Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 45, 2. Dezember 2009
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Berichte
Lehmann mit Hessischem Kulturpreis ausgezeichnet
Lehmann eröffnete Adventspredigten im Mainzer Dom
Dogmatiker Hilberath bei Dies academicus geehrt
Hilger weihte Klara-Fenster
Bücherabend „Gottsucher und Lebensdeuter"
Pläne für Fanny de la Roche-Hospiz vorgestellt
Siebtes Forum Sozialpastoral in Heppenheim
KÖB „Wortschatz" erhält Förderpreis
Vorschau
Festtag des Priesterseminars (7. & 8.12.)
Vortrag zur Adveniat-Aktion 2009 in Mainz (9.12.)
Zweite Jugendsingwoche im Bistum Mainz (2.-5.1.2010)
Personalien
Gregorius-Orden für Anna Egler
Regionalkantor Sturm wird Domorganist in Rottenburg
Publikationen
Broschüre anlässlich 50 Jahre ACK Hessen/Rheinhessen
Neuer Flyer des Infoladen des Bistums Mainz
Terminvorschau 2010
Berichte
Interreligiöser Dialog ist notwendig
Kardinal Karl Lehmann mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet
Wiesbaden. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat den Dialog der Religionen als „dringende Voraussetzung und Struktur des gesellschaftlichen Zusammenlebens heute" bezeichnet. „Das Verstehenwollen und das Verstehen selbst sind gerade in unserer globalisierten Welt, wo alles näher zusammenrückt, unbedingt notwendig. In der Bereitschaft zum interreligiösen Dialog liegt eine gute Voraussetzung zu einer möglichst herrschaftsfreien Begegnung und zum Gelingen des Dialogs, schließlich auch zu mehr Toleranz", sagte Lehmann am Donnerstag, 26. November, bei der Verleihung des Hessischen Kulturpreises im Kurhaus in Wiesbaden. Lehmann wurde gemeinsam mit Professor Dr. Salomon Korn, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, dem Schriftsteller Dr. Navid Kermani und Professor Dr. Peter Steinacker, langjähriger Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), mit dem Preis ausgezeichnet. Er ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert.
Weiter sagte Lehmann, dass der interreligiöse Dialog „eine große Stärke in der Selbstbehauptung und zugleich Offenheit zum Partner", brauche. „Die Notwendigkeit dieses Dialogs in unserer Welt kann überhaupt nicht übersehen werden. Er verlangt Respekt, Achtung und die Anerkennung derselben Ranghöhe." Der Dialog werde fruchtbarer, wenn er die Stärken des Partners „aufsucht und würdigt". „Dies braucht jedoch nicht zu verhindern, dass man Schwächen aufdeckt und auch ideologiekritische Anfragen zulässt. Es ist überdies elementar notwendig, im Bereich der eigenen Religion selbst ohne Vorurteile Wesen und Unwesen zu unterscheiden und namhaft zu machen", unterstrich der Kardinal. Im Gegenüber zu einer anderen Religion begreife man sich selbst besser und entdecke tiefer und leichter die eigenen Grenzen.
Lehmann wies außerdem darauf hin, dass im interreligiösen Dialog nicht nur intellektuelle oder theologische Positionen aufeinander träfen, sondern das religiöse Zeugnis in der Mitte stehe. „Ohne die Berücksichtigung dieses Lebenszeugnisses wird das Gesicht einer Religion entfremdet. Durch die Berücksichtigung des fundamentalen religiösen Zeugnisses verändert sich der interreligiöse Dialog und bekommt eine eigene Qualität. Dadurch verbessert sich die Chance des Verstehens", sagte er. Als ein wesentliches Ziel des Gesprächs der Religionen benannte der Kardinal den Umgang miteinander: „Alles kommt zuerst darauf an, zu lernen, wie man - trotz mancher Verschiedenheit - miteinander umgeht."
Koch: „Sie haben uns gezeigt, wie man Probleme aus dem Weg räumen kann"
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sagte in seiner Laudatio, dass die deutsche Gesellschaft mehr denn je vor der Herausforderung stehe, Menschen mit unterschiedlichem kulturellen und weltanschaulichem Hintergrund zu einem friedvollen Miteinander zu bringen. Er thematisierte in seiner Rede auch ausführlich die Auseinandersetzungen um die Preisvergabe und verwies auf das klärende Gespräch der Preisträger am 28. August dieses Jahres im Mainzer Bischofshaus. „Sie haben uns vor Augen geführt, wo die Schwierigkeiten und Probleme im religionsübergreifenden Dialog liegen. Aber sie haben uns auch gezeigt, wie man diese Probleme aus dem Weg räumen kann." Er bezeichnete die vier Preisträger als „Brückenbauer". Mit dem Hessischen Kulturpreis würdige man vier Personen, die sich „in besonders vorbildlicher Weise für den religionsübergreifenden Dialog engagiert und damit einen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden geleistet haben", sagte Koch.
Dankworte der drei weiteren Preisträger
Auch Navid Kermani ging in seiner Rede auf die Konflikte um die Verleihung des Hessischen Kulturpreises ein. Er betonte, das eine multikulturelle, multireligiöse Gesellschaft niemals eine konfliktfreie Gesellschaft sein werde. „Entscheidend ist vielmehr, ob sie ihre Konflikte auf friedvolle und konstruktive Weise austrägt. Und das war der Konflikt, der hinter uns liegt: Er war bei aller Schärfe im Ton friedlich, und er war konstruktiv", sagte er. Kermani kündigte an, sein Preisgeld der katholischen Pfarrgemeinde St. Theodor in Köln-Vingst und für deren sozialen Projekten zu spenden.
