Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 14, 13. April 2005
Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte
„Zwischenstation“ in Mainz eröffnet
Fünf Priesteramtskandidaten zu Diakonen geweiht
„Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“
Vorschau
Wanderausstellung zu EU-Projekt am Dom (ab 28.4.)
Wirtschaften im Dienst des Lebens (23.4.)
Jugendbegegnung in Frankreich (7.-16.5.)
Ökumenischer Gottesdienst zum Gutenberg-Marathon (7.5.)
Workshop für Leiter von Kinderchören (3.-4.6.)
Neuerscheinung
„Religionsunterricht heute“ zum Thema Schulpastoral
Berichte
„Zwischenstation“ in der Mainzer Fußgängerzone eröffnet
Zweite Anlaufstation der Cityseelsorge / „TrauerRaum“ jetzt in Antoniuskapelle
Mainz. Mit der Eröffnung der „Zwischenstation“ bei der Mainzer Römerpassage (Adolf-Kolping-Straße 6) gibt es jetzt neben der Einrichtung „Kirche am Markt - Nr. 10“ zwei Anlaufstellen der Mainzer Cityseelsorge. Die „Zwischenstation“ sei eine Informations- und Kontaktstelle zur katholischen Kirche, „in der jeder ohne große Hemmschwelle mit einem Ansprechpartner der Kirche ins Gespräch kommen kann“, sagte Pfarrer Michael Baunacke am Dienstag, 12. April, bei der Vorstellung der Einrichtung vor Journalisten. Baunacke leitet die „Zwischenstation“ als Cityseelsorger mit halber Stelle. Gleichzeitig wurde auch der ökumenische „TrauerRaum“ in der Antoniuskapelle wiedereröffnet, welcher seit Gründung vor drei Jahren in der evangelischen Johanniskirche war und wegen anderweitiger Nutzung der Räumlichkeiten umziehen musste.
Giebelmann: „Kirche ist dort, wo die Menschen sind“
„Missionarisch Kirche sein als Leitwort der Pastoral im Bistum Mainz wird hier in der ‚Zwischenstation’ deutlich“, sagte der Generalvikar des Bistums Mainz, Dietmar Giebelmann, am Nachmittag bei der Segnung der Räume. „Kirche ist dort, wo die Menschen sind. Das ist die Botschaft dieser Stunde.“ Er dankte besonders dem ehemaligen Dekan des Dekanates Mainz-Stadt, Pfarrer Heinz Schmitz, und Pfarrer Baunacke für ihr Engagement bei der Einrichtung der „Zwischenstation“.
Die „Zwischenstation“
Für die verschiedenartigen Lebensentwürfe der Menschen in der heutigen Zeit brauche auch die Kirche neue Zugangsmöglichkeiten, sagte Baunacke zur Zielsetzung der „Zwischenstation“. Mit den Einrichtungen der Cityseelsorge würden derzeit neben den klassischen Pfarreien solche Anlaufstellen entstehen. Die „Zwischenstation“ sei bewusst auch für Menschen gedacht, die nur zur Arbeit oder zum Einkaufen in Mainz sind. Entstanden ist die „Zwischenstation“ im Rahmen des Projektes „Lebensraumorientierte Seelsorge“ (LOS) des Dekanates Mainz-Stadt.
Ein weiteres wichtiges Ziel der Einrichtung sei die Stärkung und Weiterentwicklung von Kooperationen in der Seelsorge der Stadt Mainz, besonders in der ökumenischen Zusammenarbeit, sagte der Cityseelsorger. Feste Öffnungszeiten für die „Zwischenstation“ werde es in Kürze geben, kündigte Baunacke an. Es freue ihn sehr, dass die Cityseelsorge mit einem so zentralen Angebot in der Mainzer Fußgängerzone vertreten sei, sagte der Dekan des Katholischen Dekanates Mainz-Stadt, Pfarrer Markus Kölzer, bei seiner Begrüßung.
Der „TrauerRaum“
Der „TrauerRaum“ versteht sich als ein Angebot unter vielen im Rahmen der Cityseelsorge, erklärte Wolfgang Fischer, Leiter des Projektes „TrauerRaum“ und Liturgiereferent im Bischöflichen Ordinariat. Er solle trauernden Menschen „eine sinnliche Verortung für ihre Trauer bieten und sie nicht allein zu lassen in ihrer Trauer“. Dort liegt auch ein Trauerbuch aus, in das Trauernde ihre Sorgen, Wünsche und Bitten schreiben können. Eingerichtet worden sei der „TrauerRaum“ vor drei Jahren, um neuen Trauerformen in der Gesellschaft Rechnung tragen zu können, sagte Fischer.
