Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 2, 20. Januar 2010

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte

Neujahrsempfang des Bistums Mainz
Kardinal mit „Ritter vom Meenzer Jockelche" geehrt
Treffen der „Netzwerk Leben"-Beauftragten
Verabschiedung von Monsignore Anton van Hooff
KBE-Grundlagentext zur Intergenerationellen Bildung
Lehmann würdigte Domkapitular Ernst Kalb
Heckwolf ist Vorsitzender des Trägervereins KAMP
Generalvikar beauftragte 30 Gemeindeberater

Ankündigungen

Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus (26.-31.1.)
Akademietagung „Sinn und Heimat" (22.-23.1.)
Sonderkollekte für Haiti (24.1.)

 

Berichte

Zusammenarbeit von Caritas und Pastoral neu entdecken

Neujahrsempfang des Bistums Mainz mit Kardinal Lehmann im Erbacher Hof

Mainz, 16. Januar 2010: Der Neujahrsempfang im Erbacher Hof bot die Möglichkeit zur Begenung mit Kardinal Karl Lehmann.

Mainz, 16. Januar 2010: Der Neujahrsempfang im Erbacher Hof bot die Möglichkeit zur Begenung mit Kardinal Karl Lehmann.

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Mainz. In seiner Ansprache zum Neujahrsempfang des Bistums Mainz erinnerte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, an die große Zahl der Opfer des Erdbebens von Haiti. „Wir wollen uns in Schmerz und Trauer verbinden mit den Opfern und Hinterbliebenen der Katastrophe und wollen mit unserem Gebet und mit aller Hilfe, zu der wir fähig sind, bei ihnen sein." Das sagte Lehmann am Samstag, 16. Januar, vor rund 200 Gästen aus dem gesamten Bistum im Erbacher Hof in Mainz.

Der Kardinal wies darauf hin, dass eines der Bistumsziele dieses Jahres und darüber hinaus die Vertiefung der Sozialpastoral im Bistum sei. „Wir müssen die Zusammenarbeit von Caritas und Pastoral in den neuen pastoralen Strukturen neu entdecken", sagte Lehmann. Und weiter: „Caritas und Pastoral gehören zusammen, wobei jeder Dienst ein eigenes Profil hat. Wenn wir dies respektieren, können sie aus der gegebenen und gebotenen Distanz eine Zusammenarbeit leisten, die fruchtbar wird." Der Kardinal dankte den Katholiken im Bistum „für ihr Übermaß an Solidarität und Hilfebereitschaft - gerade auch der Ehrenamtlichen - ohne die wir Vieles nicht leisten könnten".

Mainz, 16. Januar 2010: Kardinal Lehmann füllt die Spendenbüchse der Dieburger Sternsinger, die beim Neujahrsempfang ihren Segenswunsch überbrachten.

Mainz, 16. Januar 2010: Kardinal Lehmann füllt die Spendenbüchse der Dieburger Sternsinger, die beim Neujahrsempfang ihren Segenswunsch überbrachten.

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Der Generalvikar des Bistums Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann, bekräftigte in seiner Begrüßung, dass das Bistum Mainz die anstehenden Aufgaben des neuen Jahres „als Gemeinschaft der Glaubenden" meistern werde. Giebelmann hatte bei der Kirchensteuerratssitzung im Dezember angekündigt, dass das Bistum Mainz in diesem Jahr Einsparpotenziale zum Ausgleich eines strukturellen Defizits in Höhe von 13,5 Millionen Euro benennen und umsetzen werde, um eine dauerhafte Sanierung des Haushaltes ab 2011 zu erreichen. „Diese Gemeinschaft, dieses Wir-Gefühl im Bistum ist unser großes Kapital auch in schwierigen Zeiten", sagte Giebelmann. Der Generalvikar dankte außerdem noch einmal allen, die sich im vergangenen Jahr für das gute Gelingen des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" eingesetzt haben.