Salomon Korn unterstrich in seiner Rede, dass Toleranz die Voraussetzung dafür sei, „um die Wirklichkeit in ihrer Komplexität zu begreifen". „Der interreligiöse Dialog dient dem Verstehen einer immer komplexer werdenden Realität", sagte er. Ein fruchtbarer interreligiöser Dialog könne nur gelingen, wenn alle am Gespräch Beteiligten bereit seien, sich mit der Geschichte ihrer Religion auseinander zu setzen. „Toleranz beginnt dort, wo Einverständnis endet", unterstrich Korn.
Kirchenpräsident i.R. Steinacker sagte in seinem Dankwort, dass ohne religiöse Toleranz eine moderne, pluralistische Gesellschaft nicht funktionsfähig sei. Insbesondere der Respekt vor der „Hoheit und Schönheit des anderen", auch des fremden Gottesverständnisses, fordere Toleranz. „Die Akzeptanz des mir Fremden als Fremdes und nicht seine Assimilation in meine Vorstellung, also das respektvolle Unangetastetlassen dessen, was dem anderen heilig ist, bildet die Basis einer Beziehung, die den anderen Glauben weder bejaht, noch ihm einfach indifferent gegenübersteht, also wirklich tolerant ist", sagte Steinacker.
am (MBN)
Verstärkung der missionarischen Bemühungen gefordert
Kardinal Lehmann eröffnete Adventspredigten im Mainzer Dom zum Priesterjahr
Mainz. Zu einer Verstärkung der missionarischen Bemühungen in der Kirche hat der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, aufgerufen. Bei der Eröffnung der diesjährigen Adventspredigten im Mainzer Dom am Sonntagabend, 29. November, wies er darauf hin, „dass wir uns offenbar weder der faktischen Missionssituation noch der gegebenen Chancen genügend bewusst geworden" seien. Wörtlich sagte er: „Der große missionarische Elan des Zweiten Vatikanischen Konzils ist so gut wie abgestorben, wenigstens im Blick auf unsere eigene mitteleuropäische Situation. ‚Zeugen bis an die Grenzen der Erde ...' - dies ist die einzige Alternative!" Lehmann sprach zum Thema „Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils für ein erneuertes Priesterbild". Die Adventspredigten im Mainzer Dom stehen anlässlich des von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Priesterjahres (19. Juni 2009 bis 19. Juni 2010) unter der Überschrift „Der Priester von heute - Mystagoge einer personalen Frömmigkeit".
Eine Hauptaufgabe des Priesters sei die Verkündigung des Evangeliums: „Die Sorgen und Geschäfte der Welt verschließen den Himmel über uns. Darum bedarf es stets des eröffnenden Wortes, das die Menschen überhaupt erst wieder an den Sinn ihres Lebens erinnert und sie auf die Wege zu Gott führt. Der Amtsträger muss zuerst ein Mann des Wortes sein, das vergessene und verdrängte Wirklichkeit zu buchstabieren hilft, Unscheinbares zur Sprache bringt, prophetisch eindringlich mahnt und richtet, taube Ohren wieder öffnet und Trostlosen ein brüderliches Wort zusagt. Es gibt für das geistliche Amt keine größere Macht als die Kraft des Wortes, worin Gott Gegenwart bei uns werden kann."
Eine weitere zentrale Aufgabe sei die „Stiftung von Einheit", was jedoch „keine Herstellung von Einförmigkeit" bedeute: „Aufgabe der Einheitsstiftung heißt natürlich nicht, dass der Amtsträger von sich aus alle Dienste und Aufträge in der Gemeinde übernehmen und ausüben kann. Die Einigung geschieht nicht zuletzt darin, dass das Amt die verschiedenen Befähigungen in einer Gemeinde entdeckt und weckt, sie zusammenführt und - wenn nötig - korrigiert." Und weiter: „Es kommt gerade darauf an, den einzelnen Gaben in der Kirche: Frauen und Männern, Jungen und Alten, Weißen und Schwarzen mit ihrer Geschichte und ihren Fragen Lebensrecht in der einen Kirche zu gewähren. Dasselbe gilt für die verschiedenen Sprachen, Kulturen und Kontinente. Aber katholisch ist ein Christ nur, wenn er weiß, dass er allein nicht alles besitzt und besitzen kann. Darum gehört zur Stiftung von Einheit auch Lernenkönnen und Austausch."
Der Kardinal hob Jesus Christus als Ursprung des geistlichen Amtes hervor: „Der gewaltsame Tod Jesu draußen vor den Toren der Stadt ist ein bleibendes Mahnzeichen für die ausschließliche Gründung des Amtes in der Person und dem Werk Jesu Christi und ein unaufhörlicher Protest gegen allen Konformismus im Sinne einer inneren Anpassung an die Strukturen dieser Zeit. Jesus wird für seinen ursprünglichen Gehorsam dem göttlichen Vater gegenüber gekreuzigt. Jeder Amtsträger muss sich immer wieder zu dieser unabdingbaren Treue zu Gott in Jesus Christus zurückrufen lassen, damit er den harten, aber zugleich heilenden Kern des Evangeliums nicht für ein Linsengericht veräußert. Dies fordert auch seinen Lebenseinsatz, in welchen Formen des Zeugnisses sich dies auch jeweils vollziehen mag."
