Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 17, 30. April 2009

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel. 06131/253-128 oder -129,
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Berichte

Mainzer Stiftungsprofessur mit Lehmann eröffnet 
Kardinal Lehmann würdigte Graduiertenkolleg 
Weihbischof Guballa weihte vier Diakone 
Lehmann zur „Woche für das Leben" 
Kuratorium der Bonifatius-Stiftung bestätigt 
Pfarrer Weiher sprach über Begleitung von Kranken 
Jahreshauptversammlung des PWB 
Giebelmann würdigte Pfarrer Landvogt-Hilfe 
Geistliche Domführung mit Domdekan Heckwolf 
Vorlesetag im Mainzer Dom mit Weihbischof Guballa
Fachmesse „Pilgus" eröffnet 
Richtfest in der Benediktinerinnenabtei Engelthal 
Klaus Mayer stellte neues Buch über Chagall vor 
Ausstellung „Mainzer Domansichten" verlängert 
Giebelmann verabschiedete Maria Ward-Schwestern 
Kardinal Lehmann über Karl Rahner

Personalien

Verabschiedung von Thomas Karst 
Stefan Hohmann ist neuer Caritasdirektor in Mainz 
Tonke Dennebaum wird neuer Bischofskaplan 
Auszeichnung für Claudia Stadler

Vorschau

Kreuzwallfahrt in Bad Wimpfen (3.5.) 
Vortrag zu Petrus und Paulus in der Kunst (7.5.) 
Auftakt der Aktion „Benin-fiz" (13.5.) 
„Himmelfahrt mit Papa" (21.5.)

 

Berichte

Lehmann: Religion soll den Menschen zu seiner eigenen Verantwortung führen

Eröffnungsvorlesung der zehnten Mainzer Stiftungsprofessur zum Thema Weltreligionen

Mainz, 28. April 2009: Kardinal Karl Lehmann bei der Fragerunde nach der Eröffnungsveranstaltung der Mainzer Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur, links Professor Andreas Cesana.

Mainz, 28. April 2009: Kardinal Karl Lehmann bei der Fragerunde nach der Eröffnungsveranstaltung der Mainzer Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur, links Professor Andreas Cesana.

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Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat bei der Eröffnung der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Mainzer Universität Kriterien zur „Unterscheidung zwischen Wesen und Unwesen jeder Religion" formuliert. „Jede Religion muss die recht verstandene Freiheit der Menschen fördern", sagte er am Dienstagabend, 28. April. Ein maßgeblicher Beweggrund für jede Religion müsse „in der Überwindung infantiler Bevormundung und in der Förderung wahrer Freiheit zu einem guten Leben bestehen", betonte Lehmann vor über 1.200 Zuhörern im Hörsaal RW 1 des Neubaus Recht und Wirtschaft. „Darum möchte authentische Religion immer auch den Menschen von falschen Autoritäten, Magie und Aberglauben befreien und zu seiner eigenen Verantwortung führen." Wegen des großen Interesses wurde die Vorlesung auch ins Foyer des Gebäudes übertragen. Der Titel der Vorlesungsreihe lautet: „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung".

Lehmanns Auftaktreferat stand unter der Überschrift „Rückkehr der Religion? Von der Ambivalenz eines zeitdiagnostischen Schlagwortes". An den kommenden Dienstagabenden werden insgesamt neun Gastredner die großen Religionen und ihre Rolle in der Gegenwart thematisieren. Die Abschlussvorlesung mit Kardinal Lehmann am Dienstag, 7. Juli, steht unter der Überschrift „Notwendigkeit, Risiken und Kriterien für den interreligiösen Dialog heute und in Zukunft". Die Vorlesungen mit anschließendem Kolloquium finden jeweils von 18.15 bis etwa 20.00 Uhr im Hörsaal RW 1 (Neubau Recht und Wirtschaft) auf dem Campus der Universität Mainz statt. Errichtet wurde die Stiftung „Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur" von der Vereinigung „Freunde der Universität Mainz" aus Anlass des 600. Geburtstags von Johannes Gutenberg im Jahr 2000.

Religion müsse außerdem den rechten Gebrauch von Freiheit einüben, da Freiheit „in ihrer Zügellosigkeit und Willkür für alle schädlich werden kann", sagte der Kardinal. Bei aller Notwendigkeit von Orientierung und Weisung dürfe Religion „nicht zur Unmündigkeit und zum Verlust personaler Verantwortung führen", hob Lehmann hervor. „Die eigene Kritik- und Denkfähigkeit muss gefördert und vertieft werden."

Mainz, 28. April 2009: Zur Eröffnungsvorlesung der Mainzer Stiftungsprofessur mit Kardinal Karl Lehmann kamen über 1.200 Zuhörer an die Mainzer Universität.

Mainz, 28. April 2009: Zur Eröffnungsvorlesung der Mainzer Stiftungsprofessur mit Kardinal Karl Lehmann kamen über 1.200 Zuhörer an die Mainzer Universität.

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Es sei Aufgabe einer Religion, „dem einzelnen Menschen und den religiösen Gemeinschaften zum Finden eines unverlierbaren Lebenssinnes und zu seiner letzten Geborgenheit zu verhelfen". Und weiter: „Sie möchte die Annahme und das Bestehen der Grundrisiken des menschlichen Lebens ermöglichen, wie sie in Armut und Not, Krankheit und Leid sowie in der Schuld und im Tod auf den Menschen zukommen. Die Religion soll den Menschen angesichts dieser oft radikalen Lebensgefährdungen vor jeder Verzweiflung bewahren. Sie macht die Menschen darum nicht weltflüchtig, sondern hilft ihnen, die Gefährdungen dieses Lebens zu bestehen und an ihnen nicht zu zerbrechen." Religion stehe also „fundamental im Dienst des Menschen und darf sich nicht nur zur Pflege der eigenen Interessen und Ziele zurückziehen", sagte der Kardinal.

Allerdings gehe es nicht nur darum, „kognitive Orientierungssysteme aufzustellen, „sondern in der Religion geht es immer auch um die praktische Wahrheit, nämlich um die Bewährung der religiösen Überzeugung in der Tat des Lebens". Weiter sagte er: „Deshalb ist Religion immer auch eine Einheit von Theorie und Praxis, von Erkennen und Handeln, von Frömmigkeit und Nächstenliebe. Für die allermeisten Menschen ist eine Religion nur überzeugend, wenn beide Dimensionen zur Deckung kommen und auf diese Weise verstärkte Evidenz erhalten. Religion spricht darum auch Herz und Sinne an, birgt viele emotional-affektive Elemente."

Auch die missionarische Sendung gehöre zu einer Religion, „wenn und solange sie überzeugt ist, dass sie ihre Orientierung, die den eigenen Mitgliedern und Anhängern kostbar und wertvoll ist, auch anderen zu ihrem Nutzen weitergeben möchte". Sobald die missionarische Sendung jedoch in irgendeiner Weise mit Gewalt verbunden werde, „ist nicht nur die Würde und Freiheit des Menschen, sondern ist auch die Religion zerstört". Daher sei das Gewaltproblem in jeder Religion von „elementarer Bedeutung". Wörtlich sagte der Kardinal: „Wer seine Überzeugungen mit Macht und Gewalt durchsetzen möchte, scheidet sich selbst aus jedem verantwortungsvollen Dialog der Religionen untereinander aus. Hier muss sich jede Religion prüfen, wie weit ihr Gottesbild mit dem Ideal einer gewalttätigen Durchsetzung von Glaubensüberzeugungen oder Interessen einhergeht."

Zu den Voraussetzungen eines Dialogs der Religionen gehöre die theoretische und praktische Frage der Religionsfreiheit „und dies im Sinne der negativen und positiven Religionsfreiheit", machte Lehmann deutlich. „Die Anerkennung der Religionsfreiheit als Menschenrecht ist ein Prüfstein dafür, ob eine Religion sich den Spielregeln des menschlichen Zusammenlebens unter heutigen Bedingungen stellt und auch unterwirft."

Lehmann forderte, die mit dem Stichwort „Rückkehr der Religion" bezeichnete neue Aufmerksamkeit für die Religion „sorgfältig und kritisch" zu analysieren. Die „Rückkehr der Religion" sei vor allem deshalb „so verblüffend, weil die fortschreitende Säkularisierung als eine entscheidende Signatur unserer Zeit galt". Es müsse jedoch festgehalten werden, dass „die Destruktion vieler religiöser Gewissheiten im Lauf der Neuzeit" nicht auch alle Fragen aus der Welt habe schaffen können, auf die religiöse Aussagen eine Antwort gaben. „Religion besteht fort - auch nach ihrem Ende als ‚Trostmittel' und nach ihrem Ende als metaphysisches Bindeglied der Gesellschaft. Dass die Moderne von der Religion einmal ganz loskommen könnte, gehört zu den Illusionen der Moderne selbst."

Am Ende seiner Ausführungen machte der Kardinal das Ziel der Vorlesungsreihe deutlich. Wörtlich sagte er: „In einer mehr und mehr vernetzten und globalisierten Welt wollen wir auch andere, fremde Religionen zu verstehen suchen. Das Andere und Fremde schreckt uns dabei nicht ab, ruft auch keine apriorische Abneigung oder Ablehnung hervor. Wir wollen das Fremde verstehen. Vielleicht kann unser eigenes Welt- und Menschenbild dadurch bereichert werden. Insofern geht es wirklich um eine Begegnung mit den Weltreligionen. Wie der Untertitel der Vorlesungsreihe anzeigt, handelt es sich dabei um Verstehen, Verständigung, Verantwortung. Mehr können wir in diesem Rahmen nicht versprechen."

tob (MBN)

 

Lehmann: Verschiedenheiten im interreligiösen Dialog benennen

Pressekonferenz und Fundraising-Dinner zur Mainzer Stiftungsprofessur

Mainz, 28. April 2009: Kardinal Karl Lehmann bei der Pressekonferenz zur Mainzer Stiftungsprofessur; links neben ihm: Universitätspräsident Professor Georg Krausch.

Mainz, 28. April 2009: Kardinal Karl Lehmann bei der Pressekonferenz zur Mainzer Stiftungsprofessur; links neben ihm: Universitätspräsident Professor Georg Krausch.

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Mainz. „Vielleicht haben wir uns in Zielsetzung und Möglichkeiten des interreligiösen Dialogs überfordert." Das sagte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, bei der Pressekonferenz zum Auftakt der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur am Dienstag, 28. April, im Alten Senatssaal der Mainzer Universität. Weiter sagte er: „Die Reduktion auf die Gemeinsamkeiten als Ziel ist wahrscheinlich eine falsche Beurteilung des interreligiösen Dialogs. Ich bin überzeugt, dass wir uns zuerst einig werden müssen, wie wir auch mit den Verschiedenheiten umgehen, dann können wir auch über die Gemeinsamkeiten reden." Das sei auch eine Einsicht des ökumenischen Gesprächs. Die Vorlesungsreihe der Stiftungsprofessur steht unter der Überschrift „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung".

Er habe den Eindruck, dass gegenüber dem anfänglichen Enthusiasmus in den letzten Jahren „eine Ernüchterung bei den Möglichkeiten des interreligiösen Dialogs eingetreten sei", sagte der Kardinal. Er verwies darauf, dass etwa die Bemühungen der Päpste zur Förderung des Dialogs - vor allem durch Papst Johannes Paul II. - „bei uns kein ausreichendes Echo erfahren haben". Kardinal Lehmann wies darauf hin, dass die Vorlesungsreihe veröffentlicht wird, allerdings noch keine Einzelheiten feststehen.

„Wir wollten bei der zehnten Stiftungsprofessur etwas Besonderes wagen und hatten den Arbeitstitel ‚Dialog der Weltreligionen' ausgewählt", erzählte der Vorsitzende der Stiftungsprofessur, Professor Dr. Andreas Cesana. „Wenn man so ein Thema plant, kommt man in Mainz nicht darum herum, den Kardinal in die Planungen mit einzubeziehen. Dieses Gespräch hat uns soviel Mut gemacht, dass wir den Kardinal gefragt haben, ob nicht er die Stiftungsprofessur übernehmen will."

Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität, Professor Dr. Georg Krausch, dankte Kardinal Lehmann für die Bereitschaft zur Übernahme der Stiftungsprofessur, die „der Höhepunkt im akademischen Leben auf unserem Campus ist". Der Vorsitzende der Vereinigung „Freunde der Universität Mainz", Dr. h.c. Klaus Adam, bezeichnete die Eröffnung der Stiftungsprofessur als „großen Tag der Freude". Lehmann trug sich im Rahmen der Pressekonferenz in das Goldene Buch der Johannes Gutenberg-Universität ein.

Laudatio von Bundestagspräsident Lammert

Mainz, 28. April 2009: Kardinal Karl Lehmann trug sich vor der Eröffnung der Mainzer Stiftungsprofessur im Alten Senatssaal in das Goldene Buch der Mainzer Universität ein; links Universitätspräsident Professor Georg Krausch.

Mainz, 28. April 2009: Kardinal Karl Lehmann trug sich vor der Eröffnung der Mainzer Stiftungsprofessur im Alten Senatssaal in das Goldene Buch der Mainzer Universität ein; links Universitätspräsident Professor Georg Krausch.

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Bei einem Fundraising-Dinner für die Stiftungsprofessur am Sonntagabend, 26. April, im Mainzer Hotel Hyatt-Regency würdigte Norbert Lammert, der Präsident des Deutschen Bundestages, Kardinal Lehmann für seine Dialogbereitschaft. „Es hätte keine bessere Besetzung für die Stiftungsprofessur geben können als Kardinal Lehmann." Seine Analysen zeichneten sich dadurch aus, dass sie „sorgfältige, faire und differenzierte Kommentare sind, die nicht auf eine spektakuläre Wirkung hin ausgerichtet sind", sagte Lammert. Er wies darauf hin, dass sich der Kardinal immer für eine Trennung von Staat und Kirche ausgesprochen habe „und zwar mit einem bestechenden Argument": Durch die Trennung würden Staat und Kirche insgesamt an Freiheit hinzugewinnen.

Lammert bezeichnete die Religionen „als mit Abstand wichtigste Vermittler von Orientierung und Werten in der Gesellschaft". Schon der erste Satz der deutschen Verfassung - „Die Würde des Menschen ist unantastbar" - sei „die säkularisierte Fassung der Vorstellung der Gottebenbildlichkeit des Menschen". Der Status der Kirche müsse daher als Ausdruck „einer europäischen Kulturidentität" verstanden werden. Verfassungen seien nicht Ersatz, „sondern Ausdruck der Kultur einer Gesellschaft", denn nur Werte, die in einer Gesellschaft geteilt würden, könnten Grundlage von gesetzlichen Regelungen werden.

Die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen zeigte sich überzeugt, dass die diesjährige Stiftungsprofessur dazu beitragen werde, „den interreligiösen Dialog zu versachlichen". Deutschland brauche einen offensiven Umgang mit dem Thema, um gesellschaftliche Konflikte zu vermeiden. Den Kardinal würdigte Ahnen mit den Worten: „Sie sind nicht nur ein führender und äußerst angesehener Vertreter der Katholischen Kirche, sondern Sie sind auch ein ausgesprochen beliebter Bischof."

Universitätspräsident Krausch würdigte Professor Cesana für sein Engagement bei der Stiftungsprofessur: „Ohne Ihren Einsatz wäre die Stiftungsprofessur nicht das, was sie heute ist." An dem Fundraising-Dinner nahmen rund 200 Personen teil. Der Kardinal war bereits am Sonntagvormittag bei einem Empfang der Stadt Mainz mit Oberbürgermeister Jens Beutel im Ratssaal des Mainzer Rathauses als Inhaber der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur vorgestellt worden.

tob (MBN)

 

Termine der Stiftungsprofessur mit Kardinal Lehmann

Thema „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung"

Mainz. An den kommenden zehn Dienstagabenden werden im Rahmen der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur zum Thema „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung" insgesamt neun Gastredner die großen Religionen und ihre Rolle in der Gegenwart thematisieren. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, der die Jubiläumsprofessur inne hat, hatte die Vorlesungsreihe am Dienstag, 28. April, mit einem Referat zum Thema „Rückkehr der Religion? Von der Ambivalenz eines zeitdiagnostischen Schlagwortes" vor über 1.200 Zuhörern eröffnet.

Die Vorlesungen finden jeweils von 18.15 bis etwa 20.00 Uhr im Hörsaal RW 1 (Neubau Recht und Wirtschaft) auf dem Campus der Universität Mainz statt. Der Kardinal wird bei den Vorlesungen der Gastredner das anschließende Kolloquium zusammen mit dem Vorsitzenden der Stiftungsprofessur, Professor Dr. Andreas Cesana, moderieren. Die weiteren Termine im Einzelnen:

Dienstag, 5. Mai:
Professor Dr. Hans Joas (Dekan des Max Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, Universität Erfurt) - „Die säkulare Option. Ihr Aufstieg und ihre Folgen"

Dienstag, 12. Mai:
Professor Dr. Michael von Brück (Religionswissenschaft, Ludwig Maximilians-Universität München) - „Buddhismus - Anspruch und Wirklichkeit"

Dienstag, 19. Mai:
Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Johann Maier (Professor em. für Judaistik, Universität Köln) - „Das Judentum. Eine Religion in Spannungsfeldern"

Dienstag, 26. Mai:
Professor Dr. Drs. h.c. Eberhard Jüngel D.D. (Professor em., Evangelisch-Theologische Fakultät und Philosophisches Seminar, Universität Tübingen) - „‚Wir sollen Menschen und nicht Gott sein. Das ist die summa.' Zum Wesen des Christentums"

Dienstag, 2. Juni:
Professorin Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer (Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin) - „Einheit, Vielfalt und die Spannung zwischen diesen beiden: Eine Einführung in den Islam"

Dienstag, 9. Juni:
Professorin Dr. Dr. h.c. Bettina Bäumer (Samvidalaya, Abhinavagupta Research Library, Varanasi, Indien) - „Vielfalt und Nicht-Dualität: Zugänge zum Hindusimus"

Dienstag, 16. Juni:
Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (Direktor der Herzog August-Bibliothek, Wolfenbüttel) - „Kosmische Ordnung und die Rückkehr ins Diesseits - Himmelskult, Geisterglauben und soziale Bindung in China"

Dienstag, 23. Juni:
Professor Dr. Dr. Manfred Hutter (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn) - „Die Baha´i-Religion im globalen Kontext: Ihre Lehre über die ‚Fortschreitende Offenbarung' als Grundlage für ethisch-soziales Engagement in einer Welt vielfältiger Kulturen"

Dienstag, 30. Juni:
Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (Bischof und Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Berlin) - „Religion, Politik und Gewalt in der heutigen Welt"

Dienstag, 7. Juli:
Abschlussveranstaltung mit Kardinal Lehmann - „Notwendigkeit, Risiken und Kriterien für den interreligiösen Dialog heute und in Zukunft"

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de

tob (MBN)

 

„Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung Europa"

Grußwort von Kardinal Lehmann bei Eröffnung des Graduiertenkollegs

Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat das Graduiertenkolleg „Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung Europa" als „große Chance" bezeichnet. Bei der offiziellen Eröffnung am Montag, 27. April, im Festsaal des Erthaler Hofs in Mainz versicherte er seine Bereitschaft, das Graduiertenkolleg der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Institutes für Europäische Geschichte „mit Rat und Tat" zu unterstützen.

Aufgabe des zunächst auf viereinhalb Jahre angelegten Projektes ist „die Frage, wie sich das christlich grundierte Gesellschaftsmodell im Prisma der ‚europäischen Herausforderung' im Zeitraum von der Wilhelminischen Zeit bis zur Gegenwart entwickelte und veränderte". 15 Doktoranden und drei Postdoktoranden werden unter anderem den Reaktionen der christlichen Kirchen auf die Europadiskussion im 20. Jahrhundert und dem Prozess der Europäisierung seit den 1950er Jahren nachgehen. Grundlage sind unter anderem amtliche Stellungnahmen der Kirchen, die Haltungen führender Repräsentanten, kirchlicher und kirchennaher Gruppen zum Phänomen „Europa", und „Versuche der Kirchen, Einfluss auf die sozialethischen Maßnahmen der europäischen Behörden zu gewinnen".

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstütze Graduiertenkolleg wird von Historikern, Theologen, Politikwissenschaftlern und Juristen getragen und hat am 1. April seine Arbeit aufgenommen. Von der Katholischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität sind folgende Professoren beteiligt: Professor Dr. Leonhard Hell (Dogmatik und Ökumenische Theologie), Professor Dr. Gerhard Kruip (Sozialethik) und Professor Dr. Johannes Meier (Mittlere und Neuere Kirchengeschichte).

tob (MBN)

 

Weihbischof Guballa weihte vier Diakone im Mainzer Dom

„Das Leben der Christen ist die Bibel, die von den Fernstehenden gelesen wird"

Mainz, 25. April 2009: Weihbischof Werner Guballa bei der Diakonenweihe im Mainzer Dom. Auf dem Foto legt er beim Weiheakt gerade Andreas Mager aus Bensheim die Hände auf.

Mainz, 25. April 2009: Weihbischof Werner Guballa bei der Diakonenweihe im Mainzer Dom. Auf dem Foto legt er beim Weiheakt gerade Andreas Mager aus Bensheim die Hände auf.

Mainz. Der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa hat am Samstag, 25. April, bei einem Gottesdienst im Mainzer Dom vier Priesteramtskandidaten durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht. Martin Eltermann (35), Christian Feuerstein (30), Andreas Mager (28) und Markus Metzler (32) werden jetzt als Diakone in einer Pfarrgemeinde mitarbeiten, bevor sie 2010 zu Priestern geweiht werden.

In seiner Predigt sagte Weihbischof Guballa: „Von Christus berührt haben Sie Ihren Weg mit seinem Weg verbunden, suchen die immer tiefere Nähe zu ihm. So wendet er sich jetzt Ihnen zu, um seine Hand auf Sie zu legen, um Ihnen seine Kraft mitzuteilen, damit Sie nicht nur sein Wort weitergeben, sondern ihn selbst bekannt machen, so wie Sie ihn erkennen durften. Wenn Christus Ihnen den Auftrag gibt, in die Welt hinauszugehen, dann will er, dass sein Gesicht in Ihrem Gesicht erkennbar ist, sein Leben in Ihrem Leben Gestalt gewinnt."

Besondere Bedeutung habe dabei „die gelebte Geschwisterlichkeit, die die Gegenwart Christi sichtbar macht und durch die sie im Alltag wirksam wird". Es komme vor allem auf das eigene christliche Lebenszeugnis an, betonte Guballa, „denn das Leben der Christen ist die Bibel, die von den so genannten Fernstehenden gelesen wird. Und wir sind mit unserem Leben die einzige Eucharistie, von der die nichtchristliche Welt sich nährt."
Mit der Diakonenweihe werde „eine neue Seite im Buch Ihres Lebens aufgeschlagen", gab Guballa den Diakonen mit auf den Weg. Wörtlich sagte er: „Das Leitwort dafür heißt: ‚Adsum - Ich bin bereit.' Wie Sie die Zeilen Ihres Lebens dann in diesem Buch des Lebens füllen werden, steht noch dahin. Ein guter, ein wichtiger Anfang ist gemacht und Gott, der das gute Werk in Ihnen begonnen hat, er wird es auch vollenden. Darauf dürfen sie bauen."

Mainz, 25. April 2009: Als Zeichen ihrer Hingabe haben sich die Weihekandidaten während der Litanei vor der Weihhandlung ausgestreckt auf den Boden gelegt.

