Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 48, 19. Dezember 2008
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Berichte
Haushaltsplan für 2009 beschlossen
Stiftung „Zukunft St. Marien" in Dreieich gegründet
Im Bistum Mainz gibt es rund 11.000 Messdiener
Weihbischof Neymeyr über die Ministrantenarbeit
Messdienerumfrage vorgestellt
Schlusskonferenz im Dekanat Bingen
Schlusskonferenz im Dekanat Rüsselsheim
Friedenslicht an Ministerpräsident Beck überreicht
Internet-Plattform für Weihnachtsgottesdienste
Engagement von Hartmut Lücke gewürdigt
Förderpreis des „forum sociale" vergeben
Projekte für die 72-Stunden-Aktion gesucht
Programm der Männerseelsorge für 2009
Vorschau
Weihnachtsgottesdienste im Mainzer Dom
Domkonzert mit „Paulus"-Oratorium (21.12.)
Ökumenischer Gottesdienst für Trauernde (21.12.)
Benefizspiel Bayern München gegen Mainz 05 (22.1.)
Personalien
Friedrich und Manefeld sind seit 70 Jahren Priester (6.1.)
Publikationen
Aktuelle Ausgabe der Domblätter erschienen
MBN vor 40 Jahren
Gesetzentwurf zur Förderung der Erwachsenenbildung
Terminvorschau 2009 für das Bistum Mainz
Schwerpunkt sind die Veranstaltungen anlässlich "1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom"
Berichte
Giebelmann: „Wir investieren in die Kinder und die Jugend"
Haushaltsplan 2009 sieht Ausgaben in Höhe von 306,1 Millionen Euro vor
Mainz. Bei der Sitzung des Diözesan-Kirchensteuerrates ist am Samstag, 13. Dezember, für das Jahr 2009 ein ausgeglichener Haushaltsplan in Höhe von rund 306,1 Millionen Euro verabschiedet worden. Damit liegt der Haushaltsplan des Bistums Mainz für das kommende Jahr um 2,7 Millionen Euro oder 0,7 Prozent unter dem Haushaltsvolumen von 2008 (308,8 Millionen). Die Minderung ist auf geringere Einnahmen aus der Kirchensteuer zurückzuführen, die auf die Auswirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Pendlerpauschale zurückgehen.
Trotzdem sei ein Haushalt vorgelegt worden, der ohne Entnahme aus den Rücklagen und ohne Verschuldung aufgestellt worden sei, sagte Generalvikar Dietmar Giebelmann, der auch Ökonom des Bistums Mainz ist. Er betonte in seiner Rede, dass es nach wie vor notwendig sei, die Rücklagen auszubauen. Giebelmann dankte dem Finanzdirektor des Bistums Mainz, Thomas Karst, für „seine konsequente Art der Rücklagenbildung". Karst wird im kommendem März nach 23 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. „Diese Linie müssen wir fortführen. Im Interesse der kommenden Generationen müssen wir für das Personal und auch für die Immobilien Rücklagen aufbauen", sagte Giebelmann. Der bewährte Weg, Vorsorge zu treffen und Rücklagen aufzubauen, diene dazu, „Heimatorte des Glaubens zu bewahren", hob er hervor. In diesem Zusammenhang wies der Generalvikar auch auf den Erfolg der Bonifatius-Stiftung für die Pfarreien des Bistums Mainz hin, da immer mehr Gemeinden des Bistums unter dem Dach dieser Stiftung „eine Zukunftssicherung für die eigenen Gebäude vornehmen". Allerdings stehe man „mit vielen Fragezeichen vor dem Jahr 2009", sagte Giebelmann. Er wolle sich aber nicht in die „Schar der Schwarzseher und Schwarzredner der Konjunktur" einreihen.
Generalvikar Giebelmann wies auch auf die Investitionen des kommenden Jahres hin: „Im Jahr 2009 investieren wir in die Kinder und die Jugend." Schwerpunkte des finanziellen Engagements seien die Neubauten des Bischöflichen Jugendamtes, der Elisabeth von Thüringen-Schule auf dem Gelände des Ketteler-Internates und der Mensa des Willigis-Gymnasiums (alle in Mainz) sowie die systematische Ausweitung der Plätze für Kinder unter drei Jahren in den Kindertagesstätten der Diözese. Darüber hinaus würden die Zuweisungen an die Pfarrgemeinden um 2,6 Prozent erhöht. „Wir wissen, dass die Pfarrgemeinden durch die allgemeine Teuerung, durch die tariflichen Lohnerhöhungen und durch die Steigerung der Energiekosten Einnahmeverluste haben", sagte Giebelmann.
Finanzdirektor Thomas Karst wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass das Bistum Mainz im Jahr 2008 voraussichtlich acht Prozent mehr Kirchensteuereinnahmen verzeichnen wird als 2007. „Dies ist ein Spiegel der bislang guten wirtschaftlichen Situation", sagte Karst. Gleichzeitig verdichteten sich von Tag zu Tag die Anzeichen einer schweren Rezession in Deutschland im kommenden Jahr: „Für uns im Bistum ist auch die schwierige Situation der Firma Opel von Bedeutung", sagte er. Für das kommende Jahr rechnet Karst unter Berücksichtigung des Urteils zur Pendlerpauschale mit Kirchensteuereinnahmen von 192,6 Millionen Euro. Mit 64 Prozent Anteil an den Gesamteinnahmen bleibe die Kirchensteuer damit die wichtigste Einnahmequelle, sagte Karst. Vergleiche man diese Summe mit dem voraussichtlichen Ergebnis 2008, so ergebe sich eine von der Finanzverwaltung der Diözese geschätzte Minderung der Kirchensteuereinnahmen von 5,8 Prozent für das Jahr 2009. Der Stellenplan des Bistums bleibe konstant mit 2.512 ganzen Stellen - im Jahr 2008 waren es 2.511 Stellen - bei rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Karst hob hervor, dass die Finanzsituation des Bistums kurzfristig den Rückgang der Kirchensteuereinnahmen verkrafte: „Es zahlt sich aus, dass wir in der Vergangenheit in Jahren einer besseren Finanzausstattung die Mehreinnahmen nicht zur Finanzierung größerer neuer Projekte oder stärkerer Stellenausweitung, sondern zur Stärkung der Rücklagen für Versorgung und Immobilienlasten verwendet haben. So entsteht bei rückläufigen Einnahmen kein unmittelbarer Handlungsdruck zum Abbau vorhandener Strukturen." Das Bistum Mainz sei gewappnet, die finanziellen Herausforderungen des nächsten Jahres zu bewältigen. „Mein Appell ist, dass uns das nicht davon abhält, die Herausforderungen der nächsten 25 Jahre schon jetzt anzupacken", unterstrich Karst.
Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, setzte die Beschlüsse des Kirchensteuerrates am Ende der Sitzung in Kraft. Geleitet wurde die Sitzung vom Geschäftsführenden Vorsitzenden des Kirchensteuerrates, Dr. Volker Kurz.
am (MBN)
Stiftung „Zukunft St. Marien" in Dreieich gegründet
Generalvikar Dietmar Giebelmann überreichte Stiftungsurkunde
Dreieich. In einem Festgottesdienst am Dienstag, 9. Dezember, hat der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, Pfarrer Reinhold Massoth und dem Verwaltungsrat der Pfarrei St. Marien in Dreieich die Stiftungsurkunde der Stiftung „Zukunft St. Marien" übergeben. Unter dem Dach der Bonifatius-Stiftung des Bistums Mainz wird die Stiftung mit einem Anfangskapital von rund 40.000 Euro für die Instandhaltung der Kirche St. Marien Sorge tragen. Weitere Zustiftungen sind bereits zugesagt.
„Eine Stiftung ist ein lebendiges Wesen", betonte Giebelmann. „Eine Stiftung ist auch ein Glaubensbekenntnis, denn sie ist das feste Zeugnis dafür, dass auch künftig an dieser Stelle Menschen zum Gottesdienst zusammenkommen." Daher sei jede Stiftung auf Menschen angewiesen, die sich in ein solches Stiftungsprojekt einbringen, sagte der Generalvikar.
tob (MBN)
„Ein Hauptstandbein der Jugendarbeit im Bistum Mainz"
Rund 11.000 Ministranten in der Diözese / Ergebnis einer Umfrage im Jahr 2008
Mainz, 16.12.2008: Rund 11.000 Ministrantinnen und Ministranten gibt es im Bistum Mainz, wie eine aktuelle Umfrage aus dem Jahr 2008 ergab.
