Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 42, 8. Dezember 2010

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel. 06131/253-128 oder -129,
Fax 06131/253-402, E-Mail: pressestelle@bistum-mainz.de

 

Berichte

Vortrag von Kardinal Lehmann zur Liturgiereform 
Spitzengespräch von SPD-Vorstand und Bischöfen  
Standort Ballplatz bleibt für Jugendarbeit erhalten  
43. Theologengespräch in Mainz 
Finanzsituation der Albertus Magnus-Schule erläutert 
Mainzer Frauenkalender erinnert an Ruth Baron 
Eigene Facebook-Seite des Bistums Mainz 
Vierter Tagespflege-Kurs abgeschlossen

Vorschau

Adventskonzert in St. Peter (11.12.)  
Aussendung des Friedenslichtes in Mainz (12.12.)  
Abend über den Autor Stefan Andres (13.12.)  
Weihnachtsbaumverkauf für Dombauverein (17. & 18.12.)  
Domkonzert vor Weihnachten (19.12.)

Personalien

40. Priesterjubiläum von Hermann Josef Zorn (18.12.) 
70. Priesterjubiläum von Heinrich Bardong (21.12.)

 

Berichte

„Eine wirklich pastorale Reform"

Kardinal Karl Lehmann sprach in Würzburg zur Liturgiereform des Konzils

Würzburg. Kardinal Karl Lehmann, Bischof von Mainz, hat die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils als eine wirklich „pastorale Reform" bezeichnet, die „dem christlichen Volk eine weite Strecke entgegen" gekommen sei. Lehmann äußerte sich bei einem Vortrag im Würzburger Sankt Burkardus-Haus am Samstag, 4. Dezember. Anlass war der 47. Jahrestag der Veröffentlichung des Konzilsdokuments „Sacrosanctum Concilium". Mit diesem Dokument stellte das Zweite Vatikanische Konzil im Jahr 1963 die Weichen für die Erneuerung des Gottesdienstes in der Katholischen Kirche. Eingeladen worden war Lehmann vom Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Würzburg, Dr. Martin Stuflesser.

Weiter sagte Lehmann, dass die Liturgiekonstitution nicht nur „den ,Geist' des Konzils geprägt und die Gemeinschaftlichkeit der Konzilsväter bestärkt", sondern auch „die Bedeutung der Liturgie für das Leben der Kirche verstärkt und insgesamt die Beratungen des Konzils nachhaltig unterstützt" habe. Der Kardinal räumte ein, dass die neue Freiheit, die die Liturgiereform mit sich brachte, „auch stets gefährdet" war. „Viele waren abgrundtief misstrauisch gegenüber dem in relativ kurzer Zeit voranschreitenden Reformwerk. Sie betrachteten die liturgische Erneuerung als ein Werk in der Retorte, das eigentlich keinen Anspruch auf Verbindlichkeit verlangen konnte. Man hing eher an altehrwürdigen, unveränderlichen Formen, ohne ihre geschichtliche Bedingtheit zu durchschauen. Andere verstanden die Tatsache des Gewordenseins der Liturgie als einen Freibrief zum eigenen Gestalten. Dabei fehlten oft die Maßstäbe, die dafür notwendig sind. Nicht selten zogen Willkür und Beliebigkeit ein und setzten sich an die Stelle einer starren Routine und eines unveränderlichen Ritus. Der Sinn für die notwendige Konstanz und auch die Geschichtsmächtigkeit vieler Symbole war wenig entwickelt", sagte Lehmann.

Auch heute sei man im Grunde „immer noch in einer hin- und her pendelnden Bewegung, die nach der einen oder anderen Seite ausschlägt". „Es ist offenbar schwer, eine wirkliche Mitte zu finden, die aus sich selbst heraus überzeugt. Das zeigt auch die Grenzen aller Reform an", sagte der Kardinal. Er halte es für ein „Missverständnis", wenn die Meinung verbreitet werde, die nachkonziliare offizielle Ausführung der Konzilskonstitution würde die Kriterien des Konzils selbst nicht genügend beachten und im Einzelnen weit über dessen Intentionen hinausschießen. „Ich möchte die Meinung vertreten, dass hier eine grundlegende Kontinuität besteht. Man muss nicht alles verteidigen, was konkret in der Erneuerung herauskam. Aber ich finde Äußerungen ungerecht, die Liturgiereform sei ein Verrat am Konzil gewesen und die Missstände wären vermieden worden, wenn man sich an das Konzil gehalten hätte. Dies ist leider eine oft vertretene Position", sagte der Kardinal.

