Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 8, 26. Februar 2009

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte

Privatschulfinanzierung in Rheinland-Pfalz verbessert  
Gottesdienst mit den Mainzer Fastnachtsvereinen  
Anregungen zum nachhaltigen Fasten im Internet  
Webcam zeigt Mainzer Dom im Internet

Personalien

Goldenes Priesterjubiläum von Erzbischof Rauber (28.2.)  
Michal Ziolkowski verstorben

Vorschau

Eröffnung der Misereor-Fastenaktion (1.3.)  
Fastenpredigten im Mainzer Dom (ab 1.3.)  
Fastenpredigten in Worms-St. Paulus (ab 3.3.)  
„Film und Gebet zur Nacht" in St. Bonifaz (ab 4.3.) 
Diskussionsabend mit Wieczorek-Zeul (6.3.)  
Informationstag zum Beruf des Gemeindereferenten (7.3.)  
Akademietagung zum Thema Hirnforschung (7.3.)

 

Berichte

Privatschulfinanzierung in Rheinland-Pfalz verbessert

Kardinal Lehmann unterzeichnete Vertrag für die katholischen Diözesen im Land

Mainz, 18. Februar 2009: Vorstellung der neuen Privatschulfinanzierung in Rheinland-Pfalz (v.l.n.r.): Kirchenpräsident Christian Schad, Kardinal Karl Lehmann, Bildungsministerin Doris Ahnen und Finanzstaatssekretär Rüdiger Messal.

Mainz, 18. Februar 2009: Vorstellung der neuen Privatschulfinanzierung in Rheinland-Pfalz (v.l.n.r.): Kirchenpräsident Christian Schad, Kardinal Karl Lehmann, Bildungsministerin Doris Ahnen und Finanzstaatssekretär Rüdiger Messal.

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Mainz. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit den Diözesen Limburg, Mainz, Speyer und Trier sowie den drei Evangelischen Landeskirchen des Bundeslandes einen Vertrag zur Verbesserung der Privatschulfinanzierung abgeschlossen. Die Vereinbarung wurde am Mittwoch, 18. Februar, vom Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, sowie von Bildungsministerin Doris Ahnen und Finanzstaatssekretär Rüdiger Messal unterzeichnet.

Bei der Vorstellung des Vertrages im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Mainz sagte Lehmann: „Die kirchlichen Träger gewinnen mit diesem Vertrag für eine hoffentlich lange Zeit Planungssicherheit, und die staatliche Seite kann sicher sein, dass sie mit den kirchlichen Schulen auch weiterhin verlässliche Partner für ein hervorragendes und innovatives schulisches Angebot in Rheinland Pfalz hat."

Die Vereinbarung sehe vor, dass nach einer Übergangsphase ab 2010/2011 der kirchliche Finanzierungsanteil halbiert werde und zwar von 25 Millionen Euro auf 12,5 Millionen Euro pro Jahr, sagte Lehmann. Dabei werde die Finanzierung der Vorsorge für die Altersversorgung und letztlich auch der Sachkosten wesentlich verbessert. Durch den Vertrag erhielten die kirchlichen Träger die Möglichkeit, „auch in Zukunft die personelle Ausstattung ihrer Schulen zu sichern und insbesondere auch den Orden als Trägern von Schulen eine Bestandszuversicht zu geben", betonte der Kardinal. In Rheinland-Pfalz gibt es 75 Schulen in Trägerschaft der Katholischen Kirche, 15 in Trägerschaft der Evangelischen Kirche und 23, die von Eltern- oder Schulvereinen bzw. anderen Trägern geführt werden. Die insgesamt 113 Privatschulen werden von rund 39.000 Schülerinnen und Schülern besucht.

Bildungsministerin Doris Ahnen wies darauf hin, dass die bisher bestehende Regelung zur Privatschulfinanzierung aus dem Jahr 1970 stammt und sich die Rahmenbedingungen für die Schulfinanzierung verändert hätten. Mit der neuen Vereinbarung seien die ausschlaggebenden Eckwerte an die Entwicklung der letzten Jahre angepasst worden. Ahnen betonte, „dass die staatlich anerkannten Schulen in privater Trägerschaft ein wichtiger Bestandteil des Bildungsangebotes im Land sind".

