Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 1, 12. Januar 2005

Bischöfliche Pressestelle Mainz, Leiter: Tobias Blum, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz
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Berichte

Empfang zum 75. Geburtstag von Domkapitular Ernst Kalb
Podiumsdiskussion zum Welttag des Friedens in Bensheim
Silvester- und Weihnachtspredigt des Kardinals
Gedenken an Flutopfer
Jahresthema der Caritas
Kollekte zum Missio-Afrikatag
Caritas in Rheinland-Pfalz geht online
Jesuiten schreiben Filmwettbewerb für Weltjugendtag aus

Vorschau

Neujahrsempfang des Bischofs (15.1.)
Rheinhessische Orgelwochen (16.1.-27.2.)
Vortragsreihe im Haus am Dom (17.1.-2.2.)
Missionstheologische Tagung im Erbacher Hof (28.-29.1.)
Das Katholische Bildungswerk Oberhessen 2005

Personalien

Michael Ling ist neuer Stiftungsbeauftragter des Bistums
Karl-Heinz Jochem verstorben
Langjähriges Pax Christi-Mitglied gestorben
70. Geburtstag von Wilhelm Schulze

Publikation

Buch über Kardinal Hermann Volk erschienen

Dokumentation

Sonderkollekte für Flutopfer in Südostasien

 

Berichte

Domkapitular Kalb verabschiedet

Empfang im Erbacher Hof für den ehemaligen Schuldezernenten des Bistums Mainz

Mainz. Der ehemalige Schuldezernent des Bistums Mainz, Domkapitular Prälat Ernst Kalb, hat am Dienstag, 11. Januar, sein 75. Lebensjahr vollendet. Gemäß den Statuten des Mainzer Domkapitels erklärte Kalb dem Mainzer Bischof mit Erreichen der Altersgrenze den Verzicht auf sein Amt. Anlässlich eines Empfangs im Erbacher Hof dankte Kardinal Karl Lehmann Kalb für dessen hohe Einsatzbereitschaft für die Belange des Domkapitels und seine Loyalität und Treue zu ihm persönlich.

An dem Empfang nahmen unter anderen der Apostolische Nuntius in Belgien, Erzbischof Karl-Josef Rauber, die Mainzer Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr, Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann sowie die Mitglieder des Domkapitels teil. Geladen waren auch die Dezernenten des Bischöflichen Ordinariates, unter ihnen die Nachfolgerin Kalbs als Dezernent für Schulen und Hochschulen, Dr. Gertrud Pollak.

Lehmann würdigte das Wirken Kalbs als Priester und Seelsorger: „Sie haben durch die Betonung der liturgischen Qualität des Gottesdienstes mitgeholfen, die Tradition im Dom überzeugend und lebendig fortzuführen. Ihre pädagogische und katechetische Erfahrung hat dabei geholfen, diese Tradition bei aller Treue nicht museal misszuverstehen, sondern offen zu sein für eine Gestaltung für die Menschen von heute, nicht zuletzt für junge Menschen.“

Zudem hob Lehmann die Arbeit Kalbs als Vertreter des Bistums in der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte hervor, dessen Vizepräsident er war. Sein Nachfolger wird Weihbischof Ulrich Neymeyr sein. Ernst Kalb dankte dem Kardinal für seine Worte und für das im Laufe der Zeit entgegengebrachte Wohlwollen, Verständnis und Vertrauen in seiner Tätigkeit als Domkapitular und Schuldezernent.

Monsignore Horst Schneider wird neuer Domkapitular

Als Nachfolger von Domkapitular Prälat Ernst Kalb hat Kardinal Karl Lehmann mit Wirkung vom Mittwoch, 12. Januar, Monsignore Horst Schneider, den Regens des Mainzer Priesterseminars, zum neuen residierenden Domkapitular ernannt. Lehmann gab die Ernennung im Rahmen des Empfangs zu Kalbs 75. Geburtstag bekannt. Schneider war von den Mitgliedern des Mainzer Domkapitels gewählt worden. Die liturgische Einführung Schneiders als Domkapitular ist für Sonntag, 30. Januar, um 15.00 Uhr im Rahmen einer Vesper im Mainzer Dom vorgesehen. Sein Amt als Regens des Mainzer Priesterseminars wird Schneider weiterhin ausüben. Das Mainzer Domkapitel hat traditionsgemäß sieben Mitglieder, neben dem Domdekan sechs Domkapitulare.

