Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 47, 19. Dezember 2007

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Berichte

Haushaltsplan erstmals über 300 Millionen Euro 
Neue Weihnachts-CD der Chöre am Mainzer Dom 
Kardinal Lehmann begrüßt Evangelisierungs-Schreiben 
Darmstädter Edith Stein-Schule gibt Musical-DVD heraus 
Friedenslicht aus Bethlehem in Mainz angekommen

Vorschau

Terminvorschau 2008 für das Bistum Mainz 
Rund 10.000 Sternsinger im Bistum Mainz unterwegs 
Weihnachtsgottesdienste im Radio (24.-26.12.)

Publikationen

Ausgabe 9/2007 der Domblätter erschienen 
Neues „Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte“

 

Berichte

Haushaltsgestaltung mit Augenmaß

Erstmals liegen Ausgaben und Einnahmen des Bistums Mainz über 300 Millionen Euro

Mainz. Bei der Sitzung des Diözesan-Kirchensteuerrates wurde am Samstag, 15. Dezember, ein ausgeglichener Haushaltsplan in Höhe von rund 308,8 Millionen Euro verabschiedet. Damit liegt der Haushaltsplan des Bistums Mainz erstmals über 300 Millionen Euro und um 8,8 Prozent über dem des Vorjahres (283,8 Millionen). Hauptgrund für die Steigerung sind Mehreinnahmen bei der Kirchensteuer von 20,4 Millionen Euro. Generalvikar Dietmar Giebelmann betonte, dass es nach wie vor notwendig sei, die Rücklagen weiter auszubauen. Etwa 15 Millionen der Mehreinnahmen werden der Beihilfesicherungsrücklage und der Bauerhaltungsrücklage des Bistums zugeführt. Für das kommende Jahr rechnet die Finanzverwaltung mit einem Anstieg der Kirchensteuer um 3,49 Prozent.

Die Mehreinnahmen seien dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen zwei Jahre zu verdanken, sagte Finanzdezernent Thomas Karst. Er gehe davon aus, dass auch im Jahr 2008 durch Wirtschaftswachstum und Rückgang der Arbeitslosigkeit die Einnahmen des Bistums steigen werden. Trotz der aktuellen Mehreinnahmen mahnte Karst auch künftig „eine Haushaltsgestaltung mit Augenmaß“ an. Wörtlich sagte er: „Mein Appell ist deshalb, dass wir uns durch konjunkturelle Verbesserungen, die uns heute ein Atemholen ermöglichen, nicht verleiten lassen, den schleichenden Prozess des mittel- bis langfristigen Rückgangs zu unterschätzen. Wir müssen wegen der demografischen Entwicklung dauerhaft mit einer fundamentalen Schwächung der kirchlichen Finanzkraft rechnen und uns diesem Faktum anpassen.“

Es werde nicht ausreichen, die Ausgaben stabil zu halten. „Sie müssen sinken und gleichzeitig - nach Möglichkeit - die Einnahmen jenseits der Kirchensteuer verbessert werden, um dem prognostizierten Rückgang der Kirchensteuer durch Bevölkerungsrückgang und damit Minderung der Kirchensteuerzahler zu begegnen und die Handlungsfähigkeit des Bistums langfristig zu bewahren“, sagte Karst. Er wies darauf hin, dass der Anteil der Kirchensteuer an den Gesamteinnahmen im kommenden Jahr von 59,8 Prozent auf 61,6 Prozent steigt und damit „die wichtigste und unverzichtbare Finanzierungsquelle“ bleibe. Der Stellenplan des Bistums weise eine leichte Zunahme von insgesamt sechs Stellen von 2.505 auf 2.511 ganze Stellen aus, sagte Karst.

Giebelmann: Wir investieren in die Jugend

Generalvikar Giebelmann, der auch Ökonom des Bistums Mainz ist, wies auf die Investitionen des kommenden Jahres hin: „Wir investieren in die Jugend und werden ein neues Jugendamt in Mainz errichten, weil das bisherige Gebäude marode ist. Dort werden wir fast drei Millionen Euro investieren.“ Außerdem unterstütze das Bistum Baumaßnahmen verschiedener Ordensgemeinschaften wie der Benediktinerinnen im Kloster Engelthal, der Benediktiner auf dem Jakobsberg, der Mainzer Karmeliter sowie der Mainzer Dominikaner. Baumaßnahmen stünden im kommenden Jahr unter anderem auch bei der Elisabeth von Thüringen-Schule und der Willigisschule in Mainz an.