© Bistum Mainz / Matschak
Mainz. Im Bistum Mainz gibt es rund 11.000 Messdienerinnen und Messdiener. Das hat eine Umfrage ergeben, die von Januar bis August 2008 in den Pfarreien des Bistums Mainz durchgeführt wurde. Die Umfrage fand im Rahmen einer bundesweiten Ministranten-Zählung durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofkonferenz mit Sitz in Düsseldorf statt. Die Ergebnisse der bundesweiten Zählung werden für März 2009 erwartet. Im Bistum Mainz wurde die Umfrage vom Referat Ministrantinnen und Ministranten im Bischöflichen Jugendamt (BJA) gemeinsam mit dem Diözesanministrantenteam organisiert. An der Umfrage beteiligten sich 325 der 337 Seelsorgestellen im Bistum Mainz.
Insgesamt gibt es 10.674 Messdiener im Bistum Mainz, davon sind 52,6 Prozent weiblich und 47,4 Prozent männlich. Damit sind die Zahlen im Vergleich zur Zählung im Jahr 2003 konstant: Damals wurden rund 10.300 Messdiener in der Diözese gezählt. Spitzenreiter mit den meisten Ministranten (164 Kinder und Jugendliche) ist die Pfarrei St. Pankratius in Mainz-Hechtsheim. Eine große Anzahl an Messdienerinnen und Messdienern gibt es auch in auch folgenden Pfarreien und Pfarrgruppen der Diözese: Pfarrgruppe Wörrstadt (Dekanat Alzey-Gau-Bickelheim): 135; Bensheim-St. Georg: (Dekanat Bergstraße-Mitte): 120; Worms-Herrnsheim-St. Peter (Dekanat Worms): 118; Pfarrgruppe Mainspitze (Dekanat Rüsselsheim): 110; Heidesheim-St. Philippus und Jakobus (Dekanat Bingen): 108; Ruhlkirchen-St. Michael (Dekanat Alsfeld): 107.
„In jeder Pfarrei des Bistums Mainz gibt es Messdiener. Sie sind damit ein Hauptstandbein der Jugendarbeit im Bistum Mainz", sagt Pfarrer Markus W. Konrad, Diözesanjugendseelsorger des Bistums Mainz. David Hüser, Referent für Ministrantenarbeit im BJA, hebt hervor, dass diese Umfrage erstmals in dieser Ausführlichkeit durchgeführt wurde. „Wir haben nicht nur Zahlen erhoben, sondern auch Fragen zur Altersstruktur, zu Gruppenstunden und Gruppenleitern sowie zu Aktivitäten und Wünschen gestellt", betont er. Beide stimmen darin überein, dass es von Seiten der Kinder und Jugendlichen nach wie vor ein großes Interesse am Geschehen in der heiligen Messe gebe: „Sie haben das Gefühl, spannenden liturgischen Vollzügen nahe zu sein. Zudem wird ihnen Verantwortung übertragen, was jungen Menschen wichtig ist." Eine würdige Liturgie brauche Messdiener, unterstreicht Konrad. „Den Kindern und Jugendlichen muss aber vermittelt werden, dass sie nicht nur hübsches Beiwerk sind, sondern zum Gesamtbild der Liturgie zählen", sagt er. Als beeindruckend empfinden beide die hohe Zahl der Messdiener im Bistum Mainz, denn auch weiterhin seien viele Mädchen und Jungen am Ministrantendienst interessiert: „Die Begeisterungsbereitschaft ist ungebrochen."
Altersstruktur der Ministranten
Rund 41 Prozent der Messdienerinnen und Messdiener im Bistum Mainz sind unter zwölf Jahren alt, 33 Prozent sind zwischen dreizehn und 15 Jahren, 21 Prozent zwischen 16 und 20 Jahren und fünf Prozent älter als 20 Jahre. Darüber hinaus engagieren sich 1.169 Messdiener als Gruppenleiter, zwei Drittel von ihnen sind zwischen 16 und 20 Jahren alt. In diesem Zusammenhang weisen Hüser und Konrad auf die intensive Gruppenarbeit für Ministranten hin, die in vielen Pfarreien des Bistums regelmäßig angeboten würden. Hier werde den Mädchen und Jungen unter anderem das Wissen über Liturgie und Glauben vermittelt. „In den Gruppenstunden haben wir die Chance, den Glauben der Kinder und Jugendlichen zu vertiefen, und sie gleichzeitig für den Glauben zu begeistern." In der Unterstützung der Gruppenleiter sieht Hüser dabei die wichtigste Aufgabe der Hauptamtlichen in den Pfarreien und beim BJA. Beispielsweise biete der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Mainz regelmäßig Gruppenleiterkurse an, zu denen auch Messdienergruppenleiter eingeladen sind. Als Reaktion auf den hohen Ausbildungsbedarf habe das Referat für Ministrantenarbeit im Jahr 2008 vier Schulungstage zu Fragen der Messdiener veranstaltet und plant ähnliche Veranstaltungen auch für 2009.
Als problematisch empfinden Konrad und Hüser Gruppenleiterinnen und -leiter, die jünger als 16 Jahre sind. „Häufig beenden Jugendliche frühzeitig den Ministrantendienst - das hat häufig mit den erhöhten Anforderungen in der Schule oder mit der Berufsausbildung zu tun. Deshalb wird in manchen Pfarreien Jugendlichen unter 16 Jahren die Leitung von Gruppen anvertraut", berichtet Hüser. „Aber diese Jugendlichen brauchen selbst noch Zeit zur Entwicklung, brauchen eher selbst noch Begleitung", unterstreicht Konrad. Oft endeten diese zu früh übernommenen Gruppenleitungen vorzeitig. Deshalb habe der BDKJ im Bistum Mainz das Mindestalter für Gruppenleitungen auf 16 Jahre festgesetzt.
Hohes Interesse bestehe von Seiten der Ministranten auch an dekanats- und bistumsübergreifenden Aktivitäten. Das Diözesanministrantenteam und das Ministrantenreferat im BJA planen für den 27. September 2009 den nächsten Diözesanministrantentag in Mainz. Und im August 2010 ist wieder eine Wallfahrt nach Rom vorgesehen. „Wir hoffen, dass wir die Teilnehmerzahl von 2006 mit 1.140 Anmeldungen übertreffen werden", sagt Konrad.
Stichwort: Ministrant/Messdiener
Ministranten bzw. Messdiener sind zumeist Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, die dem Priester bei der Messfeier oder anderen gottesdienstlichen Feiern zur Hand gehen. Seit der Liturgiereform gilt der Ministrantendienst als ein Laiendienst. Die Ministranten versehen ihren Dienst dabei stellvertretend für die Gemeinde. Sie tragen einen Talar und ein Rochett (ein gefaltetes und manchmal verziertes weißes Leinengewand) oder eine Kutte. Das Wort „Ministrant" stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „der Dienende". Im Bistum Mainz leisten rund 11.000 Mädchen und Jungen Dienst als Ministrantin bzw. Ministrant (Stand 2008); in Deutschland sind es mehr als 393.000 (Stand 2003).
Der Ministrantendienst beginnt für Mädchen und Jungen in der Regel nach der Erstkommunion und dauert bis zum Ende der Schulzeit. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht. In einer normalen Sonntagsmesse dienen meist zwei bis vier Ministrantinnen und Ministranten, in einem feierlichen Gottesdienst (zum Beispiel an Weihnachten oder in der Osternacht) können es weit mehr sein. Ministranten halten beispielsweise bei Gebeten dem Priester das Messbuch, bereiten den Altar und bringen für die Eucharistiefeier Brot und Wein herbei; nach der Kommunionausteilung räumen sie den Altar wieder ab. Außerdem tragen sie zur festlicheren Gestaltung der Gottesdienste bei und betonen wichtige liturgische Vorgänge: Sie schwenken das Weihrauchfass, tragen Kerzenleuchter oder ein Vortragekreuz beim Einzug bzw. Auszug.
Ministranten werden meist in Gruppen von erfahrenen Ministranten oder einem Hauptamtlichen auf ihren Dienst vorbereitet. In der „Konstitution über die Heilige Liturgie" des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) heißt es unter anderem über den Dienst der Ministranten: „Auch die Ministranten, Lektoren, Kommentatoren und die Mitglieder der Kirchenchöre vollziehen einen wahrhaft liturgischen Dienst. Deswegen sollen sie ihre Aufgabe in aufrechter Frömmigkeit und in einer Ordnung erfüllen, wie sie einem solchen Dienst ziemt und wie das Volk mit Recht von ihnen verlangt. Deshalb muss man sie, jeder nach seiner Weise, sorgfältig in den Geist der Liturgie einführen und unterweisen, auf dass sie sich in rechter Art und Ordnung ihrer Aufgabe unterziehen."
Der Dienst des Ministranten in seiner heutigen Form hat sich erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil herausgebildet. Ursprünglich wurden die Hilfsdienste am Altar von jungen Klerikern (Akolythen) mit so genannten „niederen Weihen" verrichtet. Später durften auch nicht geweihte Jungen und junge Männer die Handreichungen versehen und die wichtige Rolle des „Antwortgebers" bei den liturgischen Formeln übernehmen. Erst 1992 hat der Vatikan offiziell den Ortsbischöfen die Möglichkeit eingeräumt, weibliche Messdienerinnen zuzulassen. In Italien, wo Messdiener weiterhin als „chierichetti" (kleine Kleriker) bezeichnet werden, kamen Mädchen am Altar erst in den vergangenen Jahren in einigen Bistümern zum Zuge.
