Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 21, 1. Juni 2005

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz Postanschrift: Postfach 1560, 55005 Mainz, Tel. 06131/253-128 oder 129, Fax 06131/253-402.
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Berichte

Caritas-Sammlung in Hessen eröffnet
Missio canonica an 36 Religionslehrer verliehen 
KBE-Projekt von UNESCO ausgezeichnet 
Jahresbericht 2004 des SkF Mainz

Vorschau

Diözesanversammlung des BDKJ (3.-5.6.) 
Tag der Organspende mit Kardinal Lehmann (4.6.) 
Nächtliches Orgelkonzert im Mainzer Dom (5.6.) 
Domkonzert „Engelsgesänge“ (5.6.) 
100 Jahre Bonifatiuskirche in Bad Nauheim (5.-12.6.) 
Podiumsdiskussion in der Mainzer KHG (9.6.) 
Ausstellung „Noch mal leben“ im Dommuseum (22.6.-4.9.)

 

Berichte

Kardinal Lehmann: „Investieren Sie in Menschlichkeit“

Im Jahr 2004 erbrachten die Caritas-Sammlungen im Bistum Mainz über 800.000 Euro

Gießen. Mit dem Appell „Investieren Sie in Menschlichkeit“ hat der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, am Montag, 30. Mai, in Gießen die Caritas-Sammlung eröffnet, die in Hessen vom 6. bis 12. Juni stattfindet. Es sei urchristliche Praxis durch Sammlungen einen Ausgleich zwischen Arm und Reich herbeizuführen, sagte Lehmann. Schon in der Apostelgeschichte und den Paulusbriefen sei davon die Rede. Die Eröffnung der Caritas-Sammlung fand in einem Zelt im Sozialen Brennpunkt „Eulenkopf“ in Gießen statt, in dem der Caritasverband Gießen seit vielen Jahren eine Kindertagesstätte unterhält, Hausaufgabenhilfen für Kinder und Jugendliche anbietet und den Bewohnern mit sozialer Beratung und Begleitung zur Seite steht. Bei der Sammlungseröffnung ehrte Kardinal Lehmann 65 Männer und Frauen, die sich seit vielen Jahren große Verdienste um die Caritassammlungen erworben haben, mit einer Dankurkunde.

Lehmann feierte zusammen mit Diözesancaritasdirektor Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt, den Dekanen Januarius Mäurer (Gießen), Rupert Rützel (Wetterau-Ost) und dem stellvertretenden Dekan von Alsfeld, Pfarrer Jerzy Dmytruk, einen Gottesdienst zur Eröffnung. Die musikalische Gestaltung hatten Alfred Joswig mit seiner Bläsergruppe, Kantorin Stefanie Stiewe-Berk und Kantor Ralf Stiewe übernommen. Die Trommelgruppe des Jugendwohnheims St. Stephanus „Die Erde“, spielte zur Eröffnung.

Der Caritasverband verstehe sich als Anwalt der kranken, pflegebedürftigen, der verschuldeten Menschen, der Migrantinnen und Migranten, der psychisch kranken und behinderten Menschen, der Kinder und Jugendlichen, der Menschen, die in unserer Gesellschaft am wenigsten eine Chance haben, sagte der Gießener Caritasdirektor, Bernhard Brantzen. Er hatte unter den Gästen auch Regierungspräsident Wilfried Schmied, Landrat Rolf Gnadl vom Wetteraukreis, die Kreisbeigeordnete Dietlinde Elies vom Landkreis Gießen und Kreisbeigeordneten Wilfried Wurtinger vom Vogelsbergkreis begrüßt.

Im Jahr 2004 erbrachten die Caritas-Sammlungen über 800.000 Euro

Bei den beiden jeweils im Sommer und im Winter stattfindenden Caritassammlungen wurden in der Diözese Mainz im vergangenen Jahr 2004 über 800.000 (819.594,66) Euro gesammelt, davon über 600.000 (602.163,46) Euro im hessischen Teil der Diözese (Südhessen und Mittelhessen). Die Hälfte des Geldes bleibt in den Gemeinden zur unbürokratischen Linderung von Notfällen und zur Organisation der örtlichen Caritasarbeit. Die andere Hälfte wird zur Unterstützung der umfangreichen offenen Beratungstätigkeit gebraucht, die der Caritasverband allen Menschen in materieller oder psycho-sozialer Not anbietet.

