Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 24, 17. Juni 2009

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte

Gastredner Schmidt-Glintzer bei Stiftungsprofessur  
Christoph Metzelder besuchte Kardinal Lehmann  
Stiftertag der Mainzer Domstiftung  
Mainzer Ballett tanzte im Dom

Vorschau

Benefizkonzert des Mainzer Domchores (19.6.)  
Kardinal sendet zwei Gemeindereferentinnen (20.6.)  
Gesprächsabend mit Boris Zabarko (22.6.)  
Kolloquium zum 500. Geburtstag von Calvin (25.-28.6.) 
Ziviler Friedensdienst in Ruanda (26.6.)

Personalien

Domkapitular em. Günter Emig wird 80 (24.6.)

Publikationen

Arbeitshilfe für Katholische Schulen erschienen

 

Berichte

Religiöses Erwachen in China

Gastvorlesung mit Professor Helwig Schmidt-Glintzer bei Mainzer Stiftungsprofessur

Mainz, 16.6.2009: Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer sprach bei der Mainzer Stiftungsprofessur über Religion in China.

Mainz, 16.6.2009: Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer sprach bei der Mainzer Stiftungsprofessur über Religion in China.

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Mainz. Ein „religiöses Erwachen in China" konstatierte Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer am Dienstag, 16. Juni, bei seiner Gastvorlesung im Rahmen der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Mainzer Universität. Seit der ersten Wiedereröffnung von Kirchen im Jahr 1979 habe es auch gerade bei der christlichen Mission „eine ungeahnte Dynamik" in China gegeben. Ein besonderer Schub sei nochmals im Wendejahr 1989 zu verzeichnen gewesen. In den vergangenen drei Jahrzehnten hätten mindestens 35 Millionen Menschen in China zum christlichen Glauben gefunden.

Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer ist Direktor der Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel. Sein Vortrag stand unter der Überschrift „Kosmische Ordnung und die Rückkehr ins Diesseits - Himmelskult, Geisterglauben und soziale Bindung in China". Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte als Inhaber der diesjährigen Stiftungsprofessur die Vorlesungsreihe unter die Überschrift „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung" gestellt.

Schmidt-Glintzer wies darauf hin, dass Radio Vatikan seit März dieses Jahres sein Programm auch auf Chinesisch ausstrahle, als bisher achte Programmsprache. Der Brief von Papst Benedikt XVI. an die chinesischen Katholiken aus dem Jahr 2007 sei „ein Schritt in eine versöhnliche und konstruktive Richtung", sagte Schmidt-Glintzer. China sei im 20. Jahrhundert oft als religionsloses oder atheistisches Land bezeichnet worden, doch gleichzeitig hätte die große Glaubenspraxis der Bevölkerung, die von Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus geprägt sei, im Gegensatz dazu gestanden. Für China sei insgesamt eine Religionsvielfalt zu verzeichnen, wie es sie sonst kaum auf der Welt je gegeben habe und gebe.

Mainz, 16.6.2009: Kardinal Karl Lehmann (r.) und Professor Helwig Schmidt-Glintzer bei der Mainzer Stiftungsprofessur.

Mainz, 16.6.2009: Kardinal Karl Lehmann (r.) und Professor Helwig Schmidt-Glintzer bei der Mainzer Stiftungsprofessur.

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Er erklärte, dass Religion im Programm der kommunistischen Partei Chinas nicht mehr als etwas vorkomme, das „absterben müsse", sondern „als Mittel der gesellschaftlichen Kultivierung". Es habe also ein Wandel eingesetzt, doch nach wie vor gebe es einen „konfliktreichen Gegensatz" zwischen Staat und Religion, da die kommunistische Partei „Heilsversprechen" für sich in Anspruch nehme, die zu Intoleranz gegenüber Religionen führe. Die Zulassung von Religions- und Meinungsfreiheit sei eines der größten Probleme des Landes überhaupt, sagte Schmidt-Glintzer.