Konkret wird die jährliche Förderung der Privatschulen stufenweise bis 2012 um bis zu 17,5 Millionen Euro angehoben. Finanzstaatssekretär Messal erklärte, dass den Schulträgern in den Jahren 2009 und 2010 jeweils 14 Millionen Euro mehr für Personal- und Sachkosten, im Jahr 2011 dann 15,5 Millionen Euro und 2012 rund 17,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt stellt das Land im Jahr 2009 rund 135 Millionen Euro und 2010 etwa 140 Millionen Euro für die staatlich anerkannten Privatschulen bereit.

tob (MBN)

 

Heckwolf: Dom erinnert an Gegenwart Gottes in der Geschichte

Zum 13. Mal Gottesdienst mit den Fastnachtsvereinen im Mainzer Dom

Mainz, 22. Februar 2009: Gottesdienst mit den Fastnachtsvereinen im Mainzer Dom.

Mainz, 22. Februar 2009: Gottesdienst mit den Fastnachtsvereinen im Mainzer Dom.

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Mainz. Der 1.000-jährige Mainzer Willigis-Dom „erinnert uns an die Gegenwart Gottes in der Geschichte der Menschheit". Das sagte der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, am Sonntag, 22. Februar, bei einer Eucharistiefeier mit den Mitgliedern der Mainzer Fastnachtskorporationen und -vereine im Mainzer Dom. Und weiter: „Unser Dom ist ein Denkmal im ursprünglichen Sinn dieses Wortes: ein Mal, ein Hinweis, ein Fingerzeig zum Nachdenken und zur Erinnerung." Der Fastnachtsgottesdienst fand in diesem Jahr, in dem noch bis zum 15. November mit zahlreichen Veranstaltungen das Jubiläum „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" begangen wird, zum 13. Mal statt.

Mit Blick auf das Lied „Wir alle, wir leben im Schatten des Doms" von Thomas Neger sowie Julia und Sandra Matthes verwies der Domdekan darauf, dass der Dom zu allen Zeiten auch ein Mut machendes Hoffnungszeichen gewesen sei: „Im Schatten des Doms haben Menschen ihren Standort im Glauben gefunden. Das hat ihnen Mut gegeben, auch in schweren Zeiten, auch als es gefährlich war, zu Glauben und Kirche zu stehen, wie im Nationalsozialismus, wie im Kulturkampf. Das hat ihnen Mut gegeben, ihren christlichen Standpunkt zu verteidigen und sich für andere einzusetzen." Viele Menschen hätten nach den Zerstörungen der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg beim Anblick des beschädigten Domes, der die Trümmer der Stadt überragt habe, neue Hoffnung geschöpft.

Wörtlich sagte Heckwolf: „Solange unser Dom als Stein gewordenes Glaubensbekenntnis die Botschaft Gottes verkündet, solange werden die Menschen, trotz aller Säkularisierung nie ganz vergessen können, dass Gott ein Gott ist, der sich um die Menschen kümmert." Und weiter: „Von Anfang an bis heute ist unser Dom gefüllt mit den Gebeten vieler Menschen, auch mit den Gebeten für die Verstorbenen, mit dem Schweigen vieler Menschen, mit dem Suchen vieler Menschen nach Antworten auf die Fragen, die ihnen das Leben gestellt hat." Heckwolf erinnerte daran, dass der Dom auch an die Verheißung Gottes erinnerte, „dass Gott unverhüllt unser uns wohnen wird, dass er alle Tränen von unseren Augen abwischen wird, dass kein Tod mehr sein wird, kein Leid, kein Schmerz, dass alles neu wird, der Himmel und die Erde". Deshalb werde der Dom auch als „Pforte des Himmels" bezeichnet, was die Baumeister auf anschauliche Weise umgesetzt hätten. „Im Schatten des Domes haben die Menschen deshalb keinen Grund zu verzagen. Gott hat sie ausgestattet mit einer zuversichtlichen Hoffnung."

