Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 19, 13. Mai 2009
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Berichte
Gastredner Michael von Brück bei Stiftungsprofessur
Positive Bilanz der 72-Stunden-Aktion
Jugendliche bringen Naturspielplatz auf Vordermann
Weihbischof Neymeyr eröffnete 72-Stunden-Aktion
Erzbischof Zollitsch beim 40. „Mainzer Gespräch"
2.034 Euro für Mainzer Armutsinitiativen
Missio canonica an 41 Religionslehrer verliehen
Nachlass an Dom- und Diözesanarchiv übergeben
Weihbischof Guballa segnete medizinische Geräte
Projekt „Pro Geistes- und Sozialwissenschaften"
Vorschau
Wochenend-Seminar der Männerseelsorge (19.-21.6.)
Berichte
Ein romantisierender Blick wird dem Buddhismus nicht gerecht
Gastvorlesung von Professor Michael von Brück bei der Mainzer Stiftungsprofessur
Mainz, 12. Mai 2009: Kardinal Karl Lehmann und Professor Michael von Brück (links) im Gespräch nach der dritten Vorlesung der Mainzer Stiftungsprofessur.
© Bistum Mainz / Blum
Mainz. „Ein romantisierender Blick wird dem Buddhismus und seinen Anliegen nicht gerecht." Das sagte Professor Dr. Michael von Brück am Dienstag, 12. Mai, bei seiner Gastvorlesung im Rahmen der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Mainzer Universität. Vor allem nach dem Zusammenbruch des Ersten Weltkrieges habe es eine Hinwendung von europäischen Intellektuellen zum Buddhismus gegeben, wie etwa bei dem Schriftsteller Hermann Hesse. Allerdings sei die Wahrnehmung des Buddhismus häufig „verklärt geblieben und das ist teilweise bis heute so", sagte von Brück.
Oft hätten die östlichen Religionen „als Projektionsfläche für Kritik an der eigenen Kultur gedient, ohne sich mit den sozialen und politischen Realitäten der Religionen auseinander zu setzen". Er wies darauf hin, dass der Buddhismus in der Geschichte „auch politisch korrumpiert worden ist" und buddhistische Klöster Kriege geführt hätten. „Diese Geschichte, die im Westen gern verdrängt wird, gehört zur Geschichte des Buddhismus." Von Brück sprach im voll besetzten Hörsaal RW 1 im Neubau Recht und Wirtschaft, dem mit 1.200 Plätzen größten Hörsaal der Mainzer Universität.
Professor von Brück ist Leiter des Lehrstuhls für Religionswissenschaft an der Ludwig Maximilians-Universität in München. Seine Vorlesung stand unter der Überschrift „Buddhismus - Anspruch und Wirklichkeit". Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte als Inhaber der diesjährigen Stiftungsprofessur die Vorlesungsreihe unter die Überschrift „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung" gestellt.
Mainz, 12. Mai 2009: Professor Michael von Brück sprach im Rahmen der Mainzer Stiftungsprofessur über den Buddhismus.
© Bistum Mainz / Blum
Von Brück wies darauf hin, dass der Buddhismus „in seiner geschichtlichen Pluriformität kein Gebilde aus einem Guss ist", sondern viele verschiedene Prägungen erfahren habe. Im Buddhismus gehe es „nicht einfach um einen nirwanischen Frieden auf Erden, sondern um die Befreiung des Menschen aus seinem Leid". Buddha verstehe sich als Heiler für ein irrendes Bewusstsein des Menschen. Eine Veränderung werde dabei nicht durch das Folgen einer Autorität erreicht, sondern nur durch die Erkenntnis, die der Mensch aus eigener Erfahrung gewinne. Der Buddhismus verstehe sich als „ein Weg der Bewusstseinsschulung". Und weiter: „Inbegriff dieses Weges ist das, was man Achtsamkeit nennen kann. Achtsamkeit ist das Kernstück der buddhistischen Daseinsanalyse überhaupt" und sei „die Pforte des Menschen zu sich und der Welt". Als Grundlage der buddhistischen Lehre stellte von Brück die „Vier Edlen Wahrheiten" und den „Edlen Achtfachen Pfad" vor. Er wies darauf hin, dass es oft schwierig sei, Begriffe der buddhistischen Religion adäquat in westliche Sprachen zu übersetzen.
Der Buddhismus betrachte nicht die Vergänglichkeit an sich als leidvoll, betonte von Brück. „Leidvoll ist der Versuch des Menschen, dem Augenblick Dauer zu verleihen, um sich so Stabilität zu geben." Der Mensch schaffe sich jedoch nur die Illusion von Beständigkeit und erfahre es als Frustration, keine Stabilität zu haben. Ursachen des Leids seien die „Ich-Haftigkeit, Gier und Hass" des Menschen. „Nur durch Einsicht, die in meditativer Versenkung geschieht, kann die Wurzel des Leids überwunden werden", sagte von Brück.
