Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 15, 15. April 2009

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel. 06131/253-128 oder -129,
Fax 06131/253-402, E-Mail: pressestelle@bistum-mainz.de

 

Vorschau

Vorträge zu Domjubiläum und Paulus-Jahr (20. & 22.4.)  
Vorlesetag im Mainzer Dom (23.4.)  
„Woche für das Leben" im Bistum Mainz (25.4.-2.5.)  
Oratorium „Petrus und der Hahn" in St. Stephan (26.4.)  
Lehmann eröffnet Mainzer Stiftungsprofessur (28.4.)  
Über 160 Projekte bei 72-Stunden-Aktion (7.-10.5.)

Berichte

Abendmahlsamt mit Fußwaschung im Mainzer Dom  
Kardinal gratuliert neuem Bischof von Trier

Dokumentation

Osterpredigt von Kardinal Lehmann

 

Vorschau

Vorträge im Erbacher Hof und im Mainzer Dom (20. & 22.4.)

Referenten sind Professor von Winterfeld und Landesbischof i.R. Lohse

Mainz. Im Rahmen der Domvorträge im Jubiläumsjahr „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" spricht Professor Dr. Dethard von Winterfeld, Mainz, am Montag, 20. April, um 19.00 Uhr im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes in Mainz zum Thema „Willigis und die Folgen. Der Dombau vom 10. bis 13. Jahrhundert". Referent des Domvortrags „Paulus und Martin Luther" am Mittwoch, 22. April, um 19.30 Uhr im Mainzer Dom ist Landesbischof i.R. Professor Dr. Eduard Lohse, Göttingen. Der Domvortrag Lohses ist Teil einer Veranstaltungsreihe anlässlich des von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Paulus-Jahres. Beide Vorträge werden von der Bistumsakademie Erbacher Hof in Kooperation mit dem Bischöflichen Domkapitel veranstaltet.

am (MBN)

 

Vorlesetag im Mainzer Dom für rund 500 Kinder (23.4.)

Aktion der Katholischen öffentlichen Bücherei am Dom zum Welttag des Buches

Mainz. Anlässlich des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" veranstaltet die Katholische öffentliche Bücherei (KöB) am Dom am Donnerstag, 23. April, einen Vorlesetag für Kinder im Mainzer Dom. Bisher haben bereits 21 Schulklassen der Jahrgangsstufen zwei bis vier von sieben Mainzer Grundschulen ihr Kommen zu gesagt. Die Vorlesestunden für die rund 500 Kinder am „Welttag des Buches" finden von 9.00 bis 12.00 Uhr an verschiedenen Orten im Dom statt, unter anderem in der Sakristei, in der Memorie und auf der Orgelempore.

Im 10.00 Uhr wird der Mainzer Kulturdezernent Peter Krawietz im Hauptschiff eine zentrale Vorlesestunde für alle anwesenden Kinder halten. Die Lesungen für die erste Teilnehmergruppe beginnen um 9.00 Uhr; es lesen: Weihbischof Dr. Werner Guballa (Ostchor); Domkapitular Jürgen Nabbefeld, Dezernent für Weiterbildung im Bischöflichen Ordinariat (Chorgestühl); Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bischöflichen Ordinariat (Ostkrypta); Ordinariatsdirektor Eberhard Hüser, Personaldezernent im Bischöflichen Ordinariat (Sakristei); der Mainzer Domorganist Albert Schönberger (Orgelempore); Dr. Felicitas Janson, Studienleiterin der Bistumsakademie Erbacher Hof (südliches Seitenschiff) und der Stadionsprecher von Mainz 05, Klaus Hafner (Memorie).

Die zweite Gruppe trifft sich nach der zentralen Veranstaltungen um 11.00 Uhr zu eigenen Lesungen in Kleingruppen: Domkapitular Jürgen Nabbefeld (Sakristei); Domorganist Albert Schönberger (Orgelempore), Dr. Felicitas Janson (südliches Seitenschiff), Theresia Bongarth, Redaktionsassistentin der Bischöflichen Pressestelle (Ostkrypta); Ordinariatsrat Thomas Klumb, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat (Chorgestühl); der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer (Ostchor) und Stadionsprecher Klaus Hafner (Memorie).

Hinweis: Weitere Informationen bei der Katholischen öffentlichen Bücherei am Dom, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-292, Fax: 06131/253-408, E-Mail: buecherei-am-dom@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/buecherei-am-dom

tob (MBN)

 

„Woche für das Leben" (25.4.-2.5.)