Von den Mehreinnahmen profitieren werden auch die Pfarrgemeinden des Bistums. Für die Erhöhung der Punktquote bei den Zuweisungen an die Gemeinden von 185 Euro auf 190 Euro sind im Haushaltsplan 2008 500.000 Euro vorgesehen. Außerdem werden 500.000 Euro zusätzlich für ökologische Baumaßnahmen in den Pfarreien bereitgestellt. Zum Thema Kindertagesstätten sagte der Generalvikar: „Wir werden die Kindertagesstätten für Krippenplätze und für unter Dreijährige zukunftssicher machen. Wir tun das ideologielos, aber im Wissen, dass wir die Familien fördern müssen. Wir wollen uns nicht nur entrüsten gegenüber denen, die die Erziehung der Kinder nicht schaffen, sondern ganz konkret Hilfe leisten.“

Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hatte nicht an der Sitzung teilgenommen. Generalvikar Giebelmann wies darauf hin, dass Lehmann sich am vergangenen Montag (10. Dezember) wegen Herzrhythmusstörungen zur Beobachtung in ein Krankenhaus begeben hatte. Am Freitag (14. Dezember) hatte er die Klinik wieder verlassen und tritt jetzt eine mehrwöchige Kur an. Geleitet wurde die Sitzung vom Geschäftsführenden Vorsitzenden des Kirchensteuerrates, Dr. Volker Kurz.

tob (MBN)

 

Festliche Weihnachtsmusik aus dem Mainzer Dom

Neue Weihnachts-CD der Chöre am Mainzer Dom erschienen

Mainz, 12.12.2007: Stellten die neue Weihnachts-CD der Chöre am Mainzer Dom vor: (v.l.) Domdekan Heinz Heckwolf, Martina Sommer, Geschäftsführerin der Domchöre, und Domkapellmeister Mathias Breitschaft.

Mainz. Unter dem Titel „Festliche Weihnachtsmusik aus dem Mainzer Dom“ ist jetzt die neue Weihnachts-CD der Chöre am Mainzer Dom erschienen. Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft stellten die CD am Mittwoch, 12. Dezember, vor Journalisten vor. Die CD, die in einer Auflage von 2.000 Exemplaren erscheint, enthält Mitschnitte aus den Domkonzerten der Jahre 2002 bis 2006, und zwar aus der „Weihnachtshistorie“ von Heinrich Schütz, dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel, der „h-Moll-Messe“ von Johann Sebastian Bach, dem „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns, der „Messe in Es-Dur“ von Franz Schubert sowie aus der Kantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Es ist die fünfte Weihnachts-CD der Mainzer Domchöre.

Weihnachtskonzert im Mainzer Dom (23.12.)

Am vierten Advent, 23. Dezember, findet das traditionelle Weihnachtskonzert der Chöre am Mainzer Dom statt. Auf dem Programm steht das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach: Um 17.00 Uhr erklingen die Kantaten eins bis drei, um 19.30 Uhr die Kantaten vier bis sechs. Neben dem Mainzer Domchor und der Domkantorei St. Martin musizieren Mechthild Bach (Sopran), Betsy Horne (Alt), Gerd Türk (Tenor) und Thilo Dahlmann (Bass) sowie das Mainzer Kammerorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Hinweis: Die Weihnachts-CD ist zum Preis von 15 Euro unter anderem bei der Dominformation, Markt 10, und beim Infoladen des Bistums, Heiliggrabgasse 8, erhältlich.

am (MBN)

 

„Appell für eine glaubwürdige Evangelisierung in der Welt von heute“

Erklärung von Kardinal Lehmann zum Evangelisierungs-Schreiben der Glaubenskongregation

Bonn/Mainz. Am Freitag, 14. Dezember, ist im Vatikan von der Kongregation für die Glaubenslehre eine „Lehrmäßige Note zu einigen Aspekten der Evangelisierung“ vorgestellt worden. Der Mainzer Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat das Schreiben in einer am gleichen Tag veröffentlichten Erklärung gewürdigt. Im Folgenden dokumentieren wir den Text von Kardinal Lehmann im Wortlaut:

Heute wurde in Rom die „Lehrmäßige Note zu einigen Aspekten der Evangelisierung“ vorgestellt, mit der die Kongregation für die Glaubenslehre an grundlegende Prinzipien der Verkündigung des Evangeliums erinnert. Das Dokument ist ein ermutigender Appell für eine glaubwürdige Evangelisierung in der Welt von heute. Der Text umfasst in der deutschen Veröffentlichung 24 Druckseiten und ist in fünf Kapitel mit insgesamt 13 Artikeln gegliedert.

