Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 40, 26. Oktober 2005
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Berichte
Erste Mitgliederversammlung der MAVen im Bistum
Spendenaufkommen für Adveniat gestiegen
Lehmann übergab Bonifatius-Statue an Benedikt XVI.
Vorschau
Diözesanversammlung der kfd (29.10.)
25 Jahre Ökumenisches Zentrum Kranichstein (30.10.)
„Tag des Friedhofs“ in Mainz (1.11.)
Gesprächsabend mit Professor Holzamer und Monsignore Mayer (5.11)
Personalien
Publikationen
Jahresbericht 2004 der Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden
Berichte
Giebelmann: Gelebte Dienstgemeinschaft erfahren
Erste Mitgliederversammlung der MAVen im Bistum Mainz
Mainz. „In allen Gesprächen mit den MAVen des Bistums und dem DiAG-Vorstand habe ich die Erfahrung einer gelebten Dienstgemeinschaft gemacht, die von gegenseitigem Vertrauen und von Wertschätzung geprägt ist.“ Das sagte der Generalvikar des Bistums Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann, bei der Mitgliederversammlung der Mitarbeitervertretungen (MAV) im Bistum Mainz am Mittwoch, 19. Oktober, im Erbacher Hof in Mainz. Die Mitgliederversammlung fand aufgrund einer Novellierung der Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO) zum ersten Mal statt. Aus den 162 MAVen im Bistum Mainz waren rund 100 Mitarbeitervertreterinnen und -vertreter aus 71 MAVen nach Mainz gekommen. Insgesamt gibt es im Bistum Mainz 550 Mitarbeitervertreter.
Weiter sagte Generalvikar Giebelmann in seinem Impulsreferat, dass das Bistum Mainz auch angesichts der angespannten finanziellen Situation „nie die Drohgebärde der Entlassung und der betriebsbedingten Kündigung“ gemacht habe. „Mitarbeiter voller Angst sind schlechte Mitarbeiter. Angst ist ein schlechter Ratgeber, und wir werden diese Drohgebärde nicht einnehmen“, sagte er wörtlich.
Giebelmann hob auch hervor, dass die Arbeit der MAVen nicht immer einfach sei: „MAVen stehen oft zwischen den Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem Dienstgeber und müssen oft auch schwierige Situationen dolmetschen.“ Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der MAVen für kleinere kirchliche Einrichtungen. „Gerade in vielen kleinen Einrichtungen in den Kirchengemeinden ist die MAV-Arbeit wichtig und kein lästiges Übel. Und es ist wichtig, hier neben den Erzieherinnen und Erziehern auch die anderen nichtpastoralen Mitarbeiter mit einzubinden“, sagte Giebelmann.
Däggelmann: MAVen haben hohe Verantwortung
Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der MAVen (BAG-MAV), Günter Däggelmann, bat in seinem Impulsreferat Generalvikar Giebelmann, die Verbindlichkeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit zu stärken. „Die Verwirklichung der Dienstgemeinschaft ist eine Frage der gleichen Augenhöhe in der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen in einer Einrichtung“, unterstrich er.
Darüber hinaus wies Däggelmann darauf hin, dass die MAVen heute einen „hohen Verantwortungsbereich“ hätten. „Mehr denn je gilt es, auf sich rasant ändernde Gegebenheiten zu reagieren, zu agieren und diese zu gestalten“, sagte er wörtlich. Däggelmann rief dazu auf, die MAV-Arbeit nicht als Last zu begreifen, sondern als Chance für eine Einrichtung und als persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitervertreter.
Arbeitsgruppen am Nachmittag
Den Impulsreferaten schloss sich ein Podiumsgespräch zwischen Giebelmann und Däggelmann an, das von Thomas Domnick, Leiter des Referates Berufs- und Arbeitswelt im Bischöflichen Ordinariat, moderiert wurde. Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung in Arbeitsgruppen unter anderem über die Frage „Was macht eine gute MAV aus?“. Der Tag endete mit der Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse im Plenum.