Lehmann betonte, dass „die ganze Kirche der wahre und primäre Träger der kirchlichen Heilssendung" sei. „Jeder einzelne Amtsträger - ob Papst, Bischof oder Priester - kann nur in Gemeinschaft mit dem Ganzen und in dessen Dienst wirksam werden. Darum betonen wir heute mit Recht die fundamentale Würde des gemeinsamen Christennamens und die gegenseitige Ergänzung und Zuordnung der Charismen in der Gemeinde." Es dürfe „unter keinen Umständen verdunkelt werden", dass der Amtsträger zuerst ganz und gar Christ sein müsse und „darum selbst inmitten der Gemeinde ist, nicht einfach über ihr". Dies habe erhebliche Konsequenzen für den amtlichen Dienst. Wörtlich sagte er: „Es ist für das geistliche Selbstverständnis von großer Bedeutung, dass keine Weihe und keine noch so hohe Beauftragung verhindern können, dass der Amtsträger auf der Seite der Glaubenden, der Hörenden und auch der Sünder steht. So wird aber auch verständlich, warum das geistliche Amt nicht einfach in einer Verlängerung des gemeinsamen Priestertums gesucht werden darf. Das geistliche Amt stellt zwar seinen Träger unter das Maß des Evangeliums, aber es besteht seinem Wesen nach nicht in einer Steigerung und Intensivierung des Christseins."
Eingangs hatte Lehmann betont, dass der Gegenwartsbezug des Priesteramtes „nicht zu unvermittelt und zu rasch erste Leitlinie" des Bemühens sein sollte, die Bedeutung des Amtes herauszustellen. Er erinnerte an das Wort seines Vorgängers Kardinal Hermann Volk, der bei der Gemeinsamen Synode der deutschen Bistümer in Würzburg (1971 bis 1975) gesagt hatte: „Wer zu heutig ist, kann schon morgen von gestern sein." Lehmann hob hervor, dass „je radikaler das geistliche Amt aus seinen Wurzeln heraus verstanden und vor allem gelebt" werde, „um so bahnbrechender und überzeugender wird es sein".
Weitere Vorträge von Weihbischof Guballa und Regens Bentz
Fortgesetzt wird die Reihe im Mainzer Dom von Weihbischof Dr. Werner Guballa, der Bischofsvikar für die Geistlichen ist. Er spricht am Sonntag, 6. Dezember, um 18.00 Uhr unter der Überschrift „Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum (2 Kor 4,8) - Der Dienst des Priesters in der heutigen Pastoral". Den Abschluss bilden die Ausführungen von Dr. Udo Bentz, der Regens des Mainzer Priesterseminars ist. Am Sonntag, 13. Dezember, um 18.00 Uhr predigt er zum Thema „Welche Priester braucht das pilgernde Gottesvolk heute?". Veranstaltet wird die Reihe von der Bistumsakademie Erbacher Hof in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Domkapitel.
tob (MBN)
Würdigung für Bernd Jochen Hilberath
Dies academicus der Katholisch-Theologischen Fakultät Mainz
Mainz. Der Tübinger Dogmatiker Professor Bernd Jochen Hilberath ist beim Dies academicus der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz anlässlich des Silbernen Jubiläums seiner Habilitation gewürdigt worden. Bei der Feierstunde in der Aula des Mainzer Priesterseminars am Mittwoch, 25. November, erinnerte der Dekan der Fakultät, Professor Thomas Hieke, an Hilberaths Arbeit „Der Personbegriff der Trinitätstheologie in Rückfrage von Karl Rahner zu Tertullians ‚Adversus Praxean'" aus dem Jahr 1984. Hilberath hielt auch den Festvortrag des Tages unter der Überschrift „Im Geist und nach dem Buchstaben des Konzils - Utopien eines 68ers". Ebenfalls zu seinem Silbernen Habilitationsjubiläum wurde der Kirchenhistoriker Professor Dr. Wolfgang Seibrich aus Trier ausgezeichnet, der unter anderem ehemaliger Lehrbeauftragter der Trierer theologischen Fakultät war.
Hieke überreichte bei der Feier die Promotionsurkunden an Benjamin Dahlke („Die katholische Rezeption Karl Barths, 1922 - 1958") und Dr. phil. Norbert Jacoby („Die Funktion des Wunders bei Herodot und Lukas"). Mit dem Preis der Karl Feldbausch-Stiftung wurden die Abschlussarbeiten von Martin Janik, Peter Kirchner, Patricia Krufczik und Tobias Sattler ausgezeichnet. Der Dekan überreichte insgesamt sieben Absolventen des Diplomstudiengangs und neun Absolventen der Staatsprüfung Katholische Religionslehre ihre Zeugnisse. Aus der Hand von Pfarrer Markus Lerchl, dem Subregens des Mainzer Priesterseminars, erhielten vier Priesteramtskandidaten ihre Diplome.
In seiner Ansprache hatte Dekan Hieke die große Bedeutung einer Anleitung zur Bildung gerade im religiösen Bereich betont. Zu den Absolventen sagte er: „Sie werden religiöse und ethische Orientierung an junge Menschen weitergeben, so dass diese Verantwortung für ihr Leben übernehmen können." Ohne eine solche Orientierung im religiösen Bereich drohe der Mensch „Opfer von Sektierern und Scharlatanen" zu werden, da die Gesellschaft ohne Theologie ihre wahren Werte verliere, betonte Hieke. Er wies darauf hin, dass es an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Mainz derzeit rund 770 Studierende gibt.