Horst Schneider wurde am 11. Mai 1942 in Lauterwasser/Riesengebirge (im heutigen Tschechien) geboren und wuchs in Bad König im Odenwald auf. Nach dem Abitur in Michelstadt trat er 1962 ins Mainzer Priesterseminar ein und studierte Theologie und Philosophie in Mainz und Freiburg. Am 30. Juli 1967 weihte ihn Kardinal Hermann Volk zum Priester. Nach Kaplansjahren in Darmstadt-St. Ludwig und Bad Nauheim - hier war er von 1971 bis 1977 auch Dekanatsjugendseelsorger - wurde Schneider 1972 Religionslehrer am St. Lioba-Gymnasium in Bad Nauheim und zwei weiteren Schulen - zuletzt mit dem Titel Oberstudienrat. 1977 übernahm Schneider als Rektor die Leitung des Ketteler-Internates in Mainz und zusätzlich seit 1982 auch das Amt des Studentenpfarrers an den Fachhochschulen in Mainz. 1986 wurde ihm die Leitung der Pfarrei St. Bonifatius in Gießen übertragen; seit 1989 war er stellvertretender Dekan des Dekanates Gießen. Seit dem 1. August 1997 ist Schneider Regens des Mainzer Priesterseminars. Am 5. Juni 1996 wurde Schneider zum Geistlichen Rat ernannt, seit dem 28. Oktober 1998 ist er Monsignore.

am (MBN)

 

„Besiege das Böse durch das Gute“

Zentrale Veranstaltung der Diözese Mainz zum Welttag des Friedens in Bensheim

Mainz. „Die Arbeit für den Frieden gehört zum Zentrum der christlichen Lehre und zum Herz unseres Glaubens.“ Das sagte Kardinal Karl Lehmann am Samstag, 8. Januar, in einem Gottesdienst, der anlässlich der zentralen Veranstaltung der Diözese Mainz zum Welttag des Friedens in der Pfarrkirche St. Georg in Bensheim gefeiert wurde. Der Welttag des Friedens wird am 1. Januar begangen; er findet in diesem Jahr zum 38. Mal statt und steht unter dem Motto „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!“. Veranstalter des Tages waren das Referat Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, die Pax Christi-Bistumsstelle, die Pfarrei St. Georg, Bensheim, die Pax Christi-Basisgruppe Bergstraße sowie die Bistumsleitung Mainz.

Weiter sagte der Kardinal, dass der Weltfriedenstag eine große Errungenschaft sei. Denn er mache am Anfang eines Jahres immer wieder bewusst, wie sehr es auf den Frieden ankomme. „Wir können besser in Frieden und Verständnis miteinander leben, als in Zorn und Gewalt“, sagte Lehmann. Der Wille zum Frieden sei aber mit gewaltigen Anstrengungen verbunden, da der Mensch immer wieder der Versuchung erliege, Gewalt mit Gewalt zu vergelten.

Im Laufe ihrer Geschichte hätten sich auch Christen immer wieder verführen lassen, Gewalt anzuwenden. Wer aber Gewalt mit Gewalt vergelte, der bessere nichts, unterstrich der Kardinal. Vielmehr rufe dieses Verhalten Gefühle der Rache und damit Bereitschaft zu neuer Gewalt hervor. Christliche Friedensarbeit sollte vor allem eine präventive Friedensarbeit sein, sagte Lehmann. Bereits vor dem gewaltsamen Ausbruch eines Konflikt müsse versucht werden, diesen friedlich zu lösen. „Denn wenn der Kampf erst tobt, ist es ungleich schwieriger, Frieden zu schaffen“, betonte er.

