Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 43, 20. Dezember 2010
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Berichte
Ausgeglichener Haushaltsplan für 2011 verabschiedet
10.000 Sternsinger sind im Bistum unterwegs
Spitzengespräch von CDU-Vorstand und Bischöfen
Schlusskonferenz im Dekanat Bergstraße-West
Internetseite www.weihnachtsgottesdienste.de
Schlusskonferenz im Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim
Chöre am Mainzer Dom präsentieren neue CD
Adveniat-Weihnachtskollekte für Lateinamerika
Vorschau
Weihnachtsgottesdienste im Mainzer Dom
HR 2 überträgt Christmette aus Langen (24.12.)
SWR 4-Sendung „Abendgedanken" startet (ab 3.1.)
Familienwochenende in Ilbenstadt (25.-27.2.2011)
Publikationen
Gebet- und Meditationsbuch für Polizisten vorgestellt
Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte erschienen
Neue Ausgabe der Mainzer Domblätter erschienen
Personalien
Hessischer Archivpreis für Pfarrarchivpfleger
Berichte
Kirchensteuerrat verabschiedete Haushaltsplan 2011
Bistum legt ausgeglichenen Haushalt in Höhe von 305,9 Millionen Euro vor
Mainz, 11. Dezember 2010: Sitzung des Kirchensteuerrates zum Haushaltsplan 2011 des Bistums Mainz (v.l.n.r.): Generalvikar Dietmar Giebelmann, Kardinal Karl Lehmann, Dr. Volker Kurz und Eberhard von Alten.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. Der Kirchensteuerrat des Bistums Mainz hat bei seiner Sitzung am Samstag, 11. Dezember, einen ausgeglichenen Haushaltsplan für das Jahr 2011 in Höhe von rund 305,9 Millionen Euro verabschiedet. Damit liegt der Haushaltsplan für das kommende Jahr um 1,77 Prozent oder 5,3 Millionen Euro über dem Plan für 2010. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, betonte, dass der Haushaltsplan ohne Entnahme aus der Betriebs- und Ausgleichsrücklage auskommen werde. Dies sei ein erster Erfolg des Sparprozesses, den das Bistum in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Egger und Dreher derzeit durchführe, sagte Giebelmann, der Ökonom des Bistums ist. Für das kommende Jahr würden bereits 4,7 Millionen Euro des bis 2014 angestrebten Einsparzieles von 25 Millionen Euro umgesetzt. Die Beratungsfirma wird die Haushaltskonsolidierung des Bistums noch bis April kommenden Jahres begleiten. Die Sitzung des Kirchensteuerrates, bei der der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, zu Beginn in einem kurzen grundsätzlichen Referat auf die Kirchensteuer und die Staatsleistungen eingegangen ist, fand im Erbacher Hof in Mainz statt.
Pfarreien, Kindertagesstätten und Caritas nicht von Sparmaßnahmen betroffen
Von den Sparmaßnahmen seien alle Bereiche des Bistums betroffen, „außer den Pfarreien, den Kindertagesstätten und der Caritas", sagte der Generalvikar. So werde das Bistum weiter in den Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige in den rund 200 Kindertagesstätten der Diözese investieren. Darüber hinaus werde die Punktquote für die Pfarreien um fünf Punkte angehoben, um etwa die steigenden Energiekosten und die Erhöhung der Entgelte für Organisten aufzufangen, sagte Giebelmann. Der Zuschuss für die Caritas im Bistum bleibe gleich, da durch anstehende Tariferhöhungen höhere Personalkosten verkraftet werden müssten.
Wesentliche Einsparpositionen im Sparprozess seien die Personalkosten. „Wir wollen vor allem die Fluktuation von Mitarbeitern nutzen", sagte Giebelmann. Im Bischöflichen Ordinariat, auf das der Personalabbau bisher beschränkt sei, würden etwa 40 Mitarbeiter pro Jahr in Ruhestand gehen oder ausscheiden. „Wir planen, diese Stellen nicht wiederzubesetzen oder gegebenenfalls durch Weiterqualifikation von Mitarbeitern intern wiederzubesetzen." Es sei daher auch notwendig, „einzelne Tätigkeiten und Stellen auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen". Wörtlich sagte Giebelmann: „Wir stehen dabei im Wort, dass wir die Reduzierung ohne Entlassungen und Kündigungen durchführen."
Weitere geplante Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung, mit denen die Bistumszuschüsse gesenkt werden können, seien unter anderem Einsparungen und Einnahmesteigerungen bei den Tagungshäusern des Bistums, Bitten um Elternspenden für die Schulen des Bistums und Senkung der Zuschüsse für Vereine und Verbände sowie die Gemeinden anderer Muttersprache um zehn Prozent. Die Gemeinden anderer Muttersprache „sollen in Zukunft räumlich und personell enger mit den deutschen Gemeinden zusammenrücken", sagte Giebelmann. Außerdem verwies er auf die erfolgreiche Arbeit der Stiftungen des Bistums, durch die verschiedene Bistumszuschüsse langfristig finanziert werden könnten, so etwa durch die Stiftung Hoher Dom zu Mainz oder die Stiftung Weltkirche.
Investitionen im IT-Bereich
Um zukunftsfähig zu bleiben, seien im Rahmen des Sparprozesses aber auch größere Investitionen notwendig, vor allem im Informationstechnologie-Bereich, erläuterte der Generalvikar. Dafür sind im Haushaltsplan 700.000 Euro veranschlagt. Das Rechnungswesen des Bistums werde auf die kaufmännische Buchführung (Doppik) umgestellt. Für den Liegenschaftsbereich und das Baudezernat werde eine Datenbank installiert, die eine genauere Planung des Bauunterhalts von Bistums- und Pfarrei-Immobilien ermögliche.
Finanzdirektor von Alten zur Kirchensteuerentwicklung
Das Kirchensteueraufkommen in Höhe von 177 Millionen Euro werde auch im kommenden Jahr mit einem Anteil von rund 58 Prozent am Gesamthaushalt die wichtigste Einnahmequelle des Bistums bleiben, sagte Finanzdirektor Eberhard von Alten. Damit werde in etwa der Wert aus dem Jahr 2007 erreicht. Dies sei eine „ungewöhnlich positive Entwicklung, deren Dynamik aber nachlassen dürfte", sagte von Alten. Vor allem angesichts des Rückgangs der Katholikenzahl und des demographischen Wandels sei mittel- bis langfristig mit einem Rückgang der Kirchensteuereinnahmen zu rechnen. „Deshalb ist es notwendig, die Haushaltskonsolidierung in den kommenden Jahren konsequent fortzusetzen", betonte von Alten.
Im Jahr 2010 lag das Kirchensteueraufkommen bis Ende November um 4,4 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Während es bei der Kirchen-Lohnsteuer in diesem Jahr bisher einen Rückgang von 7,1 Prozent gegeben habe, sei die Kirchen-Einkommenssteuer um 3,5 Prozent gestiegen. Das Ergebnis sei positiver als erwartet ausgefallen, sodass nicht nur für 2011 sondern auch für das laufende Jahr die geplante Inanspruchnahme der Betriebs- und Ausgleichrücklage deutlich reduziert oder gar vollständig kompensiert werden könne. Für 2011 rechnet Finanzdirektor von Alten mit einem Kirchensteuerzuwachs von 3,1 Prozent, der allerdings nicht zur Ersparnisbildung beitrage, sondern durch die - trotz der Sparbemühungen - weiterhin spürbare Kostendynamik, zum Beispiel im Baubereich, aufgebraucht werde.
Beschlossen wurde auch der Stellenplan 2011 des Bistums. Die Gesamtstellenzahl sinkt gegenüber dem Vorjahr um rund neun Stellen auf 2.535 Stellen. Kardinal Lehmann setzte die Beschlüsse des Kirchensteuerrates am Ende der Sitzung in Kraft. Geleitet wurde die Sitzung vom Geschäftsführenden Vorsitzenden des Kirchensteuerrates, Dr. Volker Kurz.