Nach dem Missionsdekret des Zweiten Vatikanischen Konzils und der entsprechenden Enzyklika von Johannes Paul II. „Redemptoris missio“ aus dem Jahr 1990 sowie einigen wichtigen Verlautbarungen der zuständigen Kongregationen, z. B. über Mission, Verkündigung und Dialog, legt die Glaubenskongregation nun eine mehr auf die Lehre konzentrierte Note vor. Diese bringt nicht die ganze Thematik der Evangelisierung, sondern grundlegende theologische Voraussetzungen zur Sprache. Es geht in der Erklärung vor allem um die Wiedergewinnung eines authentischen Missionsgedankens, der vor allem in der westlichen Welt aus vielen Gründen in eine Krise kam: Individualisierung und Säkularisierung, Beliebigkeit der Heilswege und Heilsmöglichkeiten für die Menschen, Verdacht der Mission auf Indoktrination, gewiss auch Ungeschicklichkeiten und einzelne Missgriffe in der Missionsgeschichte.

Im Zentrum der Note steht die Vereinbarkeit von Freiheit und Wahrheit. Ein Missverhältnis zwischen beidem hat oft die Annahme von Mission überhaupt verhindert. Die Erklärung zeigt, dass beides sich nicht ausschließt, besonders wenn man das Verständnis des Glaubens auf die ganze Person richtet. Die Sendung der Kirche darf nicht verkürzt werden auf Ethik und Sozialarbeit, so wichtig diese auch sind. Es geht um das reale Heil und die Bedingungen, es zu gewinnen, für alle Menschen. In dieser Mission hat die Kirche weltweit einen unersetzlichen Platz. Kirche und Mission, aber auch die missionarische Bereitschaft des einzelnen Christen stehen in einem engsten Zusammenhang. Die Heilsmöglichkeit für alle Menschen darf nicht gegen den Missionsauftrag der Kirche gestellt werden. So versucht die Note in einem Zeitalter des „Relativismus“, den auch Papst Benedikt XVI. immer wieder hervorhebt und kritisiert, den Gedanken der Mission in seinem Rang hervorzuheben. Gerade die westliche Welt ist in dieser Hinsicht oft durch Missionskritik und Missionsmüdigkeit gelähmt.

In diesem Sinne begrüßt die Deutsche Bischofskonferenz die „Lehrmäßige Note“ der Glaubenskongregation und hofft mit ihr auf eine gute, fruchtbare Wirkung. Die deutschen Bischöfe haben seit dem Jahr 2000 vieles getan, um das missionarische Zeugnis in unserem Land, besonders aber die Verpflichtung zur Weltmission zu stärken. Das große Dokument „Allen Völkern sein Heil“ (2004) hat deshalb eine große Ähnlichkeit und Konvergenz mit der „Lehrmäßigen Note“. Der Ansatz dieses deutschen Textes ist etwas breiter, aber in den zentralen Ausführungen weitgehend in dieselbe Richtung orientiert.

Das Dokument der Glaubenskongregation steht so in einer Linie mit dem Bemühen der Deutschen Bischofskonferenz, die missionarische Dimension der Kirche wieder stärker bewusst zu machen. In den vergangenen Jahren haben sich die deutschen Bischöfe in mehreren Publikationen verschiedenen Aspekten der Evangelisierung gewidmet:

  • „Zeit zur Aussaat“ - Missionarisch Kirche sein (= Die deutschen Bischöfe Nr. 68), Bonn 2000;
  • Missionarisch Kirche sein. Offene Kirchen - Brennende Kerzen - Deutende Worte (= Die deutschen Bischöfe Nr. 72), Bonn 2003;
  • Katechese in veränderter Zeit (= Die deutschen Bischöfe Nr. 75), Bonn 2004;
  • Allen Völkern sein Heil - Die Mission der Weltkirche (= Die deutschen Bischöfe Nr. 76), Bonn 2004.

