Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 5, 10. Februar 2010

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel. 06131/253-128 oder -129,
Fax 06131/253-402, E-Mail: pressestelle@bistum-mainz.de

 

Berichte

„Tag des geweihten Lebens" mit Weihbischof Guballa  
Generalvikar unterstützt Schülerfirma des Theresianums

Vorschau

Orgelkonzert in der Gotthardkapelle (20.2.)  
Fastenpredigten im Mainzer Dom (ab 21.2.)  
Akademietagung über Blaise Pascal (26.-27.2.)

Personalien

125. Geburtstag von Romano Guardini (17.2.)  
Riedel wird neuer Leiter des Willigis-Gymnasiums  
Edith Stein-Schüler ist Landesschulsprecher in Hessen

 

Berichte

„Wo sich ihm das Herz öffnet, da will er wohnen"

„Tag des geweihten Lebens" mit Weihbischof Werner Guballa in Mainz-Liebfrauen

Mainz, 2.2.2010: Weihbischof Dr. Werner Guballa (Mitte) beim 'Tag des geweihten Lebens' in Mainz-Liebfrauen

Mainz, 2.2.2010: Weihbischof Dr. Werner Guballa (Mitte) beim "Tag des geweihten Lebens" in Mainz-Liebfrauen

Bild im Originalformat anzeigen Original

Mainz. Zum neunten Mal hat am Dienstag, 2. Februar, im Bistum Mainz der „Tag des geweihten Lebens" stattgefunden. Zu der traditionellen Veranstaltung, die vom Ordensrat des Bistums Mainz veranstaltet wird, waren rund 140 Ordensfrauen- und männer sowie Mitglieder der Säkularinstitute in die katholische Pfarrgemeinde Mainz-Liebfrauen gekommen. An dem Tag nahm auch Weihbischof Dr. Werner Guballa, Bischofsvikar für die Priester und Ordensleute im Bistum Mainz, teil.

Im Rahmen des Tages stellte unter anderem Pfarrer Dr. Friedrich Franz Röper die pastorale Situation der Gemeinde Liebfrauen vor, die in einem sozialen Brennpunktgebiet liegt. „Wichtig ist uns die Nähe zu den Menschen. Wir wollen ihnen hier nahe sein und müssen daher das ablegen, was uns von ihnen trennt. Wir versuchen, im Leben der Menschen zu stehen und sie zu begleiten", sagte Röper. Beispielsweise habe er rund 50 Jugendlichen Ausbildungsplätze vermittelt. „Unsere Arbeit unterscheidet sich sicher von der anderer Pfarreien im Bistum Mainz", betonte Röper. Er sei aber davon überzeugt, dass diese auch vermehrt auf die Gemeinden zukomme.

Vor Röper hatten Mechtild Zöll, ehemalige Musiklehrerin an der Martinus-Schule Gonsemhein, und die Rektorin der Schule, Elisabeth Schmidt, Statements zur Bedeutung von Ordensgemeinschaft bzw. Klosterleben gegeben. Schmidt, deren Tante dem Orden der Ursulinen angehörte, sagte, dass sie durch ihre Verwandte „ein positives Bild einer Lebensalternative" erhalten habe. Auch sei die Präsenz einer Ordensgemeinschaft in einem Wohngebiet wichtig. Die vielfältigen Formen des Klosterlebens seien für Menschen in einem Wohngebiet eine Bereicherung. „Kirchen und Kapellen, die offen und einladend sind, sind Zufluchtorte", sagte Schmidt. Sie bat die Ordensleute darum, die „Flamme des Gebets" nicht ausgehen zu lassen.

Dem Treffen im Gemeindesaal schloss sich ein Gottesdienst mit Weihbischof Guballa in der Kirche an. Am Beginn des Gottesdienstes stand eine Statio im Foyer des Saales mit anschließender Kerzenweihe und Prozession zur Pfarrkirche. Konzelebranten des Gottesdienstes waren unter anderen Pater Sebastian Annas OP, Vorsitzender des Ordensrates im Bistum Mainz, Dompräbendat Gerold Reinbott, Ordensreferent im Bistum Mainz, sowie Pfarrer Röper.