Musikalisch gestaltet wurde der Festakt von den beiden Seminaristen Dominik Geiger (Gesang) und Daniel Kretschmar (Klavier). Vor der Feierstunde hatten die Teilnehmer in der Seminarkirche des Priesterseminars mit Professor Michael Sievernich SJ, der auch die Predigt hielt, Eucharistie gefeiert. Am Dies academicus nahmen unter anderen Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz, sowie Personaldezernent Eberhard Hüser teil.
tob (MBN)
Neues Klara-Fenster im Kloster der Ewigen Anbetung
Offizial Peter Hilger weihte das Fenster im Rahmen eines Gottesdienstes
Mainz. Im Kloster der Klarissen-Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung in Mainz ist ein neues Fenster geweiht worden, das die heilige Klara zeigt. Die Einweihung fand am Samstag, 28. November, im Rahmen eines Gottesdienstes mit dem Offizial des Bistums Mainz, Domkapitular Prälat Dr. Peter Hilger, statt. Das Glasfenster über dem Eingang zur Kapelle ist eine phototechnische Reproduktion eines Freskos der Heiligen Klara aus dem Kapellenchor in der Kirche San Damiano in Assisi/Italien. Hilger wies in seiner Predigt darauf hin, dass das neue Fenster ein ausdrücklicher Wunsch der Schwestern gewesen sei. Das neue Fensterbild ist ein Geschenk des Bistums Mainz für das Kloster, das im kommenden sein 150-jähriges Jubiläum feiert. Umgesetzt wurde das neue Fenster von Ulrike Rinn vom Architektenbüro Grüneberg aus Mainz; Rinn ist die Architektin der Klosterkapelle.
am (MBN)
Interessante Biographien vorgestellt
Bücherabend der Bistumsakademie „Gottsucher und Lebensdeuter"
Mainz. Der Chefredakteur der Monatsschrift „Herder-Korrespondenz", Dr. Ulrich Ruh, hatte für den Bücherabend „Gottsucher und Lebensdeuter" Lebensbeschreibungen von Persönlichkeiten ausgewählt, die das Geistesleben und die Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt haben. Im Rahmen des traditionellen Bücherabends, der am Dienstagabend, 24. November, in der Bistumsakademie Erbacher Hof in Mainz stattfand, werden Neuerscheinungen aus Theologie und Philosophie vorgestellt. Ruh gestaltete den Vortragsabend zusammen mit Professor Albert Raffelt, ehemaliger stellvertretenden Direktor der Freiburger Universitätsbibliothek, und Dr. Barbara Nichtweiß, Leiterin der Abteilung Publikationen im Bischöflichen Ordinariat Mainz. Alle drei sind Schüler von Kardinal Karl Lehmann, der selbst an der Veranstaltung teilnahm.
Nach Ruhs Auffassung werde in Biographien Zeitgeschichte exemplarisch lebendig und transparent. Er hatte für die Vorstellung die Biographie des evangelischen Neutestamentlers Rudolf Bultmann (1884-1976) von Konrad Hammann und als „katholisches Pendant" dazu die Biographie des Juristen Carl Schmitt (1888-1985) mit dem Titel „Aufstieg und Fall" von Reinhard Mehring ausgewählt. Während das Leben des „Entmythologisierers" Bultmann, der 1941 mit seinem Vortrag „Neues Testament und Mythologie" eine jahrzehntelange Kontroverse ausgelöst hatte, völlig unaufgeregt und unspektakulär verlief, war der „Kronjurist des Dritten Reiches" eine „schillernde Figur in jeder Beziehung". Ruh legte dar, wie Bultmann nach dem Ersten Weltkrieg zusammen mit Karl Barth und Friedrich Gogarten für einen theologischen Aufbruch sorgte, in der Zeit der Naziherrschaft der Bekennenden Kirche nahe stand und jüdische Menschen unterstützte.
Im Kontrast dazu verwies er auf die „Irrungen und Wirrungen" des brillanten Juristen Schmitt, der nach dem Röhm-Putsch Hitler verteidigte, aber schon wenige Jahre später von den Nazis wieder verstoßen wurde. Interessante Details aus der Zeitgeschichte sind nach den Worten Ruhs auch aus den Autobiographien zweier noch lebender Zeitzeugen zu erfahren: Erwin Teufel (70) und Martin Kruse (80). Das Buch des früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg trägt den Titel „Gewissen für das Ganze. Ein politisches Leben". Teufel sei von Erfahrungen in Dritten Reich und einer frühen Begeisterung für Europa geprägt gewesen. Kruse schildert unter dem Titel „Es kam immer anders. Erinnerungen eines Bischofs" beispielsweise die Zeit der Wiedervereinigung, die er als Landesbischof von Berlin-Brandenburg und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erlebt und mitgestaltet hat.