Hinweis: Der Text der Lehrmäßigen Note ist auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonfenrenz unter www.dbk.de verfügbar.

SDBK (MBN)

 

„Der Sonne entgegen“

Darmstädter Edith Stein-Schule gibt Musical-DVD heraus

Das Cover der Musical-DVD

Darmstadt. Die Edith Stein-Schule in Darmstadt hat jetzt eine DVD veröffentlicht, auf der eine Aufzeichnung eines Musicals über die heilige Edith Stein zu sehen ist. Das Musical trägt den Titel „Der Sonne entgegen“, und wurde im Juni 2006 von Chor, Orchester und der Theater-AG der Schule mit annähernd 150 Mitwirkenden aufgeführt. Der Text stammt von Schülerinnen und Schülern der Schule, die Musik ist von Thomas Gabriel, Regionalkantor aus Seligenstadt. Aufführungen des Stückes fanden in Darmstadt, Speyer, Bad Bergzabern und Seligenstadt statt.

Hinweis: Die DVD (Spieldauer ca. 2 Stunden) kann zu einem Preis von zehn Euro direkt bei der Schule bestellt werden Tel.: 06151-964811, E-Mail: sekretariatess@darmstadt.de. Der Verkaufserlös wird zur Digitalisierung der Handschriften von Edith Stein, die vom Verfall bedroht sind, gespendet.

am (MBN)

  

 

Friedenslicht aus Bethlehem in Mainz angekommen

Aussendungsfeier und Weltkugel aus Kerzen in der Innenstadt

Mainz, 16.12.2007: Kinder entzünden Kerzen nach der Aussendungsfeier für das Friedenslicht aus Bethlehem.

Mainz, 16.12.2007: Kinder entzünden Kerzen nach der Aussendungsfeier für das Friedenslicht aus Bethlehem.

Mainz. Das Friedenslicht aus Bethlehem ist am Sonntag, 16. Dezember, bei einem Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr in Mainz-St.-Peter an über 600 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Mainz weitergegeben worden. Auch in diesem Jahr hatte wieder ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem seine Kerze entzündet, und die Flamme als Friedenslicht nach Europa gebracht. Drei Pfadfinder aus Dieburg haben die Flamme von Wien nach Mainz zur Aussendungsfeier mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Markus W. Konrad und Christian Stamm, Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) gebracht.

Im Predigtgespräch machten Pfarrer Konrad und Pfarrer Stamm deutlich, welche Bedeutung das Friedenslicht hat: „Indem wir das Licht weitergeben, wollen wir auch andere dazu ermutigen, Frieden zu leben.“ Und weiter: „Wir besuchen Politiker, um ihnen mit dem Friedenslicht zu sagen, dass sie die Menschen nicht vergessen dürfen, die ums Überleben kämpfen, in unserer Gesellschaft am Rande stehen und keine eigene Stimme haben.“ Veranstaltet wurde die Feier von den Pfadfindern und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Mainz.

Die Pfadfinderinnen und der BDKJ werden die Flamme unter anderem in der Mainzer Staatskanzlei an Ministerpräsident Kurt Beck (Freitag, 21. Dezember, 14.30 Uhr) weiterreichen. Auch bei zwei sozialen Einrichtungen, die mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern arbeiten, soll es brennen. Seit 1994 beteiligen sich die Pfadfinder an der Aktion Friedenslicht, die ursprünglich auf eine österreichische Initiative zurückgeht. Wer das Friedenslicht haben möchte, kann es sich ab Dienstag, 18. Dezember, bei „Kirche am Markt - Haus Nr. 10“ (Marktplatz vor dem Dom) abholen. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und samstags von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Nach der Aussendungsfeier zogen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ihren Kerzen zum Gutenbergplatz in die Mainzer Innenstadt. Dort bildeten sie auf dem 50 Breitengrad mit Menschen und Kerzen ein Standbild einer illuminierten Weltkugel, um ein sichtbares Zeichen für die Hoffnung auf Frieden zu setzen. Zum Abschluss segnete Weihbischof Neymeyr die Teilnehmer. Das diesjährige Thema der Aktion Friedenslicht knüpft an das Motto zur 100-Jahr-Feier des Pfadfindens „Eine Welt. Ein Versprechen“ an. Mehr als 38 Millionen Pfadfinder in fast allen Ländern der Welt sind derzeit in der größten Jugendbewegung der Welt organisiert.

