Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 39, 19. Oktober 2005

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte

Abschluss- und Dankesfest zum Weltjugendtag 
Interview mit Diözesanjugendseelsorger Konrad zum WJT 
Erklärung zum Verein St. Martin e.V. 
„Tag der Arbeitswelt“ im Dekanat Rüsselsheim 
Mainzer Domchöre gehen auf Konzertreise 
Vortrag zum Thema „Scheidungsväter“ 
Fortbildungsangebote der KFH Mainz

Vorschau

Rundgänge in der Martinus-Bibliothek (24.10.) 
Vorstellung eines Buches über Kastilien (24.10.) 
Offenbacher Ketteler-Krankenhaus zertifiziert (26.10.) 
Konzert in Bad Nauheim-St. Bonifatius (29.10.) 
„Hirnforschung“ – Vortragsreihe in Darmstadt (ab 3.11.)

Dokumentation

Gottesdienst vor Konstituierung des Bundestages

 

Berichte

„Sie waren Wegbegleiter und Glaubenszeugen“

Abschluss- und Dankesfest des Bistums Mainz zum WJT mit Weihbischof Neymeyr

Nieder-Olm. „Ich danke allen, die dazu mitgeholfen haben, dass der Weltjugendtag im Bistum Mainz und in Köln zu solch einem großen Erfolg geworden ist.“ Das sagte der Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr anlässlich eines Abschluss- und Dankesfestes des Bistums Mainz zum Weltjugendtag 2005 am Freitag, 14. Oktober, in Nieder-Olm. Eingeladen waren die Mitglieder der verschiedenen Arbeitsgruppen, die den Weltjugendtag (WJT) im Bistum Mainz und in Köln in den letzten Jahren vorbereitet hatten.

Ausdrücklich dankte Neymeyr, der Jugenddezernent des Bistums ist, dem Diözesanbeauftragten für den Weltjugendtag, Pfarrer Hubert Hilsbos. Durch sein Engagement sei es gelungen, die anfängliche Skepsis gegenüber dem Weltjugendtag in Begeisterung zu verwandeln. In seinen Dank schloss der Weihbischof auch Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Markus W. Konrad, den Leiter des Bischöflichen Jugendamtes, Martin Gönnheimer, die Dekanatsjugendreferentinnen und -referenten sowie die Leiter der verschiedenen Arbeitsgruppen mit ein.

Neymeyr: Weltjugendtag ist kein Ereignis, das Geschichte ist

Das Fest wurde mit einer Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Georg in Nieder-Olm eröffnet. In seiner Predigt unterstrich Neymeyr, dass viel Tatkraft investiert worden sei, um Jugendliche und junge Erwachsene zur Teilnahme am Weltjugendtag zu bewegen. „Sie waren die Wegbegleiter dieser jungen Menschen und sind als Glaubenszeugen den Weg nach Köln mitgegangen. Dafür bin ich dankbar“, hob der Weihbischof hervor.

Weiter sagte Neymeyr, dass der Weltjugendtag kein Ereignis sei, das Geschichte ist. Das Thema „Jugend“ müsse weiter auf der Tagesordnung bleiben, unterstrich er. Es gelte, die positiven Erfahrungen, die die Jugendlichen beim WJT gemacht hätten, lebendig zu halten. Beim Weltjugendtag hätten sie erleben können, dass sie zu einer großen Gemeinschaft gläubiger Menschen gehörten. Dies wolle man beispielsweise durch regionale Weltjugendtage wach halten. „Der Weltjugendtag hat gezeigt, dass die Mitarbeiter in der Jugendpastoral der katholischen Kirche gefragte und gesuchte Menschen sind“, sagte er abschließend.

2.000 Jugendliche aus dem Bistum Mainz waren beim WJT in Köln

Während der „Tage der Begegnung“ (11. bis 15. August) waren 8.000 Gäste aus 55 verschiedenen Ländern in das Bistum Mainz gekommen, unter anderem aus Argentinien, Australien, China, Israel, Kenia und Sambia. Die größten Gruppen kamen aus Frankreich (2.100), Italien (1.800) und der Ukraine (1.000). Insgesamt war das Interesse an den „Tagen der Begegnung“ beim WJT in Deutschland mit 120.000 ausländischen Gästen größer als bei allen vorangegangenen Weltjugendtagen.

