Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 12 - 30. März 2005
Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte
Kardinal Lehmann warnt vor aktiver Sterbehilfe
Weihbischof Neymeyr predigte in der Osternacht
Lehmann: „Schmerz in das Leben hineinnehmen“
Vorschau
Podiumsdiskussion zur Woche für das Leben (13.4.)
„Netzwerk Leben“ bekannt machen (16.4.)
Zeitmanagement-Seminar für Familien (ab 30.4.)
Personalien
Diözesankirchenmusikdirektor i.R. Gert Augst verstorben
Diamantenes Priesterjubiläum von Pfarrer i.R. Kopp (31.3.)
Pfarrer i.R. Manefeld feiert seinen 90. Geburtstag (1.4.)
Publikationen
Leitfaden für Pastoralreferenten erschienen
Berichte
Warnung vor aktiver Sterbehilfe
Predigt von Kardinal Lehmann am Ostersonntag im Mainzer Dom
Mainz. Als eine falsche Form von Mitleid hat Kardinal Karl Lehmann in seiner Predigt am Ostersonntag, 27. März, im Mainzer Dom die aktive Sterbehilfe bezeichnet. Der Bischof von Mainz nannte es eine „verführerische Idee“, scheinbar sinnloses Leiden vorzeitig zu beenden. Dieses Mitleid aber, das nicht bereit sei, den Weg mit dem Sterbenden zu gehen, sei „wenig human“. „Wir hätten ein falsches Menschenbild, wenn dieses nur von unaufhaltsamem Fortschritt und heiler Ganzheit bestimmt wäre“, hob Lehmann hervor. Zur Endlichkeit und Kreatürlichkeit des Menschen gehöre auch die Erfahrung mit den Schwächeseiten des menschlichen Lebens. Der Kardinal rief dazu auf, Menschen am Ende ihres irdischen Lebens nicht alleine zu lassen, sondern ihnen beizustehen, und die Toten durch eine würdige Bestattung zu ehren.
Weiter sagte der Kardinal, dass derzeit offenbar die Versuchung wachse, mit menschlichen Mitteln den Zeitpunkt des Todes zu bestimmen. Hier zeige sich die Ambivalenz der modernen Medizin: „Wir sind froh und dankbar für die Möglichkeiten, auch in äußersten Situationen Leben zu retten und zu verlängern. Aber wir spüren auch, wie diese Segnungen zu einer schweren Bürde für Ärzte, Pflegende und Angehörige werden können, wenn nämlich die Verlängerung des Lebens für die Beteiligten zur Qual wird.“ Hinsichtlich des Sterbens eines Menschen gebe es „bei allen schwierigen Übergangsstufen letztlich doch einen feinen, entscheidenden Unterschied zwischen einem Sterbenlassen, bei dem wir vielleicht nicht alle Mittel in äußersten Situationen anwenden, und dem Töten, das wir durch unser Verhalten fördern und ihm eventuell nachhelfen“, unterstrich Lehmann.
Der Kardinal betonte, dass durch die Begegnung mit Sterbenden das eigene Leben verändert werde. „Jeder Tod sagt uns: Du musst dein Leben ändern“, sagte Lehmann. Es sei darum keine Lösung, Menschen schneller in den Tod zu befördern. Mit Blick auf die seit 15 Jahren im Koma liegende Amerikanerin Terri Schiavo sagte der Bischof von Mainz, dass es ein „schlimmes Schauspiel“ sei, wenn Richter dazu gezwungen würden, wie „Herren über Leben und Tod Entscheidungen zu treffen“. Gleichzeitig hob er hervor: „Der technisch verzögerte Tod darf nicht den Sieg über das menschliche Sterben davontragen. Der sterbende Mensch darf auch in dieser Situation nicht zum ,Objekt‘ degradiert werden. Der Arzt darf das kreatürliche und solidarische Fundament des Menschseins, das Arzt und Patient elementar verbindet, nicht auflösen.“ Der Arzt bleibe „ein Zeuge der großen Szenen des Lebens“, unterstrich Lehmann.