Hinweis: Weitere Informationen über das Friedenslicht beim DPSG-Diözesanbüro unter Tel.: 06131/253-629 oder im Internet: http://www.dpsg-mainz.de  

tob (MBN)

 

Vorschau

„Sternsinger für die Eine Welt“

Ober-Ramstädter Sternsinger im Kanzleramt / 10.000 Kinder im Bistum unterwegs

Mainz. Unter dem Leitwort „Sternsinger für die Eine Welt“ steht in den Tagen um den 6. Januar 2008 die 50. bundesweite Aktion Dreikönigssingen. Sie wird getragen vom Aachener Kindermissionswerk und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Aus dem Bistum Mainz werden sich wieder rund 10.000 Kinder und Jugendliche an der Aktion beteiligen. Neben zahlreichen Aussendungs- und Dankfeiern findet zum Jubiläum im Bistum Mainz am Samstag, 12. Januar 2008, um 14.00 Uhr ein Dankgottesdienst mit dem Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, im Mainzer Dom statt.

Zum Empfang der Sternsinger bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin am Freitag, 4. Januar, um 11.00 Uhr werden vier Sternsinger aus der katholischen Pfarrgemeinde Liebfrauen in Ober-Ramstadt das Bistum Mainz vertreten. Bei der bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen am Mittwoch, 2. Januar, um 10.30 Uhr im Dom zu Speyer nehmen Sternsingergruppen aus Freimersheim und Worms teil.

Sternsinger aus dem Bistum Mainz werden auch wieder von den Ministerpräsidenten Roland Koch und Kurt Beck empfangen. In die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden kommt am Montag, 7. Januar, um 10.30 Uhr eine Gruppe aus der Pfarrei St. Lucia in Mühlheim-Lämmerspiel. In die Staatskanzlei nach Mainz ist am Donnerstag, 10. Januar, um 16.00 Uhr eine Gruppe aus der Mainzer Pfarrei St. Philippus und Jakobus eingeladen. „Als Sternsinger lernen Kinder etwas über ihre Altersgenossen in den ärmeren Ländern, denen es deutlich schlechter geht. Solidarität bekommt so ein Gesicht“, erläutert Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Markus W. Konrad die Aktion Dreikönigssingen. Der BDKJ im Bistum Mainz hat unter http://www.bdkj-mainz.de erstmals einen so genannten Sternsinger-Weblog eingerichtet, wo Kinder und Jugendliche von ihrem Engagement berichten können.

Dankgottesdienst mit Kardinal Karl Lehmann (12.1.)

Anlässlich der 50. Aktion Dreikönigssingen findet auch im Bistum Mainz ein Dankgottesdienst mit Kardinal Lehmann statt. Am Samstag, 12. Januar 2008, sind alle Sternsinger des Bistums in den Mainzer Dom eingeladen. Ab 13.30 Uhr startet ein Vorprogramm, unter anderem mit Tobias Mann, Kabarettist aus Mainz, und einer Videobotschaft von Jürgen Klopp, Trainer des Fußballvereins FSV Mainz 05. Im Anschluss an den Gottesdienst, der um 14.00 Uhr beginnt, ist eine Luftballonaktion geplant.

Aussendungs- und Dankfeiern im Bistum Mainz

In folgenden Orten im Bistum Mainz finden Aussendungsfeiern für Sternsinger statt:

  • Oberhessische Dekanate: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Jugenddezernent des Bistums Mainz, am Donnerstag, 3. Januar 2008, um 10.00 Uhr, Pfarrei Christkönig, Im Grund 13, 36304 Alsfeld. Kontakt: KJZ Alsfeld, Bahnhofstraße 91, 36341 Lauterbach, Tel.: 06641/61665, E-Mail: djs-alsfeld@bistum-mainz.de  
  • Dekanat Offenbach-Land: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Jugenddezernent des Bistums Mainz, am Freitag, 4. Januar 2008, um 17.00 Uhr, Pfarrei Maria Himmelskron, Marienstraße 16, 63150 Heusenstamm. Kontakt: KJZ Offenbach-Land, Wessemerstr. 4, 63500 Seligenstadt, Tel.: 06182/23631, E-Mail: kjz-offenbach-land@bistum-mainz.de
  • Dekanat Offenbach: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Werner Guballa am Freitag, 4. Januar 2008, um 10.30 Uhr, Pfarrei St. Konrad, Waldstr. 259, 63071 Offenbach. Kontakt: KJZ Offenbach, Taunusstr. 4-8, 63067 Offenbach, Tel.: 069/82378426, E-Mail: kjz-offenbach@bistum-mainz.de

