Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 18, 19. Mai 2010
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Berichte
Lehmann: Begründete Hoffnung für Ökumene
Ökumeneforum beim ÖKT mit Kardinal Lehmann
Stand des Bistums Mainz beim ÖKT in München
Orlando di Lasso-Medaille für Mathias Breitschaft
BDKJ stellte Jahresaktion im Umweltministerium vor
Bistum unterstützt Dorf des Friedens im Südsudan
Giebelmann vereidigte Richter des Disziplinargerichts
Jahreshauptversammlung des PWB
Neuerscheinung zur spätromanischen Domzier
Fakultät überreichte Zeugnisse an zwölf Absolventen
Positive Jahresbilanz der Ketteler-Stiftung
Abend zu Menschenrechtsverletzungen in Peru
Vorschau
25 Jahre Behindertenseelsorge im Bistum (24.5.)
Jugendsonntag im Bistum Mainz (30.5.)
Pfingstgottesdienst mit Kardinal Lehmann (23.5.)
Weihe von drei Ständigen Diakonen (22.5.)
Abschiedskonzert von Domorganist Schönberger (22.5.)
Antrittsvorlesung von Matthias Pulte (20.5.)
Berichte
Lehmann sieht begründete Hoffnung für die Ökumene
Probleme dürften nicht zur Missstimmung oder gar Resignation führen
München. Nach Auffassung des Bischofs von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, ist es notwendig, die momentanen Probleme in der Ökumene „aufrichtig beim Namen zu nennen". Dies dürfe jedoch keine ökumenische Missstimmung hervorrufen oder gar zur Resignation führen, erklärte er am Freitag, 14. Mai, beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München in seinem Vortrag „Wie viel Hoffnung bringt die Ökumene?". Vielmehr sieht er gute Gründe, die Hoffnung auf dem Weg zur Einheit der Christen lebendig zu halten. „Viel Hoffnung, die jahrhundertelang seit der Kirchenspaltung ausgesprochen wurde, ist in den letzten Jahrzehnten zu einem guten Teil eingelöst worden", stellte er fest.
Lehmann verwies darauf, dass viele Menschen darauf warteten, dass die noch offenen Konflikte, die die Einheit behindern, gelöst werden. „Wir haben dabei viel erreicht und haben begründete Hoffnung, dass wir weiterkommen. Christliche Hoffnung weiß um das Kreuz, das Leiden, das Scheitern. Wir lassen uns durch Rückschläge nicht entmutigen", bekräftigte er. Als die drei zentralen Themen im theologischen Bereich, „die wirklich nach vorne bringen, wenn sie wegweisend miteinander erörtert werden", nannte er das Verhältnis von Rechtfertigung und Kirche im Anschluss an die Vereinbarung aus dem Jahr 1999 und das Verständnis des geistlichen Amtes, besonders des bischöflichen Dienstes und der apostolischen Sukzession, sowie Einheit der Kirche und Gemeinschaft im Herrenmahl, Eucharistie- und Abendmahlgemeinschaft. Es werde aber auch Zeit, „dass wir uns mit einem zentralen Thema beschäftigen, das am Anfang unserer Existenz steht und das wir gemeinsam sträflich vernachlässigen, nämlich Christwerden durch Glauben und vor allem auch Taufe". Die Feier der Taufanerkennung vom 29. April 2007 in Magdeburg sei dabei eine große Hilfe.
Der Kardinal stellte fest, dass es eine neuerliche leichte Trübung des Verhältnisses zwischen der evangelischen Kirche in Deutschland und der katholischen Kirche gebe. Es stelle sich die Frage, was hinter dem Wandel der Grundstimmung stehen könnte, der sich für ihn bald nach der Jahrtausendwende bemerkbar gemacht habe, zum Beispiel in der Bevorzugung der „Lutherübersetzung" in ökumenischen Gottesdiensten und im Erscheinen der römischen Erklärung „Dominus Jesus" im Jahr 2000. Katholischerseits habe es zweifellos Missverständnisse und Ungeschicklichkeiten gegeben, aber auch manche Fehlinterpretationen. Umso gründlicher müsse den Ursachen des Stimmungswandels nachgegangen werden. Probleme ergäben sich auch im Zusammenhang der Identität und des eigenen Profils jeder Kirche. Es sei ein legitimes Anliegen, das Proprium und das eigene Profil zur Geltung zu bringen. Aber es sei nicht leicht, zumal in einer Mediengesellschaft, das gemeinsam Erworbene festzuhalten und zugleich die eigene Identität zu profilieren. Dies gehe erfahrungsgemäß nicht selten auf Kosten der Gemeinsamkeit.
Die Kirchen in Deutschland haben nach seinen Worten im Lauf der letzten 40 Jahre nicht nur beträchtliche Fortschritte im Bereich der Glaubenslehre und damit der klassischen Kontroversthemen erreicht, sondern mit der Übereinstimmung in Fragen der ethisch verantworteten Gestaltung der Gesellschaft eine „zweite wichtige Säule geschaffen". Lehmann verwies dazu etwa auf das Wort zur wirtschaftlichen und sozialen Lage (1997), zur Reform der Alterssicherung (2000) und zur Zukunft der Demokratie (2006), zu bioethischen Fragen und die gemeinsame Durchführung der „Woche für das Leben" seit 1990.
„Wir stehen an einem eigentümlichen Ort: Wir haben einerseits im neuen Zueinander viel erreicht, aber wir sorgen uns auch um den weiteren Weg, der uns wirklich nach vorne bringt", erklärte der Bischof. Bei allen Erfolgen gebe es Hindernisse, die angesichts der wiedergewonnenen Gemeinsamkeit noch belastender seien. Es handle sich hauptsächlich um drei Brennpunkte, die nicht zufällig zwischen Theorie und Praxis, Theologie und Alltag des Lebens angesiedelt seien: das Fehlen vollwertiger gemeinsamer Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen, die uneingeschränkt anerkannt werden, die kirchliche Anerkennung und seelsorgliche Begleitung konfessionsverschiedener Ehen und das Warten auf eine gegenseitige Einladung und Anerkennung im Blick auf das Herrenmahl. Die Tragik der Kirchenspaltung erweise gerade im Persönlichsten, wie es Ehe und Familie darstellten, ihre stärkste Macht. Diese Unruhe müsse ein wichtiger Motor des ökumenischen Einsatzes bleiben.