Bei den Caritas-Sammlungen engagieren sich im hessischen Teil der Diözese Mainz mehr als 3.000 Frauen und Männer. Vielerorts wird die Sammlung noch als Haustür-Sammlung durchgeführt. In immer mehr Gemeinden wird die neue Form der Sammlung durch Briefkastenwerbung genutzt, da insbesondere in Ballungsgebieten die Menschen tagsüber nur schwer persönlich zu erreichen sind. Im rheinland-pfälzischen Teil der Diözese Mainz (Rheinhessen und Worms) wurde die Sammlung bereits am 27. Mai abgeschlossen.

jow (MBN)

 

Missio canonica an 36 Religionslehrerinnen und -lehrer verliehen

Gottesdienst in der Ostkrypta des Mainzer Domes mit Kardinal Lehmann

Mainz, 31. Mai 2005: Kardinal Lehmann verlieh in der Ostkrypta die Missio Canonica; Links Hochschulreferent Dr. Clauß Peter Sajak.

Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat am Dienstag, 31. Mai, die Missio canonica an 36 Religionslehrerinnen und -lehrer aus dem Bistum Mainz verliehen. Die Lehrer arbeiten im südlichen Bereich des Bistums Mainz (Südhessen und Rheinhessen). Lehmann überreichte die Urkunden bei einem Gottesdienst in der Ostkrypta des Mainzer Domes. Die Missio canonica ist der kirchliche Sendungsauftrag für Religionslehrer. Ohne diese Sendung darf kein Lehrer katholischen Religionsunterricht halten.

Gemäß der Sendungsformel fragte Kardinal Lehmann die Kandidaten zunächst: „Sind Sie bereit, die Botschaft der Kirche im Religionsunterricht zu lehren und sie im Leben zu bezeugen?“ Die Kandidaten antworteten: „Wir sind bereit.“ Daraufhin erteilte der Bischof die Sendung mit den Worten: „Ich sende Sie.“ Anschließend überreichte Lehmann jedem einzelnen Lehrer die Sendungsurkunde. Bevor Kardinal Lehmann die Missio canonica erteilte, beteten die Lehrer gemeinsam das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Lehmann dankte den Lehrern dafür, „dass Sie sich für den Dienst der Glaubensunterweisung zur Verfügung stellen. Es ist nicht selbstverständlich, dass

Mainz, 31. Mai 2005: Kardinal Lehmann zusammen mit den 36 Lehrern, die die Missio canonica erhalten haben.

Sie diesen Ruf gehört haben und ihm gefolgt sind.“ Einen besonderen Dank richtete er an alle, die die Kandidaten auf diesem Weg begleitet und bestärkt haben. Mit der Missio canonica sei eine Entlastung für die Lehrer verbunden, denn: „Nicht wir nehmen uns das Wort, sondern wir werden dazu ermächtigt. Wir sollen uns Gottes Wort zu eigen machen.“ Vor allem in schwierigen Alltagssituationen sei es eine große Hilfe, „wenn man weiß, dass man von Gott geschickt ist“.

Am Ende des Gottesdienstes sagte Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz, den Lehrern für ihr Berufsleben Begleitung und Unterstützung des Schuldezernates zu. Zusammen mit den Angehörigen waren die Lehrer anschließend zu einem Empfang im Erbacher Hof eingeladen, an dem auch Kardinal Lehmann teilnahm.

Die Eucharistiefeier fand zum Abschluss einer Tagung des Dezernates Schulen und Hochschulen von Montag, 30., bis Dienstag, 31. Mai, im Erbacher Hof statt. Bei der Tagung unter Leitung von Hochschulreferent Dr. Clauß Peter Sajak und Lehramtsmentorin Dr. Brigitte Lob ging es thematisch unter anderem um die Bedeutung der Missio canonica. Weitere Themen waren Bibelarbeit, Meditation und die Fortbildungsangebote des Dezernates.

tob (MBN)

 

Projekt der Katholischen Erwachsenenbildung von UNESCO ausgezeichnet

Urkunde wird voraussichtlich im September überreicht / Mainz ist Projektstandort

Berlin/Mainz. Die Jury bei der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin hat am 17. Mai das Projekt „Gut Leben in der Einen Welt - Globales Lernen im Dritten Lebensalter“ als „Offizielles Projekt der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Diese vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte einjährige Multiplikatoren-Fortbildung hat einen ihrer vier Standorte in Mainz. Projektträger sind die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) und das Bischöfliche Hilfswerk Misereor. Diese Auszeichnung gilt für 2005/2006. Offiziell wird die Urkunde voraussichtlich im September überreicht.

