Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 26, 1. Juli 2009

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel. 06131/253-128 oder -129,
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Berichte

Bischof Huber war Gastredner bei Stiftungsprofessur  
Vollversammlung des Kirchensteuerrates  
Unbekannte Innenansicht des Domes von Carl Goebel  
Kardinal Lehmann weihte vier Diakone zu Priestern  
Glückwünsche zum 80. Geburtstag von Günter Emig  
120 Teilnehmer bei musikalischer Domführung  
Grußwort des Kardinals bei Calvin-Kolloquium  
Lehmann predigte zum Abschluss des Paulus-Jahres  
Tag der Arbeitswelt mit Weihbischof Guballa  
Dom-Ausstellung im Mainzer MVB-Forum (bis 6.8.)  
Pilotprojekt in der Schulpastoral an der AMS Viernheim  
Jahrestreffen der Archivare in Mainz  
Diözesanversammlung des BDKJ  
Jugendgottesdienst zum Domjubiläum  
Jugendliche zu Freiwilligendienst im Ausland entsandt

Vorschau

Gottesdienst zum Silbernen Priesterjubiläum (3.7.)  
„Wie predigen wir dem modernen Menschen?" (3.-4.7.)  
Kommunionkindertag mit Kardinal Lehmann (5.7.)  
Drei Bistumschöre bei Chorfestival in Stockholm  (8.-12.7.) 
„Tag der Gefangenen" im Bistum Mainz (12.7.)

Publikationen

„Mainzer Perspektive" zum Wechsel im Finanzdezernat

 

Berichte

Das Friedenspotenzial der Religionen nutzen

Gastvorlesung mit Bischof Wolfgang Huber bei Mainzer Stiftungsprofessur

Mainz, 30. Juni 2009: Bischof Wolfgang Huber bei seiner Gastvorlesung im Rahmen der Mainzer Stiftungsprofessur.

Mainz, 30. Juni 2009: Bischof Wolfgang Huber bei seiner Gastvorlesung im Rahmen der Mainzer Stiftungsprofessur.

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Mainz. Bischof Wolfgang Huber hat dafür geworben, das „beachtliche Friedenspotenzial" des Christentums und der anderen großen Religionen zu nutzen. „In ihnen ist eine große Sehnsucht nach dem Frieden aufbewahrt; sie verfügen über die Möglichkeit und die Fähigkeit dazu, Gewalt einzudämmen und Frieden zu stiften", sagte Huber am Dienstag, 30. Juni, bei seiner Gastvorlesung im Rahmen der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Mainzer Universität.

Wolfgang Huber ist Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sein Vortrag stand unter der Überschrift „Religion, Politik und Gewalt in der heutigen Welt". Huber sprach im voll besetzten Hörsaal RW 1 im Neubau Recht und Wirtschaft, dem mit 1.200 Plätzen größten Hörsaal der Mainzer Universität. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte als Inhaber der diesjährigen Stiftungsprofessur die Vorlesungsreihe unter die Überschrift „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung" gestellt.

Wörtlich sagte Huber: „Miteinander können die Religionen etwas für den Frieden tun, was jede einzelne von ihnen nur sehr viel schlechter könnte. Sie können Beispiele gelebter Toleranz bieten. Sie können zeigen, wie Menschen unterschiedlicher Überzeugungen und Lebensformen in wechselseitiger Achtung miteinander leben können. Sie können sich von der Achtung für die Integrität des andern und der Bereitschaft, konkurrierende Wahrheitsansprüche achtungsvoll auszutragen, leiten lassen. Sie können gemeinsam religiösen Haltungen entgegen treten, in denen die Durchsetzung von Wahrheitsansprüchen mit Gewalt für möglich gehalten wird."

Mainz, 30. Juni 2009: Bischof Wolfgang Huber (links) war Gastredner der Mainzer Stiftungsprofessur von Kardinal Karl Lehmann zum Thema Religion und Gewalt.

Mainz, 30. Juni 2009: Bischof Wolfgang Huber (links) war Gastredner der Mainzer Stiftungsprofessur von Kardinal Karl Lehmann zum Thema Religion und Gewalt.

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Statt der Einschätzung Vorschub zu leisten, dass Religion und Gewalt unlöslich miteinander verknüpft seien, könnten die Religionen sich so als Friedensstifter bewähren, betonte Huber. Als Beispiele nannte er die Vermittlung eines Friedensabkommens im mosambikanischen Bürgerkrieg durch die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio (1992), den kollektiven Widerstand der ruandischen Muslime gegen den Völkermord von Hutus und Tutsis (1994) und die Bedeutung vor allem der evangelischen Kirche für die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR (1989).

Bischof Huber hatte in seinem Referat darauf hingewiesen, dass mit den Terroranschlägen des 11. September 2001 sich bis heute der Eindruck verbinde, „dass religiöse Gewaltbereitschaft in unserer Gegenwart ein bestimmendes Merkmal von Religion überhaupt ist". Er wandte sich gegen die These, dass ein notwendiger Zusammenhang von Gewalt und Religion bestehe. Vielmehr sei in allen Religionen „ein Impuls dazu enthalten, Gewalt zu überwinden". Wörtlich sagte er: „In der Verbindung von Religion und Gewalt ist kein Automatismus am Werk. Es gibt keine unausweichliche Verbindung zwischen dem Monotheismus und der Legitimation von Gewalt. Die Rechtfertigung von Gewalt ergibt sich vielmehr jeweils aus konkreten historischen Umständen und deren Wahrnehmung."

Das Christentum habe durch die Verkündigung Jesu und durch die zentrale Bedeutung seines Kreuzestodes gegenüber anderen Religionen „in einer ungleich radikaleren Weise der Gewalt abgesagt", sagte Huber. „Dennoch vermochte es sich keineswegs von der Verführungskraft der Gewalt oder deren Unausweichlichkeit zu befreien. Dem Dilemma der Gewalt musste sich auch der christliche Glaube stellen; und so manches Mal ist er diesem Dilemma erlegen."

Kardinal Lehmann hatte in seiner Einführung „die große Kompetenz" Hubers für das Thema betont und auf die wissenschaftlichen Arbeiten Hubers zu den Themen Gewalt und Friedensethik hingewiesen. Er dankte Huber für seine Bereitschaft zur Teilnahme an der Stiftungsprofessur. Wörtlich sagte Lehmann: „Ich freue mich persönlich, dass wir beide nach vielen Formen der ökumenischen Kooperation nochmals nun auf diesem Forum und in dieser Form zusammenwirken dürfen."

Abschlussvorlesung mit Kardinal Lehmann zum interreligiösen Dialog (7.7.)

Die Abschlussvorlesung der Mainzer Stiftungsprofessur am Dienstag, 7. Juli, wird Kardinal Lehmann übernehmen. Sein Referat trägt die Überschrift „Notwendigkeit, Risiken und Kriterien für den interreligiösen Dialog heute und in Zukunft". Die Vorlesung mit anschließendem Kolloquium findet von 18.15 Uhr bis etwa 20.00 Uhr im Hörsaal RW 1 (Neubau Recht und Wirtschaft) auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de  

tob (MBN)

 

Bistum Mainz muss sparen

Vollversammlung des Kirchensteuerrats / Abschluss der Haushaltsrechnung für 2008

Mainz. Das Bistum Mainz wird in diesem und im kommenden Jahr Einsparungen vornehmen müssen. Darauf hat der Generalvikar des Bistums Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann, bei der Sitzung des Kirchensteuerrates am Mittwoch, 24. Juni, im Erbacher Hof in Mainz hingewiesen. „Auch uns hat die Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht", sagte der Generalvikar. So müssten im laufenden Haushalt zehn Millionen Euro eingespart werden, im kommenden Jahr werden es 30 Millionen Euro sein. Dafür sei ein Sparkonzept entwickelt worden, betonte Giebelmann, der auch Ökonom des Bistums Mainz ist. „Wir müssen alle Haushaltsstellen, alle Zuwendungen auf ihre Notwendigkeit und pastorale Bedeutung überprüfen", sagte er. Zudem werde das Bistum Mainz auf Neueinstellungen verzichten und die Wiederbesetzungssperre einhalten müssen. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nach wie vor nicht geben, unterstrich der Generalvikar. „Wir haben bisher die schwierigsten Fragen miteinander gelöst und ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Jahr und das Jahr 2010 gestalten", sagte Giebelmann.