am (MBN)

 

Gesellschaftliche Teilhabe von Kindern fördern

Spitzengespräch von SPD-Vorstand und Bischöfen in Rheinland-Pfalz

Mainz,7. Dezember 2010: Die Teilnehmer des Spitzengespräches von SPD-Vorstand und Bischöfen in Rheinland-Pfalz im Foyer des Mainzer Landtags.

Mainz,7. Dezember 2010: Die Teilnehmer des Spitzengespräches von SPD-Vorstand und Bischöfen in Rheinland-Pfalz im Foyer des Mainzer Landtags.

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Mainz. Mitglieder des Präsidiums der SPD Rheinland-Pfalz und die rheinland-pfälzischen Bischöfe haben sich am Dienstag, 7. Dezember, zu einem Spitzengespräch im Mainzer Landtag getroffen. Diskutiert wurden dabei Möglichkeiten, die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern in Armut zu fördern. Neben der von der SPD geforderten und auch der Katholischen Kirche grundsätzlich befürworteten Erhöhung der Hartz IV-Sätze wurde das Thema Kinderarmut auch unter bildungspolitischen Aspekten besprochen.

Einig waren sich die Gesprächspartner, dass Kinderarmut nicht allein durch staatliches Engagement bewältigt werden kann, sondern auch ehrenamtliches Engagement aus der Bevölkerung notwendig ist, wie es vielfach in den Pfarrgemeinden zu finden ist. Die erarbeiteten Vorschläge werden in das Regierungsprogramm der SPD Rheinland-Pfalz einfließen. Weiteres Thema des Austauschs waren Überlegungen zur Versachlichung der gesellschaftlichen Debatte über Migration und Integration, die nach Auffassung beider Seiten erforderlich ist.

Teilnehmer des Treffens waren von Seiten der SPD Rheinland-Pfalz: der Landesvorsitzende, Ministerpräsident Kurt Beck, die stellvertretende Landesvorsitzende, Staatsministerin Doris Ahnen, Generalsekretärin Heike Raab, der Parteiratsvorsitzende, Staatssekretär Roger Lewentz, und Gernot Mittler, Finanzminister a.D. Die Bischöfe waren vertreten durch den Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, und den Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, sowie die Generalvikare Dietmar Giebelmann (Mainz), Dr. Georg Holkenbrink (Trier), Dr. Franz Kaspar (Limburg) und Dr. Franz Jung (Speyer).

tob (MBN)

 

Bistumsleitung verzichtet auf Schließung

Standort Ballplatz bleibt für Jugendarbeit in Mainz erhalten

Mainz. Der Standort Ballplatz wird auch künftig für die Jugendarbeit des Bistums für die Stadt Mainz erhalten bleiben. Die Dezernentenkonferenz des Bischöflichen Ordinariates unter Leitung des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, hat in ihrer Sitzung am Dienstag, 7. Dezember, beschlossen, die Ende November getroffene Entscheidung zu Sparmaßnahmen bei der Katholischen Jugendzentrale (KJZ) zu ändern. Ausschlaggebend waren die konstruktiven Vorschläge, die in vielen Reaktionen auf die geplante Schließung zum Ausdruck gekommen sind. Das Schülercafé wird erhalten. Weitere Details sind aktuell noch nicht festgelegt.

tob (MBN)

 