Kardinal Lehmann hatte in seiner Begrüßung zur dritten Vorlesung der Stiftungsprofessur das wissenschaftliche Wirken von Professor von Brück vorgestellt. Der evangelische Theologe habe sich immer wieder mit dem Verhältnis von Christentum und Buddhismus auseinandergesetzt. Lehmann zitierte aus von Brücks Buch „Wie können wir leben?", das er als „Zeugnis eines lebendigen Dialogs zwischen den Religionen" bezeichnete. Darin schreibt von Brück: „Vieles von dem, was ich schreibe, ist Nachdenken über das, was meinen Werdegang geprägt hat und sich in mir selbst abspielt: wie etwa ein Christ buddhistisch geprägt wird, ohne aufzuhören, Christ zu sein."
Nächste Vorlesung mit Professor Johann Meier zum Judentum (19.5.)
Die nächste Gastvorlesung der Mainzer Stiftungsprofessur übernimmt am Dienstag, 19. Mai, Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Johann Maier. Der emeritierte Professor für Judaistik an der Universität Köln wird zum Thema „Das Judentum. Eine Religion in Spannungsfeldern" sprechen. Die Vorlesung mit anschließendem Kolloquium findet von 18.15 bis etwa 20.00 Uhr im Hörsaal RW 1 (Neubau Recht und Wirtschaft) auf dem Campus der Universität Mainz statt.
tob (MBN)
„72-stündige Welle der Hilfsbereitschaft"
Positive Bilanz der 72-Stunden-Aktion / 170 Projekte im Bistum Mainz
Mainz. „Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, allen Leiterinnen und Leitern sowie allen, die geholfen haben, von ganzem Herzen. Sie haben für eine 72-stündige Welle der Hilfsbereitschaft in der Bundesrepublik gesorgt." Das sagte Pfarrer Markus W. Konrad, Diözesanjugendseelsorger im Bistum Mainz, zum Abschluss der 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel" am Sonntag, 10. Mai. Die vielen Erfolgsmeldungen auf der Homepage der Aktion seien ein Beweis dafür, wie begeistert und schnell viele Menschen geholfen hätten. „So eine Solidarität zu erleben, macht Mut", sagte Konrad. Im Bistum Mainz waren im Rahmen der größten Jugendsozialaktion in Deutschland rund 4.500 Teilnehmende in 170 Projekten im Einsatz. Sie endete am 10. Mai um 17.07 Uhr mit bistumsweiten Einweihungs-, Dank- und Abschlussfeiern. Veranstaltet wurde die 72-Stunden-Aktion im Bistum Mainz vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Kooperation mit dem Bischöflichen Jugendamt und der Caritas, unterstützt durch die Stiftung JugendRaum sowie das Technische Hilfswerk (THW) Rheinland-Pfalz und Hessen.
Laut Schätzungen haben Jugendliche im Bistum Mainz mit cirka 1.500 Litern Farbe Wände verschönert, über 110.000 Liter Rindenmulch verstreut und rund 5.100 Tonnen Kies, Schotter und Erde bewegt. Zwar werde nicht jedes einzelne Projekt für die Ewigkeit halten: „Aber die Erfahrung aus bisherigen Aktionen zeigt, dass gute Kontakte zu den meisten Projekten bestehen bleiben," sagte BDKJ-Diözesanvorsitzende Bianka Mohr für die Organisatoren. Spielplätze werden weiter instand gehalten, Menschen in Senioreneinrichtungen weiter besucht, Anschlussprojekte mit Kinderheimen vereinbart, der Wald weiter sauber gehalten. Auch die Verlässlichkeit katholischer Jugendverbandsarbeit garantiere Nachhaltigkeit. „Ohne unser dauerhaftes Engagement wäre diese Aktion gar nicht möglich gewesen. Regelmäßigkeit und soziales Engagement sind selbstverständlich in der kirchlichen Jugendarbeit", betonte Mohr.
Aktiv begleitetet wurde die Aktion von vielen Politikerinnen und Politikern. „Wir freuen uns über diese Unterstützung und hoffen, dass sie auch nach der Aktion und den Wahlen anhält", sagte Mohr. „Die Ressourcen für Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Jugendarbeit dürfen nicht gekürzt werden. Im Gegenteil: Soll sich ehrenamtliches Engagement entwickeln, müssen Politik und Kirche die Bedingungen verbessern." Bei der 72-Stunden-Aktion hätten Kinder und Jugendliche in hohem Maße Verantwortung übernommen.
Bundesweit nahmen 100.000 Kinder und Jugendliche an 3.000 Orten an der 72-Stunden-Aktion teil und leisteten rund 7,2 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit. „Entscheidend ist, dass wir vielen Menschen geholfen haben. Wir haben gezeigt, was katholische Jugend aus ihrem christlichen Glauben heraus bewirken kann. Und wir haben demonstriert, dass Solidarität Spaß macht. Das alles ist ein Gewinn für die entstandenen Projekte, die Kinder und Jugendlichen selbst und für unsere Gesellschaft", sagte BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. Mit der Aktion wolle der BDKJ auch ein anderes Bild von Jugend demonstrieren: „Jugend ist mehr als Komasaufen und Killerspiele", sagte Tänzler. In vielen Rückmeldungen hätten sich ältere Menschen begeistert vom Engagement der Jugend gezeigt. Gleichzeitig hoffen die katholischen Jugendverbände auf einen Imagegewinn. „Wir erwarten keine Explosion der Mitgliederzahlen. Aber wir glauben schon, dass rüber gekommen ist, dass katholische Jugend aktiv, kreativ, selbstbewusst und spannend ist", unterstrich Tänzler.