Mainz, 25. April 2009: Als Zeichen ihrer Hingabe haben sich die Weihekandidaten während der Litanei vor der Weihhandlung ausgestreckt auf den Boden gelegt.

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Martin Eltermann wurde am 17. Juli 1973 in Mainz geboren und stammt aus der Pfarrei St. Georg in Mainz-Bretzenheim. Er studierte von 1996 bis 2008 Katholische Theologie in Mainz und Freiburg und wird nach seiner Diakonenweihe in den Pfarreien Heilig Kreuz und St. Stephan in Griesheim tätig sein. Von 2002 bis 2003 arbeitete er im Rahmen eines Sozialeinsatzes in einer Behindertenwerkstatt und in einer Bibelschule in Italien.

Aus dem saarländischen Blieskastel-Bierbach, Pfarrei Herz-Jesu, stammt der am 11. Mai 1978 geborene Christian Feuerstein. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten, bevor er von 2003 bis 2008 Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom studierte. Feuerstein wird nach der Diakonenweihe in der Pfarrgruppe Zaybachtal in Mainz-Bretzenheim arbeiten.

Andreas Mager, geboren am 5. Juli 1980 in Heidelberg, stammt aus der Pfarrei St. Laurentius in Bensheim. Er studierte von 2003 bis 2008 Katholische Theologie in Mainz und war während seines Propädeutikums im Erzbischöflichen Priesterseminar Freiburg unter anderem in Caritas-Behindertenwerkstätten sowie in Bibelschulen in Israel und Ägypten tätig. Nach seiner Weihe zum Diakon wird Mager in Heidesheim-St. Philippus und Jakobus arbeiten.

Markus Metzler wurde am 5. Januar 1977 in Mainz geboren und stammt aus der Pfarrei St. Josef in Ober-Hilbersheim. Er ließ sich zunächst zum Verwaltungsfachangestellten ausbilden und arbeitete bis 2000 bei der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim. Nach seinem Abitur am Ketteler-Kolleg in Mainz studierte Metzler von 2003 bis 2008 Katholische Theologie in Mainz und Rom. Nach seiner Diakonenweihe wird Metzler in Heppenheim-St. Peter tätig sein.

tob (MBN)

 

Lehmann: Kranke und Behinderte als „ebenbürtige Geschwister" entdecken

Eröffnung der „Woche für das Leben" zum Thema „Gemeinsam mit Grenzen leben"

Mainz, 25. April 2009: Kardinal Karl Lehmann bei der diözesanen Eröffnung der 'Woche für das Leben' im Erbacher Hof in Mainz.

Mainz, 25. April 2009: Kardinal Karl Lehmann bei der diözesanen Eröffnung der "Woche für das Leben" im Erbacher Hof in Mainz.

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Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat dazu aufgerufen, kranke und behinderte Menschen als „ebenbürtige Geschwister zu entdecken" und sie in allen Lebensbereichen zu integrieren. Bei der Eröffnung der ökumenischen „Woche für das Leben" (25. April - 2. Mai) im Bistum Mainz sagte er am Samstag, 25. April, im Erbacher Hof in Mainz: „Je mehr wir sie in unsere Nähe kommen lassen, sie kennen lernen, und eben annehmen, um so mehr zeigen sie ihre Verwandtschaft mit uns, ihre Liebenswürdigkeit, ihre Vorteile und Vorzüge, ja manchmal auch ihre Überlegenheit, mit der sie zum Beispiel Grenzen ertragen. Wenn wir sie so als ‚Normale' akzeptieren, dann können sie viel mehr mit uns, eben gemeinsam zeigen, was in ihnen steckt. Deswegen ist die Integration so wichtig, und zwar auf allen Ebenen, im Kindergarten, in der Schule und eben auch in unseren Wohn- und Lebenswelten."

Der Kardinal äußerte sich am Ende der Eröffnungsveranstaltung zur „Woche für das Leben" im Bistum Mainz. Die Akademietagung am 24. und 25. April stand unter der Überschrift „Leben mit Psychose. Annäherungen und Erfahrungen". Veranstaltet wurde die Auftaktveranstaltung von der Bistumsakademie Erbacher Hof in Kooperation mit dem Seelsorgedezernat des Bistums Mainz und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die „Woche für das Leben" steht in den Jahren 2008 bis 2010 unter dem Leitthema „Gesund oder krank - von Gott geliebt"; das Jahresmotto 2009 lautet „Gemeinsam mit Grenzen leben".

Mit Blick auf das Jahresmotto forderte der Kardinal dazu auf, die eigene Kreatürlichkeit anzuerkennen. „Es geht darum, dass wir uns als begrenzte Menschen annehmen. Wir sind keine Götter." Und weiter: „Im Falle von Behinderten, Kranken, gerade auch seelisch Kranken nehmen wir besseren Anteil, wenn wir unsere eigenen Grenzen erkennen und eingestehen. Dann haben wir, wenn uns manche Grenzen erspart bleiben, oft besonders Grund zur Dankbarkeit und damit auch zur Solidarität, ja zur Hilfe." Dabei müsse der Mensch nicht immer viele Worte machen, sagte Lehmann. „Manchmal ist es wichtig, einfach zum Beispiel bei einem Kranken zu bleiben, einem Mühsamen und Beladenen die Hand auf die Schultern zu legen, ihm sein begrenztes Leben liebenswert und lebenswert machen zu helfen. Dies sollten wir in dieser Woche für das Leben 2009 wieder lernen. Der Glaube hilft uns dazu."

Vortrag (27.4.) und Eröffnung einer Gebetsgemeinschaft (25.4.)

Anlässlich der diesjährigen „Woche für das Leben" findet im Bistum außerdem ein Vortrag von Dr. Erhard Weiher zum Thema „Kranke und Sterbende spirituell begleiten - wie geht das? Impulse für ärztliche, pflegende und andere Helfer" statt. Weiher ist Pfarrer an den Universitätskliniken Mainz und spricht am Montag, 27. April, um 19.30 Uhr im Haus am Dom in Mainz. Der Vortragsabend wird vom Seelsorgedezernat der Diözese Mainz in Kooperation mit dem Bildungswerk des Bistums Mainz veranstaltet. Daneben lädt das Dezernat Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat zu einer Gebetsgemeinschaft ein, die unter einem Wort aus Psalm 23 steht „Denn du bist bei mir". Alle Pfarrgemeinden, Dienste und Einrichtungen der Seelsorge und der Caritas sowie Krankenhäuser, Sozialstationen, Alten- und Pflegeheime, Vereinigungen, Gruppen und Initiativen im Bistum Mainz sind zur aktiven Teilnahme bei der „Gemeinschaft im Gebet - Kranke und Gesunde" aufgerufen. Für die Aktion wurde ein Gebetstext und ergänzendes Bildmaterial vorbereitet. Die „Gemeinschaft im Gebet" wird am Samstagabend, 25. April, im Rahmen der „Stunde der Kirchenmusik" um 18.00 Uhr im Mainzer Dom eröffnet.

Hinweis: Ansprechpartner im Dezernat Seelsorge für die „Woche für das Leben" sind Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr sowie Alexandra Reuter (Sekretariat), Tel. 06131/253-250 und -252, E-Mail: wochefuerdasleben@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de  (Stichwort: „Woche für das Leben im Bistum Mainz") oder unter www.woche-fuer-das-leben.de

tob (MBN)

 

Kuratorium der Bonifatius-Stiftung bestätigt

Dachstiftung für die Pfarrgemeinden im Bistum Mainz

Mainz, 23.4.2009: Die Mitglieder des Kuratoriums der Bonifatius-Stiftung

Mainz, 23.4.2009: Die Mitglieder des Kuratoriums der Bonifatius-Stiftung

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Mainz. Die Mitglieder des Kuratoriums der Bonifatius-Stiftung sind auf einer außerordentlichen Sitzung des Gremiums am Donnerstag, 23. April, für eine zweite vierjährige Amtszeit berufen worden. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, überreichte den Kuratoriumsmitgliedern bei der Sitzung die Berufungsurkunden des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, mit Wirkung vom 26. April. Helga Hammer, Vizepräsidentin a.D. des rheinland-pfälzischen Landtages, wurde im Anschluss erneut zur Vorsitzenden gewählt; Weihbischof Dr. Werner Guballa zum stellvertretenden Vorsitzenden. Auch der Vorstand der Stiftung hat seine zweite vierjährige Amtszeit begonnen. Vorstandsvorsitzender bleibt Generalvikar Giebelmann. Zum Vorstand gehören darüber hinaus als stellvertretender Vorsitzender der Justitiar und Stiftungsbeauftragte des Bistums Mainz, Professor Michael Ling, und Caritasdirektor i.R. Wilhelm Schulze.

Aufgabe der Bonifatius-Stiftung ist die Förderung und Unterstützung von kirchlichen und pastoralen Zwecken und Initiativen auf der Ebene der Pfarreien im Bistum Mainz. Sie dient als Gemeinschaftsstiftung für Pfarreien und Verbände im Bistum Mainz. Die Bonifatius-Stiftung bietet als Dachstiftung Beratung und Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung von Stiftungsvorhaben bis hin zur vollständigen Stiftungsverwaltung. Die Bonifatius-Stiftung wurde im April 2005 gegründet und mit einem Anfangsvermögen von 30.000 Euro aus Bistumsmitteln ausgestattet. Mittlerweile ist das Stiftungskapital auf rund zwei Millionen Euro angewachsen. Aktuell gibt es 19 Unterstiftungen der Bonifatius-Stiftung; vier Unterstiftungen befinden sich derzeit noch in der Gründungsphase.

Hinweis: Geschäftsstelle der Bonifatius-Stiftung, Bettina Kolbe M.A., Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel.: 06131/253-108, Fax: -113, E-Mail: bonifatius-stiftung@bistum-mainz.de, Internet: www.bonifatius-stiftung.de

tob (MBN)

 

Rückbesinnung auf Rituale in der Pflege

Impulse für die Begleitung von Kranken und Sterbenden von Pfarrer Weiher

Mainz, 27.4.2009: Krankenhausseelsorger Pfarrer Dr. Erhard Weiher im Gespräch mit Hans-Jürgen Dörr, im Bischöflichen Ordinariat verantwortlich für die 'Woche für das Leben'

Mainz, 27.4.2009: Krankenhausseelsorger Pfarrer Dr. Erhard Weiher im Gespräch mit Hans-Jürgen Dörr, im Bischöflichen Ordinariat verantwortlich für die "Woche für das Leben"

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Mainz. Eine Rückbesinnung auf Rituale in der Begleitung Kranker und Sterbender hat Pfarrer Dr. Erhard Weiher am Montagabend, 27. April, im Haus am Dom in Mainz empfohlen. „Berufliche und religiöse Rituale sind anthropologische Stützfunktionen, die es gestatten, das Geheimnis des Lebens zu begehen, auch wenn dabei der Sinn des Sterbens nicht erklärt werden kann." Für den heutigen Alltag der Patientenbegleitung, die von kurzen Begegnungen geprägt sei, bedürfe es niederschwelliger Angebote. Sein Vortrag „Kranke und Sterbende spirituell begleiten - wie geht das? Impulse für ärztliche, pflegende und andere Helfer" fand im Rahmen der diesjährigen „Woche für das Leben" im Bistum Mainz statt. Veranstaltet wurde der Abend vom Seelsorgedezernat der Diözese Mainz in Kooperation mit dem Bildungswerk des Bistums Mainz.

Weiher ist seit 1987 Krankenhausseelsorger an den Universitätskliniken Mainz. Im Jahr 2006 war er von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für seine zahlreichen Veröffentlichungen zu pastoraltheologisch-medizinischen Themen sowie seine Leistungen in der praktischen Theologie mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von Weiher im Kohlhammer-Verlag das Buch „Das Geheimnis des Lebens berühren. Spiritualität bei Krankheit, Sterben, Tod" erschienen. Derzeit wird für den vergriffenen Band eine zweite Auflage vorbereitet.