Podiumsdiskussion zum Thema „Soziale Gerechtigkeit heute“

Vor dem Gottesdienst fand im Pfarrzentrum eine Podiumsdiskussion zum Thema „Soziale Gerechtigkeit heute“ statt, die von Marie-Luise Buchwald, Mitglied der Sprechergruppe Pax Christi im Bistum Mainz, moderiert wurde. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion setzten sich in erster Linie mit den Auswirkungen der aktuellen Sozialreformen auseinander. Professor Franz Segbers, Referent für Ethik und Sozialpolitik beim Diakonischen Werk in Hessen und Nassau, vertrat die Ansicht, dass sich die deutsche Gesellschaft in einer Zeit der Umverteilung von unten nach oben befände. „Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer,“ sagte Segbers. Als Beispiel nannte er die aktuelle Steuerreform, durch die der Spitzensteuersatz auf ein historisches Tief abgesenkt worden sei. Seiner Meinung nach lösten die derzeitigen Reformen die Probleme in Deutschland nicht; sie seien vielmehr eine „Gegenreform wider den bisherigen Sozialstaat“. Segbers forderte stattdessen eine „Reformvision, die sich wieder mehr an Solidarität und Gerechtigkeit orientiert“.

Heinz Lenhart, Diakon in der Pfarrgemeinde St. Laurentius, Bensheim, und Leiter des Arbeitslosentreffs „Lichtblick“, unterstrich, dass die Hartz-IV-Reform vor allem diejenigen treffe, die den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes nicht gewachsen seien. Seine Beobachtung: Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger sind Menschen, die über wenig Selbstwertgefühl verfügten und oft physisch oder psychisch erkrankt seien. Hinzu kämen Suchterkrankungen, fehlende Motivation und zunehmende soziale Isolierung. Dies bedeute ganz neue Anforderungen an die pastorale Arbeit, hob Lenhart hervor, da die betroffenen Menschen Kirchengemeinden nicht mehr aufsuchten. „Kirche muss – wenn sie glaubhaft das Evangelium verkünden will – in die Räume der Armen und Bedürftigen gehen“, sagte der Diakon. Dritter Teilnehmer der Podiumsdiskussion war Winrich Prenk, Gießen, der den Anwesenden die Regionalwährung „Justus“ („Der Gerechte“) vorstellte.

am (MBN)

 

Hilfe darf nicht punktuell bleiben

Silvester- und Weihnachtspredigt von Kardinal Lehmann im Mainzer Dom

Mainz. Angesichts der Flutkatastrophe in Südostasien hat Kardinal Karl Lehmann in seiner Silvesterpredigt am Freitag, 31. Dezember, im Mainzer Dom zu einem sozialen und humanitären Globalisierungsprozess aufgefordert. Die Hilfe, wie sie in diesen Tagen eindrucksvoll praktiziert worden sei, dürfe nicht punktuell bleiben: „Wir müssen den Armen der Welt helfen, dass auch sie die Chance erhalten, einem solchen Unheil zu entkommen: durch ein Frühwarnsystem, durch eine bessere Siedlungspolitik und durch wirksame Organisation der Hilfe.“

Die Flutkatastrophe in Südostasien zeige, dass die Menschen nicht Herren der Welt seien, sagte Lehmann weiter. „Wir sind bei all unseren Leistungen und unserem ganz unbestrittenen Können endlich und bedingt, in bestimmten Umständen ärmlich und sterblich. Auch wir können die Natur immer noch als das große Ungeheuer erleben“, unterstrich der Kardinal. Die Menschen seien nicht nur diejenigen, die die Erde umgestalten und bezwingen; sie würden von den Kräften der Natur immer noch überfallen und überwältigt. „So sind wir Menschen des 21. Jahrhunderts verwundbarer, als es ein oft noch rudimentär vorhandener Fortschrittsglaube suggeriert.“

Der Kardinal erinnerte daran, dass in solchen Ereignissen oft ein verborgener Sinn gesucht werde: „Auch Menschen, für die der Glaube im Alltag keine große Bedeutung besitzt, fragen, warum Gott, den sie plötzlich voraussetzen, so etwas zugelassen habe.“ Für die Katastrophe in Asien aber gebe es keinen Schuldigen, sie sei keine Strafe Gottes. „Es gibt eben unsägliches, durch und durch unverständliches Leid“, sagte Lehmann. Weiter hob der Kardinal hervor: „Aber vielleicht gibt es überhaupt nur einen sinnvollen Umgang mit solchen Katastrophen durch die offene Zwiesprache mit Gott selbst, indem die Klage an ihn gerichtet und so zur Anklage wird. Gerade der Fromme, der sich auf Gott verlässt und ihm vertraut, rechtet mit Gott und zieht ihn immer wieder vor einen menschlichen Gerichtshof.“