Grundsatzreferat von Kardinal Lehmann zu Kirchensteuer und Staatsleistungen
In einem grundsätzlichen Referat über die Kirchensteuer („Vom ABC der Kirchensteuer„) betonte der Kardinal, dass die Kirche mit der Kirchensteuer „zum Wohlergehen der Menschen in Staat und Gesellschaft" beitrage. Die Kirche verwende die Steuer zum Beispiel für Kindertagesstätten und Schulen, durch die der Staat entlastet werde. Außerdem dürfe nicht vergessen werden, „dass die Kirche durch ihre unentgeltlichen Ehrenämter einen riesigen Beitrag zum Unterhalt großer von ihr übernommener Aufgaben zur Verfügung stellt".
Es sei wichtig hervorzuheben, dass in Deutschland nur solche Kirchenmitglieder kirchensteuerpflichtig sind, die Lohn- und Einkommenssteuer zahlen, was nur bei etwa einem Drittel der Fall sei. Da es sich nicht um eine staatliche Steuer handle, stimme es auch nicht, dass der Staat die Kirchen dadurch alimentiere, sondern die Kirchenmitglieder finanzierten ihre Gemeinschaft vorwiegend selbst, sagte Lehmann. Darüber hinaus behalte der Staat für den Einzug der Kirchensteuer zwischen zwei und vier Prozent des Aufkommens ein. Diese Form des Steuereinzuges sei wesentlich kostengünstiger als der Aufbau eigener kirchlicher Steuerbehörden.
Als Vorteile des deutschen Kirchensteuersystems nannte Lehmann, dass es durch die Anknüpfung an das Einkommenssteuerrecht gerecht sei und dass die Kirche ihre Unabhängigkeit bewahre, indem nicht Geldgeber von außen Einfluss auf kirchliche Entscheidungen nehmen könnten. Darüber hinaus biete das System der Kirche auch eine größere Verlässlichkeit als in einem reinen Spendensystem. Lehmann hob hervor, dass Transparenz in Finanzfragen für die Kirche „ein grundlegendes und wichtiges Erfordernis" sei. Dies sei durch die öffentlichen Sitzungen der Kirchensteuerräte und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit gegeben. Der Kirchensteuerrat sei für das Bistum Mainz durch seine Vorschläge und Fragen eine wichtige Hilfe, sagte der Kardinal.
In einem geschichtlichen Teil ging er auf die Entstehung der Kirchensteuer in der Folge des Reichsdeputationshauptschlusses aus dem Jahr 1803 ein. Wörtlich sagte er: „Es ist sicher gut, wenn man auf das Unrecht des in der Säkularisation erfolgten Entzuges kirchlichen Vermögens hinweist. Es ist töricht, darauf hinzuweisen, dass nach so langer Zeit kein Anspruch mehr bestehe. Auf der anderen Seite würde ich auch nicht auf den so genannten ‚Altersbeweis' allein setzen. Man kann aber das Ausmaß und auch das Unrecht der damaligen Säkularisation nicht einfach beiseite schieben. Ich würde aber sehr viel mehr die heutigen Leistungen der Kirche für die Gesellschaft, die zu einem nicht unerheblichen Teil eben auch von der Kirchensteuer lebt, einbeziehen."
Der Kardinal äußerte sich auch zu den in letzter Zeit häufiger diskutierten Staatsleistungen: „Man kann gewiss darüber diskutieren, ob nicht bestimmte Staatsleistungen geändert und abgelöst werden können", wie dies in den Artikeln der Weimarer Verfassung auch zum Ausdruck komme. Dass dies bisher nicht oder nur teilweise geschehen sei, hänge wohl auch mit den erheblichen Kostenverpflichtungen zusammen, die damit verbunden seien.
Gründe für notwendige Sparmaßnahmen
Abschließend betonte Kardinal Lehmann noch einmal die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen in der Kirche. Wörtlich sagte er: „Die demografische Entwicklung bringt insgesamt eine Minderung der Bevölkerung und damit auch der Kirchenmitglieder. Dazu muss auch noch einberechnet werden, dass die Zahl der Kirchenmitglieder sich reduziert durch Kirchenaustritte und geringere Taufzahlen. Und schließlich geht die Tendenz der Steuerpolitik innerhalb der Europäischen Union im säkularen Bereich eher von einer Verminderung der Auflagen im personalen Sektor (Lohn- und Einkommenssteuer) aus, und zwar zugunsten der indirekten Steuern (zum Beispiel Mehrwertsteuer). Insgesamt richte sich das Augenmerk der Diözesen in diesem Sparprozess vor allem auf eine Reduzierung von Personaleinstellungen, „wobei keine betriebsbedingten Kündigungen ins Auge gefasst werden sollen". Daneben gelte es auch, die zahlreichen, zum Teil sehr renovierungsbedürftigen Immobilien zu reduzieren, „die mit den vorhandenen Mitteln kaum mehr in überschaubaren Zeiträumen saniert werden können".
Stichwort: Diözesankirchensteuerrat
Der Diözesankirchensteuerrat berät die Bistumsleitung in Haushalts- und Finanzfragen, verabschiedet den Haushaltsplan, setzt die Hebesätze für die Kirchensteuer fest und beschließt über die Rechnung und Entlastung der Finanzverwaltung des Bistums Mainz. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Die Amtsdauer beträgt jeweils vier Jahre. Mitglieder sind Kardinal Lehmann als Vorsitzender, Generalvikar Giebelmann als sein Stellvertreter, und Finanzdirektor von Alten sowie jeweils ein gewählter Laienvertreter der Verwaltungsräte aus den 20 Dekanaten des Bistums. Hinzu kommen je zwei Mitglieder des Priesterrates und der Dekanekonferenz und vier Mitglieder des Katholikenrates.
tob (MBN)
„Kinder zeigen Stärke"
Im Bistum Mainz sind Anfang des Jahres wieder 10.000 Kinder als Sternsinger unterwegs
Mainz. Unter dem Leitwort „Kinder zeigen Stärke" steht in den Tagen um den 6. Januar 2011 die 53. bundesweite Aktion Dreikönigssingen. Sie wird getragen vom Aachener Kindermissionswerk und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Aus dem Bistum Mainz werden sich wieder rund 10.000 Kinder und Jugendliche an der Aktion beteiligen. Die Aktion wird am Donnerstag, 30. Dezember, im Bistum Essen bundesweit eröffnet. 1.500 Mädchen und Jungen werden dazu in der Kulturhauptstadt 2010 erwartet. Pünktlich zum Dreikönigsfest am 6. Januar 2011 sind die Sternsinger, vertreten durch Mädchen und Jungen aus der Erzdiözese Hamburg, erstmals bei Bundespräsident Christian Wulff zu Gast.
Sternsinger aus Grünberg bei Kanzlerin Merkel
Zum Empfang der Sternsinger bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin am Mittwoch, 5. Januar 2011, um 11.00 Uhr werden Sternsinger aus der Pfarrei Heilig Kreuz in Grünberg (Dekanat Gießen) das Bistum Mainz vertreten. Ansprechpartnerin ist Pastoralreferentin Carola Simon, Tel.: 06401/6215. Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Kanzlerin Merkel empfängt die 108 kleinen Könige aus allen 27 Diözesen bereits zum sechsten Mal.
Sternsinger aus dem Bistum Mainz werden auch wieder von den Ministerpräsidenten Kurt Beck und Volker Bouffier empfangen. In die Staatskanzlei nach Mainz sind am Donnerstag, 6. Januar 2011, um 15.00 Uhr Gruppen aus den rheinland-pfälzischen Bistümern Mainz, Limburg, Speyer und Trier eingeladen. In die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden kommen am Montag, 10. Januar 2011, um 10.00 Uhr Sternsingergruppen aus den Bistümern Mainz, Limburg und Fulda. Am Samstag, 8. Januar 2011, um 17.00 Uhr besuchen Sternsinger den Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, im Bischofshaus in Mainz.