Zur Konzeptentwicklungsgruppe gehörte auch Dr. Hartmut Heidenreich, Direktor des Bildungswerks der Diözese Mainz und Vorsitzender der KBE-Kommission „Altenbildung“. Ziel des Projekts ist es, Multiplikatoren für Initiativen und Bildungsprojekte zu schulen, die die Aspekte von „Eine Welt“, „Nachhaltigkeit“, „Globalem Lernen“ und „Drittem Lebensalter“ verbinden.

Die Teilnehmenden der vier Standorte (Bremen, Bad-Saarow/Berlin, Freising und Mainz) werden sich zusammen mit den Projektentwicklern und -leitern von KBE und Misereor sowie mit der wissenschaftlichen Begleitgruppe um Professor Annette Scheunpflug, Universität Erlangen-Nürnberg, Ende Juni in Hofgeismar zu einer Abschlusstagung treffen. Dort sollen sowohl die wissenschaftliche Auswertung bezüglich globalem Lernen im Dritten Lebensalter sowie die einzelnen Projekte der Teilnehmenden vorgestellt werden.

tob (MBN)

 

Jahresbericht 2004 des SkF Mainz

Rund 1.000 Frauen haben Hilfe der Beratungsstelle in Anspruch genommen

Mainz. Der Mainzer Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat jetzt seinen Jahresbericht 2004 vorgelegt. Im vergangenen Jahr haben rund 1.000 Frauen die Beratungsstelle des SkF in Mainz aufgesucht. Zum Angebot des SkF gehören unter anderem die Allgemeine Lebensberatung, die Schwangerenberatung, das Frauenhaus Mainz mit Beratungsstelle, die Interventionsstelle bei Gewalt in engen sozialen Bindungen, sowie eine Kleiderkammer, eine Lern- und Spielstube und deutscher Sprachunterricht für ausländische Frauen. Ein wesentliches Merkmal der Arbeit des SkF ist die enge Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Jahr 2004 haben sich neben 23 Hauptamtlichen 43 Ehrenamtliche beim SkF Mainz engagiert.

Hinweis: Sozialdienst katholischer Frauen Mainz e.V., Römerwall 67, 55131 Mainz, Tel.: 06131/233895, Fax: 06131/233897, E-Mail: info@skf-mainz.de, Internet: http://www.skf-mainz.de/

tob (MBN) 

 

Vorschau

Diözesanversammlung des BDKJ (3.-5.6.)

Wahl einer neuer Vorsitzenden / Start der Kampagne „Ich gebe Kirche ein Gesicht“

Mainz. Von Freitag, 3. Juni, bis Sonntag, 5. Juni, findet im Mainzer Jugendhaus Don Bosco die Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) statt. Zentrale Themen der Tagung werden die Wahl einer neuen BDKJ-Diözesanvorsitzenden, der Start der Kampagne „Ich gebe Kirche ein Gesicht“ sowie die Gründung einer Kinder- und Jugendstiftung sein. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Neustrukturierung der Bildungsarbeit. Die Diözesanversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des BDKJ. Dem BDKJ Mainz als Dachverband gehören elf katholische Jugendverbände und 20 Dekanate mit rund 16.000 Mitgliedern an.

Für das Amt der hauptamtlichen BDKJ-Diözesanvorsitzenden kandidiert Bianka Mohr. Die 28-jährige Diplom-Sozialpädagogin aus Lorsch arbeitet seit vier Jahren als Verbandsreferentin der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG). Die bisherigen Diözesanvorsitzenden Kerstin Pulm und Julia Wilke-Henrich, die sich die Stelle der weiblichen BDKJ-Diözesan-vorsitzenden geteilt hatten, treten nicht mehr zur Wiederwahl an.

Fotoaktion: „Ich gebe Kirche ein Gesicht“

Mit einer Fotoaktion in der Mainzer Innenstadt startet der BDKJ im Rahmen der Diözesanversammlung am Samstag, 4. Juni, eine Kampagne für Jugendarbeit, die unter der Überschrift „Ich gebe Kirche ein Gesicht“ steht. Dazu wird es um 13.30 Uhr ein Treffen mit Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Jugenddezernent des Bistums Mainz, und Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann vor dem Bischöflichen Ordinariat geben.

am (MBN)

 

„Von Mensch zu Mensch“ (4.6.)