In seiner Predigt ging Weihbischof Guballa auch auf die Situation der Pfarrgemeinde ein. „In dieser Gemeinde Liebfrauen sammeln sich viele Menschen, die wissen, was es heißt, auf Wohnungssuche zu sein. Ihre Not hat viele Gesichter: Sorge um das tägliche Brot, Sorge um den Arbeitsplatz, Sorge um die Ausbildung der Kinder, Sorge um die Gesundheit", sagte der Weihbischof. Guballa erinnerte daran, dass in Mainz-Liebfrauen auch die Spanisch sprechende Gemeinde ihre Heimat habe. „Sie finden aber hier zusammen - in einer Gemeinde, in der die Schwellen niedrig sind, die Offenheit groß, die Herzlichkeit ein Kennzeichen. Sie erfahren, dass sie hier verstanden werden, dass ihr Wort gehört und ernst genommen wird. Sie erfahren, dass Gott hier zu Hause ist als Gott, der bei ihnen wohnen will. Wo sich ihm das Herz öffnet, da will er wohnen", unterstrich der Weihbischof.

am (MBN)

 

Generalvikar unterstützt Schülerfirma des Theresianums in Mainz

Initiative „COPS" engagiert sich für Medienkompetenz und Sicherheit im Internet

Mainz, 3. Februar 2010: Mitarbeiter der Schülerfirma COPS des Theresianums zu Gast im Bischöflichen Ordinariat (v.l.n.r.): Christina Haan, Matthias Sossenheimer, Generalvikar Dietmar Giebelmann und Alexander Kjarimow.

Mainz, 3. Februar 2010: Mitarbeiter der Schülerfirma COPS des Theresianums zu Gast im Bischöflichen Ordinariat (v.l.n.r.): Christina Haan, Matthias Sossenheimer, Generalvikar Dietmar Giebelmann und Alexander Kjarimow.

Bild im Originalformat anzeigen Original

Mainz. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, hat die Initiative „COPS" (Children Online Prevention Specialists) von Schülern des Theresianums in Mainz „als wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Medienkompetenz bei Kindern" gewürdigt. „COPS" ist eine Schülerfirma von zwölf Gymnasiasten, die Viert- und Fünftklässlern bei Schulungen Chancen und Risiken des Internets erklären und dabei den sicheren Umgang mit dem Medium üben.

Bei einem Treffen am Mittwoch, 3. Februar, im Bischöflichen Ordinariat unterstützte Giebelmann die „COPS" durch den Kauf eines Unternehmensanteils. Inzwischen gibt es 90 Anteilseigner, die „COPS" mit dem Kauf einer „Aktie" unterstützen. Die Schülerfirma wurde im Rahmen des Projektes „Junior" des Institutes der deutschen Wirtschaft nach den vergangenen Sommerferien für ein Jahr gegründet.

Inhalte der Schulungen sind unter anderem der Umgang mit persönlichen und urheberrechtlichen Daten, Verhaltensregeln etwa in sozialen Netzwerken und Chats sowie Virenschutz. Die an COPS beteiligten Schüler kommen aus den Klassenstufen zehn bis zwölf haben sich für ihre Aufgaben unter anderem zu zertifizierten Jugendschutz-Multiplikatoren ausbilden lassen. Die Kosten für eine 90-minütige Schulung durch die „COPS" betragen 100 Euro. Es ist für interessierte Schulen möglich, die Vergütung durch externe Sponsoren finanzieren zu lassen. Zu dem Treffen ins Bischöfliche Ordinariat waren Matthias Sossenheimer, Christina Haan und Alexander Kjarimow gekommen.

Hinweis: Children Online Prevention Specialists - COPS, Alyssa Loomans, c/o Theresianum Mainz, Oberer Laubenheimer Weg 58, 55131 Mainz, Tel.: 0177/4918776, E-Mail: info@th-cops.com, Internet: www.th-cops.com  

tob (MBN)

 

Vorschau

Orgelkonzert in der Gotthardkapelle (20.2.)

Domorganist Albert Schönberger spielt im Mainzer Dom

Mainz. Der Mainzer Domorganist Albert Schönberger gibt am Samstag, 20. Februar, um 18.00 Uhr ein Konzert in der Gotthardkapelle des Mainzer Doms. Auf dem Programm stehen unter anderen Werke von Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Christoph Kellner sowie freie Improvisationen. Platzkarten zum Preis von zehn Euro (Orgelempore) und fünf Euro (Erdgeschoss) sind in der Dominformation, Tel.: 06131/253-412 und an der Abendkasse erhältlich.

tob (MBN)

 

Fastenpredigten im Mainzer Dom (ab 21.2.)