Der Kardinal wandte sich nachdrücklich gegen Feststellungen, die von einem „Stillstand auf dem Weg zur Einheit" sprechen. Er widersprach der Auffassung, kleine, lebendige Basisgruppen der Ökumene seien die Rettung, indem sie das tun wollten, was ohnehin längst geboten, aber offiziell noch nicht erlaubt sei. Ökumene brauche den langen Atem. Sonst könne es geschehen, „dass Resignation und Revolte sehr dicht beieinander wohnen".
Sk (MBN)
Diskussion der Einheitsmodelle für Lehmann eine „Sternstunde"
Forum stellte die Frage: „Wie viel Einheit ist nötig, welche Vielfalt bleibt möglich?"
München. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, hat beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München am Samstag, 15. Mai, dazu aufgerufen, die Diskussion um die Modelle der Einheit der christlichen Kirchen, die in den letzten Jahren in den Hintergrund getreten sei, intensiv weiterzuführen. Im Forum „Einheit - na klar! Aber wie?" mit führenden Vertretern der verschiedenen Konfessionen erklärte er: „Es wäre ein großer Fortschritt, wenn die Diskussion über die Einheitsmodelle wieder aufgegriffen würde. Deshalb ist das heute für mich eine Sternstunde." Lehmann stellte fest, dass er mit keinem Modell ganz einverstanden sei, stellte jedoch heraus, dass es fünf Grundelemente gebe, die zu einem konsensfähigen Einheitsmodell gehörten.
Dies seien, wie der Kardinal ausführte: das gemeinsame Bekenntnis im Glauben, die anerkannte Taufe als Zeichen der Verbundenheit, die Eucharistie als dichteste Form des Kircheseins, der gemeinsame Dienst an der Gesellschaft und das Zeugnis in der Welt sowie die Übereinstimmung im Grundverständnis vom Amt als Vollzugsform der Gemeinschaft. Er erinnerte an eine Formulierung von Joseph Ratzinger als Berater des II. Vatikanischen Konzils im Jahr 1964: „Die Kirchen sollen Kirchen bleiben und doch eine Kirche werden." Lehmann bekräftigte, dass es echte Teilhabe der verschiedenen Kirchen am Kirchesein gebe. Das Konzil setze verschiedene Stufen der Teilhabe voraus. Zum Papstamt, das von den nicht römisch-katholischen Kirchen vielfach als stärkstes Hindernis für die Einheit der Kirchen betrachtet wird, sagte er: „Die katholische Kirche erwartet nicht, dass die Ökumene den Papst in eine Stellung setzt wie in der katholischen Kirche."
Weitere Teilnehmer des Forums waren Metropolit Augustinos, Leiter der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Rosemarie Wenner, Frankfurt, sowie der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim, Dr. Walter Fleischmann-Bisten.
Sk (MBN)
Der Mainzer Dom in München
Viele Besucher des ökumenischen Kirchentags wollten ihn besteigen
München. Diözesan-Jugendseelsorger Markus Konrad lud in Halle B 4 des Messegeländes am Mainzer Bistumsstand des Zweiten Ökumenischen Kirchentags laut und herzlich ein: „Nutzen Sie die Gelegenheit, hier in München den 65 Meter hohen Mainzer Dom zu besteigen. Sie sparen den mühsamen Aufstieg über 365 Stufen, können aber den strahlend blauen Himmel über Mainz im Kontrast zum wolkenverhangenen Himmel über München genießen." Sehr viele Besucher ließen sich auf der schrägen Rampe vor dem riesigen Bild mit Blick auf den Dom und das Reiterbild von St. Martin hoch über den Dächern der Mainzer Altstadt fotografieren. Die Fotos vermittelten den Eindruck, dass die Menschen wirklich auf dem Dom waren. Jeder konnte sich ein Exemplar des „Mainzer Tageblatts" mit seinem Foto mit nach Hause nehmen.
Thomas Klumb, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Mainz, erklärte, dass die Nachfrage überragend gewesen sei. Die Dompräsentation sei schon bei der Rheinland-Pfalz-Ausstellung ein Besuchermagnet gewesen, aber das starke Interesse sei mit rund 2.500 Ausdrucken an drei Tagen nun in München noch überboten worden. Rund 700 Exemplare des doppelseitigen Tageblatts im DIN A 3-Format musste er per Express nachbestellen, um der Nachfrage gerecht werden zu können.
Wie Susanne Metzger-Rehn von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit feststellte, kamen auch viele Gruppen, um sich auf dem Dom fotografieren zu lassen, darunter eine aus Heldenbergen-Nidderau mit Pfarrer Korfmann. Auch Rollerblade- und Rollstuhlfahrer wagten sich auf die Rampe, ebenso ausländische Gäste, zum Beispiel aus Finnland, Kroatien, China, Indien, der Ukraine oder Peru. Manche hätten bedauert, dass die Mainzer ihre Druckerpresse für selbstgefertigte Bilder nicht mitgebracht hatten. Zu den Besuchern aus dem eigenen Bistum gehörte auch Weihbischof Dr. Werner Guballa.
Ein Höhepunkt des Treibens am Bistumsstand war der Besuch von Kardinal Karl Lehmann am Freitagmittag nach seinem Vortrag über Hoffnung in der Ökumene. Im Gespräch mit Klumb erklärte er: „In der jetzigen Situation, in der wir Christen allmählich eine Minderheit werden, ist die Erfahrung des Kirchentags wichtig: So wenige sind wir nicht." Durch die hohe Teilnehmerzahl sei deutlich geworden, dass die Menschen die Ökumene wollen und von den Bischöfen erwarteten, „dass wir vorausgehen". Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkten am Bistumsstand mit und standen für Fragen und Gespräche zur Verfügung, unter ihnen das Vierer-Team des BDKJ-Diözesanvorstands. Die tolle Stimmung am Mainzer Stand, die guten Impulse, Hilfestellungen und Informationen würdigte auch Franz Staab vom benachbarten Stand des Missionszentrums der Franziskaner.