Am XX. Weltjugendtag in Köln (16. bis 21. August) haben rund 2.000 Jugendliche aus dem Bistum Mainz teilgenommen. Neben 1.400 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich über das Bistum angemeldet hatten, gab es etwa 330 direkte Anmeldungen in Köln sowie 310 Jugendliche, die sich im Freiwilligenprogramm beim WJT engagierten. Von der Bistumsleitung waren Kardinal Karl Lehmann sowie die Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr während des Weltjugendtages in Köln anwesend. Außerdem wurde das Katechesezentrum in der Historischen Stadthalle Wuppertal, dem rund 3.500 Jugendliche zugeteilt waren, von Bistum Mainz betreut. Zum Weltjugendtag in Köln (16. bis 21. August) hatten sich rund 400.000 Dauerteilnehmer angemeldet, an der Abschlussmesse auf dem Marienfeld bei Frechen mit Papst Benedikt XVI. nahmen rund 1,1 Millionen Gläubige teil.

am (MBN)

 

„Die positiven Erfahrungen wach halten“

Interview mit Diözesanjugendseelsorger Markus W. Konrad über den WJT in Köln

Mainz. Während des Weltjugendtages (WJT) in Köln leitete er gemeinsam mit Barbara Wolf-Gröninger das Katechesezentrum in der Historischen Stadthalle Wuppertal: Diözesanjugendseelsorger Markus W. Konrad. Für Konrad war es nach Toronto 2002 der zweite Weltjugendtag. Im Interview schildert er seine Eindrücke vom bisher größten Christentreffen in Deutschland und denkt über die Konsequenzen für die Jugendarbeit im Bistum Mainz nach.

MBN: Der Weltjugendtag liegt jetzt zwei Monate zurück, am vergangenen Freitag ist in Nieder-Olm mit Mitgliedern verschiedener Arbeitsgruppen, die den WJT im Bistum Mainz vorbereitet hatten, ein Dankes- und Abschlussfest gefeiert worden. Ist der Weltjugendtag für die Diözese jetzt erledigt? 

Konrad: Nein. Viele Jugendliche sind tief beeindruckt vom Weltjugendtag zurückgekehrt. Sie haben dort erfahren, dass sie zu einer großen Gemeinschaft gläubiger junger Menschen gehören. Diese positive Erfahrung müssen wir wach halten.

MBN: Wie soll das geschehen?

Konrad: Wir werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu anderen Veranstaltungen einladen, wo sie ähnliche Erfahrungen machen können. Beispielsweise zu Katholikentagen, zu Jugendwallfahrten oder regionalen Weltjugendtagen. Auch die Dekanatsjugendgottesdienste sollen wiederbelebt werden. Zudem möchten wir die Jugendarbeit in den Dekanaten vernetzen, damit die Jugendlichen spüren, dass sie zu einer großen Gruppe gehören. Das stärkt ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein als junge religiöse Menschen.

MBN: Gibt es konkrete Ideen für das Bistum Mainz?

Konrad: Möglicherweise wird im Bistum Mainz ein so genannter Jugendsonntag eingeführt. Auch über Jugendkirchen denken wir nach. Das Entscheidende aber ist, dass die hauptamtlichen Mitarbeiter, die für Jugendarbeit zuständig sind, wirklich Zeit für die jungen Christen haben und diese Zeit auch strukturell eingeplant wird.

Wuppertal, 18.8.2005: Pfarrer Markus W. Konrad und Barbara Wolf-Gröninger (vorne) mit der Band 'Crescendo' in der Histoischen Stadthalle Wupertal.

MBN: Sie haben in der Historischen Stadthalle in Wuppertal gemeinsam mit Barbara Wolf-Gröninger ein Katechesezentrum geleitet. Wie waren ihre Erfahrungen dort?

Konrad: Ich denke, dass die Katechesen mit ihren Vorträgen, Diskussionen und abschließendem Gottesdienst eine sehr anspruchsvolle Form der Glaubensvermittlung für Jugendliche waren. Wichtig war für die jungen Gläubigen, einen authentischen Glaubenszeugen zu erleben. Persönlich hätte ich mir bisweilen etwas mehr Austausch zwischen den Bischöfen und den Jugendlichen gewünscht.

MBN: Was ist Ihnen vom Weltjugendtag am stärksten im Gedächtnis geblieben?

Konrad: Zum einen erinnere ich mich an die vielen Gespräche mit jungen Christen, die mit mir über die Bedeutung des Glaubens für ihr Leben gesprochen haben. Da ist zum anderen natürlich die Vigil auf dem Marienfeld. Das Bild Tausender brennender Kerzen war spektakulär. Auch die Atmosphäre war besonders: Sie hatte genau die richtige Mischung von Begeisterung und Stille.