Hauptsponsor der 72-Stunden-Aktion war die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ); die Fairhandelsorganisation Gepa, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge waren Co-Sponsoren, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor Aktions-Partner. Die Radiosender SWR 3 und HR 3 begleiteten die Aktion in Rheinland-Pfalz und Hessen als Medienpartner. Bundesweit wurde die Aktion vom BDKJ in den Bistümern Aachen, Dresden-Meißen, Essen, Erfurt, Freiburg, Fulda, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Paderborn, Rottenburg-Stuttgart, Speyer und Trier getragen.
Hinweis: Weitere Informationen sowie Bilder und Videos auch im Internet unter www.72stunden.de
jw/am (MBN)
Naturspielplatz auf Vordermann gebracht
Jugendliche aus Mainz-Mombach beteiligen sich an der 72-Stunden-Aktion
Mainz. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend haben Jugendliche aus Mainz-Mombach den „Mombacher Abenteuerwald" auf Vordermann gebracht. Rund 25 Jugendliche im Alter von 13 bis 25 Jahren haben sich dabei von Donnerstag, 7. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, 72 Stunden lang für dieses soziale Projekt engagiert. Nachdem ein Teil der Gruppe am Donnerstag pünktlich zum Aktionsstart, um 17.07 Uhr, auf dem Ballplatz über ihr Projekt informiert worden war, trafen sich alle Teilnehmer im Pfarrzentrum in Mombach, um die Aufgaben auf dem 3.700 Quadratmeter großen Areal zu verteilen. Bevor es am Freitag mit der eigentlichen Arbeit losging, erhielten sie erst einmal prominenten Besuch: Am frühen Morgen kam Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr zum Einsatzort. Er ließ sich auf dem Gelände herumführen und erklären, was es im „Mombacher Abenteuerwald" alles zu tun gibt. Abschließend wünschte er allen Teilnehmern „Viel Erfolg" und machte sich auf den Weg zu einem weiteren Projektbesuch in Mainz-Gonsenheim.
Während ihres Arbeitseinsatzes erhielten die Jugendlichen zahlreiche Spenden von Baumärkten und Privatpersonen. Nicht zuletzt wegen dieser großen Unterstützung war es den Jugendlichen aus Mombach möglich, ihr Projekt erfolgreich und pünktlich am Sonntagnachmittag zu beenden. Die Bereitschaft, Materialien oder Arbeitsgeräte zur Verfügung zu stellen, war im Allgemeinen sehr groß. Nur gelegentlich mussten die Jugendlichen mit leeren Händen zum Einsatzort zurückkehren. Ansonsten wurden mehrere Säcke Rindenmulch, Farbe und auch Holzlatten von Baumärkten, aber auch kleineren Handwerksbetrieben gespendet. Die verschiedenen Projektgruppen haben sich jedoch auch untereinander geholfen. So erhielten die Mombacher Jugendlichen von den Teilnehmern aus Ebersheim eine Ladung Kieselsteine, die mit einem eigens für die 72-Stunden-Aktion organisierten Lastwagen nach Mombach transportiert wurde. Zudem hatten sich viele Gemeindemitglieder im Vorfeld bereit erklärt, Salate zu spenden oder gar für die gesamte Gruppe zu kochen. Auch die Mombacher Ortsvorsteherin, Dr. Eleonore Lossen-Geißler, besuchte die Gruppe und spendierte ein Eis zur Stärkung
Als erstes musste das Gelände vom Müll gesäubert und von Unkraut befreit werden. Mit Schaufeln und Hacken wurde die Erde aufgelockert und die Wege teilweise mit Rindenmulch aufgeschüttet. Samstags mussten die Sitzmöglichkeiten am Eingang des Geländes abgeschliffen werden, um sie danach neu anzustreichen. Ein trockener Bachlauf wurde weiter ausgegraben und der Boden mit Kieselsteinen befüllt. Am letzten Projekttag wurde noch eine kleine Brücke über den Bachlauf gebaut und ein Barfußpfad angelegt. Damit sich die spielenden Kinder leichter zurechtfinden, wurden Wegweiser entworfen, gestaltet und an den Bäumen befestigt.
Die Aktion im „Mombacher Abenteuerwald" wurde von zwei Gruppen durchgeführt: Jugendlichen aus der Pfarrei St. Nikolaus und einer Firmgruppe von Schülern der Mombacher Lemmchen-Hauptschule. Die Firmgruppe, ein Pilotprojekt des Bistums, verknüpft den Firm- mit dem Religionsunterricht. Da die 72-Stunden-Aktion zur Wiederinstandsetzung des Naturspielplatzes in Kooperation mit der Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt" Mainz-Mombach vergeben wurde, erhielten die Aktionsteilnehmer 750 Euro Unterstützung seitens der Stadt Mainz. Durch die großzügigen Spenden von Arbeitsmaterialien und Werkzeugen konnte jedoch ein großer Teil des Geldes wieder zurückgegeben werden.
