Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 30, 10.August 2005
Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte und Vorschau zum Weltjugendtag
Das Bistum Mainz beim Weltjugendtag in Köln
Einlasskarten für Gottesdienst im Bruchwegstadion (15.8.)
Aussendungsgottesdienst des Projektes „Magis“ in Mainz
Interview mit Weihbischof Guballa zur Hochschulpastoral
Pax-Bank beteiligt sich am „Tag des sozialen Engagements“
Papstbotschaften zum Weltjugendtag per SMS
Berichte
Katechese von Pfarrer Hilsbos beim Emmaus-Gebetskreis
Vortrag von Professor Stephan Füssel
Dr. Hinkel präsentierte Journalisten die Martinus-Bibliothek
Qualitätszertifizierung für Haus am Maiberg
Generalvikar diskutierte zum Thema Patientenverfügung
14 Teilnehmer beim Projekt „Gehversuche Friedensschritte“
Pressearbeit für Katholische Büchereien
„Training sozialer Kompetenzen“ im Mainzer Kolpinghaus
Vorschau
Gruppe „Kupalinka“ singt in Mainz (13.-14.8.)
Aktion „Tische rund um den Dom“ (21.8.)
339. Rochuswallfahrt in Bingen (21.-28.8.)
Meditative Kirchenführungen in Mainz-St. Peter (ab 9.9.)
Projekt „Schöpfung im Licht“ im Mainzer Dom (10.9.)
Ausstellung mit Bildern von Pfarrer Baunacke (13.-21.9.)
Tagung zum christlich-islamischen Dialog (27.9.)
Personalien
Bischofskaplan Martin Berker wird Subregens
Hohe Auszeichnung für Professor Michael Jung
Dokumentation
AkthB fordert Unterstützung der Bibliotheken
Publikationen
Erstmals Jahresbericht des Bistums Mainz veröffentlicht
Berichte und Vorschau zum Weltjugendtag
Das Bistum Mainz beim Weltjugendtag in Köln
Teilnahme von über 2.000 Jugendlichen / Katechesen von Lehmann und Neymeyr
Mainz/Köln. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, sowie die beiden Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr werden während des gesamten Weltjugendtages (WJT) von Dienstag, 16. August, bis Sonntag, 21. August, in Köln sein. Kardinal Lehmann wird neben dem Eröffnungsgottesdienst in Düsseldorf unter anderem eine Katechese in Wuppertal halten. Während des Weltjugendtages wird Kardinal Lehmann an mehreren Pressekonferenzen im WJT-Pressezentrum teilnehmen, zu denen die Pressestelle des WJT-Büros einladen wird. Außerdem wird er als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Papst Benedikt XVI. während seines Aufenthaltes in Köln vom 18. bis 21. August begleiten.
Weihbischof Guballa, der in der Kommission Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz für den Bereich Hochschulpastoral zuständig ist, wird während des WJT unter anderem in den studentischen Begegnungszentren des Forums Hochschule und Kirche in Köln tätig sein. Bei Weihbischof Neymeyr, dem Mainzer Bischofsvikar für die Jugend, stehen unter anderem zwei Katechesen in Düsseldorf und Velbert-Neviges auf dem Programm. Darüber hinaus haben sich einige Priester aus dem Bistum Mainz für die Beichtzentren in der Kölnmesse und auf dem Marienfeld angemeldet.
Jugendliche aus Klein-Krotzenburg werden den Papst begrüßen
Aus dem Bistum Mainz werden rund 2.000 Jugendliche am Weltjugendtag (WJT) in Köln teilnehmen. Neben rund 1.400 Jugendlichen, die sich über das Bistum angemeldet haben, gibt es etwa 330 direkte Anmeldungen in Köln sowie 310 Jugendliche, die sich im Freiwilligenprogramm beim WJT engagieren. Bei der Ankunft von Papst Benedikt XVI. auf dem Flughafen Köln/Bonn werden zwei Jugendliche aus jedem deutschen Bistum anwesend sein. Für das Bistum Mainz werden Rebecca und Isabel Hentschel aus Klein-Krotzenburg-St. Nikolaus an der Begrüßung auf dem Flughafen teilnehmen.
Bistum Mainz betreut Katechesezentrum in Wuppertal
Das Katechesezentrum in der Historischen Stadthalle Wuppertal, dem rund 2.300 Jugendliche zugeteilt sind, wird vom Bistum Mainz betreut. Dort wird von Mittwoch, 17. August, bis Freitag, 19. August, jeweils von 9.00 bis 13.00 Uhr eine Katechese sein (17.8.: Kardinal Lehmann; 18.8.: Weihbischof Renz, Diözese Rottenburg-Stuttgart; 19.8.: Erzbischof Schick, Erzdiözese Bamberg). Pfarrer Markus Konrad, Diözesanjugendseelsorger des Bistums Mainz, und Barbara Wolf-Gröninger, Referentin für Religiöse Bildung im Jugendamt des Bistums Mainz, werden dort unter anderem in die Katechesen einführen und diese moderieren. Die musikalische Gestaltung der Katechesen übernimmt die Band „Crescendo“ aus St. Bartholomäus-Klein-Zimmern. Die Historische Stadthalle Wuppertal ist unter anderem auch der Katecheseort für 120 Jugendliche aus dem Dekanat Dieburg.
Uraufführung der „Missa Mundi“ von Thomas Gabriel
Thomas Gabriel, Regionalkantor in Seligenstadt, ist musikalischer Leiter des Ensembles bei der Vigil mit Papst Benedikt XVI. am Samstagabend, 20. August, auf dem Marienfeld, sowie an gleicher Stelle bei der Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. am Sonntag, 21. August. Beim Schlussgottesdienst wird Gabriel die Uraufführung der von ihm komponierten „Missa Mundi“ leiten. Mitwirken wird dabei unter anderen die Choralschola Seligenstadt. Gabriel wird ab Mittwochabend, 17. August, bis Freitag, 19. August, mit seinem Ensemble auf dem Marienfeld für die beiden Auftritte proben.
Termine und Aktivitäten von Vertretern aus dem Bistum Mainz beim WJT (kurzfristige Änderungen des Programms sind möglich):
Montag, 15. August:
- 19.30 Uhr - Teilnahme von Weihbischof Guballa bei der Ankunft des Schiffes „Friend-Ship“ der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster (KSHG) in Köln - Anleger „Am Messeturm“, Kennedy-Ufer/Kölnmesse
- 20.30 Uhr - Teilnahme von Weihbischof Neymeyr an der Eröffnung des Pfadfinder-Zeltlagers „Scoutmission“ zum WJT auf den Düsseldorfer Rheinwiesen und Segnung des für diesen Anlass vom Verband der Deutschen Aluminium-Industrie gestifteten zehn Meter hohen Aluminium-Kreuzes; veranstaltet wird das Zeltlager von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) und dem Internationalen Päpstlichen Missionswerk Missio - Rheinwiesen in Düsseldorf
Dienstag, 16. August:
- 11.00 Uhr - Pressekonferenz mit Weihbischof Guballa, Hochschul-Bischof der Deutschen Bischofskonferenz, beim Forum Kirche und Hochschule zum Thema „Study for Love and Justice - Studierende beim WJT“; weitere Teilnehmer: Pfarrer Jürgen Janik, Vorsitzender der Konferenz für Katholische Hochschulpastoral (KHP) und Hochschulpfarrer in Darmstadt; Dr. Bruno Kurth, Erster Vorsitzender des Forums Kirche und Hochschule; Florian Schulz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH) und Kevin Ahern, Präsident des International Movement of Catholic Students (IMCS) - Friend-Ship, Anleger „Am Messeturm“, Kennedy-Ufer/Kölnmesse
- 15.00 Uhr - Teilnahme von Weihbischof Guballa an der Pressekonferenz zum Thema „Catholic Youth Organizations facing Globalization“ - WJT-Pressezentrum, Kölnmesse, Kleiner Rheinsaal
- 17.00 bis 19.00 Uhr - Eröffnungsgottesdienst mit Kardinal Lehmann in der LTU-Arena in Düsseldorf, Europaplatz 5
- 21.00 bis 21.45 Uhr - Teilnahme von Weihbischof Neymeyr an der Fernsehsendung „Phoenix-Runde Spezial“ Kirche, Kult und Charisma - Der Weltjugendtag in Köln". Weitere Gesprächsteilnehmer sind Stefanie Orth, BDKJ-Diözesan-leiterin Freiburg, und der Fernsehmoderator Mola Adebisi. Die Moderation übernimmt Gaby Dietzen. Die Diskussion wird live vom Messeturm in Köln-Deutz gesendet.