Die Geschäftsführende Vorsitzende der Diözesanversammlung, Dr. Hildegard Dziuk aus Darmstadt, bezeichnete die Formulierung von Bistumszielen und die Zielvereinbarungen im Rahmen der Strukturreform des Bistums als „sinnvolle Maßnahmen", die nützliche Hilfsmittel sein könnten. Gleichzeitig wandte Sie sich gegen unbedachte Kritik „in einer Gesellschaft, in der es scheinbar nur darum geht, Kritik zu üben". Weiter sagte sie: „Damit nun keine Missverständnisse aufkommen: Es gibt Situationen, in denen Kritik not-wendig  ist: zur rechten Zeit, in der rechten Form, am rechten Ort. Problematisch wird es da, wo Kritik um der Kritik willen geübt und zur einzig vernehmbaren Äußerung wird."

Mainz, 16. Januar 2010: Die Schülerinnen und Schüler der Edith Stein-Schule in Darmstadt übergaben das Geld, das sie von Generalvikar Giebelmann als Dank für die Gemeinschaftskasse des Chores erhalten hatten, nach dem Empfang an Kardinal Lehmann, mit der Bitte, es den Not leidenden Menschen in Haiti zukommen zu lassen.

Mainz, 16. Januar 2010: Die Schülerinnen und Schüler der Edith Stein-Schule in Darmstadt übergaben das Geld, das sie von Generalvikar Giebelmann als Dank für die Gemeinschaftskasse des Chores erhalten hatten, nach dem Empfang an Kardinal Lehmann, mit der Bitte, es den Not leidenden Menschen in Haiti zukommen zu lassen.

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Eingeladen waren unter anderen die Mitglieder des Domkapitels und der Dezernentenkonferenz, die Ordensoberen und die Leitungen der Geistlichen Gemeinschaften, die Mitglieder des Diözesan-Pastoralrates, des Diözesan-Kirchensteuerrates, der Verbände im Bistum Mainz und der diözesanen Einrichtungen sowie der Dekanatsräte der insgesamt 20 Dekanate im Bistum Mainz. Von politischer Seite waren unter anderen Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und der Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann gekommen.

Musikalisch gestaltet wurde der Empfang von Schülern und Lehrern der Edith Stein-Schule in Darmstadt unter Leitung von Oberstudienrat Norbert Müller. Die Schülerinnen und Schüler übergaben das Geld, das sie von Generalvikar Giebelmann als Dank für ihre Gemeinschaftskasse erhalten hatten, nach dem Empfang an Kardinal Lehmann, mit der Bitte, es den Not leidenden Menschen in Haiti zukommen zu lassen. Zu Beginn hatten Sternsinger der Dieburger Gemeinden St. Peter und Paul sowie St. Wolfgang einen Segenswunsch überbracht.

tob (MBN)

 

 

Kardinal Karl Lehmann ist jetzt „Ritter vom Meenzer Jockelche"

Die Mainzer Kleppergarde würdigt Engagement des Bischofs für die Jugend

Mainz. Am Donnerstag, 14. Januar, hat die Mainzer Kleppergarde den Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, mit dem Fastnachtsorden „Ritter vom Meenzer Jockelche" ausgezeichnet. Die Jury würdigte Lehmann damit für sein „ständiges Engagement im Dialog auch mit Kindern und Jugendlichen", durch das er „eine unschätzbare Wertevermittlung an junge Menschen" weitergebe. Den mit 1111,11 Euro dotierten Preis verleiht die Mainzer Kleppergarde, die sich als älteste Jugendgarde Deutschlands bezeichnet, seit über 30 Jahren. Lehmann spendet das Preisgeld der Initiative „Netzwerk Leben" im Bistum Mainz. Die Verleihung fand im Rahmen eines Abendessens mit fastnachtlichem Programm im Erbacher Hof in Mainz statt.

Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel und der Präsident der Kleppergarde, Peter Müller, überreichten Lehmann den Preis. Beutel würdigte Lehmann als „Brückenbauer", dessen Einsatz „nicht nur jungen Menschen in unseren Breiten" gelte, sondern „dabei stets auch die globale Perspektive im Blick" habe. Unter anderem betonte er Lehmanns Engagement zum Jubiläums-Katholikentag in Mainz (1998), zum Weltjugendtag (2005) sowie beim diesjährigen Jubiläum „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom".

jkn (MBN)

 

„Netzwerk Leben" ist wichtige und notwendige Aufgabe der Kirche

Kardinal Lehmann überreichte Urkunden für Beauftragte in den Dekanaten

Mainz. Die Initiative „Netzwerk Leben" kümmere sich um eine nach wie vor „wichtige und ganz notwendige Aufgabe der Kirche". Das sagte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, am Donnerstag, 14. Januar, bei einem Treffen der Dekanatsbeauftragten der Initiative „Netzwerk Leben" im Bistum Mainz. Lehmann überreichte den Mitarbeitern ihre Urkunden für den neuen Beauftragungszeitraum bis zum Jahr 2013. Schwerpunkte der Arbeit sind bis dahin die Themenbereiche Armut und Arbeitslosigkeit, frühe Hilfen zur Vorbeugung von Kindesvernachlässigung und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den rund 200 Kindertagesstätten im Bistum. Der Kardinal dankte den Beauftragten bei dem Treffen im Erbacher Hof in Mainz für ihren großen Einsatz in den vergangenen Jahren.

Zu Beginn der Tagung hatte der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, die Arbeit von „Netzwerk Leben" gewürdigt: „Karitatives Handeln berührt niemals nur den Leib, sondern immer auch die Seele und wird so zu pastoralem Handeln. Auf diese Weise verschwindet die Trennung von Caritas und Pastoral." Die Initiative nehme die Veränderungen in der Gesellschaft wahr und versuche eine Antwort zu geben. „Wir wollen nicht nur reden, sondern wir wollen handeln", sagte Giebelmann. Weiter sagte er: „Vor allem allein erziehende Frauen und kinderreiche Familien tragen ein erhöhtes Armuts-Risiko. Das Netzwerk will die Eltern außerdem in ihrem Erziehungsauftrag unterstützen: Wir suchen einen frühen Zugang zu den Eltern, deren Lebenssituation Gefahrenelemente für eine Vernachlässigung vermuten lässt. Darüber hinaus ermöglichen uns unsere Kindertagesstätten den Zugang zu Familien und können ein Hilfsangebot als Familienzentrum schaffen."

Die Beauftragten hatten sich in Kleingruppen mit den drei Schwerpunktthemen auseinandergesetzt. Bei der Berichterstattung im Plenum wurde unter anderem deutlich, dass die Beauftragten die deutliche Schwerpunktsetzung als sehr hilfreich begrüßten und es insgesamt sehr gute Erfahrungen mit der Zusammenarbeit von Caritas und Pastoral in den vergangenen Jahren gegeben habe. Moderiert wurde das Treffen von Winfried Reininger von der Stabsstelle „Gemeindecaritas" des Diözesancaritasverbandes Mainz.

Stichwort: Initiative „Netzwerk Leben"

Die Initiative „Netzwerk Leben" war im Januar 2001 nach dem Ausstieg der Katholischen Kirche in Deutschland aus der Schwangerenkonfliktberatung mit Beratungsnachweis gegründet worden. Ihr Ziel ist, über die konkrete Schwangerschaftsberatung von Caritas und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hinaus das Bewusstsein und das Engagement für den Lebensschutz im Bistum Mainz zu fördern. In allen 20 Dekanaten des Bistums sind vom Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, jeweils zwei hauptamtliche Mitarbeiter zu Dekanatsbeauftragten für die Initiative ernannt worden und zwar jeweils ein Mitarbeiter aus dem Seelsorgebereich und ein Caritas-Mitarbeiter. Träger der Initiative „Netzwerk Leben" sind das Bistum Mainz, die Caritasverbände der Diözese und der SkF. Im Jahr 2001 war auch die „Netzwerk Leben"-Stiftung gegründet worden. Unter dem Dach der Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung hat sie zum Ziel, Projekte zu unterstützen, die Hilfen für Frauen und Familien in Schwangerschaft und Notsituationen leisten.