Der Finanzdirektor der Diözese, Eberhard von Alten, wies darauf hin, dass das Kirchensteueraufkommen im Bistum Mainz im laufenden Jahr gesunken sei. Bis Ende Mai sei eine Minderung von 6,25 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, sagte von Alten. Da eine Besserung nicht zu erwarten sei, rechnet die Finanzverwaltung des Bistums Mainz für das Jahr 2009 bei einem Haushaltsvolumen von 306,1 Millionen Euro insgesamt mit einer Einnahmelücke von etwa zehn Millionen Euro. Die Kirchensteuer (193,2 Millionen Euro im Jahr 2008) ist mit rund 60 Prozent die größte Einnahmenposition der Diözese. Von Alten betonte, dass das gute Ergebnis aus dem Jahr 2008 wohl erst wieder in fünf bis sechs Jahren erreicht werde.

Positives Ergebnis für 2008
Mit Gesamtausgaben und Gesamteinnahmen von rund 312,7 Millionen Euro legte von Alten eine ausgeglichene Haushaltsrechnung für das Jahr 2008 vor. Im Soll-Ist-Vergleich habe die Diözese Mehreinnahmen von rund 3,8 Millionen Euro gegenüber dem Haushaltsplan verzeichnet, sagte von Alten. Die Mehreinnahmen seien unter anderem auf höhere Kirchensteuereinnahmen, höhere Zuschüsse im Schulbereich und Minderausgaben bei den Personalkosten zurückzuführen. Mit den Überschüssen seien vor allem die Pensions- und Beihilferücklagen gestärkt worden, betonte von Alten.

Am Ende der Sitzung hatte der Kirchensteuerrat die Haushaltsrechnung 2008 einstimmig genehmigt. Gleichzeitig entlastete der Rat die Finanz- und Vermögensverwaltung im Bischöflichen Ordinariat. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, setzte als Vorsitzender des Kirchensteuerrates die Beschlüsse des Gremiums in Kraft. Geleitet wurde die Sitzung vom Geschäftsführenden Vorsitzenden des Kirchensteuerrates, Dr. Volker Kurz.

Stichwort: Kirchensteuerrat

Der Diözesan-Kirchensteuerrat berät die Bistumsleitung in Haushalts- und Finanzfragen. Wichtige Aufgaben sind Vorbereitung und Verabschiedung des Haushaltsplanes des Bistums Mainz. Außerdem setzt der Rat die Hebesätze für die Kirchensteuer fest, beschließt die Haushaltsrechnung und entlastet die Finanzverwaltung. Die Amtsdauer beträgt jeweils vier Jahre.

Mitglieder sind Kardinal Lehmann als Vorsitzender, Generalvikar Dietmar Giebelmann, der Ökonom des Bistums ist, als sein Stellvertreter und Finanzdezernent Eberhard von Alten sowie jeweils ein gewählter Laienvertreter der Verwaltungsräte aus den 20 Dekanaten des Bistums. Hinzu kommen je zwei Mitglieder des Priesterrates und der Dekanekonferenz und vier Mitglieder des Katholikenrates.

am (MBN)

 

Unbekannte Innenansicht des Domes von Carl Goebel

Dauerleihgabe ist in der Mainzer Martinus-Bibliothek zu besichtigen

Mainz, 25.6.2009: Dr. Helmut Hinkel (l.) und Brigitte Goebel mit der unbekannten Domansicht von Carl Goebel.

Mainz, 25.6.2009: Dr. Helmut Hinkel (l.) und Brigitte Goebel mit der unbekannten Domansicht von Carl Goebel.

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Mainz. Anlässlich des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" hat die Schauspielerin Brigitte Goebel der Mainzer Martinus-Bibliothek, wissenschaftliche Diözesanbibliothek, ein bisher unbekanntes Ölgemälde des Malers Carl Goebel (1866-1936) als Dauerleihgabe überlassen. Goebel, eine Urgroßnichte des Künstlers, übergab das Bild am Donnerstag, 25. Juni, an den Direktor der Martinus-Bibliothek, Dr. Helmut Hinkel, der sich bei Goebel herzlich für die Leihgabe bedankte. Das Bild kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Montag bis Freitag 9.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr) besichtigt werden.

Der Maler Carl Goebel wurde in Mainz geboren und gehörte zur Gründergeneration der Süßwarenfabrik „Zucker-Goebel". Nach Studien an den Kunstakademien Düsseldorf und München arbeitete er in und bei Berlin, später dann in München; er starb in Krailling bei München. Als gesuchter Porträtist und besonders als Genremaler gehörte er zu den erfolgreichsten Künstlern seiner Zeit. Das große unbekannte Ölgemälde (128 x 111 Zentimeter) mit der Signatur „Carl Goebel, 1908" zeigt als Motiv den Innenraum des südlichen Seitenschiffs des Mainzer Doms zum Liebfrauenportal hin. „Weil es in liebevoller Detailmalerei den Zustand des Domes vor der großen Renovierung und Umgestaltung wiedergibt, ist es auch für die kunsthistorische Forschung aufschlussreich", sagte Hinkel. Er wies außerdem darauf hin, dass die Erzählung „Die Fastnachtsbeichte" von Carl Zuckmayer an diesem Ort beginnt.

am (MBN)

 

„Die Nachfolge Christi steht unter den Anforderungen unserer Zeit"

Kardinal Karl Lehmann weihte im Mainzer Dom vier Diakone zu Priestern

Mainz, 27.6.2009: Bei der Allerheiligen-Litanei liegen die Priesteramtskandidaten als Zeichen ihrer Hingabe ausgestreckt auf dem Boden.

Mainz, 27.6.2009: Bei der Allerheiligen-Litanei liegen die Priesteramtskandidaten als Zeichen ihrer Hingabe ausgestreckt auf dem Boden.

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Mainz. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, hat am Samstag, 27. Juni, bei einem Pontifikalamt im Mainzer Dom vier Diakone durch Handauflegung und Gebet zu Priestern geweiht. Das Sakrament der Priesterweihe empfingen: Rudolf Peter Göttle aus der Pfarrgruppe Maria-Hilf und St. Kilian, Mainz-Kostheim; Christoph Nowak aus der Pfarrei St. Elisabeth, Laubach; Martin Stuflesser aus der Dompfarrei St. Kilian, Würzburg; und Michael Tomaszewski aus der Pfarrgruppe St. Hildegard und St. Michael, Viernheim.

Der Gottesdienst stand unter einem Satz aus der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes" des Zweiten Vatikanischen Konzils: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi". In seiner Predigt unterstrich Lehmann, dass „die Nachfolge Christi unter den Anforderungen unserer Zeit steht". Es sei wichtig, die „Zeichen der Zeit" zu erkennen, um die Botschaft Jesu Christi in unserer Zeit zu leben. Dazu seien auch die Priester herausgefordert, die insbesondere dort sein sollten, „wo die Menschen Freude und Leid empfinden". Der Priester verschaffe den Menschen unter anderem Rat und Orientierung und müsse dies in den verschiedenen Bereichen der Kirche - wie Pfarrgemeinde, Schule oder Krankenhaus - gewährleisten. „Wir brauchen seine Kraft, seine Sendung und seine Gnade - dies ist uns in der Weihe verbürgt", sagte der Kardinal.

Handauflegung und Weihegebet

Mainz, 27.6.2009: Kardinal Karl Lehmann (r.) legt Michael Tomaszewski als Zeichen des Weihesakraments die Hände auf.

Mainz, 27.6.2009: Kardinal Karl Lehmann (r.) legt Michael Tomaszewski als Zeichen des Weihesakraments die Hände auf.