Hinweise:
- Weitere Informationen zur Ministrantenarbeit im Bistum Mainz bei Pastoralreferent David Hüser, Referent für Ministrantinnen und Ministranten im Bischöflichen Jugendamt, Tel.: 06131/253-626, E-Mail: ministranten@bistum-mainz.de und auf den Internetseiten des BDKJ/BJA: www.bdkj-mainz.de
- Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz im Internet unter www.afj.de
am (MBN)
„Ich kenne keine Pfarrei in unserem Bistum, in der es keine Messdiener gibt"
Interview mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr über Messdienerinnen und Messdiener
Mainz. Fast 11.000 Messdienerinnen und Messdiener gibt es im Bistum Mainz. Das ergab eine aktuelle Umfrage aus dem Jahr 2008 unter den Verantwortlichen für die Ministranten in den Pfarreien des Bistums. Im Interview äußert sich Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Bischofsvikar für Jugendseelsorge, zum Messdienerdienst und über seine eigenen Erfahrungen als Ministrant.
MBN: Herr Weihbischof Neymeyr, waren Sie selbst einmal Messdiener?
Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr: Ich war seit meiner Erstkommunion Messdiener. Anfangs habe ich noch im Alten Ritus ministriert und musste viele lateinische Gebete auswendig lernen. Trotzdem habe ich mich sehr darauf gefreut, Messdiener zu werden und erinnere mich heute noch daran, wie stolz ich war, als ich im Messdienergewand am Altar stehen durfte.
MBN: Woran erinnern Sie sich ganz besonders?
Neymeyr: Mir hat es immer Freude gemacht, zur würdigen Feier der Liturgie beizutragen und nahe beim heiligen Geschehen zu sein. Eigentlich habe ich niemals aufgehört, Messdiener zu sein. Als Priesteramtskandidat habe ich bei den Eucharistiefeiern in der Seminarkirche und in den Pontifikalämtern im Dom gerne ministriert. Der Höhepunkt meiner Ministrantenlaufbahn war, dass ich bei der Papstmesse im November 1980 libri assistens war - das heißt, dem Papst das Messbuch halten durfte. Mein peinlichstes Erlebnis als Messdiener war eine missglückte Inzens. Das Weihrauchfass blieb an der Kette hängen und die glühende Kohle, die darin lag, flog in hohem Bogen auf einen schönen, neuen hellen Teppich vor dem Altar. So habe ich in meiner Heimatkirche in Worms-Herrnsheim über viele Jahre Spuren meines Ministrantendienstes hinterlassen.
MBN: Fast 11.000 Messdienerinnen und Messdiener gibt es im Bistum Mainz. Macht Sie das als Jugendbischof des Bistums auch ein wenig stolz?
Neymeyr: Da es nicht mein Verdienst ist, dass es in unserem Bistum so viele Messdienerinnen und Messdiener gibt, kann ich darauf auch nicht stolz sein. Aber ich freue mich sehr darüber, dass sehr viele Kinder und Jugendliche diesen wichtigen Dienst tun und dadurch in die Feier der Liturgie hinein wachsen. Ich kenne keine katholische Pfarrei in unserem Bistum, in der es keine Messdiener gibt.
MBN: Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen guten Messdiener aus?
Neymeyr: Ein guter Messdiener ist zunächst einmal zuverlässig und pünktlich. Er nimmt an Messdienerproben teil und irrt nicht planlos im Altarraum herum. Er nutzt die Chance, die Bedeutung der heiligen Messe und ihrer einzelnen Teile besser kennen zu lernen und die Vollzüge der Liturgie besser zu verstehen.
MBN: Was fasziniert Ihrer Meinung nach Kinder und Jugendliche am Ministrantendienst?
Neymeyr: Ich vermute, dass es Kindern und Jugendlichen heute nicht anders geht als mir: Als Kind hat es mich zunächst fasziniert, in Messdienerkleidung vor der Gemeinde zu stehen. Es hat mich auch beeindruckt, so nahe beim heiligen Geschehen zu sein und mitzuhelfen, dass die heilige Messe gefeiert werden konnte. Es hat mir auch sehr gut gefallen, dass ich immer wieder dem Pfarrer begegnet bin und mit ihm reden konnte. Außerdem habe ich mich auch gerne in der Messdienerarbeit meiner Heimatgemeinde engagiert.
MBN: Was muss getan werden, dass sich auch weiterhin Kinder und Jugendliche für den Ministrantendienst interessieren?
Neymeyr: Auch in der Ministrantenpastoral steht und fällt die Kinder- und Jugendpastoral mit Glaubenszeugen in der Welt der Kinder und Jugendlichen. Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche immer wieder einzuladen, zur Messdienergemeinschaft dazu zu kommen und den Ministrantendienst zu tun. Bei den Kindern wird es zunehmend wichtiger, auch die Eltern mit einzubinden, da sie oft auf den Fahrdienst der Eltern angewiesen sind. Bei Jugendlichen ist es wichtig, auch Jugendliche einzuladen, die als Kind noch nicht Messdiener gewesen sind.
MBN: Als ein Problem benennt die Umfrage unter den Ministranten im Bistum Mainz die mangelnde Zahl von älteren Gruppenleitern. Wie könnte dies behoben werden?
Neymeyr: Die älteren Jugendlichen verbringen einen immer größeren Teil ihres Tages in der Schule. Wenn sie dann noch Fahrzeiten in die Schule haben, ist es ihnen manchmal nicht möglich, am Nachmittag eine Gruppenstunde zu halten. Manche Pfarreien gehen deshalb dazu über, an Samstagen für alle Messdiener Mini-Aktionstage zu veranstalten. Für die Jugendlichen ist es auch wichtig, dass sie in der Ministrantenarbeit Gelegenheit finden, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein und dass ihnen zugetraut wird, Verantwortung zu übernehmen.
am (MBN)
Neymeyr: „Es gibt ein hohes Interesse an der Ministrantenpastoral"
Diözesanministrantenteam stellte Umfrage unter Messdienern im Bistum Mainz vor
Mainz, 12.12.2008: Das Diözesanministrantenteam stellte Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr die Umfrage unter den Messdienern im Bistum Mainz vor.
© Bistum Mainz / Matschak
Mainz. Das Diözesanministrantenteam hat Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Bischofsvikar für Jugendseelsorge, die Ergebnisse einer Umfrage unter den Messdienern im Bistum Mainz vorgestellt. „Der gute Rücklauf auf die Umfrage zeigt das hohe Interesse an der Ministrantenpastoral", sagte der Weihbischof am Freitag, 12. Dezember, bei einem Gespräch mit dem Ministrantenteam im Jugendhaus Don Bosco in Mainz. 96 Prozent der Seelsorgestellen in der Diözese hatten an der Umfrage teilgenommen, die im Rahmen einer bundesweiten Ministranten-Zählung durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofkonferenz mit Sitz in Düsseldorf stattfand. Die Ergebnisse der bundesweiten Zählung werden für März 2009 erwartet. Im Bistum Mainz wurde die Umfrage vom Referat Ministrantinnen und Ministranten im Bischöflichen Jugendamt (BJA) gemeinsam mit dem Diözesanministrantenteam organisiert.
Neymeyr dankte dem Ministrantenteam dafür, die bundesweite Zählung für „vertiefte Informationen" genutzt zu haben. Neben „vielen und guten Fragen" zu den Erwartungen der Ministrantinnen und Ministranten habe ihn vor allem die Information überrascht, „dass so viele Gruppenstunden für Messdiener gehalten werden". Laut der Umfrage sind es durchschnittlich zwei Gruppenstunden pro Pfarrei; auch die Zahl der Gruppenleiter mit fast 1.200 Personen sei „beachtlich". „Die Nachfrage nach Gruppenstunden und nach Fortbildungen für die Gruppenleiter zeigt, dass außerschulische Jugendarbeit trotz schulischer Mehrbelastungen weiterhin möglich ist", sagte Neymeyr. Mit dem Diözesanministrantenteam stimmte der Weihbischof überein, dass das Mindestalter von 16 Jahren für Gruppenleiterinnen und -leiter sinnvoll ist. Das gelte auch für die anderen Jugendverbände. An dem Gespräch nahmen auch Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Markus W. Konrad sowie David Hüser, Referent für Ministrantenarbeit im BJA, teil.