Raffelt stellte das epochale exegetische Werk „Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament" mit seinen bisher 22 Bänden besonders heraus. Das jetzt kommentierte Buch der Richter sei wegen seiner kriegerischen Inhalte schwierig zu lesen, aber literarisch hochinteressant. Hilfreich sei, dass mit der Auslegung des Textes die Rezeptionsgeschichte verknüpft werde. Neben diesem Quellenwerk stellte Raffelt einige systematische Bücher über Religion und Fundamentaltheologie vor wie die von Kardinal Lehmann herausgegebenen Texte der jüngsten Ringvorlesung an der Mainzer Universität „Weltreligionen. Verstehen-Verständigung-Verantwortung" und die von Knut Wenzel und Thomas M. Schmidt herausgegebenen „theologischen und philosophischen Reaktionen auf Jürgen Habermas" mit dem Titel „Moderne Religion?". Besonderes Gewicht hat aus der Sicht Raffelts die mit aktuellen Fragestellungen erweiterte Neubearbeitung der „Ethik des Lebens" des Moraltheologen Eberhard Schockenhoff. Raffelt empfahl auch die Lektüre der in Teilbänden fortgesetzten großen Werkausgaben von Erik Peterson, Joseph Ratzinger und Bernhard Welte. Ähnlich wie bei Hans Urs von Balthasar sei es bei Ratzinger allerdings nur eine „Auswahlausgabe".
Weniger schwergewichtig, aber auch „etwas für den Weihnachtsbaum" waren die Bücher, die von der Peterson-Herausgeberin Nichtweiß vorgestellt wurden. Dazu gehörte die „heitere Seelenkunde" von Manfred Lütz: „Irre - wir behandeln die Falschen: unser Problem sind die Normalen" und „Antonius für Steuerzahler" von Hans Conrad Zander. Dieser kreierte „die 14 besten Nothelfer für die moderne Seele". Dabei ergaben sich witzige Kombinationen wie Lucrezia Borgia als Schutzpatronin der Patchwork-Familie und Theresa von Avila als Schutzpatronin der Männlichkeit. Zum Schluss empfahl sie auch zwei Gedichtbände von Hilde Domin, die am 27. Juli 100 Jahre alt geworden wäre.
Sk (MBN)
Pläne für das Fanny de la Roche-Hospiz vorgestellt
Träger bittet um weitere Spenden / Baubeginn soll im Jahr 2010 sein
Offenbach. Noch bis zum Jahresende können in der Eingangshalle des Offenbacher Ketteler-Krankenhauses die Pläne für den Bau des Fanny de la Roche-Hospizes besichtigt werden. Zudem erläutern mehrere Schautafeln das inhaltliche Konzept und die Raumplanung des Neubaus. Darüber hinaus wird am Samstag, 19. Dezember, die Bürgerinitiative „Aktion Starkes Offenbach" die Planungen für das Hospiz auf dem Wochenmarkt vorstellen und Spenden für das Hospiz sammeln. Das gab der Caritasverband für die Diözese Mainz in einer Pressemitteilung bekannt.
Das Hospiz wird insgesamt über acht Hospizzimmer verfügen, jedes Zimmer ist mit einem Bad ausgestattet und hat einen Zugang zu einer Terrasse. Moderne Möbel sollen gemeinsam mit den von den Hospizgästen mitgebrachten persönliche Ausstattungsgegenständen eine vertraute Umgebung schaffen. Zudem werden ein großes Wohnzimmer, eine Wohnküche sowie ein Wintergarten eingerichtet; zudem gibt es Angehörigenzimmer sowie einen „Raum der Stille".
Träger des Hospizes ist die Stiftung „Heilig Geist-Hospital Bensheim", die gleichzeitig alleinige Gesellschafterin des Katholischen Klinikverbundes Südhessen ist, zu der auch das Ketteler-Krankenhaus Offenbach gehört. Ende 2008 und Anfang 2009 konnte die Stiftung zwei Grundstücke in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ketteler-Krankenhaus erwerben, auf denen das Hospiz gebaut werden soll. Inzwischen liegen die erforderlichen Abstimmungen und behördlichen Genehmigungen vor.
Der Baubeginn wird sich allerdings verzögern, da die erforderlichen finanziellen Mittel für das etwa 1,7 Millionen Euro teure Projekt noch nicht verfügbar sind. Durch Spenden von Organisationen und Privatpersonen sowie die Hilfsbereitschaft von über 65 Paten konnten bereits knapp 200.000 Euro gesammelt werden. Unterstützung erfährt das Projekt auch durch die ambulanten Hospizdienste in der Stadt und im Landkreis Offenbach. Auch niedergelassene Ärzte, Mitglieder des Palliativnetzes Offenbach, die Bürgerinitiative „Aktion Starkes Offenbach" und Vertreter des Ketteler Krankenhauses sind an der Umsetzung des Projektes beteiligt. Bei gleichbleibender Spendenbereitschaft wird auf einen Baubeginn im Jahr 2010 gehofft.
Hinweis: Weitere Informationen bei Projektleiterin Margarete Stirner, Ketteler Krankenhaus Offenbach, Lichtenplattenweg 85, 63071 Offenbach, Tel.: 069/85058874. Spendenkonto: Städtische Sparkasse Offenbach, BLZ 505 500 20, Konto-Nr. 70 20 481, Stichwort: „Spende Hospiz Offenbach"
agd (MBN)
Giebelmann: Diakonie ist unverzichtbarer Wesensausdruck der Kirche
Siebtes Forum Sozialpastoral des Bistums Mainz im Haus am Maiberg in Heppenheim
Heppenheim. „Die Diakonie ist ein unverzichtbarer Wesensausdruck der Kirche! Wir müssen uns auf allen Ebenen der Kirche fragen, ob wir diesem Anspruch wirklich gerecht werden. Dies ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit der Kirche und ihrer Botschaft." Das sagte der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, beim siebten Forum Sozialpastoral am Mittwoch, 11. November, im Haus am Maiberg in Heppenheim.