Tag der Organspende / Ökumenischer Dankgottesdienst mit Kardinal Lehmann

Mainz. Der bundesweite Tag der Organspende steht in diesem Jahr unter dem Motto „Von Mensch zu Mensch - Hoffnung durch Organspende“. Die zentrale Veranstaltung am Samstag, 4. Juni, findet in Mainz statt, vorgesehen ist ein Symposion und ein ökumenischer Gottesdienst. Die Schirmherrschaft für den Organspende-Tag haben der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident, Kurt Beck, übernommen. Seit 1982 ist der erste Samstag im Juni in der Bundesrepublik der Tag der Organspende.

Kardinal Lehmann wird gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Barbara Roßner dem ökumenischen Wortgottesdienst um 10.00 Uhr im Mainzer Dom vorstehen. Mit dem Gottesdienst, den Angehörige von Organspendern und transplantierte Patienten mitgestalten, soll verstorbener Organspender gedacht werden. Um 14.00 Uhr beginnt im Mainzer Hyatt-Hotel das Symposion, das unter der Überschrift „Organspende - dran denken und handeln“ steht.

Lehmann: „Organspende ist solidarisches Zeichen christlicher Nächstenliebe“

In einem Interview mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) unterstreicht Kardinal Lehmann, dass Organspende ein „solidarisches Zeichen christlicher Nächstenliebe“ sei. Transplantationsmedizin ermögliche es, Leben zu retten und die Lebenssituation vieler Menschen entscheidend zu verbessern. Wer Organe spende, zeige sich solidarisch mit Behinderten und Bedürftigen, die auf ein Spenderorgan angewiesen seien. Daher gelte allen Verstorbenen, die ihre Organe zur Transplantation freigaben, und deren Angehörigen ein besonderer Dank. Sie handelten ethisch verantwortlich und vorbildlich, sagte der Bischof von Mainz.

Lehmann betonte zugleich, dass es gut sei, bereits zu Lebzeiten eine Entscheidung zur Organspende zu treffen. So könne man Angehörigen „die zuweilen schmerzliche Last einer Entscheidung abnehmen und ihnen die Not von Mutmaßungen über den eigenen Willen ersparen“. Nötig sei es außerdem, vermehrt über die ethischen, rechtlichen und medizinischen Aspekte der Organspende zu informieren, um Vorbehalte und Ängste abzubauen. „Auch offene Gespräche über dieses Thema in den Familien würden vermeiden, dass sich Angehörige erst im Moment des Todes eines nahe stehenden Menschen mit den Gedanken an eine Organspende auseinandersetzen müssen“, unterstrich der Kardinal.

Nach Angaben der DSO wurden im vergangenen Jahr in Deutschland von 1.081 Menschen nach ihrem Tode 3.508 Organe gespendet, im Jahr 2003 waren es 3.496. Allerdings klaffe laut DSO die Schere zwischen dem Bedarf an Spenderorganen und den tatsächlich durchgeführten Transplantationen nach wie vor weit auseinander: Jedes Jahr müssten mehr als doppelt so viele Organe zur Verfügung stehen als tatsächlich gespendet würden, um die Zahl der Neuanmeldungen auf der Warteliste abzudecken.

Derzeit warten in Deutschland nach Angaben der DSO, die für die Vorbereitung und Durchführung der Organspende verantwortlich ist, etwa 11.500 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan, davon rund 10.000 auf eine Niere. Die Warteliste für Nierentransplantationen steige seit Jahren kontinuierlich an, da immer mehr Patienten dialysepflichtig würden. So betrage die Wartezeit für eine Niere derzeit mehr als fünf Jahre, auf eine Leber warte ein Patient mehr als ein Jahr. Noch immer sterben laut DSO jeden Tag drei Menschen auf der Warteliste, weil sie nicht rechtzeitig ein lebensrettendes Organ erhalten könnten.

Hinweis: Weitere Informationen zu Organspenden und zur Arbeit der DSO unter http://www.dso.de/. Auch die Deutsche Bischofskonferenz hat im Jahr 1990 eine Erklärung „Organspende“ verfasst. Sie steht im Internet zum Download bereit unter der Adresse http://dbk.de/schriften/fs_schriften.html

am (MBN)

 

„Licht und Dunkel“ (4./5.6.)