Das Jahresmotto 2009 lautet „Gemeinsam mit Grenzen leben"

Mainz. Anlässlich der diesjährigen ökumenischen „Woche für das Leben", die vom 25. April bis zum 2. Mai stattfindet, werden im Bistum Mainz drei Hauptveranstaltungen angeboten. So lädt das Dezernat Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat zu einer Gebetsgemeinschaft ein, die unter einem Wort aus Psalm 23 steht „Denn du bist bei mir". Im Rahmen der „Woche für das Leben" sind alle Pfarrgemeinden, Dienste und Einrichtungen der Seelsorge und der Caritas sowie Krankenhäuser, Sozialstationen, Alten- und Pflegeheime, Vereinigungen, Gruppen und Initiativen im Bistum Mainz zur aktiven Teilnahme bei der „Gemeinschaft im Gebet - Kranke und Gesunde" aufgerufen. Für die Aktion wurde ein Gebetstext und ergänzendes Bildmaterial vorbereitet. Die „Gemeinschaft im Gebet" wird am Samstag, 25. April, im Rahmen der „Stunde der Kirchenmusik" um 18.00 Uhr im Mainzer Dom eröffnet. Die „Woche für das Leben" steht in den Jahren 2008 bis 2010 unter dem Leitthema „Gesund oder krank - von Gott geliebt"; das Jahresmotto 2009 lautet „Gemeinsam mit Grenzen leben".

Akademietagung zum Thema „Leben mit Psychose" (24.-25.4.)

Zudem veranstaltet die Bistumsakademie Erbacher Hof in Kooperation mit dem Seelsorgedezernat der Diözese und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, eine Tagung zum Thema „Leben mit Psychose. Annäherungen und Erfahrungen". Die Akademietagung findet von Freitag, 24., bis Samstag, 25. April, im Erbacher Hof in Mainz statt. Mit der Tagung wolle man „die Tradition der Gespräche zwischen Psychiatrie und Theologie" wieder aufnehmen, wie es in der Einladung heißt. Referenten der Akademietagung sind Professor Dr. Klaus Lieb, Mainz, Professor DDr. Klaus Dörner, Hamburg, sowie Professor Dr. Stavros Mentzos, Franfurt/Main. Zudem ist am Samstag, 25. April, um 11.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit unter anderen den Referenten vorgesehen. Am Ende der Tagung wird der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, um 13.00 Uhr ein Eröffnungswort zur diesjährigen „Woche für das Leben" sprechen.

Vortrag „Kranke und Sterbende spirituell begleiten - wie geht das?" (27.4.)

Die dritte Veranstaltung im Bistum Mainz anlässlich der „Woche für das Leben" ist ein Vortrag von Dr. Erhard Weiher, Pfarrer in den Universitätskliniken Mainz, zum Thema „Kranke und Sterbende spirituell begleiten - wie geht das? Impulse für ärztliche, pflegende und andere Helfer". Weiher spricht am Montag, 27. April, um 19.30 Uhr im Haus am Dom in Mainz. Der Vortragsabend wird vom Seelsorgedezernat der Diözese Mainz in Kooperation mit dem Bildungswerk des Bistums Mainz veranstaltet.

„Woche für das Leben" wird seit 1991 begangen

Die „Woche für das Leben" ist eine Aktionswoche der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland. In einem Dreijahreszyklus wird dabei eine Thematik mit jährlich wechselnden Schwerpunkten behandelt. Die „Woche für das Leben" wird seit 1991 begangen und geht auf eine Initiative des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sowie der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zurück. Seit 1994 nimmt auch der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an dieser Initiative teil. Mit der Aktionswoche wollen die Kirchen einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens leisten.

Hinweise:

  • Weitere Informationen zur „Woche für das Leben" auf der Homepage des Bistums Mainz unter www.bistum-mainz.de (Stichwort: „Woche für das Leben im Bistum Mainz") oder unter www.woche-fuer-das-leben.de
  • Ansprechpartner im Dezernat Seelsorge für die „Woche für das Leben" sind Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr sowie Alexandra Reuter (Sekretariat), Tel. 06131/253-250, E-Mail: wochefuerdasleben@bistum-mainz.de
  • Die Anmeldung zur Akademietagung wird bis Dienstag, 21. April, erbeten. Weitere Informationen bei der Bistumsakademie Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/257-550 oder -521, E-Mail: ebh.akdemie@bistum-mainz.de, Internet: www.ebh-mainz.de

am (MBN)

 

„Petrus und der Hahn" (26.4.)