In folgenden Orten im Bistum Mainz finden Dankfeiern statt:

  • Dekanat Darmstadt: Gottesdienst mit Pfarrer Harald Seredzun am Sonntag, 13. Januar 2008, um 10.30 Uhr, Pfarrei St. Jakobus, Bartningstr. 40, 64289 Darmstadt. Kontakt: KJZ Darmstadt, Donnersbergring 38a, 64295 Darmstadt, Tel.: 06151/317332, E-Mail: kjz-darmstadt@bistum-mainz.de
  • Dekanat Erbach: Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Jugenddezernent des Bistums Mainz, am Sonntag, 20. Januar 2008, um 10.00 Uhr, Pfarrei St. Sebastian, d’Orvillestraße 22, 64720 Michelstadt. Kontakt: KJZ Dieburg-Erbach, Tel.: 06071/21837, E-Mail: kjz-erbach@bistum-mainz.de  

Im Jahr 2007 wurden 1,3 Millionen Euro gesammelt

An der Aktion Dreikönigssingen werden sich in Deutschland schätzungsweise wieder 500.000 Mädchen und Jungen aus 13.000 katholischen Pfarreien beteiligen. Als Heilige Drei Könige gekleidet, bringen sie den Segen „C + M + B * 2008“ in die Häuser – die Buchstaben C, M und B stehen für die lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“, „Christus segne dieses Haus“. Mit den Erlösen aus der Aktion konnten zuletzt 2.919 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Asien, Ozeanien, Lateinamerika und Osteuropa unterstützt werden. Insgesamt haben die Sternsinger bei der letzten Aktion in Deutschland rund 38,8 Millionen Euro gesammelt. Im Bistum Mainz waren es knapp 1,3 Millionen Euro.

Hinweis: Weitere Informationen sowie Kontakte zu Sternsingergruppen in Pfarreien des Bistums beim BDKJ und beim Bischöflichen Jugendamt (BJA), Referat Religiöse Bildung, David Hüser, Am Fort Gonsenheim 54, 55122 Mainz, Tel.: 06131/253-626. E-Mail: bdkj-bja-religioesebildung@bistum-mainz.de

am (MBN)

 

Weihnachten im Radio (24.-26.12.)

An Heiligabend wird die Christmette aus St. Elisabeth in Darmstadt übertragen

Mainz. An Heiligabend, Montag, 24. Dezember, wird von 22.15 bis 23.15 Uhr aus der Katholischen Kirche St. Elisabeth in Darmstadt die Christmette im Radio übertragen. Der Gottesdienst ist im 2. Programm des Hessischen Rundfunks zu hören. Zelebrant des Gottesdienstes ist Pfarrer Thomas Meurer, der zum Thema „Weihnachten feiern: mit Gott per du sein“ predigen wird.

Am Ersten Weihnachtsfeiertag, Dienstag, 25. Dezember, überträgt SWR4 von 10.00 bis 11.00 Uhr einen Gottesdienst aus der Pfarrei St. Philippus und Jakobus in Heidesheim. Pfarrer Thomas Catta wird in seiner Predigt über das Bibelwort „Am Anfang war das Wort“ sprechen. Es musizieren die Katholische Kirchenmusik Heidesheim (Leitung: Zena Renner), der Katholische Kirchenchor der Gemeinde sowie der Chor „Klangfarben“ (Leitung: Andreas Hesping-Barthelmes).

Aus dem Nachbarbistum Limburg wird am Zweiten Weihnachtsfeiertag, Mittwoch, 26. Dezember, von 10.05 bis 11.00 Uhr in HR1 ein Gottesdienst aus der Pfarrei St. Peter und Paul in Hochheim übertragen – die Kirche ist für ihre spätbarocken Fresken von Johann Baptist En-derle berühmt. Zelebrant und Prediger ist Pfarrer Markus Schmidt.