Eckpunkte für Studienstruktur beibehalten

43. Gespräch zwischen Bischöfen und Theologen aus dem deutschen Sprachraum

Mainz. Thema beim 43. Gespräch zwischen Bischöfen und Theologen aus dem deutschen Sprachraum waren die „Eckpunkte für die Studienstruktur in Studiengängen mit Katholischer oder Evangelischer Theologie/Religion". Die im Jahr 2007 von der Kultusministerkonferenz (KMK) mit Zustimmung der Katholischen und Evangelischen Kirche beschlossenen Eckpunkte sind das zentrale Dokument zur Umsetzung des „Bologna-Prozesses" im Bereich der Katholischen Theologie. Im kommenden Jahr stehen sie vor der Evaluierung. Die Teilnehmer des Theologengesprächs waren sich darin einig, dass sich die KMK-Eckpunkte bewährt haben und an ihnen festgehalten werden sollte. Gleichzeitig sollen einzelne Verbesserungsvorschläge für die praktische Gestaltung des „Bologna-Prozesses" in das Gespräch eingebracht werden, die sich aus der Praxis der vergangenen Jahre ergeben haben. Das Treffen fand am Freitag, 3. Dezember, im Kolpinghaus in Mainz statt.

An dem Treffen im Mainzer Kolpinghaus hatte auf Einladung des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, unter anderen auch der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff, Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz, teilgenommen. Moderiert wurde das Gespräch von Professor Benedikt Kranemann aus Erfurt, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der theologischen Disziplinen. Termin für das nächste Theologengespräch ist Montag, 9. Mai 2011, in Mainz.

tob (MBN)

 

Missverständnisse beseitigt

Finanzsituation der Albertus Magnus-Schule erläutert

Heppenheim. In einem Klärungsgespräch zwischen dem Landkreis Bergstraße, der Stadt Viernheim und dem Bistum Mainz haben die Vertreter des Bistums Mainz ihre Ankündigung erläutert, an den weiterführenden Schulen des Bistums die Einnahmesituation verbessern zu müssen. Die speziellen Voraussetzungen der Viernheimer Albertus Magnus-Schule seien dem Bistum und allen Beteiligten bekannt. Deshalb handele es sich bei dem anstehenden Entwicklungsprozess, ganz so wie im an die Eltern verteilten Schreiben ausgeführt, um ein ergebnisoffenes Verfahren, in dem verschiedene Wege zur Mitbeteiligung der Eltern diskutiert werden sollen.

An dem Gespräch im Landratsamt, zu dem Landrat Matthias Wilkes eingeladen hatte, nahmen der Viernheimer Bürgermeister Matthias Baaß, Viernheims Erster Stadtrat Martin Ringhof, Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann und die Schuldezernentin des Bistums Mainz, Dr. Gertrud Pollak, teil.

„Wenn wir mit Blick auf die demographische Entwicklung der Katholiken im Bistum Mainz wissen, dass die Kirchensteuereinnahmen mittelfristig stark zurückgehen werden, müssen wir uns jetzt schon mit den Beteiligten zusammentun, um für die Zukunft unserer Schulen die nötige Sicherheit zu erreichen", fasste Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann seine Sicht als Ökonom des Bistums zusammen. „Jetzt haben wir noch die Gelegenheit, nach dem jeweils besten und dem Schulstandort angepassten Weg zu suchen."

Die kommunalen Vertreter wollten dabei berücksichtigt wissen, dass die Albertus Magnus-Schule in den nächsten Jahren nur geringfügige bauliche Kosten verursachen wird. Die Stadt Viernheim und der Landkreis Bergstraße hatten nämlich aus Anlass des Übergangs der Schulträgerschaft einen hohen Zuschuss zur 2006 anstehenden Schulsanierung zugesagt. Diese Sanierung ist inzwischen abgeschlossen. An den Gesamtkosten in Höhe von 11,4 Millionen Euro waren Stadt und Kreis mit über sechzig Prozent beteiligt.

„Neben dem unerwartet hohen Anteil des Bistums von über drei Millionen Euro an der Sanierung sind aber auch die laufenden Kosten der Schule nicht zu unterschätzen", führte Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak aus. „Die hessische Ersatzschulfinanzierung geht davon aus, dass eine Privatschule neben der staatlichen Finanzhilfe noch weitere Einnahmen erhält. Wir wollen aber mit den Eltern offen darüber diskutieren, ob es nicht geboten sein könnte, freiwillige Beiträge zu leisten, damit die Schule auf Dauer ihren hohen Standard an Mitarbeiterstamm und Ausstattung halten kann." Dies erleichtere gerade Kindern aus sozial schwächeren Familien, auch weiterhin die Albertus Magnus-Schule als Weg zum Abitur zu wählen.