Aufführung eines Oratoriums von Gregor Linssen

Mainz. „Petrus und der Hahn" heißt ein Oratorium von Gregor Linssen, das am Sonntag, 26. April, um 20.00 Uhr in Mainz-St. Stephan aufgeführt wird. Ausführende sind Gregor Linssen, Christina Hernold, die Gruppe „Ami" sowie das „Petrusprojekt Alcanto" unter der Leitung von Leo Langer. Veranstaltet wird das Konzert vom Gymnasium Theresianum Mainz und gefördert vom Bischöflichen Jugendamt (BJA) Mainz.

Hinweis: Weitere Informationen und Kartenverkauf im Internet unter www.petrus-oratorium.de sowie im Infoladen des Bistums, Tel.: 06131/253-888.

am (MBN)

 

Eröffnung der Mainzer Stiftungsprofessor durch Kardinal Lehmann (28.4.)

Thema der Vorlesungen: „Weltreligionen - Verstehen - Verständigung - Verantwortung"

Mainz. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, wird als Inhaber der zehnten Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur die Vorlesungsreihe „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung" am Dienstagabend, 28. April, um 18.15 Uhr eröffnen. Sein Auftaktreferat steht unter der Überschrift „Rückkehr der Religion? Von der Ambivalenz eines zeitdiagnostischen Schlagwortes". An den folgenden Dienstagen werden insgesamt neun Gastredner die großen Religionen und ihre Rolle in der Gegenwart thematisieren. Die Abschlussvorlesung mit Kardinal Lehmann am Dienstag, 7. Juli, steht unter der Überschrift „Notwendigkeit, Risiken und Kriterien für den interreligiösen Dialog heute und in Zukunft". Die Vorlesungen mit anschließendem Kolloquium finden jeweils von 18.15 bis etwa 20.00 Uhr im Hörsaal RW 1 (Neubau Recht und Wirtschaft) auf dem Campus der Universität Mainz statt.

Errichtet wurde die Stiftung „Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur" aus Anlass des 600. Geburtstags von Johannes Gutenberg im Jahr 2000. Inhaber der Stiftungsprofessur waren der Kulturhistoriker und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Fritz Stern (2000), der führende Vertreter der Evolutionsbiologie und Pionier der Soziobiologie Bert Hölldobler (2001), der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (2002), der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Wolfgang Frühwald (2003), der ehemalige Exekutiv-Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer (2004), der Komponist und Dirigent Peter Ruzicka (2005), der Wiener Experimentalphysiker Anton Zeilinger (2006), der Immunologe Fritz Melchers (2007) und der Literatur- und Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma (2008).

Die Termine der Vorlesungsreihe „Weltreligionen - Verstehen, Verständigung, Verantwortung" im Einzelnen:

Dienstag, 28. April:
Eröffnungsvorlesung mit Kardinal Lehmann - „Rückkehr der Religion? Von der Ambivalenz eines zeitdiagnostischen Schlagwortes"

Dienstag, 5. Mai:
Professor Dr. Hans Joas (Dekan des Max Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, Universität Erfurt) - „Die säkulare Option. Ihr Aufstieg und ihre Folgen"

Dienstag, 12. Mai:
Professor Dr. Michael von Brück (Religionswissenschaft, Ludwig Maximilians-Universität München) - „Buddhismus - Anspruch und Wirklichkeit"

Dienstag, 19. Mai:
Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Johann Maier (Professor em. für Judaistik, Universität Köln) - „Das Judentum. Eine Religion in Spannungsfeldern"

Dienstag, 26. Mai:
Professor Dr. Drs. h.c. Eberhard Jüngel D.D. (Professor em., Evangelisch-Theologische Fakultät und Philosophisches Seminar, Universität Tübingen) - „‚Wir sollen Menschen und nicht Gott sein. Das ist die summa.' Zum Wesen des Christentums"

Dienstag, 2. Juni:
Professorin Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer (Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin) - „Einheit, Vielfalt und die Spannung zwischen diesen beiden: Eine Einführung in den Islam"

Dienstag, 9. Juni:
Professorin Dr. Dr. h.c. Bettina Bäumer (Samvidalaya, Abhinavagupta Research Library, Varanasi, Indien) - „Vielfalt und Nicht-Dualität: Zugänge zum Hindusimus"