Jeden Dienstag ist der Raum ab 13.00 Uhr geöffnet. Von 15.00 bis 17.30 Uhr steht ein Trauerbegleiter für persönliche Gespräche zur Verfügung. Fischer wies darauf hin, dass am Dienstag, 19. April, um 18.00 Uhr, die erste Gedenkzeit in der Antoniuskapelle stattfinden wird. Die etwa halbstündigen Gedenkzeiten werden jeweils von einer anderen Gruppe der Initiative „TrauerRaum“ gestaltet. Festes Element sei dabei stets der Kerzengang zur Trauermauer. Dabei entzünden die Teilnehmer eine Kerze und bringen sie zur Trauermauer. Für die Zukunft hoffe er, dass die Öffnungszeiten des ehrenamtlichen Projektes ausgeweitet werden können, sagte Fischer.
Bettina Marloth-Claaß, Hospizpfarrerin des Evangelischen Dekanates Mainz, wies auf die ökumenische Zusammenarbeit beim „TrauerRaum“ hin. „Trauer ist nicht an ein Glaubensbekenntnis gebunden. Sie kennt keine Konfessionsgrenzen. So ist es nur folgerichtig, dass in diesem Bereich die katholische und die evangelische Kirche und nicht-kirchliche Einrichtungen, die in der Trauerbegleitung engagiert sind, zusammenarbeiten.“
Träger des „TrauerRaumes“ ist das Katholische Dekanat Mainz-Stadt. Folgende Gruppen und Institutionen unterstützen den „TrauerRaum“: das Liturgiereferat im Bischöflichen Ordinariat Mainz, das evangelische Dekanat Mainz, die Mainzer Hospizgesellschaft, die Seelsorger der Universitätskliniken Mainz, der Verein „Trauernde Eltern Rhein-Main“ aus Mainz, der Verein „TrauerWege“ aus Mainz und verschiedene Mainzer Bestattungsunternehmen.
Hinweise:
- Cityseelsorge „Zwischenstation“, Adolf-Kolping-Straße 6, 55116 Mainz, Tel.: 06131/9711884, E-Mail: cityseelsorge@kath-dekanat-mainz.de
- Der „TrauerRaum“ ist jeden Dienstag von 13.00 bis 17.30 Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet. Von 15.00 bis 17.30 Uhr steht an diesen Tagen ein Trauerbegleiter zum Gespräch zur Verfügung. An jedem dritten Dienstag eines Monats findet um 18.00 Uhr eine Gedenkzeit im „TrauerRaum“ statt. Für das Jahr 2005 sind folgende Termine festgelegt: 19. April, 17. Mai, 21. Juni, 19. Juli, 16. August, 20. September, 18. Oktober, 15. November und 20. Dezember.
tob (MBN)
Die Menschen zu Jesus einladen
Weihbischof Werner Guballa weihte fünf Priesteramtskandidaten zu Diakonen
Mainz. Als „lebendige Einladung“ zu Jesus Christus hat der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa am Samstag, 9. April, die fünf Priesteramtskandidaten für die Diakonenweihe bezeichnet. Wörtlich sagte er: „Sie können andere nur einladen, wenn Sie nicht von oben herab auf sie schauen, sondern wenn Sie in innerster Einfachheit den Menschen begegnen, wenn Sie Raum haben für sie, für ihre Sorgen und Nöte des Alltags, für ihre Freude, die sie teilen wollen, für ihre Zukunft, auf die Sie setzen.“ Guballa predigte bei dem Weihegottesdienst im vollbesetzten Mainzer Dom. Die Diakonenweihe erfolgt im Rahmen der Ausbildung zum Priester. Danach arbeiten die Diakone ein Jahr lang in einer Gemeinde mit, bevor sie im kommenden Jahr zu Priestern geweiht werden.