Zum Abschluss der 72-Stunden-Aktion fand am Sonntag, 10. Mai, ein Gottesdienst in der Karmeliterkirche mit Weihbischof Dr. Werner Guballa statt. In dem Gottesdienst dankte Guballa allen Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement. Passend zum Leitwort der Aktion „Uns schickt der Himmel" durften die anwesenden Jugendlichen ihren Namen in Engelsflügel schreiben. Nach dem Evangelium stellten zwei Teilnehmer aus Mombach kurz vor, was sie während ihres Projektes geleistet haben. Auch Jugendliche der Aktionsgruppe J-GCL der Maria Ward-Schule informierten über ihr Projekt. In der anschließenden Predigt bat Guballa noch weitere Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion nach vorne, um von ihren Erfahrungen mit der Sozialaktion zu erzählen. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Jugendlichen dann im Eingangshof der Karmeliterkirche den erfolgreichen Projektverlauf feiern.
lk (MBN)
Neymeyr: „Ihr macht die Welt ein bisschen besser"
4.500 Jugendliche realisieren bei 72-Stunden-Aktion im Bistum 170 soziale Projekte
Mainz, 7. Mai 2009: Weihbischof Ulrich Neymeyr bei der Eröffnung der 72-Stunden-Aktion im Bistum Mainz zusammen mit Jugendlichen der KJG aus Mainz-Laubenheim.
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Mainz. „Mit der 72-Stunden-Aktion macht Ihr die Welt ein bisschen besser." Das sagte der Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr am Donnerstag, 7. Mai, bei der Eröffnung der 72-Stunden-Aktion im Bistum Mainz auf dem Mainzer Ballplatz. Er könne sich noch gut an die motivierten Gruppen bei der letzten 72-Stunden-Aktion vor fünf Jahren erinnern und freue sich schon auf die Begegnungen in den nächsten drei Tagen, sagte Neymeyr, der Bischofsvikar für die Jugend ist. Im Rahmen der Jugendsozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) werden im Bistum Mainz von rund 4.500 Jugendlichen insgesamt 170 soziale, ökologische, kulturelle oder politische Projekte innerhalb von drei Tagen realisiert. Bundesweit wird die Aktion vom BDKJ in 14 Diözesen und sieben Bundesländern von rund 100.000 Jugendlichen in über 3.000 Projekten durchgeführt. Das Bistum Mainz beteiligt sich nach 2004 zum zweiten Mal an der Aktion.
Bei der Eröffnung auf dem Ballplatz erfuhren Vertreter der 17 beteiligten Gruppen aus Mainz ihre konkreten Aufgaben. Bei den Projekten in Mainz geht es unter anderem darum, Jugendräume oder Wohnheime zu renovieren, die Außengelände von Spielplätzen, Kindergärten und Schulen neu zu gestalten oder Gärten anzulegen. Schirmherr der Aktion in Mainz ist der Stadionsprecher des 1. FSV Mainz 05, Klaus Hafner. Nach der Vergabe der Aufgaben um 17.07 Uhr auf dem Ballplatz segnete Weihbischof Neymeyr die Teilnehmer der Aktion, bevor diese sich ans Werk machten.
In einem Grußwort würdigte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, die 72-Stunden-Aktion als „unübersehbares Zeichen der Solidarität". Weiter schreibt er: „Mir sind von der vergangenen 72-Stunden-Aktion noch die eindrücklichen Bilder der müden und strahlenden Gesichter nach getaner Arbeit vor Augen. So bin ich allen Jungen und Mädchen, allen Jugendlichen, allen Begleiterinnen und Begleitern schon jetzt dankbar, dass sie wiederum ‚die Ärmel hochkrempeln' und sich ehrenamtlich um die Gestaltung unserer Gesellschaft verdient machen."
Hauptsponsor der 72-Stunden-Aktion ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ); die Handelsorganisation Gepa, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge sind weitere Sponsoren. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor ist Partner. Veranstalter im Bistum Mainz ist der BDKJ in Kooperation mit dem Bischöflichen Jugendamt und der Caritas; sie werden unterstützt durch die Stiftung JugendRaum sowie das Technische Hilfswerk (THW) Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Radiosender SWR 3 und HR 3 begleiten die Aktion in Rheinland-Pfalz und Hessen als Medienpartner. Bundesweit wird die Aktion vom BDKJ in den Bistümern Aachen, Dresden-Meißen, Essen, Erfurt, Freiburg, Fulda, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Paderborn, Rottenburg-Stuttgart, Speyer und Trier getragen.
tob (MBN)
Erzbischof Zollitsch nahm am „Mainzer Gespräch" teil
40. Gespräch zwischen Bischöfen und Theologen aus dem deutschen Sprachraum
Mainz, 11. Mai 2009: Erzbischof Robert Zollitsch (Mitte) zu Gast beim 40. Mainzer Theologengespräch zusammen mit Kardinal Karl Lehmann (rechts) und Professor Benedikt Kranemann.