Der Weihbischof dankte den Mitgliedern des Diözesanministrantenteams zudem für ihr Engagement für die Messdienerinnen und Messdiener in der Diözese Mainz. Dem Ministrantenteam gehören dreizehn junge Erwachsene aus dem Gebiet des Bistums Mainz an. Neben Fortbildungsangeboten für Gruppenleiter organisieren sie unter anderem den Diözesanministrantentag, das Stadtspiel „Frankfurt Yard" und die Romwallfahrt der Ministranten; darüber hinaus sorgt das Team für Vernetzung und Kontaktarbeit auf Bistumsebene. Zudem gibt das Diözesanministrantenteam den alle zwei Monate erscheinenden Newsletter „Minimail" heraus, den rund 950 Personen abonniert haben. Die „Minimail" enthält unter anderem Beispiele für die inhaltliche Gestaltung einer Gruppenstunde, aber auch Spielideen oder Literaturtipps. Dazu stellt sich in jeder „Minimail" eine Ministrantengruppe aus der Diözese vor.
am (MBN)
Anzahl der ungetauften Kinder ist eine pastorale Herausforderung
Schlusskonferenz der Visitation des Dekanates Bingen mit Weihbischof Guballa
Ockenheim. Weihbischof Werner Guballa bei der Schlusskonferenz der Visitation des Dekanates Bingen im Kloster Jakobsberg.
© Bistum Mainz / Blum
Ockenheim. Der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa hat die Tatsache, dass rund ein Drittel der Kinder in den Kindertagesstätten des Dekanates Bingen nicht getauft sind, als große Herausforderung für die Seelsorge bezeichnet. „Es gilt, sich diesem Trend anzunehmen und zu hinterfragen, woran das liegt. Daraus müssen dann Konzepte und Angebote entwickelt werden, mit denen man dieser Entwicklung entgegentreten kann", sagte der Weihbischof am Mittwoch, 10. Dezember, bei der Schlusskonferenz der Visitation des Dekanates Bingen im Kloster Jakobsberg. Guballa hatte das Dekanat seit dem 13. August visitiert.
Ein guter Ansatzpunkt liege bei den Eltern, die „meist religiösen Fragen offen, aber hilflos gegenüber stehen", sagte der Weihbischof. Die prinzipielle Offenheit der Eltern lasse sich daran ablesen, „dass sie bewusst katholische Kindertagesstätten aussuchen". Und weiter: „Die allerwenigsten lehnen die Institution Kirche grundsätzlich ab, wenn sie uns ihre Kinder anvertrauen. Somit sind eigentlich gute Voraussetzungen vorhanden, um einen pastoralen Ansatzpunkt zu finden und dem Trend der großen Zahl von Ungetauften entgegen zu wirken." Guballa regte außerdem an, die Zusammenarbeit zwischen den Kindertagesstätten und den Pfarreien noch stärker auszubauen und das gegenseitige Interesse an der jeweiligen Arbeit zu stärken. Als „Weg in die richtige Richtung" bezeichnete er die Beteiligung der Kindertagesstätten aus dem Dekanat am Qualitätsmanagement-Prozess des Bistums Mainz.
Die Jugendpastoral sei ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld, bei dem Handlungsbedarf bestehe, sagte der Weihbischof. Aktuelle Schwierigkeiten für die Jugendarbeit entstünden etwa durch die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre und den angestrebten Ganztagsunterricht. Durch die knapper werdende Freizeit gerate deshalb die kirchliche Jugendarbeit in noch größere Konkurrenz zu Angeboten etwa von Sport- oder Musikvereinen. Die Katholische Jugendzentrale sei eine gute Plattform, um Jugendliche anzusprechen. Wörtlich sagte Guballa: „Wenn es gelingt, Kinder durch die Angebote in den Kindergärten und -tagesstätten und den Erstkommunionunterricht wieder mehr Freude am Glauben zu vermitteln, so ist dies sicher auch ein guter Boden, auf dem sich zu späterer Zeit eine neu gestaltete Jugendarbeit gründen lässt. Und der Samen, der dort gesät wird, kann dann auch in der eigenen Gemeinde Früchte tragen."
Darüber hinaus regte Weihbischof Guballa an, „die größer werdende Gruppe sozial schwacher Menschen verstärkt in den Blick zu nehmen". Er erinnerte daran, dass der diakonische Auftrag eine der Grundsäulen der Kirche ist. „Um ein Konzept und die Angebote hierfür zu entwickeln und die Menschen auch zu erreichen, ist es notwendig, dass Caritasverband und Pfarrcaritas verstärkt zusammenarbeiten", betonte er. Guballa würdigte das Engagement des Dekanates bei der Landesgartenschau in Bingen als wichtigen Ansporn für das Dekanat. Dabei sei das Programm gemeinsam getragen worden, und dennoch habe sich jede Pfarrei oder Institution individuell einbringen können. „So gemeinsam Kirche zu sein, ohne seine eigene Identität aufzugeben und im Großen zu verschwimmen, kann Mut machen auch auf anderen Ebenen damit erfolgreich zu sein", sagte der Weihbischof auch mit Blick auf die Kooperation im Rahmen des Bistumsprozesses „Lebendige Gemeinden in erneuerten pastoralen Einheiten". In Vertretung des erkrankten Dekans Norbert Sittel hatte der stellvertretende Dekan des Dekanates Bingen, Pater Franziskus Köller OSB, die Hauptamtlichen begrüßt und das Treffen moderiert.
tob (MBN)
Kontakt zwischen Schule und Pfarreien pflegen
Schlusskonferenz der Visitation im Dekanat Rüsselsheim mit Weihbischof Neymeyr
Gernsheim. Der Mainzer Weihbischof, Dr. Ulrich Neymeyr, hat vorgeschlagen, die Firmpastoral in den Pfarrgemeinden stärker auf die Schule einzustellen. Er empfahl den Pfarreien, einen guten Kontakt zu den weiterführenden Schulen zu halten. Auch die Religionslehrerinnen und -lehrer sollten in Verbindung mit den Pfarrgemeinden stehen. Dort, wo zwischen Pfarrgemeinden und weiterführenden Schulen ein guter persönlicher Kontakt bestehe, steige auch die Zahl der Firmbewerber deutlich an, sagte der Weihbischof. „Wir erreichen die katholischen Jugendlichen über den Religionsunterricht, nur drei Prozent von ihnen melden sich vom Religionsunterricht ab. Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen", hob er hervor. Vor diesem Hintergrund schlug Neymeyr ein einheitliches Firmalter vor: Die Firmvorbereitung sollte in den Jahrgangsstufen der Klasse neun beginnen, die Zeit nach den Sommerferien als Werbung für die Firmvorbereitung genutzt werden. Dies sei eine „attraktive Aufgabe". Zudem empfahl Neymeyr die Mindestgröße von 25 Teilnehmern bei einem Firmkurs. Darüber hinaus schlug er einen dekanatsübergreifenden Firmkurs für Erwachsene vor.
Der Weihbischof äußerte sich anlässlich der Schlusskonferenz der Visitation im katholischen Dekanat Rüsselsheim am Mittwoch, 10. Dezember, im Jugendhaus Maria Einsiedel bei Gernsheim. Neymeyr hatte vom 13. August bis 10. Dezember die Pfarreien und Einrichtungen des Dekanats sowie die Gemeinden anderer Muttersprache visitiert und unter anderem Einzelgespräche mit allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Außerdem fanden in fast allen Gemeinden Begegnungen mit Ehrenamtlichen statt. Im gesamten katholischen Dekanat Rüsselsheim, das die Kirchengemeinden, Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde im Landkreis Groß-Gerau umfasst, leben zurzeit rund 57.230 Katholiken, davon 9.900 Katholiken anderer Muttersprache.
Als eine weitere pastorale Herausforderung bezeichnete Neymeyr das Sakrament der Taufe. „Wir stehen vor der Aufgabe, den Menschen die Bedeutung der Taufe neu zu erläutern", sagte er, da diese den Menschen weitgehend unbekannt sei. Vor allem in den Städten entlang des Mains sei zu beobachten, dass es in den dortigen Grundschulen immer weniger getaufte Kinder gibt. Hinsichtlich der Kommunionkurse unterstrich der Weihbischof, dass sich das gemeindekatechetische Modell bewährt habe. Besonders in den Blick sollten die Katechetinnen und Katecheten genommen werden, sagte Neymeyr. „Sie haben nicht nur eine hohe Bereitschaft, sich auf den Kommunionkurs einzulassen, sondern auch ihren Glauben neu zu entdecken." Er bezeichnete die Arbeit mit den Katechetinnen und Katecheten als „große Frucht" der Kommunionkurse.
Der Weihbischof bat zudem die Priester des Dekanates, untereinander eine Rufbereitschaft zu koordinieren, damit möglichst immer - vor allem abends und an den Wochenenden - ein bis zwei Priester im Dekanat erreichbar seien. Zudem bezeichnete Neymeyr den Ort der Schlusskonferenz - Maria Einsiedel - als „geistiges Zentrum des Dekanates". „Dass dies im Dekanat Rüsselsheim gelebt werde, sei insbesondere an der Dekanatswallfahrt deutlich geworden", sagte er.
am (MBN)
Einsatz für den Frieden
Pfadfinder überreichten Friedenslicht an Ministerpräsident Kurt Beck
Mainz, 15.12.2008: Übergabe des Friedenslichtes an Ministerpräsident Kurt Beck (r.)