Mittwoch, 17. August:
- 9.00 bis 13.00 Uhr - Katechese von Kardinal Lehmann zum Thema „Die Wahrheit als tiefen Sinn menschlicher Existenz suchen - Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen (Mt 2,2)“ - Moderation und Einführung: Pfarrer Markus Konrad, Diözesanjugendseelsorger des Bistums Mainz, und Barbara Wolf-Gröninger, Referentin für Religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt Mainz; danach Eucharistiefeier - Historische Stadthalle Wuppertal, Johannisberg 40, 42103 Wuppertal
- 11.00 Uhr - Teilnahme von Weihbischof Guballa am Pressegespräch zum Thema „Gemeinsam studieren - solidarisch handeln?“ - Friend-Ship, Anleger „Am Messeturm“, Kennedy-Ufer/Kölnmesse
- 20.00 Uhr - Empfang im Zentrum des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) - Grußworte unter anderem von Kardinal Lehmann und Bundesministerin Renate Schmidt - Pfarrei St. Heribert, Tempelstraße 2, 50679 Köln-Deutz
Donnerstag, 18. August:
- 9.00 bis 13.00 Uhr - Katechese von Weihbischof Neymeyr zum Thema „Christus in der Eucharistie begegnen - Sie sahen das Kind und Maria, seine Mutter. Da fielen sie nieder und beteten ihn an (Mt 2,11)“, danach Eucharistiefeier - St. Andreas (Dominikanerkonvent Düsseldorf), Andreasstraße 27, 40213 Düsseldorf
- 9.00 bis 13.00 Uhr - Katechese von Weihbischof Thomas Maria Renz, Diözese Rottenburg-Stuttgart, zum Thema „Christus in der Eucharistie begegnen - Sie sahen das Kind und Maria, seine Mutter. Da fielen sie nieder und beteten ihn an (Mt 2,11)“ - Moderation und Einführung: Pfarrer Markus Konrad, Diözesanjugendseelsorger des Bistums Mainz, und Barbara Wolf-Gröninger, Referentin für Religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt Mainz, danach Eucharistiefeier - Historische Stadthalle Wuppertal, Johannisberg 40, 42103 Wuppertal
- 10.00 Uhr - Teilnahme von Weihbischof Guballa am Pressegespräch zum Thema „Christlich-islamischer Dialog“ - Friend-Ship, Anleger „Am Messeturm“, Kennedy-Ufer/Kölnmesse
- 14.00 bis 16.00 Uhr - Treffen aller Mainzer WJT-Teilnehmer im BDKJ-Begegnungszentrum „FairPoint“; anschließend gemeinsamer Gang zur Willkommensfeier mit Papst Benedikt XVI. auf den Poller Rheinwiesen (17.00 Uhr) - St. Heribert, Tempelstraße 2, 50679 Köln-Deutz
Freitag, 19. August:
- 9.00 bis 13.00 Uhr - Katechese von Weihbischof Neymeyr zum Thema „In der Welt als wahre Anbeter Gottes leben - Sie zogen auf einem anderen Weg heim in ihr Land (Mt 2,12)“, anschließend Eucharistiefeier - Pfarrei Maria Königin des Friedens („Mariendom von Neviges“), Elberfelderstraße 12, 42553 Velbert-Neviges
- 9.00 bis 13.00 Uhr - Katechese von Erzbischof Ludwig Schick, Erzdiözese Bamberg, zum Thema „In der Welt als wahre Anbeter Gottes leben - Sie zogen auf einem anderen Weg heim in ihr Land (Mt 2,12)“ - Moderation und Einführung: Pfarrer Markus Konrad, Diözesanjugendseelsorger des Bistums Mainz, und Barbara Wolf-Gröninger, Referentin für Religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt Mainz, danach Eucharistiefeier - Historische Stadthalle Wuppertal, Johannisberg 40, 42103 Wuppertal
- 14.00 Uhr - Pressekonferenz des Forums Hochschule und Kirche zum Thema „Die Präsenz von Kirche an der Hochschule“ mit Weihbischof Guballa, Hochschulpastoral-Bischof der Deutschen Bischofskonferenz. Weitere Teilnehmer: Pfarrer Jürgen Janik, Vorsitzender der Konferenz für Katholische Hochschulpastoral (KHP) und Hochschulpfarrer in Darmstadt; Lila Pemba Nzuzi, Studentin der Universität Kinshasa/Demokratische Republik Kongo; Professor Daniel Sada Castano, Rektor der Katholischen Universität „Francisco de Vitoria“, Madrid/Spanien; Professor Dorando J. Michelini, Ethiker an der Universität Rio Cuarto/Argentinien; Fr. Henry Jerome SJ, Nationaldirektor der All Indian Catholic University Chennai/Indien; P. Bechina, Sekretär des Präfekten der Vatikanischen Bildungskongregation - Begegnungszentrum der Katholischen Hochschulgemeinde Köln, Berrenrather Straße 127, 50937 Köln
- 15.00 Uhr - Internationales Treffen zur Hochschulpastoral, Hauptreferat von Kardinal Zenon Grocholewski, Präfekt der Kongregation für das Katholische Bildungswesen; Teilnahme von Weihbischof Guballa - Begegnungszentrum der Katholischen Hochschulgemeinde Köln, Berrenrather Straße 127, 50937 Köln (U-Bahn-Station Weißhausstraße)
Samstag, 20. August:
- 20.30 Uhr - Vigil auf dem Marienfeld mit Papst Benedikt XVI., Teilnahme von Kardinal Lehmann sowie der Weihbischöfe Guballa und Neymeyr - Musikalische Gestaltung durch Thomas Gabriel, Regionalkantor in Seligenstadt
Sonntag, 21. August:
- 10.00 bis 12.30 Uhr - Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. auf dem Marienfeld, Teilnahme von Kardinal Lehmann sowie der Weihbischöfe Guballa und Neymeyr - Uraufführung der „Missa Mundi“ von Thomas Gabriel, Regionalkantor in Seligenstadt, der auch für die musikalische Leitung des Gottesdienstes verantwortlich ist; unter anderen Teilnahme der Choralschola Seligenstadt.
- 17.00 Uhr - Treffen der deutschen Bischöfen mit Papst Benedikt XVI. im Kölner Priesterseminar; Teilnahme von Kardinal Lehmann sowie der Weihbischöfe Guballa und Neymeyr
Hinweise:
- Das Programm des WJT im Internet: http://programme.wjt2005.de/
- Das Programm des Forums Hochschule und Kirche, an dem Weihbischof Guballa teilnimmt, im Internet: http://www.fhok.de/fhk/weltjugendtag.php
- Das Programm des Zeltlagers „Scoutmission“, das Weihbischof Neymeyr eröffnen wird, im Internet: http://www.scoutmission.org/
- Katecheseorte von Weihbischof Neymeyr: Pfarrei Maria Königin des Friedens in Velbert-Neviges unter http://www.mariendom.de/ und Düsseldorf-St. Andreas unter http://dominikaner-duesseldorf.de/
- Die „Missa Mundi“ von Thomas Gabriel: http://www.engelsklang.com/
tob (MBN)
Gottesdienst mit Kardinal Lehmann im Mainzer Bruchwegstadion (15.8.)
Einlasskarten in Mainz, Worms, Darmstadt, Seligenstadt und an den Tageskassen erhältlich
Mainz. Zentrale Abschlussveranstaltung der „Tage der Begegnung“ im Bistum Mainz (11. bis 15. August) im Vorfeld des Weltjugendtages (16. bis 21. August) ist der Gottesdienst im Mainzer Bruchwegstadion am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel am Montag, 15. August, um 10.30 Uhr. Hauptzelebrant und Prediger ist der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann. Unter anderem werden die rund 8.000 ausländischen Jugendlichen erwartet, die ab Donnerstag, 11. August, in den Gemeinden des Bistums zu Gast sind. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Thomas Gabriel, Regionalkantor aus Seligenstadt, und der Band „Soul Saviors“ aus Offenbach. Außerdem singt ein von Thomas Gabriel eigens für den Gottesdienst zusammengestellter Chor von 70 Jugendlichen aus dem Bistum Mainz. Einlass in das Bruchwegstadion ist ab 8.00 Uhr. Um 8.30 Uhr beginnt das Vorprogramm. Im Gottesdienst findet die an Mariä Himmelfahrt traditionelle Kräuterweihe statt. Nach dem Gottesdienst kann jeder Teilnehmer einen gesegneten Zweig an den Ausgängen mit nach Hause nehmen.
Kostenlose Einlasskarten erforderlich
Für die Teilnahme am Gottesdienst ist eine kostenlose Einlasskarte erforderlich. Karten sind ab sofort in den unten aufgeführten Stellen erhältlich. Restkarten werden außerdem an den beiden Tageskassen des Mainzer Bruchwegstadions im Dr.-Martin-Luther-Weg am Montag, 15. August, ab 8.00 Uhr ausgegeben. Die Ausgabestellen im Einzelnen:
Mainz:
- Katholische Jugendzentrale Mainz, Ballplatz 5, 55116 Mainz, Tel.: 06131/223171 - Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do: 10.00 bis 15.00 Uhr, Di: 12.00 bis 15.00 Uhr und Fr: 10.00 bis 14.00 Uhr
- Infoladen des Bistums Mainz, Heiliggrabgasse 8 (Ecke Augustinerstraße), 55116 Mainz, Tel.: 06131/253844 - Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11.00 bis 13.30 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr, Sa: 10.00 bis 13.30 Uhr
- Dominformation/ Kirche am Markt, Am Markt 8-10, 55116 Mainz, Tel: 06131/253412 - Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.00 bis 18.00 Uhr, Sa: 9.00 bis 14.00 Uhr, So: 12.30 bis 16.00 Uhr
- Bischöfliches Jugendamt Mainz (Pforte), Am Fort Gonsenheim 54, 55122 Mainz, Tel.: 06131/253600 - Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8.00 bis 16.00 Uhr
Darmstadt:
- Katholische Jugendzentrale Darmstadt, Donnersbergring 38a, 64295 Darmstadt, Tel: 06151/317332, Fax: 06151/367434
Seligenstadt:
- Katholische Jugendzentrale Offenbach-Land, Wessemerstraße 4, 63500 Seligenstadt, Tel.: 06182/23631, Fax: 06182/23632
Worms:
- Dekanatsjugendstelle Worms, Martinsgasse 8, 67547 Worms, Tel.: 06241/27272, Fax: 06241/415053.
Hinweise für die Redaktionen:
- Stadionsprecher Klaus Hafner wird gegen 10.15 Uhr ein kurzes Interview mit Kardinal Karl Lehmann führen.
- Für Journalisten ist bei diesem Gottesdienst eine Akkreditierung erforderlich. Die Akkreditierungen sind am Dienstag, 9. August, auf dem Postweg versandt worden.
tob (MBN)
„Die Unterschiede zwischen den Nationen sind nicht entscheidend“
Aussendungsgottesdienst für das Weltjugendtagsprojekt „Magis“ in Mainz
Mainz. „Die Unterschiede zwischen den Nationen sind nicht entscheidend. Denn wir gehen alle denselben Weg im Glauben.“ Das sagte Cornelius Herrlich, Schulseelsorger an der Mainzer Maria Ward-Schule, anlässlich eines Aussendungsgottesdienstes für das Weltjugendtagsprojekt „Magis“ am Dienstag, 9. August, in der St. Ignaz-Pfarrkirche in Mainz. An dem Gottesdienst, der in englischer, französischer, deutscher und italienischer Sprache gehalten wurde, nahmen rund 250 Jugendliche und junge Erwachsene teil.
Die Jugendlichen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Slowenien und Spanien sind Teilnehmer am so genannten „Magis“-Projekt der Jesuiten. „Magis“, zu deutsch „mehr“, ist das offizielle Vorprogramm des Jesuitenordens zum Weltjugendtag in Köln: 3000 junge Erwachsene aus über 40 Ländern werden im Rahmen dieses Projektes in 100 internationalen Gruppen eine Woche lang unterwegs sein. Die Maria Ward-Schule am Ballplatz in Mainz war ein so genanntes Empfangszentrum für rund 200 Teilnehmer. Hier wurden sie von 30 Ehrenamtlichen in Empfang genommen, die für sie in so genannten Experimentgruppen ein einwöchiges Programm vorbereitet haben. Beispielsweise wird der Missio-Referent des Bistums Mainz, Peter Schönhöffer, eine Gruppe nach Ingelheim begleiten, wo sie unter anderem das Pharmaunternehmen Boehringer und das dortige Abschiebegefängnis besuchen werden.