Kardinal Lehmann, der auch das anschließende Kolloquium moderierte, hatte in seiner Einführung hervorgehoben, dass Schmidt-Glintzer „in herausragender Weise das alte und das neue China kennt und auch meisterhaft darzustellen versteht". Der Kardinal würdigte besonders das in diesem Jahr erschienene Buch „Wohlstand, Glück und langes Leben. Chinas Götter und die Ordnung im Reich der Mitte", in dem er sich mit der Prognose beschäftige, dass die Religion in China wieder eine Zukunft habe. „Man darf wohl ohne Übertreibung sagen, dass dieses Buch eine neue Seite im Verständnis Chinas und seines Verhältnisses zu den Religionen aufschlagen kann und vielleicht auch wird", sagte Lehmann. Schmidt-Glintzer ist unter anderem seit 2007 Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Chinastudien (DVCS). Beim achten Abend der Vorlesungsreihe waren fast alle Plätze des 1.200 Zuhörer fassenden Hörsaals besetzt.

Nächste Vorlesung von Professor Manfred Hutter über die Baha´i-Religion (23.6.)

Die nächste Gastvorlesung der Mainzer Stiftungsprofessur übernimmt am Dienstag, 23. Juni, Professor Dr. Dr. Manfred Hutter vom Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn. Er spricht zum Thema „Die Baha´i-Religion im globalen Kontext: Ihre Lehre über die ‚Fortschreitende Offenbarung' als Grundlage für ethisch-soziales Engagement in einer Welt vielfältiger Kulturen". Die Vorlesung mit anschließendem Kolloquium findet von 18.15 Uhr bis etwa 20.00 Uhr im Hörsaal RW 1 (Neubau Recht und Wirtschaft) auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de  

tob (MBN)

 

Christoph Metzelder besuchte Kardinal Lehmann

Gespräch über Engagement bei Jugend-Stiftung des Fußballers

Mainz, 15. Juni 2009: Christoph Metzelder (rechts) zu Gast im Mainzer Bischofshaus, wo er Kardinal Karl Lehmann über die Arbeit seiner Stiftung berichtete.

Mainz, 15. Juni 2009: Christoph Metzelder (rechts) zu Gast im Mainzer Bischofshaus, wo er Kardinal Karl Lehmann über die Arbeit seiner Stiftung berichtete.

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Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat am Montag, 15. Juni, den Fußballnationalspieler Christoph Metzelder zu einem Gespräch im Mainzer Bischofshaus empfangen. Bei der Begegnung ging es um das Engagement der Christoph Metzelder-Stiftung „Zukunft Jugend", die Projekte in der Jugendarbeit zur Verbesserung von Bildungs- und Ausbildungschancen junger Menschen unterstützt. Kardinal Lehmann ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung, dem unter anderen auch Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Wolfgang Huber, angehören.

Ziel der 2006 gegründeten Stiftung sei es nicht nur, entsprechende Projekte finanziell zu fördern, „sondern auch die gesellschaftliche Debatte um Jugend, Erziehung, Schule, Ausbildung und Werte in Deutschland am Leben zu erhalten und sich daran zu beteiligen", heißt es auf der Internetseite von Metzelders Stiftung. Das wichtigste Förderprojekt der Christoph Metzelder-Stiftung ist ein Jugendclub, den die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Essen unterhält. Metzelder steht derzeit bei dem spanischen Fußballverein Real Madrid unter Vertrag.

Hinweis: www.metzelder-stiftung.de  

tob (MBN)

 

Kapital auf rund 1,7 Millionen Euro angewachsen

Stiftertag der „Stiftung Hoher Dom zu Mainz" im Mainzer Favorite Park Hotel

Mainz. Das Stiftungskapital der „Stiftung Hoher Dom zu Mainz" ist zum Jahresende 2008 auf rund 1,3 Millionen Euro angewachsen. Das sagte der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, ZDF-Intendant Markus Schächter, am Montag, 15. Juni, in Mainz beim Stiftertag der „Stiftung Hoher Dom zu Mainz". Zudem habe die Stiftung im Jubiläumsjahr „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" bisher Zustiftungen in Höhe von rund 400.000 Euro zu verzeichnen, so dass das Stiftungsvermögen derzeit bei rund 1,7 Millionen Euro liege. „Wir nähern uns dem bei der Gründung der Stiftung angezielten Stiftungsvermögen von zwei Millionen Euro an", sagte Schächter. Der sechste Stiftertag der Domstiftung fand auf Einladung der Mainzer Volksbank in den Räumen des Mainzer Favorite Park Hotels statt. Größter Einnahmeposten in Höhe von 200.000 Euro waren die Spenden beim Benefiz-Dinner im Favorite Park Hotel im März dieses Jahres, das von Professor Wolfgang Strutz initiiert worden war.