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Mainz. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat am 40. Gespräch zwischen Bischöfen und Theologen aus dem deutschen Sprachraum in Mainz teilgenommen. Zollitsch betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig ihm das Gespräch mit den Universitäten sei. Bei dem Treffen am Montag, 11. Mai, im Mainzer Kolpinghaus begrüßte der Freiburger Erzbischof ausdrücklich, dass beim Theologengespräch auch Vertreter aus der Schweiz und aus Österreich teilnehmen. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, der den Gesprächskreis begründet hat und seit 20 Jahren leitet, wertete den Besuch von Erzbischof Zollitsch „als Zeichen der Wertschätzung". Das auch als „Mainzer Gespräch" bezeichnete Treffen war 1989 im Anschluss an die „Kölner Erklärung" gegründet worden, um eine Gesprächsplattform zwischen Bischöfen und Theologieprofessoren zu schaffen und die Vertrauensbasis zwischen Lehramt und Theologie zu verbessern.
Nachdem die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung kanonischer Studiengänge in Deutschland (AKAST) Anfang des Jahres ihre Arbeit aufgenommen hatte, wird im Herbst mit ersten Erfahrungen gerechnet. Sieben Fakultäten haben die Studienreform bereits umgesetzt und es sei davon auszugehen, dass bis Ende 2010 alle katholischen Fakultäten die Umstellung vorgenommen haben. Weitere Themen des Meinungsaustausches waren die kirchliche Drittmittelförderung für Katholisch-Theologische Fakultäten und die Studienvoraussetzungen für die theologische Promotion. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal die hochschuldidaktische Weiterbildung für Habilitanden und Doktoranden stattfindet, die vom Katholisch-Theologischen Fakultätentag in Kooperation mit dem Bereich Glaube und Bildung des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz angeboten wird.
An dem Treffen im Mainzer Kolpinghaus hatten auf Einladung von Kardinal Lehmann, der Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, neben Erzbischof Zollitsch unter anderen auch Erzbischof Alois Kothgasser, Salzburg, und der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff, Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz, teilgenommen. Moderiert wurde das Gespräch von Professor Benedikt Kranemann, Erfurt. Das nächste Theologengespräch findet am Freitag, 4. Dezember 2009, in Mainz statt.
tob (MBN)
Kollekte aus Eröffnungsgottesdienst des Domjubiläums übergeben
2.034 Euro für Kinderfrühstück der Caritas in Marienborn und den Brotkorb in AKK
Mainz, 7. Mai 2009: Spendenübergabe der Kollekte des Eröffnungsgottesdienstes zum Mainzer Domjubiläum (v.l.n.r.): Generalvikar Dietmar Giebelmann, Ilse Heinisch, Karl-Heinz Nowak, Diözesancaritasdirektor Hans-Jürgen Eberhardt und Bezirkscaritasdirektor Wolfgang Schnörr.
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Mainz. Die Kollekte vom Eröffnungsgottesdienst des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" in Höhe von 2.034 Euro ist am Donnerstag, 7. Mai, an zwei Armutsinitiativen der Caritas in Mainz übergeben worden. Mit dem Geld werden zu gleichen Teilen das Kinderfrühstück der Caritas Mainz-Marienborn und der Brotkorb in den Mainzer AKK-Gemeinden unterstützt. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, dankte den beiden Initiativen für ihr Engagement. „Der Dom genügt sich nicht selbst. Im Rahmen des Domjubiläums wollen wir zeigen, dass der Dom zu Mainz gehört und besonders auf die Bürger der Stadt schauen, die arm sind", sagte der Generalvikar.
Giebelmann betonte, dass es der persönliche Wunsch des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, gewesen sei, mit der Kollekte des Eröffnungsgottesdienstes Armutsinitiativen der Caritas zu unterstützen. Diözesancaritasdirektor Hans-Jürgen Eberhardt wies darauf hin, dass der heilige Martin Patron des Mainzer Domes ist. Er sei dankbar, dass Kardinal Lehmann dessen soziales Anliegen bei der Verwendung der Kollekte aufgegriffen habe. Der Direktor des Bezirkscaritasverbandes Mainz, Wolfgang Schnörr, erinnerte daran, dass es in den Mainzer Pfarreien eine Vielzahl von Armutsinitiativen gebe, „deren Engagement wir ebenso öffentlich machen wollen".
Beim Kinderfrühstück in Mainz-Marienborn erhalten derzeit rund 20 Schüler im „Centrum der Begegnung" ab 6.30 Uhr ein Frühstück sowie ein Pausenbrot und ein Getränk für die Schule, sagte Ilse Heinisch. Gegründet worden war die Initiative, bei der fünf Ehrenamtliche engagiert sind, nach der Sozialraumanalyse aus dem Jahr 2006, die Handlungsbedarf für das Hochhausviertel von Mainz-Marienborn gezeigt habe. Pro Jahr belaufen sich die Kosten für das vollständig aus Spenden finanzierte Kinderfrühstück auf 8.400 Euro.