Zum Abschluss ihres Programms treffen sich alle Teilnehmer des „Magis“-Projektes auf der Loreley. Dort verbringen sie das Wochenende gemeinsam in einer Zeltstadt. Höhepunkt des Wochenendes wird am Sonntag, 14. August, ein Gottesdienst mit dem Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, sein. Am Montag fahren die Teilnehmer mit zwei Rheinschiffen nach Bonn, wo sie während des Weltjugendtages untergebracht sind.
am (MBN)
Guballa: „Hochschulgemeinden engagieren sich für globale Gerechtigkeit“
Mainzer Weihbischof betont im Interview Bedeutung des Weltjugendtages für Studierende
Mainz/Bonn. Jeder dritte der etwa 800.000 erwarteten Pilger beim Weltjugendtag (WJT) in Köln wird ein Student sein. Die Hochschulgemeinden in Deutschland haben für diese Zielgruppe ein vielfältiges Programm entwickelt. Über die Lage der Hochschulpastoral in Deutschland, deren internationale Dimension und die Erwartungen an den WJT äußerte sich der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa in einem Interview des Forum Hochschule und Kirche (FHOK) am Donnerstag, 4. August, in Bonn. Guballa ist zuständig für Hochschulpastoral in der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz und Nationaldelegat beim Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE).
Forum: Herr Bischof, welche Chancen birgt der Weltjugendtag für Sie mit Blick auf Hochschule und Kirche?
Guballa: Der Weltjugendtag schenkt allen, gleich welchen Alters, Bildung oder Nationalität, die Erfahrung einer großen Glaubensgemeinschaft. Viele Teilnehmer engagieren sich bereits religiös in ihren Heimatländern - sei es in Hochschul- oder Pfarrgemeinden, in Studentenbewegungen oder in den neuen geistlichen Bewegungen. Andere kommen spontan und lassen sich von der Freude am Glauben anstecken, gerade auch durch das attraktive Programm der örtlichen Hochschulgemeinden. In einer Zeit des Umbruchs in unserer Kirche in Deutschland kann uns der Weltjugendtag den Blick in die Welt weiten. „Die Kirche ist jung“ war ja einer der ersten Sätze von Papst Benedikt XVI. Und das ist sie spürbar da, wo sie ihr jugendliches Gesicht zeigt: beim Weltjugendtag.
Forum: Wie beurteilen Sie die gegenwärtige Lage der Hochschulgemeinden an Universitäten und Fachhochschulen?
Guballa: Die Hochschulseelsorge in Deutschland befindet sich auf einem guten Weg. Katholische Hochschulgemeinden zeigen an den Universitäten und Fachhochschulen ein Gesicht. Sie sind Orte des wissenschaftlichen Austauschs und der Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens. Sie bieten gerade für kirchenferne junge Leute einen Einstieg in die Kirche. Die Erfahrung einer „geistigen Heimat“ kann den Studierenden und Forschenden Halt und Orientierung geben.
Forum: Welchen Herausforderungen muss sich die katholische Kirche an Hochschulen in Zukunft stellen?
Guballa: Gegenüber früheren Zeiten ist das Engagement in den Hochschulgemeinden zurückgegangen - nicht in absoluten Zahlen, aber im Verhältnis zu den stark gestiegenen Studierendenzahlen. Umfragen sagen uns, dass etwa 20 Prozent der Studierenden auch heute grundsätzlich offen sind für Angebote der Kirche. Prinzipiell sehen sich Hochschulgemeinden also den gleichen Herausforderungen ausgesetzt und haben die gleichen Chancen wie Pfarrgemeinden: In einer verständlichen Sprache kirchennahen und kirchenfernen Menschen die Botschaft des Evangeliums nahe bringen. Die Hochschulpastoral sollte sich überlegen, wie weit sie auch einen katechumenalen Raum darstellt für die immer größer werdende Zahl der Nichtgetauften, die den Glauben kennen lernen wollen.
Forum: Was erwarten Sie als CCEE-Nationaldelegat von einer stärkeren Vernetzung der Hochschulseelsorge auf europäischer Ebene?
Guballa: Eine europäisch vernetzte Hochschulpastoral könnte einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der europäischen Identität leisten. Schließlich waren es im Mittelalter die Universitäten, die den europäischen Gedanken gelebt haben. Die Scholaren reisten zwischen Bologna, Paris und Köln umher und pflegten den Austausch der Wissenschaften, besonders in der Theologie. Auch heute muss es selbstverständlich werden, dass junge Menschen nicht nur heimatnah studieren, sondern eine gewisse Zeit an Hochschulen im europäischen Ausland verbringen - gerade auch in Osteuropa, dessen wissenschaftlichen, kulturellen und religiösen Reichtum wir noch nicht richtig ausgeschöpft haben. Wenn Europa ein wirkliches Fundament haben will, darf es sich nicht in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erschöpfen, sondern muss auch den geistigen und geistlichen Austausch fördern. Hochschulgemeinden sind gerade für ausländische Studierende ein wichtiger Bezugspunkt. Aus der Beheimatung in der gleichen Kirche ist ein leichterer Einstieg in das Gastland möglich. Sie können mit ihren religiösen und interkulturellen Angeboten dazu beitragen, dass ein Studienaufenthalt im Ausland zu einer echten persönlichen Bereicherung wird.
Forum: ... und auf internationaler Ebene?
Guballa: Die weltweite Vernetzung der Hochschulpastoral ist ein weiterer wichtiger Schritt. Hierzu müsste zunächst der Zugang zu Universitäten für Studierende aus Entwicklungsländern erleichtert und der Austausch mit jungen Menschen aus den Industriestaaten gefördert werden. Der ist momentan noch sehr unterentwickelt. Partnerschaften zwischen Hochschulgemeinden und gemeinsame Projekte stärken das Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung für Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden in der Welt. Angesichts der wachsenden Mitgliederzahlen bei Sekten müssen zudem die Ortskirchen und Hochschulgemeinden Lateinamerikas und Afrikas stärker ins Blickfeld gerückt werden.
fhok (MBN)
Senfkorn statt Bankfiliale
Mainzer Pax-Bank beteiligt sich am „Tag des sozialen Engagements“
Mainz. Die Mitarbeiter der Mainzer Pax-Bank-Filiale beteiligen sich am „Tag des sozialen Engagements“ im Vorfeld des Weltjugendtages. Am Freitag, 12. August, werden sich zehn Mitarbeiter der Mainzer Filiale in sozialen Einrichtungen in Mainz engagieren. Einsatzorte sind unter anderem Kindergärten, Altenheime und die alkoholfreie Begegnungsstätte „Mainzer Senfkorn“. „Als katholische Bank für Christen fühlt sich die Pax-Bank der sozialen Arbeit verpflichtet und will zeigen, dass Geld dienenden Charakter haben kann und muss“, erläutert Filialleiter Wilfried Mönch das Engagement der Mitarbeiter. Deutschlandweit beteiligen sich rund 80 Mitarbeiter der Pax-Bank an dem Projekt. Ein Notdienst in den Filialen gewährleistet, dass termingebundene Bankgeschäfte auch an diesem Tag zuverlässig erledigt werden.
tob (MBN)
160 Zeichen von Benedikt XVI.
Papstbotschaft zum Weltjugendtag auf das Mobiltelefon
Frankfurt/Mainz. Während des Weltjugendtages in Köln (16. bis 21. August) wird es möglich sein, sich die wichtigsten Aussagen aus den Ansprachen Papst Benedikts XVI. als SMS auf das Mobiltelefon schicken zu lassen. Anbieter dieser Aktion ist die Katholische Fernseharbeit in Frankfurt in Zusammenarbeit mit RTL Media Services. Anmeldungen sind seit dem 8. August möglich, der Service kostet 29 Cent pro empfangene SMS.
Hinweis: Wer Interesse an diesem Angebot hat, muss das Stichwort „Jugend“ an die Nummer 82003 (0,29/SMS) senden. Weitere Informationen im Internet unter http://www.rtl.de/ oder bei Dietmar Heeg, Katholische Fernseharbeit bei RTL, Liebfrauenstraße 4, 60313 Frankfurt, Tel.: 069/1338906, E-Mail: heeg@kirche.tv, Internet: http://www.kirche.tv/.
am (MBN)
Berichte
„Wir sind gekommen, um ihn anzubeten“
Katechese von Pfarrer Hilsbos beim Emmaus-Gebetskreis
Mainz. Zu ihrem letzten Treffen vor dem Weltjugendtag in Köln hatte der Emmaus-Gebetskreis am Sonntagabend, 7. August, den Weltjugendtagsbeauftragten des Bistums Mainz, Pfarrer Hubert Hilsbos, in die Kapelle des Jugendhauses Don Bosco in Mainz eingeladen. Hilsbos stellte das Motto des Weltjugendtages „Wir sind gekommen, um ihn anzubeten (Mt 2,2)“ in den Mittelpunkt seiner Katechese. An dem Treffen nahmen bereits erste Gäste der „Tage der Begegnung“ im Bistum Mainz teil: drei junge Männer aus Ghana und eine Gruppe aus Paraguay waren in die Kapelle des Jugendhauses gekommen. Der Emmaus-Gebetskreis hatte sich nach dem Weltjugendtag 2002 in Toronto gegründet, um die Erfahrung einer jungen und betenden Kirche, wie die Teilnehmer sie in Kanada erfahren hatten, innerhalb des Bistums fortleben zu lassen und weiterzugeben.
Anbetung als höchste Form von innerer und äußerer Verehrung sei in fast allen Religionen als Form des Gebetes nachzuweisen, sagte Hilsbos. „Dabei setzt Anbetung voraus, dass wir uns als Geschöpfe eines anderen verstehen. Der Mensch muss sich dieses Geheimnis des Lebens bewusst machen, sonst findet er den Weg zur Anbetung nicht.“ Die Anbetung ordne den Menschen „und gibt ihm den richtigen Stellenwert, denn Anbetung gibt Gott den ersten Platz“, sagte Hilsbos. Im Anerkennen der Größe Gottes wachse auch die Größe des Menschen. Gleichzeitig fordere Gottes Hingabe zu den Menschen diese zur Liebe heraus.