Nächtliches Orgelkonzert im Mainzer Dom / Texte von Domdekan Heinz Heckwolf

Mainz. In der Nacht vom Samstag, 4. Juni, auf Sonntag, 5. Juni, findet in der Mainzer Innenstadt die „Nacht der Sinne“ statt: Mainzer Einzelhändler illuminieren ihre Geschäfte, dazu wird ein kulturelles Rahmenprogramm angeboten. Der Mainzer Dom wird an diesem Abend ab 23.00 Uhr geöffnet sein. Von 0.00 bis 1.30 Uhr gestaltet Domorganist Albert Schönberger ein Orgelkonzert, zu dem Domdekan Heinz Heckwolf Texte beisteuern wird. Das Konzert steht unter dem Titel „Licht und Dunkel“.

am (MBN)

 

Engelsgesänge (5.6.)

Konzert im Mainzer Dom mit Domchor und Domkantorei

Mainz. Am Sonntag, 5. Juni, findet um 19.30 Uhr im Mainzer Dom ein Chor- und Orgelkonzert statt, das unter der Überschrift „Engelsgesänge“ steht. Der Mainzer Domchor und die Domkantorei St. Martin unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft sowie Domorganist Albert Schönberger interpretieren Musik zum Thema „Engel“. Zudem werden Domkapitular Jürgen Nabbefeld und Hans Nitsche Texte zum Thema des Konzertes beitragen.

am (MBN)

 

100 Jahre Bonifatiuskirche in Bad Nauheim (5.-12.6.)

Pfarrgemeinde feiert Festwoche / Abend der Offenen Kirche am 11. Juni

Bad Nauheim. Am Mittwoch, 8. Juni, feiert die Pfarrgemeinde St. Bonifatius in Bad Nauheim die 100. Wiederkehr des Weihetages ihrer Kirche. Aus diesem Anlass findet vom 5. bis 12. Juni eine Festwoche mit zahlreichen Veranstaltungen statt. Den Auftakt bildet am Sonntag, 5. Juni, um 10.00 Uhr ein feierliches Pontifikalamt mit dem Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, an das sich ein Pfarrfest mit vielen Attraktionen anschließt. Am Mittwoch, 8. Juni, wird um 18.00 Uhr eine heilige Messe mit den ehemaligen Seelsorgern der Pfarrei gefeiert.

Ein besonderer Höhepunkt der Festwoche ist der Abend der Offenen Kirche, der am Samstag, 11. Juni stattfindet. Er beginnt um 20.00 Uhr mit einer liturgische Kirchenführung, die unter dem Motto „Sinn-Steine“ steht. Um 21.30 Uhr wird dann unter der Überschrift „Jesus Highlights – Das Markus-Evangelium – Ein alter Text neu beleuchtet“ der Text des Markus-Evangeliums verlesen. Während der Lesung wird der Kirchenraum mit unterschiedlichen Lichteffekten illuminiert. Regionalkantor Nicolo Sokoli wird den Abend an der Orgel mit Choralvorspielen von Johann Sebastian Bach begleiten.

Den Abschluss der Festwoche bildet am Sonntag, 12. Juni, ein feierliches Pontifikalamt, zu dem die Gemeinde den Apostolischen Nuntius in Belgien und Luxemburg, Erzbischof Dr. Karl-Josef Rauber, erwartet. Am Abend wird um 19.00 Uhr der Kirchenchor von St. Bonifatius zusammen mit der Kammerphilharmonie Bad Nauheim und Solisten unter der Leitung von Eva-Maria Anton-Sokoli die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Gloria“ von Antonio Vivaldi aufführen.

Hinweis: Weitere Informationen bei der Pfarrei St. Bonifatius, Zanderstraße 13, 61217 Bad Nauheim, Tel.: 06032/935011, E-Mail: st-bonifatius@t-online.de  

am (MBN)

 

„Deutschland gibt den Geist auf!?“ (9.6.)

Podiumsdiskussion zur Zukunft der Geisteswissenschaften in der KHG Mainz

Mainz. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Deutschland gibt den Geist auf?! – Die Zukunft der Geisteswissenschaften an deutschen Hochschulen“ findet am Donnerstag, 9. Juni, um 20.30 Uhr in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) St. Albertus in Mainz statt. Die Podiumsteilnehmer sind: Professor Jörg Michaelis (Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Professor Stephan Grätzel (Philosophisches Seminar), Professorin Uta Störmer-Caysa (Germanistisches Seminar), Professor Thomas Walcher (Institut für Kernphysik) und Brigitte Klempt (Rheinland-Pfälzisches Ministerium für Bildung, Weitbildung, Forschung und Kultur); es moderiert Professor Andreas Cesana, Leiter des Studium generale der Universität Mainz.