Hinweis: Diözesangeschäftsstelle „Netzwerk Leben", Caritasverband für die Diözese Mainz, Bahnstraße 32, 55128 Mainz, Telefon: 06131/2826-283, Fax: 06131/2826-205, E-Mail: netzwerk-leben@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/netzwerk-leben

tob (MBN)

 

Lehmann: Ein sehr begabter Denker

Anton van Hooff, Leiter der Abteilung Ökumene, tritt in den Ruhestand

Mainz, 18. Januar 2010: Verabschidung von Monsignore Dr. Anton van Hooff (mitte), zusammen mit Kardinal Karl Lehmann und Generalviakr Dietmar Giebelmann (rechts)

Mainz, 18. Januar 2010: Verabschidung von Monsignore Dr. Anton van Hooff (mitte), zusammen mit Kardinal Karl Lehmann und Generalviakr Dietmar Giebelmann (rechts)

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Mainz. Monsignore Dr. Anton van Hooff, Leiter der Abteilung Ökumene im Bischöflichen Ordinariat Mainz und Studienleiter im Dezernat Schulen und Hochschulen, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, würdigte van Hooff als „einen sehr begabten Denker", der mit seiner Arbeit im Bistum und darüber hinaus hohe Anerkennung gefunden habe. Das sagte Lehmann bei einer Feierstunde am Montag, 18. Januar, im Erbacher Hof in Mainz. Der Kardinal verwies darauf, dass van Hooff mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten zu Maurice Blondel „ein entscheidendes Fundament" für die Blondel-Forschung gelegt habe.

Der Generalvikar des Bistums, Prälat Dietmar Giebelmann, hob in seiner Begrüßung das Engagement van Hooffs für die Ökumene im Bistum Mainz hervor. „Es war und es ist ihm ein Anliegen, dass die ökumenische Flamme und das ökumenische Bemühen nicht erlöscht", sagte Giebelmann. Van Hooff habe sich insbesondere um die Ausbildung von Multiplikatoren bemüht. Giebelmann wies in diesem Zusammenhang auf das „ökumenische Lernfeld" hin: „Dieses ökumenische Lernfeld hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kirchen zusammengeführt, einander verstehen lassen und zum Gespräch geführt."

In ihrer Ansprache betonte die Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz, Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, dass van Hooff im Bistum „eine bleibende Spur" hinterlasse und vielen fehlen werde. Sie würdigte ihn als wichtigen Gesprächspartner für das Dezernat und viele Lehrer. „Hochgeschätzt und unverzichtbar" sei auch sein Dienst als Priester gewesen, sagte Pollak.

In seinem Dankwort charakterisierte van Hooff seine Zeit in Mainz als „Jahre ohne jegliche Schatten". Er dankte Kardinal Lehmann, der sein Doktorvater war, und seinen Kollegen „für überreiche intellektuelle und menschliche Erfahrungen". An seinem neuen Wohnort Aachen, werde er sich künftig intensiv der Blondel-Forschung widmen. Er  freue sich darauf, die fruchtbaren Kontakte mit Professor Peter Reifenberg und dem Blondel-Forschungsinstitut der Bistumsakademie Erbacher Hof fortzusetzen. Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde von Mirko Hester am Klavier.

Anton Maria Gerardus van Hooff wurde am 29. Mai 1944 in Heerlen/Niederlande geboren. Nach dem Abitur trat er in die Benediktiner-Abtei St. Benedictusberg in Vaals/Niederlande ein. Am 20. September 1974 wurde er in der Abtei Benedictusberg durch Bischof Dr. Gysen zum Priester geweiht. Anschließend schloss er seine theologischen Studien in Freiburg im Breisgau mit einer Dissertation über den französischen Philosophen Maurice Blondel ab. Die Arbeit trägt den Titel: „Die Vollendung des Menschen - Die Idee des Glaubensaktes und ihre philosophische Begründung." In seiner Heimatabtei war er unter anderem als Bibliothekar tätig und führte jüngere Mitbrüder in die Fächer Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie ein. Von 1987 bis 2003 hatte er auch am Priesterseminar der Diözese ¢s-Hertogenbosch/Niederlande einen Lehrauftrag für diese Fächer. Im Jahr 1991 wurde er von seinem Orden mit der Gründung einer Kommunität in Schweden beauftragt. Seit 1996 arbeitet er als Studienleiter im Dezernat Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariates in Mainz. 1998 wurde er mit Zustimmung seines Ordens in das Bistum Mainz inkardiniert. 2005 übernahm van Hooff zusätzlich die Leitung der Abteilung Ökumene. Im Februar 2008 verlieh ihm Papst Benedikt XVI. den Titel „Kaplan seiner Heiligkeit - Monsignore".