Anbetung geschehe in der katholischen Kirche vor allem im Form der eucharistischen Anbetung, aber auch in Form von persönlichen Gebeten und Gesten sei Anbetung möglich, sagte Hilsbos. Beispielsweise könne das „Vater unser“ eine „Art von Kurzgebet der Anbetung“ sein. Für den Weltjugendtag werde es wichtig sein, „dass wir zu einer Konzentration kommen“. Hilsbos erinnerte an einen Vers aus dem Römerbrief: „Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst. (Röm 12,1)“ „Genau dies können wir in den Tagen des Weltjugendtages tun“, schloss Hilsbos.
tob (MBN)
Titel, Texte, Typografien
Professor Stephan Füssel sprach im Erbacher Hof über den frühen Buchdruck
Mainz. „In Deutschland ist der Buchdruck zwar erfunden worden, die Typografie, die bewusste Gestaltung einer Buchseite, wurde jedoch in Italien zur Hochblüte geführt.“ Das sagte Professor Stephan Füssel, Leiter des Instituts für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und Inhaber des „Gutenberg-Lehrstuhls“, am Dienstag, 26. Juli, bei einem Vortrag im Erbacher Hof in Mainz. Füssel sprach anlässlich der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken (AkthB), die vom 25. bis 29. Juli in Mainz stattfindet. Das Thema des Vortrags lautete: „Wissensorganisation im frühen Buchdruck. Das ,Werden’ des Buches in der Frühen Neuzeit“.
In seinem Vortrag führte Füssel aus, wie sich das gedruckte Buch zwischen 1450 und 1500 nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg entwickelte. So hätten die Bücher aus dieser Zeit – sie werden als „Inkunabeln“ bezeichnet – beispielsweise keine Titelblätter gehabt, ebenso habe eine Seitenzählung gefehlt. Auch eine bewusste Leserführung durch Seiten- oder Kapiteleinteilung habe nicht existiert. Statt eines Titelblattes sei am Ende des Buches ein so genanntes Kollophon üblich gewesen. In dieser Schlussschrift wurden unter anderen Verleger, Drucker und Autor genannt. Füssel betonte, dass anfangs noch die Handschrift Vorbild für die ersten gedruckten Bücher gewesen sei.
Erst um 1480 habe sich das Titelblatt, so wie wir es heute kennen, durchgesetzt, betonte Füssel. Beispielsweise seien Titelblätter zwecks Werbung mit Illustrationen – meist ein szenischer Holzschnitt – und einer kurzen Inhaltsangabe versehen worden. Gleichzeitig habe sich das Buchformat verkleinert und es seien verstärkt Prosafassungen mittelhochdeutscher Versepen erschienen. Füssel führte dies auf eine zunehmende Individualisierung der Lektüre zurück. Zudem habe sich Papier gegenüber dem Pergament durchgesetzt, Blatt- und Seitenzählung sowie alphabetische Register und Sachregister seien hinzugekommen.
Eine nächste Zäsur seien die Jahre um 1500 gewesen, sagte Füssel. Neben der Verfeinerung der Holzschnitte habe beispielsweise auch der Druck mit griechischen und hebräischen Buchstaben zugenommen. In Italien sei zum Ende des 15. Jahrhunderts die Buchdruckerkunst verfeinert worden, deren Fortschritte dann durch die Wanderungen der Buchdrucker durch Europa zurück nach Deutschland gebracht worden seien. Zudem sei es den Buchdruckern mit zunehmendem Erfolg gelungen, Kommentare und Anmerkungen zu juristischer, theologischer oder schöngeistiger Literatur in gedruckten Texten darzustellen. Füssel schloss mit der Bemerkung, dass es den Buchdruckern innerhalb von zwei Generationen gelungen sei, das Buch zu verselbstständigen und zu einer wiedererkennbaren Orientierungshilfe für die Leser zu machen.
am (MBN)
„Man kann hier in der deutschen Literaturgeschichte spazieren gehen“
Dr. Helmut Hinkel stellte Journalisten Kostbarkeiten aus der Martinus-Bibliothek vor
Mainz. „Das Fantastische an dieser Bibliothek ist, dass man das, was man als Leser aus der Literaturgeschichte kennt, bei uns in einer Erstausgabe lesen kann. Man kann hier gleichsam in der deutschen Literaturgeschichte spazieren gehen.“ Das sagte der Direktor der Martinus-Bibliothek, Dr. Helmut Hinkel, bei einer Journalistenführung durch die Wissenschaftliche Diözesanbibliothek am Montag, 8. August, in Mainz. Im Rahmen der Führung stellte Hinkel auch Kostbarkeiten aus der ansonsten nicht öffentlich zugänglichen Schatzkammer der Bibliothek vor.
Während der Führung führte Hinkel aus, dass einer der wichtigsten Bestände der Martinus-Bibliothek die Buchsammlung des Frankfurter Juristen und Privatgelehrten Fritz Schlosser (1780 bis 1851) sei. Schlosser, Neffe von Goethes Schwager, war juristischer Sachwalter und Treuhänder des Dichters. Der Kernbestand seiner Bibliothek (rund 35.000 Bände) kam 1866 in den Besitz des Mainzer Priesterseminars. Da Schlosser nahezu alles über und von Goethe sammelte, „besitzt die Martinus-Bibliothek die größte Goethesammlung außerhalb Weimars“, betonte Hinkel. Hinkel präsentierte unter anderem eine Erstausgabe von „Die Leiden des jungen Werther“ von 1874 sowie ein Geschenk Goethes an Schlosser, den ersten Band der Autobiografie des Dichters, „Dichtung und Wahrheit“ von 1814.
Hinkel führte den Journalisten auch Sammelbände von Zeitungen und Zeitschriften, Erbauungslektüren sowie einen Band der Erstausgabe des Brockhaus-Lexikons vor. Auch ein Original-Tafelband der von dem französischen Schriftsteller Denis Diderot herausgegeben „Encyclopédie“ befindet sich im Besitz der Martinus-Bibliothek. „Diese Tafelbände sind außerordentlich selten“, sagte Hinkel.
Zudem stellte Hinkel frühe Drucke, Inkunabeln und Handschriften vor. So unter anderem eine Ausgabe des „Narrenschiffs“ von Sebastian Brant, einen „Bäderführer“ von 1519 oder ein Exemplar der „Schedelschen Weltchronik“. Hinkel präsentierte auch die im Besitz der Martinus-Bibliothek befindlichen „Nibelungen-Schnipsel“ (Fragmente einer Nibelungen-Hand-schrift) sowie eine Handschrift eines Textes von Ramon Lull (1232 bis 1316), eines katalanischen Philosophen und Theologen. „Diese Handschrift gibt es nur in der Martinus-Bibliothek“, sagte Hinkel. Direkt zu Beginn seiner Präsentation hatte Hinkel die älteste Handschrift der Martinus-Bibliothek vorgestellt: ein Sakramentar aus dem neunten Jahrhundert, das von Mönchen aus Fulda und St. Gallen in Mainz geschrieben wurde. „Es ist auch heute noch in einem hervorragenden Zustand“, betonte Hinkel.
300.000 Bände und 200 Zeitschriften
Die Martinus-Bibliothek in Mainz ist eine theologisch-geisteswissenschaftliche Bibliothek. Mit einem Bestand von rund 300.000 Bänden und etwa 200 laufenden Zeitschriften ist sie eine der großen Spezialbibliotheken Deutschlands. Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich. Der Schwerpunkt der Bestände liegt in den Bereichen Theologie, Philosophie, Quelleneditionen und Kirchengeschichte, insbesondere des Mainzer Raumes. Hinzu kommt ein großer Altbestand, sowie rund 1.000 Inkunabeln (vor dem Jahr 1500 gedruckte Bücher) und 150 Handschriften, die in der Schatzkammer der Bibliothek aufbewahrt werden.
Als Diözesanbibliothek wendet sich die Martinus-Bibliothek mit ihrem Angebot in besonderer Weise an Theologiestudenten und pastorale Mitarbeiter, aber auch an alle philosophisch-theologisch Interessierten. Mit ihren Beständen ist sie ebenso eine wertvolle Fundgrube für Historiker und Germanisten. Der Lesesaal der Martinus-Bibliothek bietet 20 Arbeitsplätze.
Seit 1968 ist die Bibliothek im Arnsburger Hof in der Mainzer Grebenstraße untergebracht. Damals wurde der Bestand auch öffentlich zugänglich gemacht. Seit dem Jahr 2000 trägt sie als theologische Zentralbibliothek des Bistums den Namen „Martinus-Bibliothek“ - nach dem Patron des Bistums Mainz, Martin von Tours. Errichtet wurde die Bibliothek 1662 durch Kurfürst Johann Philipp von Schönborn für das Mainzer Priesterseminar. Die Martinus-Bibliothek ist damit die älteste Bibliothek in Mainz, die ununterbrochen bis heute ihre ursprüngliche Funktion erfüllt.
am (MBN)
Qualitätszertifizierung für Haus am Maiberg
Erste kirchliche Bildungseinrichtung im Bistum Mainz mit Gütesiegel
Heppenheim. Das Haus am Maiberg, Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz, hat jetzt als erste kirchliche Bildungseinrichtung im Bistum Mainz und im Bundesland Hessen das Qualitätszertifikat „Lernorientierte Qualität in der Weiterbildung“ (LQW) erhalten. Das Zertifikat, das vom Institut „Artset“ aus Hannover vergeben wird, ist ein Gütesiegel für die Qualität der Bildungsarbeit und der Hauswirtschaft der Heppenheimer Akademie. Das Haus am Maiberg ist eine von 450 Bildungseinrichtungen in Deutschland, die von „Artset“ geprüft wurden. Die LQW-Zertifizierung hat vier Jahre Gültigkeit und ist nach Angaben von Benedikt Widmaier, Direktor des Hauses am Maiberg, eine der hochwertigsten Auszeichnungen für Weiterbildungseinrichtungen.
Das Haus am Maiberg hatte sich im November 2003 um die Zertifizierung beworben. Mitte Juli endete der rund 18 Monate dauernde Prozess im Rahmen eines Workshops, bei dem strategische Entwicklungsziele erarbeitet wurden. Diese sind Grundlage für eine erneute Zertifizierung in vier Jahren. Das Zertifikat ist für die Einrichtung unter anderem eine Hilfe bei Anträgen auf Fördermittel von Bund, Land und Europäischer Union. „Bildungsträger, die ein solches Zertifikat nicht vorweisen können, werden es künftig schwerer haben als Projektträger zum Zug zu kommen“, erklärt Widmaier.
Feierstunde „50 Jahre Haus am Maiberg“ (30. 9.)