Rund 80 bis 90 Familien kämen inzwischen an jedem Dienstag zwischen 10.00 und 11.00 Uhr zur Lebensmittelausgabe des Brotkorbes in AKK, die im Gemeindezentrum St. Elisabeth stattfindet, sagte Karl-Heinz Nowak. „Wir verstehen uns nicht nur als Lebensmittelausgabe, sondern wollen eine ganzheitliche Betreuung anbieten", betonte er. „Oft ist es einfach menschliche Wärme, die die Besucher brauchen." Die Initiative, bei der sich 27 Ehrenamtliche engagieren, vermittle aber auch Kleider, Möbel und Kleinkredite, etwa bei einem anstehenden Wohnungswechsel. Inzwischen sei der Brotkorb auf der Suche nach geeigneteren Räumlichkeiten, „da wir an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen sind".
Hinweise:
- Kinderfrühstück in Marienborn: Caritas-Gruppe Mainz-Marienborn, Ilse Heinisch, Altkönigstraße 48, 55127 Mainz, Tel.: 06131/331976, E-Mail: igheinisch@t-online.de - Kontoverbindung: Pax-Bank, BLZ 37 060 193, Kontonummer 4 000 679 025.
- Brotkorb in AKK: Karl-Heinz Nowak, Tel.: 06134/286486, Internet: www.gemeindezentrum-sankt-elisabeth.de - Kontoverbindung: Mainzer Volksbank, BLZ 551 900 00, Kontonummer: 111 041 22
- Das Programm des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" ist im Internet verfügbar unter www.bistum-mainz.de/domjubilaeum
tob (MBN)
Missio canonica an 41 Religionslehrerinnen und -lehrer verliehen
Gottesdienst in der Ostkrypta des Mainzer Domes mit Weihbischof Neymeyr
Mainz, 8. Mai 2009: Weihbischof Ulrich Neymeyr bei der Verleihung der Missio canonica in der Ostkrypta des Mainzer Doms.
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Mainz. Der Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr hat am Freitag, 8. Mai, die Missio canonica an 41 Religionslehrerinnen und -lehrer aus dem Bistum Mainz verliehen. Neymeyr überreichte die Urkunden bei einem Gottesdienst in der Ostkrypta des Mainzer Domes. Die Missio canonica ist die kirchliche Bevollmächtigung für Religionslehrer. Ohne diese Sendung darf kein Lehrer katholischen Religionsunterricht erteilen. Die Eucharistiefeier war Abschluss einer Tagung des Dezernates Schulen und Hochschulen mit den Religionslehrern, die von Donnerstag, 7., bis Freitag, 8. Mai, im Erbacher Hof in Mainz stattfand.
Religionslehrer müssten sich zuerst ganz persönlich dem Anspruch stellen, „dass der auferstandene Herr Jesus Christus für sie der Weg, die Wahrheit und das Leben sein will und immer mehr werden will", sagte Neymeyr in seiner Predigt. Für diese persönliche Begegnung mit Jesus Christus sei die Kirche notwendig, schon allein deswegen, „weil sie es ist, die das Evangelium über die Jahrhunderte hinweg bis zu uns heute überliefert hat. Wir wüssten nichts davon, wenn es diese lebendige Glaubensgemeinschaft nicht gäbe." Er erinnerte daran, „dass die Religionslehrer für viele Schüler heute die einzigen Zeugen des Glaubens sind, die sie erleben. Das ist eine große Chance." In der Missio canonica erhalte die Sendung der Religionslehrer einen kirchlichen Rahmen. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Kirche als persönliche Stütze erfahren, die Ihren Glauben nährt", sagte der Weihbischof.
In seiner Begrüßung hatte Neymeyr darauf hingewiesen, „dass Menschen, die außerhalb der Kirche stehen, oft großen Respekt vor christlichen Schulen und christlichen Lehrern haben". Und weiter: „Sie wissen, dass dort eine überzeugende Glaubensweitergabe geschieht. Die Menschen außerhalb der Kirche trauen uns oft mehr Überzeugungskraft zu, als wir uns selbst."
tob (MBN)
Hermann Reifenberg übergibt Nachlass an das Dom- und Diözesanarchiv
Archivdirektor Braun: Als Gedächtnis des Bistums sind wir auf Nachlässe angewiesen
Mainz, 8. Mai 2009: Professor Hermann Reifenberg bei der Übergabe seines Nachlasses an Dr. Hermann-Josef Braun (links) vom Mainzer Dom- und Diözesanarchiv.
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Mainz. Professor Hermann Reifenberg, der Ehrenbürger der Stadt Mainz ist, hat dem Mainzer Dom- und Diözesanarchiv die Vorlesungsmanuskripte seiner jahrzehntelangen liturgiewissenschaftlichen und pastoraltheologischen Arbeit zur Aufbewahrung übergeben. Am Freitag, 8. Mai, konnte der Direktor des Dom- und Diözesanarchivs, Dr. Hermann-Josef Braun, die Sammlung von 22 Ordnern aus Reifenbergs Nachlass, vor allem aus seiner Zeit als Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Bamberg, entgegen nehmen. Reifenberg kündigte an, dass er dem Archiv nach seinem Tod auch seine Korrespondenz zur Verfügung stellen werde, „aber das wird noch etwas dauern", sagte der 80-Jährige.