Die Auferstehung Jesu Christi zeige den Menschen, dass sie auch „im bitteren, grausamen und entsetzlichen Tod nicht ins Leere fallen“, sagte der Kardinal. Bei allem Abstieg in die äußerste Finsternis sei einer da, „der uns mit seinen Händen auffängt und trägt“. Im Glauben an Gott als den einzigen Hüter des Lebens könne der Mensch über den Tod gewinnen. Dies sei allerdings kein Ausdruck des Leichtsinns, der die Härte des Leidens und die Tiefe des Schmerzes nicht ernst nehme. „Wir sind gewiss immer, solange wir in der Geschichte leben, gefährdet durch den Tod und gezeichnet von einer letzten Zweideutigkeit. Aber wir dürfen die feste Zuversicht haben, dass der auferstandene Herr auch für uns die Schlüssel des Todes und zum Leben in der Hand hat“, sagte Lehmann.
am (MBN)
„In der Feier der Eucharistie geschieht Ostern“
Predigt von Weihbischof Ulrich Neymeyr in der Osternacht im Mainzer Dom
Mainz. „Wenn aus der Hand eines Sterbenden die Kraft und das Leben weichen, können glaubende Menschen oft erspüren, dass Christus diese Hand ergreift und über den Abgrund des Todes zum Leben führt.“ Das sagte der Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr in seiner Predigt anlässlich der Feier der Osternacht im Mainzer Dom am Samstag, 26. März. Neymeyr feierte den Gottesdienst, an dem neben Kardinal Karl Lehmann auch Weihbischof Dr. Werner Guballa und die Mitglieder des Domkapitels teilnahmen, in Konzelebration mit Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann und Dompräbendat Martin Berker.
Weiter sagte Neymeyr, dass die Feier der Eucharistie den Höhepunkt der Osternacht darstelle: „Der auferstandene Herr Jesus Christus wird unter den Gestalten von Brot und Wein mit Leib und Blut unter uns gegenwärtig. Wie die Jünger von Emmaus erkennen wir ihn beim Brotbrechen und erleben: Die Auferstehung Christi ist nicht nur ein Ereignis, das fast 2.000 Jahre zurückliegt und das die Apostel bezeugen, sondern der auferstandene Herr Jesus Christus ist wirklich bei uns. In der Feier der Eucharistie geschieht Ostern: Der Auferstandene begegnet uns.“
Jesus Christus begegne den Menschen allerdings nicht nur im Sakrament der Eucharistie. Es gebe viele Glaubenszeugnisse, die davon erzählten, dass Christus wirklich lebt, betonte Neymeyr. Dazu gehöre die „Erfahrung gelebter Glaubensgemeinschaft“, die hellwach mache „für die verborgene Wirklichkeit des auferstandenen Herrn Jesus Christus“, sagte der Weihbischof. Auch Lesen in der Bibel könne in eine Begegnung mit Jesus Christus münden. All diese Erfahrungen schärften „unseren geistlichen Sinn für die Begegnung mit dem Auferstandenen in der Feier der Eucharistie“, betonte Neymeyr.
am (MBN)
Schmerz in das Leben hineinnehmen
Predigt von Kardinal Karl Lehmann am Karfreitag im Mainzer Dom
Mainz. „Wenn wir Leid und Leiden in unserem Leben nicht einfach vermeiden können, ist es besser, wenn wir uns dem Schmerz stellen und ihn in unser Leben hineinnehmen.“ Das sagte der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, in seiner Predigt am Karfreitag, 25. März, im Mainzer Dom. Es sei weise, wenn man dem Leiden nicht nur blind auszuweichen versuche, sondern es von innen her annehme und dadurch verwandele: „Manchmal brauchen wir den Verzicht und den Schmerz, um geläutert zu werden“, unterstrich Lehmann.
Jesus Christus, der die ganze Wucht menschlicher Grausamkeit erfahren habe, habe alles das auf sich genommen, was in der Welt an Tod, Leid und Leiden, Sünde und Hass geschieht. Die Hingabe seines Lebens zeige allen Menschen die einzige Alternative zur Gewalt: „Versöhnungsbereitschaft und Liebe sind die einzige Gegenwehr, um unsere Welt zu verändern“, sagte Lehmann.
In allem Schmerz habe das Leid nicht das letzte Wort, betonte der Kardinal: „Leiden kann die Menschen gewiss verhärten und verbittern, kann aber auch vieles in uns lösen, so dass auch wir uns aus mannigfaltiger Verkrampfung und Vorurteilen befreien und wie der Gekreuzigte die Arme ausstrecken, um viele und vieles an- und aufzunehmen, was uns sonst unzumutbar fremd erscheint.“
am (MBN)
Vorschau
Podiumsdiskussion „Wenn Kinder bei uns arm sind“ (13.4.)
Auftaktveranstaltung des Bistums Mainz zur Woche für das Leben (9.-16.4.)
