Advent

Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf Weihnachten am 25. Dezember, das Hochfest der Geburt des Herrn. Die Adventszeit umfasst die vier Adventssonntage vor Weihnachten und gehört zum Weihnachtsfestkreis, der bis zum Hochfest „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanie) am 6. Januar dauert. Das Wort „Advent“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Ankunft“. Die Vorbereitung auf die Geburt Christi gehört ebenso zum Advent wie die Erwartung der Wiederkunft des Erlösers. Mit dem Ersten Advent beginnt das Kirchenjahr.

Die Dauer der Adventszeit ist bis heute nicht einheitlich. Auf dem Konzil von Trient (1545-1563) wurde sie auf vier Wochen festgelegt. In Mailand wird bis heute an einer sechswöchigen Adventszeit festgehalten. Seit Ende des vierten Jahrhunderts lässt sich zunächst in der gallischen und spanischen Kirche eine dreiwöchige Vorbereitung auf Weihnachten nachweisen. Im fünften und sechsten Jahrhundert dauerte der Advent dort 40 Tage, so lange wie die österliche Fastenzeit. Auch der Advent wurde als Bußzeit begangen, weil das Motiv der Wiederkunft Christi eine große Rolle spielte.

Das Brauchtum im Advent ist geprägt von der Lichtsymbolik. Die Erwartung von Christus als Licht der Welt findet ihren Ausdruck beispielsweise in den Kerzen des Adventskranzes, der sich nach dem Ersten Weltkrieg als Adventsschmuck durchgesetzt hat. Der evangelische Pfarrer Johann Heinrich Wichern hatte den ersten Adventskranz mit damals 24 Kerzen Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Jugendheim in Hamburg aufgestellt. Daraus entwickelte sich der Adventskranz mit vier Kerzen, die an den Adventssonntagen nacheinander entzündet werden.

Im Advent führt das Bischöfliche Hilfswerk „Adveniat“ jedes Jahr eine Spendenaktion für die Kirche in Südamerika durch. In jedem Jahr gibt es darüber hinaus ein Schwerpunktland der Adveniat-Aktion. Die Weihnachtskollekten von Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen in den katholischen Pfarrgemeinden sind für die Arbeit des Hilfswerkes bestimmt.

tob (MBN)