Auf den Tag genau 50 Jahre nach der Eröffnung des Hauses im Jahre 1955 als Erwachsenenbildungsheim durch den Mainzer Bischof Albert Stohr wird am Freitag, 30. September, eine Jubiläumsveranstaltung mit Kardinal Karl Lehmann stattfinden. Im Jahr 1996 wurde das Haus am Maiberg unter Leitung von Weihbischof Wolfgang Rolly, dem damaligen Dezernenten für Weiterbildung, und dem damaligen Leiter der Einrichtung, Heiner Ludwig, komplett umgebaut und saniert. Im März 1998 wurde das Haus am Maiberg als „Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz“ unter Leitung von Benedikt Widmaier neu eröffnet.
Hinweis: Das Haus am Maiberg im Internet: http://www.haus-am-maiberg.de/
tob (MBN)
Die Frage nach dem Tod
Podiumsdiskussion zum Thema Patientenverfügung im Kurfürstlichen Schloss in Mainz
Mainz. „Die Frage nach einer Patientenverfügung ist auch die Frage danach, wie ein Mensch sterben möchte, wie er sich seinen Tod vorstellt.“ Das sagte der Generalvikar des Bistums Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann, bei einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 3. August, im Kurfürstlichen Schloss in Mainz. Das Thema der Diskussion lautete: „Patientenverfügung: Selbstbestimmungsrecht oder Lebensschutz?“. Die weiteren Teilnehmer waren: Dr. Martin Weber, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Hospizgesellschaft St. Christophorus, Dr. Peter Wöhrlin, Neurologe aus Mainz, sowie die CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Mainz-Bingen, Ute Granold. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Professor Michael Pietsch, Mainz.
Weiter sagte der Generalvikar, dass eine Patientenverfügung den Menschen die Möglichkeit gebe, sich mit ihrem Sterbeprozess auseinander zu setzen. Sie sei somit ein Hinweis darauf, wie eine Gesellschaft mit Sterben und Tod umgeht. Ein Sterbender dürfe nie das Gefühl haben, dass er eine Last sei. „Die Würde des Menschen darf auch im Sterben nicht vergessen werden. Eine Patientenverfügung hilft, die letzte Phase des Lebens in Würde zu gestalten“, betonte Giebelmann. Der Generalvikar unterstrich außerdem, wie wichtig es für einen Sterbenden und für seine Angehörigen sei, voneinander Abschied zu nehmen.
„Lebensschutz heißt für mich, das Sterben zu schützen, da das Sterben Teil des Lebens ist“, betonte Peter Wöhrlin in seinem Eingangsstatement. Wenn die Zeit des Sterbens gekommen sei, müsse der Tod zugelassen werden. Wöhrlin sagte: „Leben ist mehr als Körperfunktionen.“ Was das Leben letztlich ist, sei unbestimmbar, unterstrich er. Wöhrlin kritisierte an den Patientenverfügungen, dass diese zu sehr Freiheit und Selbstbestimmung als die Würde eines Menschen thematisierten.
Martin Weber betonte, dass es für Ärzte erst seit gut 20 Jahren im Blick sei, nicht nur das Wohl, sondern auch den Willen des Patienten zu achten. Die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen erachteten eine Patientenverfügung als wichtig und für ihr ärztliches Tun bindend. „Eine Patientenverfügung ist jedoch kein Garant für ein Sterben in Würde“, warnte Weber. Er empfahl, sich beim Abfassen einer Patientenverfügung umfassend beraten zu lassen – beispielsweise vom eigenen Hausarzt. Es freue ihn, dass es in Deutschland einen Konsens über das Verbot aktiver Sterbehilfe gebe. Um so wichtiger sei es, passive Sterbehilfe zu erlauben. Weber kritisierte in diesem Zusammenhang die Pläne des Gesetzgebers, passive Sterbehilfe nur dann zuzulassen, wenn eine Krankheit trotz medizinischer Hilfe unweigerlich zum Tode führe.
Die Bundestagsabgeordnete Granold empfahl, neben einer Patientenverfügung auch eine so genannte Versorgungsvollmacht auszufüllen. „Mit einer Versorgungsvollmacht benenne ich eine Person meines Vertrauens, die in den Fällen meine Interessen vertritt, in denen ich selber nicht in der Lage bin, Entscheidungen zu treffen“, sagte Granold. Sie wies zudem darauf hin, Patientenverfügungen möglichst alle zwei Jahre zu aktualisieren.
am (MBN)
Neunte Auflage des Projektes „Gehversuche Friedensschritte“
Generalvikar Giebelmann verabschiedete Zivildienstleistende zu Einsatz in Serbien
Mainz. „Mit Ihrem Einsatz zeigen Sie den Menschen in Serbien, dass sie nicht vergessen sind, auch in Zeiten, in denen das öffentliche Interesse ausbleibt und viele Hilfsorganisationen sich bereits zurückgezogen haben. Für dieses wichtige Zeichen möchte ich Ihnen herzlich danken.“ Das sagte der Mainzer Generalvikar Dietmar Giebelmann am Samstag, 30. Juli, bei der Verabschiedung von vierzehn derzeitigen und ehemaligen Zivildienstleistenden zu ihrem knapp dreiwöchigen Einsatz in zwei Flüchtlingslagern in Serbien im Hof des Bischöflichen Ordinariates in Mainz. Giebelmann erteilte der Gruppe einen Reisesegen.
Die Zivildienstleistenden werden am Sonntag, 31. Juli, im Rahmen des Projektes „Gehversuche Friedensschritte“ in die Flüchtlingslager Cardak und Petrovac, 90 Kilometer bzw. 120 Kilometer von Belgrad entfernt, reisen. Die Teilnehmer kommen aus den Diözesen Mainz, Limburg und Trier sowie aus Hameln, Esslingen und Marktheidenfeld. Die Gruppe wird am 20. August wieder in Mainz zurück erwartet. Das Projekt wird in diesem Jahr zum neunten Mal durchgeführt. Zur Finanzierung ist das Projekt auf Spenden angewiesen.
Das Programm, das die Zivildienstleistenden in den Lagern anbieten werden, ist hauptsächlich darauf ausgerichtet, den Lagerkindern ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm zu bieten, aber auch die Erwachsenen sind eingebunden, z.B. im Rahmen von Ausflügen. Fußball spielen, Wanderungen und Schwimmen gehen, stehen ebenso auf dem Programm wie Mal- und Basteleinheiten, die neben Musik- und Sprachunterricht regelmäßig stattfinden. Bei allen Aktivitäten liegt das Hauptanliegen aber darin, die Menschen und ihre Situation bzw. ihre Schicksale kennen- und besser verstehen zu lernen.
Organisiert wird das Projekt „Gehversuche Friedensschritte“ seit 1994 von den Zivildienstseelsorgern der Diözesen Limburg, Mainz und Trier mit Einsätzen von Zivildienstleistenden in kroatischen (1994 und 1996), bosnischen (1997-1999) und serbischen (2001, 2003 und 2004) Flüchtlingslagern. Als Kooperationspartner arbeiten die Zivildienstseelsorgestellen der Bistümer mit der katholischen Friedensbewegung Pax Christi und der serbischen Nicht-Regierungsorganisation „Zdravo da ste“ („dass es Dir gut gehe“) zusammen, um eine gute Einbindung der Einsätze in eine fundierte und bewährte Arbeit vor Ort zu gewährleisten.
Hinweise:
- Weitere Informationen bei Wolfgang Rieke, Referat Zivildienstseelsorge, Tel.: 06131/253-592, E-Mail: zivildienstseelsorge@bistum-mainz.de oder Alois Bauer, Referat Gerechtigkeit und Frieden, Tel.: 06131/253-263, E-Mail: frieden@bistum-mainz.de
- Spenden werden erbeten auf folgendes Konto: Stichwort „Zivis für Serbien“, Empfänger Pax Christi, Bad Vilbel, Pax Bank Mainz, Konto 4000 569 017, BLZ 551 601 95 (Spendenbescheinigung wird erteilt)
tob (MBN)
Katholische Büchereien gehen in die Offensive
Seminar für wirkungsvolle Werbung und Pressearbeit in Trier
Trier/Mainz. Um wirkungsvolle Werbung und Pressearbeit als wesentliche Bestandteile einer erfolgreichen Büchereiarbeit ging es bei einem Wochenendseminar vom 15. bis 17. Juli in Trier. 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 26 katholischen und evangelischen öffentlichen Büchereien in Rheinland-Pfalz waren zu der Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft kirchliche Büchereiarbeit in Rheinland-Pfalz (LAG) gekommen. In Vorträgen und Workshops erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Tipps und Hinweise für die attraktive Gestaltung von Plakaten, Flyern und Schaukästen. Sie erarbeiteten einen beispielhaften Internet-Auftritt und diskutierten die pressewirksame Aufbereitung von Informationen und Veranstaltungen.
Die katholischen und evangelischen Büchereien stehen allen offen, die sich für Literatur und Medien interessieren. Sie bieten Zeitschriften, aktuelle Romane, Kinder- und Jugendbücher, Sachliteratur, DVDs, CD-ROMs und Hörbücher. „Die Bücherei versteht sich als Ort der Begegnung von unterschiedlichsten Menschen, alle verbunden durch ihr Interesse an Literatur und Medien“, erklärt Isolde Breuckmann von der Fachstelle für katholische Büchereiarbeit im Bistum Mainz. Die gemeinsame Fortbildung mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der evangelischen und katholischen öffentlichen Büchereien wertet sie zusammen mit ihrer Kollegin Dorothee Steuer aus Trier als ein Zeichen für diese Offenheit.
Die Tagung, die vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes gefördert wird, wurde zum 20. Mal von der LAG veranstaltet. Mitglieder der LAG sind die acht evangelischen und katholischen Fachstellen für Büchereiarbeit in Rheinland-Pfalz. Die Arbeitsgemeinschaft vertritt die Interessen der 480 evangelischen und katholischen öffentlichen Büchereien im Lande. Die beiden Kirchen stellen in Rheinland-Pfalz rund 50 Prozent der öffentlichen Büchereien und leisten damit einen erheblichen Teil der Literatur- und Medienversorgung. 2.800 ehrenamtlich engagierte Männer und Frauen betreuen die Büchereien und sprechen damit jährlich mehr als 900.000 Menschen an. Im nächsten Jahr findet die LAG-Tagung vom 22. bis 24. September in Speyer zum Thema „Literaturauswahl“ statt.
