelisierung mitzuwirken. Darüber hinaus den Menschen anzuregen und in seinem Bemühen zu fördern, die Berufs- und Arbeitswelt so mitzugestalten, dass die technisch-wirtschaftliche Entwicklung auch ein echter Fortschritt für den Menschen wird. Sie will erreichen, dass möglichst viele Menschen ihre Arbeit und ihre weiteren Aufgaben im Betrieb vom Glauben her durchdenken und aus dem Geist des Evangeliums handeln.“
Die erste Betriebsseelsorge-Stelle wurde 1964 in Rüsselsheim eingerichtet. 1972 kam die Regionalstelle Oberhessen hinzu. Es folgten Offenbach (1974), Mainz (1976) und Darmstadt (1979). Im Jahr 1983 kam die Stelle „Arbeitslosenseelsorge“ hinzu. Im gleichen Jahr wurde auch das „Sofortprogramm“ ins Leben gerufen, das Betriebe mit 1.500 Euro pro Ausbildungsjahr unterstützt, wenn diese zusätzlich ausbilden oder einem Jugendlichen mit schwierigen Voraussetzungen einen Ausbildungsplatz bieten. Seit 1983 wurden durch Kirchensteuermittel und Spenden über vier Millionen Euro für das „Sofortprogramm“ aufgebracht und damit über 770 zusätzliche Ausbildungsplätze gefördert.
Als letzte Regionalstelle wurde 1987 Worms eingerichtet. Im Jahr 2004 wurde die Aktion „SymPaten“ ins Leben gerufen. Die Aktion bietet Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, Wegbegleiter beim Übergang von der Schule ins Berufsleben an. In besonderer Weise geprägt wurde die Arbeit der Betriebsseelsorge durch Monsignore Manfred Gärtner, der das Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ ab 1978 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 leitete.
Initiative Arbeit
Dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ ist außerdem die im Jahr 2006 gegründete „Initiative Arbeit e.V.“ zugeordnet. Sie fungiert als Trägerverein für das „Gelbe Haus“ in Offenbach und das „Ketteler-Cardijn-Werk“ in Griesheim. Das 1984 gegründete „Gelbe Haus“ in Offenbach unterstützt Jugendliche aus Haupt- und Sonderschulen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben durch Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen sowie Angebote zur Freizeitgestaltung. Das Ketteler-Cardijn-Werk in Griesheim wurde 1989 gegründet. Es will Menschen nach längerer Arbeitslosigkeit und Sozialhilfebezug helfen, ihren Lebensunterhalt wieder durch eigene Arbeit zu bestreiten. Dazu gehören unter anderem berufsfortbildende und arbeitsplatzbeschaffende Maßnahmen.
Anschriften
- Referat „Berufs- und Arbeitswelt“, Welschnonnengasse 2-4, 55116 Mainz, Tel.: 06131/6270-843, Fax: 06131/6270-844, betriebsseelsorge
bistum-mainz.de
Es gibt fünf Regionalstellen der Betriebsseelsorge im Bistum Mainz:
- Region Darmstadt (zuständig für die Dekanate Darmstadt, Dieburg, Bergstraße Ost und Erbach): Bruno Schumacher (Schwerpunktthema: Arbeitslosenseelsorge) Schlossgartenplatz 2, 64289 Darmstadt, Tel.: 06151/783877, Fax: 06151/783875, E-Mail: bss.darmstadt
bistum-mainz.de - Region Mainz (zuständig für die Dekanate Mainz-Stadt, Mainz-Süd, Bingen, Alzey/Gau-Bickelheim und Worms): Hans-Georg Orthlauf-Blooß - Welschnonnengasse 2-4, 55116 Mainz, Tel.: 06131/6270-843, Fax: 06131/6270-844, betriebsseelsorge
bistum-mainz.de - Region Oberhessen (zuständig für die Dekanate Alsfeld, Gießen, Wetterau-West und Wetterau-Ost): Richard Kunkel (Schwerpunktthemen: Katholische Soziallehre und Zukunft der Arbeit) - Karlstraße 35, 61231 Bad Nauheim, Tel.: 06032/931329, Fax: 06032/931312, E-Mail: bss.oberhessen
gmx.de - Region Offenbach (zuständig für die Dekanate Offenbach, Seligenstadt, Rodgau und Dreieich): Maria-Theresia Gresch (Schwerpunktthemen: Pastoral der Arbeit und Zukunft der Arbeit) - Marienstraße 38, 63069 Offenbach, Tel.: 069/86004474, Fax: 069/83836307, E-Mail: bss.offenbach
bistum-mainz.de - Region Rüsselsheim (zuständig für die Dekanate Rüsselsheim, Bergstraße West und Bergstraße Mitte): Ingrid Reidt - Weisenauer Straße 31, 65428 Rüsselsheim, Tel.: 06142/64104, Fax: 06142/63733, E-Mail: bss.ruesselsheim
t-online.de
Dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ zugeordnete Einrichtungen:
- Gelbes Haus Offenbach, Marienstraße 36, 63069 Offenbach, Telefon: 069/84850255, Fax: 069/847674, Internet: http://www.gelbes-haus-offenbach.de
- Kettler-Cardijn-Werk, Donaustraße 19, 64347 Griesheim, Tel.: 06155/62005, Fax: 06155/66364, E-Mail: info
kcw-griesheim.de, Internet: http://www.kcw-griesheim.de - Außenstelle Hauswirtschaft: Weisenauer Straße 31, 65428 Rüsselsheim, Tel.: 06142/797152, Fax: 06142/63733
tob (MBN)