Weitere Gremien der MAV
Rund 550 Vertreter setzen sich in den MAVen des Bistums Mainz im Rahmen des „Dritten Weges“ unter anderem für arbeitsrechtliche Fragen kirchlicher Mitarbeiter ein. Die einzelnen MAVen sind in der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der MAVen (DiAG MAV) zusammengeschlossen. Aus den verschiedenen Arbeits- und Berufsgruppen im Bistum werden Vertreter in die DiAG MAV entsandt. Die Amtsperiode aller Mitarbeitervertretungen beträgt vier Jahre. Im Bistum Mainz sind rund 10.000 kirchliche Bedienstete in rund 170 kirchlichen Einrichtungen tätig.
Aufgaben der DiAG MAV sind unter anderen der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch mit den vertretenen MAVen, Beratung der MAVen in Angelegenheiten des Mitarbeitervertretungsrechtes, Förderung der Bildung von MAVen sowie Förderung der Anwendung der MAVO.
Der „Dritte Weg“
Der so genannte „Dritte Weg“ ist der kirchliche Sonderweg, um Fragen des kirchlichen Dienst- und Arbeitsrechtes ohne die bei Tarifverhandlungen üblichen Mechanismen von Streik und Aussperrung gemeinsam zu regeln. Der kirchliche Dienst steht unter dem Leitbild der Dienstgemeinschaft, das mit dem Konfrontationsmodell des Tarifvertragssystems unvereinbar ist. Das Leitbild der Dienstgemeinschaft wurzelt in der Überzeugung, dass Dienstnehmer wie Dienstgeber sich in gleicher Weise der Kirche und ihrem Sendungsauftrag verpflichtet wissen. Der „erste Weg“ ist durch die einseitige Festlegung von Arbeitsbedingungen durch den Arbeitgeber gekennzeichnet. Der „zweite Weg“ bezeichnet das Modell des Tarifvertragssystems.
am (MBN)
Adveniat-Spenden im Bistum Mainz um 43 Prozent gestiegen
2004 kamen rund 320.000 Euro zugunsten der Armen in Lateinamerika zusammen
Essen/Mainz. Die Bischöfliche Aktion Adveniat hat ihre Einnahmen aus Einzelspenden im Bistum Mainz um mehr als 43 Prozent gesteigert. Aus dem Bistum Mainz sind im vergangenen Geschäftsjahr Einzelspenden in Höhe von 319.826 Euro an das Hilfswerk gegangen. Das sind rund 97.000 Euro mehr als im Vorjahr. Das hat Adveniat Mitte Oktober in Essen bekannt gegeben. Mit dem Geld unterstützt Adveniat kirchliche Initiativen zugunsten der Armen in Lateinamerika. Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka sprach Kardinal Karl Lehmann stellvertretend für alle Spender im Bistum seinen Dank aus. Auch den Aktionsgruppen und Paten sowie den Mitarbeitern im Referat Weltkirche des Bischöflichen Ordinariates dankte Klaschka für ihren Einsatz.
Seit mehr als 40 Jahren unterstützt Adveniat kirchliche Initiativen zugunsten der Armen und Benachteiligten in Lateinamerika. Jährlich fördert das Hilfswerk rund 4.200 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 56 Millionen Euro. Damit ist Adveniat die weltweit größte Hilfsorganisation für Lateinamerika. Mit einem Verwaltungs- und Werbeaufwand von weniger als zehn Prozent nimmt das Hilfswerk einen Spitzenrang unter den Hilfsorganisationen ein.
tob (MBN)
Symbol der Einheit
Kardinal Lehmann überreichte Papst Benedikt XVI. Statue des heiligen Bonifatius
Rom/Mainz. Der Bischof von Mainz und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat am Freitag, 21. Oktober, in der Audienzhalle im Vatikan dem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., eine Bronzestatue des heiligen Bonifatius, des „Apostels der Deutschen“, überreicht. Die 85 Zentimeter hohe Bronzefigur stammt von dem Mainzer Bildhauer und Maler Karlheinz Oswald.
Anlass für das Geschenk war die Begegnung der deutschen Bischöfe mit dem Papst beim Weltjugendtag in Köln vor zwei Monaten, am 21. August. Als Zeichen der Verbundenheit wählten die deutschen Bischöfe die Figur des heiligen Bonifatius. Es sei ein besonders tiefes Symbol der Einheit zwischen dem Nachfolger Petri und dem heiligen Bonifatius, hatte Kardinal Lehmann bereits damals bei der Begegnung in Köln erklärt. Wir dokumentieren die Ansprache von Kardinal Lehmann bei der Überreichung der Bronzestatue des heiligen Bonifatius an Papst Benedikt XVI. in der Audienzhalle im Vatikan:
„Heiliger Vater!