Dienstag, 16. Juni:
Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (Direktor der Herzog August-Bibliothek, Wolfenbüttel) - „Kosmische Ordnung und die Rückkehr ins Diesseits - Himmelskult, Geisterglauben und soziale Bindung in China"

Dienstag, 23. Juni:
Professor Dr. Dr. Manfred Hutter (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn) - „Die Baha´i-Religion im globalen Kontext: Ihre Lehre über die ‚Fortschreitende Offenbarung' als Grundlage für ethisch-soziales Engagement in einer Welt vielfältiger Kulturen"

Dienstag, 30. Juni:
Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (Bischof und Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Berlin) - „Religion, Politik und Gewalt in der heutigen Welt"

Dienstag, 7. Juli:
Abschlussveranstaltung mit Kardinal Lehmann - „Notwendigkeit, Risiken und Kriterien für den interreligiösen Dialog heute und in Zukunft"

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de

tob (MBN)

 

„Uns schickt der Himmel" (7.-10.5.)

72-Stunden-Aktion im Bistum Mainz mit über 160 Projekten

Mainz. Mit über 160 Projekten findet von Donnerstag, 7. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, im Bistum Mainz die Jugendsozialaktion „72 Stunden - Uns schickt der Himmel." statt. Sie wird im Bistum Mainz vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) veranstaltet. Bundesweit wird die Aktion vom BDKJ in 14 Diözesen und sieben Bundesländern mit über 2.700 Projekten durchgeführt. Das Bistum Mainz beteiligt sich nach 2004 zum zweiten Mal an der Aktion. Die angemeldeten Gruppen erfahren in Koordinierungskreisen ihres Bistums am 7. Mai, welches Sozialprojekt sie umsetzen sollen. Auch alle im Bistum Mainz 164 fest angemeldeten Gruppen haben ab dem 7. Mai genau 72 Stunden Zeit, eine gemeinnützige soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Aufgabe zu lösen.

„In den Projekten übernehmen Kinder und Jugendliche Verantwortung und gestalten Gesellschaft", betont Bianka Mohr, BDKJ-Diözesanvorsitzende in Mainz und Projektverantwortliche der südwestdeutschen Diözesen. „Wir wollen zeigen, wie lebendig Kirche ist. Dabei ist uns jede einzelne Aufgabe, die von den Gruppen bewältigt wird, wichtig", sagt Mohr. Denn die Kinder und Jugendlichen in den Projekten würden nicht nur ein Zeichen der Solidarität setzen, sondern sich auch zu ihrem Glauben bekennen. „Aus ihrem christlichen Glauben und ihrem eigenen Handeln verändern sie die Welt. Für einige kann es ein Ansporn sein, dem Beispiel Jesu Christi zu folgen. Auf jeden Fall gehört für katholische Jugendverbände Glauben und Handeln zusammen." Dabei wurden die Erwartungen der Organisatoren in den 14 teilnehmenden Bistümern bereits jetzt übertroffen. „Im Bistum Mainz haben wir mit mehr als 160 angemeldeten Gruppen schon die Anzahl erreicht, die wir insgesamt bis zum Aktionsstart erwartet hatten", freut sich Mohr.

Aktion auch in Afrika, Australien und Süd-Amerika

Neben den Gruppen in der Bundesrepublik haben sich auch Aktionsgruppen in Kenia, Australien, Bolivien, Brasilien, Peru, Kolumbien, Italien, Portugal und Serbien angemeldet. Die Beteiligungen sind häufig über langjährige Partnerschaften der BDKJ-Diözesanverbände oder Freiwilligendienste des BDKJ zu Stande gekommen. Dort wie in Deutschland fällt am 7. Mai um 17.07 Uhr der Startschuss. Ab dann werden 100.000 Kinder und Jugendliche rund 7,2 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten, davon etwa 4.500 in der Diözese Mainz.

Hauptsponsor der 72-Stunden-Aktion ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ); die Handelsorganisation Gepa, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge sind Co-Sponsoren. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor ist Partner. Veranstalter im Bistum Mainz ist der BDKJ in Kooperation mit dem Bischöflichen Jugendamt und der Caritas; sie werden unterstützt durch die Stiftung JugendRaum sowie das Technische Hilfswerk (THW) Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Radiosender SWR 3 und HR 3 begleiten die Aktion in Rheinland-Pfalz und Hessen als Medienpartner. Bundesweit wird die Aktion vom BDKJ in den Bistümern Aachen, Dresden-Meißen, Essen, Erfurt, Freiburg, Fulda, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Paderborn, Rottenburg-Stuttgart, Speyer und Trier getragen.