Ökumenischer Fernsehgottesdienst aus Oppenheim

Ein ökumenischer Gottesdienst zum Jahresbeginn aus der evangelischen Katharinenkirche in Oppenheim ist am Dienstag, 1. Januar, von 12.15 bis 13.00 Uhr in der ARD zu sehen. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift „Gerechtigkeit sieht anders aus!“. Liturgen sind die evangelische Ortspfarrerin Manuela Rimbach-Sator sowie der katholische Pfarrer Michael Baunacke, Mainz. Die Predigt hält Marianne Gronemeyer, emeritierte Professorin für Sozialwissenschaft; es singt die Rheinhessische Kantorei unter Leitung von Ralf Bibiella. Zudem wird Andreas Friedrich am Sopransaxophon zu hören sein.

am (MBN)

 

Publikationen

Vorstellung der neuen Räume des Dommuseums

Die „Domblätter 9/2007“ sind erschienen / Beitrag über Friedrich Schneider

Mainz. Ein Schwerpunkt in den jetzt erschienenen „Domblättern 9/2007“ ist ein Artikel von Dr. Hans-Jürgen Kotzur, Domkonservator und Direktor des Dom- und Diözesanmuseums, über die neuen Räume des Dommuseums. Das erweiterte Museum, dessen Räumlichkeiten im oberen Kreuzgang umgebaut und neu eingerichtet wurden, war am 20. April dieses Jahres von Generalvikar Dietmar Giebelmann eröffnet worden. Leitidee bei der Neugestaltung der Räume sei das Zusammenspiel der Ausstellungsobjekte mit der historischen Bausubstanz des Dommuseums gewesen, beschreibt Kotzur in seinem Beitrag das Konzept.

Weiter heißt es: „Raum und Objekt treten dadurch in einen sichtbaren Dialog, so wie es einstmals zwischen dem Bildwerk und seinem ursprünglichen Aufstellungsort der Fall gewesen war.“ Das Museum als „Ersatzheimat“ betone die Geschichtlichkeit der Ausstellungsorte sowie ihre Verbindung zum Objekt. Das Prinzip der so genannten „Epochensäle“ erweise sich daher bei einem kirchlichen Museum als „existentieller Bestandteil seines Selbstverständnisses“, hebt Kotzur hervor. Mit seinen bedeutenden historischen Räumen und seiner direkten Verbindung zum Mainzer Dom sei das Mainzer Dom- und Diözesanmuseum „wohl mit keinem Diözesanmuseum in Deutschland vergleichbar“. Das „Konzept der ,Ersatzheimat’“ habe daher auch im oberen Kreuzgang konsequent fortgeführt werden können.

Festschrift für Friedrich Schneider

Gabriele Lambert stellt in ihrem Artikel „Festgabe für Friedrich Schneider“ eine Festschrift vor, die der Mainzer Domkapitular Prälat Friedrich Schneider (1836-1907) zu seinem 70. Geburtstag erhalten hatte. Derzeit erinnert noch bis zum 25. Januar 2008 eine Ausstellung in der Mainzer Martinus-Bibliothek an den bedeutenden Mainzer Kulturprälaten. Lambert schreibt in ihrem Beitrag unter anderem: „Schneiders Verdienste um den Mainzer Dom sind Legende. Seit seiner Berufung an den Dom 1869 war er dem im Gange befindlichen Restaurationsprozess (1867-77) gefolgt, hatte sich eingemischt und in seinem Werk über die Baugeschichte des Doms (1888) dessen Phasen aus der Sicht des unmittelbar Beteiligten dargestellt.“ Seine Sympathie habe „oft den kleinen, sonst unbeachteten Dingen“ gegolten: „Er ordnet sie jedoch immer in ein größeres, historisches und kunsthistorisches Umfeld ein“, betont Lambert.