Braun dankte Professor Reifenberg für die Überlassung des Nachlasses. Er wies darauf hin, dass dem Archiv bisher noch nie vorab ein Nachlass zur Aufbewahrung übergeben worden sei. Professor Reifenberg habe vor allem zur Liturgie des Bistums Mainz „wichtige Grundlagenforschung" betrieben, sagte Braun. „Um unsere Funktion als Gedächtnis des Bistums wahrnehmen zu können, sind wir auf solche Nachlässe angewiesen." Und weiter: „Wenn jemand uns etwas zur Aufbewahrung gibt, dann kann er davon ausgehen, dass es in den Wissenschaftsbetrieb mit einfließt."
Hermann Reifenberg wurde am 6. Juni 1928 in Oppenheim geboren und war zunächst Priester im Bistum Mainz. Als Pfarrer von Ebersheim wurde ihm 1965 für seine Verdienste um die damals noch selbständige Gemeinde Ebersheim die Ehrenbürgerwürde verliehen. Er hatte unter anderem die Festschrift zur 1.500-Jahr-Feier des Ortes verfasst. Durch die Eingemeindung wurde er später auch Mainzer Ehrenbürger. Ab 1965 war er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1993 Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Bamberg. Seine Doktorarbeit mit dem Titel „Der Ordo Missae Moguntinus seit dem 14. Jahrhundert" schloss er 1952 ab. Im Jahr 1963 legte er seine Habilitationsschrift „Stundengebet und Breviere im Bistum Mainz seit der romanischen Epoche" vor. Unter seinen weiteren Veröffentlichungen ist auch ein zweibändiges Werk über „Sakramente, Sakramentalien und Ritualien im Bistum Mainz seit dem Mittelalter" aus dem Jahr 1972.
Stichwort: Dom- und Diözesanarchiv
Das Dom- und Diözesanarchiv in Mainz übernimmt als Archiv des Bistums die schriftliche Überlieferung des Bischöflichen Ordinariates, des Domkapitels sowie der kirchlichen Einrichtungen im Bistum. Es unterstützt außerdem die wissenschaftliche und heimatkundliche Erforschung des Bistums Mainz und seiner Pfarreien. So hat das Archiv beispielsweise bei der Gesamtausgabe der Werke von Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler viele bedeutende Originale zur Verfügung stellen können. Daneben unterstützt das Archiv die Bistumsverwaltung bei juristischen Problemen sowie historischen Fragestellungen, etwa bei Bau- oder Restaurierungsmaßnahmen. Außerdem ist das Diözesanarchiv auch Anlaufstelle für Privatleute aus aller Welt, die mehr über die Herkunft ihrer Familie erfahren möchten. Auf Dauer erhaltenswertes Schriftgut aus dem Bistum wird ins Archiv übernommen und zugänglich gemacht. Das Diözesanarchiv berät die Pfarrämter bei der Führung ihrer aktuellen Akten (Registratur) und der Pflege ihres eigenen Pfarrarchivs. Es übernimmt Pfarrarchive in der Regel nur dann, wenn eine Seelsorgestelle nicht besetzt ist.
Das Archiv verfügt über einen Lesesaal mit zwölf Arbeitsplätzen und ist montags bis freitags geöffnet. Eine telefonische Voranmeldung wird empfohlen. Außerdem verfügt das Archiv über eine landes- und kirchengeschichtliche Dienstbibliothek, die auch den Benutzern zur Verfügung steht.
Hinweis: Dom- und Diözesanarchiv, Heringsbrunnengasse 4, Rochusstift, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-157 und -432, Fax: 06131/253-807, E-Mail: archiv@bistum-mainz.de - Öffnungszeiten: montags bis freitags 8.30 bis 12.00 Uhr sowie montags und mittwochs 13.00 bis 17.00 Uhr.
tob (MBN)
Ein wichtiger Schritt für das Katholische Klinikum Mainz
Segnung der neuen medizinischen Geräte durch Weihbischof Dr. Werner Guballa
Mainz. Weihbischof Dr. Werner Guballa hat am Mittwoch, 6. Mai, zwei neue medizinischen Geräte der Fachklinik für Radiologie und Nuklearmedizin des St. Vincenz und Elisabeth Hospitals gesegnet. Die neuen Geräte, ein so genannter 64-Multichannel-Computertomograph und ein angiographiefähiger Multifunktionsarbeitsplatz, entsprechen dem neuesten Stand der Technik und dienen der Optimierung von Behandlungsprozessen und Ergebnisqualität, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik, Professor Dr. Achim Heintz, vor Journalisten.