Gonsenheimer Sternsinger beim Papst (1.1.11)
22 Sternsinger aus Mainz-Gonsenheim werden am Samstag, 1. Januar 2011, den Neujahrsgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. im Petersdom in Rom mitfeiern. Drei der Kinder werden zudem in ihren Sternsinger-Gewändern an der Gabenprozession teilnehmen. Die kleinen Könige aus der Gemeinde St. Petrus Canisius aus dem Pfarreienverbund Mainz-Gonsenheim sind rund um den Jahreswechsel zu Gast in Rom. Zum Gottesdienst wird die Gruppe vom Präsidenten des Kindermissionswerks „Die Sternsinger", Prälat Dr. Klaus Krämer, begleitet. Bereits zum siebten Mal seit 2001 werden an Neujahr Sternsinger die Gaben für die Eucharistie zum Altar im Petersdom bringen.
Aussendungs- und Dankfeiern im Bistum Mainz
In folgenden Orten im Bistum Mainz finden Aussendungsfeiern für Sternsinger statt:
- Oberhessische Dekanate: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr am Donnerstag, 30. Dezember, um 10.30 Uhr, Pfarrei St. Josef in Lollar, Ostendstraße 1, 35457 Lollar. Um 15.30 Uhr ist außerdem eine Abschlussvesper vorgesehen. Weitere Informationen bei der Katholischen Jugendzentrale (KJZ) Gießen, Nordanlage 45, 35390 Gießen, Tel.: 0641/31960, E-Mail: kjz-giessen@bistum-mainz.de
- Dekanate Dreieich, Rodgau und Seligenstadt: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr am Mittwoch, 5. Januar 2011, in der Pfarrei St. Nazarius in Ober-Roden, Pfarrgasse 6, 63322 Rödermark. Weitere Informationen bei der KJZ Offenbach-Land, Wessemerstr. 4, 63500 Seligenstadt, Tel.: 06182/23631, E-Mail: kjz-offenbach-land@bistum-mainz.de
- Dekanat Offenbach: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Werner Guballa am Samstag, 8. Januar 2011, um 17.00 Uhr in der Pfarrei St. Pankratius in Bürgel, Stiftstraße 5, 63075 Offenbach-Bürgel. Weitere Informationen bei der KJZ Offenbach, Taunusstr. 4-8, 63067 Offenbach, Tel.: 069/82378426, E-Mail: kjz-offenbach@bistum-mainz.de
Dankfeier für Sternsinger:
- Dekanat Erbach: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr am Sonntag, 16. Januar 2011, um 10.00 Uhr in der Pfarrei St. Sophia in Erbach, Hauptstraße 44, 64711 Erbach. Weitere Informationen bei der KJZ Dieburg-Erbach, Minnefeld 30, 64807 Erbach, Tel.: 06071/21831, E-Mail: kjz-erbach@bistum-mainz.de
Beispielland der Aktion ist Kambodscha
Das Beispielland der diesjährigen Aktion ist Kambodscha. Der Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger", Prälat Dr. Klaus Krämer, sagte, dass das Land noch immer unter den Folgen der Diktatur und des Bürgerkriegs leide. Mangelernährung und eine schlechte Gesundheitsversorgung seien Ursachen von Behinderungen, auch bei Tausenden Kindern. Hinzu komme das Problem von rund vier bis sechs Millionen versteckten Landminen, die bis heute Menschen töteten oder verstümmelten. „In Kambodscha zeigen Kinder, dass es möglich ist, ohne Beine Fußball zu spielen und ohne Hände zu schreiben", betonte Krämer. Kambodschanische Kinder machten deutlich, dass man auch mit einer Behinderung fast alles erreichen könne, wenn man die nötige Unterstützung bekomme.
Im Jahr 2010 wurden im Bistum Mainz rund 1,37 Millionen Euro gesammelt
An der Aktion Dreikönigssingen werden sich in Deutschland schätzungsweise wieder 500.000 Mädchen und Jungen aus rund 12.000 katholischen Pfarreien beteiligen. Als „Heilige Drei Könige" gekleidet, bringen sie den Segen „C + M + B * 2011" in die Häuser - die Buchstaben C, M und B stehen für die lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat" - „Christus segne dieses Haus". Insgesamt haben die Sternsinger bei der letzten Aktion in Deutschland rund 41 Millionen Euro gesammelt. Im Bistum Mainz waren es 1,37 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen der Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, der sozialen Integration und Rehabilitation sowie der Nothilfe. Seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich das Sternsingen bzw. die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion entwickelt, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren.
Hinweis: Weitere Informationen sowie Kontakte zu Sternsingergruppen in Pfarreien des Bistums beim BDKJ und beim Bischöflichen Jugendamt (BJA), Referat Religiöse Bildung, David Hüser, Am Fort Gonsenheim 54, 55122 Mainz, Tel.: 06131/253-626. E-Mail: bdkj-bja-religioesebildung@bistum-mainz.de. Informationen zur Aktion Dreikönigssingen auch im Internet unter www.sternsinger.de
Hinweis für die Redaktionen: Auf der Internetseite der Aktion Dreikönigssingen werden im Laufe des 1. Januar Bilder vom Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. bereit gestellt: www.sternsinger.org/pressedownload.html. Weitere Informationen auch bei Thomas Römer, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0241/446124, mobil:
0172/9808397, E-Mail: roemer@kindermissionswerk.de
am (MBN)
Haltung zu PID begrüßt
Spitzengespräch von CDU-Vorstand und Bischöfen in Rheinland-Pfalz
Mainz, 10.12.2010: Die Teilnehmer des Spitzengespräches von CDU-Vorstand und Bischöfen in Rheinland-Pfalz im Parkhotel Favorite in Mainz.
© Bistum Mainz / Matschak
Mainz. Mitglieder des CDU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz und die rheinland-pfälzischen Bischöfe haben sich am Freitag, 10. Dezember, zu einem Spitzengespräch im Mainzer Parkhotel Favorite getroffen. Die Bischöfe begrüßten im Rahmen des Gesprächs die ablehnende Haltung des CDU-Landesverbandes zur Präimplantationsdiagnostik (PID), bei der ungeborenes Leben vor der Einsetzung in den Mutterleib untersucht und gegebenenfalls aussortiert wird. Der Landesverband hatte beim vergangenen CDU-Bundesparteitag einen entsprechenden Initiativantrag zur PID eingebracht.
Weitere Themen des Gesprächs waren die Sozialpolitik, insbesondere im Hinblick auf die Frage nach gerechter Politik, und die Familienpolitik mit der Frage der Krankenversicherungsbeiträge bei Eltern. Erinnert wurde daran, dass Familienpolitik einen Beitrag für Gerechtigkeit zwischen den Generationen leisten sollte. Auch Überlegungen zur gesellschaftlichen Debatte über Migration und Integration sowie die Bewahrung der Schöpfung wurden besprochen.
Teilnehmer des Treffens waren von Seiten der CDU Rheinland-Pfalz: die Landesvorsitzende Julia Klöckner MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Baldauf MdL, stellvertretender Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der CDU, Generalsekretär Dr. Josef Rosenbauer MdL, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Hans-Josef Bracht MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer, Heinz-Hermann Schnabel MdL, Vizepräsident des Landtags Rheinland-Pfalz, sowie Marlies Kohnle-Gros MdL und Alexander Licht MdL, beide stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Die Bischöfe waren vertreten durch den Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, den Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, und den Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, sowie die Generalvikare Dietmar Giebelmann (Mainz), Dr. Georg Holkenbrink (Trier), und Dr. Dominikus Schwaderlapp (Köln).
am (MBN)
Guballa: Zusammenarbeit mit Kitas ist vorbildlich
Schlusskonferenz der Visitation des Dekanates Bergstraße-West
Bürstadt, 15. Dezember 2010: Weihbischof Werner Guballa (zweiter von rechts) bei der Schlusskonferenz der Visitation des Dekanates Bergstraße-West, ganz rechts Dekan Ronald Givens.