© Bistum Mainz / Matschak
Mainz. Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Bistum Mainz haben am Montag, 15. Dezember, das „Friedenslicht aus Bethlehem" an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck übergeben. Der Ministerpräsident dankte den Kindern und Jugendlichen dafür, dass sie sich an der Aktion beteiligen. „Mit Eurem Licht zeigt Ihr allen Menschen, wie wichtig es ist, sich für den Frieden einzusetzen", sagte Beck. Bei der Übergabe in der Mainzer Staatskanzlei betonte Christian Stamm, Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bistum Mainz, dass „die Pfadfinder alle Menschen guten Willens dazu einladen, durch die Übergabe des Lichtes auf andere Menschen zuzugehen und selbst Friedenszeichen zu setzen".
Das Friedenslicht, das in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und anschließend nach Wien transportiert wurde, ist am Sonntag, 14. Dezember, von sechs Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus der Diözese nach Mainz geholt und bei einer zentralen Aussendungsfeier im Mainzer Dom mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Bischofsvikar für Jugendseelsorge, und Diözesanjugendseelsorger Markus W. Konrad an knapp 1.000 Besucher weitergegeben worden. Die diesjährige Aktion steht unter der Überschrift „Setze Zeichen des Friedens".
Nach der Aussendungsfeier luden die Veranstalter zu einer Mitbringaktion ein: Die Teilnehmer sollten gut erhaltene, gebrauchte warme Kleidung (Socken, Unterwäsche, Handschuhe, Jacken, Mützen usw.) sowie Schlafsäcke, Decken und Isomatten mitbringen, die nach dem Gottesdienst eingesammelt wurden. Die gesammelten Gegenstände übergeben die Pfadfinder am Donnerstag, 18. Dezember, zwischen 10.00 und 11.00 Uhr in der Darmstädter Teestube „Konkret" (Alicenstraße 29) an wohnungslose Menschen.
Hintergrund: Aktion Friedenslicht aus Bethlehem
Seit 1994 beteiligen sich die Pfadfinder an der Aktion Friedenslicht, die ursprünglich auf eine österreichische Initiative zurückgeht. In der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem wird das Licht entzündet und anschließend nach Wien transportiert, von wo aus es in ganz Europa verteilt wird. Am 14. Dezember finden in über 30 deutschen Städten zentrale Aussendungsfeiern statt.
Hinweis: Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, erhält am Freitag, 19. Dezember, um 17.00 Uhr im Bischofshaus in Mainz das Friedenslicht aus Bethlehem (Achtung: Terminänderung!)
am (MBN)
weihnachtsgottesdienste.de
Online-Dienst gibt Auskunft über Gottesdienste während der Weihnachtsfeiertage
Bonn. Über mehr als 45.000 Weihnachtsgottesdienste, Christmetten oder Krippenspiele konnten sich Nutzer des ökumenischen Online-Dienstes www.weihnachtsgottes-dienste.de im vergangenen Jahr informieren. Auch in diesem Jahr bieten die katholische und die evangelische Kirche wieder Hilfe bei der Suche nach Ort und Zeit der vielfältigen Angebote katholischer Pfarrgemeinden und evangelischer Kirchengemeinden an. Zahlreiche Kirchengemeinden und Einrichtungen beider Konfessionen haben ihre Messfeiern, Gottesdienste und Veranstaltungen zwischen Heiligabend und dem 6. Januar bereits wieder unter www.weihnachtsgottesdienste.de eingetragen. Die Suche läuft per Postleitzahl oder Ortsnamen.
am (MBN)
„Dank und Anerkennung des Bistums Mainz" für Dr. Hartmut Lücke
Auszeichnung für langjähriges ehrenamtliches Engagement an der Willigis-Schule
Mainz. Am Montag, 8. Dezember, hat Dr. Hartmut Lücke die Auszeichnung „Dank und Anerkennung des Bistums Mainz" erhalten. Die Dezernentin für Schulen und Hochschulen, Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, überreichte dem promovierten Geographen die Auszeichnung am Schulfeiertag von Willigis-Gymnasium und Willigis-Realschule für sein über 25-jähriges Engagement zugunsten dieser beiden Schulen. In der Urkunde hebt der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, die zahlreichen Aktivitäten des Geehrten hervor: „Mit Ihrem Engagement und Ihrem Sachverstand waren Sie den Gremien all die Jahre eine unermüdliche Triebfeder und ein wertvoller Berater."
Begonnen hatte Dr. Lücke seine ehrenamtliche Arbeit an den Willigis-Schulen als Klassenelternsprecher in den Jahren 1982 und 1983. Dann war er Mitglied im Schulelternbeirat und bereits 1985 wurde er für drei Jahre Schulelternsprecher des Willigis-Gymnasiums. Von 1988 bis 2008 setzte sich Lücke als Vorsitzender des „Vereins der Freunde" für den Ausbau des Willigis-Fördervereins ein. In dieser Zeit warb der Verein rund anderthalb Millionen Euro ein, die der besseren Ausstattung der Schule, der Förderung der Fachschaften sowie der Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler zugute kamen.
Als größte Förderprojekte des „Vereins der Freunde" gelten der Bau der Sporthalle und die Installation eines internen EDV-Netzwerks mit Internetzugängen als Grundlage für von Schülern zu nutzende Lernplattformen. Im Jahr 2000 gehörte Lücke außerdem zu den Gründern der Willigis-Stiftung und ist Beiratsmitglied. Schulleiter Dr. Norbert Hämmerer hatte zu Ehren des aus seinen Ämtern ausscheidenden Fördervereinsvorsitzenden ein kleines Konzert des Willigis-Symphonieorchesters organisiert. Gleichzeitig begrüßte er Dorothea Spengler als Nachfolgerin von Lücke an der Spitze des „Vereins der Freunde" und wünschte ihr ein segensreiches Wirken.
tob (MBN)
Förderpreis des forum sociale vergeben
Auszeichnung für Diplomarbeit von Thomas Johannsen von der KFH
Mainz. Die Hochschulgesellschaft forum sociale Mainz e. V. hat mit ihrem diesjährigen Förderpreis die Diplomarbeit von Thomas Johannsen an der Katholischen Fachhochschule (KFH) Mainz ausgezeichnet. Der Diplom-Religionspädagoge (FH) erhielt die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Arbeit „Nietzsche und der ‚Tod Gottes'. Die ungeheure Botschaft eines tollen Menschen". Der Preis wurde am Montag, 15. Dezember, im Rahmen einer Feierstunde von Staatssekretär a.D. Heinz F. Benner, dem Vorsitzenden der Hochschulgesellschaft forum sociale, in der KFH übergeben. Preise der Anerkennung für ihre Diplomarbeiten erhielten Melanie Junk („Soziale Arbeit und Spiritualität. Möglichkeiten und Grenzen von Spiritualität in der professionellen Sozialen Arbeit des 21. Jahrhunderts") und Jessica Nowak („Die Interpretation der Heilungswunder Jesu - aufgezeigt am Beispiel der blutflüssigen Frau").
tob (MBN)
Projekte gesucht
Aus dem Bistum Mainz beteiligen sich bisher 120 Gruppen an der 72-Stunden-Aktion
Mainz. Für die Sozialaktion „72 Stunden - Uns schickt der Himmel", die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) 2009 in Deutschland durchführen wird, werden noch gemeinnützige soziale, ökologische oder interkulturelle Aufgaben gesucht. Die 72-Stunden-Aktion ist die Sozialaktion des BDKJ in Deutschland, die vom 7. bis 10. Mai 2009 in sieben Bundesländern, 14 Diözesen und mit einer erwarteten Beteiligung von rund 100.000 Kindern und Jugendlichen stattfinden wird. Aus dem Bistum Mainz haben sich bisher 120 katholische Jugendgruppen angemeldet.
Im Rahmen der Aktion sollen die angemeldeten Aktionsgruppen innerhalb von 72 Stunden eine ihnen zugewiesene Aufgabe lösen. „Die Projekte werden auf die Talente und Interessen der Jugendlichen maßgeschneidert angepasst", erklärt Bianka Mohr, Diözesanvorsitzende des BDKJ im Bistum Mainz. Ziel der Aktion ist es unter anderem, das soziale Engagement der kirchlichen Jugendarbeit, aber auch die Schicksale von gesellschaftlich benachteiligten Menschen ins Rampenlicht zu rücken. Welche Projekte zu meistern sind, erfahren die einzelnen Aktionsgruppen erst mit dem Startschuss am 7. Mai 2009 um 17.07 Uhr.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) tritt als Hauptsponsor der Aktion auf, weitere Sponsoren sind die Handelsorganisation Gepa und die Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge. In der Diözese Mainz wird die Aktion von Caritas und der Stiftung JugendRaum unterstützt. Der Radiosender SWR 3 begleitet die 72-Stunden-Aktion in Rheinland-Pfalz als Medienpartner, der Sender HR 3 in Hessen.