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Vor der Weihe hatten die Kandidaten ihre Bereitschaft erklärt, ihr Amt im Sinne Christi und der Kirche auszuüben. Anschließend gelobten sie dem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Nach der Allerheiligen-Litanei erfolgte die eigentliche Weihe, bei der Kardinal Lehmann den Kandidaten schweigend die Hände auflegte. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass sich Gottes Hand auf die Männer legt und sie mit seinem Geist erfüllt. Nach der Handauflegung durch die zahlreichen anwesenden Priester schloss die eigentliche Weihe mit dem Weihegebet des Bischofs. In den ausdeutenden Riten erhielten die Neupriester Stola und Messgewand von ihren Heimatpfarrern. Anschließend salbte der Bischof ihnen die Hände, überreichte ihnen Brot und Wein und zeigte ihnen schließlich mit einer Umarmung, dass er sie als Priester in seinen Dienst aufnimmt.

Konzelebranten des vollbesetzten Gottesdienstes waren Regens Dr. Udo Bentz, Subregens Martin Berker und Spiritual Pater Clemens M. Löcher SJ; an dem Gottesdienst nahmen auch die Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr sowie das Mainzer Domkapitel teil. Die musikalische Gestaltung hatten der Mainzer Domchor unter der Leitung von Domkantor Karsten Storck, eine Schola des Priesterseminars sowie Domorganist Albert Schönberger an der Domorgel übernommen. Am frühen Nachmittag spendeten die vier Neupriester im Rahmen einer Andacht in der Seminarkirche in der Augustinerstraße den Primizsegen.

Folgenden Diakonen wurde das Sakrament der Priesterweihe gespendet:

Rudolf Peter Göttle, geboren am 24. Februar 1966 in Donauwörth, studierte zunächst von 1985 bis 1990 Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ließ sich danach zum Krankenpfleger ausbilden und arbeitete bis 2005 als Krankenpfleger im St. Hildegardis-Krankenhaus in Mainz; parallel studierte Göttle von 1996 bis 2005 Psychologie in Mainz und schloss dieses Studium mit Diplom ab. 2004 nahm er das Studium der Katholischen Theologie wieder auf und beendete es 2007. Göttle war als Diakon in Heppenheim-St. Peter tätig; seine erste Kaplansstelle tritt er in Viernheim, St. Marien und St. Aposteln, an.

Mainz, 27.6.2009: Die vier Weihekandidaten (v.l.) Christoph Nowak, Rudolf Peter Göttle, Michael Tomaszewski und Martin Stuflesser.

Mainz, 27.6.2009: Die vier Weihekandidaten (v.l.) Christoph Nowak, Rudolf Peter Göttle, Michael Tomaszewski und Martin Stuflesser.

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Geboren am 25. Juli 1981 in Neiße/Polen, studierte Christoph Nowak von 2002 bis 2007 Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Als Diakon arbeitete Nowak in der Pfarrgruppe Zaybachtal/Mainz; er wird nach seiner Priesterweihe als Kaplan in der Pfarrgruppe Alsfeld-Homberg tätig sein.

Martin Stuflesser, geboren am 12. Juni 1970 in Neustadt an der Weinstraße, studierte Katholische Theologie in Mainz und Münster und wurde 1998 zum Doktor der Theologie promoviert; 2004 folgte die Habilitation. Von 2004 bis 2007 hatte Stuflesser Lehraufträge und Gastprofessuren in Halle, Boston/USA und Bochum inne, bevor er im Oktober 2007 als Ordinarius auf den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius Maximilians-Universität in Würzburg berufen wurde. Nach seiner Priesterweihe wird Stuflesser in der Studentenseelsorge der Universität Würzburg sowie in der Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt tätig sein.

Michael Tomaszewski wurde 1973 in Viernheim geboren und absolvierte nach seinem Abitur zunächst ein Jura-Studium in Heidelberg. Von 2002 bis 2007 studierte er Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Als Diakon war Tomaszewski in der Pfarrei St. Philippus und Jakobus in Heidesheim tätig; seine erste Kaplansstelle tritt er in Bad Nauheim-St. Bonifatius an.

Stichwort: Priester / Priesterweihe

Aufgabe eines Priesters ist es, das Evangelium zu verkünden (Lehramt), die Sakramente zu spenden (Priesteramt) und die Gläubigen zu leiten (Hirtenamt). Durch seine Weihe handelt er bei seinem Dienst nicht aufgrund eigener oder verliehener Autorität, sondern in der Person Christi und im Namen der Kirche. Dieses besondere Priestertum ist vom allgemeinen Priestertum aller getauften Gläubigen zu unterscheiden, das vom Zweiten Vatikanischen Konzil neu betont worden ist.

Die Priesterweihe erfolgt im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes durch den Bischof. Dabei wird der Heilige Geist auf den Kandidaten herabgerufen (Epiklese), was zeichenhaft in der Handauflegung durch den Bischof und die anwesenden Priester sowie das Weihegebet deutlich wird. Das Sakrament der Weihe ist in der katholischen Kirche in drei Stufen gegliedert: die Diakonenweihe, die Priesterweihe und die Bischofsweihe. Die erste Heilige Messe eines neu geweihten Priesters wird Primiz genannt. Sie wird in der Regel in dessen Heimatgemeinde gefeiert.

Mainz, 27.6.2009: Auch die anwesenden Priester legten den Kandidaten die Hände auf.

Mainz, 27.6.2009: Auch die anwesenden Priester legten den Kandidaten die Hände auf.

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Nach dem katholischen Kirchenrecht kann nur ein getaufter Mann zum Priester geweiht werden. Er muss unverheiratet sein und das 25. Lebensjahr vollendet haben. Das Versprechen der Ehelosigkeit (Zölibat) legt der Kandidat bereits bei seiner Diakonenweihe ab, in der Regel ein Jahr vor der Priesterweihe. Die Ausbildung der Priesteramtskandidaten erfolgt in einem Priesterseminar, in dem die Seminaristen während ihres Theologiestudiums wohnen. Nach dem Studium schließt sich eine praktische Seelsorgsausbildung an. Umgangssprachlich werden die Bezeichnungen „Priester" und „Pfarrer" oft gleichbedeutend gebraucht. Ein Priester trägt den Titel „Pfarrer" allerdings nur, wenn er von seinem Bischof mit der Leitung einer Pfarrgemeinde beauftragt worden ist. Darüber hinaus sind Priester auch in der Seelsorge für bestimmte Personengruppen (Kategorialseelsorge) oder in der Verwaltung tätig. Neu geweihte Priester werden in der Regel in der Pfarrseelsorge als Kapläne zur Unterstützung und Vertretung eines Ortspfarrers eingesetzt.

Im Beschluss „Die pastoralen Dienste in der Gemeinde" der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland (1975) heißt es über das Priesteramt: „Die Sendung des Priesters lässt sich nicht mit Hilfe von einigen nur ihm vorbehaltenen Funktionen umschreiben. Vielmehr übt der Priester den der ganzen Kirche aufgegebenen Dienst im Auftrag Jesu Christi amtlich und öffentlich aus. Durch Verkündigung, Spendung der Sakramente, Bruderdienst, Auferbauung und Leitung der Gemeinde und nicht zuletzt durch sein persönliches Zeugnis soll der Priester die anderen zu ihrem eigenen Dienst bereit und fähig machen." (Kapitel 5.1.1.)

Hinweis: Weitere Informationen auf der Internetseite des Mainzer Priesterseminars unter www.bpsmainz.de

am (MBN)

 

Lehmann gratulierte Domkapitular em. Emig zum 80. Geburtstag

Jubilar war bis 1999 Dezernent für Caritas und Sozialarbeit im Bischöflichen Ordinariat

Mainz, 24.6.2009: Kardinal Karl Lehmann (l.) und Generalvikar Dietmar Giebelmann (r.) gratulierten Domkapitular em. Günter Emig zum 80. Geburtstag.

Mainz, 24.6.2009: Kardinal Karl Lehmann (l.) und Generalvikar Dietmar Giebelmann (r.) gratulierten Domkapitular em. Günter Emig zum 80. Geburtstag.

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Mainz. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, hat Domkapitular em. Prälat Günter Emig zum 80. Geburtstag gratuliert. Lehmann besuchte den Jubilar am Mittwoch, 24. Juni, gemeinsam mit Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann in dessen Wohnung am Liebfrauenplatz.