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Domorganist Albert Schönberger an der Domorgel, dem „Wonnegauer Blasorchester" aus Osthofen unter Leitung von Bruno Sobral, und den „Finther Schoppesängern" unter Leitung von Thomas Höpp. Die Aufgabe des Kantors hatte Manfred Merz von der Mainzer Kleppergarde übernommen.

tob (MBN)

 

Nachhaltig fasten

Internetseite des Dekanates Bingen gibt Anregungen

Bingen. Das katholische Dekanat Bingen lädt auch in diesem Jahr zum Beginn der Fastenzeit dazu ein, das persönliche Fasten nachhaltig zu gestalten. Dazu stehen auf der Internetseite des Dekanates unter www.fastenzeit.nachhaltig-im-dekanat-bingen.de Informationen und Anregungen bereit. „Viele Menschen suchen nach Alternativen zum traditionellen Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Tabak", erklärt Dekanatsreferent Marcus Grünewald. Mit der Aktion des nachhaltigen Fastens wolle man den Menschen zeitgemäße Alternativen bieten.

am (MBN)

 

Webcam zeigt Mainzer Dom im Internet

Angebot der Stadt Mainz ist unter www.mainz.de zu sehen

Mainz. Anlässlich des Jubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" hat die Stadt Mainz eine so genannte Webcam mit Blick auf den Mainzer Dom eingerichtet. Die Kamera auf den Markthäusern gegenüber des Domes ist seit Donnerstag, 19. Februar, freigeschaltet, wie die Stadt in einer Presseerklärung mitgeteilt hat. Sie liefert aktuelle Bilder des Mainzer Domes, die über die Internetseite www.mainz.de (Rubrik „Webcams") weltweit abgerufen werden können. Die Dom-Ansicht wird einmal pro Minute aktualisiert. Die Kamera ist dauerhaft installiert und wird vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

tob (MBN)

 

Personalien

Goldenes Priesterjubiläum von Erzbischof Rauber (28.2.)

Priester des Bistums Mainz ist Apostolischer Nuntius in Belgien und Luxemburg

Mainz. Erzbischof Dr. Karl-Josef Rauber, Apostolischer Nuntius in Belgien und Luxemburg, feiert am Samstag, 28. Februar, sein Goldenes Priesterjubiläum. Rauber ist Priester des Bistums Mainz. Er hat seit 2003 seinen Dienstsitz in Brüssel, zuvor war er Apostolischer Nuntius in Ungarn und Moldawien. Am selben Tag begeht auch Geistlicher Rat Pfarrer i.R. Werner Bone, ehemaliger Dekan des Dekanates Mainz-Stadt, sein Goldenes Priesterjubiläum.

Karl-Josef Rauber wurde am 11. April 1934 in Nürnberg geboren. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie wurde er am 28. Februar 1959 im Mainzer Dom durch Bischof Dr. Albert Stohr zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Nidda studierte er von 1962 bis 1966 Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Gleichzeitig absolvierte er die Ausbildung an der Päpstlichen Diplomaten-Akademie. 1966 begann Rauber seine Diplomaten-Laufbahn als Nuntiatur-Sekretär im Staatssekretariat unter Erzbischof Giovanni Bennelli. 1977 wurde er Mitarbeiter in der Apostolischen Nuntiatur in Belgien, zuletzt als Nuntiatur-Rat.

Nach einer Zwischenstation an der Nuntiatur in Athen (1981) wirkte Rauber in Kampala/Uganda und war dort von 1982 bis 1990 zunächst Geschäftsträger, dann Pro-Nuntius. Papst Johannes Paul II. rief Erzbischof Rauber nach 1990 als Präsidenten der Päpstlichen Diplomaten-Akademie zurück nach Rom und ernannte ihn drei Jahre später (1993) während der Auseinandersetzungen um den damaligen Bischof von Chur, Wolfgang Haas, zum Apostolischen Nuntius in der Schweiz und in Liechtenstein mit Sitz in Bern. 1997 entsandte Johannes Paul II. ihn als Nuntius nach Ungarn und Moldawien. Rauber wurde im Januar 1983 zum Titular-Erzbischof von Jubaltiana ernannt und am 6. Januar 1983 in Rom zum Bischof geweiht. Sein Wahlspruch als Bischof lautet: „Die Liebe Christi drängt uns" (2 Kor,14).