Weiter sagte Guballa: „Sie gehen als Diakone nicht einfach in die Welt hinein, um einmal zu schauen, was dabei herauskommen könnte. Sie gehen nicht einfach mit Ihren großen Karriereplänen, um zu sehen, wie weit Sie es bringen könnten. Sie gehen auch nicht mit einer Neugier, die das Abenteuer will und Sie gehen nicht mit Misstrauen, dass ja nichts herauskommen kann. Nein, Sie gehen mit einem Geheimnis, das einen Namen trägt. Sie gehen mit Jesus, der sich Ihnen persönlich anvertraut, wenn Sie jetzt zu Diakonen geweiht werden. Er will das Geheimnis Ihres Lebens sein. Ihn dürfen Sie zu den Menschen bringen. Er ist nicht Ihr Besitz, sondern der, der sich durch Sie verschenken will.“
Geweiht wurden: Kai Hüsemann (St. Pankratius, Offenbach-Bürgel), Daniel Jager (St. Josef, Gronau/Westfalen), Andreas Omphalius (St. Gottfried, Butzbach), Stephan Georg-Josef Weißbäcker (St. Peter und Paul, Dieburg) und Thomas Peter Winter (St. Nikolaus, Klein-Krotzenburg). Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten der Mainzer Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Mathias Breitschaft und Domorganist Albert Schönberger übernommen.
tob (MBN)
Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz
Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“
Bonn. Im Mittelpunkt der Initiative der Deutschen Bischofskonferenz „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“ steht in diesem Jahr die Situation von Christen in Lateinamerika. Zum Themenschwerpunkt 2005 liegt jetzt eine Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz vor. In ihr werden Menschen aus verschiedenen Ländern Südamerikas vorgestellt, die wegen ihres christlich motivierten Einsatzes bedrängt, bedroht oder in ihrer Arbeit behindert werden. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Verfolgungssituationen in Kuba, Kolumbien, Guatemala und El Salvador.
Auch 25 Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Oscar Romero in El Salvador geraten Christen in einigen Ländern Lateinamerikas aufgrund ihres Einsatzes für Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit in oft lebensbedrohende Konflikte. Im Februar 2005 wurde die 73-jährige Ordensschwester Dorothy Stang ermordet, die sich in Brasilien für die Rechte der Landlosen und Ureinwohner engagiert hatte. Die katholische Kirche in Brasilien legte jüngst eine Liste von 160 Personen vor, die Morddrohungen erhalten haben. In Kolumbien sind seit 1984 rund fünfzig Bischöfe, Priester und Missionare ermordet worden.
Mit der 2003 ins Leben gerufenen Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“ lenkt die Deutsche Bischofskonferenz die Aufmerksamkeit von Kirchengemeinden und Öffentlichkeit auf die Situation jener Christen, deren Menschenrechte eingeschränkt und missachtet werden. In den vergangenen Jahren stand die Situation von Christen in Nigeria (2004) und in Vietnam (2003) im Mittelpunkt.
Hinweise:
- Die Arbeitshilfe Nr. 191 „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit - Lateinamerika“ kann beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz kostenlos bezogen werden unter Tel.: 0228/103-205, Fax: 0228/103-330, E-Mail: broschueren@dbk.de
- Im Internet unter http://www.dbk.de/initiativen/index.htmlstehen zudem Texte des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, und des ehemaligen Bischofs von Santo Domingo de los Colorados in Ecuador und langjährigen Geschäftsführers der Bischöflichen Aktion Adveniat, Emilio Lorenzo Stehle, zu der diesjährigen Initiative sowie weitere Informationen.
SDBK (MBN)
Vorschau
Wanderausstellung zu EU-Projekt am Mainzer Dom (ab 28.4.)
„Bildhauerwanderungen und Motivübernahmen im mittelalterlichen Europa“
Mainz. Die Ergebnisse des mit Mitteln der Europäischen Union geförderten Projektes „Bildhauerwanderungen und Motivübernahmen im mittelalterlichen Europa“ am Mainzer Dom werden in einer Wanderausstellung an drei Standorten in Mainz präsentiert. Der Mainzer Domdekan Heinz Heckwolf eröffnet die erste Station der Ausstellung am Donnerstag, 28. April, um 18.00 Uhr, in den Räumen der Handwerkskammer Rheinhessen (Dagobertstraße 2) in Mainz. Dort wird die Ausstellung bis Sonntag, 1. Mai, zu sehen sein. Danach wird die Wanderausstellung von Dienstag, 3. Mai, bis Sonntag, 22. Mai, im südlichen Querhaus des Mainzer Domes zu sehen sein. Von Dienstag, 24. Mai, bis Freitag, 17. Juni, wird die Ausstellung täglich ab 12.00 Uhr in den Räumen des Kolpinghauses Mainz (Holzstraße 19) gezeigt.