MBN: Man hört von vielen, dass die Vigil auf dem Marienfeld der Höhepunkt des Weltjugendtages war. Kann daraus auch eine Konsequenz gezogen werden?

Konrad: Gottesdienste müssen Atmosphäre schaffen und eine Alternative zum Alltag der Jugendlichen sein. Sinnliche Erfahrungen sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Und dazu gehören Licht – beispielsweise Kerzenschein – oder auch der Duft von Weihrauch. Für Jugendliche spielen außerdem Stille und Einkehr eine wichtige Rolle.

MBN: Die Vigil auf dem Marienfeld schloss mit einer eucharistischen Anbetung. Haben die traditionellen liturgischen Formen eine Chance bei Jugendgottesdiensten?

Konrad: Ich denke, dass bei vielen Jugendlichen eine große Bereitschaft herrscht, sich auf traditionelle liturgische Formen einzulassen. Dies kann aber nur funktionieren, wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Seelsorger und den Jugendlichen herrscht. Auch müssen diese Formen gut eingeführt und erklärt werden.

MBN: Im Jahr 2006 findet der nächste Weltjugendtag in Sydney statt. Fahren Sie mit?

Konrad: Ich spare schon – wie wahrscheinlich viele andere Jugendliche und junge Erwachsene auch. Das Bischöfliche Jugendamt wird auf alle Fälle eine Fahrt zum Weltjugendtag 2008 in Sydney organisieren.

am (MBN)

 

Nur der Name ist ähnlich

Kein Zusammenhang zwischen Mainzer Martinus-Schulen und St. Martin e.V.

Mainz. Das Dezernat Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariates in Mainz weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass zwischen der vorgeblichen Hilfsorganisation St. Martin e.V. und den Mainzer Martinus-Schulen kein Zusammenhang besteht. Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hat diese Woche eine Verfügung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier bestätigt, nach der dem Koblenzer Verein St. Martin e.V. die Werbung von Fördermitteln und die Sammlung von Geldspenden landesweit untersagt wurde.

Die Mainzer Martinus-Schulen sind demgegenüber Einrichtungen des Bistums Mainz, die sowohl der kirchlichen als auch der staatlichen Schulaufsicht unterliegen und mit dem beklagten Koblenzer Verein außer der Namensähnlichkeit nichts zu tun haben. Spenden und andere Zuwendungen an die Martinus-Schulen sind weiterhin möglich und steuerlich abzugsfähig.

am (MBN)

 

„Tag der Arbeitswelt“

Mitarbeiter des Dekanates Rüsselsheim besuchten Standort Groß-Gerau der Südzucker AG

Groß-Gerau, 12.10.2005: Betriebsseelsorger Hans Zinkeisen (r.) und Dekan Norbert Kissel (2.v.r.) beim Besuch des Standortes Groß-Gerau der Südzucker AG.

Groß-Gerau. 20 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Dekanat Rüsselsheim haben am Mittwoch, 12. Oktober, den Standort Groß-Gerau der Südzucker AG besucht. Dieser so genannte „Tag der Arbeitswelt“ findet einmal jährlich im Dekanat statt; Einladende waren der Betriebsseelsorger der Regionalstelle Rüsselsheim, Hans Zinkeisen, und der Dekan des Dekanates Rüsselsheim, Pfarrer Norbert Kissel. Im Rahmen des Besuches besichtigten die Teilnehmer die Werksanlagen, informierten sich über die Zuckerfabrik in Groß-Gerau und die Südzucker AG und diskutierten mit Vertretern der Geschäftsleitung und des Betriebsrates die aktuelle Lage auf dem EU-Zuckermarkt.

125.000 Tonnen Zucker im Wirtschaftsjahr 2005/2006

Seit 1884 wird in Groß-Gerau Zucker aus Zuckerrüben hergestellt. Während der Erntezeit der Zuckerrüben (September bis Dezember), der so genannten Kampagne, werden pro Tag rund 9.300 Tonnen Zuckerrüben angeliefert, das entspricht einer Menge etwa 810.000 Tonnen in einer Kampagne. Für das Wirtschaftsjahr 2005/2006 gehe man davon aus, dass im Werk Groß-Gerau 125.000 Tonnen Zucker hergestellt werden, sagte der Werksleiter der Zuckerfabrik, Dr. Arnd Reinefeld. Diese Menge decke den Jahres-Zuckerbedarf von 3,3 Millionen Bundesbürgern. Am Standort Groß-Gerau seien 125 Mitarbeiter angestellt, davon 18 Auszubildende. Für die Kampagnenzeit 2005 seien zudem 27 Aushilfskräfte eingestellt worden.