Werner Bone, geboren am 20. April 1930 in Düsseldorf, war nach seiner Priesterweihe durch Bischof Dr. Albert Stohr als Kaplan in Offenbach-Bürgel, Ulrichstein, Herbstein, Mainz, Unter-Flockenbach und Groß-Bieberau tätig. Von 1977 bis 1984 wirkte Bone als Pfarrer in Mainz-St. Ignaz, von 1984 bis 2002 als Pfarrer in Mainz-St. Josef. Zudem war Bone von 1980 bis 1990 Dekan des Dekanates Mainz-Stadt; 1984 wurde er zum Geistlichen Rat ernannt. Im Jahr 2002 trat Bone in den Ruhestand; er lebt heute in Düsseldorf.

am (MBN)

 

Michal Ziolkowski verstorben

Der polnische Auschwitz-Überlebende war mehrmals zu Gast im Bistum Mainz

Michal Ziolkowski

Michal Ziolkowski

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Sopot/Mainz. Der polnische Auschwitz-Überlebende Michal Ziolkowski ist am 11. Februar im Alter von 89 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Sopot bei Danzig verstorben. Dort wurde er am 18. Februar beerdigt. Ziolkowski war seit 2001 mehrmals zusammen mit anderen polnischen KZ- und Ghetto-Überlebenden als Gast im Bistum Mainz. Er engagierte sich unermüdlich, trotz seines hohen Alters und einer angegriffenen Gesundheit, für die Versöhnung zwischen Polen und Deutschen.

Alois Bauer, Referent für Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, berichtet davon, dass die Reaktionen auf Ziolkowskis Tod im Bistum „von großer Trauer, aber auch Dankbarkeit" für sein Engagement gekennzeichnet seien. Immer hatte Ziolkowski betont: „Wer hasst, hat schon verloren." Er habe es als seine „Mission und Pflicht" betrachtet, jungen Menschen die Tatsachen zu schildern, die er erleben und erleiden musste, ihnen aber auch Mut zu machen, sich verantwortlich zu fühlen für eine friedliche Gegenwart und Zukunft, betont Bauer, und zitiert ihn mit den Worten: „Wir kommen nicht als Ankläger, sondern als Zeugen einer Zeit, die sich nie mehr wiederholen darf. Fragt uns, wir sind die Letzten! Wir möchten Euch zeigen, wozu Menschen fähig sind, wenn sie von Propaganda verführt werden. Ich komme als Zeitzeuge, damit wir zusammen aus unserer gemeinsamen Geschichte Lehren ziehen können und lernen, den Frieden zu bewahren und ein besseres Verständnis füreinander zu bekommen."

Mehr als fünf Jahre habe Ziolkowski nach dem deutschen Überfall auf Polen unter unmenschlichen Bedingungen vegetieren müssen, zunächst im Gefängnis, dann im KZ Auschwitz, erinnert Bauer. „Es war die ‚Strafe' dafür, dass er als junger Mann versucht hatte, sich im November 1939 mit Freunden nach Frankreich durchzuschlagen, um sich einer polnischen Exil-Armee anzuschließen."

In langen Gesprächen mit dem Kölner Ehepaar Margret und Werner Müller, die ehrenamtlich für das Maximilian-Kolbe-Werk tätig sind, hat Ziolkowski über seine Zeit in Auschwitz berichtet. Daraus entstand das Buch „Ich war von Anfang an in Auschwitz", das noch im Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden erhältlich ist. In diesen Tagen veröffentlicht das Kolbe-Werk eine Kurzfassung des Buches, die als Broschüre erhältlich ist (www.maximilian-kolbe-werk.de).