Emig ist der frühere Leiter des Dezernates Caritas und Sozialarbeit im Bischöflichen Ordinariat Mainz und Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes. Er wurde 1976 Diözesan-Caritasdirektor und 1986 bis zum Eintritt in den Ruhestand im September 1999 zugleich Dezernent für Caritas und Sozialarbeit. Nach seiner Entpflichtung als Diözesan-Caritasdirektor wurde er 1992 Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Mainz. Lehmann wird Emig in einem Gottesdienst am 23. August im Mainzer Dom ehren.

am (MBN)

 

 

„Die Orgel der Gotthard-Kapelle ist mein Lieblingsinstrument im Dom"

Musikalische Domführung mit Domdekan Heckwolf und Domorganist Schönberger

Mainz, 25.6.2009: Domdekan Heinz Heckwolf erläuterte den Teilnehmern der Domführung die Ostkrypta des Mainzer Domes.

Mainz, 25.6.2009: Domdekan Heinz Heckwolf erläuterte den Teilnehmern der Domführung die Ostkrypta des Mainzer Domes.

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Mainz. Rund 120 Personen haben an einer musikalischen Domführung am Donnerstag, 25. Juni, teilgenommen. Sie stand unter der Überschrift „Mit Musik den Mainzer Dom erkunden"; die Erläuterungen hatte Domdekan Prälat Heinz Heckwolf übernommen, an den Orgeln des Mainzer Domes spielte Domorganist Albert Schönberger. Veranstalter der Domführung waren der Mainzer Dombauverein sowie die Allgemeine Zeitung Mainz. Die Zeitung ist einer der Medienpartner des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom". Aufgrund der großen Nachfrage wird es im September zwei weitere musikalische Domführungen geben.

Stationen der Führung waren das Langhaus, die Gotthard-Kapelle, die Ostkrypta, die Memorie sowie das Chorgestühl im Westchor des Domes. Heckwolf erläuterte die jeweilige Baugeschichte der einzelnen Orte und gab Hinweise zu den Orgeln des Mainzer Domes. Insgesamt gibt es vier Orgeln im Mainzer Dom: eine große Hauptorgel (die ihrerseits in vier Werke unterteilt ist), sowie kleine Orgelwerke in der Ostkrypta, in der Memorie sowie in der Gotthard-Kapelle. Heckwolf wies unter anderem darauf hin, dass man sich derzeit Gedanken über die Erneuerung der Hauptorgel mache, und dass die Orgel in der Memorie die ehemalige Hausorgel des früheren Diözesankirchenmusikdirektors Heinrich Rohr sei. Zur Orgel in der Gotthard-Kapelle, die 1983 mit der Hilfe einer großzügigen Privatspende gebaut wurde, sagte der Domdekan: „Die Orgel in der Gotthard-Kapelle ist mein Lieblingsinstrument im Dom, weil sie so klein und doch so vielseitig ist." Domorganist Schönberger trug an den Orgeln Improvisationen über Choräle sowie Werke von Johann Sebastian Bach und Josef Rheinberger vor.

am (MBN)

 

Ein Anstoß für das ökumenische Gespräch

Grußwort von Kardinal Lehmann bei internationalem Calvin-Kolloquium

Mainz. Zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Reformator Johannes Calvin (1509-1564) hat der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, aufgerufen. Bei einem internationalen Kolloquium anlässlich des 500. Geburtstages des Genfer Reformators am Donnerstag, 25. Juni, im Mainzer Haus am Dom sagte er, es sei gut für das ökumenische Gespräch in Deutschland, „wenn wir bei der starken Konzentration auf die Person und das Werk Martin Luthers die anderen großen Reformatoren nicht aus dem Blickfeld verlieren". Die Tagung von Donnerstag, 25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, stand unter der Überschrift „Calvin und Calvinismus - Europäische Perspektiven".

Wörtlich sagte Lehmann: „Ich hoffe, dass von diesem Internationalen Kolloquium zu Calvin und zum Calvinismus, gerade im Lichte europäischer Perspektiven, nicht nur aufschlussreiche historische Erhellungen, sondern auch viele fruchtbare Anstöße und weiterführende Anreize für das ökumenische Gespräch heute ausgehen werden." Und weiter: „Ich glaube, dass auch aus einem anderen Grunde für uns eine intensivere Zuwendung zu Calvin ökumenisch notwendig ist. Gerade bei den historischen Ereignissen und den theologischen Texten sowie Dokumenten im Kontext der zweiten Generation der Reformatoren sehen wir heute deutlicher, dass wir uns nicht mit der Kenntnis der späteren Situation eines schon weitgehend etablierten Kirchenwesens begnügen dürfen, sondern die Situation historisch und theologisch vor der stärkeren Konfessionalisierung gewichtiger einschätzen müssen, wie es ja vielfach in der heutigen Forschung schon geschieht. In der späteren Phase ist manches verdeckt, das nicht nur historisch, sondern auch theologisch-systematisch und für das ökumenische Gespräch bedeutungsvoll ist."

An dem Kolloquium nahmen Wissenschaftler aus ganz Europa und Amerika teil und würdigten in über 30 Vorträgen das Wirken von Johannes Calvin. Neben Kardinal Lehmann sprach auch der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, ein Grußwort. Veranstalter des Kolloquiums waren das Institut für Europäische Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Reformationsgeschichte der Theologischen Universität Apeldoorn in Holland.

tob (MBN)

 

„Allen alles werden"

Predigt von Kardinal Lehmann zum Abschluss des Paulus-Jahres in Offenbach-St. Paul

Offenbach. Zum Abschluss des von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Paulus-Jahres hat der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, den Apostel als Vorbild hervorgehoben. Bei einer Predigt im Dekanatsgottesdienst in Offenbach-St. Paul am Montagabend, 29. Juni, sagte er, Paulus sei „der Apostel schlechthin". Die Predigt stand unter der Überschrift „Die missionarische Grundregel des heiligen Paulus: Allen alles werden" (1 Kor 9,19-23).

Über die Missionstätigkeit als Wesenszug der Kirche sagte Lehmann: „Missionarisch ist das Christentum von Anfang an, weil es seine Botschaft für alle darbietet. Dies hängt sehr eng mit der Lebenshingabe Jesu Christi und seinem Tod ‚für die vielen', das heißt für alle, zusammen. Deshalb dürfen wir auch die Botschaft nicht einfach nur bewahren, so treu wir ihr gegenüber sein müssen. Wir müssen sie immer neu ausrichten und dabei andere Sprachen, andere Kulturen, andere gesellschaftlichen Verhältnisse und vor allem andere Menschen beachten. Wir dürfen also nie im Blick auf die Botschaft, die wir angenommen haben, selbstzufrieden sein (‚beati possidentes'). Immer wieder kommt es darauf an, dass wir die christliche Botschaft in alle Winkel der Welt und zu allen Menschen bringen. Dies geschieht natürlich nicht nur theoretisch und in Form der Predigt, sondern wir müssen das Evangelium im Wort und in der Tat des Lebens bezeugen, ‚die Wahrheit tun', wie das Johannesevangelium sagt (3,21). Darum müssen wir Christen selbst solche Boten, also missionarisch sein."

tob (MBN)

 

Tag der Arbeitswelt mit Weihbischof Werner Guballa

Besuch im entstehenden Archäologischen Park Glauberg in Oberhessen

Glauburg. „Leben und Arbeiten in der Region Oberhessen" war das Thema eines „Tages der Arbeitswelt" am Mittwoch, 24. Juni, im entstehenden Archäologischen Park Glauberg. Neben den katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern waren zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region gekommen und zeigten ihr Interesse an der Regionalentwicklung. Der „Tag der Arbeitswelt" fand im Rahmen der Visitation des Mainzer Weihbischofs Dr. Werber Guballa im katholischen Dekanat Wetterau-Ost statt.