Weiher wies darauf hin, dass das Wort Spiritualität lange nur in der kirchlichen Sprache beheimatet gewesen sei und sich erst seit rund 15 Jahren über die Grenzen der Kirche hinaus verbreite. „Viele Menschen bezeichnen sich heute als spirituell, aber nicht als religiös." Angeregt durch die Hospizbewegung habe sich in der Medizin das Konzept einer umfassenden Palliativversorgung herausgebildet, die neben einer körperlichen und sozialen Begleitung auch eine spirituelle umfasst. Er betonte, dass die spirituelle Dimension bei dieser Konzeption ein Anliegen der Medizin sei und nicht nur der Seelsorge.

Spiritualität werde erfahren, „wenn sich der Mensch mit dem Geheimnis des Lebens in Verbindung weiß", sagte Weiher. Bereits in den meisten Alltagsgesprächen mit Patienten könne der Helfer dessen Spiritualität wahrnehmen. „Damit geben uns die Menschen den Schlüssel zu ihrem Inneren in die Hand." Schlüsselqualifikationen für den Umgang mit Kranken und Sterbenden seien Zuwendung, Fürsorge und Begleitung als „elementare Stützfunktionen" für die Patienten. „Dabei ereignet sich die Begleitung in Form einer Begegnungsspiritualität. Viele Helfer beließen es jedoch dabei, sagte Weiher. Darüber hinaus plädierte er für eine Resonanzspiritualität: „Jeder Mensch gibt den Ereignissen seines Lebens ständig eine Bedeutung. Das Verstehen der Bedeutung dieser alltäglichen Identitäts- und Sinnsymbole ist eine elementare Stützfunktion."

Der Klinikseelsorger betonte, „dass Spiritualität nicht etwas ist, was ganz hoch hängt". Weiter sagte er: „Die Menschen gehen gestärkt aus solchen Gesprächen heraus, weil sie sich in ihrer eigenen Spiritualität verstanden gefühlt haben und so kommen sie näher an ihre eigene Spiritualität. Die Menschen vergewissern sich ihres Sinns im Leben durch das Erzählen und nicht durch das Definieren." Seiner Erfahrung nach wollten auch religiöse Menschen nicht gleich über Glaubensspiritualität angesprochen werden, sagte Weiher.

tob (MBN)

 

Neue Wege in der Berufungspastoral

Jahreshauptversammlung des Päpstlichen Werkes für Geistliche Berufe (PWB)

Mainz. Im Mainzer Priesterseminar bereiten sich zurzeit 26 junge Männer auf den Priesterberuf vor. Das sagte Pfarrer Martin Berker am Mittwoch, 22. April, bei der Jahreshauptversammlung des Päpstlichen Werkes für Geistliche Berufe (PWB) im Mainzer Priesterseminar. Berker ist Diözesandirektor des PWB im Bistum Mainz und Subregens des Priesterseminars. Im Sommersemester nehmen drei Seminaristen ihr Theologie-Studium an der Johannes Gutenberg-Universität auf.

Jugendvesper zum Welttag der Geistlichen Berufe (3.5.)

Berker wies darauf hin, dass es immer wichtiger werde, „die Berufungspastoral auf neue Füße zu stellen". Die zurückgehenden Zahlen bei den Interessenten für geistliche Berufe seien jedoch auch „eine Chance, neue Wege zu gehen", sagte Berker. Und weiter: „Wichtig sind Angebote für junge Leute zwischen 19 und 29 Jahren, die aus der Jugendarbeit ihrer Gemeinden herausgewachsen sind." Anlässlich des Weltgebetstages für Geistliche Berufe am Sonntag, 3. Mai, gehe das PWB deshalb in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Jugendamt und jungen Kaplänen neue Wege, betonte Berker. In der Augustinerkirche werde um 18.00 Uhr eine Jugendvesper angeboten, bei der es um das Thema Berufung gehe. Anschließend seien alle Teilnehmer im Speisesaal des Priesterseminars „zu einem Gespräch in ungezwungener Atmosphäre" eingeladen.

Im vergangenen Jahr hat das PWB zinslose Darlehen in Höhe von 38.000 Euro vor allem an Priesteramtskandidaten, aber auch an angehende Gemeinde- und Pastoralreferenten ausgezahlt. Der monatliche Höchstsatz zur Unterstützung der Theologiestudenten beträgt 330 Euro. Derzeit würden 13 Studenten finanziell unterstützt, sagte Berker. Vom 2. bis 5. Oktober bietet das PWB eine Wallfahrt zum 75. Jubiläum des Weltgebetstages für Geistliche Berufe nach Berlin an.

Grußwort von Regens Bentz

Der Regens des Priesterseminars, Pfarrer Dr. Udo Bentz, dankte den Mitgliedern des PWB in einem Grußwort für ihre materielle und geistliche Unterstützung der Berufungspastoral, die oft „ein stiller und verborgener Dienst ist". Weiter sagte er: „Aufgabe des PWB ist es, in den Gemeinden ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Berufungen nicht vom Himmel fallen, sondern ein geistliches Klima brauchen, um wachsen zu können."

Vor der Jahreshauptversammlung hatten die Mitglieder des PWB zusammen mit Pfarrer Berker in der Augustinerkirche die Eucharistie gefeiert. In seiner Predigt rief der Direktor des PWB die Mitglieder dazu auf, in der Gesellschaft „Profil zu zeigen": „An unserem Denken, Fühlen und Handeln soll man erkennen, dass wir Kinder Gottes sind." Dies sei oft nicht einfach, „in einer Welt voller Stimmen, wo es oft genug heißt: Du bist nur das, was Du leistest", sagte Berker. Die österliche Botschaft mache den Christen jedoch Mut, „Zeugen der Auferstehung in der Gesellschaft zu sein". Das Gebet für geistliche Berufe hinterlasse Spuren, „die wir vielleicht nicht gleich entdecken. Aber die Zeit wird es zeigen, und unser Profil wird sich mit der Zeit durchdrücken und Spuren hinterlassen."
Das PWB ist eine Gebetsgemeinschaft für Berufungen von Priestern, Diakonen, Ordensleuten sowie Gemeinde- und Pastoralreferenten, Religionslehrern und Katecheten. Durch Gebet und finanzielle Hilfe unterstützen die Mitglieder das Anliegen um kirchliche und geistliche Berufe. Gegründet wurde das PWB 1926 von Frauen in Freiburg als „Frauenhilfswerk für Priesterberufe". 1941 errichtete dann Papst Pius XII. das „Päpstliche Werk für Priesterberufe". Der Mainzer Bischof Dr. Albert Stohr führte es 1947 im Bistum Mainz ein. Derzeit hat das PWB im Bistum Mainz rund 1.400 Mitglieder, die sich in etwa 30 Gebetsgruppen treffen.

Hinweis: Diözesanstelle „Berufe der Kirche", Heringsbrunnengase 4, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-536, Fax: 06131/253-406, E-Mail: berufederkirche@bistum-mainz.de, Internet: www.berufe-der-kirche-im-bistum-mainz.de  

tob (MBN)

 

Giebelmann: „Ihr Dienst ist unbezahlbar"

Feierstunde „30 Jahre Pfarrer Landvogt-Hilfe" im Mainzer Haus am Dom

Mainz, 24. April 2009: Feierstunde '30 Jahre Pfarrer Landvogt-Hilfe' im Haus am Dom (v.l.n.r.): Diözesancaritasdirektor Hans-Jürgen Eberhardt, Michael Büttner von der Pfarrer Landvogt-Hilfe, Guido Meudt, erster Vorsitzender der Pfarrer Landvogt-Hilfe, Generalvvikar Dietmar Giebelmann und Claus Hensel, Leiter des Amtes für soziale Leistungen der Stadt Mainz.

Mainz, 24. April 2009: Feierstunde "30 Jahre Pfarrer Landvogt-Hilfe" im Haus am Dom (v.l.n.r.): Diözesancaritasdirektor Hans-Jürgen Eberhardt, Michael Büttner von der Pfarrer Landvogt-Hilfe, Guido Meudt, erster Vorsitzender der Pfarrer Landvogt-Hilfe, Generalvvikar Dietmar Giebelmann und Claus Hensel, Leiter des Amtes für soziale Leistungen der Stadt Mainz.

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Mainz. Als „Lobby für jene, mit denen sich sonst kaum einer zusammentun will", hat der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, die Pfarrer Landvogt-Hilfe gewürdigt. Bei einer Feierstunde zum 30-jährigen Bestehen der Mainzer Wohnungslosen-Hilfe am Freitag, 24. April, im Mainzer Haus am Dom dankte er den Mitarbeitern der Einrichtung für ihr Engagement: „Ihr Dienst ist unbezahlbar." Weiter sagte er: „Als Lobbyist der Ärmsten, gerade der Wohnungslosen, wird die Pfarrer Landvogt-Hilfe nicht müde, darauf hinzuweisen, dass das Leben auf der Straße in der Regel keine frei gewählte Entscheidung ist, sondern das Resultat schwerer persönlicher Lebensbrüche mit vielfältigen Ursachen."

Der Generalvikar erinnerte daran, dass die Pfarrer Landvogt-Hilfe in der Dagobertstraße aus der Initiative eines Gebets- und Meditationskreises entstanden ist. „Vor 30 Jahren stellten sich die jungen Menschen die Frage nach einem glaubwürdigen christlichen Engagement in der damaligen Zeit. Sie spürten, dass irgendwann der Worte genug waren, dass es darauf ankam, den Glauben zu leben." Der Namensgeber des Vereins, Pfarrer Franz Adam Landvogt, der von 1928 bis 1951 Pfarrer in St. Peter und St. Christoph in Mainz war, werde in Mainz als „Vater der Armen" verehrt, „was seit der Frühzeit in der Kirche der größte Ehrentitel ist".

Der erste Vorsitzende der Pfarrer Landvogt-Hilfe, Guido Meudt, machte deutlich, dass sich der Verein am „Gedanken der Hilfe zur Selbsthilfe orientiert". Die Pfarrer Landvogt-Hilfe setze sich in Politik und Gesellschaft dafür ein, Wohnungslosen ein Leben in menschenwürdigen Verhältnissen zu ermöglichen. „Gleichzeitig unterstützen wir die Menschen dabei, wieder Boden unter die Füße zu bekommen und ein eigenverantwortliches Leben zu führen." Neben der materiellen Unterstützung durch viele Spender komme es dem Verein vor allem darauf an, den Betroffenen menschliche Zuwendung zu schenken. „Sie sollen das Gefühl erhalten, dass sie als Person respektiert werden und ihre Würde anerkannt wird." Meudt bat um großzügige finanzielle Unterstützung für den geplanten Neubau der Einrichtung in der Wormser Straße.

Die Stadt Mainz schätze die Pfarrer Landvogt-Hilfe „als verlässlichen Partner" für wohnungslose Menschen in Mainz, sagte Claus Hensel, Leiter des Amtes für soziale Leistungen der Stadt Mainz. „Wohnungslosigkeit ist durch sie in Mainz als Thema etabliert worden." Er hoffe, dass die städtischen Gremien in der kommenden Woche dem Projekt zum Neubau eines Hauses für die Pfarrer Landvogt-Hilfe in der Wormser Straße zustimme, sagte Hensel.