© Bistum Mainz / Blum
Bürstadt. Das Dekanat Bergstraße-West sei im Bereich der diakonischen Hilfen „auf einem guten Weg". Das sagte der Mainzer Weihbischof, Dr. Werner Guballa, bei der Schlusskonferenz der Visitation des Dekanates Bergstraße-West. Wörtlich sagte er: „Ich habe so viele überzeugende, ermutigende und stärkende Beispiele einer diakonischen Pastoral gefunden, dass ich sagen muss, das Thema Sozialpastoral hat in diesem Dekanat einen ganz wichtigen Fokus, der in den Pfarreien besonders ausgeprägt ist." Das Treffen fand am Mittwoch, 15. Dezember, im Pfarrheim der Gemeinde St. Michael in Bürstadt statt. Guballa hatte die Einrichtungen des Dekanates seit dem 18. August besucht und zahlreiche Gespräche mit Haupt- und Ehrenamtlichen geführt.
Guballa hob das soziale Netzwerk hervor, dass es von kirchlicher Seite in Viernheim gibt. Dieses sei „exemplarisch für das ganze Bistum". Und weiter: „Das kommt vielen Menschen zu Gute, den ärmsten der Armen. Durch das Katholische Sozialzentrum ebenso wie durch das ‚Haus des Lebens', die Familienbildungsstätte, die Tafel, die Vesperstube, die Kleiderkammer und viele andere Initiativen mehr." Der Weihbischof verwies auf die so genannte „neue Armut", die für die Gemeinden eine Herausforderung darstelle. Um darauf zu reagieren, sei eine Pfarrei allein in der Regel überfordert. Er regte Kooperationen in diesem Bereich an.
Der Weihbischof würdigte auch die Zusammenarbeit der Familienpastoral mit den Kindertagesstätten im Dekanat: „Ich bin beeindruckt von der Seelsorge in den Kindertagesstätten. Der Kontakt der Gemeinde mit den Kindertagesstätten ist vorbildlich und die Chancen, die darin liegen, werden sehr gut genutzt." Er verwies darauf, dass die Kindergärten und Kindertagesstätten in der Vermittlung des Glaubens heute „eine zentrale Rolle" spielten.
Ganz besonders deutlich werde das daran, dass zwischen einem Viertel und einem Drittel der Kinder in den katholischen Kindertagesstätten nicht getauft seien. „Hierin liegt eine große Chance für uns als Kirche, denn die konfessionellen Einrichtungen sind von den Eltern gesucht worden, und sie schicken ihre Kinder bewusst in unsere Kindergärten und -tagesstätten. Diese Eltern sind dort täglich präsent und können angesprochen werden." Und weiter: „Dass ihre Kinder nicht getauft sind, liegt meist nicht an einer Ablehnung des Glaubens, sondern vielmehr ist es oftmals die eigene Unsicherheit in Bezug auf Kirche und Glauben. Diese ist mittlerweile so groß, dass viele Eltern aus einer ‚religiösen Überforderung' heraus ihre Kinder nicht taufen lassen - später gerät es dann allzu oft in Vergessenheit."
Pfarrgemeinderatswahlen im kommenden Jahr
Die Pfarrgemeinderatswahlen am 29./30. Oktober 2011 könnten für die neuen Pastoralen Einheiten Gelegenheit bieten, zu überlegen, ob Doppelstrukturen mit mehreren Pfarrgemeinderäten sinnvoll sind, oder ob nicht möglicherweise ein gemeinsamer Seelsorgerat oder ein Gesamtpfarrgemeinderat eine Entlastung darstellen würde. Dies bedeute in vielen Bereichen „eine deutliche Entlastung, da zum einen Termine vermindert werden und zum anderen Absprachen schneller und effektiver geschehen können", sagte der Weihbischof. Die Begrüßung und Moderation des Treffens hatte Dekan Ronald Givens aus Viernheim übernommen.
tob (MBN)
weihnachtsgottesdienste.de
Online-Dienst gibt Auskunft über Gottesdienste während der Weihnachtsfeiertage
Bonn. Auch in diesem Jahr bieten die katholische und die evangelische Kirche auf der Internetseite www.weihnachtsgottesdienste.de wieder Hilfen bei der Suche nach Weihnachtsgottesdiensten, Christmetten oder Krippenspielen an. Zahlreiche Kirchengemeinden und Einrichtungen beider Konfessionen haben ihre Messfeiern, Gottesdienste und Veranstaltungen zwischen Heiligabend und dem 6. Januar bereits wieder unter www.weihnachtsgottesdienste.de eingetragen. Die Suchmöglichkeit läuft über Postleitzahl oder Ortsnamen; im vergangenen Jahr waren mehr als 40.000 Gottesdienste zu den Weihnachtstagen abrufbar.
am (MBN)
Neymeyr: In der neunten Klasse firmen
Schlusskonferenz der Visitation im Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim
Alzey, 8.12.2010: Weihbischof Ulrich Neymeyr (r.) sprach vor den hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern im Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim.
© Bistum Mainz / Matschak
Alzey. Der Mainzer Weihbischof, Dr. Ulrich Neymeyr, hat sich dafür ausgesprochen, den Firmunterricht einheitlich für Mädchen und Jungen in der neunten Jahrgangsstufe zu erteilen. „Zu diesem Zeitpunkt sind noch alle Jugendlichen in der Schule. So ereichen wir auch die Haupt- und Realschüler", sagte Neymeyr. Bereits nach den Sommerferien sollte im Religionsunterreicht von Seiten der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Firmvorbereitung geworben werden. So erhalte man von der Pfarrei aus außerdem einen „guten Kontakt" zu den Religionslehrern und -kursen vor Ort.
Der Weihbischof äußerte sich anlässlich der Schlusskonferenz der Visitation im katholischen Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim am Mittwoch, 8. Dezember, im Kardinal Volk-Haus in Alzey. Neymeyr hatte vom 18. August bis 8. Dezember die Pfarreien und Einrichtungen des Dekanats visitiert und unter anderem Einzelgespräche mit allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Außerdem fanden in fast allen Gemeinden Begegnungen mit Ehrenamtlichen und Gottesdienste statt. Im gesamten katholischen Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim gibt es 22 Pfarreien; hier leben rund 22.500 Katholiken.
Der Weihbischof zeigte sich zudem begeistert von dem Engagement der erwachsenen Firmkatechetinnen und -katecheten: „Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich." Er wies darauf hin, dass zwei Drittel aller Erstkommunionkinder das Sakrament der Firmung erhalten würden. Neymeyr schlug außerdem einen dekanatsübergreifenden Firmkurs für Erwachsene vor. Ein weiteres Schwerpunktthema war die Gestaltung von Gottesdiensten. Er regte dazu an, den Stil der eigenen Gottesdienste zu reflektieren. Es sei wichtig, den Zelebrationsstil und die Ästhetik des eigenen Gottesdienstes kritisch zu überprüfen. So solle die Kirche beispielsweise „nicht zum Abstellraum für zu groß gewordene Gummibäume verkommen". Auch sei der Altar kein Ablageplatz für Bücher. Er schlug vor, einen normalen Sonntagsgottesdienst einmal mit Dr. Franz-Rudolf Weinert, Dozent für Pastoralliturgik am Bischöflichen Priesterseminar, zu besprechen. „Manchmal genügt es auch, einen Gottesdienst einfach mal zu filmen", sagte er. Liturgie, Kirchenraum, Gewänder und Musik sollten dazu beitragen, dass die Gottesdienstbesucher etwas von der Gegenwart Gottes spürten. „Das bleibt eine ständige Herausforderung", sagte Neymeyr.