Sk (MBN)
Kardinal Lehmann würdigte Mathias Breitschaft
Höchste Auszeichnung des Cäcilienverbandes für den Mainzer Domkapellmeister
Mainz, 6. Mai 2010: Kardinal Karl Lehmann würdigte den Mainzer Domkapellmeister Mathias Breitschaft (rechts) anlässlich seines 60. Geburtstages.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. „Neben Ihrer fachlichen Kompetenz beeindruckt mich bei Ihnen vor allem Ihr unglaubliches pädagogisches Charisma im Umgang mit den Sängerinnen und Sängern." Das sagte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, anlässlich des 60. Geburtstages von Professor Mathias Breitschaft im Erbacher Hof in Mainz. Und weiter: „Sie verkörpern in besonderer Weise die Freude des Gotteslobes in der Musik." Breitschaft reiße mit seiner Freude am Musizieren alle mit. „Es vergeht kein Hochfest im Dom, wo man nicht von Ihrer Musik bereichert nach Hause geht", sagte Lehmann, der ihm für sein großes Engagement und seine Treue zum Bistum Mainz dankte. Der Kardinal hatte am Donnerstag, 6. Mai, zu einem privaten Abendessen anlässlich des Geburtstages des Mainzer Domkapellmeisters an diesem Tag eingeladen.
Der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, gratulierte Breitschaft im Namen des Mainzer Domkapitels und des Domstiftes zum Geburtstag. Er erinnerte daran, dass Breitschaft nach der Übernahme des Domchores im Jahr 1985 unter anderem die Domkantorei St. Martin, den Mädchenchor am Dom und St. Quintin und das Domorchester gegründet habe. Darüber hinaus hätten auch die Dombläser ein neues Profil erhalten und mit den Domkonzerten habe er eine eigene Konzertreihe ins Leben gerufen. Zuvor habe es nur kirchenmusikalische Andachten im Dom gegeben, sagte Heckwolf.
Er hob hervor, dass das 1998 eingeweihte Chorhaus ohne Breitschafts Initiative nicht entstanden wäre. „Insgesamt gehen dort rund 330 aktive Sängerinnen und Sänger ein und aus. Darauf dürfen Sie stolz sein." Weiter sagte der Domdekan: „Es gelingt Ihnen, nicht nur die großen und kleinen Sängerinnen und Sänger zu motivieren, auch die Werke, die Sie auswählen für die Gottesdienste, besonders an den hohen Festtagen, die Werke, die Sie auswählen für die Konzerte in den geprägten Zeiten, unterstreichen musikalisch das jeweilige Festgeheimnis. Ich weiß, Sie sehen die Musica Sacra an unserem Dom als einen Beitrag der Verkündigung der frohen Botschaft."
Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, hatte die Gäste im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes begrüßt. Breitschaft habe „den Chor in schwierigen Zeiten übernommen und zur Blüte geführt", sagte Giebelmann. Domchor und Mädchenchor seien gelungene Kinder- und Jugendseelsorge im Bistum, durch die „seit 25 Jahren Tausende junge Menschen zur Liturgie und zum Glauben und zur Kirche hingeführt" würden, sagte der Generalvikar. Und weiter: „Professor Breitschaft gibt das Feuer der Begeisterung weiter, eine Begeisterung für die Musik, für den Dom und für Gott, und dafür danken wir heute."
Orlando di Lasso-Medaille für Breitschaft
Mainz, 6. Mai 2010: Der Präsident des Allgemeinen Cäcilienverbandes für Deutschland, Professor Wolfgang Bretschneider (links), überreichte Domkapellmeister Mathias Breitschaft die Orlando di Lasso-Medaille.
© Bistum Mainz / Blum
Der Präsident des Allgemeinen Cäcilienverbandes für Deutschland (ACV), Professor Wolfgang Bretschneider, zeichnete Breitschaft im Rahmen der Feier „für seine großen Verdienste um die katholische Kirchenmusik" mit der Orlando di Lasso-Medaille des ACV aus. Es ist die höchste Auszeichnung des Dachverbandes für katholische Kirchenmusik in Deutschland, die „nur in besonderen Fällen aufgrund herausragender kirchenmusikalischer Verdienste auf musikforschendem, kompositorischem, musikkulturellem wie musikerzieherischem Gebiet verliehen" wird. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Domkantor Karsten Storck (Klavier), Clemens Breitschaft (Gesang) und Franziska Breitschaft (Viola) mit Werken von Johannes Brahms, Max Bruch und Franz Schubert.
Kardinal Lehmann gratulierte auch dem neuen Mainzer Domorganisten Daniel Beckmann an diesem Abend zum Geburtstag. Beckmann, der 30 Jahre alt wurde, wird am Pfingstsonntag, 23. Mai, um 10.00 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes mit Kardinal Lehmann im Mainzer Dom als Nachfolger von Albert Schönberger in sein neues Amt eingeführt.
Mathias Breitschaft wurde am 6. Mai 1950 geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied und Solist der „Regensburger Domspatzen". Nach dem Schulmusikstudium an der Musikhochschule in Frankfurt studierte er einige Semester Sologesang bei Professor Martin Gründler. Seit 1970 war er zunächst als Assistent und Stimmbildner, seit 1973 als Leiter der Limburger Domsingknaben tätig. Seit dem 1. März 1985 ist Breitschaft Domkapellmeister am Hohen Dom zu Mainz und Leiter des Mainzer Domchores. In seine Amtszeit fallen die Gründung des Mainzer Domorchesters und der Mainzer Domkonzerte. Außerdem rief er 1987 die Domkantorei St. Martin (Erwachsenenchor) ins Leben, 1995 den Mädchenchor am Dom und St. Quintin; zudem arbeitet er seit 1990 regelmäßig mit dem Domkammerchor Mainz. Von 1991 bis 1994 war Breitschaft erst Lehrbeauftragter, dann Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Frankfurt; 1994 wechselte er in gleicher Funktion an den Fachbereich Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unter Leitung Breitschafts liegen zahlreiche Einspielungen auf CD mit allen Ensembles am Mainzer Dom vor.
tob (MBN)
„Denk mal nachhaltig!"