Im Rahmen des Projektes „Bildhauerwanderungen und Motivübernahmen im mittelalterlichen Europa“ hatte die Mainzer Dombauhütte ein Restaurierungskonzept für die Kapitelle der Ostapsis erarbeitet. Zusammen mit den Projektpartnern, zwei Steinmetzschulen in Quintin/Frankreich und Budapest/Ungarn, wurden die Arbeiten in den vergangenen Monaten bei gegenseitigen Besuchen umgesetzt. Das Förderprogramm „Culture 2000 Framework“ der Europäischen Union hatte im Juli 2004 insgesamt 98.000 Euro für das Projekt im Rahmen der Sanierung des Mainzer Doms zur Verfügung gestellt.
Vermittelt wurde die EU-Förderung für den Mainzer Dom durch die Mainzer Filiale der Pax-Bank, die auch die Antragstellung begleitet hat. Mit dem Projekt soll die mittelalterliche Handwerkstradition in ihrem europäischen Kontext erfasst und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Außerdem sollen durch den Austausch von Fachkenntnissen und Erfahrungen zwischen den Partnern verschüttete handwerkliche Traditionen erhalten und in die restauratorische Praxis übernommen werden.
tob (MBN)
Wirtschaften im Dienst des Lebens (23.4.)
Ökumenische Tagung zu den Auswirkungen der Globalisierung auf die Arbeitswelt
Rüsselsheim. Unter der Überschrift „Wirtschaften im Dienst des Lebens“ widmet sich ein Studientag am Samstag, 23. April, von 9.30 bis 15.00 Uhr in Rüsselsheim den Auswirkungen der Globalisierung auf die Arbeitswelt. Unter anderem stehen Vorträge von Klaus Franz, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Opel und General Motors, und Hermann Schaus, Geschäftsführer von Verdi Südhessen auf dem Programm. Veranstaltungsort ist die Opel Werkshalle 1 in Rüsselsheim. Die Tagungsgebühr beträgt zehn Euro. Veranstalter ist neben dem Referat Berufs- und Arbeitswelt im Bistum Mainz unter anderen auch das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Hinweis: Anmeldung und weitere Informationen bei der Regionalstelle Katholische Arbeitnehmer- und Betriebsseelsorge, Weisenauer Straße 31, 65428 Rüsselsheim, Tel.: 06142/64104, E-Mail: bss.ruesselsheim@t-online.de
tob (MBN)
„Europe is my country” (7.-16.5.)
Multinationale Jugendbegegnung in Frankreich
Heppenheim/Bordeaux. Das Haus am Maiberg, die Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz, veranstaltet von Samstag, 7., bis Montag, 16. Mai, eine multinationale Jugendbegegnung in der Nähe von Bordeaux. Jugendliche aus sieben europäischen Ländern treffen sich unter dem Motto „Europe is my country“, um gemeinsam über Europa zu diskutieren und heraus zu finden, wie junge Menschen sich aktiv am zusammen wachsenden Europa beteiligen können. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro. 70 Prozent der Reisekosten können erstattet werden. Die Teilnehmer sollten zwischen 18 und 22 Jahre alt sein und sich auf Englisch verständigen können.
Hinweis: Weitere Informationen unter Tel.: 06252/9306-13 oder E-Mail: ch.schmitt@haus-am-maiberg.de
tob (MBN)
„Einsam & gemeinsam“ (7.5.)
Ökumenischer Gottesdienst zum Gutenberg-Marathon im Mainzer Dom
Mainz. „Einsam und gemeinsam“ ist das Thema des traditionellen, ökumenischen Gottesdienstes im Mainzer Dom anlässlich des Mainzer Gutenberg-Marathons. Er findet am Samstag, 7. Mai, um 18.00 Uhr statt. Eingeladen sind die rund 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des größten Mainzer Sportereignisses, aber auch alle Interessierten. Um die Erfahrungen von Alleinsein und Einsamkeit einerseits, von Gemeinschaft und Gemeinsamkeit andererseits soll es in dem Gottesdienst gehen, beim Laufen genauso wie im Alltagsleben. Vorgesehen sind Gebete, Texte, Lieder und ein Segen zum Lauf.