Die Zuckerfabrik in Groß-Gerau ist ein Standort der Südzucker AG, ein deutscher Ernäherungskonzern mit Sitz in Mannheim. Er zähle zu den weltweit größten Zuckerproduzenten aus Zuckerrüben, erläuterte Reinefeld. Bei der Südzucker AG, die neben elf Zuckerfabriken in Deutschland über Standorte unter anderem in Frankreich, Belgien, Österreich, Tschechien, Polen, Rumänien und Moldawien verfügt, seien 17.500 Mitarbeiter beschäftigt; der Umsatz des Unternehmens betrage 4,8 Milliarden Euro. In einem Jahr produziere die Südzucker AG 5,1 Millionen Tonnen Zucker, rund ein Fünftel der gesamten Produktion in der EU.

Diskussion um neue EU-Zuckermarktordnung

Ausführlich diskutierten die Besucher die möglichen Auswirkungen der neuen Zuckermarktordnung in der EU. Im Zuge dieser Neuordnung soll unter anderem der institutionelle Zuckerpreis ab dem Wirtschaftsjahr 2006/2007 in zwei Jahresschritten um 40 Prozent gesenkt werden. Für die Landwirte soll es dafür Ausgleichszahlungen geben. Inwieweit diese Neuerungen Auswirkungen auf das Werk in Groß-Gerau haben, ließ Reinefeld offen. Jeder Standort sei auf dem Prüfstein, sagte er, er wisse um das „unsichere Gefühl“ der Mitarbeiter.

Stichwort: Betriebsseelsorge im Bistum Mainz

„Im Auftrag des Bischofs von Mainz bildet die Arbeitnehmerpastoral eine Brücke zwischen beruflichem Alltag und kirchlichem Leben“, heißt es zur Aufgabe der Betriebsseelsorge in der Neukonzeption der Betriebsseelsorge aus dem Jahr 2004. Und weiter: „Sie ist bestrebt, den einzelnen Menschen mit seinen Sorgen und Nöten im Blick zu halten und ihm vorwiegend als arbeitendem Menschen Begleiter zu sein.“ Die Betriebsseelsorge im Bistum Mainz ist dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ zugeordnet, innerhalb der Zielgruppenseelsorge im Seelsorgedezernat des Bischöflichen Ordinariates. Dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ sind die Fachgebiete „Arbeitswelt und Wirtschaft“, „Arbeitnehmer- und Betriebsseelsorge“ und „Arbeitslosenseelsorge“ zugeordnet. Leiter des Referates „Berufs- und Arbeitswelt“, das eng mit den Pfarrgemeinden und den katholischen Sozialverbänden zusammenarbeitet, ist seit dem Jahr 2002 Thomas Domnick.

Die erste Betriebsseelsorge-Stelle wurde 1964 in Rüsselsheim eingerichtet. 1972 kam die Regionalstelle Oberhessen hinzu. Es folgten Offenbach (1974), Mainz (1976) und Darmstadt (1979). Im Jahr 1983 kam die Stelle „Arbeitslosenseelsorge“ hinzu. Im gleichen Jahr wurde auch das „Sofortprogramm“ ins Leben gerufen, das Betriebe mit 1.500 Euro pro Ausbildungsjahr unterstützt, wenn diese zusätzlich ausbilden oder einem Jugendlichen mit schwierigen Voraussetzungen einen Ausbildungsplatz bieten. Seit 1983 wurden durch Kirchensteuermittel und Spenden über vier Millionen Euro für das „Sofortprogramm“ aufgebracht und damit über 770 zusätzliche Ausbildungsplätze gefördert.

Als letzte Regionalstelle wurde 1987 Worms eingerichtet. Im Jahr 2004 wurde die Aktion „SymPaten“ ins Leben gerufen. Die Aktion bietet Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, Wegbegleiter beim Übergang von der Schule ins Berufsleben an. In besonderer Weise geprägt wurde die Arbeit der Betriebsseelsorge durch Monsignore Manfred Gärtner, der das Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ ab 1978 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 leitete.