Ihm bleibe letztlich nur der Blick auf den Gekreuzigten, sagte Lehmann. „Gott ist Mensch geworden und hat bis zum grausamen Tod am Schandpfahl, dem schlimmsten Tod in der alten Welt, unser Menschsein geteilt.“ Somit seien die Christen der Überzeugung, dass Jesus als der Mensch gewordene Gott die ganze Unerlöstheit, das Unrecht und das Leid der Welt auf sich geladen und uns davon erlöst habe. Tod und Zerstörung seien nicht das Letzte, betonte Lehmann. Es sei die Größe des Glaubens, dass er auch in solchen Situationen noch leben und wirksam sein könne.

Neue Offensive für das Kind

In seiner Predigt am Samstag, 25. Dezember (erster Weihnachtstag), hatte Kardinal Lehmann eine neue Offensive für das Kind gefordert. „Es ist eine Schande in unserer Gesellschaft, wie viele Kinder an der Grenze der Armut leben. Wie wenig belohnen wir immer noch Eltern, die den Mut und die Kräfte aufbringen, zu Kindern Ja zu sagen“, sagte Lehmann. Es sei grotesk, dass Familien mit Kindern sich an einigen Orten immer noch mit einer Wohnung und mit anderen Dingen schwer tun. Hier müsse es zu einer Wende kommen, betonte der Kardinal, denn sonst „werden wir immer mehr zu einer älter werdenden, sich nicht verjüngenden, ja sich vergreisenden Gesellschaft, der viele Anstöße durch Kinder fehlen.“

am (MBN)

 

Gedenken an die Flutopfer

Rund sechshundert Menschen kamen in den Mainzer Dom

Mainz. Rund sechshundert Menschen haben am Mittwoch, 5. Januar, im Mainzer Dom während der europaweiten Schweigeminuten der Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien gedacht. An dem Trauergebet, dem Domdekan Prälat Heinz Heckwolf vorstand, nahmen von Seiten des Bistums unter anderem die Weihbischöfe Dr. Werner Guballa und Dr. Ulrich Neymeyr, Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann sowie Dompräbendat Dr. Franz-Rudolf Weinert teil. Das Trauergebet wurde von Domorganist Albert Schönberger musikalisch umrahmt.

Zu Beginn sagte der Domdekan: „Unfassbar viele Menschen haben ihr Leben verloren in den Wellen des Tsunami in Asien. Gemeinsam mit den Menschen in Europa denken wir an alle Toten und an die, die um sie trauern; wir denken an alle Vermissten und an die, die nach ihnen suchen; wir denken an die Verletzten und von Krankheit Bedrohten; wir denken an die Geretteten; wir denken an alle, die sich engagieren als Helferinnen und Helfer im Katastrophengebiet, mit Spenden und in den Organisationen hier bei uns.“ Nach den drei Schweigeminuten wurden Worte aus Psalm 77 verlesen; mit Fürbitten und dem Vaterunser endete das Trauergebet.

am (MBN)

 

„Arbeitslose brauchen Chancen statt Vorurteile“

Mit ihrem Jahresthema 2005 ergreift die Caritas Partei für arbeitslose Menschen

Mainz. Die Caritas wird im Jahr 2005, das im Zeichen einer tiefgreifenden Reform des Arbeitsmarktes steht, den Blick auf die arbeitslosen Menschen richten. Sie wird gegen das Vorurteil angehen, dass viele Arbeitslose gar nicht arbeiten wollen. Sie wird Partei für die arbeitslosen Menschen ergreifen, die vor allem eines brauchen: Arbeitsplätze und Qualifizierungsmöglichkeiten. In der Diskussion um die Arbeitsmarktreform wird immer wieder übersehen, dass es nicht an arbeitswilligen und arbeitsfähigen Menschen fehlt, sondern an Arbeitsplätzen. Die Arbeit der Caritas in der Diözese Mainz steht daher unter dem Jahresthema: „Arbeitslose brauchen Chancen statt Vorurteile“.