Hinweis: Fachstelle für katholische Büchereiarbeit im Bistum Mainz, Grebenstraße 24 – 26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-292, Fax: 06131/253-408, E-Mail: buechereiarbeit@bistum-mainz.de, Internet: http://www.bistum-mainz.de/buechereiarbeit
ds/ib (MBN)
Schulung zur Teamfähigkeit
Kurse zum „Training sozialer Kompetenzen” im Mainzer Kolpinghaus
Mainz. Das Mainzer Kolpinghaus bietet seinen Bewohnern seit Mitte Juli erstmals einen Kurs zum „Training sozialer Kompetenzen“ (TSK) an. Die Weiterbildung richtet sich an die Bewohner des Kolpinghauses und soll unter anderem die Team-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit der Jugendlichen schulen. 17 Bewohner des Kolpinghauses nehmen derzeit in zwei Gruppen an dem Kurs teil, nach dessen Abschluss die Jugendlichen ein Zertifikat erhalten, das sie für Bewerbungen verwenden können. Erarbeitet wurde der 18 Monate dauernde Kurs von Bosiljko Jurkic, Leiter des Kolpinghauses, zusammen mit Sozialpädagogin Anke Weinandy und Sozialarbeiter Johannes Jouaux. „In den Wohngruppen haben wir schon immer an den sozialen Kompetenzen gearbeitet. Aber bisher haben wir die Arbeit noch nie in einem festen Rahmen durchgeführt“, erklärt Jurkic. Der Beginn des nächsten Kurses ist für Januar 2006 geplant.
Das Mainzer Kolpinghaus versteht sich als Wohn-, Freizeit- und Bildungsstätte mit pädagogischer Betreuung für die Auszubildenden. Im Kolpinghaus stehen rund 150 Plätze zur Verfügung. Rund 90 Bewohner sind Blockschüler und lernen in Mainz Steinmetz oder Steinbildhauer. Sie kommen aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Hinweis: Kolpinghaus Mainz, Holzstraße 19, 55116 Mainz, Tel.: 06131/286880, Fax: 06131/237810, E-Mail: sekretariat@kolpinghaus-mainz.de, Internet: http://www.kolpinghaus-mainz.de/
tob (MBN)
Vorschau
Lieder aus dem christlichen Osten (13.-14.8.)
Die Musikgruppe „Kupalinka“ singt in mehreren Gottesdiensten in Mainz
Mainz. Die Musikgruppe „Kupalinka“ ist von Samstag, 13., bis Sonntag, 14. August, in mehreren Gottesdiensten in katholischen Pfarrkirchen in Mainz sowie im Mainzer Dom zu hören. Dabei wird das Ensemble Lieder aus dem christlichen Osten präsentieren. Die Termine am Samstag sind: Katholische Pfarrkirche Herz Jesu in Mainz-Mombach (16.45 Uhr) und Katholische Pfarrkirche St. Peter (18.00 Uhr). Am Sonntag ist das Ensemble in folgenden Kirchen zu hören: Mainzer Dom (8.00 Uhr und 11.30 Uhr), St. Ignaz (10.00 Uhr und 18.30 Uhr) sowie in St. Rochus (20.00 Uhr).
Die Gruppe „Kupalinka“ wurde im Sommer 2001 durch die Initiative des Freiburger Musikstudenten Josef Kraft gegründet, der an einem Austauschprogramm zwischen der Musikhochschule Freiburg und dem Konservatorium in Odessa teilnahm. Beim gemeinsamen Musizieren mit Studenten des Konservatoriums bildete sich das Quintett „Kupalinka“, das ukrainische und russische Folklore sowie Gesänge aus der russisch-orthodoxen Liturgie aufführt. Der Name „Kupalinka“ ist inspiriert vom gleichnamigen ukrainischen Volkslied, das zu den Lieblingsliedern der Gruppe zählt. Die Gruppe war bereits bei zwei Konzerttourneen im Sommer 2001 und im Winter 2001/02 in Kirchengemeinden in Mainz und im Rhein-Main-Gebiet zu hören.
am (MBN)
Tische um den Dom (21.8.)
Tischlerinnung Rheinhessen wird den Mainzer Dom mit Tischen umkreisen
Mainz. Unter der Überschrift „Tische rund um den Dom“ werden am Sonntag, 21. August, ab 11.00 Uhr rund um den Mainzer Dom Tische aneinandergereiht. Veranstalter dieser Aktion ist die Tischlerinnung Rheinhessen, die vom Landesinnungsverband des Tischlerhandwerkes in Rheinland-Pfalz unterstützt wird. Die Tische werden auf einer Länge von über 700 Metern aufgestellt. Der Streckenverlauf wird sein: Marktplatz, Liebfrauenplatz, Grebenstraße, Leichhof.
Insgesamt werden über 400 Tische aufgestellt, den Schwerpunkt bilden so genannte Partytische (350 Stück), dazu kommen so genannte Domtische. Beide Tischarten wurden eigens für diese Aktion angefertigt. Der Preis für einen Partytisch beträgt 180 Euro, der Preis für einen Domtisch 1.600 Euro. Sämtliche Tische sind nummeriert und mit einem Echtheitszertifikat versehen. Die Tische können am Mittwoch, 10. und 17. August, von 17.30 bis 20.00 Uhr auf dem Marktplatz in Mainz sowie während des Aktionstages am 21. August angesehen und bestellt werden. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt dem Mainzer Dombauverein zu Gute. Am Mittwoch, 10. August, wird Kardinal Karl Lehmann ab 18.00 Uhr vor dem Mainzer Dom einige Domtische signieren.
Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter http://www.domtische.de/ oder bei der Tischlerinnung Rheinhessen, Kreuzstraße 20, 67583 Guntersblum, Tel.: 06249/8675.
am (MBN)
„Unterwegs mit den Gaben des Heiligen Geistes“ (21.-28.8.)
Erzabt Jeremias Schröder OSB eröffnet das diesjährige St. Rochusfest in Bingen
Bingen. Die 339. Rochuswallfahrt in Bingen steht in diesem Jahr unter dem Thema „Unterwegs mit den Gaben des Heiligen Geistes“. Sie wird am Sonntag, 21. August, um 10.00 Uhr mit einem Pontifikalamt auf dem Rochusberg eröffnet, Hauptzelebrant ist Erzabt Jeremias Schröder OSB, St. Ottilien. Zuvor findet ab 8.15 Uhr eine Prozession von der Basilika St. Martin in Bingen zur Rochuskapelle statt. Um 15.00 Uhr folgt eine Vesper, der Tag endet mit einem geistlichen Konzert für Orgel und Trompete.
Während der anschließenden Wallfahrtswoche wird täglich um 9.30 Uhr ein Festamt mit anschließendem Kreuzweg gefeiert. Um 13.30 Uhr folgt eine Pilgerandacht, Prediger ist Pfarrer Alexander Vogl, Laubach. Am Samstag, 27. August, findet um 19.30 Uhr ein Gottesdienst mit Lichterprozession mit Bischof Lucio Alfert, Gran Chaco/Paraguay, statt. Die Rochuswallfahrt endet am Sonntag, 28. August, um 10.00 Uhr mit einem Festamt mit Pfarrer Christoph Zell, Mainz-Finthen.
Rochuswallfahrt entstand 1666
Die Rochuswallfahrt entstand während einer Pestepidemie in Rheinhessen im Jahr 1666. Damals beschloss der Rat der Stadt Bingen, auf dem Hesselberg eine Kapelle zu Ehren des heiligen Rochus zu errichten, der als Pestpatron verehrt wird (Gedenktag: 16. August) und jährlich eine Prozession dorthin durchzuführen. Zweimal wurde die Kapelle zerstört, einmal 1795 durch deutsche Truppen und 1889 durch einen Brand. Doch im selben Jahr wurde bereits mit dem Wiederaufbau begonnen. Am 17. August 1895 konsekrierte der Mainzer Bischof Paul Leopold Haffner die Kapelle.
Hinweis: Weitere Informationen zur Rochuswallfahrt beim Oblatenkloster St. Rupertus, Tel.: 06721/14225, beim Pfarramt St. Martin in Bingen, Tel.: 06721/990740, oder im Internet unter http://www.rochusfest.de/
am (MBN)
„Lobgesang der Schöpfung“ (ab 9.9.)
Meditative Kirchenführungen in Mainz-St. Peter
Mainz. Erstmals werden in Mainz meditative Kirchenführungen angeboten. Sie finden unter der Überschrift „Lobgesang der Schöpfung“ an zwei Freitagen im September und Oktober jeweils um 19.30 Uhr in der Kirche St. Peter in Mainz statt. Die Texte für die rund einstündigen Führungen stammen von Dr. Beate Höfling vom Bischöfliches Ordinariat, dazu wird Andreas Leuck Orgel spielen. Die genauen Daten und Themen der Führungen lauten: 9. September, „Wasser – Quelle des Lebens“; 23. September, „Luft – Atem des Lebens“; 7. Oktober, „Erde – Grund des Lebens“; 21. Oktober, „Feuer – Glut des Lebens“.
Zur inhaltlichen Ausrichtung und Gestaltung der Kirchenführungen schreibt Höfling: „An den vier Pfeilern in der St. Peterskirche werden neben den vier Jahreszeiten die vier Elemente dargestellt. Mit der Symbolik der Zahl Vier repräsentieren sie die Welt, die Schöpfung Gottes, die den Menschen in ihrer Lebenszeit als Lebensraum anvertraut ist. Die vier Elemente sind Voraussetzung für das Leben und Überleben der Menschen. Zugleich verweisen sie als Symbole auf die Heilszeichen der Kirche, die Sakramente, die der geistig-seelischen Lebensentfaltung der Menschen dienen. Jedes Element wird in Beziehung zur Natur, zu biblischen und theologischen Aspekten, und zu den in den Deckengemälden dargestellten Lebensbildern des Kirchenpatrons Petrus betrachtet. Zitate aus dem Sonnengesang des heiligen Franziskus sowie literarische Texte ergänzen die Meditation; Orgelmusik gibt Raum, das Gehörte und Geschaute nachklingen zu lassen.“
am (MBN)
„Schöpfung im Licht“ (10.9.)