Wir deutschen Bischöfe, die bei der XI. Bischofssynode sind, sind dankbar und voll Freude, dass wir Ihnen heute - kurz vor Abschluss der synodalen Beratungen - ein Geschenk übergeben dürfen, das wir Ihnen vor Ihrer Abreise beim Weltjugendtag in Köln am Sonntag, 21. August, im Priesterseminar als Zeichen unseres Dankes und unserer Verbundenheit ankündigen durften. Heute, genau zwei Monate später, dürfen wir Ihnen die inzwischen in Bronze gegossene Fassung endgültig übergeben.
Ihre Mitarbeiter haben uns diskret wissen lassen, dass Sie an einer Bonifatius-Statue für das päpstliche Appartement Freude hätten. Der Mainzer Bildhauer Karlheinz Oswald, der schon einige religiöse Werke geschaffen hat, hat den Auftrag mit großer Freude angenommen. Er wäre heute gewiss - als eine Krönung seines künstlerischen Schaffens - gerne hier, aber wir dürfen ihm gewiss Ihre Grüße und Ihren Segen mitnehmen.
Herr Karlheinz Oswald ist 1958 in Worms geboren und hat in vielen Ausstellungen, auch in Italien, Mittelamerika und Frankreich, internationale Anerkennung gefunden. Seit Beginn seines künstlerischen Schaffens bilden das Portrait und die figürliche Darstellung Schwerpunkte seiner Arbeit. Bekannt sind die Christusfigur im Mainzer Dom, geschaffen im Zusammenhang des Mainzer Jubiläumskatholikentags von 1998, und in jüngster Zeit Studien von Bewegung und Dynamik im Tanz.
Der Künstler hat den heiligen Bonifatius als Benediktinermönch dargestellt, zugleich mit dem Weitblick des großen und klugen Missionars. Was ich in Köln gesagt habe, darf ich kurz wiederholen: ,Es ist ein besonders tiefes Symbol der Einheit zwischen dem Nachfolger Petri und dem heiligen Bonifatius, der gerade die Gemeinschaft mit dem Papst zur obersten Richtschnur seines kirchlichen Handelns machte. Wir wollen ihm dabei gerne folgen.’
Heiliger Vater, Sie sind und bleiben ein Mann des Wortes und des Buches. Darum darf ich Ihnen noch zwei Bücher aus Mainz mitbringen. Der Sammelband ,Bonifatius in Mainz’ gehört zum Jubiläumsjahr des vergangenen Jahres, 1250 Jahre nach dem Tod des heiligen Bonifatius. Er enthält neue und zusammenfassende Studien, ein lebendiger Kommentar zum Leben und Wirken des Heiligen. Gewiss werden Sie, wie ich seit langem weiß, große Freude haben an einem weiterem Band der ausgewählten Schriften von Erik Peterson, dem ,Lukasevangelium und Synoptica’, soeben zur Frankfurter Buchmesse erschienen und noch druckfrisch. Herausgeberin für beide Werke ist die Ihnen bekannte Frau Dr. Barbara Nichtweiß, die sich freut, Ihnen beide Werke zukommen zu lassen.
Heiliger Vater, wir danken nochmals für die Gelegenheit, Ihnen im Zusammenhang der Übergabe der Statue des heiligen Bonifatius zu begegnen und bitten Sie um Ihren Apostolischen Segen für die Bischöfe und die Kirche in unserem Land, für den Künstler Karlheinz Oswald und seine Familie, sowie für alle, die hier zugegen sind.“
SDBK (MBN)
Vorschau
Diözesanversammlung der kfd (29.10.)