„Cranach im Exil“ – „Geheimnis und Faszination der Zahlen“

Weitere Themen der „Domblätter 9/2007“ sind neben einem Beitrag von Kardinal Karl Lehmann zur Ausstellung „Cranach im Exil“ in Aschaffenburg unter anderem eine Chronik der Ereignisse des Jahres 2007, das „Goldene Mainzer Evangeliar“ (Beitrag von Diana Ecker), sowie das 20-jährige Bestehen der Domkantorei St. Martin (Artikel von Jürgen Strickstrock). Der Mainzer Stadtschreiber Ilja Trojanow schreibt in seinem Text über „Geheimnis und Faszination der Zahlen“, Klaus-Bernward Springer über „Domkapitulare als Illuminaten“ und Peter Krawietz über „Denkmalpflege in Mainz seit 1945“. Darüber hinaus erinnert Wolfgang Dobras in einem Nachruf an den am 5. April dieses Jahres verstorbenen Mainzer Stadtarchivar Friedrich Schütz.

Die Publikation „Domblätter“ ist die jährlich einmal erscheinende Zeitschrift des Mainzer Dombauvereins, die alle Mitglieder kostenlos erhalten. Redakteur der Domblätter ist der ehemalige Pressesprecher des Bistums Mainz (bis 2004), Jürgen Strickstrock.

Hinweis: Domblätter, Forum des Dombauvereins Mainz e.V., Nr. 9/2007. Redaktion: Jürgen Strickstrock. Gestaltung: Jürgen Haack, LBS Rheinland-Pfalz. Mainz 2007. 116 Seiten mit zahlreichen Farbbildern, 7,50 Euro. ISSN: 1439-4774, Internet: http://www.dombauverein-mainz.de oder http://www.bistum-mainz.de/infoladen

am (MBN)

 

Wimpfen und das Bistum Mainz

59. Jahrgang des Archivs für Mittelrheinische Kirchengeschichte erschienen

Mainz. Seit kurzem ist der 59. Jahrgang des Archivs für Mittelrheinische Kirchengeschichte erhältlich. Die Publikation der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte (GfMK) widmet sich der Bistumsgeschichte in den Bistümern Fulda, Limburg, Mainz, Speyer und Trier. Daneben enthält sie Beiträge zur Quellenforschung sowie Berichte aus der Arbeit der kirchlichen Denkmalpflege und in der Rubrik „Kirchenhistorische Chronik“ Berichte von den Fakultäten der Bistümer und der Jahrestagung der Gesellschaft im April in Trier.

Enthalten ist auch ein Beitrag von Professor Claus Arnold, Frankfurt, zum Thema „Wimpfen und das Bistum Mainz im 19. und 20. Jahrhundert“, in dem Arnold einen „kleinen Überblick“ über die Geschichte der Exklave der Diözese Mainz in Baden-Württemberg gibt. Pfarrer Norbert Bewerunge, Mainz, stellt in seinem Beitrag „Materialien zur Kunstgeschichte von Ilbenstadt/Wetterau“ vor. Er schreibt: „Ziel des hier Dargelegten ist es, Impulse für eine weitere historisch-kritische Beschäftigung mit den Kunstwerken in Ilbenstadt zu geben.“ In der „Kirchenhistorischen Chronik“ findet sich ein Nachruf von Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr auf den am 27. November 2006 verstorbenen ehemaligen Generalvikar des Bistums Mainz, Apostolischer Protonotar Martin Luley. „Die Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte ist ihm auch bleibend dankbar für sein Engagement für die Gründung des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte im Jahr 1980“, schreibt Neymeyr, der Vizepräsident der GfMK ist. Luley, seit 1980 Mitglied der Gesellschaft, habe einen „wachen Blick und ein großes Interesse für seine Geschichte“ gehabt, betont der Weihbischof: „Denn nur wer die Geschichte kennt, kann die Zukunft gestalten.“

Herausgegeben wird die Reihe von Professor Friedhelm Jürgensmeier in Zusammenarbeit mit Professor Hans Ammerich (Speyer), Dr. Marie-Louise Crone (Limburg), Dr. Johannes Mötsch (Fulda), Studiendirektorin Regina Schwerdtfeger (Mainz), Professor Wolfgang Seibrich (Trier) und Professor Winfried Weber (Trier).

Hinweise:

  • Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte nebst Berichten zur kirchlichen Denkmalpflege, hrsg. von Friedhelm Jürgensmeier, 59. Jahrgang 2007, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 2007, 30 Euro, ISSN 0066-6432.
  • Internet: http://www.mittelrheinische-kirchengeschichte.de

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