Der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, berichtete über den aktuellen Stand der Sanierungsmaßnahmen. Dafür wurde der von Andrea Emmel, Abteilung „Katholische Rundfunkarbeit" im Bischöflichen Ordinariat, produzierte Film „Ein Engel für den Dom" gezeigt. Heckwolf verwies zudem darauf, dass im kommenden Jahr die Sanierung des Vierungsturmes geplant sei. Außerdem wurden die Mitglieder von Stiftertag und Stiftungsrat vom Vorstand über die Tätigkeiten und den Jahresabschluss 2008 sowie die weiteren Planungen informiert. So wird die Stiftung zum Ende des Jahres einen Bildband über den Mainzer Dom herausgeben. Auch gibt es am 31. August wieder ein Golfturnier zur Unterstützung der Domstiftung. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, dankte allen Mitgliedern des Stiftungsrates und des Stiftungstags für ihr Engagement während des Domjubiläums.

Neuwahlen für Vorstand und Stiftungsrat

Im Rahmen des Stiftertages wurde der bisherige Vorstand für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Den Vorstand der Domstiftung bilden Markus Schächter als Vorsitzender, der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann als stellvertretender Vorsitzender, Bankdirektor i.R. Anton Issel und Caritasdirektor i.R. Wilhelm Schulze. Neue Mitglieder des Stiftertages sind Hans-Günter Mann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, und Hubert Sühr, Vorstandsvorsitzender der Rheinland-Pfalz Bank. Neu in den Stiftungsrat wurden der Bauunternehmer Karl Gemünden, Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank, und Hans-Günter Mann gewählt. Sie bilden mit Kardinal Lehmann als Vorsitzendem des Stiftungsrates sowie des Stiftungstages und gemeinsam mit Domdekan Prälat Heinz Heckwolf, Dompfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert, Helga Hammer, Vizepräsidentin a.D. des rheinland-pfälzischen Landtages, Bankdirektor i.R. Hans-Josef Wucher und dem Mainzer Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann den Stiftungsrat. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrates wurde Hans-Günter Mann gewählt. Zudem verabschiedete Kardinal Lehmann Hans-Werner Diehl, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank, aus dem Stiftertag. Diehl gehört zu den Gründungsstiftern der „Stiftung Hoher Dom zu Mainz".

Stiftung Hoher Dom zu Mainz

Die „Stiftung Hoher Dom zu Mainz" war am 21. November 2003 von Kardinal Karl Lehmann und ZDF-Intendant Markus Schächter der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Stiftung wurde am 22. Januar 2004 errichtet. Sie soll in Ergänzung zum Dombauverein, der 1999 gegründet wurde, den Erhalt der mehr als 1.000 Jahre alten Bischofskirche nachhaltig sichern helfen. Mit der Stiftung soll ein auf Dauer angelegtes Vermögen aufgebaut werden, aus dessen Verzinsung ein verlässlicher Betrag für den baulichen Erhalt des Domes sichergestellt werden soll. „Wie zwei Schwestern" hatte Kardinal Lehmann das Verhältnis von Dombauverein und Domstiftung bei der Gründung bezeichnet. So spricht die Stiftung beispielsweise auch überregional potenzielle Stifter an, während der Dombauverein lokal begrenzt agiert.

Hinweis: Stiftung Hoher Dom zu Mainz, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz - Geschäftsstelle: Bettina Kolbe M.A., Tel.: 06131/253-108, Fax: 06131/253-113, Internet: www.domstiftung-mainz.de

am (MBN)

 

Mainzer Ballett tanzte im Dom

Auftritt im Rahmen des Domjubiläums / Choreographien von Martin Schläpfer

Mainz, 15.6.2009: Mit Begeisterung wurde der Auftritt des 'ballettmainz' im Mainzer Dom aufgenommen.

Mainz, 15.6.2009: Mit Begeisterung wurde der Auftritt des "ballettmainz" im Mainzer Dom aufgenommen.