Hinweis: Weitere Informationen auch im Internet unter www.72stunden.de sowie bei Bianka Mohr, BDKJ-Diözesanvorsitzende im Bistum Mainz, Tel.: 06131/253-615, E-Mail: bianka.mohr@bistum-mainz.de

jw (MBN)

 

Berichte

Guballa: Gottesverehrung ist keine Einbahnstraße

Abendmahlsamt mit Fußwaschung an Gründonnerstag im Mainzer Dom

Mainz, 9. April 2009: Weihbischof Werner Guballa wusch im Abendmahlsgottesdienst an Gründonnerstag im Mainzer Dom zwölf Männern die Füße.

Mainz, 9. April 2009: Weihbischof Werner Guballa wusch im Abendmahlsgottesdienst an Gründonnerstag im Mainzer Dom zwölf Männern die Füße.

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Mainz. Die Gottesverehrung in der Eucharistie sei „keine Einbahnstraße". Das sagte der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa beim Abendmahlsamt am Donnerstag, 9. April, im Mainzer Dom. „Die Initiative in der Eucharistie liegt nicht beim Menschen, der sich in der Verehrung Gottes übersteigen will, sondern bei Gott, der den Himmel durchbricht und in den Staub der Erde steigt." Der „Aufstieg zu Gott" bedeute für den Menschen daher immer „einen Weg in den gegenseitigen Dienst, bleibt immer das mühevolle Sich-Abarbeiten an der Lektion der Fußwaschung, am neuen Gebot der Liebe, wie Christus sie uns vorgelebt hat". Weiter sagte er: „Daran erkennt man uns als Jünger, wenn wir lieben, wie er uns geliebt hat."

Guballa erinnerte in seiner Predigt an die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus beim Letzten Abendmahl. „Die Hingabe seines Lebens macht Jesus uns im Sakrament der Eucharistie zum Geschenk. Christus gibt sich selbst ganz. Dieses Geschenk in der Gestalt von Brot und Wein übertrifft die Hingabe, zu der ein Mensch im sozialen Verkehr fähig ist." Der Mensch könne sich nur bis zu einem bestimmten Grad schenken, etwa in Ehe oder Freundschaft, sagte der Weihbischof. Die Hingabe Christi überbiete jedoch die menschlichen Möglichkeiten.

Mainz, 9. April 2009: Weihbischof Dr. Werner Guballa bei seiner Predigt an Gründonnerstag im Mainzer Dom.

Mainz, 9. April 2009: Weihbischof Dr. Werner Guballa bei seiner Predigt an Gründonnerstag im Mainzer Dom.

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Wörtlich sagte er: „Er schenkt sich in leibhaftiger Wirklichkeit. Wir genießen in den Gestalten von Brot und Wein durch die Vermittlung, die sie leisten, seinen Leib und sein Blut. Das heißt, hier erreicht die Liebe, was sie immer erreichen möchte, aber in der Begrenzung des Menschen nicht vermag: durch Gottes Wirken das volle Eins werden. So zeigt Christus in seinem Leben, Sterben und Auferstehen, was Gott ist und wie er an uns und für uns handelt. Gottes Wesen ist Schenken. Mensch und Schöpfung sind ganz und gar sein Geschenk, ohne dass er sich darin verliert."

Bei dem Gottesdienst wusch Guballa nach der Predigt zwölf Männern die Füße in Erinnerung an die Fußwaschung der Jünger durch Jesus beim Letzten Abendmahl. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch die Domkantorei St. Martin unter Leitung von Domkapellmeister Mathias Breitschaft und Domorganist Albert Schönberger an der Orgel.

Stichwort: Gründonnerstag

Am Abend des Gründonnerstags beginnt innerhalb der Karwoche das so genannte Triduum Sacrum, also die Feier der drei österlichen Tage (Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag), an denen die Christen des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi gedenken. Im Mittelpunkt des Abendmahlsamtes am Gründonnerstag steht das Gedächtnis des Letzten Abendmahls Christi am Vorabend seiner Kreuzigung. Die Trauer über das Leiden und Sterben Jesu wird in diesem Gottesdienst dadurch symbolisiert, dass nach dem Gloria Orgel und Glocken bis zur Osternacht schweigen. Eingebunden ist in diesen Gottesdienst oft auch eine Fußwaschung, die daran erinnert, dass Jesus an diesem Abend seinen zwölf Jüngern die Füße gewaschen hat.