Hinsichtlich der finanziellen Mitwirkung der Eltern gibt es an den Schulen des Bistums unterschiedliche Traditionen, die bei den weiteren Entscheidungsprozessen berücksichtigt sein wollen. Im Gespräch wurde deutlich, dass mit dem Elternbrief nicht ausreichende Informationen zu dessen Zusammenhängen und zur speziellen Situation in Viernheim vermittelt werden konnten. Die daraus entstandenen Missverständnisse konnten ausgeräumt werden. Schulträger und Schulleitung werden gemeinsam mit den Eltern die nächsten Schritte beraten.

Hinweis: Diese Erklärung wurde gemeinsam vom Landkreises Bergstraße, der Stadt Viernheim und dem Bistum Mainz herausgegeben.

tob (MBN)

 

Mainzer Frauenkalender erinnert an Ruth Baron

Ehemalige Pressesprecherin des Bistums Mainz wird gewürdigt

Mainz. Die erste Leiterin der Bischöflichen Pressestelle des Bistums Mainz, Ruth Baron (1921-2008), wird im Frauenkalender 2011 der Stadt Mainz mit dem Kalenderblatt für den Monat Mai gewürdigt. Der Mainzer Bischof, Dr. Hermann Volk, hatte sie 1965 gebeten, die Pressestelle aufzubauen und zu leiten. Das Bistum Mainz war nach Münster, München und Köln das vierte Bistum, das eine Pressestelle eingerichtet hat. Baron war deutschlandweit die erste Frau und lange Zeit bis zu ihrem Ruhestand 1982 auch die einzige Frau in dieser Position. Der Kalender, der an „verstorbene weibliche Persönlichkeiten und frauengeschichtlich bedeutsame Ereignisse mit engem Bezug zu Mainz" erinnert, ist im Frauenbüro der Stadt Mainz erhältlich.

Besondere Höhepunkte von Barons Amtszeit waren etwa die Kardinalsernennung von Bischof Volk 1973 und der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1980. Außerdem führte sie 1967 die Mainzer Bistumsnachrichten als regelmäßigen Pressedienst des Bistums ein. Für ihr vielfältiges Engagement wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Landesorden Rheinland-Pfalz und dem Päpstlichen Orden „Pro ecclesia et pontifice" ausgezeichnet. Baron starb am 22. März 2008 in ihrer Geburtstadt Landau.

Hinweis: Frauenbüro Landeshauptstadt Mainz, Rathaus, Jockel Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz, Tel.: 06131/ 122175, E-Mail: frauenbuero@stadt.mainz.de  

tob (MBN)

 

www.facebook.de/bistummainz

Bistum Mainz gründet bei Facebook eigene Seite

Mainz. Das Bistum Mainz hat jetzt eine „offizielle Unternehmensseite" im sozialen Netzwerk Facebook gegründet. Unter www.facebook.de/bistummainz ist es für jeden Internetnutzer möglich, sich nicht nur über aktuelle Aktivitäten zu informieren, sondern auch die Kommentare dazu im Auge zu behalten. Mit einem angemeldeten Profil bei Facebook kann jeder Nutzer, der sich mit der Bistumsseite vernetzt, zudem selbst die Einträge kommentieren und ergänzen.

„Wenn die bisherige Internetseite für unsere Nachrichten das Sprachrohr ist und bleiben wird, so wollen wir jetzt mit Facebook auch das Ohr dazudenken", erklärt Thomas Klumb, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Mainz, und ist gespannt auf die Nutzerkommentare. Internetseite und Facebook-Auftritt sollen sich so gegenseitig ergänzen. In einer Testphase haben sich bisher schon über 170 Facebook-Nutzer mit dem Bistum verlinkt, täglich gab es rund 2.000 Klicks auf die Meldungen und Kommentare von „Bistum Mainz" auf Facebook.