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Mainz. Zu einer außergewöhnlichen Begegnung kam es am Sonntagabend, 14. Juni, im Mainzer Dom: Das Gotteshaus, das in diesem Jahr sein 1.000-jähriges Jubiläum feiert, öffnete seine Pforten für modernes Ballett. Zu erleben waren vier Choreographien des scheidenden Mainzer Ballettdirektors Martin Schläpfer, die von Mitgliedern des „ballettmainz" ausgeführt und vom Publikum mit Begeisterung und starkem Applaus aufgenommen wurden.

Die Aufführung zu Gunsten der Stiftung Hoher Dom zu Mainz wurde vom ZDF aufgezeichnet, das den Ballettabend am 5. September um 22.30 Uhr auf 3sat zeigen wird. Das ZDF ist einer der Medienpartner des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom", in dessen Rahmen die Ballettaufführung stattfand. An dem Abend nahmen neben dem Intendanten des Staatstheaters Mainz, Matthias Fontheim, und ZDF-Intendant Markus Schächter auch Kardinal Karl Lehmann, Bischof von Mainz, Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, Domdekan Prälat Heinz Heckwolf sowie weitere Mitglieder des Mainzer Domkapitels teil.

Das Programm umfasste vier verschiedene Stücke aus vier Ballettabenden der letzten Jahre. Gezeigt wurden die Choreographien „Ramifications" (von 2005), „Pezzi und Tänze" (von 2008), zwei Stücke aus „Obelisco" (von 2007) sowie „Sinfonien" (von 2009). Für den Ballettabend war eine Bühne vor den Stufen zum Ostchor des Mainzer Domes aufgebaut worden. Damit die Zuschauerinnen und Zuschauer das Geschehen auf der Bühne verfolgen konnten, waren die Bänke im Mainzer Dom von Mitgliedern der Mainzer Dombauhütte umgedreht worden. Am Montagnachmittag, 15. Juni, wurden die Bänke wieder auf ihre alte Position gestellt.

am (MBN)

 

Vorschau

Benefizkonzert des Mainzer Domchores (19.6.)

Gesprächsrunde mit Dieter Kürten / Erlös kommt Mainzer Windmühlenschule zu Gute

Mainz, 15.6.2009: Freuen sich auf Benefizkonzert des Mainzer Domchores: (v.l.) Dr. Wolfgang Klee, Domkapellmeister Mathias Breitschaft, Domkantor Karsten Storck und Martina Sommer, Geschäftsführerin der Chöre am Dom.

Mainz, 15.6.2009: Freuen sich auf Benefizkonzert des Mainzer Domchores: (v.l.) Dr. Wolfgang Klee, Domkapellmeister Mathias Breitschaft, Domkantor Karsten Storck und Martina Sommer, Geschäftsführerin der Chöre am Dom.

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Mainz. Anlässlich des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" findet am Freitag, 19. Juni, um 19.30 Uhr im Mainzer Dom ein Benefizkonzert des Mainzer Domchores statt. Das gaben am Montag, 15. Juni, Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft und Dr. Wolfgang Klee vom Ärztefanclub Mainz 05 vor Journalisten im Chorhaus am Dom bekannt. Der Konzerterlös wird dem Behindertensport der Mainzer Windmühlenschule in Mainz zu Gute kommen.

Das Benefizkonzert ist eine Aktion des Ärztefanclubs Mainz 05. „Die Verbindung von Fußball und Chorgesang ist eng. Beide tragen zur Sozialisation und zur Gemeinschaftsbildung von Kindern bei", sagte Klee. Breitschaft hob hervor, dass er sich auch oft wie ein Fußballtrainer fühle: „Beispielsweise, wenn ich entscheiden muss, wer bei einem Konzert des Domchores mitsingen darf und wer nicht." Er betonte, dass die Mitglieder der Chöre am Mainzer Dom mindestens ebenso viel Freizeit opferten wie fußballspielende Kinder. Er habe daher die Anfrage des Ärztefanclubs begeistert aufgenommen, zumal viele seiner Chorknaben Fans von Mainz 05 seien. Im Rahmen des Konzertes ist auch eine Gesprächsrunde zum Thema „Von wegen Chorknaben - auch wir haben Power!" vorgesehen, die von Dieter Kürten moderiert wird.