Als eine weitere pastorale Aufgabe bezeichnete der Weihbischof das Sakrament der Taufe. „Wir stellen fest, dass immer weniger Kinder getauft werden, obwohl mindestens ein Elternteil katholisch ist", sagte er. Dies hänge nicht mit einer Aversion gegen das Sakrament oder die Katholische Kirche zusammen, sondern damit, dass es im direkten Lebensumfeld niemanden gebe, der auf die Taufe Wert lege. Er wies darauf hin, dass insbesondere die Kindertagesstätten eine gute Kontaktmöglichkeit zu den Eltern und deren Kinder darstellten, um das Thema „Taufe" anzusprechen. Hinsichtlich der Kommunionkurse unterstrich Neymeyr, dass sich das gemeindekatechetische Modell bewährt habe. Besonders in den Blick sollten die Katechetinnen und Katecheten genommen werden, sagte der Weihbischof. „Sie haben nicht nur eine hohe Bereitschaft, sich auf den Kommunionkurs einzulassen, sondern auch ihren Glauben neu zu entdecken." Er bezeichnete die Arbeit mit den Katechetinnen und Katecheten als „große Frucht" der Kommunionkurse. „Hier setzt sich oft ein Glaubensweg fort", sagte er.
am (MBN)
„Es begab sich aber zu der Zeit..."
Chöre am Mainzer Dom haben neue CD herausgegeben
Mainz, 14.12.2010: Präsentierten die neue Weihnachts-CD der Chöre am Mainzer Dom: (v.l.) Domdekan Heinz Heckwolf, Domorganist Daniel Beckmann, Andreas Schmidt-Löbbecke, Kardinal Karl Lehmann, Lea Neu, Domkantor Karsten Storck und Domkapellmeister Mathias Breitschaft.
© Bistum Mainz / Matschak
Mainz. Die Chöre am Mainzer Dom haben eine neue CD herausgegeben. Lea Neu vom Mädchenchor am Dom und St. Quintin und Andreas Schmidt-Löbbecke vom Mainzer Domchor übergaben den Tonträger am Dienstag, 14. Dezember, vor Journalisten im Bischöflichen Ordinariat an den Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann. An der Präsentation nahmen auch Domdekan Prälat Heinz Heckwolf, Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft, Domkantor Karsten Storck und Daniel Beckmann, Domorganist am Mainzer Dom, teil. Lehmann hatte für die CD Gedanken zu Weihnachten und zum Advent sowie das Weihnachtsevangelium eingesprochen. Es ist die erste gemeinsame CD der Chöre am Mainzer Dom mit Kardinal Lehmann.
Auf der CD „Es begab sich aber zu der Zeit..." präsentieren der Mainzer Domchor, die Domkantorei St. Martin und der Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter Leitung von Breitschaft und Storck adventliche und weihnachtliche Chormusik von der Gregorianik bis zur Gegenwart. Außerdem ist neben dem großen Glockengeläut des Mainzer Domes auch Domorganist Daniel Beckmann an der Mainzer Domorgel zu hören. „Wir haben uns bei der Zusammenstellung der Musik an der Liturgie der Advents- und Weihnachtszeit orientiert", sagte Breitschaft. Man wolle den Hörern „Liturgie ins Wohnzimmer bringen" und ihnen Musik präsentieren, „die Freude macht".
Hinweis: Die CD ist zum Preis von 15 Euro unter anderem in der Dominformation, Markt 10, im Infoladen des Bistums Mainz, Heiliggrabgasse 8, sowie im Handel erhältlich.
am (MBN)
Weihnachtsaktion der Katholischen Kirche
Engagement der Laien steht im Mittelpunkt der Adveniat-Aktion 2010
Essen/Mainz. Am Beispiel der Länder Honduras, El Salvador und Brasilien lenkt die diesjährige Adveniat-Weihnachtsaktion den Blick auf das Engagement der Laien in der Kirche und Gesellschaft Lateinamerikas. „Ihr werdet meine Zeugen sein" lautet das Motto der diesjährigen Kampagne, die bereits am 28. November dieses Jahres im Dom zu Speyer eröffnet wurde. Schluss- und Höhepunkt der Adveniat-Aktion ist die traditionelle Weihnachtskollekte für ganz Lateinamerika und die Karibik, die am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Gemeinden Deutschlands stattfindet. Die Bischöfliche Aktion Adveniat ist das Lateinamerika-Hilfswerk der Katholiken in Deutschland.
Mitarbeit der Laien ist unverzichtbar
In den lateinamerikanischen Staaten gilt die Mitarbeit der Laien als unverzichtbar. Allein in Honduras, einem kleinen Land mit sieben Millionen Einwohnern, gibt es heute etwa 440 Priester und rund 17.000 „Delegados de la Palabra", Leiter von Wort-Gottes-Feiern. Der Dienst der Laien vollzieht sich dabei im Team mit Priestern und Ordensleuten und nimmt zugleich die ganze Pastoral in den Blick: Liturgie, Verkündigung und diakonischer Dienst sind gleichermaßen wichtig. In El Salvador beispielsweise werden Laien daher in der „Pastoral de derechos humanos", der Menschenrechtspastoral, geschult, in Honduras in der Gesundheitspastoral und der Sozialpastoral.
70 Prozent der katholischen Gemeinden in der Karibik und in Lateinamerika bleiben sonntags ohne Eucharistiefeier, da kein Priester zu ihnen kommen kann. Die Laien sind deshalb mehr als eine Unterstützung - sie sind eine notwendige Ergänzung der pastoralen Arbeit der Katholischen Kirche. „Während meiner vielen Jahre in Mexiko, wo ich als Pfarrer eine weitläufige Gemeinde betreute, dachte ich nach langen Tagen oft voller Dankbarkeit: Was täte ich bloß ohne die vielen Laien?", berichtet Adveniat-Geschäfts-führer Prälat Bernd Klaschka, Essen. „Trotz niedriger Priesterzahlen, großer Territorialgemeinden und beschränkter finanzieller Mittel ist die Kirche in Lateinamerika sehr lebendig: eine Kirche, ein Volk Gottes, in der alle ihre je eigenen Berufungen leben und Kirche und Gesellschaft mitgestalten", betont er.
Seit 50 Jahren unterstützt Adveniat kirchliche Initiativen zugunsten der Armen und Benachteiligten in Lateinamerika und der Karibik. Mit 3.000 Projekten im Jahr in einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro ist Adveniat die europaweit größte Hilfsaktion für Lateinamerika. Wichtigstes Kriterium für eine Projektförderung ist die Armutsorientierung. Nur rund sieben Prozent der Einnahmen von Adveniat fließen in Werbung und Verwaltung. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) honoriert die Arbeit von Adveniat mit seinem Spenden-Siegel.
Hinweis: Für nähere Informationen zur Adveniat-Kampagne und Interviewwünsche steht Adveniat-Pressesprecherin Caroline Kronenburg zur Verfügung: Tel.: 0201/1756-203, Fax: 0201/1756-222, E-Mail: carolin.meyer@adveniat.de. Spendenkonto 345, BLZ 360 602 95 (Bank im Bistum Essen eG)
am (MBN)
Vorschau
Gottesdienste im Mainzer Dom an Weihnachten und zum Jahreswechsel
Kardinal Lehmann zelebriert Pontifikalamt am 1. Weihnachtsfeiertag und am 6. Januar
Mainz. Die Christmette am Freitag, 24. Dezember, um 17.00 Uhr, zelebriert in diesem Jahr Weihbischof Dr. Werner Guballa. Konzelebranten sind Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und Domkapitular Prälat Dr. Peter Hilger. An der Christmette nehmen auch Kardinal Karl Lehmann, Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr sowie die Mitglieder des Mainzer Domkapitels teil. Bereits um 16.15 Uhr beginnt das Advents- und Weihnachtsliedersingen vor der Christmette mit dem Mainzer Domchor und dem Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft und Domkantor Karsten Storck. An der Orgel spielt Domorganist Daniel Beckmann.
