Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 14, 14. April 2010
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Berichte
Einweihung des Neubaus in der Abtei Engelthal
Drei Millionen Euro für Katholisches Klinikum
MBN vor 40 Jahren
Ankündigungen
Diakonenweihe im Mainzer Dom (17.4.)
Akademietagung „Baustelle Heimat" (23.-24.4.)
Woche für das Leben (17.-24.4.)
Konzert in Worms-St. Paulus (17.4.)
Jahresaktion von Renovabis
Berichte
Einweihung des Neubaus in der Benediktinerinnenabtei Engelthal
Segnung durch Kardinal Karl Lehmann / Festakt und Vesper in der Klosterkirche
Altenstadt, 9. April 2010: Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, zusammen mit Äbtissin Esliabeth Kralemann(mitte) .
© Bistum Mainz / Blum
Altenstadt. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat am Freitag, 9. April, den Neubau von Süd- und Westflügel der Abtei Kloster Engelthal eingeweiht. „Es ist eine große Freude für das ganze Bistum, dass wir diesen wichtigen Abschnitt im Neubau des Klosters heute gemeinsam vollziehen dürfen", sagte der Kardinal in seiner Predigt bei der anschließenden Vesper. Und weiter: „Wir brauchen Orte, wo wir in besonderer Weise die Gegenwart Gottes erfahren dürfen. Dazu gehören besonders die Klöster." Die Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro trägt das Bistum Mainz, das Eigentümer der gesamten Anlage ist.
Die Äbtissin des Klosters, Mutter Elisabeth Kralemann OSB, hatte in ihrer Begrüßung die Freude und den Dank der Benediktinerinnen über den Neubau zum Ausdruck gebracht: „Dass es in schwierigen Zeiten möglich war, ein solches Bauvorhaben zu vollenden, und dass uns fast 50 Jahre nach der Neugründung von Engelthal eine Klosteranlage von solcher Harmonie und Schönheit geschenkt wird, ist für uns alle wie ein Wunder." In ihrer Ansprache bei der Vesper hob sie hervor, dass der Neubau die Berufung der Benediktinerinnen unterstützt, „an diesem konkreten Ort Gott allezeit zu loben und den Menschen zu dienen". Die Äbtissin dankte in besonderer Weise Kardinal Lehmann und dem Bistum Mainz für die Unterstützung und „das großzügige Entgegenkommen".
Altenstadt, 9. April 2010: Ein Blick auf den neuen Kreuzgarten der Abtei Kloster Engelthal.
© Bistum Mainz / Blum
Der Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation, Pater Dr. Albert Schmidt OSB, dankte dem Bistum Mainz und allen Beteiligten „für das große Wohlwollen" beim Neubau. Er wünschte dem Kloster Engelthal, dass es ein gastfreundliches und geistliches Zentrum wird. Die Abtei Kloster Engelthal gehört zur Beuroner Benediktiner-kongregation.
„Das Kloster wird für Suchende eine Oase sein", sagte der Präsident des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann, der auch stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Kloster Engelthal ist. Er bezeichnete den Neubau als „zukunftsgerichtet" und würdigte das nachhaltige Energiekonzept des Neubaus. Bürgermeister Norbert Syguda aus Altenstadt hob hervor, dass sich der Neubau perfekt in das historische Ensemble des Klosters einpasse. Er würdigte die Atmosphäre des Klosters, die durch Gebet und Frieden geprägt sei, und in der die Seele zur Ruhe kommen könne.
„Der grundlegende Gedanke des Neubaus war, eine Einheit mit den bereits bestehenden Bauten herzustellen", sagte Architekt Ulrich Wiegmann aus Köln. Während der gesamten Planungs- und Bauzeit habe es immer die „Idee eines Gesamtkunstwerks" gegeben. Aufgrund der maroden Bausubstanz hatte sich eine Sanierung für den früheren Süd- und Westflügel der Anlage, die 1974/75 errichtet worden waren, nicht mehr gelohnt. Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden auch erste Schritte zu einer Neukonzeption der Energieversorgung des Klosters umgesetzt.
Benediktinerinnenabtei Engelthal
Altenstadt, 9. April 2010: Der Benediktinerinnen-Konvent bei der Prozession zur Segnung im neuen Kreuzgang.
© Bistum Mainz / Blum
Das Bistum Mainz hatte 1961 den Klausurbezirk der früheren Zisterzienserinnen-Abtei Engelthal von einer Pächterfamilie erworben und der Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz zu Herstelle/Weser für eine Neugründung zur Verfügung gestellt. Unter Leitung von Priorin Diethild Eickhoff wurde zum 1. Mai 1962 ein abhängiges Priorat mit 20 Nonnen errichtet. Am 24. August 1965 wurde das Kloster Engelthal zur Abtei erhoben und der Beuroner Benediktinerkongregation eingegliedert. Das Zister-zienserinnenkloster war 1268 von den Rittern von Buches und dem Burggrafen zu Friedberg gestiftet worden und unterstand bis zur Aufhebung im Jahr 1803 der Zisterzienser-Abtei Arnsburg bei Lich. In Kloster Engelthal leben zurzeit 24 Schwestern im Alter von 34 bis 100 Jahren. Im Jahr 2003 wurde Schwester Elisabeth Kralemann OSB für zwölf Jahre zur Äbtissin des Klosters Engelthal gewählt. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte sie im Mai 2003 zur Äbtissin geweiht.