Betriebsseelsorger Richard Kunkel aus Bad Nauheim betonte in seiner Begrüßung, dass es guter Brauch sei im Rahmen einer Bischofsvisite, ortsansässige Unternehmen zu besuchen. Der diesjährige Besuch des Mainzer Weihbischofs solle jedoch die Regionalentwicklung in den Blick nehmen und damit die Chancen und Möglichkeiten, dem Verlust von Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen in der ländlichen Region kreativ entgegen zu wirken. Die Positionierung und Profilierung der Region Oberhessen als alte Kulturlandschaft solle beispielhaft am Projekt Archäologischer Park Glauberg gezeigt werden.

Katharina von Kurzynski, Archäologin vom hessischen Amt für Denkmalpflege, erläuterte den Gästen die Grabungsgeschichte auf dem Glauberg, die Konzeption des neuen Landesmuseums und die Planungen für den Archäologischen Park „Keltenwelt" als Erlebnisort für die Begegnung mit der keltischen Kultur. So sollen künftig die gefundenen Exponate dem Besucher am Ort ihrer Grabung im Zusammenhang mit Natur und Landschaft am Glauberg präsentiert werden.

Nach dem Besuch auf dem Glauberg fand der Konferenzteil der Veranstaltung im katholischen Pfarrzentrum Stockheim statt. Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger vom Regionalmanagement des Vereins Oberhessen in Bad Salzhausen erläuterten dabei Chancen und Stärken der Region und gingen auf die besonderen Perspektiven durch die Funde aus der Keltenwelt am Glauberg ein. Entscheidend werde das Bewusstsein und die Identitätsfindung der Menschen als Teil der Region sein. Weihbischof Dr. Guballa betonte in seinem Schlusswort die Verantwortung der Kirche und jedes Einzelnen für das Gelingen eines Lebens auf dem Lande angesichts der Herausforderungen im Bereich der Arbeit, der Ökologie und der Bevölkerungsentwicklung.

na (MBN)

 

Heckwolf: „Es geht eine Faszination von diesem Dom aus"

Eröffnung der Dom-Ausstellung des Kunstvereins Eisenturm im MVB-Forum

Mainz, 25.6.2009: Mit dem Mainzer Dom hatten sich die Mitglieder des Kunstvereins Eisenturm auseinander gesetzt.

Mainz, 25.6.2009: Mit dem Mainzer Dom hatten sich die Mitglieder des Kunstvereins Eisenturm auseinander gesetzt.

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Mainz. „Es geht eine Faszination von diesem Dom aus. Es geht eine Faszination von dem aus, was gläubige Menschen in Stein gemeißelt, in Holz geschnitzt und in Farbe gemalt haben. Ich freue mich, dass auch Künstlerinnen und Künstler sich mit dem Mainzer Dom beschäftigen." Das sagte der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, in seinem Grußwort bei der Eröffnung der Ausstellung „Hoher Dom zu Mainz. Hommage an eine tausendjährige Architektur" am Donnerstag, 25. Juni, im Mainzer MVB-Forum. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsausstellung der Künstler-Mitglieder des Kunstvereins Eisenturm Mainz e.V. Zu Beginn der Vernissage hatte der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank, Uwe Abel, die Anwesenden begrüßt. Anschließend führte Dr. Otto Martin, erster Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm, in die Ausstellung ein.

„Die Dominanz dieser Domarchitektur, die in ihrer aufstrebenden Kompaktheit durchaus auch als ‚Domgebirge' bezeichnet werden kann, steht demnach im Mittelpunkt der aktuellen bildnerischen Auseinandersetzung unserer Künstler-Mitglieder", heißt es in der Einladung zur Ausstellung, die bis zum 6. August gezeigt wird. Die Mainzer Volksbank hat die Sanierung des Mainzer Domes im Jubiläumsjahr bereits mit mehreren Aktionen unterstützt. Unter anderem wurden eine „Dom-Spardose" sowie Gold- und Silbermünzen mit dem Mainzer Dom produziert, deren Erlös dem Mainzer Dombauverein zu Gute kommt.

Hinweis: Öffnungszeiten - montags, dienstags und donnerstags von 8.15 bis 18.00 Uhr, mittwochs und freitags von 8.15 bis 13.00 Uhr. Kontakt: MVB-Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 06131/148 8744, Internet: www.mvb.de, Kunstverein Eisenturm, Tel.: 06131/9727603, Internet: www.kunstverein-eisenturm-mainz.de

am (MBN)

 

Pilotprojekt in der Schulpastoral an der AMS

Pater Ignatius Löckemann wird Nachfolger von Pfarrer Dietmar Heeg

Viernheim. Die bewährte Arbeit in der Schulpastoral der Albertus Magnus-Schule (AMS) in Viernheim soll zum Anfang des neuen Schuljahres 2009/2010 eine neue Verstärkung erfahren. Das Bistum Mainz als Schulträger ermutigt das Pastoralteam der Pfarrgruppe St. Hildegard/St. Michael und die Schulgemeinschaft zu einem Pilotprojekt im Bereich Schulpastoral an der AMS.

Pater Ignatius Löckemann OSB, Kaplan im Pastoralteam St. Hildegard/St. Michael wird Nachfolger von Pfarrer Dietmar Heeg als Schulseelsorger und steigt damit in das bestehende Team von Schulseelsorgern/Schulseelsorgerinnen ein und bildet in seiner Person somit eine Brücke zu den Viernheimer Pfarreien. Das Pastoralteam der Pfarrgruppe St. Hildegard/St. Michael wie auch die Pfarrgemeinde- und Seelsorgeräte dieser Gemeinden wollen sich verstärkt um das Zusammenspiel von Gemeindepastoral und Schule Gedanken machen, nicht nur wie bisher die Kirchtüren für die Schule öffnen, sondern sich auch pastoral im katholischen Gymnasium einbringen.

Der Benediktiner wird Kaplan in der Pfarrgruppe St. Hildegard/St. Michael bleiben und mit einem Stellenumfang von einer halben Stelle Schulseelsorger an der Albertus Magnus-Schule sein. Der bisherige Schulseelsorger, Pfarrer Dietmar Heeg, wird neben seiner Aufgabe in der Fernseharbeit ab dem 1. August mit einer halben Stelle als Pfarrvikar in Lorsch tätig sein.

Für die Albertus Magnus-Schule gibt es mit Pater Ignatius - und dem Engagement der Gemeinden - die Chance, Impulse aus der Jugendarbeit, der gemeindlichen Spiritualität und den Begegnungen mit Haupt- und Ehrenamtlichen aufzunehmen. Alles, was den Lebensraum Schule bereichert, was den Dienst der Kirche in Schule vertiefen kann, soll für die Menschen in der Schule und der Stadt Viernheim genutzt werden. Die Anstöße, die das Projekt an der AMS entwickelt, sollen im Alltag von Schule und Gemeinde, aber auch in besonderen Angeboten spürbar werden, die von beiden Seiten genutzt werden können.

Seit längerem berät das Pastoralteam von St. Hildegard/St. Michael wie Synergieeffekte und Kooperationsmomente zwischen Pfarrgemeinde und den Schulen vor Ort stattfinden könnten. Dies wird jetzt mit dem Pilotprojekt konkret.

In Absprache und Kooperation mit dem Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, und Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschueln im Bistum Mainz, startet dieses Pilotprojekt mit dem neuen Schuljahr. Schulleitung und Seelsorgeteam der Albertus Magnus-Schule beraten und erproben mit dem Pastoralteam in noch genau zu überlegenden Schritten, wo und wie Gemeinde und Schule zusammenarbeiten und sich verzahnen können. Dazu passt, was der Seelsorgerat von St. Hildegard/St. Michael sich in seiner Präambel als Zielsetzung für die derzeitige Legislaturperiode formuliert hat: Bestehendes stärken, Neues wagen, das Evangelium leben.