Am Samstag, 25. Dezember, um 10.00 Uhr zelebriert Kardinal Karl Lehmann das Pontifikalamt zum Hochfest der Geburt des Herrn. Konzelebranten sind Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr sowie die Mitglieder des Domkapitels. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet durch den Mainzer Domchor und die Mainzer Dombläser unter Leitung von Domkapellmeister Breitschaft und durch Domorganist Beckmann an der Orgel. Bereits um 9.30 Uhr wird im Westchor des Doms die Terz gebetet. Um 15.00 Uhr findet die Pontifikalvesper mit Kardinal Lehmann statt. Teilnehmer der Pontifikalvesper sind unter anderem die Weihbischöfe Guballa und Neymeyr sowie das Domkapitel.
Am zweiten Weihnachtstag, dem Fest des heiligen Stephanus, Sonntag, 26. Dezember, feiert die Domgemeinde um 10.00 Uhr das Stiftsamt. Zelebrant ist Domdekan Heckwolf, Konzelebranten sind Domkapitular Prälat Jürgen Nabbefeld und Dompräbendat Prälat Dr. Klaus-Leo Klein. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Domkantorei St. Martin und von Domorganist Beckmann gestaltet. Der heilige Stephanus ist der zweite Patron des Mainzer Domes.
Gottesdienst zum Jahresschluss mit Kardinal Lehmann
Dem Gottesdienst zum Jahresschluss am Freitag, 31. Dezember, um 17.00 Uhr steht Kardinal Karl Lehmann vor, der auch predigen wird. An der Feier nehmen neben Domdekan Heckwolf und Dompfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert auch die Weihbischöfe Guballa und Neymeyr sowie Mitglieder des Domkapitels teil. Musikalisch wird der Gottesdienst durch die Domkantorei St. Martin unter Leitung von Domkapellmeister Breitschaft gestaltet. An der Orgel spielt Domorganist Beckmann. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht ein Rückblick auf das Jahr 2010; die Feier schließt mit sakramentalem Segen und Te Deum.
Ab 20.00 Uhr beginnt die Veranstaltung „Offener Dom an Silvester 2010", in deren Rahmen zu jeder vollen Stunde ein „Impuls mit Text und Musik" angeboten wird; für die musikalische Gestaltung sind Thomas Höpp und Domorganist Beckmann verantwortlich. Die Texte sprechen: Domkapitular Jürgen Nabbefeld (20.00 Uhr); Bruder Andreas Scholten O.Carm (21.00 Uhr); Dompräbendat Dr. Franz-Rudolf Weinert (22.00 Uhr); Pfarrer Rainer Beier, Evangelischer Stadtkirchenpfarrer (23.00 Uhr). Um 23.40 findet ein feierlicher ökumenischer Abschluss „Vom alten zum neuen Jahr" mit Pfarrer Markus Kölzer, Dekan des katholischen Dekanates Mainz-Stadt, und Pfarrer Beier statt. Veranstalter des Abends ist das Bischöfliches Domkapitel gemeinsam mit dem Evangelischen Dekanat Mainz und der Katholischen Kirche Mainz-City.
„Welttag des Friedens" am 1. Januar - Neujahrskonzert mit Domorganist
Generalvikar Giebelmann ist Zelebrant des Stiftsamtes am Samstag, 1. Januar 2011, um 10.00 Uhr. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes am Neujahrsmorgen übernimmt der Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter Leitung von Domkantor Storck; die Domorgel spielt Domorganist Beckmann. Der 1. Januar ist der traditionelle „Welttag des Friedens"; er steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Religionsfreiheit, der Weg zum Frieden". Am Abend gestaltet Domorganist Beckmann gemeinsam mit den Mainzer Dombläsern unter Leitung von Domkapellmeister Breitschaft um 18.00 Uhr ein festliches Neujahrskonzert. Karten zu zehn Euro bzw. fünf Euro (ermäßigt) sind an der Dominformation, im Infoladen des Bistums Mainz sowie an der Abendkasse erhältlich.
Am Donnerstag, 6. Januar 2011, um 9.00 Uhr zelebriert Kardinal Lehmann das Pontifikalamt zum Hochfest Erscheinung des Herrn (Epiphanie - „Heilige Drei Könige"). Konzelebranten sind die Weihbischöfe Guballa und Neymeyr sowie die Mitglieder des Domkapitels. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet durch einen Chor des Bischöflichen Ordinariates unter Leitung der Mainzer Regionalkantorin Mechthild Bitsch-Molitor und durch Domorganist Beckmann an der Orgel.
am (MBN)
HR 2 überträgt Christmette aus Langen (24.12.)
Pfarrer Heiner Döll steht der Eucharistiefeier vor und hält die Predigt
Langen. Aus der Katholischen Kirche St. Albertus Magnus in Langen überträgt HR 2 am Freitag, 24. Dezember, von 22.15 bis 23.15 Uhr die Christmette, den festlichen Gottesdienst zum Heiligen Abend. Pfarrer Heiner Döll steht der Eucharistiefeier vor und hält die Predigt. Für die musikalische Gestaltung sind Reiner Malkmus, Orgel, und der Kirchenchor der Gemeinde und Leitung von Eva Maria Kalisch-Wolf verantwortlich. Weitere musikalische Akzente setzen Cornelia Lukas, Geige, und Eva Maria Kalisch-Wolf, Querflöte. Weitere Informationen wie auch die „Gotteslob"-Nummern der Lieder gibt es im Internet auf der Seite www.kirche-hr.de. Im Internet ist er unter www.hr2.de auch im Live-Stream zu hören.
Hinweis: Weitere Informationen bei Beate Hirt, Senderbeauftragte der katholischen Bistümer beim Hessischen Rundfunk, Tel.: 069/8008718250, E-Mail: info@kirche-hr.de, Internet: www.kirche-hr.de
am (MBN)
„Abendgedanken" starten (ab 3.1.11)
Neue Kirchensendung auf SWR4 Rheinland Pfalz
Mainz. Am Montag, 3. Januar 2011, startet mit den „Abendgedanken" eine neue Sendung auf SWR4 Rheinland-Pfalz. Montags bis freitags melden sich dann abwechselnd evangelische, katholische, alt-katholische und freikirchliche Autorinnen und Autoren kurz vor den 19.00 Uhr-Nachrichten, gegen 18.57 Uhr, zu Wort.
Die „Abendgedanken" wollen die Hörerinnen und Hörer „auf ihrem Weg in den Abend und die Nacht begleiten - mit einer Geschichte, einem guten Wort, einem Impuls, der Hoffnung gibt, und Orientierung, die tröstet und ermutigt", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die „Abendgedanken" lösen die Sendung „Blickpunkt Kirche" ab, die auf SWR4 Rheinland-Pfalz jeden Mittwoch zwischen 19.05 und 19.30 Uhr zu hören war.
Hinweis: Weitere Informationen bei Annette Bassler, evangelische Kirchen in Rheinland-Pfalz, Kaiserstraße 37, 55116 Mainz, E-Mail: annette.bassler@kirche-im-swr.de, und bei Thomas Weißer, katholische Kirche in Rheinland-Pfalz, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, E-Mail: thomas.weisser@bistum-mainz.de
am (MBN)
Grenzen setzen - Freiräume lassen (25.-27.2.2011)
Wochenende für Familien mit Adoptiv- oder Pflegekindern
Mainz. „Grenzen setzen - Freiräume lassen" heißt ein Wochenende für Familien mit Adoptiv- und Pflegekindern im Haus St. Gottfried in Ilbenstadt, zu dem das Referat Ehe- und Familienseelsorge des Bischöflichen Ordinariates von Freitag, 25., bis Sonntag, 27. Februar 2011, einlädt. Laut Einladung sollen an diesem Wochenende „schwierige Situationen im Erziehungsalltag" besprochen werden. Referent ist Diplom-Pädagoge Reinhold Schäfer aus Offenbach.