Dem Referat „Berufs- und Arbeitswelt“ sind außerdem das „Gelbe Haus Offenbach e.V.“ und das „Ketteler-Cardijn-Werk e.V.“ zugeordnet. Das 1984 gegründete „Gelbe Haus“ in Offenbach unterstützt junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf bei ihrer sozialen und beruflichen Integration. Das Ketteler-Cardijn-Werk in Griesheim wurde 1989 gegründet. Es bietet Menschen nach längerer Arbeitslosigkeit und Sozialhilfebezug die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt wieder durch eigene Arbeit zu bestreiten. Die Einrichtung führt vor allem Renovierungs- und Umbauarbeiten aus und bietet die Pflege von Grünanlagen an. In der Außenstelle Rüsselsheim gibt es einen Bereich Hauswirtschaft.

am (MBN)

 

„Ein Dankeschön für den ungeheuren Einsatz“

Mainzer Domchor und Mädchenchor unternehmen Konzertreisen

Mainz. Am Freitag, 21. Oktober, brechen der Mainzer Domchor und der Mädchenchor am Dom und St. Quintin zu Konzertreisen auf. Der Mainzer Domchor reist mit Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft bis Donnerstag, 3. November, in die USA; der Mädchenchor besucht mit seinem Leiter, Domkantor Karsten Storck, bis Freitag, 28. Oktober, Passau und die österreichische Bundeshauptstadt Wien.

Der Domchor reist bereits zum zweiten Mal in die Vereinigten Staaten. Stationen der Reise sind Phoenix, Los Angeles, die Mainzer Partnerstadt Louisville sowie New York. Bei den neun Auftritten wird der Domchor, der mit 60 Jungen und Männern in die USA reist, Werke unter anderen von Orlando di Lasso, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy singen. Aber auch deutsche Volkslieder und Gospel stehen auf dem Programm. „Diese Reise soll auch ein Dankeschön für die Mitglieder des Chores für ihren ungeheuren Einsatz im Mainzer Dom sein“, unterstreicht Breitschaft. Auch hofft er, dass die Reise die Chorgemeinschaft stärken wird.

Die sechzig Mädchen des Mädchenchores haben Chormusik aus allen Epochen der Musikgeschichte in ihrem Gepäck. „Unser Schwerpunkt wird aber die Chorliteratur für gleiche Stimmen aus der Zeit der Romantik sein“, beschreibt Storck das Musikprogramm. Der Mädchenchor wird drei Auftritte bestreiten: Die Mädchen gestalten Hochämter im Dom zu Passau und im Wiener Stephansdom sowie eine Abendmesse in der Kirche St. Peter in Wien. Storck dankt ausdrücklich Domkapellmeister Breitschaft für seine Hilfe bei den Reisevorbereitungen. „Ohne seine vielen Kontakte wäre die Reise so nicht zustande gekommen“, betont er.

am (MBN)

 

Oft massive Probleme

Vortrag zum Thema „Scheidungsväter“ im Erbacher Hof

Mainz. Auf die Probleme von Männern, die von Scheidung betroffen sind, hat Professor Gerhard Amendt am Freitag, 7. Oktober, im Erbacher Hof in Mainz hingewiesen. Amendt, der Mitglied des Instituts für Geschlechter- und Generationenforschung an der Universität Bremen ist, stellte die Ergebnisse eines mehrjährigen Projektes vor, in dessen Rahmen er 3.600 Scheidungsväter befragt hatte. Veranstaltet wurde der Abend von den Referaten „Männerseelsorge“, „Ehe und Familie“ und „Alleinerziehende“ des Bischöflichen Ordinariates.

Amendt sagte, dass 50 Prozent der Männer, die von Scheidung betroffen sind, zum Teil mit massiven Problemen belastet seien. Ein Teil erkranke, könne der Arbeit nicht mehr nachgehen oder müsse psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen. Rund zwanzig Prozent der Scheidungsväter kämen ihren Unterhaltszahlungen nicht nach, was vor allem an fehlenden finanziellen Mitteln liege. Amendt unterstrich, dass die Männer, die regelmäßig Kontakt zu ihren Kindern haben, eher bereit seien, ihren Unterhaltspflichten nachzukommen als diejenigen, denen der Kontakt verweigert oder erschwert werde. „Männer wollen sich nicht nur als Zahlmeister sehen, sondern auch in ihrer Väterlichkeit wahrgenommen werden“, sagte Amendt.