BDKJ zu Besuch im Hessischen Landesministerium
Wiesbaden. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Mainz hat seine Jahresaktion 2010 „Denk mal nachhaltig!" am Montag, 3. Mai, der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger in Wiesbaden vorgestellt. In seinem Grußwort betonte Diözesanjugendseelsorger Markus W. Konrad: „Nachhaltigkeit ist ein großer Begriff, den wir auf den Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen runterbrechen wollen. Nachhaltiges Handeln beginnt im Kleinen, und dadurch kann jeder helfen die Schöpfung zu schützen." Die Themen Kritischer Konsum und Klimaschutz würden als Querschnitt in die verschiedensten Bereiche wie Veranstaltungen und Aktionen des BDKJ einfließen, sagte Konrad. Nachhaltigkeit solle Leitprinzip des Handelns werden.
Die hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz begrüßte es sehr, „dass Jugendliche überhaupt etwas mit dem Begriff der Nachhaltigkeit anfangen können". Lautenschläger betonte: „Jugendliche sind für uns die große Chance, wenn sie sich damit auseinandersetzen, dass wir es dann tatsächlich für die zukünftigen Generationen richtig implementieren können." Zur BDKJ-Delegation gehörten der BDKJ-Diözesanvorstand, Mitglieder des Arbeitskreises Nachhaltigkeit, Referenten vom BDKJ-Referat Qualifizierung Ehrenamt, Kinder und Jugendliche aus der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG), der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), sowie Dr. Jan Schuld als Vertreter des Bistums Mainz.
bdkj (MBN)
Bistum Mainz unterstützt Projekt im Südsudan
Bischof Taban Paride berichtete Giebelmann über sein Dorf des Friedens
Mainz. Das Bistum Mainz wird auch im kommenden Jahr das Dorf des Friedens von Bischof Taban Paride im Südsudan unterstützen. Der emeritierte Bischof der sudanesischen Diözese Torit/Sudan, hat bei einem Treffen mit dem Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, über das von ihm gegründete Dorf des Friedens in Kuron im Südsudan berichtet. Bei der Begegnung am Dienstag, 18. Mai, im Bischöflichen Ordinariat Mainz erläuterte Paride die Entwicklung des Projektes, das vom Bistum Mainz bereits seit einigen Jahren finanziell unterstützt wird. In diesem Jahr wird das Bistum das Projekt mit bereits zugesagten 25.000 Euro unterstützen. Giebelmann sagte dem Bischof auch für das kommende Jahr 25.000 Euro zu. An der Begegnung nahm auch Alois Bauer, Referent für Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bischöflichen Ordinariat, teil.
Bischof Paride bedankte sich für die großzügige Unterstützung des Bistums, die es vielen Bewohner ermögliche „endlich Mensch zu sein". Das Geld wird unter anderem zur Berufsausbildung von Einheimischen verwendet. Paride wies darauf hin, dass er für die regelmäßige Unterstützung aus Mainz besonders dankbar sei, da viele Spender angesichts der Wirtschaftskrise sehr zurückhaltend geworden seien.
Das Dorf des Friedens in Kuron versteht sich als Keimzelle für die Friedensbildung im Sudan, in dem seit über 20 Jahren Bürgerkrieg herrscht. Taban lädt dorthin Menschen aus den verschiedenen Stämmen und Klans des Sudans ein, in dem Dorf ein friedliches Miteinander zu leben und Kurse zur Friedensarbeit anzubieten. Anfang 2003 hatte er mit der Realisierung des Projektes begonnen. Die Anregung für das Projekt hat Taban in den 1990er-Jahren bei Besuchen in dem Friedens-Kibbuz „Neve Shalom/Wahat al-Salam" in Israel bekommen.
Hinweis: Das Dorf des Friedens in Kuron hat eine eigene Internetseite: http://www.kuronvillage.net/
tob (MBN)
Giebelmann vereidigte Richter des Disziplinargerichtes
Ernennungsurkunden für Mitglieder von Disziplinarkammer und -senat überreicht
Mainz, 18. Mai 2010: Vereidigung der Mitglieder des Disziplinargerichtes für das Bistum Mainz (v.l.n.r.): Generalvikar Dietmar Giebelmann, Christoph Schmitz-Scholemann (Präsident des Disziplinarsenates) und Dr. Franz Werner Gansen (Vorsitzender Richter an der Disziplinarkammer).
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, hat am Dienstag, 18. Mai, im Bischöflichen Ordinariat in Mainz die Richter des Disziplinargerichtes für das Bistum Mainz vereidigt und ihnen die Ernennungsurkunden des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, für ihre vierjährige Amtszeit bis 2014 überreicht. Neuer Präsident des Gerichts ist Christoph Schmitz-Scholemann, Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Als Präsident des Disziplinarsenats ist er zugleich Präsident des Disziplinargerichts insgesamt. Vizepräsident ist Ministerialdirigent Gerhard Meiborg aus Mainz. Bei der Feierstunde wurden auch den Beisitzern ihre Ernennungsurkunden überreicht. Das Disziplinargericht ist für Dienstvergehen von Beamten im Kirchendienst zuständig und wird durch die Disziplinarkammer als erste Instanz und den Disziplinarsenat als Berufungsinstanz gebildet.
Mit der im Jahr 2005 erlassenen Disziplinarordnung mache das Bistum von seinem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch, sagte Giebelmann. Er dankte den Richtern und Beisitzern für ihre Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen. Der Generalvikar betonte, dass das Niveau der kirchlichen Rechtsprechung dem Niveau der staatlichen entsprechen müsse, daher sei er sehr dankbar, „dass wir profilierte Persönlichkeiten für das Gericht gewinnen konnten". Er wies darauf hin, dass das Gericht in der vergangenen Amtszeit nicht zusammentreten musste.
Dem Disziplinarsenat gehören an: Christoph Schmitz-Scholemann (Präsident des Diszi-plinarsenates) und Gerhard Meiborg (Vizepräsident des Disziplinarsenates) sowie als Richter Albert Schreiner, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D.