Das Forum Sozialpastoral führt seit 2003 jährlich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus Seelsorge und Caritas zusammen, die sich im Bereich der Sozialpastoral engagieren. Das diesjährige Forum stand unter dem Motto „Sozialpastoral im Bistum Mainz - aus gutem Grund!" Der Generalvikar äußerte sich beim Forum Sozialpastoral, weil die Bistumsleitung die Sozialpastoral zu einem Schwerpunktthema im Rahmen des Bistumsprozesses „Lebendige Gemeinden in erneuerten pastoralen Einheiten" erklärt hat.
Im Grunde genommen müsse jedes seelsorgliche Handeln diakonisch ausgerichtet sein, sagte Giebelmann. Dies zeige schon ein Blick auf das pastorale Handwerkszeug Jesu. Er habe das Schicksal der Menschen aufmerksam wahrgenommen und sich davon berühren lassen. In seiner Zuwendung zu den Menschen sei bereits Verkündigung geschehen. In diesem Sinne müssten wir uns fragen, ob die Menschen in unseren Gemeinden und in der Pastoral insgesamt wirklich „Zuwendung" erfahren. In diesem Zusammenhang wies Generalvikar Giebelmann darauf hin, dass die Seelsorger in der Pfarrpastoral nicht nur zu den Katholiken in ihrer Pfarrei, sondern zu „allen Menschen guten Willens" im jeweiligen Pfarrgebiet gesandt seien.
Ein wesentliches Ziel des Schwerpunktthemas „Sozialpastoral" sei es, die diakonische Dimension gerade auf der Ebene der pastoralen Einheit neu zu entfalten. Die drängenden sozialen Fragen unserer Zeit, die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit, die steigende materielle Armut, die Situation von Alleinerziehenden und von kinderreichen Familien sollten in den pastoralen Einheiten wieder mehr ins Blickfeld genommen werden.
Ein weiteres Anliegen des Bistumsschwerpunktes sei es, zu einem neuen Miteinander von Caritas und Seelsorge zu kommen, betonte der Generalvikar. Die Arbeit der Caritas werde in der Seelsorge häufig noch als ein externer Dienst betrachtet. Dabei seien die Dienste der Caritas Teil der Kirche. Eine bessere Zusammenarbeit der Seelsorger mit den Mitarbeitern der Caritas wäre für das diakonische Profil der Kirche ein großer Gewinn. Aus diesem Grund sei es ein Ziel des Bistumsschwerpunktes Sozialpastoral, die Zuordnung von Caritas und Seelsorge zu verbessern. „Wir brauchen eine diakonische Seelsorge und eine seelsorgende Diakonie", sagte Giebelmann.
In der anschließenden Diskussion fragte Martin Fraune, Dienststellenleiter des Caritaszentrums in Heppenheim an, ob ein klares diakonisches Profil der Kirche nicht helfe, auch in der Öffentlichkeit aufmerksamer wahrgenommen zu werden. Er wünsche sich auch deutlichere Worte der Kirche zu Fragen der Gerechtigkeit. „Diakonie schreit nicht!", erklärte Gemeindereferentin Lioba Breu-Wedel aus Mainz-Weisenau. Würden Gottesdienstzeiten gestrichen oder die Erstkommunion-Vorbereitung von zwei Gemeinden zusammengelegt, gäbe es Proteste. Wenn die Diakonie in der Pfarrpastoral ausfalle, schreie niemand. Deswegen wünsche sie sich eine Absicherung des diakonischen Aufgabenfeldes in den Stellenbeschreibungen der pastoralen Mitarbeiter.
Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmer in mehreren Workshops an den „Baustellen der Sozialpastoral" im Bistum Mainz. Themen waren unter anderen: „Armut und Armutsinitiativen", „Arbeitslosigkeit und Arbeitsloseninitiativen", „Sozialpastoral im Dekanat", „Kirche als politische Stimme in der Gesellschaft". Veranstalter des Forums Sozialpastoral ist die Initiative Sozialpastoral im Bistum Mainz, die von Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr, Abteilungsleiter im Dezernat Seelsorge, und Pastoralreferent Winfried Reininger, Stabsstelle Gemeindecaritas im Caritasverband für die Diözese Mainz, unterstützt wird.
wr (MBN)
„Ausgezeichnete" Büchereiarbeit
KÖB „Wortschatz" aus Höchst erhält Hessischen Bibliotheks-Förderpreis
Höchst. Die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) „Wortschatz" ist in diesem Jahr im Rahmen der Verleihung des Hessischen Bibliothekspreises mit einem Förderpreis für ehrenamtlich geführte Büchereien ausgezeichnet worden. Der jährlich vergebene Förderpreis, der mit einem Preisgeld von 1.500 Euro verbunden ist, wurde am Dienstag, 10. November, im Gemeindehaus der Katholischen Pfarrgemeinde Christ-König in Höchst an die Leiterin der Bücherei, Silvia Habereder, übergeben. Die Jury vergab den Preis „für die engagierte und beispielhafte Arbeit der öffentlichen Bücherei, deren langjährige erfolgreiche Bibliotheksarbeit auf einem fundierten und bewährten Konzept basiert".