Studienteil mit dem Freiburger Religionssoziologen Professor Michael Ebertz
Hanau-Steinheim. Die Diözesanversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) findet am Samstag, 29. Oktober, von 9.00 bis 17.00 Uhr im Kardinal-Volk-Haus in Hanau-Steinheim statt. Ab 14.15 Uhr ist unter der Überschrift „Vieles wird anders. Wir auch? - kfd-Frauen gestalten den Wandel mit“ ein Studienteil mit dem Freiburger Religionssoziologen Professor Michael Ebertz vorgesehen. Zum Auftakt des Tages findet in der Pfarrkirche St. Johann Baptist um 9.30 Uhr ein Gottesdienst statt. Vormittags steht der Konferenzteil auf dem Programm, bei dem unter anderem der Bericht des Diözesan-Leitungsteams vorgelegt wird.
tob (MBN)
25 Jahre Ökumenisches Gemeindezentrum Kranichstein (30.10.)
Agapefeier mit Weihbischof Dr. Werner Guballa / Unterzeichnung der Charta Oecumenica
Darmstadt. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Ökumenischen Gemeindezentrums in Darmstadt-Kranichstein findet am Sonntag, 30. Oktober, um 16.00 Uhr in der katholischen Kirche St. Jakobus eine Agapefeier mit dem Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa und der evangelischen Pröpstin Karin Held statt. Im Rahmen des Gottesdienstes wird auch die Charta Oecumenica für Kranichstein unterzeichnet. Der Agapefeier schließen sich ein Empfang in der evangelischen Philippus-Kirche und die Eröffnung einer Fotoausstellung über das Zentrum an.
Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten bietet das Zentrum ein umfangreiches Programm an: Am Montag, 31. Oktober (Reformationstag), wird in der evangelischen Philippus-Kirche um 18.00 Uhr ein Reformationsgottesdienst gefeiert. Anschließend lädt das evangelische Dekanat Darmstadt zu einem Empfang ein, in dessen Rahmen die Präsentation „Ökumenisches Miteinander zum Wohle der Stadt – Kranichsteiner Beispiele“ gezeigt wird. Ein Konzert mit dem Ökumenischen Chor, dem Singkreis Kranichstein und dem Bläserchor des Evangelischen Dekanates steht am Donnerstag, 3. November, um 20.00 Uhr in der St. Jakobus-Kirche auf dem Programm.
Ein Basar und ein „Tag der offenen Tür“ finden am Samstag, 5. November, von 14.00 bis 18.00 Uhr, und am Sonntag, 6. November, von 10.30 bis 15.00 Uhr statt. An diesen Tagen werden Führungen durch das Gemeindezentrum angeboten – am Samstag um 15.00 und 17.00 Uhr und am Sonntag um 13.00 und 15.00 Uhr. Am 6. November wird außerdem um 10.30 Uhr in der St. Jakobuskirche ein musikalischer Gottesdienst gefeiert, den die Musikgruppen des Gemeindezentrums gestalten. Zum Abschluss der Festwochen wird der Mainzer Kabarettist Thomas Klumb am Freitag, 18. November, um 20.00 Uhr in der evangelischen Philippus-Kirche mit seinem Programm „Heiliger Bimbam“ zu sehen sein.
Ökumenisches Gemeindezentrum Kranichstein
Das Ökumenische Gemeindezentrum Darmstadt-Kranichstein ist bis heute das einzige dieser Art im Bereich des Bistums Mainz und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Im Jahr 1978 wurde im Beisein der damaligen Pfarrer Helmuth Beth (evangelisch) und Lothar Landvogt (katholisch) der Grundstein für das Ökumenische Gemeindezentrum gelegt. Im November 1980 erfolgte die Einweihung des Gemeindezentrums – nach der Weihe der katholischen Kirche St. Jakobus und der evangelischen Philippus-Kirche. Zum Gemeindezentrum gehören noch ein Kinder- und Jugendhaus und die Kindertagesstätte „Arche Noah“.
Neben regelmäßigen Gottesdiensten gestalten die beiden Gemeinden unter anderem die Jugend- und Seniorenarbeit gemeinsam. Zudem gibt es einen gemeinsamen so genannten Pfarrkonvent, der sich aus den evangelischen Pfarrern Dietmar Volke und Ulrike Hinkel sowie Pastoralreferentin Dr. Sabine Gahler und Pfarrer Harald Seredzun zusammensetzt.
Hinweis: Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm beim Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein, Bartningstraße 40-42, 64289 Darmstadt, Tel.: 06151/79231 (Evangelische Philippus-Gemeinde) oder 06151/74183 (Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus), Internet: http://www.oegz.de/
am (MBN)
„Tag des Friedhofs“ (1.11.)