Hinweis: Interessierte Projektpartner können ihre Vorschläge beim jeweiligen Koordinierungskreis anmelden. Weitere Informationen unter www.72stunden.de oder bei Bianka Mohr, BDKJ-Diözesanvorsitzende im Bistum Mainz, Tel. 06131/253-615, E-Mail: bianka.mohr@bistum-mainz.de
am (MBN)
Programm der Männerseelsorge erschienen
Schwerpunktthema „Väterlichkeit" für 2009 und 2010
Mainz. Mit neuem Layout präsentiert sich das gerade erschienene Programm „Männer in Aktion" der Männerseelsorge im Bistum Mainz. Schwerpunktthema für die Jahre 2009 und 2010 werde das Thema „Väterlichkeit" sein, sagt der Männerreferent des Bistums Mainz, Hubert Frank. „Wir wollen bei den Veranstaltungen dazu den Begriff ‚Väterlichkeit' positiv füllen und damit eine Diskussion anstoßen", erklärt Frank. Es gebe auch Überlegungen, im kommenden Jahr dazu eine Ausstellung zu konzipieren.
Neben zahlreichen bewährten Angeboten ist ein Wochenende in Ilbenstadt zum „Bogenbau für Väter und Söhne" (4.-6. September 2009) neu mit ins Programm aufgenommen worden. Mit dem Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand befasst sich eine Veranstaltungsreihe, die an sechs Abenden im Erbacher Hof in Mainz stattfindet (Beginn: 20. Januar 2009). „Führen mit Maß" ist ein Impulswochenende für Männer in Leitungsfunktionen überschrieben, das die Männerseelsorge im Haus am Maiberg in Heppenheim anbietet (18. bis 20. September 2009). Außerdem gibt es im kommenden Jahr eine regelmäßige Trainingsgruppe für Männer, die sich beruflich oder ehrenamtlich in der Männerarbeit engagieren möchten. Ein erstes Informationstreffen findet am 5. Dezember 2009 im Erbacher Hof in Mainz statt.
Hinweis: Bischöfliches Ordinariat, Büro Männerseelsorge, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-257, Fax: 06131/253-586, E-Mail: maennerseelsorge@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/maennerseelsorge
tob (MBN)
Vorschau
Gottesdienste im Mainzer Dom
Kardinal Karl Lehmann zelebriert Pontifikalamt am 1. Weihnachtsfeiertag
Mainz. Die Christmette am Mittwoch, 24. Dezember, um 17.00 Uhr zelebriert in diesem Jahr Weihbischof Dr. Werner Guballa. Konzelebranten sind Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und Domkapitular Prälat Dr. Peter Hilger. An der Christmette nehmen auch Kardinal Karl Lehmann, Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr sowie die Mitglieder des Domkapitels teil. Bereits um 16.15 Uhr beginnt das Advents- und Weihnachtsliedersingen vor der Christmette mit dem Mainzer Domchor und dem Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft und Domkantor Karsten Storck. An der Orgel spielt Domorganist Albert Schönberger.
Am Donnerstag, 25. Dezember, um 10.00 Uhr zelebriert Kardinal Karl Lehmann das Pontifikalamt zum Hochfest der Geburt des Herrn. Konzelebranten sind die Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr sowie die Mitglieder des Domkapitels. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet durch den Mainzer Domchor und die Mainzer Dombläser unter Leitung von Domkapellmeister Breitschaft und Domorganist Schönberger an der Orgel. Nach dem Gottesdienst wird Schönberger auch in diesem Jahr wieder für etwa eine halbe Stunde Orgelimprovisationen spielen. Schönberger, der seit 1985 als Domorganist in Mainz tätig ist, pflegt seither die Tradition, den Gang der Gottesdienstbesucher zur Krippe nach der Messe musikalisch zu begleiten. Bereits um 9.30 Uhr wird im Westchor des Doms die Terz gebetet. Um 15.00 Uhr findet die Pontifikalvesper mit Kardinal Lehmann statt. Teilnehmer der Pontifikalvesper sind die Weihbischöfe Guballa und Neymeyr sowie das Domkapitel.
Am zweiten Weihnachtstag, dem Fest des heiligen Stephanus, Freitag, 26. Dezember, feiert die Domgemeinde um 10.00 Uhr das Stiftsamt. Zelebrant ist Domdekan Heckwolf, Konzelebranten sind Dompräbendat Dr. Klaus-Leo Klein und Dompräbendat em. David Nikolaus Becker. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Domkantorei St. Martin und von Domorganist Schönberger gestaltet. Der heilige Stephanus ist der zweite Patron des Mainzer Domes.
Gottesdienst zum Jahresschluss mit Kardinal Lehmann
Dem Gottesdienst zum Jahresschluss am Mittwoch, 31. Dezember, um 17.00 Uhr steht Kardinal Karl Lehmann vor. Assistenten sind Domdekan Heinz Heckwolf und Dompfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert; am Gottesdienst nehmen auch die Weihbischöfe Guballa und Neymeyr sowie Mitglieder des Domkapitels teil. Musikalisch wird der Gottesdienst durch den Mainzer Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Breitschaft gestaltet. An der Orgel spielt Domorganist Schönberger. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht ein Rückblick auf das Jahr 2008; die Feier schließt mit sakramentalem Segen und Te Deum.
Ab 19.00 Uhr beginnt die Veranstaltung „Offener Dom an Silvester 2008", die gemeinsam vom Bischöflichen Domkapitel, vom Katholischen Dekanat Mainz-Stadt und dem Evangelischen Dekanat Mainz gestaltet wird. Zu jeder vollen Stunde findet ein „Impuls mit Text und Musik" statt; für die musikalische Gestaltung ist Domorganist Schönberger und Winfried Späth, Panflöte, verantwortlich. Die Texte sprechen: Domkapitular Jürgen Nabbefeld und Dekan Jens Böhm, Evangelisches Dekanat Mainz (19.00 Uhr); Pfarrer P. Josef Kemper, katholische Pfarrgemeinde St. Peter (20.00 Uhr); Dekan Markus Kölzer, katholisches Dekanat Mainz-Stadt, und Pfarrer Michael Baunacke, Katholische Cityseelsorge (21.00 Uhr); Pfarrerin Isabel Hartmann, Evangelische Stadtkirchenarbeit (22.00 Uhr); Pfarrerin Dr. Bettina Opitz-Chen, Evangelische St. Johannes-Gemeinde (23.00 Uhr); um 23.45 Uhr findet ein feierlicher Abschluss mit Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und Pfarrer Rainer Beier von der Evangelische Stadtkirchenarbeit statt.
Am Dienstag, 6. Januar 2009, um 9.00 Uhr zelebriert Kardinal Lehmann das Pontifikalamt zum Hochfest Erscheinung des Herrn. Konzelebranten sind die Weihbischöfe Guballa und Neymeyr sowie die Mitglieder des Domkapitels. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet durch einen Chor des Bischöflichen Ordinariates unter Leitung von Diözesan-Kirchenmusikdirektor Thomas Drescher und durch Domorganist Albert Schönberger an der Orgel.
am (MBN)
Domkonzert mit „Paulus"-Oratorium (21.12.)
Auftakt zur Gesamtaufführung der kirchenmusikalischen Werke Mendelssohn Bartholdys
Mainz. Am Sonntag, vierten Advent, 21. Dezember, findet um 17.00 Uhr im Mainzer Dom das traditionelle Adventskonzert der Chöre am Mainzer Dom statt. Auf dem Programm steht das Oratorium „Paulus" von Felix Mendelssohn Bartholdy für Soli, Chor und Orchester. Es musizieren die Domkantorei St. Martin, die Männerstimmen des Mainzer Domchores, das Vokalensemble des Mädchenchores am Dom und St. Quintin, die Solisten Katja Bördner (Sopran), Diana Schmid (Alt), Thomas Dewald (Tenor), Johannes Kösters (Bariton) sowie das erweiterte Mainzer Kammerorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft.
Mit der Aufführung wolle man einen musikalischen Akzent in dem von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Paulusjahr 2008/2009 setzen, sagte Breitschaft. Zudem sei anlässlich des 200. Geburtstages von Mendelssohn Bartholdy im kommenden Jahr geplant, dessen gesamtes kirchenmusikalisches Werk im Mainzer Dom aufzuführen - das Konzert am 21.12. mit dem „Paulus"-Oartorium sei der Auftakt dazu. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.
am (MBN)
Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst für Trauernde (21.12.)