„Es ist wichtig, dass sie seit 30 Jahren ein Stachel in unserem Fleisch sind und uns als Kirche an unsere Aufgabe erinnern", sagte Pfarrer Markus Kölzer, Dekan des Dekanates Mainz-Stadt. Die Arbeit der Pfarrer Landvogt-Hilfe trage dazu bei, „dass wir die wohnungslosen Menschen nicht nur sehen, sondern auch wahrnehmen". Er erinnerte daran, dass es inzwischen viele ökumenische Initiativen für Wohnungslose in den Mainzer Gemeinden gebe, unter anderem auch einen jährlichen Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Obdachlosen aus Mainz. Weitere Grußworte sprachen Bernhard Schilling von der Evangelischen Wohnungslosenhilfe Mainz und Sabine Hamann, Leiterin der „Start-Hilfe", die die Arbeit der Pfarrer Landvogt-Hilfe durch „aufsuchende Hilfe", Beratung und Nachsorge unterstützt.

In der Pfarrer Landvogt-Hilfe, die 1981 gegründet wurde, haben sich engagierte Christen zusammengeschlossen, die sich in erster Linie um Wohnungslose kümmern. Ursprung des Vereins ist das 1979 gegründete Möbel- und Kleiderlager, dessen 30-jähriges Bestehen in diesem Jahr gefeiert wird. Namensgeber ist der Mainzer Pfarrer Franz Adam Landvogt (1889-1953). In der Teestube in der Dagobertstraße können Wohnungslose frühstücken, selbst Mahlzeiten zubereiten, sich waschen oder duschen, ihre Kleidung wechseln und Wäsche waschen lassen. Außerdem stehen Spinde zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen zur Verfügung. Sie ist werktags von 8.30 bis 10.30 Uhr und von 17.00 bis 19.00 Uhr geöffnet, sonntags von 9.00 bis 10.00 Uhr. Die Teestube sowie die Kleiderkammer des Vereins werden von rund 50 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.plh.de  

tob (MBN)

 

Das Chorgestühl im Westchor des Mainzer Doms

Geistliche Domführung mit Domdekan Heinz Heckwolf

Mainz. Das Chorgestühl im Westchor des Mainzer Domes sei im 18. Jahrhundert wie „der Thronsaal des Erzbischofs und seines Domkapitels" angelegt worden, sagte der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, am Samstag, 25. April, bei der zweiten „Geistlichen Domführung" im Rahmen des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom". Bis heute werde es von Bischof und Domkapitel für seinen ursprünglichen Zweck genutzt: die Verrichtung des Stundengebetes, vor allem an Hochfesten und in der Karwoche, sagte Heckwolf. Er wies darauf hin, dass es „eine wesentliche Aufgabe" des Domkapitels sei, im Dom Gottesdienste zu feiern und das Stundengebet der Kirche mitzubeten.

Der künstlerische Wert des Chorgestühls bestehe vor allem in der gelungenen Einordnung in die Architektur des Domes, hob Heckwolf hervor. „Die großartigste Leistung" sei es, dass die beiden Grabdenkmäler der Erzbischöfe Johann Philipp von Schönborn (1647-1673) und Lothar Franz von Schönborn (1695-1729) „so wunderbar" in das Chorgestühl eingebunden worden seien.

Geschaffen wurde das Chorgestühl in den Jahren 1760 bis 1765 vom Mainzer Hofschreiner Franz Anton Hermann, der es im Stil des französischen Rokoko aus Eichenholz fertigte. Heckwolf berichtete, dass es einen umfangreichen Schriftverkehr des Schreiners mit dem Domkapitel über die genaue Ausführung der Arbeiten gebe. Die Rückwände des Chorgestühls sind unter anderem mit den Wappen der Suffraganbistümer des damaligen Erzbistums Mainz geschmückt. In den Akten des Domkapitels finde sich auch ein Hinweis auf die Kosten: 11.000 Gulden habe Franz Anton Hermann vom Erzbischof und den damals 19 Domkapitularen für seine Arbeit erhalten, erzählte der Domdekan.

Oberhalb des Bischofssitzes ist die Mantelteilung des heiligen Martin dargestellt, der Patron des Bistums und des Mainzer Domes ist. Außerdem sind auf dem Chorgestühl lebensgroße Figuren der Bischöfe Crescens (erster legendärer Bischof des Bistums), Bonifatius (746-754), Willigis (975-1011) und Bardo (1031-1051) angebracht. Insgesamt sei das Chorgestühl rund 5,60 Meter hoch und etwa 3,80 Meter tief. Innen habe es eine Länge von 29 Metern und außen von fast 50 Metern, erklärte der Domdekan.

Der Mainzer Dombauverein war zusammen mit der Allgemeinen Zeitung Mainz, die Medienpartner des Domjubiläums ist, Veranstalter der Domführung. Insgesamt werden zum diesjährigen Jubiläum „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" sieben geistliche Domführungen angeboten, die von Domdekan Heckwolf und dem Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, gestaltet werden. Die nächste geistliche Domführung im Mainzer Dom findet am Samstag, 30. Mai, um 11.00 Uhr mit Generalvikar Giebelmann statt.

Hinweis: Anmeldung für die Geistlichen Domführungen bei der Dominformation, Am Markt 8-10, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-412. Weitere Termine unter www.bistum-mainz.de/domjubilaeum  

tob (MBN)

 

Guballa: „Ja, Bischof ist ein guter Beruf"

Vorlesetag im Mainzer Dom für rund 500 Kinder aus Mainzer Grundschulen

Mainz, 23. April 2009: Weihbischof Werner Guballa bei der Vorlesestunde zum 'Welttag des Buches' im Ostchor des Mainzer Doms.

Mainz, 23. April 2009: Weihbischof Werner Guballa bei der Vorlesestunde zum "Welttag des Buches" im Ostchor des Mainzer Doms.

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Mainz. Anlässlich des „Welttags des Buches" sind am Donnerstag, 23. April, rund 500 Kinder aus Mainzer Grundschulen im Mainzer Dom zu einer Vorlesestunde zusammengekommen. Aufgeteilt in kleinere Gruppen wurde den Kindern an verschiedenen Orten im Dom eine Geschichte vorgelesen. Unter anderem gab es Märchen, Heiligenlegenden und Kindererzählungen zu hören. Außerdem las der Mainzer Kulturdezernent, Peter Krawietz, für alle 500 Kinder im Mittelschiff des Domes ein Stück aus der Geschichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" von Michael Ende. Am Ende der Veranstaltung erhielt jedes Kind das Buch „Ich schenk dir eine Geschichte", das von der Stiftung Lesen herausgegeben wurde. Veranstaltet wurde die Aktion von der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) am Dom im Rahmen des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom".

Der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa las seiner Gruppe im Ostchor des Mainzer Domes die Geschichte „Isaak Schwarzkopf kann so schlimm nicht sein" von Monika Zuber vor, in der es um den Beginn einer Freundschaft mit einem Außenseiter geht. Beim anschließenden Gespräch ging es auch um den Dom, von dem die Kinder wussten, dass er in diesem Jahr 1.000 Jahre alt wird. Auf die Frage, warum er denn eigentlich gebaut worden sei, sagte Guballa: „Der Dom wurde gebaut, um darin zu beten", um dann anschließend gleich vor Ort zu erläutern, wo er mit den anderen Domkapitularen und Kardinal Karl Lehmann bei den Gebetszeiten im Ostchor sitzt. Ob Bischof eigentlich ein guter Beruf sei, wollte eines der Kinder noch wissen und Guballa bekannte: „Ja, Bischof ist ein guter Beruf."

Weitere Vorleser waren: Domkapitular Jürgen Nabbefeld, Dezernent für Weiterbildung im Bischöflichen Ordinariat; Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bischöflichen Ordinariat; Ordinariatsdirektor Eberhard Hüser, Personaldezernent im Bischöflichen Ordinariat; der Mainzer Domorganist Albert Schönberger; Theresia Bongarth, Redaktionsassistentin der Bischöflichen Pressestelle; Ordinariatsrat Thomas Klumb, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat; Dr. Felicitas Janson, Studienleiterin der Bistumsakademie Erbacher Hof; der Stadionsprecher von Mainz 05, Klaus Hafner, und der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer.

tob (MBN)

 

Eröffnung der „Pilgus" in Mainz

Grußwort von Generalvikar Giebelmann bei Fachmesse für Glaubens- und Pilgerreisen

Mainz, 23. April 2009: Grußwort von Generalvikar Dietmar Giebelmann bei der Eröffnung der Fachmesse 'Pilgus' auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim.

Mainz, 23. April 2009: Grußwort von Generalvikar Dietmar Giebelmann bei der Eröffnung der Fachmesse "Pilgus" auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim.

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Mainz. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, hat den Veranstaltern der Fachmesse „Pilgus" „für ihr mutiges Vorhaben" gedankt und der Ausstellung „einen guten Erfolg" gewünscht. Bei der Eröffnung der „ersten europäischen Fachmesse für Glaubens- und Pilgerreisen" auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim am Donnerstag, 23. April, sagte er: „Ich freue mich über den ökumenischen Charakter dieser Messe, und ich bin dankbar für den internationalen Charakter - gerade als Katholische Kirche sind wir immer auf eine weltumspannende Ausrichtung angewiesen." Veranstalter der „Pilgus", auf der bis Sonntag, 26. April, rund 30 Aussteller unter anderem Pilgerreisen und Fachliteratur präsentieren, ist die „Christ & Reisen GmbH" aus Oppenheim. An den beiden Publikumstagen (25.-26. April) werden nach Angaben der Veranstalter rund 2.000 Besucher erwartet.

„Eine Pilgerreise ist so gut, wie dabei die Möglichkeit geschaffen wurde, auf diesem Weg auch religiöse Begegnungen zu ermöglichen und einen Menschen hinzuführen zu seiner eigenen religiösen Sehnsucht", betonte Giebelmann. Gerade auch mit Blick auf das diesjährige Jubiläum „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" sei ein großes Interesse der Menschen an Kultur, Geschichte und religiösen Fragen zu spüren. Dabei helfe es nicht weiter, die Menschen als Touristen, Kunstfreunde oder Pilger einzuordnen. Wörtlich sagte er: „Menschen sind unterwegs zu heiligen Orten, um in eine heilige Welt einzutauchen. Sie haben im Stillen die Erwartung, dass sie in der Begegnung mit der Kunst auch dem begegnen, für den die Kirchen gebaut wurden, nämlich Gott."

„Wir sind froh, so viele internationale Aussteller nach Mainz geholt zu haben", sagte der Geschäftsführer von „Christ & Reisen", Michael Fender, bei der Eröffnung. Bei der Vorbereitung habe es viele Hindernisse gegeben, sagte Fender. Er bedauerte, dass die Messe von der Stadt Mainz „so gut wie keine Unterstützung" erhalten habe.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.pilgus.de  

tob (MBN)

 

Giebelmann: „Ein verlässlicher geistlicher Ort in unserem Bistum"

Grundsteinlegung und Richtfest für Neubau in der Benediktinerinnenabtei Engelthal

Altenstadt, 29.4.2009: Grundsteinlegung im Kloster Engelthal mit Generalvikar Dietmar Giebelmann

Altenstadt, 29.4.2009: Grundsteinlegung im Kloster Engelthal mit Generalvikar Dietmar Giebelmann

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Altenstadt. „Das Bistum Mainz ist froh, mithelfen zu können, dass das Kloster Engelthal auch in Zukunft ein verlässlicher geistlicher Ort in unserem Bistum ist." Das sagte der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, am Mittwoch, 29. April, bei Grundsteinlegung und Richtfest für den Neubau von Süd- und Westflügel der Klosteranlage. Die Kosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro trägt das Bistum Mainz, das Eigentümer der gesamten Anlage ist. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Das Kloster sei ein Ort, „an dem Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet eintauchen in eine Atmosphäre von Gebet und Frieden; ein Ort, an dem die Seele zur Ruhe kommt", betonte Giebelmann. „Natürlich ist eine solche Grundsteinlegung für den Neubau eines Klosters ein Glaubensbekenntnis. Denn niemand baut ein Kloster, wenn er nicht an die Zukunft einer Gemeinschaft glaubt", sagte der Generalvikar.