Traditionelle Reihe mit Kardinal Lehmann / Thema „Vom Tod zum Leben"

Mainz. Die traditionellen Fastenpredigten im Mainzer Dom stehen in diesem Jahr unter der Überschrift „Vom Tod zum Leben". Nach den Predigten, die jeweils um 18.00 Uhr beginnen, findet gegen 18.30 Uhr eine Eucharistiefeier statt. Den Auftakt macht am 21. Februar Domkapitular Horst Schneider unter der Überschrift „Erforsche mich Gott und erkenne mein Herz" (Ps 139,23). Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, spricht am 28. Februar zum Thema „Meine Sünde steht mir immer vor Augen" (Ps 51,3b). Die Fastenpredigt am dritten Fastensonntag (7. März) übernimmt der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann. Er spricht zum Thema „Ich will aufbrechen und zum Haus meines Vaters gehen" (Lk 15,18).

Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr predigt am vierten Fastensonntag (14. März) zum Thema „Dein Bruder war tot und lebt wieder" (Lk 15,32). Am fünften Fastensonntag findet traditionell ein Domkonzert statt: Am Sonntag, 21. März, um 17.00 Uhr führen der Mädchenchor am Dom und St. Quintin, die Domkantorei St. Martin Mainz und das Mainzer Kammerorchester unter Leitung von Domkapellmeister Mathias Breitschaft und Domkantor Karsten Storck die „Johannespassion" von Johann Sebastian Bach auf.

Hinweis: Der Eintritt für das Domkonzert am 21. März beträgt zehn Euro (Sitzplatz) und fünf Euro (Stehplatz); Eintrittskarten sind erhältlich bei der Dominformation, Telefon: 06131/253-412, im Infoladen des Bistums, Telefon: 06131/253-888, und an der Abendkasse.

tob (MBN)

 

„Universalgenie Blaise Pascal" (26.-27.2.)

Akademietagung im Erbacher Hof in Mainz / Professor Raffelt ist Hauptreferent

Mainz. „Universalgenie Blaise Pascal. Eine Einführung in sein Denken" heißt eine Tagung der Bistumsakademie Erbacher Hof in Mainz von Freitag, 26., bis Samstag, 27. Februar. Hauptreferent ist der ehemalige stellvertretende Leiter der Freiburger Universitätsbibliothek, Professor Dr. Albert Raffelt. Zudem wird der Mainzer Akademiedirektor Professor Dr. Peter Reifenberg zum Thema „,Die Augen Pascals'. Universalgenie unter dem Blick von Hans Urs von Balthasar" sprechen.

In der Einladung zu der Tagung heißt es: „Blaise Pascal (1623-1662) ist eine der faszinierendsten Gestalten der Geistesgeschichte: Als brillanter Naturwissenschaftler, glänzender Mathematiker, hervorragender literarischer Stilist, originaler philosophischer Denker ist er gleichzeitig eine der großen religiösen Gestalten. Als aufmerksamer Beobachter der gesellschaftlichen und geistigen Situation suchte er den christlichen Glauben in einer Apologie auf dem Niveau seiner Zeit verständlich zu machen. Die Fragmente dieses Werks und einige begleitende kleinere Schriften üben eine ungebrochene Anziehungskraft aus. Die Tagung sucht die Struktur seiner Argumentation zu verdeutlichen, Einzelelemente zu interpretieren und sie in den Rahmen seiner religiösen Überzeugungen zu stellen."

Orgelkonzert in Mainz-Bretzenheim (26.2.)

Ergänzend zum Akademieprogramm findet am Freitagabend, 26. Februar, um 19.30 Uhr in der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernhard in Mainz-Bretzenheim ein Orgelkonzert statt. Es steht unter der Überschrift „Chant séraphique - Musik des ,Fin de siècle' für Orgel und Harfe". Die Solisten sind Professor Christian Ott, Titularorganist der Kathedrale St. Louis zu Versailles/Frankreich, und Isabelle Lagors, Harfe, Versailles.

Hinweis: Anmeldung (bis 22. Februar) und weitere Informationen bei der Bistumsakademie Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/257-521 und -550, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de  

am (MBN)

 

Personalien

125. Geburtstag von Romano Guardini (17.2.)

Lehmann: Ein großer Theologe des 20. Jahrhunderts / Priester des Bistums Mainz

Mainz. Am Aschermittwoch, 17. Februar, jährt sich der Geburtstag des Religionsphilosophen und Theologen Romano Guardini zum 125. Mal. Guardini, der Priester des Bistums Mainz war, gehöre „ohne jede Frage zu den großen katholischen Religionsphilosophen und Theologen des 20. Jahrhunderts". So hat ihn der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, zuletzt im Nachwort zu einer Neuauflage von Guardinis Buch „Vorschule des Betens" gewürdigt. Er sei „ohne dies anzustreben, zu einem geistigen und geistlichen Führer der liturgischen Erneuerung" geworden. Darüber hinaus sei er „ein Meister der Sprache als religiöser Schriftsteller".