Auf dem Programm des rund einstündigen Konzertes stehen bekannte Werke von unter anderem Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart und Heinrich Schütz. Außerdem wird Domorganist Albert Schönberger an der Orgel des Mainzer Domes zu hören sein. Martina Sommer, Geschäftsführerin der Chöre am Mainzer Dom, hofft, dass alle 1.000 Karten verkauft werden. „Noch gibt es Restkarten", sagte sie.

Hinweis: Karten für das Benefizkonzert zu zehn Euro (Sitzplatz) und fünf Euro (Stehplatz) sind erhältlich bei der Dominformation, Markt 10, Tel.: 06131/253-412, beim Infoladen des Bistums Mainz, Heiliggrabgasse 8, Tel.: 06131/253-888, beim Fanshop von Mainz 05 am Stadion, beim AZ-Kundencenter, Markt 17, sowie an der Abendkasse am Marktportal des Mainzer Domes.

am (MBN)

 

Sendungsfeier für zwei Gemeindereferentinnen (20.6.)

Gottesdienst mit Kardinal Karl Lehmann im Mainzer Dom

Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, wird am Samstag, 20. Juni, im Rahmen eines Sendungsgottesdienstes zwei Frauen für ihren Dienst als Gemeindereferentinnen beauftragen. Der Gottesdienst unter der Überschrift „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht (Phil 4,13)" beginnt um 10.00 Uhr im Mainzer Dom. Als Gemeindereferentinnen werden beauftragt: Stefanie Anders (25), deren Heimatpfarrei St. Nikolaus in Klein-Krotzenburg ist, und Nicole Kaluza (23), die aus St. Marien in Ginsheim stammt. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch die Band „Immanuel" aus dem Dekanat Seligenstadt unter Leitung von Christine Sattler und von Domorganist Albert Schönberger an der Domorgel. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang im Haus am Dom statt.

Stichwort: Gemeindereferentin/Gemeindereferent

Gemeindereferent ist ein hauptberuflicher pastoraler Dienst in der Kirche, der Frauen und Männern offen steht. In der Regel arbeiten Gemeindereferentinnen oder -referenten in Pfarreien und betreuen eigene Arbeitsgebiete, zum Beispiel Kinder- und Jugendgruppen, Gebetskreise, Kommunion- oder Firmunterricht, Religionsunterricht oder Erwachsenenbildung. Im Rahmenstatut der Deutschen Bischofskonferenz für Gemeindereferentinnen und -referenten heißt es: „Gemeinsam mit Priestern und anderen hauptamtlichen Mitarbeitern arbeiten Gemeindereferenten mit beim Aufbau und bei der Bildung lebendiger Gemeinden. Schwerpunkt ihres Dienstes ist die allgemeine Unterstützung des kirchlichen Amtes. Durch die Teilnahme an den drei Grunddiensten der Liturgie, der Verkündigung und der Diakonie tragen sie zur Wirksamkeit des Dienstes der Kirche in den verschiedenen Lebensbereichen bei."

Gemeindereferentinnen und -referenten gibt es seit über 70 Jahren in Deutschland, zunächst als kirchlicher Beruf mit der Bezeichnung Seelsorgehelfer. Der Beruf wurde hauptsächlich von Frauen, oftmals Ordensschwestern ausgeübt. Seit der Würzburger Synode (1974) lautet die Berufsbezeichnung Gemeindereferentin bzw. -referent. Im Bistum Mainz gibt es derzeit rund 260 Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten.

Hinweis: Ansprechpartner für diese Berufsgruppe ist die Leitende Diözesanreferentin für die Gemeindereferent/inn/en, Lioba Stohl, Tel.: 06131/253-232, Fax: 06131/253-595, E-Mail: gemeinderef@bistum-mainz.de

tob (MBN)

 

„Nur wir haben überlebt" (22.6.)

