MBN vor 40 Jahren
Die sieben Vertreter des Bistum Mainz bei der Würzburger Synode (1971 bis 1975) sind aus 161 Kandidaten gewählt worden. Am Sonntag, 28. Juni 1970, hat „das von drei diözesanen Räten bestimmte Wahlmännergremium in Mainz" folgende Synodale bestimmt: Oberstudiendirektor Theo Binninger, Leiter des Bischöflichen Willigis-Gymna-siums in Mainz; Heinz Koch von der Betriebsseelsorge des Bistums; Dr. Hanna-Renate Laurien, Hauptabteilungsleiterin im rheinland-pfälzischen Kultusministerium; Diözesanjugendleiterin Dorothea Wermter, Kaplan Franziskus Eisenbach aus Bad Nauheim, Pfarrer Anton Kalteyer aus Rüsselsheim und Pfarrer Hermann Mayer, damals als Diözesanmänner- und -Frauenseelsorger tätig.
Mainzer Bistumsnachrichten vom 30. Juni 1970 (Nr. 4/1970)
Der Politische Arbeitskreis des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat sich gegen die Aufnahme der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) in die Stadt- und Kreisjugendringe ausgesprochen. In der Meldung der Bistumsnachrichten heißt es dazu: „Da es sich bei dem SDAJ um einen kommunistischen Jugendverband handele, der sich ideologisch nach dem Marxismus-Leninismus ausrichte, fehlt nach Meinung des Arbeitskreises die gemeinsame Plattform für politisches Handeln. Zur Landtagswahl (21. März 1971, Anm. der Redaktion) schlägt er den Jugendgruppen des Bistums vor, die Kandidaten des Wahlkreises gezielt zu fragen, Fähigkeiten und politische Vorstellungen der Kandidaten in Vor-Wahlkampfgesprächen zu ergründen. Während der Wahlperiode sollen die Jugendgruppen Kontakte mit ihnen halten, auch die Wahlprogramme der Parteien, vor allem die Aktionsprogramme auf ihre konkreten Aussagen hin untersuchen, um deren Erfüllung kontrollieren zu können."
Im Stiftsjahr 1969/1970 haben 73 Jungen im Mainzer Domchor gesungen. In der MBN-Meldung zum Ende des Stiftsjahres heißt es: „123 Stunden Chorproben waren nötig, um die 39 Stiftsämter, die sieben Pontifikalämter und die 14 mehrstimmigen Vespern singen zu können." Und weiter: „Außerhalb von Mainz sang der Domchor, dem auch 28 Männer angehören, in Dieburg, Rödersheim, Flörsheim und Ilbenstadt. Höhepunkt war die Teilnahme an den Internationalen Chorfestspielen in Loreto/Rom. Dazu kamen zwei Rundfunkaufnahmen."
Das 250. Jubiläum der Wallfahrt zu den vierzehn Nothelfern auf dem Jakobsberg bei Ockenheim ist am 26. Juli 1970, dem Hauptwallfahrtstag, begangen worden. Das Pontifikalamt, „dem sich eine Segnung der Fahrzeuge anschließt", feierte der Mainzer Bischof Dr. Hermann Volk.
Mainzer Bistumsnachrichten vom 21. Juli 1970 (Nr. 5/1970)
„Am 1. September 1970 beginnt der erste in Zusammenarbeit mit dem Diözesancaritasverband eingerichtete Lehrgang in der neuen Fachschule für Altenpflege im St. Bilhildis Alten- und Pflegeheim in Mainz", heißt es in einer Ankündigung. Über die Modalitäten und Perspektiven schreiben die MBN: „Am Ende des Lehrgangs steht eine Abschlussprüfung, dann folgt ein bereits voll vergütetes Anerkennungsjahr. Den Lehrgangsteilnehmern entstehen für Unterkunft und Verpflegung keine Eigenkosten. Außerdem wird ein Taschengeld gewährt. Wer die Fachschule für Altenpflege absolviert hat, findet Einsatzmöglichkeiten im Alten- und Altenpflegeheim, im Altenwohnheim und Altenerholungsheim, bei der Betreuung alter Menschen innerhalb der Gemeinde und in der privaten Pflege alter Menschen."
Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was können wir von der Synode erwarten?" wird für den ersten gemeinsamen Diözesantag für Männer und Frauen am 27. September 1970 in Mainz angekündigt. Unter den Podiumsteilnehmern befand sich neben dem rheinland-pfälzischen Kultusminister Dr. Bernhard Vogel unter anderen auch „Theologieprofessor Dr. Lehmann", zweifellos der heutige Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, der von 1968 bis 1971 Dogmatikprofessor an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität war und maßgeblich an der Synode beteiligt war, im Anschluss auch federführender Herausgeber der Offiziellen Gesamtausgabe der Dokumente der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland.
Mainzer Bistumsnachrichten vom 29. Juli 1970 (Nr. 6/1970)