tob (MBN)
Drei Millionen Euro für Katholisches Klinikum
Gesundheitsministerium unterstützt Umstrukturierung
Mainz. Für Baumaßnahmen zur Umstrukturierung des Katholischen Klinikums Mainz (KKM) erhält der Krankenhausträger Caritas Werk St. Martin für die Standorte St. Vincenz und Elisabeth-Hospital sowie St. Hildegardis-Krankenhaus einen weiteren Landeszuschuss von drei Millionen Euro. Das hat das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Donnerstag, 8. April, in einer Pressemitteilung erklärt. Gesundheitsministerin Malu Dreyer teilte mit, dass dieser Betrag Teil eines Festbetrages von mehr als 21,5 Millionen Euro sei, mit dem das Land umfassende Baumaßnahmen am Katholischen Klinikum fördere. Insgesamt sind damit zehn Millionen Euro bewilligt.
„Durch den Zusammenschluss der Krankenhäuser St. Vincenz und Elisabeth-Hospital mit dem St. Hildegardis-Krankenhaus zum KKM im Jahr 2003 wurde die stationäre Versorgung in der Stadt Mainz wesentlich gestärkt", sagte die Ministerin. „Durch die Fusion der beiden Krankenhäuser und das medizinische Gesamtkonzept bleibt die stationäre Versorgung der Bevölkerung in der Region Mainz nicht nur in vollem Umfang erhalten, sondern wird darüber hinaus durch die Einrichtung einer neuen Abteilung für die Plastische Chirurgie und die Erhöhung der Kapazitäten in der Geriatrie spürbar verbessert", unterstrich Dreyer.
tob (MBN)
MBN vor 40 Jahren
Unter der Überschrift „Erfolgreiche Jugendarbeit im Bistum Mainz" berichten die MBN, dass sich an den rund 700 Veranstaltungen, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Jahr 1969 angeboten hat, insgesamt etwa 24.000 Jugendliche teilgenommen hätten. Im Bistum Mainz seien etwa „12.450 Jugendliche im Alter von acht bis 20 Jahren Mitglieder der verschiedensten katholischen Jugendgruppen", heißt es weiter. Diese würden von rund 2.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Gruppenleiter betreut.
Außerdem haben der Diözesanrat der Katholiken, der Diözesanpriesterrat und der Diözesanseelsorgerat des Bistums insgesamt 14 Kandidaten für die am 28. Juni 1970 stattfindenden Wahlversammlung zur Wahl der sieben Synodalmitglieder aus dem Bistum Mainz aufgestellt. Unter ihnen war auch Dr. Hanna-Renate Laurien, die damals Hauptabteilungsleiterin im rheinland-pfälzischen Kultusministerium war. Laurien, die am 12. März 2010 im Alter von 81 Jahren verstorben ist, wurde schließlich auch Synodale des Bistums Mainz bei der Würzburger Synode (1971 bis 1975).
Mainzer Bistumsnachrichten vom 13. April 1970 (Nr. 1/1970)
Ankündigungen
Diakonenweihe im Mainzer Dom (17.4.)
Weihbischof Ulrich Neymeyr weiht zwei Priesteramtskandidaten
Mainz. Am Samstag, 17. April, empfangen zwei Priesteramtskandidaten um 9.30 Uhr im Mainzer Dom durch Handauflegung von Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr die Diakonenweihe. Geweiht werden Sebastian Goldner (Filialkirche St. Marien in Rodgau-Dudenhofen der Pfarrei St. Nikolaus in Rodgau-Jügesheim) und Christoph Schneider (St. Martinus in Koblenz-Lay). Anschließend findet ein Imbiss im Mainzer Priesterseminar statt. Die Diakonenweihe findet in der Regel ein Jahr vor der Priesterweihe statt. Danach arbeiten die Diakone ein Jahr lang in einer Pfarrgemeinde mit, bevor sie zu Priestern geweiht werden. Das Sakrament der Weihe ist in der Katholischen Kirche in drei Stufen gegliedert: die Diakonenweihe, die Priesterweihe und die Bischofsweihe.
tob (MBN)
„Baustelle Heimat" (23.-24.4.)