Evangelische und katholische Gemeinden in der Wetterau laden ein
Ranstadt. Am Sonntag, 21. Dezember, findet um 15.00 Uhr ein Weihnachtsgottesdienst für Trauernde in der katholischen Kirche St. Anna in Ranstadt, Wetteraustr. 11, statt. Dieser Weihnachtsgottesdienst in der Adventszeit wendet sich an trauernde Eltern bzw. trauernde Partnerinnen und Partner. Ebenso willkommen sind alle Angehörigen und Menschen, die sich den Trauernden verbunden fühlen. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht Gelegenheit zum Austausch im Gemeindesaal. Die Idee zu diesem Gottesdienst entstand in Zusammenarbeit trauernder Eltern mit den katholischen und evangelischen Pfarrern in Ranstadt.
Hinweis: Weitere Informationen auch im Internet unter www.trauerbegleitung-wetterau.de
am (MBN)
Benefizspiel zu Gunsten des Mainzer Doms (22.1.2009)
FC Bayern München und der 1. FSV Mainz 05 bestreiten Testspiel vor Rückrundenstart
Mainz. Am Donnerstag, 22. Januar 2009, bestreiten der Deutsche Rekordmeister FC Bayern München und der 1. FSV Mainz 05 ein Testspiel im Mainzer Bruchwegstadion. Das hat Mainz 05 am Freitag, 12. Dezember, in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Die Partie wird im Vorfeld des Domjubiläums „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom", das am 1. Februar eröffnet wird, als Benefizspiel zu Gunsten des Doms ausgetragen,. Ein erheblicher Anteil der Erlöse aus der Partie wird nach Angaben von Mainz 05 der „Stiftung Hoher Dom zu Mainz" zugute kommen. Anpfiff der Partie ist um 20.15 Uhr. Das Spiel wird vom SWR-Fernsehen live übertragen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir uns mit diesem Testspiel zu Beginn des Jubiläumsjahres des Mainzer Doms für das Wahrzeichen unserer Stadt engagieren können", sagte der Präsident von Mainz 05, Harald Strutz. „Unser Dank gilt auch dem FC Bayern München, der sich als Partner für diese Partie bereitstellt. Für unsere Fans ist dieses Testspiel darüber hinaus eine tolle Einstimmung auf die Rückrunde."
Der Kartenvorverkauf des 1. FSV Mainz 05 für das Spiel hat am Dienstag, 16. Dezember, an der Hauptkasse des Bruchwegstadions und im Internet unter www.mainz05.de begonnen. Der Vorverkauf startet mit einem Vorkaufsrecht für die 9.600 Vereinsmitglieder von Mainz 05. Pro Mitgliedsausweis können die Mainzer Fans zwei Eintrittskarten erwerben. Über den Start des freien Kartenvorverkaufs wird abhängig von der Verfügbarkeit der Tickets zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, teilte Mainz 05 mit. Die Eintrittspreise entsprechen den Ticketpreisen der Zweitliga-Heimspiele. Stehplatztickets kosten 10,50 Euro (ermäßigt 8,50 und 7,50 Euro), die Sitzplatzkarten (ohne Ermäßigung bzw. Sichtbehinderung) zwischen 18 und 33 Euro.
tob (MBN)
Personalien
70 Jahre Priester (6.1.2009)
Zwei Priester aus dem Bistum feiern Jubiläum
Mainz. Geistlicher Rat Pfarrer i.R. Wilhelm Friedrich und Monsignore Pfarrer i.R. Josef Manefeld begehen am Dienstag, 6. Januar 2009, die 70. Wiederkehr ihrer Priesterweihe: Beide wurden am 6. Januar 1939 im Mainzer Dom durch Bischof Albert Stohr zu Priestern geweiht. Pfarrer Friedrich feiert sein Jubiläum am Dienstag, 6. Januar 2009, um 15.30 Uhr mit einer Vesper in Lampertheim-Mariä Verkündigung, an der Generalvikar Dietmar Giebelmann teilnehmen wird. Zur Gottesdienstfeier am 6. Januar in Mainz-St. Jakobus mit Pfarrer Manefeld wird Weihbischof Dr. Werner Guballa kommen.
Wilhelm Friedrich wurde am 22. März 1912 in Bürstadt geboren. Nach dem Theologiestudium in Mainz wurde er am 6. Januar 1939 im Mainzer Dom durch Bischof Dr. Albert Stohr zum Priester geweiht. Nach einem Jahr als Kaplan in Heppenheim-St. Peter wurde er 1940 als Pfarrer zum Militär einberufen. Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft am Silvestertag 1949 trat er eine Kaplansstelle in Lampertheim-St. Andreas an. Zum 1. Januar 1953 wurde er der erste Pfarrer der damals neu gegründeten Pfarrgemeinde Mariä Verkündigung. Diese leitete er bis zu seinem Ruhestand im Juli 1983. Im Jahr 1979 wurde er für seine Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Lampertheim ernannt, ein Jahr später wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Friedrich lebt heute in Lampertheim.
Josef Manefeld wurde 1915 in Mainz geboren, trat nach seinem Abitur 1933 in das Mainzer Priesterseminar ein und wurde am 6. Januar 1939 vom damaligen Mainzer Bischof Albert Stohr im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Rottweil am Neckar wurde Manefeld 1941 zum Wehrdienst eingezogen; von 1943 bis 1948 war er in Kriegsgefangenschaft. 1948 bis 1951 war Manefeld Kaplan in Mainz, St. Stephan, und arbeitete von 1951 bis 1959 als Religionslehrer an den Berufsschulen Mainz und an der Mainzer Maria Ward-Schule. Von 1959 bis 1984 wirkte Manefeld als Seelsorger in Mainz-Hechtsheim, 1967 wurde er zum Dekan für Mainz-Land berufen, 1973 bis 1980 war er Dekan des früheren Dekanates Mainz II. 1978 zum Monsignore ernannt, trat Manefeld 1984 in den Ruhestand; er lebt in Mainz.
am (MBN)
Publikationen
Dombauverein strebt Zahl von 3.000 Mitgliedern an
Die „Domblätter 10/2008" sind erschienen / Vorstellung der neuen Dombauhütte
Mainz. Der Mainzer Dombauverein hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren die Zahl von 3.000 Mitgliedern zu erreichen. Das schreibt der Vorsitzende des Dombauvereins, Rainer Laub, in den soeben erschienen „Domblätter 10/2008" in seinem „Brief an die Mitglieder des Dombauvereins": „Der Dombauverein will die Zustimmung von breiten Bevölkerungsschichten und so hoffen wir, in drei Jahren die Marke von 3.000 Mitgliedern ansteuern zu können." Weiter betont Laub, dass sich die Idee von Anton Issel, einen Dombauverein zu gründen, „mehr als bewährt" habe: „Eine Menge Geld konnte für den Dom bereitgestellt werden und ein Hauptziel des neuen Vorstandes ist es, besonders in schwierigen Zeiten die Spendenfreudigkeit auf breite Schultern zu legen. Darunter ist zu verstehen, dass uns die kleine Einzelspende genauso willkommen ist, wie das Engagement großer Sponsoren."
Kotzur über das Farbkonzept für die Bischofsgruft
Allein drei Beiträge für die „Domblätter" stammen aus der Feder von Dr. Hans-Jürgen Kotzur, Domkonservator und Direktor des Dom- und Diözesanmuseums. In seinem Text „Ein kleines (Raum-)wunder. Neue Dombauhütte und Lapidarium" schreibt Kotzur über die Einrichtung eines neuen Lapidariums (Steinsammlung) und damit verbundenen Neubaus der Dombauhütte: „Immer wieder hatte die Kirchliche Denkmalpflege die Einrichtung eines domeigenen Lapidariums angemahnt. Denn im Zuge der laufenden Domsanierung mussten viele Bauplastiken am Außenbau aufgrund ihres schlechten Erhaltungszustandes kopiert werden, und es stellte sich alsbald die Frage, wo die Originale künftig aufbewahrt werden sollten." Die neue Anlage füge sich nun „in idealer Weise" in die bestehende Hofsituation der Dombauhütte ein und gewährleiste eine optimale Raumnutzung und Funktionalität. Eingeweiht wurden Dombauhütte und Lapidarium am 12. September 2008 vom Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, und zwei Tage später - am „Tag des offenen Denkmals" - der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Geschichte der Bischofsgruft im Mainzer Dom - sie ist unter dem Westchor gelegen - thematisiert Kotzur in seinem Artikel „Würdevoll statt trostlos. Neues Farbkonzept für die Bischofsgruft". In seinem Text stellt Kotzur die vorgesehene Neugestaltung der Grablege dar. In dessen Rahmen sollen unter anderem die acht Säulen der Gruft in malachitgrün oder lapislazuliblau neu marmoriert und poliert werden; außerdem wird der Fußboden mit kleinformatigen roten Tonfliesen belegt. „Die Bischofsgruft wird nach der Umsetzung des neuen Gestaltungskonzeptes wesentlich feierlicher und freundlicher wirken, sich zugleich aber, ihrer Bedeutung entsprechend als Meditationsraum und Stätte der Erinnerung, würdevoller und einladender präsentieren." Darüber hinaus stellt Kotzur in seinem dritten Text „Altes Gitter - Neues Gitter" Ideen und Überlegungen zur Neuge-staltung des Gitters vor der Sakramentskapelle vor.