Eine für Herbst 2008 geplante Lesereise mit Michal Ziolkowski und dem Ehepaar Müller durch das Bistum Mainz hatte kurzfristig abgesagt werden müssen, da sich sein Gesundheitszustand massiv verschlechtert hatte. Von dieser Erkrankung hat er sich nicht mehr erholt. Abschließend schreibt Bauer in seiner Würdigung: „Michal Ziolkowski bleibt uns ein Vorbild. Wir werden seiner ehrend gedenken und seine Mahnungen nicht vergessen. Wir neigen uns in Hochachtung vor ihm und sind unendlich dankbar, dass wir ihm begegnen durften."

tob (MBN)

 

Vorschau

„Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können"

Am 1. März wird die 51. Misereor-Fastenaktion eröffnet / Misereor-Kollekte am 29.3.

Aachen/Stuttgart/Mainz. Am ersten Fastensonntag, 1. März, wird die 51. Fastenaktion des katholischen Hilfswerkes Misereor mit einem Gottesdienst in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard eröffnet. Der Eröffnungsgottesdienst wird um 10.00 Uhr live in der ARD übertragen. Zelebranten des Gottesdienstes sind der Bischof von Rottenburg/Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, sowie die Bischöfe Joachim Quédraogo, Burkina Faso, Langlois Chibly, Haiti, und Broderick S. Pabillo, Philippinen. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst unter anderem von den Kumasi-Singers aus Ghana.

Die 51. Misereor-Fastenaktion trägt die Überschrift „Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können". Das katholische Hilfswerk nimmt mit der diesjährigen Aktion Hungerkatastrophen in den Blick, die aufgrund des Klimawandels und seiner Folgen wie Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen verstärkt auftreten. Mit seiner Projektarbeit will Misereor dabei den Kampf der Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika gegen die Auswirkungen des Klimawandels unterstützen. In einer Pressemitteilung zur diesjährigen Fastenaktion unterstreicht Misereor, dass das Hilfswerk schon seit vielen Jahren den Kampf gegen Hunger und Armut mit dem Engagement für nachhaltige Lebensstile verbinde, beispielsweise durch Projekte für Kleinbauern zur Umstellung auf ökologisch verträgliche Anbaumethoden.

In der Kollekte am fünften Fastensonntag, 29. März, wird in allen katholischen Kirchen Deutschlands für die Arbeit von Misereor gesammelt. Von Freitag, 20., bis Dienstag, 24. März, wird im Rahmen der diesjährigen Misereor-Fastenaktion Schwester Clementia Kelen aus Indonesien offizieller Gast des Bistums Mainz sein. Sie arbeitet als Lehrerin und Katechetin auf der Insel Sumba.

Förderung von über 96.000 Projekten

Das 1958 von den deutschen Bischöfen ins Leben gerufene Hilfswerk Misereor mit Sitz in Aachen hat seit seiner Gründung über 96.000 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien mit über 5,6 Milliarden Euro gefördert. Im Jahr 2008 konnte das Hilfswerk rund 52,7 Millionen Euro an Spenden einnehmen. Im Bistum Mainz erbrachte die Misereor-Kollekte im vergangenen Jahr 606.000 Euro (2007: 668.000 Euro). Darüber hinaus wurden 2008 aus der Diözese Mainz weitere 930.000 Euro direkt an Misereor gespendet (2007: 772.000 Euro).

Neben der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit hat Misereor den Auftrag, mit Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit die deutsche Öffentlichkeit über die Situation der Armen zu informieren. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor wurde als „Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt" gegründet. Den Namen schlug der Kölner Kardinal Joseph Frings vor; er geht auf das Jesuswort „Misereor super turbam" - „Ich habe Mitleid mit den Menschen" zurück.

Hinweise:

  • Weitere Informationen zu Misereor und zur diesjährigen Fastenaktion unter Tel.: 0241/442-132 oder -133 sowie im Internet unter www.misereor.de. Spendenkonto: Kontonummer 101010 bei der Pax Bank, BLZ 37060193
  • Weitere Informationen zum Misereorgast im Bistum Mainz bei Alois Bauer, Referent für Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bischöflichen Ordinariat, Tel.: 06131/253-263, E-Mail: frieden@bistum-mainz.de

am (MBN)

 

Fastenpredigten im Mainzer Dom (ab 1.3.)