Aus ihrer bisherigen Beratung, Vermittlung und dem Einsatz von arbeitslosen Menschen kennt die Caritas die Probleme sehr gut, die mit der Arbeitslosigkeit verbunden sind. Arbeit dient nicht nur der Einkommenssicherung, sie gibt dem Menschen auch Selbstvertrauen und gesellschaftliches Ansehen. Im Umkehrschluss führt Arbeitslosigkeit bei den betroffenen Menschen häufig zu psychischen Problemen bis hin zu Erkrankungen und Suchtabhängigkeiten. Mit ihren Eingliederungsbetrieben wie der Caritas-Druckerei in Mainz-Mombach, dem Binger Arbeitslosenprojekt (BAP), dem Wormser Orientierungsprojekt (WOP), dem Projekt Z@ck (hier werden Computer zum Gebrauch in Schulen umgerüstet) sowie dem Qualifizierungszentrum IQW in Worms verfügt die Caritas in der Diözese Mainz über ein vielfältiges Know-how, mit dem arbeitslosen Menschen wieder erfolgreich zu einem Arbeitsplatz auf dem so genannten „ersten Arbeitsmarkt“ verholfen werden kann.

Trotz Bedenken verschließt sich die Caritas deshalb nicht den Chancen, die die Hartz-Gesetzgebung auch beinhaltet. Unter eng formulierten Bedingungen bietet sie in begrenzter Anzahl Ein-Euro-Jobs an, die in erster Linie den betroffenen Menschen weiterhelfen müssen. Unter keinen Umständen dürfen durch die neuen Jobs bestehende Arbeitsplätze gefährdet werden. Es muss sich um eine sinnvolle, gemeinnützige Tätigkeit handeln, die nicht zuletzt durch Begleitung und Qualifizierungsmöglichkeiten die Chance bietet, einen dauerhaften, festen Arbeitsplatz zu erlangen. Niemand darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, bei der Caritas einen Ein-Euro-Job anzunehmen.

In der Diözese Mainz wirbt die Caritas für das neue Jahresthema mit einem Plakat, das in der Caritas-Druckerei hergestellt und von dem – ehemals arbeitslosen – Mann gedruckt wurde, der auf ihm abgebildet ist: Chancen statt Vorurteile konkret.

Hinweis: Mehr zum Caritas-Jahresthema 2005 im Sonderheft „Sozialcourage Spezial“, das kostenlos beim Caritasverband für die Diözese Mainz, Postfach 1204, 55002 Mainz, E-Mail: info@caritas-bistum-mainz.de, bestellt werden kann.

jow (MBN)

 

„Ein Euro für Afrika – Der Zukunftsfonds“

Kollekte im Bistum Mainz zum Missio-Afrikatag

Mainz. Am Sonntag, 9. Januar, fand im Bistum Mainz die Kollekte zum Afrikatag statt. „Die Sorge und das Leid der Menschen, die in Südostasien von der Flutkatastrophe betroffen sind, dürfen uns nicht vergessen lassen, dass unsere Hilfe und Anteilnahme auch denen gilt, deren Not nicht die Weltöffentlichkeit erreicht“, hieß es aus der Aachener Missio-Zentrale anlässlich des diesjährigen Afrikatages, der unter dem Motto „Ein Euro für Afrika – Der Zukunftsfonds“ stand.

Schwerpunkt der Missio-Spendenaktion 2005 ist in diesem Jahr Uganda. Seit fast 20 Jahren herrscht im Norden des Landes Bürgerkrieg. „Mit der Missio-Aktion möchten wir zeigen, dass große Zukunftsziele auch in kleinen Schritten erreicht werden können“, erklärte Missio-Präsident Pater Hermann Schalück OFM in Aachen. Der Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer der katholischen Kirche in der Bürgerkriegsregion zeige eindrucksvoll, dass Glaube und Handeln eng zusammengehören.