Der Disziplinarkammer gehören an: Dr. Franz Werner Gansen, Vizepräsident des Sozialgerichts Koblenz (Vorsitzender Richter an der Disziplinarkammer), Jürgen Riebel, Vorsitzender Richter am Landessozialgericht in Mainz (stellvertretender Vorsitzender Richter an der Disziplinarkammer); als Richter: Ministerialrat a.D. Dr. Hermann Franz und Leitender Ministerialrat Randolf Stich, Richter am Landgericht; sowie als Beisitzer: Studiendirektor i.K. Dr. Tobias Angert, Kanzleidirektor Frank Flegel, Verwaltungsdirektor Volkmar Hommel, Baudirektor Johannes Krämer, Studiendirektor i.K. Dr. Hermann-Josef Meurer, Studiendirektor i.K. Rolf Müller-Calleja, Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak und Oberrechtsrat Günter Zwingert.
tob (MBN)
Ein Jahr der Veränderung
Jahreshauptversammlung des Päpstlichen Werkes für Geistliche Berufe (PWB)
Mainz, 4. Mai 2010: Pfarrer Markus Lerchl beim Gottesdienst zur Eröffnung der PWB-Jahreshauptversammlung in der Mainzer Seminarkirche.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. „Das Jahr 2010 ist ein Jahr der Veränderung für das Päpstliche Werk für Geistliche Berufe (PWB)." Das sagte Pfarrer Markus Lerchl, der neue Diözesandirektor des PWB und Leiter der Diözesanstelle für Berufe der Kirche, am Dienstag, 4. Mai, bei der PWB-Jahreshauptversammlung im Mainzer Priesterseminar. Er wies darauf hin, dass er sein Amt erst im vergangenen September angetreten habe und die Diözesanstelle Anfang April in ihre neuen Räumlichkeiten im Priesterseminar gezogen sei. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte die Räumlichkeiten am 1. April eingeweiht.
Darüber hinaus kündigte Lerchl an, dass Schwester Brigitta Buchler, die seit 1982 in der Diözesanstelle mitgearbeitet hat, Ende Juli ihre Tätigkeit in Mainz ganz aufgeben werde. Die Vinzentinerin war bis zu ihrer Wahl zur Generaloberin der Kongregation der Vinzentinerinnen im Jahr 2007 schwerpunktmäßig zuständig für die PWB-Arbeit und Vorsitzende des Ordensrates im Bistum Mainz. Außerdem arbeitete sie im Referat „Ordensangehörige" des Ordinariates. „Wer Schwester Brigitta nachfolgt, steht derzeit noch nicht fest", sagte Lerchl. Er wies darauf hin, dass Weihbischof Dr. Werner Guballa Schwester Brigitta am Montag, 5. Juli, um 16.00 Uhr im Rahmen einer Vesper mit anschließender Feierstunde im Mainzer Priesterseminar verabschieden werde.
Lerchl, der auch Subregens des Mainzer Priesterseminars ist, sagte dass sich zurzeit insgesamt 28 junge Männer in Mainz auf den Priesterberuf vorbereiten. Er präsentierte außerdem den Rechenschaftsbericht des PWB, aus dem hervorgeht, dass das Werk im vergangenen Jahr zinslose Darlehen in Höhe von 36.670 Euro an insgesamt zehn Studierende ausgezahlt hat. Zu Beginn der Versammlung hatte Lerchl zusammen mit den Mitgliedern eine Eucharistiefeier in der Seminarkirche gefeiert.
Stichwort: Päpstliches Werk für Geistliche Berufe (PWB)
Das PWB ist eine Gebetsgemeinschaft für Berufungen von Priestern, Diakonen, Ordensleuten sowie Gemeinde- und Pastoralreferenten, Religionslehrern und Katecheten. Durch Gebet und finanzielle Hilfe unterstützen die Mitglieder das Anliegen um kirchliche und geistliche Berufe. Gegründet wurde das PWB 1926 von Frauen in Freiburg als „Frauenhilfswerk für Priesterberufe". 1941 errichtete dann Papst Pius XII. das „Päpstliche Werk für Priesterberufe". Der Mainzer Bischof Dr. Albert Stohr führte es 1947 im Bistum Mainz ein. Derzeit hat das PWB im Bistum Mainz 930 Mitglieder. Davon sind 203 Einzelmitglieder, die übrigen 727 treffen sich in 28 Gebetsgruppen im Bistum.
Hinweis: Diözesanstelle „Berufe der Kirche", Himmelgasse 7, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-536, Fax: 06131/253-588, E-Mail: berufederkirche@bistum-mainz.de, Internet: http://www.berufe-der-kirche-im-bistum-mainz.de/
tob (MBN)
Neuerscheinung: „Die spätromanische Bauzier des Mainzer Doms"
Dr. Juliane Schwoch übergab ihre Doktorarbeit an Generalvikar und Domdekan
Mainz, 6. Mai 2010: Gemeinsamer Blick in den neuen Band zur spätromanischen Bauzier des Mainzer Doms (v.l.n.r.): Generalvikar Dietmar Giebelmann, Domdekan Heinz Heckwolf und Juliane Schwoch.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. Mit dem Titel „Die spätromanische Bauzier des Mainzer Doms" ist gerade die Doktorarbeit der Mainzer Kunsthistorikerin Dr. Juliane Schwoch erschienen. Schwoch, die derzeit am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz tätig ist, übergab den Band am Donnerstag, 6. Mai, dem Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, und dem Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, im Bischöflichen Ordinariat in Mainz. Giebelmann dankte ihr für „den wichtigen Beitrag zur Kunstgeschichte des Mainzer Doms".
Domdekan Heckwolf wies darauf hin, „dass das Buch viele Informationen zur spätromanischen Bauzier am Westbau enthält, die wir bisher nicht hatten". Schwoch war mit der Arbeit, in die sie rund vier Jahre investiert hat, im vergangenen Jahr an der Johannes Gutenberg-Universität bei Professor Dethard von Winterfeld promoviert worden. Der im Regensburger Verlag Schnell und Steiner erschienene Band leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klärung der Baugeschichte des Mainzer Doms im Blick auf die spätromanische Bauskulptur des Westbaus für die Zeit von etwa 1200 bis 1240.