Thema „Wer unterm Schutz des Höchsten wohnt" (Ps 91,1)

Mainz. Die traditionellen Fastenpredigten im Mainzer Dom stehen in diesem Jahr unter der Überschrift „Wer unterm Schutz des Höchsten wohnt" (Ps 91,1). Nach den Predigten, die jeweils um 18.00 Uhr beginnen, findet gegen 18.30 Uhr eine Eucharistiefeier statt. Den Auftakt macht am 1. März Dompfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert unter der Überschrift „Ich bin bei ihm in der Not" (Ps 91,15). Weihbischof Dr. Werner Guballa spricht am 8. März zum Thema „Sucht mein Antlitz!" (Ps 27,8). Der Offizial des Bistums Mainz, Prälat Dr. Peter Hilger, übernimmt die dritte Fastenpredigt am 15. März („Ich gieße reines Wasser über euch, damit ihr rein werdet, und gebe euch einen neuen Geist"; Ez 36, 25-26).

Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, predigt am vierten Fastensonntag (22. März) zum Thema „Trinket euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung" (Jes 66,10-11). Am fünften Fastensonntag findet traditionell ein Domkonzert statt: Am Sonntag, 29. März, um 17.00 Uhr führen der Mädchenchor am Dom und St. Quintin, die Domkantorei St. Martin Mainz und das Mainzer Kammerorchester unter Leitung von Domkapellmeister Mathias Breitschaft und Domkantor Karsten Storck die „Matthäus-Passion" von Heinrich Schütz und das „Stabat mater" von Giambattista Pergolesi auf.

Hinweis: Der Eintritt für das Domkonzert am 29. März beträgt zehn Euro (Sitzplatz) und fünf Euro (Stehplatz); Eintrittskarten sind erhältlich bei der Dominformation, Telefon: 06131/253-412, im Infoladen des Bistums, Telefon: 06131/253-888, und an der Abendkasse.

tob (MBN)

 

Fastenpredigten in Worms (ab 3.3.)

Reihe über den Apostel Paulus im Dominikanerkloster St. Paulus

Worms. Die Fastenpredigten im Dominikanerkloster St. Paulus in Worms stehen in diesem Jahr unter der Überschrift „Paulus - Highlights". Im März finden insgesamt fünf Predigten jeweils dienstagabends um 20.00 Uhr statt. Den Auftakt macht am Dienstag, 3. März, Pater Norbert Hinckers zu einer Stelle aus dem Römerbrief: „...dass die gesamte Schöpfung seufzt und in Geburtswehen liegt (Röm 8,22). Den Abschluss bildet am Dienstag, 7. April, um 20.00 Uhr, ein Bußgottesdienst zum Thema „Die fehlende Mitte" mit Pater Norbert Hinckers. Die weiteren Termine:

  • 10. März: P. Markus Langer OP - „Ihr habt Christus angezogen" (Gal 3,27)
  • 17. März: P. Ludger A. Fortmann OP - „...hätte aber die Liebe nicht..." (1 Kor 13,2)
  • 24. März: P. Thomas Möller OP - „Zur Freiheit befreit" (Gal 5,1)
  • 31. März: P. Philipp J. Wagner OP - „Sein Leben war das eines Menschen." (Phil 2,7)

Hinweis: www.dominikaner-worms.de  

tob (MBN)

 

„Film und Gebet zur Nacht" (ab 4.3.)