(MBN)

 

Neue Erschließungsstrategien zur Bearbeitung von Archivgut

Jahreskonferenz 2009 der Archivare der Oberrheinischen Kirchenprovinz

Mainz. Der Austausch über neue Erschließungsstrategien zur Bearbeitung von Archivgut bildete einen Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung der Archivare der Oberrheinischen Kirchenprovinz. Die Archivare waren von Dienstag, 16., bis Mittwoch, 17. Juni, unter Vorsitz des Freiburger Bistumsarchivars Dr. Christoph Schmider in Mainz zusammengekommen. Der Direktor des Mainzer Dom- und Diözesanarchivs, Dr. Hermann-Josef Braun, gibt in seinem Bericht einen Überblick über die Themen der Tagung:

Ein zentrales Problem stellt für alle Archivare die zunehmende Flut der aus der Verwaltung erwachsenen und zu übernehmenden Unterlagen dar. Aufgrund der Anbietepflicht der aktenführenden Stellen schlägt sich der Ausbau der Kirchenverwaltungen seit den 1960er Jahren mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung naturgemäß auch im Archivwesen nieder. Das Bistumsarchiv ist die Instanz, die über den Verbleib der nicht mehr im Tagesgeschäft benötigten Akten entscheidet. In das Archiv werden daher nur die Akten eingelagert, die auf Dauer aufbewahrt werden sollen. Die Quantitäten der Akten und auch anderer Daten haben im Allgemeinen Dimensionen erreicht, dass sie mit herkömmlichen Methoden nicht mehr in angemessener Form gesteuert werden können. Dies bedeutet, dass neben der Sicherung eine systematische Verzeichnung und intensive Erfassung ausnahmslos aller Akten im herkömmlichen Sinne nicht mehr gewährleistet ist.

Ebenso wichtig wie die Sicherung von Unterlagen ist ihre Erschließung durch das Archiv. Der Leiter des Bistumsarchivs Fulda, Dr. Edgar Kutzner, stellte in einem Grundsatzreferat neue Erschließungsstrategien für Archivgut mit dem Ziel vor, die Diskrepanz zwischen übernommenen und erschlossenen Unterlagen zu minimieren. Eine zentrale Forderung seiner Ausführungen besteht in der intensiven Nutzung des Internets. In diesem Zusammenhang stellte er die beiden internationalen Standards EAD (Encoded Archival Description) und ISAD (International Standard Archival Description (General)) vor, die seit den 1990er Jahren ständig weiter ausformuliert werden und ein Regelwerk zur Erschließung von Archivgut darstellen. Die Rezeption dieser internationalen Standards wird von der für die Ausbildung in Deutschland außerordentlich wichtigen Archivschule in Marburg nicht mitgetragen. Die Erschließung des Archivgutes mit Hilfe der internationalen Standards kann in modularer Form auf der Bestandsebene durchgeführt werden. Eine weitergehende ergänzende Erschließung entscheidet das Archiv nach dem den Unterlagen beigemessenen Wert, dem Benutzerinteresse sowie den vorhandenen Ressourcen.

Die tragischen Ereignisse um das Historische Archiv der Stadt Köln müssen als Mahnung verstanden werden, potenziellen Schadensfällen präventiv zu begegnen, einen entsprechenden Maßnahmenkatalog festzulegen und notwendige Absprachen mit verwandten Institutionen und den erforderlichen Rettungskräften zu treffen. Dabei ist weniger an einen Komplettverlust durch Einsturz zu denken wie in Köln, als vielmehr an die Gefahren durch Brand und Wassereinbruch. Das durch die Absprachen geschaffene Netzwerk ist dann auch in der Folge am Leben zu erhalten, um auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet zu sein. In zeitlichen Abständen wiederholte Trainingseinheiten sollen garantieren, dass auch in Stresssituationen die richtigen Maßnahmen getroffen werden.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde das in seinen Grundzügen aus dem Jahr 1875 stammende Personenstandsgesetz völlig neu gefasst. Da im Unterschied zu früher eine Archivkomponente im Gesetz enthalten ist, hat dieses auch Auswirkungen für die Archive. Allerdings sind die Konsequenzen im Einzelnen noch nicht geregelt. Früher verblieben die Personenstandsunterlagen grundsätzlich beim Standesamt. Auskünfte erhielt nur derjenige, der eine Verwandtschaft in direkter Linie zur angefragten Person nachweisen konnte. Nach Ablauf festgelegter Fristen werden die Personenstandsunterlagen jetzt in Archive abgegeben und unterliegen den dort gültigen Nutzungsbedingungen. Wenn auch die praktische Durchführung der Übernahme und Nutzung im Einzelnen noch nicht abschließend geregelt ist, so kann jetzt schon festgehalten werden, dass durch das neue Gesetz auf jeden Fall für den Genealogen benutzerfreundlichere Regelungen getroffen wurden.

Aufgrund der diözesanen Gegebenheiten können die Archivare der Oberrheinischen Kirchenprovinz die von verschiedenen Bistumsarchiven betriebene systematische Werbung um genealogische Benutzer in ihrer Gesamtheit nicht mittragen. Wegen der sich daraus ergebenden Konsequenzen wurde die Empfehlung der Bischofskonferenz „Sicherung und Nutzung von Pfarrmatrikeln (Kirchenbücher)" vom 13. Februar 2008 in Freiburg und in Mainz nicht im Amtsblatt veröffentlicht. Die bisherigen Erfahrungen untermauern die Richtigkeit der Entscheidung, die Empfehlung nicht zu veröffentlichen.

Die Initiative der protestantischen landeskirchlichen Archive zur Internetpräsentation der eigenen Kirchenbuchüberlieferung unter der Adresse „www.kirchenbuchportal.de" wird weiter beobachtet. Eine Mitarbeit der katholischen Archive in dem mehrstufigen Portal wird nicht ausgeschlossen. Die Archivare der Oberrheinischen Kirchenprovinz beabsichtigen aber nach wie vor nicht, sich an einer kostenpflichtigen Präsentation digitalisierter Kirchenbücher zu beteiligen.

Die Tagung endete am Mittwochnachmittag mit einer Führung durch die Mainzer Altstadt mit anschließender Besichtigung der St. Stephanskirche und deren Kreuzgang. Den Abschluss bildete ein Gang zum Kästrich, wo die Spuren der Anfänge der römischen Stadt noch heute sichtbar sind.

(MBN)

 

„Werde Wahlheld/in!"

Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend

Mainz. Unter dem Motto „Werde Wahlheld/in!" stand die Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Mainz von Freitag, 26., bis Sonntag, 28. Juni, auf dem Jugendwerksgelände in Mainz. Im Rahmen der Diözesanversammlung, zu der rund 50 Ehrenamtliche aus den Mitgliedsverbänden und -dekanaten nach Mainz gekommen waren, wurden Sebastian Franzreb, Christian Tausch, Stephanie Langer, Constanze Coridaß und Kathrin Sonnabend für ein weiteres Jahr als Mitglieder des ehrenamtlichen BDKJ-Vorstands bestätigt. Sie bilden gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitgliedern Bianka Mohr, Eric Niekisch und Pfarrer Markus W. Konrad den Mainzer BDKJ-Diözesanvorstand.

Zudem fand während der Diözesanversammlung eine Podiumsdiskussion zu den Themen „Kritischer Konsum", „Klima", „Bildung" und „Kinderarmut" statt. Den Fragen der Teilnehmer stellten sich Michael Hartmann (SPD), Pia Schellhammer (Bündnis 90/Die Grünen), Manuel Höferlin (FDP) und Dr. Ulrich Wilken (Die Linke). Die Vertreterin der CDU, Ute Granold, hatte ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Die jährlich stattfindende BDKJ-Diözesanversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des BDKJ-Diözesanverbands Mainz, in dem sich katholische Jugendverbände und Regionen (Dekanate) zusammengeschlossen haben. Dem BDKJ des Bistums gehören zehn Verbände und 20 Dekanate mit rund 17.000 Mitgliedern an. Der BDKJ vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Interessen.

jw/am (MBN)

 

„Größer als der Dom?!"

Jugendgottesdienst und Geburtstagsfeier zum Domjubiläum

Mainz. Zu einer Geburtstagsfeier der besonderen Art hatten das Bischöfliche Jugendamt (BJA) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) am Samstag, 27. Juni, in die Katholische Jugendzentrale (KJZ) am Ballplatz in Mainz geladen. Anlass war das Jubiläum „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom". Vor der Feier fand ein Jugendgottesdienst im Mainzer Dom mit Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Markus W. Konrad statt, der unter dem Motto „Größer als der Dom?!" stand.