tob (MBN)

 

Neuer Grundlagentext der KBE

Intergenerationelle Bildung als ein Weg zur Generationensolidarität

Bonn/Mainz. Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) hat einen neuen Grundlagentext zur Intergenerationellen Bildung herausgegeben. Der Text „Lernen. Miteinander. Leben. Grundlagen zur Intergenerationellen Bildung und Generationensolidarität" will deutlich machen, dass Kontakte zwischen den Generationen und gemeinsame Bildungsvorhaben nicht automatisch gegeben, aber wichtig für die Generationensolidarität sind. Die KBE fordert außerdem von Kirche, Staat und Bildungseinrichtungen die Förderung der Intergenerationellen Bildung. Erarbeitet wurde die Broschüre von der  KBE-Kommission „Altenbildung" unter Vorsitz von Dr. Hartmut Heidenreich, Direktor des Bildungswerks der Diözese Mainz.

Heidenreich ist zugleich Mitglied des Bundesvorstands der KBE und Herausgebervertreter und Beiratsvorsitzender der Fachzeitschrift „EB - Erwachsenenbildung" sowie Autor weiterer Fachbeiträge. Der Text war bereits beim neunten Deutschen Seniorentag im Juni vergangenen Jahres in Leipzig vorgestellt worden.

Der Text plädiert für eine Intergenerationelle Bildung in drei Formen: Miteinander-Lernen, Voneinander-Lernen, Übereinander-Lernen. Dabei könnten sich die Generationen in einem gemeinsamen Bildungsprozess gegenseitig bereichern. Das gelänge besonders gut, wo ein gemeinsames Interesse die Generationen verbinde, wie etwa Umweltprobleme, deren Folgen erst künftige Generationen zu tragen hätten. In der Praxis gehe es darum, Orte intergenerationellen Kontakts und der Bildung im Alltag zu entdecken und zu entwickeln, wie etwa Bibliotheken, Museen und gemeinwesenorientierte Initiativen.

Hinweis: Die 40-seitige Broschüre ist erhältlich bei der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, Joachimstraße 1, 52113 Bonn. Bestellung auch im Internet unter www.kbe-bonn.de/intergenerationellebildung.html

tob (MBN)

 

Großer Anteil an Ausbau des Schulsystems

Abendessen zum 80. Geburtstag von Domkapitular em. Ernst Kalb

Mainz, 17. Januar 2010: Abendessen zum 80. Geburtstag von Domkapitular Kalb (v.l.n.r.): Generalvikar Dietmar Giebelmann, Domkapitular Ernst Kalb, Kardinal Karl Lehmann und Erzbischof Karl-Josef Rauber.

Mainz, 17. Januar 2010: Abendessen zum 80. Geburtstag von Domkapitular Kalb (v.l.n.r.): Generalvikar Dietmar Giebelmann, Domkapitular Ernst Kalb, Kardinal Karl Lehmann und Erzbischof Karl-Josef Rauber.

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Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat Domkapitular em. Ernst Kalb anlässlich seines 80. Geburtstages für sein großes Engagement im Bistum gedankt. Der langjährige Dezernent für Schulen und Hochschulen habe „großen Anteil daran, dass das Schulsystem des Bistums in so überzeugender Weise ausgebaut worden ist". Das sagte Lehmann am Sonntagabend, 17. Januar, bei einem Abendessen zu Ehren Kalbs im Erbacher Hof in Mainz. Kalb habe durch seine „ruhige, nüchterne und selbstlose Art" dazu beigetragen, dass es im Bistum Einvernehmen über den hohen Stellenwert der Schulen gebe.

Kalb sei „ein gern gesuchter Ratgeber im Bistum, nicht zuletzt für Ordensangehörige", sagte der Kardinal. Außerdem zeichne Kalb sich durch seine solidarische Verbundenheit mit Domkapitel und Bistumsleitung aus. „Wir haben Ihnen deswegen großen Dank abzustatten für alles, was Sie in unserem Bistum und darüber hinaus für unsere Kirche getan haben", sagte Lehmann. In seiner Begrüßung hatte der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, betont, dass die Weitergabe des Glaubens zentrales Anliegen von Kalb bei seinen beruflichen Stationen gewesen sei.