Veranstaltung auf dem Mainzer Hauptfriedhof wird mit ökumenischem Gottesdienst eröffnet
Mainz. Der „Tag des Friedhofs“, der am Dienstag, 1. November (Allerheiligen), auf dem Mainzer Hauptfriedhof stattfindet, wird um 13.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Trauerhalle eröffnet. Ihm stehen der katholische Dekan des Dekanates Mainz-Stadt, Markus Kölzer, und der evangelische Dekan Jens Böhm vor. Im Anschluss an den Gottesdienst wird die Ausstellung „Ein Stern leuchtet für dich“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt Bilder zum Thema „Tod“, die Schüler der Martinus-Schule Mainz-Gonsenheim gestaltet haben. Die Eröffnung wird musikalisch umrahmt mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, die von Solisten des Mainzer Kammerorchesters interpretiert werden.
Vorträge in der Trauerhalle
Nach der Eröffnungsveranstaltung finden in der Trauerhalle zwei Vorträge statt: Necdet Abdullah Oguz, islamischer Gelehrter, spricht um 14.15 Uhr über die „Totenruhe im Islam“; „2000 Jahre heiliges Tal – 200 Jahre Mainzer Aureus“ lautet der darauf folgende Vortrag von Rupert Krömer um 15.30 Uhr.
Thematische Führungen
Um 14.30 und 15.00 Uhr finden unter der Überschrift „Der Tod im Judentum“ Führungen über den jüdischen Friedhof statt, die von Peter Waldmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, angeboten werden. Männliche Interessenten werden gebeten, für diese Führungen eine Kopfbedeckung mitzubringen. Ab 14.45 Uhr finden außerdem alle 15 Minuten unter dem Motto „Sich auf eine geschichtliche Reise begeben“ Führungen zu Grabstätten Mainzer Persönlichkeiten statt.
Information und Beratung
Im Trauerraum des Hauptfriedhofs bieten unter anderen die Mainzer Hospizgesellschaft, die Seelsorger der Universitätskliniken Mainz und das katholische und evangelische Dekanat Mainz-Stadt Informationen und Beratung zum Thema „Trauer braucht ihre Zeit und ihren Ort. Ihrer Trauer Raum geben“ an. Der Verein „Trauernde Eltern“ stellt außerdem Bilder- und Jugendbücher für trauernde Kinder vor. Und Informationen zur Bestattungsvorsorge, zu den Möglichkeiten der Bestattungsdurchführung sowie zur Gestaltung von Abschiedsfeiern auf dem Friedhof geben die Bestattungsunternehmen der Fachgemeinschaft Friedhof Mainz.
am (MBN)
Gesprächsabend im „Haus am Dom“ (5.11.)
Mainzer Prominente sprechen über ihr Verhältnis zur jüdischen Geschichte und Kultur
Mainz. Zu einem Gesprächsabend am Samstag, 5. November, um 16.00 Uhr laden die Akademie des Bistums Mainz Erbacher Hof und der Verein „Eine neue Synagoge für Mainz e.V.“ in das „Haus am Dom“ ein. Das Gespräch steht unter dem Thema „Prominente sprechen über ihr persönliches Verhältnis zur jüdischen Geschichte und Kultur“. Die Gesprächspartner sind Professor Karl Holzamer, Intendant des ZDF a.D., Professor Andreas Lehnhardt und Monsignore Klaus Mayer.
am (MBN)
Personalien
Michael Ling wird Honorarprofessor
Aufnahme der Tätigkeit zum Wintersemester 2005/2006
Mainz. Der Leitende Rechtsdirektor und Justitiar des Bistums Mainz, Dr. Michael Andreas Ling, wird ab dem Wintersemester 2005/2006 als Honorarprofessor im Bereich Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig sein.