Hinweis: Die Katholische Öffentliche Bücherei „Wortschatz" befindet sich auf dem Gelände der Katholischen Kirchengemeinde Christ-König, Böltener Straße 14, 64739 Höchst. Öffnungszeiten: Mittwoch: 16.00 bis 18.00 Uhr, Samstag: 17.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag: 11.00 bis 12.00 Uhr. Tel.: 06163/8299850 (während der Ausleihe), Internet www.bistum-mainz.de/koeb-wortschatz, E-Mail: koeb-wortschatz@gmx.de
am (MBN)
Vorschau
Festtag des Priesterseminars (7. & 8.12.)
Konzert in der Augustinerkirche / Vigilfeier in der Mainzer Seminarkirche
Mainz. Im Mittelpunkt des traditionellen Festtags des Mainzer Priesterseminars steht in diesem Jahr das Thema Musik. Am Dienstag, 8. Dezember, findet um 18.15 Uhr in der Seminarkirche in der Augustinerstraße ein moderiertes Konzert zum Thema „Das zeitliche Lob aller ewigen Schönheit - Variationen über das Thema Musik und Theologie" statt. Ausführende sind Studierende der Mainzer Musikhochschule unter Leitung von Professor Gerhard Gnann, die Moderation übernimmt Meinrad Walter, Freiburg. Der Tag beginnt um 16.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Augustinerkirche. Das Priesterseminar begeht seinen Festtag am 8. Dezember, dem „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria".
Am Montagabend, 7. Dezember, wird von 19.00 bis 22.00 Uhr in der Seminarkirche eine Vigil (Nachtwache) zum Advent gefeiert; sie steht unter der Überschrift „Saul und David". Veranstaltet wird die Vigil vom Mainzer Priesterseminar gemeinsam mit dem Seminar für Liturgie und Homiletik und dem Seminar für Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie der Stelle Kirchenmusik an den Ausbildungsstätten für pastorale Berufe im Bistum Mainz.
am (MBN)
„Den Armen eine gute Nachricht!" (9.12.)
Vortrag von Jean-Baptiste Michel Bel im Rahmen der Adveniat-Aktion 2009
Mainz. Im Rahmen der Adveniat-Aktion 2009 spricht Jean-Baptiste Michel Bel, Koordinator des Diözesanbüros für Erziehung in Cap-Haïtien/Haiti, zum Thema „Den Armen eine gute Nachricht!". Der Vortrag mit anschließendem Gespräch findet am Mittwoch, 9. Dezember, um 17.00 Uhr im Caritas-Zentrum Mainz „Madeleine Delbrêl", Aspeltstraße 10, statt. Zuvor wird von 16.30 bis 17.00 Uhr das Caritas-Zentrum vorgestellt.
Hinweis: Weitere Informationen bei Alois Bauer, Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bischöflichen Ordinariat, Tel.: 06131/253-263, E-Mail: frieden@bistum-mainz.de
am (MBN)
„Body and Soul" (2.-5.1.2010)
Zweite Jugendsingwoche im Bistum Mainz
Ilbenstadt. Im Haus St. Gottfried in Ilbenstadt findet von Samstag, 2., bis Dienstag, 5. Januar 2010, die zweite Jugendsingwoche im Bistum Mainz statt. Unter dem Motto „Body and Soul - Singen hält Leib und Seele zusammen" sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 25 Jahren eingeladen. Die Leitung der Woche haben Thomas Gabriel, Regionalkantor in Seligenstadt, und Claudia Dahmen vom Referat Religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt Mainz.
Im Rahmen der Woche werden in Arbeitsgruppen und im Plenum Gesänge zum Thema der Woche aus den Bereichen Klassik, Neues Geistliches Lied sowie Pop und Soul erarbeitet. Die erarbeiteten Werke sollen abschließend in einem Abschlusskonzert am Sonntag, 17. Januar 2010, um 17.00 Uhr in St. Stephan, Dreieich-Sprendlingen, erklingen.
Hinweis: Anmeldeschluss ist Donnerstag, 17. Dezember. Weitere Informationen zu der Veranstaltung im Internet unter www.bdkj-bja-mainz.de oder www.kirchenmusik-bistum-mainz.de
am (MBN)
Personalien
Gregorius-Orden für Dr. Anna Egler
Kardinal Lehmann überreichte päpstliche Auszeichnung
Mainz, 27. November 2009: Kardinal Karl Lehmann überreichte Dr. Anna Egler den päpstlichen Gregorius-Orden im Mainzer Bischofshaus.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. Papst Benedikt XVI. hat die Akademische Direktorin Dr. Anna Egler für ihre Verdienste um die Kirche mit dem Gregorius-Orden ausgezeichnet. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, überreichte die Auszeichnung am Freitag, 27. November, im Mainzer Bischofshaus. Lehmann hob hervor, dass die Universitätsdozentin a.D. für Kirchenrecht bei vielen Veröffentlichungen von Professor em. Georg May zur Geschichte des Bistums Mainz mitgewirkt habe. Der Gregoriusorden ist eine der höchsten Auszeichnungen, die vom Papst an Laien verliehen wird. Benannt ist die Auszeichnung nach Papst Gregor I. (590 bis 604).