In seinem Schlusswort dankte Kalb dem Kardinal „für das Vertrauen und die Offenheit bei den Anliegen für Schulen und Hochschulen im Bistum". Er erinnerte auch an „das vertrauensvolle und mitbrüderliche Verhältnis zu meinem Vorgänger Domdekan Hermann Berg, das mir unvergessen bleibt". Seiner Nachfolgerin als Dezernentin für Schulen und Hochschulen, Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, dankte er für deren „umsichtige und erfolgreiche Umsetzung des Begonnenen". Zu dem Abendessen war neben den Mitgliedern des Domkapitels und des Domstiftes unter anderen auch Erzbischof Karl-Josef Rauber gekommen.

Ernst Kalb wurde am 11. Januar 1930 in Oberursel geboren. Er studierte Theologie in Mainz und Innsbruck. Am 24. Juli 1955 wurde er von Bischof Albert Stohr im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Es folgten Stationen als Kaplan in Lampertheim-St. Andreas und Alzey-St. Joseph. Im Jahr 1959 wurde er zum Religionslehrer an der Kreisberufsschule Bergstraße in Lampertheim ernannt, wo er auch als Stadt- und Dekanatsjugendseelsorger wirkte. Bischof Hermann Volk holte Kalb 1964 als Assistenten in die Schulabteilung des Bischöflichen Ordinariates in Mainz. Dort war Kalb als stellvertretender Dezernent für den schulischen Religionsunterricht und die Fort- und Weiterbildung der Religionslehrer zuständig.

1986 übernahm Kalb in der Nachfolge von Domdekan Hermann Berg die Leitung des Dezernates Schulen und Hochschulen. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Mainzer Domkapitels. Mit der Vollendung seines 70. Lebensjahres trat er als Dezernent in den Ruhestand. Für seine Verdienste wurde er mit den Päpstlichen Ehrentiteln „Monsignore" (1986) und „Ehrenprälat" (1990) ausgezeichnet.

tob (MBN)

 

Katholische Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral eingeweiht

Domdekan Heinz Heckwolf ist Vorsitzender des Trägervereins KAMP

Erfurt. Mit einem Festakt ist die neue Katholische Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral (KAMP) am Freitag, 15. Januar, in Erfurt eingeweiht worden. Es ist die erste Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz in den neuen Bundesländern. Bischof Dr. Joachim Wanke, Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Erfurt, sagte bei der Einweihungsfeier, die Einrichtung dieser Arbeitsstelle gerade in Erfurt sei „ein programmatisches Zeichen: Vor allem hier im Osten Deutschlands drängt sich ins Bewusstsein, was freilich auch überall in Deutschland mehr und mehr zu spüren ist: Die Verkündigung der christlichen Botschaft muss sich heute dem weit verbreiteten Phänomen einer religiösen Indifferenz stellen." Der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, ist Vorsitzender des Trägervereins der Arbeitsstelle.

Bischof Wanke forderte, „sich auf diese offene, liberale, aber auch fragende und suchende Gesellschaft einzulassen, auf die Menschen, so wie sie heute sind, nicht wie sie nach unseren christlichen Vorstellungen sein sollten." Es brauche eine innere Empathie für Zeitgenossen, die von den Herausforderungen der Moderne fasziniert, aber auch verunsichert seien, sagte Wanke. „Wir brauchen eine Vertiefung und ‚Verheutigung' unserer Gottesverkündigung."

Pater Dr. Hans Langendörfer, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, betonte: „Mit der erstmaligen Lokalisierung einer Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz in den neuen Bundesländern machen wir deutlich, dass die Kirche diese Realität der Diaspora aktiv annimmt." Die Kirche müsse sich in der Moderne verorten, sagte Langendörfer. „Sie muss auch Position beziehen zu den religionsproduktiven Kräften dieser Zeit. Sie muss ihre Botschaft kreativ und authentisch anbieten, will sie der Sendung ihres Herrn gerecht werden. Dieser Herausforderung stellt sich die Kirche in Deutschland."