Hinweis: Die Anmeldung wird bis zum 22. Dezember erbeten. Weitere Informationen beim Referat Ehe- und Familienseelsorge im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Bischofplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253253, E-Mail: familienseelsorge@bistum-mainz.de
am (MBN)
Publikationen
„Spurensuche - positiv"
Neues Meditations- und Gebetbuch für die Polizei in Rheinland-Pfalz vorgestellt
Donnerstag, 9. Dezember 2010: Vorstellung des neuen Gebet- und Meditationsbuches für die Polizei in Rheinland-Pfalz mit (vorne, v.l.n.r.): Kardinal Karl Lehmann, Staatsminister Karl Peter Bruch und Kirchenpräsident Dr. Volker Jung.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. Das neue Gebet- und Meditationsbuch für Polizisten in Rheinland-Pfalz ist von Innenminister Karl Peter Bruch, dem Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, und dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, in Mainz vorgestellt worden. Das 232-seitige Buch „Spurensuche - positiv" ist der Folgeband des im Jahr 2000 erschienenen Buches „Spurensuche", das bis heute noch stark nachgefragt ist. Zusammengestellt wurden die Texte, Gebete und Beiträge, von denen viele von Polizisten verfasst sind, von einem Redaktionsteam aus drei Polizisten und drei Polizeiseelsorgern. Von Seiten des Bistums Mainz war Ordinariatsrat Bernd Krämer, Leiter des Referates Polizeiseelsorge im Bischöflichen Ordinariat, beteiligt.
Herausgeber sind die Beiräte der Polizeiseelsorge in Rheinland-Pfalz mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Das Buch im DIN A6-Format ist in einer Erstauflage von 15.000 Exemplaren erschienen. Die Vorstellung fand am Donnerstag, 9. Dezember, im Rahmen der Jahreskonferenz der Beiräte der Polizeiseelsorge Rheinland-Pfalz in der Aula der Bereitschaftspolizei in Mainz-Hechtsheim statt.
Innenminister Bruch würdigte die Arbeit der Polizeiseelsorge: „Wir brauchen die Polizeiseelsorge. Es ist gut, dass es sie gibt." Die Polizei sei materiell gut ausgerüstet, betonte Bruch, aber er wisse auch aus eigener Erfahrung als Polizeibeamter, „dass man als Polizist ein Geländer braucht, an dem man sich festhalten kann. Ich hoffe, dass dieses Buch ein solcher Begleiter für uns sein kann." Er selbst habe nach seinem ersten Einsatz mit einem Verkehrstoten lernen müssen, wie man mit einer solchen Situation umgeht. „Damals habe ich gelernt zu beten, und ich bete noch heute fast täglich", sagte Bruch.
Das Buch wolle dazu anleiten, „die eigene Lebensspur zu halten", sagte Kirchenpräsident Dr. Jung. Die guten Worte, Gebote und der Humor des Buches könnten dazu eine gute Hilfe sein. Jung war in seinem geistlichen Impuls darauf eingegangen, dass der Beruf des Geistlichen und des Polizisten „gemeinsam haben, dass beide Lebensspannungen von Menschen in besonderer Weise wahrnehmen". Dabei gehe es immer auch um die Unterscheidung von Person und Tat. Dies sei vielleicht eine der größten Herausforderungen.
„Ich finde es eine ganz großartige Sache, dass Seelsorger gemeinsam mit Polizisten dieses Buch geschaffen haben", sagte Kardinal Lehmann. „Das ist ein wunderbares Beispiel für das gute Miteinander von Seelsorge und Polizei." Der Kardinal bedankte sich dafür, dass das Buch in „guten ökumenischem Miteinander" zustande gekommen sei. Die große Anzahl der Eingaben an das Redaktionsteam zeige deutlich, wie groß das Interesse an einer solchen Publikation sei.
Polizeioberkommissarin Katja Baumann berichtete von der Entstehung des Buches, für das vor vier Jahren erste Überlegungen angestellt worden seien. Rund 1.000 Texte seien von den Kollegen an die Redaktion eingesandt worden. Bei der Auswahl sei es dem Redaktionsteam vor allem darum gegangen, „in den neun Kapiteln einen thematischen Bogen über den Alltag der Polizei zu spannen", sagte Baumann, die Mitglied des Redaktionsteams und im Beirat der Polizeiseelsorge in der Pfalz ist. Besonders dankte sie ihrem Kollegen Polizeioberkommissar Wolfgang Könen für sein Engagement im Redaktionsteam. Neben der federführenden Leitung war er auch für das Layout verantwortlich. Um einen kleinen Eindruck aus dem Buch zu vermitteln, las Könen bei der Präsentation den Text „Die Mausefalle" vor, der sich in Form einer kleinen Fabel mit dem Thema Verantwortung befasst. Könen ist auch Mitglied im Beirat der Polizeiseelsorge in der Pfalz. Der Leiter der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz, Leitender Polizeidirektor Dieter Frank, hatte die Gäste zu Beginn der Buchvorstellung begrüßt.
tob (MBN)
Würdigung von Anton Philipp Brück
62. Jahrgang des Archivs für Mittelrheinische Kirchengeschichte erschienen
Mainz. Gerade ist der 62. Jahrgang des Archivs für Mittelrheinische Kirchengeschichte erschienen. Die Publikation der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte (GfMK) widmet sich der Bistumsgeschichte in den Bistümern Fulda, Limburg, Mainz, Speyer und Trier. Daneben enthält sie Beiträge zur Quellenforschung sowie Berichte aus der Arbeit der kirchlichen Denkmalpflege und in der Rubrik „Kirchenhistorische Chronik" Berichte von den Fakultäten der Bistümer und der Jahrestagung der Gesellschaft im April 2010 in Hünfeld.
Im aktuellen Band berichtet unter anderen die ehemalige Mainzer Konservatorin Dr. Gertrud Fels über „Geschichtliche und ikonographische Überlegungen" zur Kirche St. Pankratius in Mainz-Hechtsheim. Der Frankfurter Kirchenhistoriker, Professor Dr. Claus Arnold, ist mit dem Beitrag „Anton Philipp Brück (1913-1984). Profil eines Mainzer Kirchenhistorikers" vertreten. Von Seiten der Denkmalpflege im Bistum Mainz berichtet Dr. Alexandra König über Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten im Jahr 2009.
Herausgegeben wird die Reihe von Professor Friedhelm Jürgensmeier in Zusammenarbeit mit Professor Hans Ammerich (Speyer), Dr. Marie-Louise Crone (Limburg), Dr. Johannes Mötsch (Fulda), Studiendirektorin Regina Schwerdtfeger (Mainz), Professor Wolfgang Seibrich (Trier) und Professor Winfried Weber (Trier).
Hinweise:
- Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte nebst Berichten zur kirchlichen Denkmalpflege, hrsg. von Friedhelm Jürgensmeier, 62. Jahrgang 2010, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 2010, 30 Euro, ISSN 0066-6432.
- Internet: www.mittelrheinische-kirchengeschichte.de
tob (MBN)
Schwerpunkt: Technik im Mainzer Dom
Die „Domblätter 12/2010" sind erschienen / Bonewitz neuer Redakteur
Mainz. Ein Schwerpunkt der soeben erschienenen „Domblätter 12/2010" ist die neue Medienanlage im Mainzer Dom, deren Einbau im Oktober dieses Jahres beendet und vom Mainzer Dombauverein finanziert wurde. In ihrem Editorial schreibt die Vorsitzende des Mainzer Dombauvereins, Sabine Flegel: „Lassen Sie mich an dieser Stelle besonders Ihnen, werte Mitglieder des Dombauvereins, einen speziellen Dank aussprechen, denn es ist erst durch Ihre Unterstützung möglich geworden, dass wir den Dom auch technisch aufrüsten konnten. Rund 700.000 Euro Ihrer Spendengelder sind in diesem Sommer in die Fertigstellung der Gotthardkapelle sowie in die neue Lautsprecher- und Medienanlage geflossen." Auch Michael Bonewitz schreibt in seinem Beitrag „Altes Handwerk und neue Technik. Die Sanierungsarbeiten rund um den Dom" über die neue Medienanlage: „Seit Oktober ist sie im Betrieb, so dass neben der besseren Akustik für die Besucher unter anderem auch bessere Kommunikationsmöglichkeiten von Musikern und Zelebranten untereinander und bessere Bedingungen für Live-Übertragungen von Gottesdiensten im Fernsehen oder Internet geschaffen wurden." Bonewitz weist auch auf die sechs neuen Monitore in den Seitenschiffen hin, die erstmals bei den Weihnachtsgottesdiensten aufgestellt werden sollen. So sollen die Besucher zukünftig überall im Dom das Geschehen am Hauptaltar verfolgen können.