Am 28. Mai steht in diesem Jahr außerdem das 100. Jubiläum seiner Priesterweihe an. Die Bistumsakademie Erbacher Hof würdigt Guardini mit einem Vortrag in der Reihe zum Priesterjahr. Am Donnerstag, 6. Mai, um 20.00 Uhr spricht Professorin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz aus Dresden in der Mainzer Augustinerkirche zum Thema „Romano Guardini - Im 100. Jahr seiner Priesterweihe".

Guardini ist für sein Wirken vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern (1965) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1952). Neben dem Guardini-Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät der Ludwig Maximilians-Universität in München gibt es die Guardini-Stiftungsprofessur an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin. Kardinal Lehmann hatte den „Lehrstuhl für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung" Ende Oktober 2004 eröffnet und insgesamt fünf Vorlesungen der ersten Ringvorlesung gehalten. Seit dem Jahr 1986 werden seine Schriften in der Reihe „Romano Guardini - Werke" bei den Verlagen Grünewald und Schöningh neu herausgegeben. Guardinis Bibliographie umfasst fast 2.000 Einträge.

Romano Guardini wurde am 17. Februar 1885 in Verona geboren. Im Jahr darauf siedelte seine Familie nach Mainz über, wo sein Vater die Niederlassung der Import-Gesellschaft Grigolon, Guardini & Bernardinelli übernahm, deren Teilhaber er war. In Mainz besuchte er das heutige Rabanus Maurus-Gymnasium. Ab 1903 studierte er zunächst Chemie in Tübingen und Nationalökonomie in München und Berlin, bevor er im Frühjahr 1906 sein Theologiestudium in Freiburg/Breisgau aufnahm, das er ab 1908 im Mainzer Priesterseminar fortsetzte. Am 28. Mai 1910 wurde er von Bischof Georg Heinrich Maria Kirstein im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Er war danach als Kaplan zunächst in Heppenheim und im Darmstädter Schwesternhaus tätig. Im August 1911 wurde Guardini Kaplan am Wormser Dom. 1912 kam er als Kaplan nach St. Christoph in Mainz. Im gleichen Jahr begann er sein Promotionsstudium mit einer Arbeit über Bonaventura in Freiburg. Es schlossen sich ab 1915 Kaplansstationen in St. Ignaz, St. Peter und St. Emmeran in Mainz an. Ab 1916 leistete er zwei Jahre Militärdienst als Krankenwärter.

Im Jahr 1921 schloss er an der Universität in Bonn seine Habilitation ab, erneut mit einer Arbeit über Bonaventura. Im Jahr 1923 wurde er auf den Lehrstuhl für Religionsphilosophie und Christliche Weltanschauung an der Berliner Friedrich Wilhelms-Universität berufen. Die Nationalsozialisten hoben den Lehrstuhl im Jahr 1939 auf und verfügten die Zwangspensionierung Guardinis. Außerdem wurde ihm seine Arbeit als Burgleiter der Burg Rothenfels am Main verboten und die Burg durch die Nationalsozialisten konfisziert. Guardini hatte seit 1927 als Burgleiter des Bildungshauses der katholischen Jugendbewegung Quickborn gewirkt. Nach dem Krieg wurde er im Jahr 1945 auf den Lehrstuhl für Religionsphilosophie und Christliche Weltanschauung an der Universität Tübingen berufen. Schließlich folgte er 1948 dem Ruf an den Lehrstuhl für Religionsphilosophie und Christliche Weltanschauung an der Münchner Universität, den er bis 1962 inne hatte. Guardini starb am 1. Oktober 1968 im Alter von 83 Jahren in München. Dort wurde er auf dem Priesterfriedhof des Oratoriums des heiligen Philipp Neri (St. Laurentius) begraben. 1997 wurden seine sterblichen Überreste durch Weihbischof Ernst Tewes in die rechte Seitenkapelle der Münchner Universitätskirche St. Ludwig umgebettet, im Gedenken an seine Tätigkeit an der Münchner Universität und seine große Predigttätigkeit in dieser Kirche.

tob (MBN)

 

Roman Riedel neuer Leiter des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums

Riedel tritt im April Nachfolge von Hämmerer an / Derzeit Referent im Ordinariat

Mainz, 8.2.2010: Dr. Roman Riedel wird neuer Leiter des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums

Mainz, 8.2.2010: Dr. Roman Riedel wird neuer Leiter des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums

Bild im Originalformat anzeigen Original

Mainz. Dr. Roman Riedel wird Nachfolger von Dr. Norbert Hämmerer als Leiter des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums und des Willigis-Schulverbunds in Mainz. Dies gab Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz, am Montag, 8. Februar, im Auftrag des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, bekannt. Riedel wird seine Stelle zum 1. April antreten; bis dahin nimmt weiterhin der stellvertretende Schulleiter, Studiendirektor Michael Kuntz, die Amtsgeschäfte wahr.

Die Ausschreibung der Schulleiterstelle am Willigis-Gymnasium war auf ein großes und überregionales Interesse gestoßen. Kardinal Lehmann hat den Vorschlag der Findungskommission geprüft und entschieden, dass Riedel Nachfolger von Hämmerer und damit achter Leiter des 1852 gegründeten Willigis-Gymnasiums wird. Hämmerer war am 28. Januar dieses Jahres nach zwanzigjähriger Schulleitertätigkeit feierlich verabschiedet worden.

Roman Riedel wurde 1956 geboren, ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Nach seinem Lehramtsstudium an der Universität Mannheim und dem anschließenden Referendariat am Ausbildungsseminar Esslingen trat Riedel seine erste Stelle als Lehrer für die Fächer Deutsch und Geschichte am Missionsgymnasium St. Antonius in Bad Bentheim an. 1986 wechselte er zum Bischöflichen Willigis-Gymnasium in Mainz, wo er bis 2005 als Lehrer in Vollzeit arbeitete.

Seit dem 1. August 2005 ist Riedel im Dezernat Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariats Mainz Referent für die weiterführenden Schulen des Bistums im Bundesland Hessen. In dieser Funktion hat er schulaufsichtliche Aufgaben sowie die Beratung und Unterstützung der hessischen Schulleiterinnen und Schulleiter wahrgenommen. Einen besonderen Akzent legte er dabei auf eine zeitgerechte Schulentwicklung und auf die Qualitätssicherung der unterrichtlichen Prozesse. Dabei kamen ihm seine 2006 abgeschlossene Promotion zum Dr. phil. über jugendliche Alltagsgestaltung und Identitätsbildung sowie ein berufsbegleitendes Studium an der Universität Kaiserslautern zu Gute, das er mit dem Master of Arts in Schulmanagement abgeschlossen hat.

bm (MBN)

 

Tim Huß ist neuer hessischer Landesschulsprecher

Schüler der Darmstädter Edith Stein-Schule mit 87 Prozent gewählt

Wetzlar/Darmstadt. Der Landesschülerrat (LSR) Hessen hat auf seiner Sitzung vom 5. bis 7. Februar in Wetzlar Tim Huß vom Stadtschülerrat Darmstadt zum neuen hessischen Landesschulsprecher gewählt. Der 17-Jährige tritt damit die Nachfolge von Fiona Merfert aus Offenbach an, die aufgrund ihres bevorstehenden Abiturs zurücktrat. Huß, der Schüler der Edith Stein-Schule in Darmstadt ist, erhielt 87 Prozent der Delegiertenstimmen. „Wir werden die Interessen der hessischen Schüler in das Zentrum der bildungspolitischen Debatte rücken", sagte Huß, der seit einem Jahr im Vorstand der Landesschülervertretung (LSV) ist. Die LSV ist die gesetzliche Interessenvertretung für alle 800.000 Schülerinnen und Schüler in Hessen.

In seiner Kandidaturrede hatte Huß die gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht-behinderten Kindern gefordert. „Behinderte Kinder haben ein Anrecht auf gesellschaftliche Teilhabe", sagte Huß. Er kündigte einen Strategieplan mit dem Titel „Das behindertengerechte Schulsystem" an. Der Strategieplan werde im Sommer 2010 publiziert. Weiter forderte Huß die Demokratisierung an Schulen und eine freie Wahl der Leistungskurse in der Oberstufe. Als letzten Themenschwerpunkt nannte Huß die Schaffung einer einheitlichen Bundesschülervertretung. „Wir haben zehn Millionen Menschen in Deutschland ohne politischen Einfluss. Hessen soll eine Vorreiterrolle auf dem Weg zu einer gesetzlichen Bundesschülervertretung spielen", sagte Huß.

lsv (MBN)