Hinweis: Juliane Schwoch: Die spätromanische Bauzier des Mainzer Doms. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2010. 400 Seiten mit 528 Illustrationen. 66,00 Euro. ISBN 978-3-7954-2218-9.
tob (MBN)
Zeugnisse für zwölf Absolventen
Dies academicus der Katholisch-Theologischen Fakultät Mainz
Mainz. Zwölf Absolventen der Katholisch-Theologischen Fakultät Mainz haben am Mittwoch, 12. Mai, ihre Urkunden und Zeugnisse im Rahmen eines Dies academicus erhalten. Der Dekan der Fakultät, Professor Thomas Hieke, überreichte bei der Feier im Mainzer Priesterseminar drei Absolventen des Diplomstudiengangs und neun Absolventen der Staatsprüfung Katholische Religionslehre ihre Zeugnisse. Außerdem erhielt Gerardo Vanegras Beltrán seine Promotionsurkunde („Fuguras y Formas de repetición en el Evangelio de San Juan"). Der Dies academicus hatte mit einer Vesper in der Seminarkirche begonnen.
tob (MBN)
Kapital der Ketteler-Stiftung 2009 deutlich gewachsen
Weitere Stiftungsgründungen machen es möglich
Mainz. Die Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung kann auf ein besonders erfolgreiches Jahr 2009 zurückschauen und mit diesem Rückenwind ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Wie der Vorstandsvorsitzende, Finanzdirektor a. D. Thomas Karst, bei der 20. Sitzung des Kuratoriums der Stiftung berichtete, ist das Stiftungskapital von 4,54 Millionen (2008) auf rund 6 Millionen Euro im Jahr 2009 gewachsen. Aus den Erlösen konnten seit Gründung der Stiftung annähernd eine Million Euro zur Unterstützung notleidender Menschen an karitative Gruppen und Initiativen im Bistum Mainz ausgeschüttet werden. Zugleich hat sich die Zahl der unselbständigen Unterstiftungen um zwei auf 28 erhöht. Das Kuratorium, das im Haus des Diözesancaritasverbands in Mainz-Bretzenheim tagte, fasste auch den einstimmigen Beschluss, die Verwaltung der selbstständigen August Fels-Stiftung zu übernehmen, die ähnliche Ziele verfolgt wie die Ketteler-Stiftung.
Karst, der vor einem Jahr in der Nachfolge von Dr. Wilhelm Westenberger vom Kuratorium zum Vorsitzenden der Ketteler-Stiftung gewählt worden war, führte die kürzlich in Darmstadt gegründete Juan-Prim-Stiftung als erfreuliches Beispiel dafür an, wie eine Treuhand-Stiftung auf den Weg gebracht werden kann. Der spanische Namensgeber Juan Prim (1886-1954) hatte 1911 in Darmstadt eine Weinhandlung gegründet. Seine 2004 und 2008 im hohen Alter verstorbenen Töchter Theresa und Christina hatten, wie der Direktor des Caritasverbandes Darmstadt, Dr. Werner Veith berichtete, einen Teil ihres Erbes testamentarisch als Gründungskapital in eine nach ihrem Vater zu benennende Stiftung eingebracht und dafür 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Sie wollten dafür sorgen, dass aus den Zinserträgen künftig alte, arme und kranke Menschen in Darmstadt unterstützt werden können. Gemäß dem Wunsch der Stifter veranstalteten der Caritasverband Darmstadt und das Stadtarchiv Darmstadt vom 25. April bis zum 8 Mai. eine Gedächtnis-Ausstellung, bei der Fotografien, Dokumente und Gemälde aus dem Familiennachlass zu sehen waren.
Wirtschaftsplan für 2010 verabschiedet
Unter dem Vorsitz von Weihbischof Ulrich Neymeyr verabschiedete das Kuratorium den von Stiftungsdirektor Wilhelm Schulze vorgelegten Wirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2010. Er sieht Einnahmen von 153.000 Euro vor. Davon werden ca. 132.000 Euro für Ausschüttungen an karitative Projekte und Initiativen im Bistum Mainz zur Verfügung stehen. Die Netzwerk Leben-Stiftung (Initiative des Bistums Mainz für Frauen in Schwangerschaft und Notsituationen) mit ihren vielen Projekten nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Der stellvertretende Vorsitzende der Ketteler-Stiftung, Wilfried H. Mönch, hatte zuvor die Entwicklung des Stiftungskapitals und der Erträge seit der Gründung bis zum ersten Quartal 2010 dargelegt. Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten und des damit verbundenen Absinkens der Rentabilität konnten die Stiftungserträge auch 2009 durch Vermögenszuwachs gesteigert werden.
Caritas als Lebens- und Wesensäußerung der Kirche
Karst dankte insbesondere dem Kuratoriumsvorsitzenden, Weihbischof Neymeyr, für sein Engagement, Stiftungsdirektor Wilhelm Schulze, der als „Motor" der Stiftung die Fähigkeit habe, seine Begeisterung auf andere zu übertragen und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung, Wilfried H. Mönch, für seine hohe Einsatzbereitschaft neben seinen Aufgaben als Leiter der Pax Bank. Der Vorsitzende des Vorstands bat die Mitglieder des Kuratoriums, Kontakte zu potentiellen Stiftern herzustellen: „Je mehr Stifter unter das Dach der Ketteler-Stiftung kommen, desto größer wird dieses Stiftungshaus und umso anziehender wird es für neue Stifter und Zustifter werden mit dem Ziel, durch ideelle und materielle Unterstützung Caritas als Lebens- und Wesenäußerung der katholischen Kirche im Bistum Mainz zu fördern."
Hinweis: http://www.ketteler-stiftung.de/
Sk (MBN)
„Reichtum geht - Armut bleibt"
Abend über soziale und ökologische Folgen des Bergbaus in Peru
Mainz. Die Verletzung von Menschenrechten bei der Rohstoffgewinnung in Peru stand im Mittelpunkt eines Abends im Mainzer Rathaus. Unter der Überschrift „Gold oder Leben? Peru am Scheideweg - und was wir damit zu tun haben" berichteten die Rechtsanwältin Ana Leyva und die Bergbauingenieurin Paula Meza aus Peru über die Missachtung von Umweltstandards in peruanischen Minen. Die beiden unterstützen Kinder und ihre Eltern in La Oroya in den peruanischen Anden, einem der zehn vergiftetsten Orte der Welt. Als Mitarbeiterinnen von Erzbischof Pedro Ricardo Barreto Jimeno SJ aus der Erzdiözese Huancayo/Peru weisen sie durch die Messung von Blut- und Luftwerten Vergiftungen von Menschen und Umwelt nach.