Dr. Hans-Jürgen Kotzur, Direktor des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums in Mainz und Dom- und Diözesankonservator, thmatisiert in seinem Artikel „Eine heikle Angelegenheit" den Einbau neuer Techniken im Dom aus Sicht der kirchlichen Denkmalpflege. Beim Einbau der neuen Medientechnik im Mainzer Dom habe es vieler Ortstermine und Besprechungen bedurft, um Lösungen zu erzielen: Beispielsweise wurden die Eingriffe im Fußbodenbereich „äußerst behutsam unter möglichster Schonung des vorhandenen Materials" vorgenommen. Auch sei die Anordnung der Lautsprecher und sonstiger Übertragungsanlagen so gewählt worden, „dass sie im Raumbild kaum in Erscheinung treten". Zum Schluss resümiert Kotzur, dass der Einbau „trefflich gelungen ist" und ein „überzeugendes Ergebnis" darstelle.
Sanierung des Georg von Schönenburg-Epitaphs
Darüber hinaus berichtet Kotzur in dem Artikel „Großbaustelle im Dom" über die Sanierung des Georg von Schönenburg-Epitaphs an der Westwand des südlichen Querhauses, das einzustürzen droht. „Schon seit geraumer Zeit machten sich gravierende Setzschäden bemerkbar, die bald die gesamte Standfestigkeit des Denkmals gefährdeten. Die entstandenen Risse und Steinsetzungen schienen offensichtlich auf statisch-konstruktiven Mängeln zu basieren, weshalb das Monument aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit abgesperrt werden musste", schreibt er. Das Denkmal werde abgebaut, um die „korrodierenden Eisenanker beziehungsweise Eisenträger durch neue Haltekonstruktionen aus rostfreiem Stahl" zu ersetzen. Gleichzeitig weist Kotzur darauf hin, dass die Skulpturen des Epitaphs im Rahmen der Sonderausstellung „Der verschwundene Dom", die ab April 2011 im Dom- und Diözesanmuseum gezeigt wird, erstmals aus der Nähe betrachtet werden können.
Weitere Themen der „Domblätter"
Weitere Themen der „Domblätter" sind unter anderem das 25-jährige Bestehen der Mainzer Domkonzerte sowie ein Interview mit Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums. Domdekan Prälat Heinz Heckwolf berichtet über das „Gästebuch" des Mainzer Domes, während Dompfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert unter anderem über das Udenheimer Kreuz schreibt. Außerdem gibt es Interviews mit dem alten und mit dem neuen Domorganisten, Albert Schönberger und Daniel Beckmann, zu lesen. Im „Forum" der „Domblätter" wird auch auf das neue Domkinderbuch „Martin und Lena - Skelette, Engel und ein Schmetterling" hingewiesen, dessen Text von Theresia Bongarth, Redaktionsassistentin der Bischöflichen Pressestelle, verfasst wurde.
Dank an Jürgen Strickstrock
In ihrem Editorial dankt Flegel auch dem bisherigen Redakteur der „Domblätter", Jürgen Strickstrock, bis 2004 Pressesprecher des Bistums Mainz. Strickstrock habe die Redaktion der „Domblätter" „bislang in bravouröser Manier" betreut und wolle sich „altersbedingt etwas zurückziehen", schreibt Flegel. Die Redaktion der „Domblätter" liegt künftig in den Händen von Michael Bonewitz, Vorstandsmitglied des Mainzer Dombauvereins.
Hinweis: Domblätter, Forum des Dombauvereins Mainz e.V., Nr. 12/2010. Redaktion und Gestaltung: Agentur und Verlag Bonewitz. Mainz 2010. 112 Seiten mit zahlreichen Farbbildern, 7,50 Euro. ISSN: 1439-4774, Internet: www.dombauverein-mainz.de oder www.bistum-mainz.de/infoladen
am (MBN)
Personalien
Hessischer Archivpreis 2010
Auszeichnung für den Pfarrarchivpfleger Wilhelm Franz Hartmann aus Bürstadt
Michelstadt/Bürstadt. Der diesjährige Preis für das Ehrenamt des Hessischen Archivpreises wurde am Mittwoch, 15. Dezember, in Michelstadt an Wilhelm Franz Hartmann verliehen. Hartmann betreut das Archiv seiner Heimatpfarrei St. Michael in Bürstadt seit seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1999. Das Archiv der Pfarrei umfasst Kirchenbücher ab 1715, sowie Amtsbücher des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein Hypothekenverzeichnis setzt bereits 1542 ein. Akten existieren seit der Mitte des 17. Jahrhunderts, während die Kirchenrechnungen ab 1720 vorhanden sind. Zusätzlich besteht in der Pfarrei Bürstadt eine eigene Rechnungsserie des Almosenfonds ab 1681. Dr. Thomas Wurzel von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen Thüringen sowie Staatssekretär Ingmar Jung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst würdigten die Preisträger. Als Institution wurde das Kreisarchiv des Odenwaldkreises geehrt.
Staatssekretär Jung brachte in seiner Laudatio zum Ausdruck, dass sich die Unterbringung und der Ordnungszustand des Archivs der Pfarrei entscheidend verbessert habe, seit Hartmann die Betreuung übernommen hat. Seine Arbeit zeichne sich durch einen sehr starken persönlichen Einsatz, Zuverlässigkeit und große Sorgfalt aus. Hartmann habe sich zunächst für eine Erneuerung des Archivmobiliars eingesetzt. Durch seine Vermittlung wurden die alten Magazinregale durch neuwertige Hochschränke ersetzt, die ein Unternehmen der Pfarrei überließ. Bei der anschließenden Einlagerung des Archivbestandes habe Hartmann diesen einer gründlichen Revision unterzogen.
Auch nach Beendigung dieser Arbeiten betreut Hartmann weiterhin das Archiv der Pfarrei. Er sorgt dafür, dass die archivreifen Unterlagen aus dem Pfarrbüro (Registratur) in regelmäßigen Abständen übernommen werden und kümmert sich dabei um deren systematische Ablage im Archiv der Pfarrei. Daneben wertet er auch die Unterlagen des Pfarrarchivs aus. So hat er beispielsweise eine Bilderausstellung zu den aus Bürstadt stammenden Ordensschwestern erarbeitet, die 2007 im Gemeindezentrum gezeigt wurde. Außerdem bearbeitet er die an das Pfarramt gerichteten Anfragen von Familienforschern.
Der Landesverband Hessen im Verein deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA) schreibt seit mehreren Jahren jährlich den Hessischen Archivpreis für herausragende Leistungen im Bereich der Sicherung und Zugänglichmachung von Archivgut bzw. von Archiven aus. Der Preis selbst wird von der Hessischen Landesregierung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gestiftet. Er gliedert sich in zwei Teile; zum einen wird er ausgelobt für eine hessische Einrichtung, die sich in vorbildlicher Weise um den Kulturgutschutz und die Archivierung von Schriftquellen und Dokumentationsgut ausgezeichnet hat und zum anderen für Personen, die sich ehrenamtlich mit Leistungen im Dienste des Kulturgutschutzes und der Archivierung hervorgetan haben.
hjb (MBN)

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