Gesprächsabend mit Boris Zabarko

Mainz. Die Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz und das Bistum Mainz laden am Montag, 22. Juni, um 19.30 Uhr zu einem Gespräch mit Boris Zabarko ein. Das Gespräch, das unter der Überschrift „,Nur wir haben überlebt' - Holocaust in der Ukraine" steht, findet in der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6 in Mainz, statt. Die Begrüßung und Einführung halten Dr. Rüdeger Schlaga von der Landeszentrale und Alois Bauer vom Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bischöflichen Ordinariat Mainz. Boris Zabarko, geboren 1935, ist Historiker und Präsident der Allukrainischen Assoziation der jüdischen KZ- und Ghettoüberlebenden. Er ist unter anderem Herausgeber einer mehrbändigen Reihe über die Shoa in der Ukraine.

Hinweis: Weitere Informationen und Anmeldung bei der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz, Dr. Rüdeger Schlaga, Tel.: 06131/162977 oder -78, E-Mail: ruedeger.schlaga@politische-bildung-rlp.de, Internet: www.politische-bildung-rlp.de

am (MBN)

 

Kolloquium zum 500. Geburtstag von Johannes Calvin (25.-28.6.)

Grußworte von Kardinal Karl Lehmann und Kirchenpräsident Volker Jung

Mainz. Anlässlich des 500. Geburtstages des Genfer Reformators Johannes Calvin (1509-1564) findet im Haus am Dom in Mainz ein internationales Kolloquium statt. Unter der Überschrift „Calvin und Calvinismus - Europäische Perspektiven" werden von Donnerstag, 25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, Wissenschaftler aus ganz Europa und Amerika in über 30 Vorträgen das Wirken von Johannes Calvin „neu sichten und würdigen".

Neben dem Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann (Donnerstag, 25. Juni, 20.00 Uhr), wird auch der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung (Samstag, 27. Juni, 20.00 Uhr im Erbacher Hof), ein Grußwort sprechen. Veranstalter des Kolloquiums ist das Institut für Europäische Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Reformationsgeschichte der Theologischen Universität Apeldoorn in Holland.

tob (MBN)

 

„Ruanda: Ziviler Friedensdienst in einem zerrissenen Land" (26.6.)

Treffen der Projektgruppe „Zivile Konfliktberatung Rhein-Main" mit Gerd Scheuerpflug

Mainz. Die Projektgruppe „Zivile Konfliktberatung Rhein-Main" lädt am Freitag, 26. Juni, von 16.00 bis 18.30 Uhr in die Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6 in Mainz, zu ihrem nächsten Treffen ein. Im Mittelpunkt des Treffens steht das Thema „Ruanda: Ziviler Friedensdienst in einem zerrissenen Land". Referent ist Gerd Scheuerpflug vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED), der in Kigali/Ruanda lebt und den Zivilen Friedensdienst in Ruanda koordiniert. Initiatoren der Projektgruppe sind die Pax Christi-Bistumsstellen Limburg und Mainz, das Friedenspfarramt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie das Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz.

Hinweis: Weitere Informationen beim Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, Alois Bauer, Tel.: 06131/253-263, E-Mail: frieden@bistum-mainz.de oder bei der Pax Christi-Bistumsstelle Limburg, Tel.: 06172/928679, E-Mail: friedensarbeiter@pax-christi.de

am (MBN)

 

Personalien

Domkapitular em. Günter Emig wird 80 (24.6.)

Bis 1999 Dezernent für Caritas und Sozialarbeit im Bischöflichen Ordinariat

Mainz. Der frühere Leiter des Dezernates Caritas und Sozialarbeit im Bischöflichen Ordinariat Mainz und Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, Domkapitular em. Prälat Günter Emig, vollendet am Mittwoch, 24. Juni, sein 80. Lebensjahr. Emig wurde 1976 Diözesan-Caritasdirektor und 1986 bis zum Eintritt in den Ruhestand im September 1999 zugleich Dezernent für Caritas und Sozialarbeit. Nach seiner Entpflichtung als Diözesan-Caritasdirektor wurde er 1992 Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, wird Emig in einem Gottesdienst am 23. August im Mainzer Dom ehren.

Zu den besonderen Verdiensten Emigs gehören die Mitwirkung an der Errichtung der ersten Sozialstation in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1970 in Worms, die Einrichtung von Pflegevorschulen an Krankenhäusern und die Gründungen der Fachschule für Altenpflege und der Fachschule für Erzieherinnen in Mainz. Zu den Schwerpunkten seines Wirkens gehörte auch die Kinder- und Jugendsozialarbeit.