„Als wir das Domjubiläum geplant haben, war es uns wichtig, junge Köpfe in den Dom zu holen", sagte Heckwolf im Gottesdienst. „Wir wollten nicht nur in die Geschichte zurückschauen, sondern auch zeigen: Der Dom hat eine Zukunft." Am Gottesdienst, der im Rahmen der BDKJ-Diözesanversammlung stattfand und von Mitgliedern des ehrenamtlichen BDKJ-Vorstands mitgestaltet wurde, nahmen rund 150 Jugendliche teil. Während der Liturgie wurden verschiedene Orte im Dom besucht, wie das Taufbecken, die Kanzel und die Ostkrypta. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe „MezSoMix" unter der Leitung von Regionalkantor Thomas Gabriel, Seligenstadt.

jw/am (MBN)

 

Den Reichtum anderer Länder entdecken

Freiwillige in „Sozialen Dienst für Frieden und Versöhnung im Ausland" entsendet

Mainz. Sieben junge Erwachsene werden in den kommenden Wochen und Monaten ihren Freiwilligendienst in Bolivien, Brasilien und Peru antreten. Aus diesem Anlass fand am Montag, 29. Juni, in der Kapelle des Jugendhauses Don Bosco in Mainz eine Entsendungsfeier statt. Die Jugendlichen werden ihren so genannten „Sozialen Dienst für Frieden und Versöhnung" in Kindertagesstätten, Jugendzentren, Straßenkinderprojekten und -heimen sowie Behindertenzentren in Rondonopolis, Rio (beides Brasilien), Cochobamba (Bolivien) und Cajamarca (Peru) leisten.

In seiner Predigt ermutigte Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Markus W. Konrad die Freiwilligen dazu, die bevorstehende Trennung von Familie und Freunden als Herausforderung zu begreifen. „Wenn Menschen Gott ernst nehmen, dann führt das ins Weite", sagte Konrad. Mit ihrer Entscheidung für den Freiwilligendienst im Ausland seien die Jugendlichen auch Kundschafter für „die eine Welt". „Ich wünsche Euch, dass Ihr als Beschenkte zurückkehrt und damit auch unsere Gesellschaft beschenkt", betonte Konrad.

„Der Weg, den ihr mit dem Freiwilligendienst im Ausland gewählt habt, gleicht einem Labyrinth", sagte Wolfgang Rieke von der Fachstelle Zivildienst und Freiwilligendienste des Bischöflichen Jugendamts (BJA) bei seiner Begrüßung. „Es ist ein Weg mit vielen Windungen, auf dem man an vielen Stellen noch nicht das Ziel sieht." Neben der Vorbereitung hätten die Freiwilligen im vergangenen Jahr auch zunehmend den Wunsch verspürt, die Schönheit der südamerikanischen Länder zu entdecken, in die sie reisen werden. „Ihr werdet aber auch die Armut dieser Menschen teilen, wenn Ihr solidarisch mit ihnen leben wollt", sagte Rieke.

jw/am (MBN)

 

Vorschau

Gottesdienst zum Silbernen Priesterjubiläum (3.7.)

Lehmann feiert Heilige Messe mit dem Weihejahrgang 1984

Mainz. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, feiert am Freitag, 3. Juli, um 11.00 Uhr im Mainzer Dom einen Gottesdienst mit den Priestern des Weihejahrgangs 1984 anlässlich ihres Silbernen Priesterjubiläums. Lehmann hatte die acht Männer am 30. Juni 1984 zu Priestern geweiht; es war die erste Priesterweihe Lehmanns in seiner Funktion als Bischof von Mainz.

Folgende Seelsorger feiern ihr Silbernes Priesterjubiläum:

Norbert Braun, geboren am 22. Juni 1959 in Friedberg, war nach seiner Priesterweihe als Kaplan in Fürth und Rimbach, in Reinheim und Groß-Bieberau, sowie in Dienheim, Nierstein und Oppenheim tätig. 1991 wurde er zum Pfarrer in Nauheim ernannt; seit 2004 wirkt er als Pfarrer in Ober-Wöllstadt und Rodheim.

Geboren am 1. Oktober 1953 in Koblenz, war Gerhard Choquet Kaplan in Lich und in Ober-Roden. Von 1987 bis 1996 war er als Religionslehrer am Gymnasium und in der Schülerseelsorge in Gießen tätig, bis er 1996 zum Pfarrer in Bingen ernannt wurde. Seit 2007 ist Choquet Geistlicher Rat. Zudem ist er seit 2008 Leiter des Pfarreienverbundes Bingen.

Winfried Disser (geboren am 24. Mai 1958 in Hanau) verbachte seine Kaplansjahre in Worms, Fürth und Rimbach, Dietzenbach sowie in Bensheim und Reichenbach. Seit 1991 wirkt er als Pfarrer in Eichenrod, Herbstein und Ulrichstein und ist seit 2008 stellvertretender Dekan des Dekanates Alsfeld. Seit 2008 ist er auch Leiter der Pfarrgruppe St. Bonifatius Hoher Vogelsberg.

Ulrich Engel wurde am 15. Mai 1950 in Erbach geboren und war als Kaplan in Mainz-Finthen, Mühlheim, Weiterstadt und Neustadt sowie als Krankenhausseelsorger am St. Hildegardis-Krankenhaus in Mainz tätig. 1990 wurde er zum Pfarrer in Hainhausen und Weiskirchen ernannt. Engel ist seit 2008 Leiter der Pfarrgruppe Weiskirchen/Hainhausen.

Michael Kunze, geboren am 8. April 1958 in Darmstadt, war Kaplan in Offenbach-Bieber sowie in Bensheim und Reichenbach. Von 1988 bis 1992 war er Pfarrer in Stockheim, von 1992 bis 1999 Pfarrer in Echzell und ab 1995 stellvertretender Dekan des Dekanates Wetterau-Ost. 1999 wechselte Kunze als Pfarrer nach Mörlenbach und Weiher, bevor er 2005 Pfarrer in Offenbach wurde. Seit 2007 ist er auch Dekan des Dekanates Offenbach.

Geboren am 22. September 1944 in Ingelheim, wurde Norbert Sittel zunächst 1975 zum Ständigen Diakon geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er zuerst Kaplan in Herbstein, Eichenrod und Ulrichstein, bevor er von 1986 bis 1994 als Pfarrer in Ober-Wöllstadt und Rodheim (ab 1993) wirkte. Seit 1994 ist Sittel Pfarrer in Bingen-Büdesheim, 2005 wurde er zum Geistlichen Rat ernannt. Außerdem war er von 2000 bis 2009 Dekan des Dekanates Bingen.

Jörg Swiatek (geboren am 21. April 1959 in Rembrücken) war als Kaplan in Mainz-Lerchenberg und Mainz-Drais tätig. Von 1986 bis 1989 war er Bischofskaplan bei Bischof Karl Lehmann, bevor er 1989 die Leitung der Diözesanstelle für Kirchliche Berufe in Mainz übernahm. 1996 wurde Swiatek zum Dr. theol. promoviert und ist seit dem selben Jahr Pfarrer in Mainz-Amöneburg und Mainz-Kastel. Von 2000 bis 2005 war er stellvertretender Dekan des Dekanates Mainz-Stadt.

Franz Zierz, geboren am 8. Juni 1958 in Hillerse, war Kaplan in Budenheim, Groß-Gerau und Altenstadt, bevor er 1989 Pfarrer in Mainz-Kostheim und Diözesanseelsorger für Gehörlose (bis 2003) wurde. Seit 1996 wirkt Zierz als Krankenhausseelsorger am St. Vincenz und Elisabeth-Hospital und sowie am Schmerz-Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes. 2002 wurde er zum Geistlichen Rat ernannt.

am (MBN)

 

„Wie predigen wir dem modernen Menschen?" (3.-4.7.)