Mit dem neuen Angebot will das Bistum auch eine Vernetzung mit bereits bestehenden kirchlichen Seiten aus dem Bistum Mainz anregen. So haben schon einzelne Dekanate, Gruppen aus Pfarreien und kirchliche Hauptamtliche Facebook für ihre tägliche Seelsorgearbeit entdeckt. „Das Internet ermöglicht ganz neue Kontaktmöglichkeiten, gerade auch mit einer Zielgruppe, die wir mit unseren Angeboten bisher weniger erreichen konnten", sagt Klumb. In der Testphase haben sich vor allem die 25- bis 45-Jährigen für die Facebook-Seite des Bistums interessiert.

Die bisherigen Nutzerkommentare und Rückmeldungen zeigen, dass Facebook nicht - wie von Kritikern beargwöhnt - nur ein Zeitvertreib ist, sondern vor allem aktiv zum Dialog und damit auch zur pastoralen Arbeit genutzt wird. So haben kürzlich die Seelsorgeamtsleiter bei ihrer Konferenz in Trier die sozialen Netzwerke als Mittel der Pastoral ausdrücklich empfohlen. Aktuelle Studien zeigen, dass nicht nur viele Unternehmen, sondern auch die Kirchen die Chancen und Möglichkeiten in diesem Bereich zunehmend nutzen. „Wir lernen selbst jeden Tag für unsere Kommunikation dazu, auch das ist ein Gewinn aus der Nutzung der sozialen Netzwerke", erläutert Thomas Klumb. Demnächst soll es für das Bistum Mainz auch einen Twitter-Account geben.

mk (MBN)

 

Vierter Tagespflege-Kurs abgeschlossen

Internetbörse für Tagesmütter und Eltern frei geschaltet

Mainz. Elf Frauen haben jetzt den vierten Tagespflegekurs der Katholischen Familienbildungsstätte Mainz und der Stadt Mainz absolviert. Der Sozialdezernent der Stadt Mainz, Kurt Merkator, und Dr. Hartmut Heidenreich, Abteilungsleiter für Familienbildungsstätten im Bischöflichen Ordinariat Mainz, überreichten den Absolventinnen im Rahmen einer Feierstunde am Freitag, 3. Dezember, ihre Zertifikate. Die Familienbildungsstätte bietet diese Qualifizierungsmaßnahme gemeinsam mit der Stadt Mainz seit 2006 an. Tagespflegepersonen, die Kinder im eigenen Haushalt betreuen und keine Fachausbildung haben, müssen an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen. Gesetzesgrundlage hierfür ist das Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) aus dem Jahre 2005.

Merkator betonte, dass beide Weiterbildungsträger einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarung von Familie und Beruf leisteten. Heidenreich betonte, dass die fachliche Sicherung von Betreuungsqualität nicht nur der Beruhigung der Eltern diene, sondern auch direkt den Kindern zugute komme. Er wies auch darauf hin, dass ab sofort die bearbeitete Internetbörse www.kinderbetreuungmainz.de online gegangen sei. Dort können Tagespflegepersonen ihr Angebot einstellen, Eltern ihrerseits ein Gesuch.

Der Kurs der Kindertagespflegestelle der Familienbildungsstätte lief seit Februar 2010 in insgesamt 160 Unterrichtsstunden. Mitte November 2010 fanden die Prüfungen statt. Der Kurs wurde aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz (Programm „Zukunftschance Kinder'), des Europäischen Sozialfonds, von der Stadt Mainz und mit Teilnehmerbeiträgen finanziert.

Hinweis: www.kinderbetreuungmainz.de  

am (MBN)

 

Vorschau

Adventskonzert (11.12.)

Kinder-Domchor von Chalon-sur-Saône singt in Mainz-St. Peter

Mainz. Der Kinder-Domchor von Chalon-sur-Saône/Frankreich unter Leitung von Christian Garneret gestaltet am Samstag, 11. Dezember, um 15.30 Uhr, in der katholischen Kirche Mainz-St. Peter ein Adventskonzert. Veranstaltet wird der musikalische Nachmittag vom Haus Burgund, Mainz, und der Gemeinde St. Peter/St. Emmeran, Mainz, in Kooperation mit dem Erbacher Hof, Akademie des Bistums Mainz.

am (MBN)

 

Friedenslicht aus Bethlehem kommt nach Mainz (12.12.)