Vorbereitet und geleitet wird der ökumenische Gottesdienst von Pfarrerin Ulrike Windschmitt (Pfarrerin der Thomaskirchengemeinde Mainz), Beate Hirt (katholische Beauftragte beim Hessischen Rundfunk) und Pfarrer Cornelius Herrlich (Schulseelsorger an der Maria Ward-Schule, Mainz). Alle drei laufen auch selbst beim Mainzer Marathon mit. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Mainzer Musikband „KREUZ & quer“. Sie wird einen eigenen Song „Ich laufe“ uraufführen. Text und Musik stammen von Karl-Bertram Brantzen.
Die Kollekte des Gottesdienstes geht in diesem Jahr an das Mainzer Hospiz in Mainz-Drais. Damit beteiligen sich die Veranstalter an der Aktion „LebensLauf - Mainzer Hospiz“, mit der das Hospiz beim Gutenberg-Marathon auf sein Engagement bei der Begleitung todkranker Menschen aufmerksam machen will. Mit Unterstützung des Sportbundes Rheinhessen werden über fünfhundert Kinder und Erwachsene mit T-Shirts ausgestattet, die das Aktionsmotto beim Lauf durch die Mainzer Straßen tragen werden.
Der Ökumenische Gottesdienst im Dom gehört traditionell zum „Vorprogramm“ des Marathons am Samstagabend. Für viele Teilnehmer ist er - neben der „Pasta-Party“ in der Rheingoldhalle als leiblicher Stärkung - eine seelische Stärkung vor dem Lauf über 42 bzw. 21 Kilometer am darauf folgenden Tag.
Hinweis: Weitere Informationen bei Ulrike Windschmitt, Tel.: 06131/51521, E-Mail: Ulrike-Windschmitt@gmx.de; Beate Hirt, Tel.: 06131/253-136, E-Mail: beate.hirt@gmx.de; Cornelius Herrlich, Tel.: 06131/260-122, E-Mail: cherrlic@mainz-online.de
bh (MBN)
Singen mit Kindern (3.-4.6.)
Workshop für Leiter von Kinderchören in Mainz
Mainz. Erstmalig führt der Diözesanverband „Pueri Cantores“ gemeinsam mit dem Institut für Kirchenmusik des Bistums Mainz einen Workshop für Leiterinnen und Leiter der Kinderchöre und Kinderscholen in den Gemeinden des Bistums Mainz sowie für weitere Interessierte durch. Der Workshop von Freitag, 3. Juni, bis Samstag, 4. Juni, findet im „Hotel am Lerchenberg“ in Mainz statt. Der Kurs kostet 65 Euro, bzw. ermäßigt 50 Euro. Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores besteht seit 1951 und wird heute von rund 300 katholischen Chören (Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinderchöre, Jugendchöre und Scholen) mit insgesamt mehr als 11.000 Sängerinnen und Sängern getragen.
„Singen mit Kindern ist eine wichtige Aufgabe der Kirche“, heißt es in der Einladung. Das Singen mache nicht nur Freude und fördere die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung. Durch das Singen im Kinderchor oder in der Kinderschola einer Gemeinde würden die Kinder auch auf ihrem Glaubensweg begleitet und in die Liturgie der Kirche eingeführt. Das Singen mit Kindern ist also eine pastorale Aufgabe und Teil der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit.
Gerhart Roth, Vorsitzender des Arbeitskreises „Musik in der Jugend“ (AMJ) in Hessen, ist erfahrener Kinderchorleiter, vom Gemeindekinderchor bis zur professionellen Arbeit mit Rundfunkkinderchören. Anhand von Stimmbildungsgeschichten sowie lustigen und ernsten Liedern wird er bei dem Workshop Impulse zur stimmfördernden Arbeit mit Kinderstimmen geben. Dabei ist an kleine Verhältnisse (erste Schritte im Kinderchor) ebenso gedacht wie an die ambitionierte Kinderchorarbeit, die sich auch an mehrstimmige und schwerere Lieder heranwagt.