Jeder Spenden-Euro fließt nach Angaben von Missio in Programme der katholischen Ortskirchen in Afrika. Mit Hilfe der Spenden werden in Uganda unter anderem Katechetinnen und Katecheten für Versöhnungsarbeit in dem Krisengebiet ausgebildet. Sie werden insbesondere dafür geschult, Menschen zu begleiten, die durch Krieg und Verfolgung traumatisiert sind. Als ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirche leben sie mitten unter den Betroffenen in den Dörfern und Flüchtlingslagern. „Mit der Kollekte zum Afrikatag helfen deutsche Christinnen und Christen ein Netzwerk der Hilfe aufzubauen“, unterstrich Schalück.

Missio ist das Internationale Katholische Missionswerk und fördert die Missionsarbeit im In- und Ausland, insbesondere die pastorale Arbeit der katholischen Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Missio ist Partner von über tausend Diözesen in diesen Ländern.

Hinweise:

  • Ein Spendenkonto ist eingerichtet bei der Pax-Bank Köln eG, Zweigstelle Aachen, BLZ 37060193, Kontonummer 122122, Stichwort „Afrikatag“.
  • Weitere Informationen bei der Missio-Zentrale in Aachen, Goethestraße 43, 52064 Aachen, Tel.: 0241-750700 oder bei der Mainzer Diözesanstelle von Missio, Bischofsplatz 2, 55116 Mainz, Tel. 06131-253271.

am (MBN)

 

Caritas in Rheinland-Pfalz geht online

Internetseite bündelt wichtige Informationen und Zahlen

Mainz. Die Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz ist jetzt auch im Internet präsent. Unter http://www.caritas-rheinland-pfalz.de bekommen Internetnutzer einen Überblick über die Ziele, Aktivitäten und Positionen der Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz. Die Internetseite richtet sich auch an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft auf Landesebene. Außerdem werden Veröffentlichungen und Arbeitshilfen vorgestellt. Ein weiterer Bestandteil sind aktuelle Presseinformationen, Stellungnahmen und Veranstaltungshinweise.

Die Internetseite gibt zugleich einen Überblick über die Arbeit der Caritas in Rheinland-Pfalz. Anhand einer Landkarte wird deutlich, welche Diözesan-Caritasverbände in welchen Teilen des Landes Rheinland-Pfalz aktiv sind. Durch Links auf die Internetseiten der Diözesan-Caritasverbände wird über die vielfältigen Hilfsangebote der Caritas informiert. Darüber hinaus werden auf der Internetseite Zahlen über die Arbeit der Caritas aufgeführt: In Rheinland-Pfalz gibt es rund 1.800 Dienste und Einrichtungen mit rund 46.000 Mitarbeitern unter dem Dach der Caritas. Etwa 700.000 Menschen nehmen jährlich die Hilfen der Caritas in Rheinland-Pfalz in Anspruch.

Die Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz ist ein Zusammenschluss der Diözesan-Caritasverbände Trier, Speyer, Mainz, Limburg und Köln. Ihr Ziel ist es, die Interessen der Diözesan-Caritasverbände in Rheinland-Pfalz wirkungsvoll zu vertreten. Die Arbeitsgemeinschaft hat eine Geschäftsstelle in Mainz.

Hinweis: Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle ist Andrea Raab, Holzhofstraße 8, 55116 Mainz, Tel.: 06131/2826-256, Fax: -208, E-Mail: andrea.raab@caritas-rheinland-pfalz.de, Internet: http://www.caritas-rheinland-pfalz.de

cr (MBN)

 

„Stadt Gottes“

Jesuiten schreiben Kurzfilm-Wettbewerb für den Weltjugendtag aus

Mainz. Der Jesuitenorden hat aus Anlass des diesjährigen Weltjugendtages in Köln vom 16. bis 21. August einen Wettbewerb für Kurzfilme ausgeschrieben, den so genannten „Iñigo Award“. Junge Regisseurinnen und Regisseure (35 Jahre und jünger) sind eingeladen, bis spätestens zum 1. Mai ihren Kurzfilm einzusenden. Die Beiträge dürfen eine Länge von 15 Minuten nicht überschreiten und sollen unter dem Motto „Stadt Gottes – City of God“ stehen. Laut Ausschreibung können die Kurzfilme beispielsweise spirituelle Erfahrungen von jungen Menschen heute oder die An- bzw. Abwesenheit von Gott in der modernen, säkularen Welt zeigen.