Mainz. Die Auftaktveranstaltung zur „Woche für das Leben 2005“ im Bistum Mainz steht unter der Überschrift „Wenn Kinder bei uns arm sind. Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft“. Die Veranstaltung am Mittwoch, 13. April, um 19.00 Uhr im Mainzer Haus am Dom widmet sich in besonderer Weise den schwierigen Lebensbedingungen vieler Kinder in Deutschland, erklärt Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr vom Bischöflichen Seelsorgeamt. Damit greife das Bistum einen besonders aktuellen Punkt der „Woche für das Leben“ auf. Das Jahresmotto lautet: „Mit Kindern - ein neuer Aufbruch“. Mit der Veranstaltung wolle man sich nachdrücklich für eine gesellschaftliche Offensive für Kinder einsetzen, betont Dörr. Die „Woche für das Leben“ vom 9. bis 16. April ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Podiumsdiskussion und Referat von Mario Junglas
Eröffnet wird die Auftaktveranstaltung im Haus am Dom mit der Begrüßung durch Generalvikar Dietmar Giebelmann. Danach wird Mario Junglas, Leiter der Hauptvertretung des Deutschen Caritasverbandes in Berlin, mit seinem Referat „Wenn Kinder bei uns arm sind“ in das Thema einführen. Gegen 20.00 Uhr findet unter der Überschrift „Kinderarmut als Herausforderung für Kirche und Gesellschaft“ eine Podiumsdiskussion statt.
Teilnehmer an der Diskussion sind: Dr. Richard Auernheimer, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland-Pfalz; Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt, Dezernent für Caritas- und Sozialarbeit im Bistum Mainz; Michael Ebling, Dezernent für Soziales, Jugend und Wohnen der Stadt Mainz; die Bundestagsabgeordnete Ute Granold, Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Familienrecht; Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Dezernent für Jugendseelsorge im Bistum Mainz, und der Sozialmediziner Professor Gerhard Trabert, Fachhochschule Nürnberg. Moderiert wird die Diskussion von Ulrike Holler vom Hessischen Rundfunk.
Dörr verweist darauf, dass Kardinal Karl Lehmann in seiner Erklärung zum zweiten Armutsbericht der Bundesregierung auf dieses Thema in besonderer Weise eingegangen ist. In dem zusammen mit dem EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, unterzeichneten Text vom 2. März heißt es: „Besonders besorgt sind wir über die Armutsgefährdung von Familien insbesondere mit mehreren Kindern. Dies wurde bereits im ersten Armuts- und Reichtumsbericht beklagt und hat sich seither augenscheinlich nicht nachhaltig verbessert. Mit allem Nachdruck stellen wir fest: Es ist die Pflicht von Staat und Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass ihr größter sozialer und emotionaler Reichtum und ihre wichtigste Zukunftsperspektive, nämlich Kinder, nicht in materielle Armut führt. Einen Skandal stellt die hohe Zahl von Kindern dar, die in Armut leben. Für sie ist diese Situation besonders bedrückend und prägend - bedeutet sie doch oftmals auch einen Ausschluss aus dem Kreis Gleichaltriger.“
Hinweise: Weitere Informationen zur Woche für das Leben im Bistum Mainz bei Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr, Abteilung Gemeindeseelsorge und besondere seelsorgliche Dienste, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253-250 oder 253-252, E-Mail: wochefuerdasleben@bistum-mainz.de, Internet: http://www.woche-fuer-das-leben.de/
tob (MBN)
„Netzwerk Leben“ bekannt machen (16.4.)
Schulung für Öffentlichkeitsarbeit im Erbacher Hof in Mainz
Mainz. Für Frauen und Männer, die beim „Netzwerk Leben“ aktiv sind, wird eine Schulung für Öffentlichkeitsarbeit angeboten. Sie findet statt am Samstag, 16. April, von 9.30 bis 17.00 Uhr im Erbacher Hof in Mainz. Im Rahmen des Seminars sollen die Teilnehmer Anregungen für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit erhalten, um die Arbeit von „Netzwerk Leben“ noch bekannter zu machen. Referentinnen werden Claudia Ehry, Geschäftsführerin einer PR-Agentur in Darmstadt, und Astrid Kniep, PR-Redakteurin, sein. Die Teilnahme ist kostenlos, bei Bedarf wird Kinderbetreuung angeboten.
Hinweis: Anmeldungen zur Schulung (bis 10. April) sowie weitere Informationen bei Martina Reißfelder, Bischöfliches Ordinariat Mainz, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel.: 06131/253202, Fax: 06131/253204, E-Mail: martina.reissfelder@bistum-mainz.de.
am (MBN)
Leben Sie schon – oder organisieren Sie noch? (ab 30.4.)