Den Auftakt am Freitagabend gestaltet Gregor Knop, Regionalkantor in Bensheim und stellvertretender Vorsitzender des Diözesanverbands „Pueri Cantores“. Dabei stehen Spaß- und Spiellieder, welche die Lust am Singen fördern und die Gruppen zusammenhalten, auf dem Programm. Am Samstagnachmittag geht es um organisatorische Fragen: z. B. „Wie beginne ich eine Kinderchorarbeit?“ oder „Wo kann ich Geld herbekommen, wenn die Gemeinde knapp bei Kasse ist?“
Hinweis: Nähere Informationen und Anmeldung beim Institut für Kirchenmusik des Bistums Mainz, Adolf-Kolping-Straße 10, 55116 Mainz, Tel.: 06131/234032; Fax: 06131/236352; E-Mail: kirchenmusik@bistum-mainz.de, Internet: http://www.kirchenmusik-bistum-mainz.de/
tob (MBN)
Neuerscheinung
„Gemeinsam junge Kirche leben“
„RU heute“ zum Thema „Schulpastoral. Kirche im Lebensraum Schule“
Mainz. „Schulpastoral. Kirche im Lebensraum Schule“ lautet der Titel der soeben erschienenen Ausgabe 01/2005 der Zeitschrift „Religionsunterricht heute“. Das Heft möchte Anregungen bieten, die Praxis der Schulpastoral im Bistum Mainz zu überdenken und weiterzuentwickeln. „RU heute“ ist eine kostenlose Publikation des Dezernates Schulen und Hochschulen im Bischöflichen Ordinariat Mainz. Die Schriftleitung liegt bei Oberstudienrat Dr. Clauß Peter Sajak, Referent für Hochschulen und bildungspolitische Grundsatzfragen im Dezernat für Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariates.
In einem einführenden Beitrag sprechen sich Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Bischofsvikar für die Jugendseelsorge im Bistum Mainz, und Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz, für eine intensivere Zusammenarbeit von Gemeinde- und Schulpastoral aus. „Wie gut Pfarrgemeinde und Schule gemeinsam junge Kirche leben können, hat jüngst der Pilgerweg des Weltjugendtagskreuzes und der Ikone durch unser Bistum gezeigt“, schreibt Pollak. Und weiter: „Die Vorbereitungen und die Durchführung des Weltjugendtages sind überhaupt eine wichtige Möglichkeit, die Lebenskraft von Kirche neu bewusst zu machen. Weltjugendtag ist nicht einfach nur Jugendsache! Die pastoralen Räte auf allen Ebenen befassen sich damit. Pfarreien und Schulen öffnen sich für die Jugend der Welt und sind Gastgeber.“
Weihbischof Neymeyr schreibt dazu: „Schule und kirchliche Jugendarbeit in Pfarrgemeinden sind im eigentlichen Wortsinn ‚Konkurrenten’: Sie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern laufen miteinander. Die Lebenswelt von Schule, kirchlicher Jugendarbeit und vielfältigen anderen Aktivitäten ist für die Jugendlichen ihre eigene und einzigartige Lebenswelt. Aus Sicht der Pfarrgemeinden gilt es, die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen in der Schule zu kennen und daran beteiligt zu sein. Dazu braucht es einen guten Kontakt der hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Pfarrgemeinderäte mit den Schulen und besonders mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern.“
Das aktuelle Heft enthält daneben unter anderem eine theologische Grundlegung der Schulpastoral von Dr. Anton van Hooff, Studienleiter im Dezernat Schulen und Hochschulen des Bistums Mainz, und eine Standortbestimmung der Schulpastoral im Bistum Mainz von Dr. Brigitte Lob, Referentin für Schulpastoral im Dezernat Schulen und Hochschulen. Neben den bewährten Rubriken „Aus der Praxis“ und „Forum Religionsunterricht“ werden wieder zahlreiche Bücher und neue ausleihbare Medien der Arbeitsstellen für Religionspädagogik vorgestellt.
Hinweise:
- Religionsunterricht heute 01/2005. Informationen des Dezernates Schulen und Hochschulen im Bischöflichen Ordinariat. „Schulpastoral. Kirche im Lebensraum Schule“ - 33. Jahrgang (2005), Heft 1, ISSN 1611-2318, Schriftleitung: Dr. Clauß Peter Sajak.
- Kontakt: Dezernat IV - Schulen und Hochschulen - Bischöfliches Ordinariat Mainz, Postfach 1560, 55005 Mainz, E-Mail: ru.heute@bistum-mainz.de, Internet: http://www.bistum-mainz.de/ru-heute
tob (MBN)