Mit der Fußwaschung wird zum Ausdruck gebracht, dass Christen einander dienen sollen. Im Neuen Testament sagt Jesus dazu: „Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt." (Joh 13, 14-17)

Am Ende des Gottesdienstes werden die konsekrierten (zu deutsch: geweihten) Hostien in einer Prozession zu einem Seitenaltar gebracht und der Hauptaltar abgeräumt. Zur Kommunionfeier in der Karfreitagsliturgie werden die bereits am Gründonnerstag geweihten Hostien an die Gläubigen ausgeteilt. Dieses so genannte eucharistische Brot, das im Tabernakel aufbewahrt wird, ist für Katholiken ein Realsymbol für die Gegenwart Christi. In vielen katholischen Gemeinden findet im Anschluss an den Gottesdienst am Gründonnerstag eine Nachtwache statt - in Anlehnung an die im Neuen Testament überlieferte Nachtwache der Jünger Jesu am Ölberg. Seinen Namen verdankt der Gründonnerstag nicht der Farbe Grün, obwohl manche Volksbräuche vorsehen, dass an diesem Tag „Grüne Speisen" auf dem Tisch stehen. „Grün" leitet sich wahrscheinlich von dem althochdeutschen Wort „grinen" ab - „greinen", „weinen", „klagen".

tob (MBN)

 

Lehmann: „Ein schönes Ostergeschenk für die Diözese Trier"

Schreiben von Kardinal Lehmann an Weihbischof Dr. Stephan Ackermann

Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat dem Trierer Weihbischof Dr. Stephan Ackermann zur Ernennung zum Bischof von Trier gratuliert. „Mit großer Freude" habe er vernommen, dass Papst Benedikt XVI. ihn nach der Wahl durch das Domkapitel in Trier zum Nachfolger von Erzbischof Dr. Reinhard Marx ernannt habe. In einem Schreiben von Mittwoch, 8. April, an Ackermann heißt es: „Im Namen des Bistums Mainz, des Domkapitels und persönlich gratuliere ich Ihnen sehr herzlich und wünsche Ihnen Gottes reichen Segen, vor allem aber die Gaben des Heiligen Geistes zur Führung der großen Diözese Trier." Ackermanns Ernennung ist heute in Trier und Rom bekannt gegeben worden.

Weiter schreibt Lehmann: „Sie sind durch Ihre vielfältigen Tätigkeiten seit Ihrer Priesterweihe und seit der Ernennung zum Weihbischof in vieler Hinsicht gut vorbereitet, um diese Aufgabe kompetent zu übernehmen. Es ist ein schönes Ostergeschenk für die Diözese Trier, dass nun nach zwei Bischöfen, die von außen kamen, wieder ein Priester des Bistums Trier zum Bischof ernannt wird."

tob (MBN)

 

Dokumentation

Osterpredigt von Kardinal Karl Lehmann

Weihbischof Guballa zelebrierte Pontifikalamt am Ostersonntag im Mainzer Dom

Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat den Gottesdienst am Ostersonntag, 12. April, im Mainzer Dom nicht selbst gehalten, da er seine Kur nicht unterbrechen wollte. Zu Beginn seiner Predigt schreibt er dazu: „Ich bin leider noch nicht mitten unter Ihnen im Mainzer Dom, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt habe. Die Ärzte meinten jedoch, ich solle die nach der Operation notwendige Erholungszeit nicht unterbrechen. Darum grüße ich Sie sehr herzlich und verbinde meine guten Wünsche mit der Predigt zum Evangelium, das Sie soeben gehört haben." Weihbischof Dr. Werner Guballa verlas die Predigt, die wir im Folgenden im Wortlaut dokumentieren:

Sehr verehrte, liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Zunächst möchte ich Ihnen mit dem österlichen Halleluja ein gutes Osterfest wünschen: Gottes Segen in Freude und Friede! Grüßen Sie bitte auch alle, die zu Hause geblieben sind, nicht zuletzt die älteren Mitbürger, die Kinder und die Kranken.