Die traditionelle Veranstaltung steht unter der Überschrift „Licht bringt Frieden"

Mainz. Auch dieses Jahr wird wieder ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem seine Kerze entzünden und die Flamme als Friedenslicht nach Europa bringen. Die Pfadfinder und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Mainz laden ein, am Sonntag, 12. Dezember, nach Mainz zu kommen, um die Flamme abzuholen und an andere Menschen weiterzugeben. Die diesjährige Aktion steht unter der Überschrift „Licht bringt Frieden".

Die zentrale Aussendungsfeier mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Bischofsvikar für Jugendseelsorge, und Diözesanjugendseelsorger Markus W. Konrad findet am 3. Adventssonntag, 12. Dezember, um 15.00 Uhr im Mainzer Dom statt. Sie wird gestaltet von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (vcp) in Kooperation mit dem BDKJ im Bistum Mainz. Ab 13.00 Uhr findet außerdem auf dem Mainzer Gutenbergplatz eine Installation zur diesjährigen Aktion statt.

Seit 1994 beteiligen sich die Pfadfinder an der Aktion Friedenslicht, die ursprünglich auf eine österreichische Initiative zurückgeht. In der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem wird das Licht entzündet und anschließend nach Wien transportiert, von wo aus es in ganz Europa verteilt wird. Am 12. Dezember finden in über 30 deutschen Städten zentrale Aussendungsfeiern statt.

Hinweise:

  • Die Pfadfinder und der BDKJ werden die Flamme des Friedenslichtes auch an den Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann (21. Dezember, 16.30 Uhr), und an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (14. Dezember, 17.00 Uhr) weiterreichen.
  • Weitere Informationen über das Friedenslicht auch bei Pfarrer Christian Stamm,
    DPSG-Diözesankurat, Tel.: 06131/253-631, christian.stamm@bistum-mainz.de, Internet: www.dpsgmainz.de und
    www.friedenslicht.de

am (MBN)

 

„Widerstand und Ergebung" (13.12.)

Veranstaltung des Erbacher Hofes zu dem Schriftsteller Stefan Andres

Mainz. „Widerstand und Ergebung. Einblicke in Leben und Schreiben von Stefan Andres (1906-1970)" heißt eine Veranstaltung der Bistumsakademie Erbacher Hof am Montag, 13. Dezember, um 19.00 Uhr. Im Rahmen des Abends soll Gelegenheit sein, den Autor Stefan Andres anhand von Lesungen aus seiner Novelle „Wir sind Utopia" und aus neu entdeckten Kurzgeschichten kennen zu lernen. Gestaltet wird die Veranstaltung von Dr. Heidrun Ehrke-Rotermund, Professor Dr. Erwin Rotermund und Gaby Reichardt, alle Mainz.

am (MBN)

 

Weihnachtsbaumverkauf für Mainzer Dombauverein (17. & 18.12.)

Kardinal Karl Lehmann besucht die Stände im Hof des Bischöflichen Ordinariates

Mainz. Im Hof des Bischöflichen Ordinariates findet am Freitag, 17. und Samstag, 18. Dezember, der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf zu Gunsten des Mainzer Dombauvereins statt. Angeboten werden unter anderem Nordmann-, Nobilistannen und Fichten. Außerdem gibt es Stände, die Glühwein und Bratwürste anbieten. Die Vorsitzende des Dombauvereins, Sabine Flegel, wird am Samstag, 18. Dezember, gegen 11.30 Uhr den Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, begrüßen, der dort traditionell den Weihnachtsbaum für das Mainzer Bischofshaus kaufen wird. Der Verkauf findet freitags von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 17.00 Uhr statt.

tob (MBN)

 

Domkonzert vor Weihnachten (19.12.)