Der Leiter der neuen Arbeitsstelle, Dr. Hubertus Schönemann, sagte, „dass es durchaus mit dem Leben in der modernen Gesellschaft vereinbar ist, einen Standpunkt aus dem Glauben heraus zu finden, ihn zu beziehen, ihn anzubieten, wohl wissend, dass der andere die Freiheit hat, ihn anzunehmen oder auch auszuschlagen. Wir sollen lernen zu sprechen von dem, wovon unser Herz voll ist und welche Erfahrungen wir mit Gott gemacht haben und machen."

Die Arbeitsstelle hat zum 1. Januar ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgaben sind die Bearbeitung von Grundsatzfragen der missionarischen Pastoral, die Beobachtung und Deutung von Religion in der Gesellschaft, die Befassung mit Sekten, Weltanschauungsfragen und neureligiösen Bewegungen sowie die Koordinierung und Begleitung der Internetseelsorge und -beratung.

SDBK (MBN)

 

Ein Rettungsanker

Generalvikar Giebelmann beauftragte 30 Gemeindeberater

Mainz. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, hat am Montag, 18. Januar, 30 hauptamtliche Mitarbeiter, vorwiegend aus der Seelsorge des Bistums Mainz, für vier Jahre mit dem nebenberuflichen kirchlichen Dienst als Gemeindeberater beauftragt. Dabei erhielten vier Mitarbeiter erstmals die Beauftragung als Gemeindeberater, für die übrigen war es eine Folgebeauftragung. Die Übergabe fand bei einem Wortgottesdienst in der St. Bernhard-Kapelle des Erbacher Hofes in Mainz statt. Zuvor hatten sich die Teilnehmer zu einem Workshop getroffen.

Generalvikar Giebelmann würdigte die Arbeit der Gemeindeberater: „Wenn es die Gemeindeberatung nicht gäbe, wäre es höchste Zeit, dass jemand sie erfände." Inzwischen sei die Gemeindeberatung „eine Selbstverständlichkeit" im Bistum geworden und mit Blick auf die Zusammenarbeit der Gemeinden bei der Strukturreform sei sie „manchmal zum Rettungsanker der Bistumsleitung bei Kooperationsverweigerern geworden oder auch bei Konflikten einer Gemeinde". Giebelmann dankte den Gemeindeberatern für ihren Dienst sowie Ordinariatsrat Dr. Peter-Otto Ullrich, der als Leiter der Abteilung Personalförderung und Personalentwicklung „ein Garant für die Fortentwicklung der Gemeindeberatung" sei.

Stichwort: Gemeindeberatung

Gemeindeberatung ist ein internes Angebot im Bistum Mainz. Sie will Pfarrgemeinden, Einrichtungen und Verbänden im Bistum Mainz bei der Bewältigung ihrer Aufgaben begleiten und unterstützen. Das freiwillige Angebot unterstützt vor allem bei Veränderungs- und Entwicklungsprozessen und bei der Bewältigung von Konflikten und Krisen. Ein Ziel der Gemeindeberatung ist dabei, möglichst alle Betroffene mit einzubeziehen und am Entwicklungsprozess zu beteiligen. Gemeindeberatung gibt es im Bistum Mainz seit 1997. Die Berater werden jeweils für einen Zeitraum von vier Jahren beauftragt. Koordinator für die Gemeindeberatung im Bistum Mainz ist Dr. Peter-Otto Ullrich, Leiter der Abteilung Personalförderung und Personalentwicklung.           

tob (MBN)

 

Ankündigungen

„Die Radikalisierung der Judenpolitik in der Ukraine" (27.1.)

Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Mainz. Am Mittwoch, 27. Januar, findet im Mainzer Dom unter der Überschrift „Vom Massenmord zur Shoah - die Radikalisierung der Judenpolitik in der Ukraine" eine Veranstaltung anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Hierzu wird es eine Gedenkfeier sowie eine Ausstellung geben. In der Einladung wird darauf hingewiesen, dass sich die Geschichtsforschung erst in den 1990er Jahren intensiv mit konkreten „Aktionen" gegen Juden in Osteuropa befasst.