Das Bistum Mainz präsentiert Klang und Licht im sakralen Raum
(MBN)
Mainz. „Schöpfung im Licht“ heißt ein neues Projekt im Bistum Mainz, das am Samstag, 10. September um 21.00 Uhr, am Vorabend des Tages des offenen Denkmals im Mainzer Dom erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Dabei wird zu Texten und Musik der Innenraum des Mainzer Doms mit unterschiedlichen Lichteffekten illuminiert. „In immer neuen, bisher völlig ungewohnten Dimensionen lässt sich so der in Licht getauchte Kirchenraum entdecken“, erklärt Susanne Metzger-Rehn, Referentin für PR-Aktionen im Bistum Mainz. „Frohe Botschaft wird ganz neu und überraschend mit allen Sinnen erlebbar.“
„Bei ,Schöpfung im Licht’ handelt es sich um eine Art Hörspiel mit Lichteffekten. Es ist inspiriert von französischen Son- & Lumière-Veranstaltungen“, beschreibt Thomas Klumb, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat, das Konzept des Projektes. „Texte aus der Schöpfungsgeschichte, der Bergpredigt sowie dem Schlusskapitel der Offenbarung werden von einem Schauspieler eindrucksvoll gelesen und mit Klangwelten unterlegt. Raum, Licht, Texte und Musik werden so zu einer Gesamtkomposition.“
Nach dem Auftakt im Mainzer Dom wird eine rund 45-minütige CD, die eigens für dieses Projekt produziert wurde, Pfarrgemeinden des Bistums angeboten, die in ihren Kirchen eine außergewöhnliche Präsentation planen – beispielsweise anlässlich einer „Nacht der offenen Kirche“ oder bei einem Jubiläum. „Kirchen können damit im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige Glanzlichter anbieten, betont Klumb. „Die Lichteffekte werden bewusst auf die jeweilige Architektur einer Kirche abgestimmt. Dadurch erhält jede Veranstaltung einen individuellen Charakter.“
Für die Produktion und Illumination von „Schöpfung im Licht“ konnte die Firma „Geschichte im Licht“ aus Lorch gewonnen werden, die auch schon das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim und Schloss Vollrads im Rheingau in Szene setzte.
Hinweise:
- Weitere Informationen zu „Schöpfung im Licht“ bei der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, E-Mail: kontakt@bistum-mainz.de. Ansprechpartner sind Thomas Klumb (Tel.: 06131 / 253133) und Susanne Metzger-Rehn (Tel.: 06131/253135).
- Informationen gibt es demnächst auch im Internet unter http://www-schoepfung-im-licht.de/. Informationen zu Geschichte im Licht: http://www.geschichte-im-licht.de/
am (MBN)
„Das Glück liegt im Schauen“ (13.-21.9.)
Ausstellung mit Ölbildern von Michael Baunacke im Haus am Dom
Mainz. Mit einer Vernissage wird am Montag, 12. September, um 19.30 Uhr eine Ausstellung mit Ölbildern von Pfarrer Michael Baunacke im Haus am Dom in Mainz eröffnet. Die Ausstellung steht unter der Überschrift „Das Glück liegt im Schauen“. Zu sehen sind die Bilder Baunackes bis Mittwoch, 21. September. Pfarrer Michael Baunacke arbeitet unter anderem in der City-Seelsorge in Mainz und ist stellvertretender Dekan des Dekanates Mainz-Stadt.
Im Einführungstext zu den Bildern der Ausstellung heißt es: „Es ist eine bildhafte Umsetzung biblischer Symbole. Für den Betrachter öffnet sich eine Tür zur Wirklichkeit, zu Gott in unserem Leben. Der Theologe Karl Rahner sagte: ,Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein.’ Er meinte damit die unmittelbare Erfahrung göttlicher Wirklichkeit – weit über die verstandesmäßige Erkenntnis hinaus. Eine Hilfe für die erlösende Vereinigung mit Gott. Die Darstellungen machen Szenen und Worte der Bibel sichtbar. Man kann Gott näher kommen durch Schauen. Es ist ein Hinweis auf die kommende Vereinigung mit Gott, die wir erhoffen. Die Bilder zeigen einen Weg zum Licht – den Fußspuren Gottes folgend.“
Hinweis: Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind dienstags bis freitags von 15.00 bis 19.00 Uhr und samstags und sonntags von 11.00 bis 19.00 Uhr.
am (MBN)
Weichenstellungen für ein friedliches Miteinander der Religionen (27.9.)
Eine christlich-islamische Tagung zur Ausbildung von Imamen und Seelsorgern
Frankfurt. Die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft bedeutet für die christliche Glaubensverkündigung eine besondere Herausforderung. Ähnliches gilt für die in Deutschland lebenden muslimischen Minderheiten, die allerdings in einer Zeitspanne von nur wenigen Jahren viel härter mit der neuen Situation konfrontiert wurden, weil sie aus noch weithin muslimisch geprägten Ländern in die Bundesrepublik kamen. Vor diesem Hintergrund setzt die Georges-Anawati-Stiftung neue, praxisorientierte Akzente im christlich-islamischen Dialog und für das von gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz geprägte Miteinander von Christen und Muslimen.
Die christlichen Kirchen haben in den letzten Jahrzehnten versucht, in neuen Ansätzen einer zeitgerechten Seelsorge den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen Rechnung zu tragen. Einer ähnlichen Herausforderung haben sich nun die Muslime zu stellen. In beiden Religionen tragen die Theologen, Religionslehrer und Seelsorger eine besondere Verantwortung für die Vermittlung des Glaubens und die religiöse Praxis. Dieser praxisnahen Problemstellung ist eine Tagung gewidmet, welche die Georges Anawati-Stiftung am Dienstag, 27. September 2005, in der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main veranstaltet. Sie hat das Thema „Die Ausbildung von Imamen und Seelsorgern in Deutschland für die Herausforderungen von morgen“.
Mit dieser Tagung wendet sich die im Jahr 2000 von Dietger Freiherr von Fürstenberg errichtete „Stiftung für Menschen aus christlicher und islamischer Kultur“ erstmals an eine breitere Öffentlichkeit. Äußerer Anlass ist der 100. Geburtstag des Dominikanerpaters Georges C. Anawati (1905-1994), nach dem die Stiftung benannt ist. Als Direktor des Instituts der Dominikaner für Orientstudien in Kairo gehörte er zu den Pionieren des christlich-islamischen Dialogs und hatte entscheidenden Einfluss auf die Erklärung des II. Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der Katholischen Kirche zu den nichtchristlichen Religionen („Nostra Aetate“) aus dem Jahr 1965.
Bei der Frankfurter Tagung geht es vor allem um die Rolle der Imame (Vorbeter und Prediger in den Moscheegemeinden) und der christlichen Seelsorger (insbesondere der Pfarrer und Religionslehrer) gegenüber der gemeinsamen Herausforderung von Christen und Muslimen im interkulturellen und multireligiösen Zusammenleben in der säkularen Gesellschaft. Es wird gefragt, ob die jeweiligen Ausbildungsgänge dieser Herausforderung gerecht werden.
Das Tagungsprogramm
Bei der Tagung wirken namhafte Wissenschaftler aus christlichen und islamischen Einrichtungen mit. Sie wird durch den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Freiherr von Fürstenberg, eröffnet. Nach Grußworten der katholischen Islamwissenschaftler Prof. Dr. Christian Troll von der Hochschule St. Georgen, Frankfurt, und P. Jean-Jacques Pérennès OP, vom Institut für Orientstudien, Kairo, stellt Prof. Dr. Emilio Platti, Leuven, Leben und Werk von Georges Anawati vor.
Zur Einführung in das eigentliche Thema der Tagung spricht Prof. Dr. Jamal Malik, Erfurt, über „Ausbildung und Rolle der Imame in der Moschee“. Der Leiter des Kommissariates der katholischen Bischöfe in Hessen, Dr. Guido Amend, Wiesbaden, erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung von Imamen und Seelsorgern: „Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht/Religionsverfassungsrecht?“ Ein erstes Podium dient dem Erfahrungsaustausch. Er wird ergänzt durch einen Erfahrungsbericht aus Österreich über die Arbeit der Islamischen Pädagogischen Akademie in Wien. In einem zweiten Podium werden Schritte zur praktischen und politischen Umsetzung wünschenswerter Reformen bei der Ausbildung von Imamen und Seelsorgern diskutiert.
Gesprächsteilnehmer in beiden Podien sind der islamische Theologe Abelmalik Hibaoui, Tübingen, und Frau Aydan Özoguz, Hamburg, der evangelische Theologe Prof. Dr. Karl Ernst Nipkow, Tübingen, und der katholische Theologe Dr. Günter Riße, Köln. Die Podien werden moderiert von der Leiterin der ZDF-Redaktion „Kirche und Leben“ (kath.), Michaela Pilters, Mainz. Die Tagungsleitung hat Dr. Konrad von Bonin vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), Bonn, der auch Mitglied des Stiftungsrates der Georges Anawati-Stiftung ist.
Hinweise:
- Veranstaltungsort ist die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen in Frankfurt, Offenbacher Landstraße 124. Die Teilnahme ist kostenlos.
- Anmeldungen: CIBEDO Christlich-Islamische Begegnung - Dokumentationsstelle, Balduinstraße 62, 60599 Frankfurt, Tel.: 069/726401, Fax: 069/7232052, E-Mail: cibedo@cibedo.de
- Für Interessenten an der Tagung steht als Ansprechpartner der Geschäftsführende Vorstand der Georges-Anawati-Stiftung zur Verfügung: Cornelius Georg Fetsch, Rahmerstraße 34 in 40489 Düsseldorf. E-Mail: CuBFetsch@t-online.de, Telefon: 0203/742868, Fax: 0203/747013.
Sk (MBN)
Personalien
Bischofskaplan Berker wird Subregens im Mainzer Priesterseminar
Stefan Wanske wird neuer Bischöflicher Kaplan bei Kardinal Karl Lehmann
Mainz. Der bisherige Mainzer Bischofskaplan, Pfarrer Martin Berker, wird mit Wirkung vom 1. Februar 2006 neuer Subregens am Bischöflichen Priesterseminar in Mainz. Berker war seit 1. August 2002 Bischofskaplan des Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann. Die Aufgabe des Bischofskaplans wird künftig Stefan Wanske übernehmen. Wanske ist bisher Kaplan in Oppenheim, Nierstein und Dienheim. Der bisherige Subregens des Mainzer Priesterseminars, Pfarrer Henning Priesel, wird eine Pfarrstelle im Bistum Mainz übernehmen.
Martin Berker wurde am 21. April 1970 in Offenbach/Main geboren. Nach Abschluss seines Theologiestudiums wurde er am 11. Juli 1998 in Mainz durch Bischof Lehmann zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle hatte er von 1998 bis 2000 in Offenbach-St. Josef. Ab August 2000 war er Kaplan in St. Peter und St. Martin in Worms.
Stefan Wanske wurde am 21. September 1974 in Bonn geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde er am 23. Juni 2001 in Mainz von Kardinal Lehmann zum Priester geweiht. Im August 2001 übernahm er seine erste Kaplanstelle in der Gemeinde St. Stephan in Mainz-Gonsenheim.