Günter Emig wurde am 24. Juni 1929 in Weinheim/Bergstraße geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde er am 26. Juli 1959 durch Bischof Dr. Albert Stohr in Mainz zum Priester geweiht. Zunächst wirkte er als Kaplan in Bad Nauheim. 1964 wurde Emig Caritas-Rektor in Mainz und 1968 Diözesanseelsorger für Blinde und Gehörlose. Kardinal Hermann Volk ernannte ihn 1976 zum Diözesan-Caritasdirektor. Daneben verwaltete er von 1975 bis 1981 die Pfarrei Maria Königin in Mainz-Drais. Zusätzlich übernahm er die Aufgabe des Diözesan-Seelsorgers des Malteser-Hilfsdienstes (MHD) bis 1986. In diesem Jahr ernannte ihn Bischof Karl Lehmann zum Dezernenten für Caritas und Sozialarbeit im Bischöflichen Ordinariat. Zugleich berief er ihn in das Domkapitel und in den Geistlichen Rat des Bistums. Die Emeritierung erfolgte zum 31. Dezember 2000.

Nach seiner Entpflichtung als Diözesan-Caritasdirektor ernannte ihn Lehmann 1992 zum Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Diözese Mainz. Neben seinen Aufgaben in der Caritas war Emig Mitglied in mehreren Verwaltungsräten kirchlicher Einrichtungen, unter anderem der Trägergesellschaft der Katholischen Fachhochschule (KFH) Mainz und des Instituts für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) in Mainz. Überdiözesan wirkte er mehrere Jahre als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände in Rheinland-Pfalz und als Vorsitzender der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz. Für seine Verdienste wurde Emig mehrfach ausgezeichnet, so mit den Päpstlichen Ehrentiteln Monsignore (Kaplan seiner Heiligkeit) im Jahr 1982 und Päpstlicher Ehrenprälat (1990) sowie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1987).

am (MBN)

 

Publikationen

Qualitätskriterien für Katholische Schulen

Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz erschienen

Bonn. Mit der neuen Arbeitshilfe „Qualitätskriterien für Katholische Schulen. Ein Orientierungsrahmen" stellen die deutschen Bischöfe den etwa 900 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft einen Orientierungsrahmen für die Planung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und für die Entwicklung von Evaluationsinstrumenten zur Verfügung. Das gab das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz am Freitag, 12. Juni, bekannt. Die Arbeitshilfe ist als Band Nr. 90 in der Reihe „Die deutschen Bischöfe" erschienen.

„Mit dem Recht, Schulen zu gründen und zu betreiben, wie auch mit dem nicht unerheblichen Aufwand, den die kirchlichen Träger für ihre Schulen erbringen, verbindet sich der Anspruch an Katholische Schulen, gute Schulen zu sein", schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, in seinem Vorwort. Die Bischöfe verbänden mit den Qualitätskriterien „das Anliegen, die Qualitätsentwicklung Katholischer Schulen zu unterstützen und die Schärfung ihres spezifischen Profils zu fördern". Eckpunkte dieses Profils seien ein personaler Bildungs- und Erziehungsbegriff, der sich an der von Gott geschenkten Würde der Schülerinnen und Schüler orientiere, die wechselseitige Durchdringung von Glaube, Kultur und Leben sowie das Verständnis der Schule als einer Erziehungsgemeinschaft von allen am Schulleben Beteiligten. Diese Grundzüge des Profils Katholischer Schulen würden in den Qualitätsbereichen „Erziehung", „Unterricht", „Schulleitung", „Lehrerinnen und Lehrer" sowie „Zusammenarbeit mit den Eltern" entfaltet. Weiter schreibt Zollitsch: „Diese Qualitätskriterien führen nicht nur innerkirchlich zu einer Vergewisserung über die Aufgaben und Leistungen unserer Schulen, sondern sie dienen auch dem Ziel, dass die Katholischen Schulen ihren originären und bereichernden Beitrag im deutschen Schulsystem weiterhin in guter Weise erbringen und weiterentwickeln."

Hinweis: Die Broschüre „Qualitätskriterien für Katholische Schulen. Ein Orientierungsrahmen" kann auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz www.dbk.de bestellt werden. Dort steht sie auch als Datei zum Download bereit.

SDBK (MBN)