Ökumenische Akademietagung im Erbacher Hof / Vortrag von Dr. Thomas Weißer

Mainz. „Wie predigen wir dem modernen Menschen?" ist eine Akademietagung von Freitag, 3., bis Samstag, 4. Juli, in der Bistumsakademie Erbacher Hof in Mainz überschrieben. In der Einladung heißt es dazu: „Die ökumenisch ausgerichtete Tagung lädt Angehörige theologischer, pädagogischer und medialer Arbeitsgebiete, aber auch andere Interessierte zur Auseinandersetzung mit homiletischen Ansätzen aus unterschiedlichen Praxisfeldern ein. Impulsgebende Vorträge aus Praxis und Theorie der Homiletik sowie der gegenseitige Austausch geben Raum zum gemeinsamen Erkunden, wie eine zeitgemäße Verkündigung im 21. Jahrhundert aussehen kann." Der Landessenderbeauftragte beim Südwestrundfunk (SWR), PD Dr. Thomas Weißer, wird die Tagung am 3. Juli um 17.00 Uhr eröffnen. Sein Referat steht unter der Überschrift „Godcast und Co. Verkündigung im Medienzeitalter".

tob (MBN)

 

Kommunionkindertag mit Kardinal Lehmann (5.7.)

Gottesdienst vor dem Dom / Theaterstück zur Domgeschichte / Mitmach-Angebote

Mainz. Rund 2.000 Kinder werden zum Erstkommunionkindertag mit dem Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, am Sonntag, 5. Juli, auf den Domplätzen erwartet. Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier, bei der Kardinal Lehmann predigen wird. Nach dem Mittagessen stehen ab 13.00 Uhr verschiedene Mitmach-Angebote auf dem Programm: So können die Kinder unter anderem Münzen prägen, Fahnen für den Dom bemalen oder auch an Domführungen mit dem Drachen Tabaluga und dem Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, teilnehmen. Um 14.30 Uhr wird ein Theaterstück zur Domgeschichte aufgeführt, bevor Domdekan Heckwolf den Tag beschließen wird.

tob (MBN)

 

Chorfestival Pueri Cantores in Stockholm (8.-12.7.)

Drei Chöre aus dem Bistum Mainz mit über 80 Sänger beteiligt

Stockholm. Am 35. Chorfestival des Internationalen Chorverbandes „Pueri Cantores" in Stockholm beteiligen sich in diesem Jahr drei Chöre aus dem Bistum Mainz mit über 80 Sängern. Insgesamt werden zu dem Treffen von Mittwoch, 8., bis Sonntag, 12. Juli, rund 5.000 Kinder und Jugendliche aus 20 Nationen erwartet, davon etwa 1.600 aus 53 Mitgliedsverbänden des Deutschen Chorverbandes „Pueri Cantores". Aus dem Bistum Mainz nehmen folgende Chöre teil: die St. Jakobus-Spatzen aus Nauheim unter Leitung von Elke Schmidt, die Kinder- und Jugendkantorei Bensheim unter Leitung von Regionalkantor Gregor Knop und die Kantorei St. Stephanus in Frankfurt-Nieder-Eschbach unter Leitung von Sonja Grillenmaier.

tob (MBN)

 

„Tag der Gefangenen" im Bistum Mainz (12.7.)

Kollekte in den Gottesdiensten für die Gefangenenseelsorge

Mainz. Am Sonntag, 12. Juli, begeht das Bistum Mainz den „Tag der Gefangenen". Seit dem Heiligen Jahr 2000 wird in der Diözese an einem Sonntag im Juli in besonderer Weise an die Menschen im Gefängnis erinnert. Aus diesem Grund wird auch die Kollekte in allen Gottesdiensten des Bistums Mainz für die Gefangenenseelsorge gehalten. Zudem wird Domkapitular Prälat Hans-Jürgen Eberhardt, Diözesancaritasdirektor, an diesem Tag um 9.00 Uhr mit den Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Rohrbach (Wöllstein) einen Gottesdienst feiern; anschließend ist eine Begegnung mit den Gefangenen vorgesehen.

Hinweis: Zum „Tag der Gefangenen" ist eine Arbeitshilfe erschienen, die beim Bischöflichen Ordinariat, Dezernat Seelsorge erhältlich ist. Ansprechpartner ist Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-520, E-Mail: gefaengnisseelsorge@bistum-mainz.de

am (MBN)

 

Publikationen

„Vielfalt und Präzision"

Publikation zum Wechsel in der Leitung des Finanzdezernats erschienen

Vielfalt und Präzision

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Mainz. Soeben ist in der Reihe „Mainzer Perspektiven. Berichte und Texte aus dem Bistum Mainz" als 17. Band eine Publikation zum Wechsel in der Leitung des Finanzdezernats des Bistums Mainz erschienen. Die von der Abteilung Publikationen des Bischöflichen Ordinariates herausgegebene Broschüre trägt den Titel „Vielfalt und Präzision". In ihr ist die Verabschiedung von Finanzdirektor Thomas Karst und die Amtseinführung des neuen Finanzdirektors des Bistums Mainz, Eberhard von Alten, am 28. April dieses Jahres dokumentiert. So enthält die Publikation im ersten Teil die Ansprachen, die anlässlich dieses Termins gehalten wurden.

Im zweiten Teil der Broschüre findet sich eine Bilanz des Bistumshaushalts 2008 von Thomas Karst. Er schreibt: „In finanzieller Hinsicht hat sich das Jahr 2008 für das Bistum durch ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis der Kirchensteuereinnahmen ausgezeichnet." So habe nicht nur ein in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden können, sondern es sei auch möglich gewesen, „Mittel zur weiteren Stärkung der Rücklagen einzusetzen". Damit habe die „auf die Zukunft ausgerichtete Haushaltspolitik" erfolgreich fortgesetzt werden können: Dazu gehöre die „Gewährleistung der laufenden kirchlichen Arbeit ohne Rücklagenentnahme", die „Absicherung aktuellen und künftigen Aufwands aus der Nutzung kirchlicher Gebäude im Besitz des Bistums und der Pfarreien" sowie die „weitere Sicherung der kapitalgedeckten Versorgung".

Weiter schreibt Karst zum Haushalt des Bistums Mainz: „Der Haushalt des Bistums Mainz zeichnet sich dadurch aus, dass von vornherein auf kreditfinanzierte Ausgaben verzichtet wird." Die Haushaltssteuerung werde grundsätzlich so gestaltet, „dass nur das ausgegeben wird, was nach gebotener Zuführung zu Rücklagen an Einnahmen zur Verfügung steht". Bei der Sitzung des Diözesankirchensteuerrats am Mittwoch, 24. Juni, war eine mit Gesamtausgaben und Gesamteinnahmen von rund 312,7 Millionen Euro ausgeglichene Haushaltsrechnung für das Jahr 2008 vorgelegt worden. Im Soll-Ist-Vergleich verzeichnete die Diözese Mehreinnahmen von rund 3,8 Millionen Euro gegenüber dem Haushaltsplan 2008.

In seinem anschließenden „Ausblick" schreibt Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, der auch Ökonom des Bistums Mainz ist, unter anderem über die Schwerpunkte des finanziellen Engagements der Diözese: „Im Jahre 2009 investieren wir in die Kinder und die Jugend." Dazu gehörten der Neubau des Bischöflichen Jugendamts, der Neubau der Elisabeth von Thüringen-Schule auf dem Gelände des Ketteler-Internats, der Neubau der Mensa des Willigis-Gymnasiums sowie die systematische Ausweitung der Plätze für unter 3-Jährige in den Kindertagesstätten des Bistums. Des Weiteren werden in der Broschüre die Ziele des Bistums Mainz in den Jahren 2008 bis 2010 sowie aktuelle Zahlen zur Diözese dokumentiert.

Hinweise:

  • Vielfalt und Präzision. Zum Wechsel in der Leitung des Finanzdezernats. Haushaltsbilanz 2008. Ausblicke und Zahlen. Mainzer Perspektiven: Berichte und Texte aus dem Bistum 17, hrsg. von Barbara Nichtweiß, 48 Seiten mit zahlreichen Fotos und Grafiken. Mainz, Bischöfliches Ordinariat, 2009, Abteilung Publikationen. ISSN: 0947-6903, ISBN: 978-3-934450-37-0
  • Die Publikation ist erhältlich beim Infoladen des Bistums Mainz, Heiliggrabgasse 8, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-888, E-Mail: infoladen@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/infoladen

am (MBN)