Die Gedenkfeier beginnt um 19.00 Uhr im Mainzer Dom unter Leitung von Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann. Mitwirkende sind unter anderen Gaby Reichardt und Domorganist Albert Schönberger. Die begleitende Ausstellung wird am Dienstag, 26. Januar, um 16.00 Uhr von Generalvikar Giebelmann und Landtagspräsident Joachim Mertes eröffnet und ist bis Sonntag, 31. Januar, um 17.00 zu sehen. Veranstalter ist die Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar" des Bischöflichen Ordinariats Mainz.

Stichwort: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27.1.)

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in Deutschland ein nationaler Gedenktag anlässlich der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch sowjetische Truppen. An diesem Tage wird der Menschen gedacht, die zur Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) verfolgt und getötet wurden.

Eingeführt wurde der Gedenktag am 3. Januar 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Bei seiner Proklamation sagte er: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken."

jkn (MBN)

 

„Sinn und Heimat - Dynamik gelingenden Menschseins" (22.-23.1.)

Akademietagung bei der Bistumsakademie Erbacher Hof/ Vortrag von Reifenberg

Mainz. „Das Verständnis von Heimat neu zu klären"  ist Ziel einer Akademietagung von Freitag,  22. Januar bis Samstag, 23. Januar.  Bei der Tagung mit dem Titel „Sinn und Heimat - Dynamik gelingenden Menschseins" wird das Phänomen „Heimat" im Mittelpunkt stehen. Veranstalter ist die Bistumsakademie Erbacher Hof, unter anderen wird Professor Dr. Peter Reifenberg sprechen.

Hinweis: Nähere Informationen bei der Bistumsakademie Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz,  Tel.: 06131/257-525, Fax 06131/257-525, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de        

jkn (MBN)

 

Dokumentation

Sonderkollekte für Haiti (24.1.)

Aufruf der deutschen Bischöfe in den Gottesdiensten vom kommenden Wochenende

Bonn/Mainz. Die deutschen Bischöfe haben zu einer Sonderkollekte für die Menschen in Haiti aufgerufen. Gesammelt wird in allen Gottesdiensten am Sonntag, 24. Januar, sowie in den Vorabendmessen am Samstag, 23. Januar. Im Folgenden dokumentieren wir den Wortlaut des Aufrufes, der in den Gottesdiensten verlesen wird:

Liebe Schwestern und Brüder!

Am 12. Januar ist Haiti von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Zehntausende Menschen haben ihr Leben verloren, Unzählige sind verletzt worden. Die Zahl der Obdachlosen und derer, die ihrer gesamten Habe verlustig gegangen sind, übersteigt die Millionengrenze weit.

Dieses unbeschreibliche Elend des haitianischen Volkes fordert die ganze internationale Gemeinschaft zu Mitgefühl und Solidarität auf. Wir Christen, von unserem Herrn Jesus Christus zur Nächstenliebe berufen, sollten in unserem Einsatz für die Notleidenden dabei in vorderster Reihe stehen.

Unmittelbar ist die Notversorgung der Überlebenden gefordert, darüber hinaus aber auch ein Wiederaufbau, der wohl Jahre benötigen wird. Die katholischen Hilfswerke verfügen über gute Voraussetzungen, um hier wirkungsvolle Beiträge zu leisten. Schon lange arbeiten sie mit der einheimischen Kirche zusammen, die mit ihren Pfarrgemeinden und Caritaseinrichtungen in allen betroffenen Gegenden präsent ist. Schnelle und effektive Hilfe ist bereits angelaufen.

Liebe Schwestern und Brüder, sehr herzlich und dringlich rufen wir deutschen Bischöfe Sie dazu auf, in allen Gottesdiensten am Sonntag, den 24. Januar, für die Opfer in Haiti zu beten und eine Sonderkollekte abzuhalten. Wir bitten alle Gläubigen um einen großherzigen Beitrag. So kann durch unsere bewährten Einrichtungen umgehend weitere Hilfe geleistet werden. Allen, die einmal mehr zur Solidarität mit den Armen bereit sind, sagen wir ein herzliches Vergelt's Gott!

SDBK (MBN)