Amendt kritisierte zudem, dass die hohe Bedeutung der Väter für die Entwicklung ihrer Kinder in der Öffentlichkeit nicht genügend wahrgenommen werde. Jugendämter, Beratungsstellen der freien Wohlfahrtsverbände und Richter trügen bei Scheidungsstreitigkeiten selten zur Realisierung eines gemeinsamen Sorgerechts bei.

am (MBN)

 

„Management“, „Beratung“, „Pflege und Gesundheit“

Fortbildungsangebote der Katholischen Fachhochschule Mainz

Mainz. Die Katholische Fachhochschule (KFH) Mainz präsentiert auch für das Jahr 2006 wieder ein vielfältiges Weiterbildungsprogramm. Das Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw) an der KFH bietet seit vielen Jahren Fortbildungsangebote für Fach- und Leitungskräfte in der sozialen Arbeit, dem Bildungswesen und im Pflege- und Gesundheitsbereich an. So findet im Themenschwerpunkt „Management“ in diesem Jahr das Thema „Konflikte“ besondere Beachtung. Im Schwerpunkt „Beratung“ wird erstmals die Veranstaltung „Ericksonsche Grundhaltungen und einfache Trancestrategien in der Beratung“ durchgeführt. Und im Schwerpunkt „Pflege und Gesundheit“ wird beispielsweise in einem Workshop zum spielerischen Experimentieren mit theaterpädagogischen Methoden für die Gestaltung von Lehr-Lernprozessen in der Pflege eingeladen.

Hinweis: Das Programmheft mit allen Fortbildungsangeboten ist erhältlich bei der Katholischen Fachhochschule Mainz, Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw), Postfach 2340, 55013 Mainz, Tel.: 06131/2894443, Internet: http://www.kfh-mainz.de/ifw  

am (MBN)

 

Vorschau

Blick hinter die Kulissen (24.10.)

Einladung der Martinus-Bibliothek zum „Tag der Bibliotheken“

Mainz. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der Bibliotheken“ am Montag, 24. Oktober 2005, lädt die Martinus-Bibliothek, wissenschaftliche Diözesanbibliothek, zu zwei Rundgängen ein. Sie stehen unter der Überschrift „Blick hinter die Kulissen – Wie arbeitet eine wissenschaftliche Bibliothek“ und finden um 14.00 Uhr und um 17.00 Uhr statt. Zudem wird von 14.00 bis 18.00 Uhr ein „Kleiner Bücherbasar“ veranstaltet.

Mit dem „Blick hinter die Kulissen“ möchten die Mitarbeiter der Martinus-Bibliothek die Arbeit einer wissenschaftlichen Bibliothek vorstellen. Dabei werden Einblicke in den Arbeitsalltag und die sonst nicht zugänglichen Bereiche der Bibliothek ermöglicht. Folgende Fragen sollen interessierten Besuchern beantwortet werden: Was passiert mit einem Buch auf seinem Weg vom Buchhändler bis zur Bereitstellung in der Ausleihe der Bibliothek? – Wie viele Arbeitsschritte sind notwendig, bis der Benutzer das Buch in die Hand nehmen kann? – Wie werden die Bestände erschlossen? – Wo und wie werden die vielen Bücher gelagert und verwaltet?

„Weiterhin möchten wir mit der Teilnahme am ,Tag der Bibliotheken’ auf den hohen Wert aller Bibliotheken aufmerksam machen. Sie garantieren den freien Zugang zu Information, Wissen und Bildung“, sagt Diplom-Bibliothekarin Martina Pauly, Mitarbeiterin in der Martinus-Bibliothek. Die Vermittlung von Informationskompetenz, die Bereitstellung von Büchern, Zeitschriften, neuen Medien und digitalen Informationsnetzen machten Bibliotheken unverzichtbar für die Wissensgesellschaft der Zukunft und das Bestehen im internationalen Leistungswettbewerb.

Hinweis: Weitere Informationen bei der Martinus-Bibliothek, Grebenstraße 8, 55116 Mainz, Tel.: 06131/266222, E-Mail: martinus.bibliothek@bistum-mainz.de, Internet: http://www.bistum-mainz.de/martinus-bibliothek. Die Öffnungszeiten der Bibliothek sind: Montag bis Freitag, 9.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr.

am (MBN)

 

Das Herz Spaniens: Kastilien (24.10.)

Vorstellung eines Buches von José Jiménez Lozano

Mainz. Unter der Überschrift „Kastilien. Eine spirituelle Reise durch das Herz Spaniens“ steht eine Buchvorstellung, die am Montag, 24. Oktober, um 19.00 Uhr in der Akademie des Bistums Mainz Erbacher Hof stattfindet. Vorgestellt wird ein Werk des spanischen Autors José Jiménez Lozano (geb. 1930), der 2002 mit dem Cervantes-Preis, dem bedeutendsten spanischen Autorenpreis, ausgezeichnet wurde. Referenten sind der Übersetzer des Buches, Dr. Michael Lauble, sowie der Autor des Nachwortes der in diesem Herbst erscheinenden deutschen Ausgabe, Professor Mariano Delgado. Die Referenten werden mit einem Kurzvortrag, Bildern und Texten in das Kastilien José Jiménez Lozanos einführen.