Chöre am Mainzer Dom interpretieren h-Moll-Messe von Bach

Mainz. Im traditionellen Domkonzert vor Weihnachten am Sonntag, 19. Dezember, um 17.00 Uhr ist in diesem Jahr die Hohe Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach zu hören. Die Domkantorei St. Martin, die Männerstimmen des Mainzer Domchores, das Vokalensemble des Mädchenchores am Dom und St. Quintin musizieren gemeinsam mit Solisten und dem Mainzer Kammerorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft. Der Eintritt zu dem Konzert beträgt fünf bzw. zehn Euro.

am (MBN)

 

Personalien

40 Jahre Priester (18.12.)

Hermann Josef Zorn ist Pfarrer von Gießen-St. Bonifatius

Gießen. Geistlicher Rat Pfarrer Hermann Josef Zorn, Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Bonifatius in Gießen, begeht am Samstag, 18. Dezember, den 40. Jahrestag seiner Priesterweihe. Aus diesem Anlass feiert der Jubilar mit dem Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa, Bischofsvikar für die Geistlichen, am Sonntag, 19. Dezember, um 16.00 Uhr einen Gottesdienst in St. Bonifatius, wo Zorn seit 1997 Pfarrer ist.

Hermann Josef Zorn wurde am 25. November 1944 in Bensheim geboren. Nach seiner Priesterweihe durch Bischof Hermann Volk am 18. Dezember 1970 war Zorn Kaplan in Viernheim und Friedberg. Von 1974 bis 1982 wirkte er als Pfarrer in Oppenheim, bevor er von 1982 bis 1988 Diözesanjugendseelsorger wurde. Von 1988 bis 1997 war Zorn Pfarrer in Bad Vilbel-St. Nikolaus, seit dem 1. Oktober 1997 wirkt er in Gießen. Zudem war Zorn von 1994 bis 2006 stellvertretender Diözesanpräses des Kolpingwerkes, Diözesanverband Mainz, und außerdem von 2001 bis 2006 stellvertretender Dekan des katholischen Dekanates Gießen. Am 11. November 1997 wurde Zorn zum Geistlichen Rat ernannt.

am (MBN)

 

Heinrich Bardong ist 70 Jahre Priester (21.12.)

Der Ehrendomkapitular war lange Jahre Pfarrer von St. Ludwig in Darmstadt

Mainz/Heusenstamm. Der langjährige Pfarrer von St. Ludwig in Darmstadt und frühere Dekan des Dekanates Darmstadt, Ehrendomkapitular Pfarrer i.R. Heinrich Bardong, begeht am Dienstag, 21. Dezember, den 70. Jahrestag seiner Priesterweihe. Aus diesem Anlass feiert der Jubilar mit dem Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa, Bischofsvikar für die Geistlichen, am Samstag, 25. Dezember, um 10.00 Uhr einen Gottesdienst in Darmstadt-St. Ludwig.

Heinrich Bardong wurde am 28. Februar 1917 in Worms geboren. Nach Priesterweihe durch Bischof Albert Stohr, Kriegsteilnahme und Rückkehr aus amerikanischer Gefangenschaft wirkte er zunächst als Kaplan in Offenbach-St. Paul (1945 bis 1950) und Mainz-Liebfrauen (1950 bis 1955). Nach dreijähriger Leitung des St. Josephshauses für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche in Klein-Zimmern leitete er von 1958 bis 1962 die Pfarrei St. Petrus Canisius in Mainz-Gonsenheim. Am 1. Juli 1962 wurde er Pfarrer von St. Ludwig in Darmstadt, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 wirkte. Von 1972 bis 1987 war er Dekan des Dekanates Darmstadt.

Kardinal Hermann Volk ernannte Bardong 1977 zum Ehrendomkapitular. Für sein jahrelanges Wirken in Darmstadt wurde er 1991 durch den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Für seine Verdienste um Darmstadt war Bardong 1977 mit der bronzenen Verdienstplakette der Stadt ausgezeichnet worden. 1986 wurde er mit der silbernen Verdienstplakette ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die die Stadt Darmstadt vergibt. Im Jahr 1991 würdigte der Deutsche Caritasverband Bardong mit dem Caritas-Ehrenkreuz in Gold. Er hatte 28 Jahre als Vorsitzender des Caritasverbandes Darmstadt gewirkt. Seit seinem Ruhestand lebt Bardong in Heusenstamm.

am (MBN)