Die Äbtissin des Klosters, Mutter Elisabeth Kralemann, dankte dem Bistum für das Wohlwollen der Abtei gegenüber „und das großzügige Entgegenkommen. Der Neubau ist ein großes und ungeahntes Geschenk, für das wir von Herzen dankbar sind." Es sei „ein großartiges Zeichen für die ganze Region, dass in diesen Zeiten hier ein Kloster neu gebaut wird", sagte der Präsident des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann, der auch stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Kloster Engelthal ist.

Aufgrund der maroden Bausubstanz hatte sich eine Sanierung für die inzwischen abgerissenen Süd- und Westflügel der Anlage, die 1974/75 errichtet worden waren, nicht mehr gelohnt. Im Rahmen der Baumaßnahmen werden auch erste Schritte zu einer Neukonzeption der Energieversorgung des Klosters umgesetzt. Am Ostflügel, der aus dem 17. Jahrhundert stammt, und der Kirche werden keine Baumaßnahmen stattfinden.

Benediktinerinnenabtei Engelthal

Das Bistum Mainz hatte 1961 den Klausurbezirk der früheren Zisterzienserinnen-Abtei Engelthal von einer Pächterfamilie erworben und der Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz zu Herstelle/Weser für eine Neugründung zur Verfügung gestellt. Unter Leitung von Priorin Diethild Eickhoff wurde zum 1. Mai 1962 ein abhängiges Priorat mit 20 Nonnen errichtet. Am 24. August 1965 wurde das Kloster Engelthal zur Abtei erhoben und der Beuroner Benediktinerkongregation eingegliedert. Das Zisterzienserinnenkloster war 1268 von den Rittern von Buches und dem Burggrafen zu Friedberg gestiftet worden und unterstand bis zur Aufhebung im Jahr 1803 der Zisterzienser-Abtei Arnsburg bei Lich. In Kloster Engelthal leben zurzeit 25 Schwestern im Alter von 33 bis 98 Jahren. Im Jahr 2003 wurde Schwester Elisabeth Kralemann für zwölf Jahre zur Äbtissin des Klosters Engelthal gewählt. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte sie im Mai 2003 zur Äbtissin geweiht.

tob (MBN)

 

„Das Mystische ist der Schlüssel zum Werk Chagalls"

Klaus Mayer stellte im Mainzer Rathaus sein neues Buch über den „Maler der Bibel" vor

Mainz. Das Mystische im Werk Marc Chagalls ist nach den Worten von Monsignore Klaus Mayer der entscheidende Schlüssel zum Verständnis des Lebenswerks des russischen Künstlers. Der frühere Pfarrer von St. Stephan in Mainz stellte am Dienstagabend, 28. April, im Rathaus der Landeshauptstadt in der Reihe „Literarisches Mainz" sein neues Buch „Ich habe die Bibel geträumt. Marc Chagall. Maler und Mystiker" vor, in dem er den „Maler des Übernatürlichen" schlaglichtartig porträtiert. Mayer war es in den 1970er Jahren gelungen, Chagall für die Gestaltung neuer Fenster für die im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogene Kirche St. Stephan zu gewinnen. Nach mehrjähriger Vorbereitung hatte Chagall 1978 im Alter von 91 Jahren das Chor-Mittelfenster geschaffen, dem bis 1985 acht weitere Fenster des Künstlers folgten.

Mayer erklärte: „Sprechen wir von Marc Chagall, müssen wir von der Bibel sprechen." Denn sein Weltbild sei „das Weltbild der Bibel". Es gehe ihm nicht um das Vordergründige, sondern um das „Übergründige", um Gott den Schöpfer. Er wollte mit den Themen der Bibel, für ihn die „reichste poetische Quelle aller Zeiten", das Hintergründige der Welt, die die Welt Gottes ist, veranschaulichen. Seit seiner frühesten Jugend habe er „den Widerschein der Bibel im Leben und in der Kunst gesucht", zitierte Mayer den russischen Künstler, der den größten Teil seines Lebens im französischen Exil verbrachte. Die Bibel sei wie ein Widerhall der Natur, und er habe danach gestrebt, dieses Geheimnis weiterzugeben. „Was mich angeht, so ist die Vollkommenheit in der Kunst wie auch im Leben aus jener biblischen Quelle entsprungen", habe Chagall bekannt.

Mayer hob hervor, dass Chagall durch seine Kunst Türen und Fenster öffnen wollte, um „wegzufliegen in eine andere Welt". Deshalb seien das durchsichtige Medium Glas und das Schaffen von Glasfenstern für ihn so wichtig gewesen. Auf die Frage, ob er sich als russischer, französischer oder jüdischer Künstler verstehe, habe er einmal geantwortet: „Ich bin Künstler für den Frieden und die Freiheit aller Menschen." Bei Chagall sei das Übernatürliche natürlich, stellte Mayer fest. Der Künstler sei sich seiner mystischen Begabtheit durchaus bewusst gewesen, wie sein Bekenntnis „Mein Gebet ist meine Arbeit" deutlich mache. Chagall folgte seiner Berufung, musste „verkünden, was ihm aufgetragen" war. Deshalb war sein Schaffen immer wieder auch vom Leiden durchdrungen. Mayer erinnerte daran, dass Chagall schon als Kind die Diskriminierung der Juden im zaristischen Russland erlebt hatte und sich zweimal durch Auswanderung vor einer Deportation retten musste: 1922 aus der Sowjetunion und 1941 aus dem von den Nazis besetzten Frankreich.

Dazu verwies Mayer auf die auffallend zahlreichen Bilder des Gekreuzigten, die Chagall gemalt hat. Weil Jesus Jude ist, sei mit seinem Leiden in den Bildern Chagalls auch unlösbar das Leiden des Gottesvolkes Israel verbunden und deshalb auch mit abgebildet, legte Mayer dar. Er malte Jesus als gekreuzigten Juden mit den Attributen des jüdischen Glaubens. So trage der Gekreuzigte in dem Bild „Kreuzigung in Gelb" statt einer Dornenkrone eine Gebetskapsel auf der Stirn. Chagall konnte die Strahlkraft der Liebe Gottes und der ihr entstammenden menschlichen Liebe in seinen Bildern wirksam werden lassen, weil er selbst das Geliebtsein erfahren hatte, hob Mayer hervor. Deshalb müssten seine erste und seine zweite Frau, Bella und Vava, ihr großer Einfluss auf Chagall, seine Kunst und seine Mystik einbezogen werden. Der Autor schloss mit dem Ausblick auf die Versöhnung der Gegensätze, die Vision von Einheit in Vielfalt. Himmel und Erde seien im Grunde nur „eine einzige Welt".

Musikalisch umrahmt wurde die Buchvorstellung von der Harfenistin Karin Franke-André, Frankfurt. Kulturdezernent Peter Krawietz hatte zu Beginn der Veranstaltung betont, wie dankbar die Stadt Mainz für die Chagallfenster sei, die jedes Jahr 200.000 Touristen und Pilger anlockten. Für die Stadt sei es eine große Ehre, das neue Buch im Rathaus vorstellen zu lassen und die Beziehungen zwischen Juden und Christen weiter zu fördern. Unter den Gästen begrüßte er unter anderen Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, den Rabbiner Professor Leo Trepp, New York, den langjährigen Vorsitzenden des Fördervereins Synagoge Weisenau, Dr. Heinrich Schreiner, und den Geschäftsführer des Echter-Verlags Würzburg, Thomas Häußner.

Hinweis: Klaus Mayer. Ich habe die Bibel geträumt. Marc Chagall - Maler und Mystiker. Verlag Echter, Würzburg 2009. 80 Seiten mit 9 Farbtafeln. 12,80 Euro. ISBN 978-3-429-03063-6

Sk (MBN)

 

„Mainzer Domansichten" bis 9. Mai verlängert

Lehmann würdigte Medienpartnerschaft mit der Mainzer Rhein-Zeitung zum Jubiläum

Mainz. Die Ausstellung „Mainzer Domansichten" im Mainzer Rathaus ist bis zum 9. Mai verlängert worden. Gezeigt werden rund 100 Domansichten aus dem Bestand der Städtischen Kunstsammlung und Bilder von Lesern der Mainzer Rhein-Zeitung, die ihre Leser anlässlich des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" aufgefordert hat, Bilder des Domes einzusenden. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, hatte die Ausstellung am 7. April eröffnet. Veranstalter ist die Stadt Mainz in Kooperation mit dem Bistum Mainz und der Mainzer Rhein-Zeitung.

Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte der Ausstellung am Sonntag, 26. April, einen kurzen Besuch abgestattet. Dabei würdigte er die Initiative der Mainzer RheinZeitung als „schöne und gelungene Ausstellung", bei der deutlich werde, „wie sehr der Dom bis heute die Menschen der Stadt anregt und inspiriert". Weiter sagte der Kardinal: „Mit der Ausstellung ‚Mainzer Domansichten' erweist sich die Mainzer Rhein-Zeitung als wichtiger Medienpartner unseres diesjährigen Domjubiläums." Die Domansichten sind - bei freiem Eintritt - montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 14.00 Uhr zu sehen.

tob (MBN)

 

Giebelmann verabschiedete Maria Ward-Schwestern

Gottesdienst mit dem Mainzer Generalvikar in Viernheim-St. Marien

Viernheim. In einem Gottesdienst in der Marienkirche hat der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, zusammen mit Dekan Dr. Roland Givens am Samstag, 25. April, die Schwestern der Congregatio Jesu (früher: Maria Ward-Schwestern) aus Viernheim verabschiedet. Giebelmann würdigte die „überzeugende Arbeit", die Maria Ward-Schwestern vor allem in der Bildungsarbeit mir Mädchen und Frauen in den vergangenen 140 Jahren in Viernheim geleistet haben. Schwester Ines, Schwester Seraphica und Schwester Maria Goretti werden Viernheim verlassen und in ordenseigene Häuser zurückkehren. Der Kindergarten, den die Schwestern betrieben haben, wurde inzwischen der Pfarrei St. Marien übergeben.

Giebelmann betonte, dass die Schwestern in der säkularen Welt des Rhein-Neckar-Raumes „sichtbar von der Gegenwart Gottes Zeugnis gegeben haben. Dieses Zeugnis wird nun fehlen." Der Generalvikar bat alle, die künftig die Aufgaben der Ordensschwestern in Viernheim übernehmen werden, ebenfalls Glaubenszeugen zu sein. Die Provinzoberin der Congregatio Jesu, Schwester Angela Fries, bedankte sich für die Wertschätzung, die den Schwestern entgegengebracht worden sei.

tob (MBN)

 

Karl Rahner ist „ein Vorbild für die Theologie und das Leben des Glaubens"

Vorlesung von Kardinal Karl Lehmann bei den ersten „Rahner Lectures" in München

München. Als „Vorbild für die Theologie und das Leben des Glaubens" hat der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, den Jesuiten Karl Rahner (1904-1984) bezeichnet. Bei einer Vorlesung im Rahmen der ersten „Rahner Lectures" an der Hochschule für Philosophie in München am Freitagabend, 24. April, würdigte er das Werk des Theologen als „einmalig und unersetzlich". Wörtlich sagte Lehmann: „Das Ausbleiben seiner Wegweisungen und Zwischenrufe, die für ein halbes Jahrhundert nicht wegzudenken waren, hat eine Lücke hinterlassen, die nicht geschlossen werden kann."

Aus Anlass von Rahners 25. Todestag in diesem Jahr (30. März) veranstaltete das Münchner Karl Rahner-Archiv in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie erstmals „Rahner Lectures". Die künftig jährlich stattfindenden Vorlesungen sollen das Andenken an Leben und Werk des Theologen wach halten. Kardinal Lehmann war von 1964 bis 1968 Assistent des Theologen. Seit 1995 ist der Kardinal Mitherausgeber der „Sämtlichen Werke" Rahners und Mitglied des Kuratoriums der Karl-Rahner-Stiftung. 2006 übernahm er den Vorsitz des Kuratoriums.