Geschichte der Nepomukbruderschaft
Zwei Beiträge zu den „Domblättern" hat der Direktor der Martinus-Bibliothek, Dr. Helmut Hinkel, beigesteuert. Ein Artikel thematisiert die „Geschichte der Nepomukbruderschaft in Mainz". Aufgrund der großen Verehrung des heiligen Nepomuk im 18. Jahrhundert - Hinkel bezeichnet ihn als „Modeheiligen" seiner Zeit - wurde in Mainz in den 1720er Jahren eine Nepomukbruderschaft gegründet, „ein Seelenbund zur Verehrung des böhmischen Heiligen". Die meisten Mitglieder gehörten der Mainzer Dompfarrei an, es waren Handwerker, Händler und Dienstleistende, niedrige Kleriker und einfache Beamte. Ergänzt wird der Artikel Hinkels durch einen Beitrag von Nicole Beyer über die Johannes Nepomuk-Skulptur im Mainzer Priesterseminar, die das Bruderschaftsbild der Mainzer Nepomukbruderschaft gewesen ist. In einem weiteren Artikel schreibt Hinkel über die Wiederentdeckung der damals zugemauerten „Paradiespforte" am Leichhofeingang des Mainzer Domes durch den Mainzer Domkapitular Friedrich Schneider vor mehr als einhundert Jahren.
„Alfred Delp - Rufer in der Wüste" - „Domliturgie aus 300 Jahren"
Weitere Themen der „Domblätter 10/2008" sind neben einem Beitrag von Weihbischof Dr. Werner Guballa zum Silbernen Bischofsjubiläum von Kardinal Karl Lehmann unter anderem eine Chronik der Ereignisse des Jahres 2008, ein Text von Domkapitular em. Ernst Kalb über „Alfred Delp - Rufer in der Wüste" sowie ein Aufsatz von Michael Bringmann über „Philipp Veits Wandgemälde im Dom". Gabriele Lambert stellt „Eine unbekannte Domansicht" vor, Dompfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert schreibt über
„Domliturgie aus 300 Jahren". Darüber hinaus erinnert Jürgen Strickstrock an den verstorbenen Mainzer Weihbischof Wolfgang Rolly, Manfred Stollenwerk an den verstorbenen Mainzer Dombaumeister Jakob Stockinger, und Helmuth Wirth an den verstorbenen Direktor des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums, Wilhelm Jung.
Die Publikation „Domblätter" ist die jährlich einmal erscheinende Zeitschrift des Mainzer Dombauvereins, die alle Mitglieder kostenlos erhalten. Redakteur der Domblätter ist der ehemalige Pressesprecher des Bistums Mainz (bis 2004), Jürgen Strickstrock.
Hinweis: Domblätter, Forum des Dombauvereins Mainz e.V., Nr. 10/2008. Redaktion: Jürgen Strickstrock. Gestaltung: Bonewitz Communication GmbH. Mainz 2008. 112 Seiten mit zahlreichen Farbbildern, 7,50 Euro. ISSN: 1439-4774, Internet: www.dombauverein-mainz.de oder www.bistum-mainz.de/infoladen
am (MBN)
Die Träger der Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz haben dem Landtag einen Gesetzentwurf zur Förderung der Erwachsenenbildung vorgelegt. Beteiligte Trägerorganisationen waren der Verband der Volkshochschulen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Landesarbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenenbildung, die evangelische Landesarbeitsgemeinschaft in Hessen und Nassau und die Arbeitsgemeinschaft der Bauernverbände. Wörtlich heißt es über die Zielsetzung der fünf Träger: „Sie gingen in einer gemeinsamen Entschließung dazu davon aus, dass eine breit angelegte Erwachsenenbildung in einer Zeit tiefgreifender Wandlungen auf nahezu allen Lebensgebieten, einer Zeit, in der niemand mehr mit dem in seiner Jugend für Beruf, Gesellschaft und Umwelt erlernten Wissen auskommt, immer mehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil des gesamten öffentlichen Bildungssystems werden muss."
In einem ausführlichen Beitrag wird für das „Freiwillige soziale Jahr für den Nächsten" geworben, das jeweils ab 1. April eines Jahres Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen sozialen Einsatz etwa in Krankenhäusern oder Kinder- und Altenheimen ermöglicht. Im Bistum Mainz hatten sich 1968 21 Frauen und zwei Männer beteiligt. Zu den Rahmenbedingungen heißt es: „Unterkunft und Verpflegung sind frei, Dienstkleidung wird gestellt. Die Sozialversicherung wird in der bisherigen Höhe weiterbezahlt. Die Helferinnen und Helfer haben geregelte Arbeitszeit und Urlaub nach den gesetzlichen Bestimmungen." Das monatliche Taschengeld für die Teilnehmer betrug 100 D-Mark.
Unter der Überschrift „Das Bild der Frau in Presse und Schrifttum - Gelenkte Meinungsbildung und Selbstdarstellung" wird über eine Tagung der Mainzer Diözesanstelle für Frauenseelsorge am 11. und 12. Januar 1969 in Bad Nauheim berichtet. „Aufschlussreiche Ergebnisse erbrachte eine umfassende, aufs beste fundierte Analyse ‚Das Bild der Frau in der modernen Presse', die Frau Christel Abts-Kröger, Düsseldorf, Chefredakteurin der Zeitschrift ‚Frau und Beruf' aus Düsseldorf ... vortrug", heißt es in den Mainzer Bistumsnachrichten. Den folgenden Artikel dokumentieren wir im Wortlaut:
„Die von den millionenstarken Illustriertenauflagen verbreiteten Klischeevorstellungen von keimfreien Mannequins, Stewardessen und Begleiterinnen, die der Filmwelt oder High Society entstammen, sind ebenso wirklichkeitsfremd wie stereotyp. Die normale Arbeitswelt und die intakte Familie bleiben ausgeklammert. An deren Stelle tritt eine vorgegaukelte, seelenlose und - gefragt oder auch ungefragt - aufgezwungene, ganz banale Illusion. Gewiss setzen international bekannte Tages- und Wochenzeitungen wie die Frankfurter Allgemeine, Welt, Süddeutsche, Zeit, Christ und Welt, Rheinischer Merkur, Publik und andere höher und wirklichkeitsnäher an. Zu bedenken bleibt jedoch bei deren geringerer Auflagenhöhe und trotz ihrer zweifellos starken Tiefenwirkung, wie ein pausenlos bearbeitetes, unkritisches Leserpublikum der Manipulation durch diese Massenorgane entrinnen soll.
Das Thema ‚Wie stellt sich die Frau in der heutigen Literatur selbst dar' - Referentin Dr. Adelheid Hang, Mainz - verwies auf die tiefe Gefährdung des Menschen in unserer Zeit, von der die Frau noch stärker als der Mann betroffen ist. Eine junge, bereits erfolgreiche Autorengeneration wurde kommentiert: Gabriele Wohmann, Ruth Rehmann, Barbara König, Ingeborg Bachmann. Das Selbstverständnis der beruflich immer mitverankerten Frau schwankt zwischen Unsicherheit, Unentschiedenheit, Fehlformen und Hybris und entspricht damit der Krisensituation der Epoche. Auffällig, dass bei den unsere Zeit charakterisierenden, seelischen Mangelerscheinungen eine unklare, quälende oder ausweglose Situation den größeren Prozentsatz der geschilderten Romanfiguren zu einem zufälligen, neugierigen oder erwartungsvollen Besuch in die Kirche treibt. Oder sie fühlen in einer Regung von Mitmenschlichkeit, dass aus einem nicht aufzuhaltenden Zusammenbruch eine ganz unerwartete neue Existenz erwächst. Dies sind Ansätze zu beginnender Stabilisierung, die künftig zu viel umfassenderen Leitbildern führen wird."
Mainzer Bistumsnachrichten vom 16. Januar 1969 (Nr. 1/1969)
Terminvorschau 2009 für das Bistum Mainz
Ein Blick ins Jahr 2009
Terminvorschau für das Bistum Mainz
Mainz. In dieser Vorschau für das Bistum Mainz sind ausgewählte Termine für das Jahr 2009 chronologisch zusammengestellt. Schwerpunkt werden im kommenden Jahr die zahlreichen Veranstaltungen zum Domjubiläum „1.000 Jahre Mainzer Willigis-Dom" sein, das am 1. Februar mit einem Festgottesdienst eröffnet wird. Die Übersicht (Stand: 17. Dezember 2008) erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Änderungen werden im ausführlichen Terminkalender der Pressestelle (www.bistum-mainz.de/presse in der Rubrik „Termine") veröffentlicht, der monatlich erscheint. Der aktuelle Stand der Planungen zum Domjubiläum wird im Internet auch auf der Seite www.mainzer-dom.de veröffentlicht.

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