Hinweis: Weitere Informationen bei der Akademie des Bistums Mainz Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de, Tel.: 06131/257-521 und -550.

am (MBN)

 

Offenbacher Ketteler-Krankenhaus zertifiziert (26.10.)

Festakt mit Kardinal Lehmann / Zertifikat nach „ProCum Cert inkl. KTQ“

Offenbach. Das Offenbacher Ketteler-Krankenhaus ist von der Zertifizierungsgesellschaft ProCum Cert GmbH zertifiziert worden. Aus diesem Anlass findet am Mittwoch, 26. Oktober, um 14.00 Uhr, im Pfarrzentrum Heilige Dreifaltigkeit (Obere Grenzstraße 125) ein Festakt statt. Im Rahmen dieses Festaktes wird Kardinal Karl Lehmann einen Vortrag zum Thema „Christliche Werte im christlichen Krankenhaus“ halten.

am (MBN)

 

„Kontraste und Beziehungen“ (29.10.)

Konzert für Gitarre und Fagott in Bad Nauheim-St. Bonifatius

Bad Nauheim. Am Samstag, 29. Oktober, findet um 19.00 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Bonifatius in Bad Nauheim ein Konzert unter dem Motto „Kontraste und Beziehungen“ statt. Es erklingen Kompositionen und Improvisationen für Fagott und Gitarre aus Barock und Moderne. Für dieses Konzert konnte die katholische Pfarrei St. Bonifatius in Zusammenarbeit mit dem Regionalkantorat Bad Nauheim das Musiker-Duo Monika Zalewski (Fagott) und Reinhard Zalewski (Gitarre) aus Münster i.W. gewinnen.

Hinweis: Der Eintritt für das Konzert beträgt sechs bzw. fünf Euro. Weitere Informationen bei Regionalkantor Nicolo Sokoli, Karlstr. 35, 61231 Bad Nauheim, Tel.: 06032/931-343 oder -312.

am (MBN)

 

„Ist unser freier Wille eine Illusion?“ (ab 3.11.)

Vortragsreihe des Katholischen Bildungszentrums Darmstadt zum Thema „Hirnforschung“

Darmstadt. Unter der Überschrift „Verändert die Hirnforschung unser Bild vom Menschen?“ steht eine sechsteilige Vortragsreihe von Donnerstag, 3. November, bis Donnerstag, 8. Dezember, im „Offenen Haus – Evangelisches Forum“ in Darmstadt. Veranstalter ist das Katholische Bildungszentrum NR 30 in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung in Darmstadt.

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am Donnerstag, 3. November, mit einem Vortrag von Christian Geyer, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über das Thema „Ist unser freier Wille eine Illusion? Auseinandersetzung mit Erkenntnissen und Experimenten der Hirnforschung“. In wöchentlichem Abstand folgen Vorträge von Gerald Kreft („Die Hysterie weiß nichts von der Anatomie des Gehirns“), Professor Klaus Lüderssen („Entscheidungsfreiheit und freier Wille“), Professor Wolfgang Wagner („Das Gehirn“), Professor Thomas Metzinger („Ich und Selbst – Produkte unseres Gehirns?“) und Albert Käuflein („Determiniert das Gehirn unser Handeln?“). Alle Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt drei Euro.

Hinweis: Weitere Informationen beim Katholischen Bildungszentrum NR 30, Nieder-Ramstädter Straße 30, 64283 Darmstadt, Tel.: 06151/20963, E-Mail: kath.bildungszentrum-darmstadt@t-online.de. Die Adresse des Veranstaltungsortes: Das „Offene Haus – Evangelisches Forum Darmstadt“, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt.

am (MBN)

 

Dokumentation

Heiliger Mut zur Erneuerung

Konstituierender Sitzung des Deutschen Bundestages ging Ökumenischer Gottesdienst voran

Berlin. Am Dienstag, 18. Oktober, fand im Berliner Reichstag die konstituierende Sitzung des Deutschen Bundestages statt. Aus diesem Anlass wurde in der Französischen Friedrichstadtkirche ein Ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Im Folgenden dokumentieren wir die Begrüßung und Hinführung des Bischofs von Mainz und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Der Friede sei mit Euch!