Henning Priesel wurde am 25. August 1963 in Bad Kreuznach geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde er am 10. Juli 1993 in Mainz von Bischof Lehmann zum Priester geweiht. Nach einer ersten Kaplanstelle in Offenbach-St. Josef wurde er 1995 Geistlicher Leiter der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) und Referent im Referat Religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt in Mainz. Seit 1996 ist er bis heute außerdem Leiter der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“. Im Jahr 2000 übernahm er die Aufgabe als Subregens am Bischöflichen Priesterseminar.
tob (MBN)
Hohe Auszeichnung für Professor Michael Jung
Der Internist wurde zum „Fellow of the Royal College of Physicians“ in London berufen
Mainz/London. Professor Michael Jung, Internist und Gastroenterologe an der Betriebsstätte St. Hildegardis-Krankenhaus des Katholischen Klinikums in Mainz, ist zum „Fellow“ des „Royal College of Physicians of London“ berufen. Er ist einer der wenigen nichtbritischen Wissenschaftler, dem in diesem Jahr diese hohe Auszeichnung zuteil wurde. Träger des Klinikums ist das Caritas-Werk St. Martin.
Das Royal College of Physicians geht zurück auf den englischen König Heinrich VIII. Dieser hat es 1518 mit dem Ziel gegründet, die ärztliche Tätigkeit in London zu lizensieren und damit eine Mindestqualität in der ärztlichen Versorgung zu erreichen. Als Arzt praktizieren durfte nur, wer sich den Richtlinien der Organisation unterwarf. Diesem Anliegen, höchste Maßstäbe in Aus- und Weiterbildung, in Lehre und Forschung zu setzen, ist das Royal College bis heute treu geblieben.
Das Royal College of Physicians ist die älteste Berufsorganisation für Internisten weltweit. Es besitzt im Vereinigten Königreich eine herausragende Stellung und berät die britische Regierung. Darüber hinaus baut das College Brücken zwischen Medizinern in Europa, auch mit dem Ziel einer Harmonisierung und Vereinheitlichung der Ausbildung.
Berufen werden als Mitglieder (Members) und wahlberechtigte Mitglieder (Fellows) Internisten, die eine Reputation besitzen und - soweit es sich um Nichtbriten handelt - mit der britischen Medizin in Verbindung stehen. Professor Jung wurde die Auszeichnung dank seines Engagements in verschiedenen Fachgremien in Deutschland und Europa zuteil. Als Fellow hat er Zugang zu vielen Informationen des britischen Gesundheitssystems und der Internistenorganisation und wird einbezogen in Fragestellungen, die an das Royal College herangetragen werden. Hinter seinen Namen darf er die Berufsbezeichnung FRCP setzen, das bedeutet: Fellow of the Royal College of Physicians.
jow (MBN)
Dokumentation
Unterstützung der Katholisch-Theologischen Bibliotheken gefordert
Presseerklärung der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AkthB)
Mainz. Von Montag, 25. Juli, bis Freitag, 29. Juli, haben sich Vertreter der katholisch-theologischen Bibliotheken in Deutschland bei der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AkthB) im Erbacher Hof in Mainz getroffen. In einer Presseerklärung vom 29. Juli fordert die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Öffentlichkeit dazu auf, die Arbeit der Bibliotheken zu würdigen und zu unterstützen. Wir dokumentieren den Wortlaut der Erklärung von Jochen Bepler, Vorsitzender der AkthB und Direktor der Diözesanbibliothek Hildesheim:
„Zum Abschluss der Jahrestagung in Mainz drückt die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AkthB) ihre Sorge aus, dass wissenschaftliche Bibliotheken der katholischen Kirche im Zuge notwendiger Sparmaßnahmen in ihrer Arbeit für Kirche und Gesellschaft bedroht oder sogar in ihrer Existenz gefährdet sind.
Die Bibliothekarinnen und Bibliothekare bieten an, bei anstehenden Strukturveränderungen sachkundig mitzuwirken.
Die Arbeit der Bibliotheken ist ebenso unspektakulär wie erfolgreich und nachhaltig. Sie trägt wesentlich dazu bei, Werte, Traditionen und Überzeugungen von Christentum und Kirche zu erhalten und weiterzugeben, wie es auch die Päpstliche Kommission für die Kulturgüter der Kirche ausdrücklich bestätigt.
Die Mitgliederversammlung der AkthB vertritt rund 160 wissenschaftliche Bibliotheken in Trägerschaft der katholischen Kirche, die sich zu ihrer alljährlichen Fortbildungsveranstaltung als Gäste der Martinus-Bibliothek in Mainz mit rund 100 Teilnehmern getroffen haben. Diese Bibliotheken sind ganz überwiegend öffentlich zugänglich. Sie verfügen über mehr als 13 Millionen Medieneinheiten und gewährleisten zusammen mit den protestantischen Einrichtungen etwa zehn Prozent der wissenschaftlichen Literaturversorgung in Deutschland.
Wir appellieren an unsere Unterhaltsträger und die Öffentlichkeit, Institutionen und Arbeit als Dienst an Kirche und Gesellschaft zu würdigen und zu unterstützen.
Jochen Bepler, Vorsitzender der AkthB
Mainz, 29. Juli 2005“
tob (MBN)
Publikationen
Erstmals Jahresbericht des Bistums Mainz veröffentlicht
Informationsbroschüre erläutert den Haushalt sowie Ein- und Ausgaben der Diözese
Mainz. Mit der Informationsbroschüre „Das Bistum Mainz - Jahresbericht 2004/2005“ veröffentlicht das Bistum Mainz zum ersten Mal eine ausführliche Darstellung des Bistumshaushaltes. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, präsentierte den Jahresbericht, der die Verwendung der Kirchensteuer detailliert aufschlüsselt, am Dienstag, 9. August, bei einem Fototermin im Bischöflichen Ordinariat in Mainz. Es sei geplant, den Jahresbericht künftig alle zwei oder drei Jahre vorzulegen, sagte der Kardinal. Die Gesamtredaktion für das Projekt lag in den Händen von Dr. Barbara Nichtweiß, Leiterin der Abteilung Publikationen im Bischöflichen Ordinariat. Der Jahresbericht kann für eine Schutzgebühr von zwei Euro über den Infoladen des Bistums Mainz bezogen werden.
Ohne Kirchensteuer wäre das karitative und kulturelle Wirken der Kirche gefährdet
In seiner Einführung zum Jahresbericht schreibt der Mainzer Bischof: „Wenn wir die Möglichkeit unseres Kirchensteuersystems nicht hätten, wäre besonders das sozial-karitative und kulturelle Wirken der Kirche gefährdet. Hier handelt es sich weithin um Aufgaben der Kirche, die der Gesellschaft im Ganzen dienen.“ Außerdem verweist er auf die wachsende Bedeutung von Stiftungen zur Finanzierung der Kirche, da diese eine besonders nachhaltige Möglichkeit darstellten, aus einem Vermögen über einen langen Zeitraum einen verlässlichen Ertrag zu gewinnen.
Wörtlich schreibt Lehmann: „Wir haben im Bistum Mainz sehr alte Stiftungen, die bis in das frühe Hochmittelalter zurückgehen. (...) Seit einiger Zeit gibt es auch in den Kirchen eine kräftige Wiederbelebung des Stiftungswesens. Das Bistum Mainz hat dafür einen Stiftungsbeauftragten bestellt und auch mit Unterstützung externer Institute als Angebot über das Bistum hinaus ein Zentralinstitut für Kirchliche Stiftungen eingerichtet.“ Als Beispiele für bedeutende Stiftungserrichtungen der letzten Jahre nennt Lehmann die Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung zur Unterstützung der Caritas, die Bonifatius-Stiftung für die Pfarrgemeinden und die Domstiftung zur Erhaltung des Mainzer Domes.
Generalvikar Giebelmann: Neuausrichtung der Pastoral zu missionarischen Gemeinden
Generalvikar Dietmar Giebelmann, der Ökonom des Bistum Mainz ist, weist im Jahresbericht auf die Bedeutung des Bistumsprozesses „Lebendige Gemeinden ... in erneuerten pastoralen Einheiten“ hin. „Ziel der Reform ist es, die Seelsorge im Bistum Mainz unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und in Zeiten knapper werdender Ressourcen zukunftsfähig zu gestalten und eine Neuausrichtung der Pastoral im Sinne missionarischer Gemeinden vorzunehmen.“ Im Rahmen der Reform werden die 344 Pfarrgemeinden des Bistums in Pfarrgruppen und Pfarreiverbünde eingeteilt.
Weiter schreibt Giebelmann: „Daneben muss es darum gehen, den Immobilienbestand in den einzelnen Gemeinden zu überprüfen und nach neuen finanziellen Ressourcen zu suchen. Bei allen Strukturfragen gibt es aber eine durchlaufende Perspektive, nämlich gemeinsam und einzeln ‚Rechenschaft abzulegen von der Hoffnung, die in uns lebt’ (1 Petr 3,15). Nur in der einladenden persönlichen und gleichzeitig authentischen Begegnung können missionarische Impulse nach innen und außen gesetzt werden.“ Die Beschlussfassung der Strukturreform wird am 26. November im Rahmen der Diözesanversammlung in Mainz erfolgen.
Karst: Keine kreditfinanzierten Ausgaben im Haushalt
Finanzdirektor Thomas Karst weist in seinem Bericht darauf hin, dass das Bistum grundsätzlich keine kreditfinanzierten Haushalte aufstellt: „Der Haushalt des Bistums Mainz zeichnet sich dadurch aus, dass von vornherein auf kreditfinanzierte Ausgaben verzichtet wird. Es gilt der Grundsatz, dass die Haushaltssteuerung so gestaltet wird, dass nur das ausgegeben wird, was nach gebotener Zuführung zu Rücklagen an Einnahmen zur Verfügung steht.“
Hinweis: Das Bistum Mainz - Jahresbericht 2004/2005, hrsg. von der Abteilung Publikationen des Bischöflichen Ordinariates Mainz, 56 Seiten, ISBN 3-934450-22-9 - Der Jahresbericht kostet zwei Euro Schutzgebühr. Bestellung über den Infoladen des Bistums Mainz, Heiliggrabgasse 8 (Ecke Augustinerstraße), 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-844 oder -841, Fax: 06131/253-845, E-Mail: infoladen@bistum-mainz.de, Internet: http://www.bistum-mainz.de/publikationen
tob (MBN)