Dr. Michael Andreas Ling, aufgewachsen in Ludwigshafen, nahm 1982 sein Studium der Rechtswissenschaften und der Katholischen Theologie an der Universität Mainz auf. Nach seiner Promotion zum Dr. iur. und der 2. Juristischen Staatsprüfung erhielt Ling, Stipendiat der Lang-Hinrichsen-Stiftung sowie der Landesgraduiertenförderung Rheinland-Pfalz, einen Lehrauftrag für Strafrecht. Im Jahr 2000 wurde er zum Leitenden Rechtsdirektor und Justitiar des Bistums Mainz ernannt. Gleichzeitig erlangte Ling auch seine Prüfungsberechtigung für die 1. Juristische Staatsprüfung des Landesprüfungsamtes für Juristen beim Ministerium der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz.
Ling ist Mitglied u.a. der Deutsch-Ungarischen Juristischen Gesellschaft, des Verwaltungsrats der Diözese Mainz, des Verwaltungsrates der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Bildung mbH, Mainz, sowie der Rechtskommission des Verbandes der Diözesen Deutschlands. 2004 wurde Ling Päpstlicher Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, seit 1. Oktober 2005 ist er Leitender Komtur der Komturei Mainz-Wiesbaden. Am 1. Januar 2005 erfolgte die Ernennung zum Stiftungsbeauftragten des Bistums Mainz, seit September 2005 ist Ling zugleich Richter des Kirchlichen Arbeitsgerichts I. Instanz für die Bistümer Mainz, Limburg, Speyer und Trier.
(MBN)
Publikationen
26.432 mal klingelte das Telefon
Der Jahresbericht 2004 der Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden ist erschienen
Mainz/Wiesbaden. 26.432 Anrufe (2003: 24.854) verzeichnete die Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden im Jahr 2004. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht der Einrichtung hervor, die von der katholischen und der evangelischen Kirche getragen wird. Gespräche seien bei 18.215 Anrufen zustande gekommen, die restlichen 8.217 Anrufer legten laut Jahresbericht gleich wieder auf. Von den 18.215 Gesprächen seien allerdings nach Angaben im Jahresbericht 8.054 Scherz- und Testanrufe gewesen. Gegenüber dem Jahr 2003 habe die Zahl der Aufleger und Scherzanrufer um 1.578 zugenommen.
Schwerpunkt des Jahresberichtes 2004 ist eine geschlechtsspezifische Unterscheidung der Anrufer. Im Jahr 2004 waren 32 Prozent aller Anrufer männlich (2003: 37 Prozent), der Anteil der Anruferinnen stieg auf 66 Prozent (2003: 62 Prozent). Dabei sprechen die Anruferinnen und Anrufer meistens mit Frauen, da bei der Telefonseelsorge nur jeder fünfte ehrenamtliche Mitarbeiter ein Mann ist. 30 Prozent aller Gespräche würden zwischen 22.00 Uhr abends und 8.00 Uhr morgens geführt. Die wichtigsten Themen der Gespräche seien „Sexualität“, „Partnerschaft“, „Familie/Verwandtschaft“ sowie „Einsamkeit/Vereinsamung“.
Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden
Die Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden bietet rund um die Uhr eine Telefonberatung für Menschen in persönlichen Krisensituationen an. Anrufen können hier Menschen aus den Städten Mainz, Wiesbaden und dem Umland (unter anderem aus Rüsselsheim, Rheinhessen/Rheingau - von Bad Camberg im Norden bis Alzey im Süden).
Bei der Telefonseelsorge arbeiten derzeit rund 90 ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden ist eine Einrichtung der evangelischen und der katholischen Kirche. In beiden Städten gibt es über den Telefondienst hinaus das Angebot zur persönlichen Beratung in den Beratungsstellen. Diese seelsorgliche Lebensberatung sowie die Aus- und Fortbildung und fachliche Begleitung der Ehrenamtlichen gewährleisten sechs hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ökumenischen Leitungsteam.
Hinweise:
- Die Telefonnummern der Telefonseelsorge lauten: 0800/1110111 oder 0800/1110222.
- Die Beratungsstellen der Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden: Schusterstraße 54, 55116 Mainz; Tel.: 06131/220511; Emser Straße 18, 65195 Wiesbaden, Tel.: 0611/598715; E-Mail: info@telefonseelsorge-mz-wi.de
- Der vollständige Jahresbericht der Telefonseelsorge ist auch im Internet unter http://www.telefonseelsorge-mz-wi.de/index.html einzusehen.
- Unter http://www.telefonseelsorge.de/ wird außerdem eine Mail- und Chatberatung angeboten.
am (MBN)