Professor May, der ehemalige Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht, Kirchliche Rechtsgeschichte und Staatskirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, erinnerte daran, dass Egler in Jahr 1964 bei ihm als studentische Hilfskraft angefangen habe. „Sie war eine treue Begleiterin meiner Forschungen vor allem in Archiven, da sie die Gabe besitzt, alte Handschriften lesen zu können." Egler sei ihm „eine unentbehrliche Hilfe" gewesen. May würdigte sie als „Persönlichkeit, zu der ich wegen ihrer Integrität und Frömmigkeit aufschauen kann". An der Verleihung nahmen auch die Mainzer Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr sowie Generalvikar Dietmar Giebelmann teil. Außerdem waren Professor Johannes Reiter, Mainz, Domkapitular Jürgen Nabbefeld und Professor Wilhelm Rees, Innsbruck, zu der Feier gekommen. Mit Rees gibt Egler die Reihe „Kanonistische Studien und Texte" heraus. Außerdem ist Egler unter anderem mit eigenen Beiträgen im „Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte" sowie in der Reihe „Germania Benedictina" des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte beteiligt.
tob (MBN)
Ruben Johannes Sturm wird neuer Domorganist in Rottenburg
Der Regionalkantor aus dem Bistum Mainz tritt die Nachfolge von Professor Rehfeldt an
Rottenburg/Neu-Isenburg. Ruben Johannes Sturm, Regionalkantor in Neu-Isenburg, wird neuer Domorganist am Rottenburger Dom St. Martinus. Zugleich wird er die Aufgaben eines Dozenten für Orgelimprovisation und Orgelliteraturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg wahrnehmen. Sturm tritt die Nachfolge des bisherigen Rottenburger Domorganisten Professor Wolfram Rehfeldt an, der zum 1. April kommenden Jahres in den Ruhestand gehen wird. Die Nachfolge von Ruben Sturm als Regionalkantor für die Dekanate Dreieich und Rüsselsheim mit Dienstsitz an der Pfarrei St. Josef in Neu-Isenburg soll so zügig wie möglich geregelt werden.
Ruben Johannes Sturm wurde 1979 in Speyer am Rhein geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut seiner Geburtsstadt Speyer. Nach weiterführendem Unterricht bei Domorganist Dan Zerfaß, Regionalkantor in Worms, studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main Kirchenmusik und Künstlerisches Orgelspiel. Nach seinem Berufspraktikum am Freiburger Münster legte Sturm im Jahre 2005 das kirchenmusikalische A-Examen mit Auszeichnungen in Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation/Liturgischem Orgelspiel und Anfang 2006 die Konzertreifeprüfung als Organist ab. Zudem nahm er an zahlreichen Meisterkursen teil und erhielt mehrfach Preise und Auszeichnungen. Seine berufliche Tätigkeit begann Sturm als Kirchenmusiker an der St. Jakobuskirche in Schifferstadt.
Neben seinem Kirchenmusikstudium wirkte er noch zusätzlich als Organist an verschiedenen Kirchen, beispielsweise an der Liebfrauenkirche in Oberursel und der katholischen Kirche Sancta Familia in Frankfurt. Seit 2004 hat er einen Lehrauftrag für Orgel beim Institut für Kirchenmusik des Bistums Mainz inne. Im Jahre 2005 wurde er zum Regionalkantor der Diözese Mainz berufen. Darüber hinaus widmet sich Sturm einer umfangreichen Konzerttätigkeit als Organist im In- und Ausland.
drs/am (MBN)
Publikationen
50 Jahre Ökumene in Hessen
ACK Hessen-Rheinhessen gibt Broschüre heraus
Mainz. Anlässlich des 50. Jubiläums der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hessen/Rheinhessen ist jetzt eine Broschüre erschienen. Sie dokumentiert die Geschichte der ACK in den vergangenen Jahrzehnten; Schwerpunkt ist dabei der frühere „Rat der Christlichen Kirchen in Nordhessen", dem ältesten Vorläufer der heutigen ACK. Darüber hinaus bietet die Publikation die wichtigsten Fakten zu den Mitgliedskirchen der ACK. Absprechpartner für das Bistum Mainz in der ACK Hessen-Rheinhessen ist Monsignore Dr. Anton van Hooff, Leiter der Abteilung Ökumene im Bischöflichen Ordinariat Mainz.
Hinweis: „Ökumene in Hessen. Zwischenbilanz nach 50 Jahren". Hrsg. von der Arbeitgemeinschaft christlicher Kirchen in Hessen/Rheinhessen, 86 Seiten, Verlag Frank Fornaçon 2009, ISBN: 9-783940-232007
am (MBN)
Aktuelle Angebote des Infoladens
Flyer präsentiert unter anderem die CD „Nachtlieder"
Mainz. Der aktuelle Flyer des Mainzer Infoladens präsentiert unter anderem die neue CD „Nachtlieder. Vertonungen deutscher Lyrik" des Seligenstädter Regionalkantors Thomas Gabriel, die von der Abteilung Publikationen des Bistums Mainz herausgegeben wird. Dazu präsentiert der Katalog neue Kartenmotive des Bistumsladens zur Advents- und Weihnachtszeit. Im Infoladen sind unter anderem auch der neue Dombildband „Der Dom zu Mainz. Bilder einer Kathedrale" sowie zahlreiche Präsente und Publikationen zum Jubiläumsjahr „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" sowie die jüngste Buchveröffentlichung von Kardinal Karl Lehmann „Weltreligionen. Verstehen - Verständigung - Verantwortung" erhältlich. Darüber hinaus bietet der Infoladen zahlreiche Geschenkideen für Weihnachten.
Hinweise:
- Infoladen des Bistums Mainz (Heiliggrabgasse 8/Ecke Augustinerstraße, 55116 Mainz): Postanschrift: Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-888 oder -841, Fax: 06131/253-845, E-Mail: infoladen@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/infoladen
- Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr, samstags von 10.30 bis 14.00 Uhr.
am (MBN)

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