Ich bin leider noch nicht mitten unter Ihnen im Mainzer Dom, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt habe. Die Ärzte meinten jedoch, ich solle die nach der Operation notwendige Erholungszeit nicht unterbrechen. Darum grüße ich Sie sehr herzlich und verbinde meine guten Wünsche mit der Predigt zum Evangelium, das Sie soeben gehört haben.

Maria von Magdala kommt am ersten Tag der Woche, also am Sonntag, in aller Frühe zum Grab und findet das Grab geöffnet. Schrecken und Entsetzen liegt über ihrem Besuch, da das Grab offenbar gewaltsam geöffnet war, und der Leichnam Jesu nicht mehr in der Grabkammer lag. Sie teilt Simon Petrus und Johannes die Schreckensnachricht mit; diese beiden besichtigen die Grabkammer daraufhin gründlicher. In aller Kürze wird nach einer genaueren Beschreibung des Grabes mindestens von Johannes festgestellt: „Er sah und glaubte".

Maria bleibt am Grab oder kommt bald wieder zurück. Sie weint. Sie hat ihren Herrn verloren. Was bleibt ihr anderes übrig? Die Feinde Jesu haben gesiegt. Eine große Hoffnung ist gescheitert. Dazu kommt noch die schlimme Erfahrung, dass - das letzte Andenken - der tote Jesus selbst verschwunden ist. Es ist ein Tiefpunkt an Traurigkeit erreicht. Von uns Menschen aus finden wir hier nicht weiter, auch wenn wir noch so sehr die Grabkammer besichtigen und alles historisch erforschen.

Da sieht Maria zwei Engel in weißen Gewändern beim Grab sitzen. Diese Boten Gottes künden zunächst einmal, dass die Antwort auf das Geschehene nicht aus uns selbst und unseren Erfahrungen kommt. Deshalb kann auch Maria in dieser Perspektive nur weinen und klagen, dass ihr Jesus sogar weggenommen wurde. Sie sucht überall. Sie wendet sich nach allen Seiten. So dreht sie sich auch nach hinten um und sieht Jesus dastehen, erkennt ihn aber nicht. Sie sucht Jesus immer noch bei den Toten. Es ist geradezu tragisch und zugleich komisch, dass sie meint, es sei der Gärtner. Vielleicht war er es, der Jesus weggebracht hat: „Sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen." Beinahe kurios, diese Verwechslung!

Was Maria hier geschieht, können auch wir erleben. Jesus steht oft unerkannt mitten unter uns. Auch die Emmaus-Jünger erkennen ihn lange Zeit nicht, obwohl er mit ihnen geht und so viel von sich erzählt. Um Jesus als den auferstandenen Herrn zu erkennen, müssen uns die Augen und das Herz geöffnet werden. Das Sehen und das Verstehen muss für eine andere Wirklichkeit verwandelt werden. Gerade der auferstandene Herr, der nicht mehr an die raum-zeitliche Erscheinung gebunden ist, geht oft unerkannt neben uns her. Auch heute.

Darauf hin kommt nun die Geschichte zu ihrem Höhepunkt: Jesus spricht Maria mit ihrem Namen an: Maria! Auferweckung und Erscheinung sind nicht einfach ein anonymes, mythisches Geschehen, das uns überkommt. Man kann Jesus nicht einfach für sich selbst wie ein Gespenst auf eine Fotografie bannen oder als Videoaufnahme vorzeigen. Er erschließt sich nur dem glaubenden Menschen, Einzelnen wie Maria von Magdala, aber auch den Aposteln und anderen (vgl. 1 Kor 15,5ff.). Jesus offenbart sich selbst als derjenige, der aus dem Tode kommt und lebt, in der persönlichen Anrede. Es ist ja auch gesagt, dass es zum besonderen Verhältnis des Hirten zu den ihm Anvertrauten gehört, dass sie seine Stimme hören und vernehmen (vgl. Joh 10,4f.). Dabei genügt ein Wort, wie es auch bei uns heute noch in Begegnungen der Fall ist: Wir hören unseren Namen. Jetzt wissen wir, dass wir gemeint sind. Ostern können auch wir nur so richtig feiern, wenn wir in der Stille unseres Herzens und unseres Gebetes hören, wie Jesus unseren Namen ausspricht und uns dadurch mitten aus Gewalt, Finsternis, Leid und Tod zuruft: Habt Mut! Ich habe die Welt besiegt (vgl. Joh 16,33).