Herr Bundespräsident, Herr Bundestagspräsident, Herr Bundeskanzler mit den Mitgliedern der Bundesregierung, Herr Bundesratspräsident, Herr Bundesverfassungsgerichtspräsident! Verehrte Damen und Herren, besonders die Abgeordneten des neu gewählten Deutschen Bundestages, Frau Dr. Merkel, Herr Glos!Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Mit dem Friedensgruß des auferstandenen Herrn darf ich Sie, zugleich im Namen des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber, und aller, die diesen Gottesdienst mitgestalten, besonders Frau Bischöfin Rosemarie Wenner und den Herren Prälaten Stephan Reimers und Dr. Karl Jüsten, sehr herzlich begrüßen. Es ist uns dabei eine besondere Freude, dass Sie, verehrter Herr Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler, durch Ihre Anwesenheit und Mitfeier einen unübersehbaren Akzent setzen. Ich begrüße namentlich auch den Herrn Bundestagspräsidenten, den Herrn Bundeskanzler und die Damen und Herren der Bundesregierung, den Bundesratspräsidenten und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes.

In diesem Gottesdienst wollen wir Ihnen allen auch ein herzliches Vergelt´s Gott sagen für die unzähligen Anstrengungen, die Sie alle in den letzten Jahren innerhalb und außerhalb unseres Landes um der Menschen willen, besonders auch der Armen und Schwachen, gemacht haben. Nur Gott kennt alle Mühen wirklich; er sieht in unser Herz und kennt den Menschen. Und bei ihm gilt auch all das, was wir besten Willens versucht haben, aber – menschlich gesprochen – gescheitert ist. Ihm dürfen wir in allem unsere ganze Geschichte übergeben und bei aller Unruhe dennoch gelassen bleiben, weil wir um seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit wissen. Wir wollen vor der Konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages miteinander beten, eingedenk des Aufrufes des Apostels im ersten Brief an Timotheus: „Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen, für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können.“ (2,1f.)

Wir beten nicht nur und zuerst „für alle, die Macht ausüben“, weil diese Macht und vor allem das Streben nach ihr uns zu allerhand verführen können, selbst wenn die Ausübung von Macht zur verbindlichen Ordnung und Gestaltung unseres Gemeinwesens von Hause aus gut ist. In diesen Zeiten jedoch geht es besonders auch darum, dass wir die großen Wandlungen und Herausforderungen mutig wahrnehmen, die uns schon seit einiger Zeit grundlegend gestellt sind und mit deren Erneuerung wir uns so schwer tun. Deshalb dürfen wir vor allem auch den Kairos, die uns geschenkte Zeit und vor allem die rechte Zeit, nicht verpassen. Wir stehen dabei nicht nur vor Entwicklungen in unserem Land, sondern müssen vor allem auch die fundamentalen Verschiebungen im globalen Gefüge von Völkern und Volkswirtschaften im Auge behalten.

Wir suchen dabei zuerst nach grundlegenden Orientierungen, die uns leiten. Das Wortfeld „Wert und Werte“ wird geradezu inflationär dafür in Anspruch genommen, dabei freilich auch verbraucht. Gewiss müssen wir unsere außerordentlich verschiedenen Maßstäbe menschlichen Zusammenlebens im Dialog und Diskurs, und vielleicht auch im Streit, auf jeden Fall mit Rücksicht und Toleranz zur Geltung bringen. Die geistigen und ethischen Grundentscheidungen müssen uns am Ende leiten, nicht die von außen kommenden Zwänge allein. In unseren Tagen wird aber weltweit die Frage immer drängender, woher diese Maßstäbe kommen und wie gerade die höchsten „Werte“ verbindlich bleiben können. Der Zweifel wächst, ob denn die säkularen Normen für sich allein ausreichen. Die Bedenken verstärken sich, wenn wir inmitten von Gewalttaten, Ungerechtigkeit und Katastrophen nach den wahren Garanten für eine friedvolle menschheitliche Lebensordnung suchen. Als Christen sind wir – im Gespräch mit dem Judentum und dem Islam, aber auch mit Anhängern anderer Religionen – der festen Überzeugung, dass nur Gott selbst der letzte Hüter unserer „Werte“ und am Ende auch der einzige Retter aus aller Not ist.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, in diesem Sinne wollen wir gemeinsam um das Geschenk dieser starken Impulse von Gott selbst her miteinander beten, „damit wir“ – wie der Paulus der Pastoralbriefe sagt – „in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können“ – gegen alle Ermüdungserscheinungen und den Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Wir bitten um das Erbarmen Gottes und seinen starken Geist. Amen.

(MBN)