Vorbereitet worden war der Abend am 7. Mai vom Direktor des Bildungswerks der Diözese Mainz; Dr. Hartmut Heidenreich, in Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnern. Heidenreich wies in seiner Moderation darauf hin, dass am gleichen Tag Padre Marco Arana aus Cajamarca/Peru als diesjähriger Internationaler Aachener Friedenspreisträger bekannt gegeben worden war. Arana ist Kooperationspartner der „Kampagne Bergbau Peru", die unter anderen von Misereor, Caritas International, Terres des Hommes und dem Bistum Mainz getragen werde. Er hat seine Gemeinden in Auseinandersetzungen um ihre Rechte und gegen Umweltzerstörung mit einer der profitabelsten Goldminen der Welt, Yanacocha, seit langem unterstützt und auch auf nationaler Ebene die entsprechenden Initiativen koordiniert; bereits 2004 hat er den peruanischen Friedenspreis erhalten.
Veranstalter waren neben dem Bildungswerk der Diözese Mainz das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, die Evangelische Erwachsenenbildung, Landeshauptstadt Mainz - Lokale Agenda 21, Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz, Pax Christi-Bistumsstelle Mainz, das Referat Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden des Bistums Mainz sowie der Weltladen Unterwegs Mainz. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von der Mainzer Gruppe „Eco Latino".
hh (MBN)
Vorschau
25 Jahre Behindertenseelsorge im Bistum (24.5.)
Gottesdienst mit Kardinal Karl Lehmann in St. Petrus Canisius in Mainz
Mainz. Mit einem Gottesdienst und einem Begegnungsfest feiert die Behindertenseelsorge im Bistum Mainz am Pfingstmontag, 24. Mai, ihr 25-jähriges Bestehen. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, feiert den Gottesdienst zusammen mit dem Diözesan-Behindertenseelsorger, Pfarrer Helmut Bellinger, um 11.00 Uhr in St. Petrus Canisius in Mainz-Gonsenheim. Anschließend steht bis 17.00 Uhr ein Fest rund um die Kirche auf dem Programm.
Die Behindertenseelsorge bietet Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen und Freunden verschiedene Bildungs- und Begegnungsveranstaltungen an und lädt zu regelmäßigen Treffen, Freizeiten und gemeinsamen Wallfahrten ein. Die Angebote der Behindertenseelsorge, die durch zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt werden, wurden im vergangenen Jahr von insgesamt rund 2.300 Teilnehmern wahrgenommen. Unterstützt wird diese Arbeit durch den Förderverein der Behindertenseelsorge im Bistum Mainz.
Hinweis: Behindertenseelsorge im Bistum Mainz, Alfred Delp-Straße 64, 55122 Mainz, Tel.: 06131/45522, Fax: 06131/45571, E-Mail: behindertenseelsorge@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/menschen-mit-behinderung
tob (MBN)
Jugendsonntag im Bistum Mainz (30.5.)
Thema „Spielball Schöpfung" / Gottesdienst mit Weihbischof Neymeyr in Worms
Mainz/Worms. Am Sonntag, 30. Mai, wird zum fünften Mal der Jugendsonntag im Bistum Mainz begangen. Er steht unter der Überschrift „Spielball Schöpfung" und will das Thema „Bewahrung der Schöpfung" in die Gemeinden hineintragen. An vielen Orten im Bistum finden zum Jugendsonntag Gottesdienste und Veranstaltungen statt. Das Referat Religiöse Bildung des Bischöflichen Jugendamtes hat eine Arbeitshilfe zum Jugendsonntag herausgegeben. Der Mainzer Weihbischof, Dr. Ulrich Neymeyr, der auch Bischofsvikar für Jugendseelsorge ist, feiert am Jugendsonntag um 10.00 Uhr eine Eucharistiefeier in der Pfarrei Heilig Kreuz in Worms-Horchheim.
Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter http://www.bdkj-mainz.de/
tob (MBN)
Pfingstgottesdienst mit Kardinal Lehmann (23.5.)
Einführung des neuen Mainzer Domorganisten Daniel Beckmann
Mainz. Am Pfingstsonntag, 23. Mai, feiert der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, um 10.00 Uhr ein Pontifikalamt im Mainzer Dom, bei dem er auch die Predigt hält. Der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, wird den Kardinal um 9.30 Uhr am Bischofsportal empfangen; anschließend wird im Westchor des Domes die Terz gebetet. Bei dem Gottesdienst wird auch der neue Mainzer Domorganist Daniel Beckmann offiziell in sein Amt eingeführt.
Die musikalische Gestaltung übernehmen Domorganist Daniel Beckmann sowie der Mainzer Domchor und die Mainzer Dombläser unter Leitung von Domkapellmeister Mathias Breitschaft. Kardinal Lehmann betet an diesem Tag zusammen mit dem Domkapitel die Pontifikalvesper um 15.00 Uhr im Mainzer Dom. Diese wird ebenfalls von Domorganist Beckmann sowie dem Mainzer Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Breitschaft musikalisch gestaltet.
Stichwort: Pfingsten
Pfingsten erinnert an die Herabkunft des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist ist nach dem Verständnis der Kirche in die Welt gesandt, um Christi Botschaft in der sich wandelnden Welt lebendig zu halten. Mit Pfingsten endet die 50-tägige österliche Festzeit. Das Wort Pfingsten kommt vom griechischen Wort „pentekoste", was „fünfzig" bedeutet. Nachdem sich Christi Himmelfahrt im Laufe der Kirchengeschichte zu einem eigenständigen Fest entwickelt hatte, wurde Pfingsten zum Fest des Heiligen Geistes. Bis zum vierten Jahrhundert hatten die Christen an Pfingsten nicht nur den Abschluss der Osterzeit, sondern auch die Himmelfahrt Christi gefeiert. In Deutschland gibt es wie auch in einigen anderen Ländern neben dem Pfingstsonntag mit dem Pfingstmontag einen zweiten Festtag. Dieser ist in allen Bundesländern Feiertag.