Katholisches Bildungswerk Oberhessen bietet Zeitmanagement-Seminar für Familien an
Gießen. Das Katholische Bildungswerk Oberhessen startet Ende April unter dem Titel „Leben Sie schon – oder organisieren Sie noch?“ ein Seminarprojekt zum Thema „Zeitmanagement in Familien“. Das Bildungswerk will mit dem Projekt darauf reagieren, dass durch die Vielzahl von Verpflichtungen der einzelnen Familienmitglieder die Zeit für das Familienleben immer knapper wird.
Mit dem Projekt geht das Katholische Bildungswerk Oberhessen neue Wege in der Vermittlung von Inhalten und der Begleitung von Familien: Zeitmanagement wird nach Angaben des Bildungswerkes auch in Familien zunehmend ein Thema, da in der heutigen Gesellschaft Beruf und Familie immer stärker miteinander konkurrierten. Ziel des Projektes ist es daher, Familien den Blick für das Problem Zeitorganisation zu schärfen und ihnen Arbeitshilfen an die Hand zu geben, um den Alltag für die Familie freundlicher zu gestalten.
Dabei setzen die Referenten Beate Braig und Andreas Boller neben zwei Tagesveranstaltungen im Haus St. Gottfried auch auf die Begleitung durch neue Medien: Ein E-Mail-Newsletter und ein Forum im Internet sind wichtige Bestandteile des Seminars, das auf vier Monate angelegt ist. An den Studientagen zu Beginn und am Ende des Projektes wird es vor allem um die Vermittlung theoretischer Aspekte zum Thema Zeit und um die Analyse der familiären Zeitabläufe gehen. In der folgenden Phase zu Hause werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Unterstützung durch das Internets und durch E-Mail-Kontakt begleitet. Das Internetforum ermöglicht den Austausch zwischen den Familien.
Das Projekt startet am Samstag, 30. April, mit dem ersten Projekttag im Haus St. Gottfried in Niddatal-Ilbenstadt, Abschluss ist am Samstag, 24. September. Das Seminar kostet pro erwachsene Person 25 Euro plus Verpflegung (11 Euro); für Kinder wird ein Beitrag für die Kinderbetreuung und Verpflegung in Höhe von 18 Euro erhoben.
Hinweis: Weitere Informationen und Anmeldung beim Katholischen Bildungswerk Oberhessen, Nordanlage 51, 35390 Gießen, Tel.: 0641/73471, Fax: 0641/791628, E-Mail: post@kbw-oberhessen.de oder im Internet unter http://www.kbw-oberhessen.de/.
am (MBN)
Personalien
Gert Augst verstorben
Der ehemalige Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Mainz starb am 26. März
Mainz. Am Karsamstag, 26. März, verstarb der ehemalige Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Mainz, Gert Augst, im Alter von 77 Jahren. Augst leitete von 1966 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 die Musikschule des Bischöflichen Instituts für Kirchenmusik in Mainz. Darüber hinaus wurde er 1988 als Nachfolger von Monsignore Hans Niklaus auch Leiter des Instituts.
Gert Augst wurde am 14. Juni 1927 in Reichenberg in Nordböhmen geboren. Nach dem Abitur in Offenburg (1947) studierte Augst in Freiburg im Breisgau von 1947 bis 1950 Kirchenmusik und Musikerziehung. Danach war er 16 Jahre lang in Überlingen am Bodensee als Münsterkantor und Musiklehrer tätig (1950 bis 1966). Von 1966 bis 1991 leitete er die Musikschule des Bischöflichen Instituts für Kirchenmusik in Mainz, 1988 bis 1991 war Augst auch Leiter des Instituts. Zentrale Aufgabe seiner Tätigkeit als Leiter der Musikschule war die Ausbildung von Kirchenmusikern im Nebenamt (so genanntes C-Examen).
1974 wurde Augst als Nachfolger von Heinrich Rohr Diözesankirchenmusikdirektor, später auch einer der Orgelreferenten der Diözese. Musikalisch ist Augst als Organist in Liturgie und Konzert hervorgetreten. Schwerpunkte seiner Lehrtätigkeit an der Kirchenmusikschule und seines Lehrauftrags an der Mainzer Universität waren liturgisches Orgelspiel, Chorleitung und Musiktheorie. Neben seiner beruflichen Tätigkeit wirkte er auch in seinen Wohnpfarreien als Organist und Chorleiter, zunächst in Mainz, St. Stephan (1966 bis 1981). Von 1981 bis 1998 leitete Augst in der Pfarrgemeinde St. Franziskus in Mainz-Lerchenberg den von ihm gegründeten Kirchenchor.