In vielen Schriften von Rahners umfangreichen Werk gebe es „prophetische, ja geradezu visionäre Elemente, die der Orientierung heute dienen können", betonte der Kardinal. Und weiter: „Damit ist nicht gesagt, dass man alles kritiklos übernehmen kann. Er hat jedoch zum Beispiel die innere Not einer pluralistischen Gesellschaft, die Notwendigkeit des beständigen und ernsthaften Dialogs, die Situation der Christen in der wachsenden Diaspora und die Lage eines ‚Glaubens in winterlicher Zeit' tiefer erkannt als die meisten Analysen, die heute feilgeboten werden. Es lohnt sich, Karl Rahner als einen unabhängigen Beobachter unserer Situation zu hören, der zugleich ein unbestechlicher, nüchterner Diagnostiker und ein Seelsorger ist, der viel Mut und Zuversicht in einer oft dürftigen Situation ausstrahlt. Wer bei Karl Rahner in die Schule geht, bleibt nicht bei Wehleidigkeit, Selbstbespiegelung und Resignation stehen, sondern lässt sich immer wieder von ‚Sendung und Gnade' erfassen."

Auch wenn Karl Rahner keine Schule im üblichen Sinne gebildet habe, gebe es auf der ganzen Welt viele Botschafter seines Denkens, sagte Lehmann. „Dafür ist die Kirche wichtig. Er wusste sich immer im Dienst der Gemeinschaft der Glaubenden. Er stellte sich stets immer wieder neu in den lebendigen Strom kirchlicher Überlieferung. Er dachte immer wieder auch an die Zukunft des Glaubens in einer anderen Zeit. Der größte Teil seiner Schriften wurde in der Zeit des Umbruchs vor und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in die großen Weltsprachen übersetzt und dort, gerade auch in den jungen Kirchen, vergegenwärtigt. Gerade weil Karl Rahner sich so vorbehaltlos und bescheiden in den Dienst der Verkündigung und der Theologie hinein gab und nicht einfach für sich allein sein wollte, ist er so fruchtbar geworden." Es sei „erstaunlich und dankbar festzustellen", dass in den vergangenen Jahren „junge begabte Frauen und Männer herangewachsen sind, die Karl Rahner nicht mehr persönlich kannten, aber unter guter Anleitung und oft in neuer Perspektive sein Denken ursprünglich erschließen und damit auch fruchtbar machen für die Zukunft".

Die verborgene Mitte von Rahners theologischem Denken

Es sei „so etwas wie die verborgene Mitte von Rahners theologischem Denken", dass seine Theologie „niemals weltflüchtig" geworden sei. Rahner habe die Überzeugung vertreten, dass in allen Situationen des Lebens, selbst in der Stunde des Todes, ein Ort sei, „wo man der unverbrüchlich gültigen Heilszusage Gottes" begegnen und sie annehmen könne. Wörtlich sagte Lehmann: „Am Grunde dieser Theologie steht die fast unbesiegbare Hoffnung, der Mensch werde und könne sich dieser Einladung Gottes kaum versagen; der bittere Ernst ewigen Heilsverlusts braucht deshalb nicht geleugnet zu werden, sondern unterstreicht nur die Dringlichkeit und Kraft dieser Heilshoffnung. Aus diesem Grunde hat Karl Rahner, ohne je die radikale Mitte entschiedenen Christentums zu verkennen, ein neues Verhältnis zu den Menschen außerhalb der Kirche gewonnen, ja auch zu denen gesucht, die man ‚Atheisten' nennt."

Gott in allen Dingen finden

Rahner sei gerade durch seine Offenheit und Aufrichtigkeit im Glauben „ein so zuverlässiger, brüderlich-geschwisterlicher Zeuge und für viele ein unaufdringlicher Begleiter zur Erfüllung ihres Lebenssinnes in Gott geworden", hob der Kardinal hervor. „Für unzählige Menschen spricht in seinen Gebeten und Meditationen einer, dem man deshalb Glauben schenken darf, weil er das, wovon er spricht, wirklich erfahren hat und mit seiner eigenen Existenz verbürgt. Unverkrampft und ohne irgendeinen Anflug von Ideologie wird überzeugend dargetan, dass man Gott in allen Dingen finden kann."

Das pastorale und praktische Element zähle zu „den elementaren Triebkräften" seiner Theologie, mit der er „auch noch der schlichtesten Gemeinde am Rand des Dschungels und dem einsamen Missionar" helfen wollte, erläuterte Lehmann. „Wohl nicht zuletzt darum hat Karl Rahner auf seine Pläne und Möglichkeiten verzichtet, mit seiner enormen Schaffenskraft eine große systematische theologische Summe - vielleicht vergleichbar Karl Barths ‚Kirchlicher Dogmatik' - zu schreiben, sondern sich der schrecklichen Kärrner-Arbeit gestellt, das theologische Wissen der Zeit für eine größere Öffentlichkeit aufzubereiten. Deswegen steigt Karl Rahner immer wieder gleichsam vom theologischen Olymp herunter, schreibt Briefe an junge Menschen, auch wenn er nicht ihren Jargon spricht, und stellt sich jeder Herausforderung. Auch wenn manches begrifflich schwierig erscheint, so ist es doch eine ganz unelitäre, freilich durchaus anspruchsvolle Theologie des Volkes Gottes. Karl Rahner spürte als Theologe eine hohe soziale Verpflichtung, andere an der Kraft des Glaubens teilnehmen zu lassen. Ich denke an die von ihm herausgegebenen Handbücher und Lexika, die eine enorme Öffentlichkeitswirkung der Theologie schufen." Rahner habe seiner Kirche und der Theologie auf fast allen Gebieten „sehr große Dienste geleistet", die in vielen Bereichen noch nicht ausreichend bearbeitet worden seien.

Kardinal Lehmann verteidigte bei seiner Vorlesung auch die kritischen Stellungnahmen Rahners: „Man muss mit Karl Rahners ‚Zwischenrufen' zur Situation der Kirche nicht immer einverstanden sein, aber niemand kann ihm eine tiefe Liebe zur Kirche absprechen. Überhaupt ist es manchmal beschämend, wie einem der größten Theologen unseres Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet gelegentlich schon der gute Wille abgesprochen wird. Man kann und muss über solche unqualifizierten Äußerungen zur Tagesordnung übergehen. Am meisten widerlegt werden sie durch das Zeugnis vieler Menschen, ja mehrerer Generationen, die auch heute noch Karl Rahner für all das, was er geleistet hat, ein herzliches Vergelt's Gott zurufen."

tob (MBN)

 

Personalien

Kardinal Lehmann würdigte ehemaligen Finanzdirektor Karst

Feierstunde zum Wechsel im Finanzdezernat des Bistums Mainz / von Alten eingeführt

Mainz, 28. April 2009: Wechsel an der Spitze des Finanzdezernates im Bistum mainz (v.l.n.r.): Kardinal Karl Lehmann, der neue Finanzdezernent Eberhard von Alten, der langjährige Dezernent Thomas Karst und Generalvikar Dietmar Giebelmann, der Ökonom des Bistums ist.

Mainz, 28. April 2009: Wechsel an der Spitze des Finanzdezernates im Bistum mainz (v.l.n.r.): Kardinal Karl Lehmann, der neue Finanzdezernent Eberhard von Alten, der langjährige Dezernent Thomas Karst und Generalvikar Dietmar Giebelmann, der Ökonom des Bistums ist.

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Mainz. „Wir haben Ihnen nach über 23 Jahren einer eindrucksvollen und exemplarischen Verantwortung als Finanzdirektor des Bistums Mainz von Herzen zu danken." Das sagte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, bei der Verabschiedung von Thomas Karst, der das Finanzdezernat des Bistums Mainz bis März dieses Jahres geleitet hat. Karst habe sich „in höchstem Maß für das Bistum Mainz, aber auch für unsere Kirche, nicht zuletzt durch die Mitarbeit im Verband der Diözesen Deutschlands, verdient gemacht". Bei der Feierstunde am Dienstag, 28. April, im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes in Mainz führte der Kardinal Eberhard von Alten als Nachfolger ein.

Der Kardinal hob hervor, dass in der Amtszeit von Karst kein Haushalt mit Schulden aufgestellt worden sei. Außerdem habe er immer wieder „hervorragende Prognosen" von Einnahmen und Ausgaben vorgelegt: „Ich möchte schon von einer ‚Punktlandung' sprechen, die eine Voraussetzung für einen soliden Haushalt darstellt." Karst sei „ein treuer Kaufmann, dessen Tugenden ja in diesen Wochen immer wieder als vorbildlich beschworen werden". Ein Grundprinzip seiner Arbeit sei es gewesen, „das Finanzgebaren der Kirche transparent zu gestalten", sagte Lehmann

Weiter sagte Lehmann: „Wenn es sein musste, hat er den Mut zu anstößigen Entscheidungen gehabt. Wegen seiner Objektivität und des Sinnes für Gerechtigkeit hat er dafür auch ein großes Vertrauen erwerben können." Der Kardinal bedankte sich auch persönlich für die Loyalität, die Karst ihm entgegengebracht habe. „Wir konnten immer wieder gemeinsam - Bischof, Generalvikar, Domkapitel, Dezernenten, Kirchensteuerrat mit den Ausschüssen - das Vertrauen haben, dass Herr Karst den Spielraum verantwortungsvoll nutzt, den wir ihm freigelassen haben."

Der Kardinal bezeichnete Eberhard von Alten als „hervorragenden Nachfolger". Ihn zeichne aus, „dass Sie eine hohe Kenntnis haben in Grundsatzfragen und in den konkreten Problemen der Anlagepolitik im Tagesgeschäft". Außerdem habe er „bereits viele besondere Aufgaben unterstützt und gefördert, die auch eine Beziehung haben zum Wirken der Kirche in vielen Bereichen". Er wies darauf hin, dass von Alten unter anderem in seiner Heimatgemeinde St. Josef in Neu-Isenburg in der Kirche engagiert ist. „In diesem Sinne haben Sie immer schon ein hohes Interesse und den Willen zur aktiven Gestaltung des Kirchenwesens unter Beweis gestellt." Lehmann wünschte Eberhard von Alten für seine neue Aufgabe „Gottes reichen Segen".

„Mit dem Abschied von Thomas Karst geht im Bistum eine Ära zu Ende", sagte Oberrechtsrat Günter Zwingert, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung des Bischöflichen Ordinariates. Er übergebe jetzt „ein wohlbestelltes Feld" an seinen Nachfolger. Zwingert hob hervor, dass Karst nicht nur die Haushaltspolitik des Bistums geprägt habe, sondern auch den „Dritten Weg" - also den kirchlichen Sonderweg, um Fragen des kirchlichen Dienst- und Arbeitsrechtes gemeinsam zu regeln. Als Gesprächspartner sei Karst immer „fair und gesprächsbereit" gewesen.

Thomas Karst sagte in seiner Rede, dass er mit Dankbarkeit auf seine vielseitige berufliche Aufgabe zurückblicke. „Es fällt mit nicht leicht loszulassen, auch wenn ich mich auf den Ruhestand freue." Ziel seiner Arbeit sei es immer gewesen, die Finanzen des Bistums „zukunftsfähig" zu machen. Gegenüber den Pfarrern und Verwaltungsräten habe er sich als „Berater verstanden, der den Blick auf das Mögliche lenken wollte".

„Herr Karst hat eine Lücke hinterlassen. Das habe ich in den ersten vier Wochen gelernt", bekannte Eberhard von Alten. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Finanzdezernates für „die gute und bereitwillige Aufnahme". Er erhalte viel Unterstützung bei der Einarbeitung. Insgesamt habe er den Eindruck, „dass es sich ganz gut anlässt", auch wenn er eingestand, dass die kameralistische Haushaltsführung des Bistums Mainz für ihn Neuland sei.

Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, der auch Ökonom des Bistums Mainz ist, hatte die Gäste begrüßt und die Feierstunde moderiert. Es waren rund 200 Gäste gekommen, unter anderen der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD), Benno Wagner, und die Finanzdezernenten der Nachbarbistümer. Den musikalischen Rahmen der Verabschiedung gestaltete die aus der Ukraine stammende Pianistin Sofiya Uryvayeva.

Thomas Karst wurde am 5. März 1944 in Mainz geboren. Er ist das achte von zehn Kindern des Oberfinanzpräsidenten Joseph Karst und seiner Frau Eugenie. In Koblenz besuchte Karst das Altsprachliche Görres-Gymnasium und studierte anschließend an der Freiburger Albert Ludwigs-Universität Rechtswissenschaften. Die erste juristische Staatsprüfung legte er 1970 in Freiburg, die zweite 1974 in Mainz ab. 1974 trat er in den Dienst der Finanzverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz ein. Im Jahr 1976 wurde er stellvertretender Leiter des Finanzamtes Worms. Am 1. August 1986 kam er zum Bistum Mainz und wurde Stellvertreter des damaligen Finanzdezernenten, Domkapitular Prälat Josef Ludwig. Im September 1987 übernahm er die Leitung des Dezernates für Finanz- und Vermögensverwaltung. Daneben ist Karst unter anderem Vorsitzender des Aufsichtsrates des Gemeinnützigen Siedlungswerks (GSW) der Bistümer Fulda, Limburg, Mainz und Erfurt und Mitglied im Aufsichtsrat der Pax-Bank. Karst ist verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Töchter und einen Sohn.

Eberhard von Alten wurde am 10. April 1954 in Rehoboth/Namibia geboren und kam als 14-jähriger Schüler nach Deutschland. Nach Abitur sowie naturwissenschaftlichem und wirtschaftswissenschaftlichem Studium arbeitete er zunächst bei der amerikanischen Bank J.P. Morgan in Frankfurt am Main. Anschließend wechselte er als Portfoliomanager zu Credit Suisse und wurde 1996 Geschäftsführer der DZ Capital Management GmbH. Seit 2004 ist er geschäftsführender Partner einer Unternehmensberatungsgesellschaft. Von Alten ist verheiratet und hat mit seiner Frau vier Kinder. Seit vielen Jahren ist er aktives Mitglied der Kirchengemeinde St. Josef in Neu-Isenburg.

tob (MBN)

 

Neuer Caritasdirektor gewählt

Stefan Hohmann ab Juli Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Mainz

Mainz. Der Aufsichtsrat des Bezirkscaritasverbandes Mainz e.V. hat Stefan Hohmann zum neuen Caritasdirektor gewählt. Das hat die Pressestelle des Diözesancaritasverbandes Mainz am Donnerstag, 23. April, in einer Pressemeldung mitgeteilt. Der 45-jährige Hohmann wird mit seiner Ernennung durch den Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, ab dem 1. Juli 2009 sein neues Amt antreten.

Hohmann bildet zusammen mit Caritasdirektor Wolfgang Schnörr, der dieses Amt bereits seit 2004 inne hat, den Vorstand des Mainzer Caritasverbandes und ist verantwortlich für die Einrichtungen und Dienste des Caritasverbandes in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen mit seinen über 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Hohmann tritt damit die Nachfolge von Paul Rupp an, der zum 1. Januar eine neue Aufgabe im Bistum Mainz übernommen hatte.

Stefan Hohmann hat in Mainz katholische Theologie studiert. Als Diplomtheologe hat er im Bistum Speyer zunächst als Bildungsreferent und später als Leiter des Bischöflichen Jugendamtes gearbeitet. Seit 2000 ist er Leiter der Weiterbildungsakademie des TÜV Süd, Region Rhein-Main-Ruhr. Er bringt in die neue Aufgabe neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen vor allem auch seine Erfahrungen und Kompetenzen in der Personalführung und in Leitungs- und Geschäftsführungsaufgaben mit.

jow (MBN)

 

Dr. Tonke Dennebaum wird neuer Bischofskaplan

Stefan Wanske übernimmt Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Friedberg

Dr. Tonke Dennebaum wird zum 1. August neuer Bischofskaplan des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann.

Dr. Tonke Dennebaum wird zum 1. August neuer Bischofskaplan des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann.

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Mainz. Dr. Tonke Dennebaum wird zum 1. August 2009 neuer Bischofskaplan des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann. Der bisherige Mainzer Bischofskaplan, Pfarrer Stefan Wanske, wird mit Wirkung vom 1. September 2009 Pfarrer der Gemeinde Mariä Himmelfahrt in Friedberg (Hessen) und Leiter des Pfarreienverbundes Friedberg/Wöll-stadt/Rodheim. Wanske war seit 1. März 2006 Bischofskaplan von Kardinal Lehmann.

Tonke Dennebaum wurde am 7. August 1974 in Mainz geboren. Nach seinem Theologiestudium in Mainz, Münster und Rom war er bis 2004 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaften beim Fachbereich Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Er wurde am 9. Juli 2005 von Kardinal Lehmann zum Priester geweiht. Seine erste Kaplansstelle trat er in Langen-St. Albertus Magnus und -Liebfrauen an. Im Juli 2005 legte er an der Universität Mainz seine theologische Doktorarbeit „Kein Raum mehr für Gott? Wissenschaftlicher Naturalismus und christlicher Schöpfungsglaube" vor. Die Promotion wurde mit dem Preis der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2006 ausgezeichnet. Ab November 2006 war er zusätzlich Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Dreieich. Im August 2008 wurde er Geistlicher Leiter der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) und mit halber Stelle zur Habilitation freigestellt. Zurzeit arbeitet er an der Mainzer Universität an einer Habilitationsschrift im Fach Fundamentaltheologie.

Stefan Wanske wurde am 21. September 1974 in Bonn geboren. Nach seinem Theologiestudium in Mainz und Wien wurde er am 23. Juni 2001 von Kardinal Lehmann zum Priester geweiht. Im August 2001 übernahm er seine erste Kaplansstelle in der Gemeinde St. Stephan in Mainz-Gonsenheim. Ab August 2003 war er Kaplan in Dienheim, Nierstein und Oppenheim, bevor er im März 2006 Bischofskaplan wurde.

tob (MBN)

 

Auszeichnung für Claudia Stadler

Absolventin des Ketteler-Kollegs erhält Stipendium

Mainz. Claudia Stadler hat von der Studienstiftung des Deutschen Volkes ein Stipendium zugesprochen bekommen. Sie hatte im vergangenen Jahr am Mainzer Ketteler-Kolleg ihr Abitur gemacht und war dort für ihre herausragenden Leistungen mit einem Buchpreis des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, verabschiedet worden. Stadler ist innerhalb der letzten zehn Jahre die dritte Absolventin der Bischöflichen Erwachsenenbildungseinrichtung, die ein Stipendium der Studienstiftung erhält - sie war als Jahrgangsbeste von ihrer Schule dafür vorgeschlagen worden. Am Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium in Mainz können Erwachsene mit Mittlerer Reife nach einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit die Fachhochschulreife oder das Abitur erlangen.

Hinweis: Am Dienstag, 5. Mai, findet im Ketteler-Kolleg um 18.30 Uhr ein Informationsabend zum neuen Angebot Abitur-online statt (Rektor-Plum-Weg 10/Am Fort Gonsenheim, 55122 Mainz). Nähere Informationen auch direkt bei der Schule oder im Internet unter www.ketteler-kolleg.de.

am (MBN)

 

Vorschau

Kreuzwallfahrt in Bad Wimpfen (3.5.)

Der Mainzer Regens Dr. Udo Bentz hält die Festpredigt

Bad Wimpfen. Der Regens des Mainzer Priesterseminars, Dr. Udo Bentz, wird bei der Kreuzwallfahrt in Bad Wimpfen am Sonntag, 3. Mai, die Festpredigt halten. Der Wallfahrtsgottesdienst beginnt um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche. Die Kreuzwallfahrt in Bad Wimpfen fand erstmals im Jahr 1719 zum Fest Kreuzauffindung (3. Mai) statt. Beim Umbau (1715-1719) der im 13. Jahrhundert erbauten Kirche wurde im Altar eine Kreuzreliquie entdeckt. Es handelt sich um ein kleines Metallkreuz aus dem 13. Jahrhundert. In das mit vier Edelsteinen geschmückte Kreuz ist ein Splitter des Kreuzes Jesu Christi eingefasst. Die Inschrift auf der Rückseite lautet: „De ligno Domini" - „Vom Kreuz des Herrn". Der Überlieferung nach soll die Altarreliquie vom Regensburger Bischof Albertus Magnus (1200-1280) stammen. Der später heilig gesprochene Dominikanermönch und Kirchenlehrer soll es als Bischofskreuz getragen haben. Das Kreuz wurde in eine Barockmonstranz eingefasst, in der es den Gläubigen am Wallfahrtstag bis heute gezeigt wird.

tob (MBN)

 

Petrus und Paulus in der Kunst (7.5.)

Akademievortrag von Dr. Quednau zum Paulus-Jahr im Erbacher Hof

Mainz. In der Veranstaltungsreihe der Bistumsakademie Erbacher Hof zum Paulus-Jahr steht am Donnerstag, 7. Mai, ein Akademievortrag von Dr. Rolf Quednau, Münster, auf dem Programm. Er spricht um 19.30 Uhr im Erbacher Hof in Mainz zum Thema „Petrus und Paulus in der Kunst". Das Mainzer Domkapitel ist bei dieser Reihe Kooperationspartner der Bistumsakademie.

tob (MBN)

 

Auftakt der Aktion „Benin-fiz" der KHG Bingen (13.5.)

Kabarettabend mit Thomas Klumb im Kulturzentrum Bingen

Bingen. Mit einem Kabarettabend am Mittwoch, 13. Mai, im Kulturzentrum Bingen wird das Programm der Aktion „Benin-fiz" der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Bingen eröffnet. Thomas Klumb, der im Hauptberuf Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat Mainz ist, präsentiert sein Programm ab 19.00 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 13 Euro.

Die KHG Bingen unterstützt in diesem Jahr mit der Aktion „Benin-fiz" ihr ehemaliges Mitglied Hugo Kotingan in Benin/Afrika. Kotingan, der von 2001 bis 2005 an der Fachhochschule Bingen Agrarwissenschaften studierte und engagiertes Mitglied der Binger KHG war, hat in seiner Heimat Benin eine Farm gegründet, die jetzt vergrößert werden soll. Schirmherr der Aktion ist Domdekan Prälat Heinz Heckwolf, Missionsdirektor des Bistums Mainz.

Hinweise:

  • Weitere Informationen zum Programm der „Benin-fiz"-Aktion im Internet unter www.beninfiz.de sowie bei Pastoralreferent Marcus Grünewald unter Tel.: 06721/2231. Auf der Internetseite gibt es auch Informationen und Bilder zur Arbeit von Hugo Kotingan.
  • Spendenkonto: Bistum Mainz/KHG Bingen, Sonderkonto Beninfiz, Mainzer Volksbank, BLZ: 55190000, Kontonummer: 280715020. Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

tob (MBN)

 

„Himmelfahrt mit Papa" (21.5.)

Angebot der Männerseelsorge zum Vatertag

Mainz. Zu Christi Himmelfahrt, an dem auch Vatertag ist, lädt die Männerseelsorge des Bistums Mainz zu einem Vater-Kind-Tag in den Mainzer Dom ein. Das Angebot am Donnerstag, 21. Mai, beginnt um 11.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst rund um das Thema Vater und Kind. Nach einem gemeinsamen Picknick ist eine gemeinsame Besteigung des Domturmes vorgesehen.

Hinweis: Anmeldung bis 8. Mai erbeten an das Büro der Männerseelsorge im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-257, Fax: 06131/253-586, E-Mail: maennerseelsorge@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/maennerseelsorge  

tob (MBN)