Über das Pfingstgeschehen heißt es in der Apostelgeschichte: „Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab." (Apg 2,1-4)
tob (MBN)
Weihe von drei Ständigen Diakonen (22.5.)
Gottesdienst mit Kardinal Lehmann im Mainzer Dom
Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, weiht am Samstag, 22. Mai, durch Handauflegung und Gebet drei Männer zu Ständigen Diakonen. Die Weiheliturgie im Mainzer Dom beginnt um 9.30 Uhr. Die Weihe empfangen: Andreas Breid aus der Pfarrgruppe Reichelsheim/Brensbach (Reichelsheim-Verkündigung des Herrn und Brens-bach-Mater Dolorosa), Richard Graubert aus der Pfarrgruppe Rockenberg (Oppershofen-St. Laurentius) und Martin Huber aus der Pfarrgruppe Mörlenbach (Mörlenbach-St. Bartholomäus und Weiher-Herz-Jesu). Bereits um 8.30 Uhr wird die Laudes in der Ostkrypta des Domes gefeiert. Nach dem Weihegottesdienst findet ein Empfang im Erbacher Hof statt.
Stichwort: Ständiger Diakon
Das Zweite Vatikanische Konzil eröffnete auch verheirateten Männern die Weihe zu so genannten Ständigen Diakonen. Dabei wird zwischen dem „Diakon mit Zivilberuf" und dem „Diakon im Hauptberuf" unterschieden. In der Diözese Mainz wurden 1971 die ersten Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Die Bezeichnung „Ständiger Diakonat" macht deutlich, dass es sich nicht um eine Durchgangsstufe zur Priesterweihe handelt. Der Diakon ist in besonderer Weise zum helfenden Dienst aufgerufen und kann mit verschiedenen pastoralen und karitativen Aufgaben betraut werden. In der Liturgie assistiert er unter anderem bei Eucharistiefeiern. Er leitet Wortgottesdienste und spendet das Sakrament der Taufe. Außerdem kann er mit Beerdigungen und Trauungen beauftragt werden. Das Sakrament der Weihe ist in der katholischen Kirche in drei Stufen gegliedert: die Diakonenweihe, die Priesterweihe und die Bischofsweihe.
tob (MBN)
Abschiedskonzert von Albert Schönberger (22.5.)
Orgelabend des Mainzer Domorganisten mit Gästen am Pfingstsamstag
Mainz. Albert Schönberger gibt am Pfingstsamstag, 22. Mai, um 18.00 Uhr im Mainzer Dom sein Abschiedskonzert als Mainzer Domorganist. Zu dem Orgelabend mit Bildbetrachtung unter der Überschrift „Kathedral-Klänge im Windhauch des Pfingstgeistes" hat er verschiedene Gäste eingeladen. Neben Schönberger an der Domorgel werden musizieren: Uwe Linde (Gitarre/Gesang), Paul Windschüttl (Trompete) und Winfried Späth (Panflöte). Gezeigt werden Zeichnungen und Skizzen des Mainzer Malers Rolf Peter Hennes. Die Meditationstexte übernimmt Pfarrer Dr. Karl Josef Ludwig. Schönberger war seit 1981 als Dompfarrorganist und seit 1985 als Domorganist am Mainzer Dom tätig. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
tob (MBN)
Antrittsvorlesung von Matthias Pulte (20.5.)
Neuer Professor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät Mainz
Mainz. Der neue Kirchenrechtler der Katholisch-Theologischen Fakultät Mainz, Professor Matthias Pulte, hält am Donnerstag, 20. Mai., um 16.15 Uhr seine Antrittsvorlesung an der Johannes Gutenberg-Universität. Pultes Vortrag im Auditorium maximum (Johann Joachim Becher-Weg 5) steht unter der Überschrift „Von Summorum Pontificum bis Anglicanorum Coetibus - Tendenzen der Gesetzgebung im Pontifikat Papst Benedikt XVI." Pulte ist als Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht, Kirchliche Rechtsgeschichte und Staatskirchenrecht Nachfolger der im Jahr 2007 verstorbenen Professorin Ilona Riedel-Spangenberger. An der Antrittsvorlesung wird unter anderen auch der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, teilnehmen.
Matthias Pulte wurde am 28. September 1960 in Bremen geboren. Nach dem Theologiestudium in Frankfurt-St. Georgen und Münster war er zunächst in der freien Wirtschaft und ab 1995 beim Katholischen Militärbischofsamt tätig. Seit 1997 ist er Diakon des Erzbistums Köln und als Subsidiar in Bonn und seit 2010 in Bad Godesberg tätig. Außerdem ist er seit 1997 am Erzbischöflichen Offizialat in Köln tätig; zunächst als Vernehmungsrichter, später als Ehebandverteidiger und seit 2005 als Diözesanrichter. Seit 2005 hat er verschiedene Lehraufträge für Kirchenrecht, kirchliche Rechtsgeschichte und Staatskirchenrecht an den Katholisch-Theologischen Fakultäten der Universitäten Bochum, Münster und der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin wahrgenommen. Seit dem Wintersemester 2009 hatte er die Lehrstuhlvertretung in Mainz übernommen.
Seine Promotion zum Dr. phil. aus dem Jahr 1997 in Katholischer Theologie trägt den Titel „Privatisieren - Sanieren - Abwickeln. Die Tätigkeit der Treuhandanstalt von 1990-1994 aus der Perspektive der Katholischen Soziallehre." Im Jahr 2000 legte er seine Lizentiatsarbeit im Kanonischen Recht vor: „Der Ständige Diakon als Militärgeistlicher. Kirchenrechtliche und staatskirchenrechtliche Aspekte für ein neues Dienstamt in der katholischen Militärseelsorge Deutschlands." 2004 folgte die Habilitation für das Fach Kirchenrecht zum Thema „Das Missionsrecht ein Vorreiter des universalen Kirchenrechts. Rechtliche Einflüsse aus den Missionen auf die konziliare und nachkonziliare Gesetzgebung der lateinischen Kirche."
tob (MBN)

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