Im Einladungstext heißt es: „Im Zuge der Erkenntnis, dass neben dem Wirtschafts- auch der Wissenschaftsstandort Deutschland im internationalen Vergleich zunehmend ins Hintertreffen geraten ist, sind in jüngster Zeit die Debatten um die Zukunft der deutschen Hochschullandschaft voll entbrannt. So fordert eine zunehmende Anzahl an Stimmen, das Angebot an deutschen Schulen stärker auf diejenigen Fächer zu konzentrieren, die den Bedürfnissen des modernen Arbeitsmarktes entsprechen. Auch auf Seiten der Politik und der Hochschulverwaltung scheint sich immer stärker die Überzeugung durchzusetzen, dass Ingenieure, Mediziner oder Juristen in ihrer Ausbildung Vorrang gegenüber Philosophen, Germanisten oder Soziologen haben. Es sind daher vor allem geisteswissenschaftliche Fächer, die seit einigen Jahren von Stellenstreichungen, rückläufigen Mittelzuweisungen oder sogar von Schließungen ganzer Fachbereiche betroffen sind. Im Rahmen der Podiumsdiskussion sollen Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung miteinander ins Gespräch kommen, um mögliche Konsequenzen dieser Entwicklung zu diskutieren.“

Hinweis: Weitere Informationen bei der Katholischen Hochschulgemeinde St. Albertus, Saarstraße 20, 55122 Mainz, Tel.: 06131/3220, E-Mail: mail@khg-mainz.de, Internet: http://www.khg-mainz.de/

am (MBN)

 

„Noch mal leben“ (22.6.-4.9.)

Ausstellung im Dom- und Diözesanmuseum zeigt Bilder von Sterbenden

Mainz. Im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz findet vom 22. Juni bis 4. September die Ausstellung „Noch mal leben“ statt. Sie wurde konzipiert von der Journalistin Beate Lakotta und dem Fotografen Walter Schels, die unheilbar kranke Menschen während ihrer letzten Tage und Wochen begleitet haben. Gezeigt werden Porträts von 24 Frauen und Männern, Texttafeln erzählen die Geschichten der Porträtierten und informieren über Hospizbewegung und Palliativmedizin. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, wird die Ausstellung am Mittwoch, 22. Juni, um 17.00 Uhr eröffnen. Die als Wanderschau konzipierte Ausstellung war bereits in Dresden und Kassel zu sehen und hat mehr als 70.000 Besucher angezogen. „Noch mal leben“ wurde unter anderem mit dem Ehrenpreis für Künstler der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz ausgezeichnet. Das Begleitbuch zur Ausstellung erhielt den Deutschen Fotobuchpreis 2004.

In einer Einführung schreibt der Direktor des Dom- und Diözesanmuseums, Dr. Hans-Jürgen Kotzur: „,Ich bin froh, seid ihr es auch’ – mit diesen letzten Worten Papst Johannes Paul II. endete ein Sterben, das Millionen bewegte. Im Alltag jedoch wird die Auseinandersetzung mit dem Lebensende zunehmend tabuisiert. Zwischen Jugendkult und intensivmedizinischer Betreuung bleibt kaum noch Raum für eine persönliche Auseinandersetzung und den würdevollen Umgang mit dem Sterbenden. (...) Die Ausstellung verlangt dem Besucher viel ab, denn sie berührt ganz unmittelbar und subjektiv. Vielleicht erreichte sie gerade deshalb auf den bisherigen Stationen in Dresden und Kassel mehr als 70.000 Besucher, die, wie die Eintragungen in den Gästebüchern zeigen, vor allem eine Erfahrung mitnahmen: Die Würde des Menschen ist unantastbar – auch im Sterben.“

Hinweise:

  • Die Ausstellung „Noch mal leben“ ist vom 22. Juni bis 4. September im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum zu sehen. Die Adresse des Museums lautet: Domstraße 3, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253344, E-Mail: dommuseum@bistum-mainz.de  
  • Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr, montags und an kirchlichen Feiertagen ist das Museum geschlossen. Der Eintritt für die Ausstellung beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro.
  • Buch zur Ausstellung: „Noch mal leben vor dem Tod – Wenn Menschen sterben“, von Beate Lakotta und Walter Schels, 224 Seiten, 71 Duotone-Abbildungen, München 2004, 39,90 Euro, ISBN: 3421058377

am (MBN)