Zeit seines Lebens war Augst eng mit dem Prager Komponisten Petr Eben verbunden. So spielte er an der Orgel der Mainzer St. Antoniuskapelle 1980 zusammen mit dem Solo-Trompeter der Frankfurter Oper, David Tasa, die deutsche Erstaufführung von Ebens Komposition „Fenster nach Marc Chagall“, die von den Chagall-Fenstern der Synagoge der Jerusalemer Hadassah-Klinik inspiriert ist.
am (MBN)
Kurz vor Kriegsende geweiht
Geistlicher Rat Pfarrer i.R. Richard Kopp feiert den 60. Jahrestag seiner Priesterweihe
Mainz. Den 60. Jahrestag seiner Priesterweihe feiert am 31. März Geistlicher Rat Pfarrer i.R. Richard Kopp. Geboren am 6. März 1922 in Klein-Krotzenburg, wurde Richard Kopp kurz vor Kriegsende am Karsamstag, 31. März 1945, im Mainzer Dom durch Bischof Albert Stohr zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Heppenheim, Mainz-Mombach und Wald-Michelbach wurde Kopp 1956 Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde in Wald-Michelbach.
1971 wechselte er nach Nieder-Mörlen und wurde im Jahr 1985 vom Mainzer Bischof, Karl Lehmann, zum Geistlichen Rat ernannt. 1991 trat Kopp in den Ruhestand und wirkte danach noch als Pfarradministrator in Mainz-Gonsenheim (1991), Bingen-Dromersheim (1993) sowie als Pfarrmoderator in Ober-Hilbersheim (1994 bis 1996). Der Festgottesdienst aus Anlass des Diamantenen Priesterjubiläums von Pfarrer i.R. Kopp, an dem auch Weihbischof Dr. Werner Guballa teilnimmt, findet am Samstag, 9.4., um 16.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Mainz-Mombach statt.
am (MBN)
25 Jahre in Mainz-Hechtsheim
Monsignore Pfarrer i.R. Josef Manefeld feiert seinen 90. Geburtstag
Mainz. Am 1. April feiert Monsignore Pfarrer i.R. Josef Manefeld seinen 90. Geburtstag. Manefeld wurde 1915 in Mainz geboren, trat nach seinem Abitur 1933 in das Mainzer Priesterseminar ein und wurde am 6. Januar 1939 vom damaligen Mainzer Bischof Albert Stohr im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Rottweil am Neckar wurde Manefeld 1941 zum Wehrdienst eingezogen; von 1943 bis 1948 war er in Kriegsgefangenschaft.
1948 bis 1951 war Manefeld Kaplan in Mainz, St. Stephan und arbeitete von 1951 bis 1959 als Religionslehrer an den Berufsschulen Mainz und an der Mainzer Maria Ward-Schule. Von 1959 bis 1984 wirkte Manefeld als Seelsorger in Mainz-Hechtsheim, 1967 wurde er zum Dekan für Mainz-Land berufen, 1973 bis 1980 war er Dekan des früheren Dekanates Mainz II. 1978 zum Monsignore ernannt, trat Manefeld 1984 in den Ruhestand; er lebt in Mainz.
am (MBN)
Publikationen
Profil stärken
Leitfaden für Pastoralreferenten erschienen
Mainz. Die Konferenz der Mentoren und Ausbildungsleiter für Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in den Diözesen Deutschlands hat einen Leitfaden zum Profil des Berufes Pastoralreferentin/Pastoralreferent herausgegeben. Mit dem Leitfaden will die Konferenz deutlich machen, warum Laientheologen auch künftig für die Pastoral in Deutschland wichtig sind. Die Profilbeschreibung orientiert sich dabei an den pastoralen Herausforderungen, die sich aus den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen ergeben. Die Autoren haben deshalb ein Berufsprofil formuliert, das einen missionarischen Charakter hat. Der Broschüre wurde auch der Kompetenzleitfaden beigefügt, der von der Konferenz bereits im Jahr 1999 verabschiedet worden war. Dieser beschreibt die Eignungskriterien für den Beruf des Pastoralreferenten.
Hinweis: Der Leitfaden ist erhältlich beim Ausbildungszentrum für Pastoralassistentinnen, Wilhelmstraße 2, 80801 München, Tel: 089/38831100, Fax: 089/38831170.
am (MBN)