Jetzt versteht Maria. Sie hat ja ein besonders liebendes und dankbares Verhältnis zu Jesus. Nachdem er auf sie zugegangen ist, erkennt sie ihn wieder. Aber dies ist zugleich ein Bekenntnis, das uns zunächst einmal auf Hebräisch-Aramäisch überliefert worden ist: „Rabbuni!", was man übersetzen könnte: Mein Herr! Mein Lehrer! Mein Meister! Es ist zwar ihr Herr, den sie wiederentdeckt, aber zugleich schwingt hier auch schon ein Bekenntnis mit: Er ist nun der Herr ihres Lebens. Wir müssen freilich immer wieder Jesu Stimme hören und uns ihm zuwenden („Da wandte sie sich ihm zu ...", 20,16). So viel interessierte Aufmerksamkeit und aktive Offenheit verlangt der Glaube, er ist nicht einfach ein Mirakel.

Jesus wendet sich nun mit einem nicht leichten Wort an Maria. Vielleicht war sie trotz dieser Verehrung für Jesus auf den Gedanken gekommen, sie hätte ihn jetzt ja wieder, wie früher, als er vertrauten Umgang mit den Seinen pflegte. Vielleicht war Maria sogar überschwänglich und wollte Jesus nicht mehr loslassen. Da aber weist Jesus darauf hin, dass er zwar nun ganz nahe ist bei Maria, in unserer Welt erscheint, aber eben doch nicht mehr den bisherigen Bedingungen eines Menschen mit Fleisch und Blut unterliegt: „Halt mich nicht fest!" Es ist das berühmte „Noli me tangere!" (Berühre mich nicht!), was uns die Maler aller Zeiten immer wieder ins Bild setzten. Man kann Jesus nicht mehr so begegnen wie bisher. Er gehört auch nicht mehr einfach unserer Welt an, so dass man über ihn, sein Kommen und Bleiben verfügen könnte. Er hat seine eigenen Gesetze des Kommens und Sich-Zeigens. Man kann ihn nicht dingfest machen. Wenn man dies versucht, entzieht er sich, wie viele Ostererzählungen aufzeigen. Er gehört auch nicht mehr einzelnen Menschen und Gruppen. Er lebt zuerst aus der Gemeinschaft mit dem Vater, zu dem er aufsteigt. So ist er auch für alle da.

Er lässt uns deshalb auch nicht einfach als Waisen zurück. Er geht zu Gott in dem Sinne, dass er „mein Vater und euer Vater, mein Gott und euer Gott" ist (vgl. 20,17). Wir dürfen teilhaben an dieser Gemeinschaft.

Jesus sagt Maria noch etwas Entscheidendes, was sie offenbar sofort versteht. Auferstehung und Erscheinung machen uns nicht einfach interessante und private Mitteilungen über Jesu Geschick. Er lässt uns daran auch nicht einfach passiv teilnehmen, sondern er nimmt uns in Anspruch. „Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen" (20,17). Zur Auferweckung und Erscheinung gehören auch und gerade durch die Anrede Sendung und Zeugnis. Darum entspringt auch alle Mission dem Ostergeschehen. Dies gilt nicht nur gleichsam für die amtlich bestellten Zeugen, die Apostel. Maria von Magdala bezeugt uns, dass es für alle gesagt ist. Und sie hat verstanden: „Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte." (20,18)

Dies gilt auch alles für uns heute. Wir müssen unser Denken und unsere Einstellung zur Wirklichkeit verwandeln lassen, wenn wir Ostern verstehen wollen. Wir müssen uns Jesus zuwenden, damit wir hören, wie er uns bei unserem Namen ruft. Er ruft jeden von uns, freilich meist leise und vielleicht unauffällig, aber unüberhörbar, wenn wir uns ihm nur ein wenig öffnen. Er ruft uns jenseits von Gewalt und Tod in ein neues Leben. Dies gibt uns und besonders auch allen Trauernden Trost. Dann schickt er uns auch in unsere Welt. Wir dürfen an Ostern nicht weltflüchtig werden, wenn wir uns über das neue unzerstörbare Leben aus Jesu Auferstehung freuen, das auch uns verheißen ist. Er schickt uns wie die Apostel und Maria von Magdala in die Welt, um dort ohne Furcht Friede und Freude, Hoffnung und Gerechtigkeit zu verkünden und durch unser Leben zu bezeugen. Erst mit dieser Übernahme der Sendung Jesu feiern wir in seinem Sinne Ostern. Amen.

(MBN)