Akademietagung im Erbacher Hof
Mainz. Mit „Baustelle Heimat" ist eine Tagung der Bistumsakademie Erbacher Hof von Freitag, 23., bis Samstag, 24. April, überschrieben. Im Rahmen der Tagung werden „Pastoralkonzepte in multiethnischen und multireligiösen wie in neuen städtischen Räumen" ebenso thematisiert wie „Projektbeispiele aus dem Programm ,Experimenteller Wohnungs- und Städtebau'", wie es in der Einladung heißt. Referenten sind Professorin Dr. Annette Spellerberg, TU Kaiserslautern, Herbert Sommer, Ministerium der Finanzen, Mainz, Professorin Dr. Iris Reuther, Universität Kassel/Leipzig, Dr. Stefan Orth, Freiburg, sowie Professorin Dr. Kerstin Gothe, Universität Karlsruhe. Für Freitagabend ist um 19.30 Uhr eine Gesprächsrunde mit Pastorin Antje Heider-Rottwilm, HafenCity, Hamburg, Architekt Georg Otto Kersch, Petrisberg/Trier, Landschaftsarchitekt Hermann-Josef Ehrenberg, Kaiserslautern, sowie Dekan Michael Kunze, Katholischer Dekan des Dekanats Offenbach vorgesehen; es moderiert Stefan Orth. Die Tagung wird veranstaltet vom Erbacher Hof in Kooperation mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.
Hinweis: Eine Anmeldung wird bis zum 19. April erbeten. Weitere Informationen bei der Bistumsakademie Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/257-521 oder -550, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de
am (MBN)
Woche für das Leben (17.-24.4.)
Eröffnung der ökumenischen Initiative im Frankfurter Dom
Frankfurt. Unter dem Jahresmotto „Gesunde Verhältnisse" wird die „Woche für das Leben" (17.-24. April) am Samstag, 17. April, im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes um 11.00 Uhr im Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus eröffnet. Zelebranten sind der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), und Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe), Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Im Mittelpunkt steht die Frage nach einer gerechten Verteilung der Ressourcen im Gesundheitssektor. Die „Woche für das Leben" ist eine jährliche Initiative der DBK und des Rates der EKD, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen begeht.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird ab 12.00 Uhr eine Jubiläumsausstellung mit Infoständen zum Thema Kirche und Gesundheit vom Dom über den Römerberg bis zur Nikolai-Kirche zu sehen sein. Für 14.00 Uhr ist ein Empfang der Stadt Frankfurt im Kaisersaal des Römers vorgesehen. Bereits am Freitag, 16. April, findet um 18.30 Uhr im Frankfurter Haus am Dom eine Diskussion zum Thema statt. Unter der Überschrift „Was muss Gesundheit kosten?" diskutieren unter anderen der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, und der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer.
Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter http://www.woche-fuer-das-leben.de/
tob (MBN)
„An die Macht der Musik" (17.4.)
Konzert in Worms-St. Paulus mit Musik von Händel
Worms. „An die Macht der Musik" heißt ein Konzert am Samstag, 17. April, um 19.30 Uhr in der Klosterkirche St. Paulus in Worms. Zur Aufführung kommen die „Ode für St. Caecilia's Day" und die Wassermusik Suite Nr. 3 in G-Dur von Georg Friedrich Händel. Es musizieren Sabine Götz, Sopran, Sebastian Hübner, Tenor, die Churpfäzische Hofcapelle sowie das Ensemble Paulinum unter der Leitung von Christian Bonath. Das Konzert wird von der Vereinigten Kasino- und Musikgesellschaft Worms in Kooperation mit dem Wormser Dominikanerkloster veranstaltet.
Hinweis: Kartenreservierungen beim Dominikanerkloster, Paulusplatz 5, Tel.: 06241/
920400, bei „Bücher Bessler", Friedrichstr. 18, Tel.: 06241/24327, bei der Kunsthandlung Steuer, Kämmerer Str. 41, Tel.: 06241/23890, sowie unter der E-Mail: kreuzgangkonzert-worms@gmx.de
am (MBN)
„Alle sollen eins sein"
Jahresaktion der Solidaritätsaktion Renovabis
Mainz. „Alle sollen eins sein. Miteinander handeln im Osten Europas" lautet das Motto der diesjährigen Pfingstaktion von Renovabis. Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Die Pfingstaktion thematisiert 2010 das Miteinander der christlichen Kirchen im Osten Europas: Dazu nimmt Renovabis vor allem die Kirchen des so genannten Byzantinischen Ritus in den Blick - einerseits die mit der römisch-katholischen Kirche verbundenen griechisch-katholischen Kirchen, andererseits die orthodoxen Kirchen. Traditionell wird am Pfingstsonntag, 23. Mai, in allen katholischen Gottesdiensten eine Kollekte für Renovabis gehalten.
Der bundesweite Auftakt der Renovabis-Pfingstaktion findet von 22. bis 25. April im Bistum Limburg statt. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wir die 18. Aktion am Sonntag, 25. April, mit einem Gottesdienst im Frankfurter Dom eröffnen. Zentraler Abschluss ist dann von Donnerstag, 20., bis Pfingstsonntag, 23. Mai, im Bistum Eichstätt; Höhepunkt wird ein Gottesdienst mit Bischof Gregor Hanke OSB sein.
Hinweis: Weitere Informationen und Materialien bei Renovabis, Domberg 27, 85354 Freising, Tel.: 08161-530935, E-Mail: info@renovabis.de, Internet: http://www.renovabis.de/
am (MBN)

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