Veranstaltungsreihe der Mainzer Dominikaner zur Fastenzeit

Mainz. Die Mainzer Dominikaner bieten zur Fastenzeit die Veranstaltungsreihe „Film und Gebet zur Nacht" an, die sich mit den zehn Geboten beschäftigt. Ab 4. März findet jeweils mittwochs um 20.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Bonifaz (Bonifaziusplatz 1) am Mainzer Hauptbahnhof eine Filmvorführung mit einer Einführung, musikalischem Rahmen und Komplet, dem Nachtgebet der Kirche, statt. Im Mittelpunkt stehen die rund einstündigen Filme aus dem Filmzyklus „Dekalog" des polnischen Regisseurs Krysztof Kieslowski. Den Auftakt macht am 4. März der Film zum ersten Gebot. Auf dem Programm stehen außerdem das siebte Gebot (11.3.), das vierte Gebot (18.3.), das sechste Gebot (25.3.) und das zehnte Gebot (1.4.).

Hinweis: Weitere Informationen unter www.dominikaner-mainz.de  

tob (MBN)

 


Krieg im Kongo: Was tut Europa? (6.3.)

Diskussion mit Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul

Mainz. Die Situation im Kongo ist Thema einer Diskussion mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Heinz Rothenpieler von der Pax-Christi-Kommission Zentralafrika am Freitag, 6. März, um 15.00 Uhr in der Landeszentrale für Politische Bildung in Mainz (Am Kronberger Hof 6).
In der Einladung dazu heißt es: „Wir wollen erkunden, welche Politik die Europäische Union und Deutschland verfolgen und was getan werden kann, um die Konflikte in dieser Region mit zivilen Mittel zu lösen, damit die leidgeprüften Menschen endlich in Frieden leben können."

Veranstalter der Diskussion ist die Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main. Initiatoren der Projektgruppe sind die beiden Pax-Christi Bistumsstellen Limburg und Mainz, das Friedenspfarramt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, das Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz und die Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz. Ziel der Kooperation ist es, „Projekte und Methoden der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung und des Zivilen Friedensdienstes bekannt zu machen, zu ihrer gesellschaftlichen Verankerung und Weiterentwicklung beizutragen und hierfür in der Großregion Rhein-Main ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen aufzubauen".

Hinweis: Weitere Informationen bei Alois Bauer, Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden, Tel.: 06131/253-263, E-Mail: frieden@bistum-mainz.de  

tob (MBN)

 

Gemeindereferent werden (7.3.)

Informationstag im Dr.-Maria-Reinartz-Haus in Mainz

Mainz. Ein Informationstag zum Beruf der Gemeindereferentin bzw. des Gemeindereferenten findet am Samstag, 7. März, von 10.00 bis 16.00 Uhr im Dr.-Maria-Reinartz-Haus in Mainz statt. Eingeladen sind Frauen und Männer, die sich für den Beruf des Gemeindereferenten interessieren. Im Dr.-Maria-Reinartz-Haus, dem Kolleg für die Mainzer Studentinnen und Studenten im Fachbereich Praktische Theologie an der Katholischen Fachhochschule in Mainz, wohnen die Studenten im ersten Studienjahr.

Hinweise:

  • Anmeldung zum Informationstag bis zum 1. März beim Dr. Maria-Reinartz-Haus, Kolleg zur Studienbegleitung, Monika Stübinger, Himmelgasse 7, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-462, E-Mail: monika.stuebinger@bistum-mainz.de
  • Weitere Informationen auch im Internet unter www.berufe-der-kirche-im-bistum-mainz.de

am (MBN)

 

„Ist der Mensch frei?" (7.3.)

Akademietagung zum Thema „Hirnforschung angesichts ethischer Fragen"

Mainz. „Ist der Mensch frei? Die Hirnforschung angesichts ethischer Fragen" lautet die Fragestellung einer Tagung der Bistumsakademie Erbacher Hof am Samstag, 7. März, von 9.00 bis 12.30 Uhr. Referenten des Tages sind Professor Dr. Martin Heisenberg, Würzburg, und Professor Dr. Norbert Fischer, Wiesbaden/Eichstätt. Für die Tagung wird eine Anmeldung bis zum 2. März erbeten.

Hinweis: Die Tagungsgebühr beträgt acht Euro. Weitere Informationen und Anmeldung bei der Bistumsakademie Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/257-521 oder -550, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de

am (MBN)