Die Anschaffung der neuen Geräte sei „ein wichtiger Schritt für die gesamte Klinik", sagte der Medizinische Geschäftsführer, Dr. Hans-Jürgen Hennes. Auch die Digitalisierung der gesamten bildgebenden Diagnostik sei eine wichtige Erneuerung. Durch das im Jahr 2007 eingeführte PACS-System seien Bilder sofort und überall einsehbar und somit eine Erleichterung, die der gesamten Abteilung, aber auch den Patienten nutze. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Nuklearmedizin und Radiologie ermögliche den Ärzten eine schnellere, aber auch zuverlässigere Diagnostik und erspare den Patienten Zeit. Die Kosten für die beiden Neuanschaffungen sowie das PACS-System belaufen sich auf drei Millionen Euro, wobei die Klinik vom Land Rheinland-Pfalz mit einer Millionen Euro unterstützt wird.
Der Chefarzt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Privatdozent Dr. Jörn O. Balzer, erklärte, dass der moderne Computertomograph ideal für eine schnelle Diagnostik bei Unfall-, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten sei. Das System passe sich den Patienten und medizinischen Herausforderungen genau an und sei auch für komplexe Untersuchungen geeignet. Beispielsweise sind neben der konventionellen CT-Diagnostik auch eine dreidimensionale Darstellung des Herzens oder eine virtuelle Dickdarmspiegelung möglich. Durch eine neue Technologie werde unnötige Strahlung vermieden und der Patient nur der klinisch relevanten Dosis ausgesetzt. Auch der Multifunktionsarbeitsplatz verfüge über die neue Technologie zur Strahlenreduzierung sowie eine hochauflösende Röntgenröhre. Durch die Verknüpfung der Röntgendiagnostik mit einer neuen Durchleuchtungstechnologie würden schnellere Untersuchungszeiten und eine bessere Bildqualität möglich. In Zukunft ließen sich damit auch kleine Gefäßeingriffe schnell und sicher durchführen.
lk (MBN)
Projekt „Pro Geistes- und Sozialwissenschaften"
Johannes Gutenberg-Universität will Rahmenbedingungen verbessern
Mainz. Mit dem Projekt „Pro Geistes- und Sozialwissenschaften" will die Johannes Gutenberg-Universität das große Potenzial der Geistes- und Sozialwissenschaften in Mainz besser ausschöpfen. Das sagte Universitätspräsident Professor Georg Krausch am Dienstag, 5. Mai, vor Journalisten. Das Spektrum dieser Fächer umfasse rund 50 geistes-, so-zial-, sprach- und kulturwissenschaftliche Fächer, die zusammen mit den beiden Theologischen Fakultäten sowie den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in insgesamt sechs Fachbereichen organisiert sind. Die Beauftragte des Präsidenten für das Projekt, Universitätsprofessorin Dr. Mechthild Dreyer, erklärte, dass die Maßnahmen zur Umsetzung des Programms „sowohl investiv - beispielsweise zur Verbesserung der Personal- oder Sachausstattung - als auch strukturell im Sinne von Reorganisationsmaßnahmen" seien.
„Ziel im Rahmen von Pro Geistes- und Sozialwissenschaften ist es, jetzt nachhaltige Strukturen im Bereich der Nachwuchsförderung in diesen Fächern zu schaffen", sagte Dreyer auf der Pressekonferenz. Finanziert werde das Programm zur gezielten Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften durch interne Mittel und aus dem Sondervermögen „Wissenschaft Zukunft II" des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, erklärte Universitätspräsident Krausch. Unter anderem sollen circa 40 zusätzliche Stellen für die Geistes- und Sozialwissenschaften im Gesamtumfang von knapp neun Millionen Euro geschaffen werden.
Seit Februar werden alle Maßnahmen zur Unterstützung dieser Fächer in den sechs Teilprojekten Nachwuchsförderung, Internationalisierung, Qualität der Lehre, Bibliothek, Forschungsförderung und Ressourcen/Strukturen gebündelt, erläuterte Dreyer. Wissenschaftler der sechs Fachbereiche, sowie Studierende würden gezielt in die Projektgruppen eingebunden. Vertreter der Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität seien in den beiden Projekten „Qualität der Lehre" und „Forschungsförderung" vertreten.
Dreyer wies darauf hin, dass das Stipendienprogramm des Teilprojektes „Nachwuchsförderung" bereits angelaufen ist. Zum 30. März habe die Johannes Gutenberg-Universität 40 bis 50 Stipendien zur Förderung von Doktorandengruppen und Postdoktoranden-Stellen im Umfang von zwei bis drei Jahren und 1,2 Millionen Euro ausschreiben können.
lk (MBN)
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„Aggression schafft Beziehung"
Wochenend-Angebot der Männerseelsorge
Mainz. „Aggression schafft Beziehung" ist ein Wochenend-Seminar der Männerseelsorge im Bistum Mainz von Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, im Wilhelm Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod überschrieben. Die Veranstaltung mit dem Mainzer Männerseelsorger Hubert Frank will dazu anleiten, „Aggressionen als Lebensenergie im Alltag zu nutzen". Das Seminar kostet 100 Euro.
Hinweis: Anmeldung bis 15. Mai erbeten an das Büro der Männerseelsorge im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-257, Fax: 06131/253-586, E-Mail: maennerseelsorge@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/maennerseelsorge
tob (MBN)

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