Der „Iñigo Award“ wird an die besten drei Filme vergeben. Der Jury gehören zwei Jesuiten sowie zwei Vertreter der Filmbranche an. Der erste Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, der zweite und dritte mit 1.500 beziehungsweise 1.000 Euro. Zudem wird ein Publikumspreis ausgelobt, der allerdings nicht mit einer Geldprämie verbunden ist. Die drei besten Filme werden zusammen mit anderen herausragenden Filmen des Wettbewerbs während des Weltjugendtages in Köln gezeigt. Der „Iñigo Award“ wird am 19. August in Köln durch einen Repräsentanten der Jesuiten vergeben.

Hinweis: Weitere Informationen zu den Wettbewerbsbedingungen unter www.inigo-award.org. Die Filme sind an folgende Adresse zu senden: „Iñigo Award“, c/o DiaDienst Medien GmbH, Kaulbach Straße 31a, 80539 München.

am (MBN)

 

Vorschau

Neujahrsempfang von Kardinal Lehmann (15.1.)

Ansprachen von Generalvikar Giebelmann und Wilhelm Schulze

Mainz. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, gibt am Samstag, 15. Januar, um 11.00 Uhr, im Erbacher Hof in Mainz, seinen traditionellen Neujahrsempfang. Dazu eingeladen sind die Mitglieder des Domkapitels und der Dezernentenkonferenz, die Ordensoberen und Leitungen der Geistlichen Gemeinschaften, die Mitglieder des Diözesanpastoralrates, des Diözesankirchensteuerrates, der Verbände im Bistum Mainz und der diözesanen Einrichtungen sowie der Dekanatsräte der insgesamt 20 Dekanate im Bistum Mainz.

Neben dem Kardinal werden der Dezernent für die Pastoralen Räte, Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, und der Geschäftsführende Vorsitzende der Diözesanversammlung, Wilhelm Schulze, Bensheim, sprechen. Als besondere Gäste werden Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Pankratius aus Mainz-Hechtsheim am Neujahrsempfang teilnehmen und Segenswünsche vortragen. Das Schülerorchester des Mainzer Maria-Ward-Gymnasiums wird die Feier musikalisch umrahmen. Im Anschluss an das Programm ist Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch.

Hinweis für die Redaktionen: Pressevertreter sind beim Neujahrsempfang herzlich willkommen.

am (MBN)

 

Sechste Rheinhessische Orgelwochen (16.1.-27.2.)

Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr romantische Orgeln aus dem 19. und 20. Jahrhundert

Mainz. Unter dem Motto „Rheinhessische Orgelromantik“ stehen die sechsten Rheinhessischen Orgelwochen, die von Sonntag, 16. Januar, bis Sonntag, 27. Februar, stattfinden. Sie werden organisiert vom Verband katholischer Kirchenmusiker in der Diözese Mainz. Im Mittelpunkt der Orgelwochen stehen romanische Orgeln aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die mit Kompositionen aus dieser Epoche vorgestellt werden. Die Konzerte werden im Wechsel von katholischen und evangelischen Kirchengemeinden ausgerichtet.

Eröffnung in Bodenheim, St. Alban

Das Eröffnungskonzert der Rheinhessischen Orgelwochen findet am Sonntag, 16. Januar, um 17.00 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Alban in Bodenheim statt. Regionalkantor An-dreas Boltz, Darmstadt, spielt an der historischen Körfer-Orgel (1930 erbaut) Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Max Reger.

Die weiteren Konzerttermine sind:

  • 23. Januar, evangelische Kirche in Flonheim, Organist: Hartmut Müller, Alzey
  • 30. Januar, St. Pankratius in Mainz-Hechtsheim, Organist: Thomas Lennartz, Bingen
  • 13. Februar, evangelische Kirche in Bechtheim, Organist: Ruben Sturm, Frankfurt
  • 20. Februar, St. Martin in Ober-Olm, Organistin: Regina Werner, Neu-Isenburg
  • 27. Februar, evangelische Kirche in Guntersblum, Organist: Dan Zerfaß, Worms

Alle Konzerte beginnen um 17.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

am (MBN)

 

„Städtbünde – Städtetage

Vortragsreihe im Haus am Dom“ (17.1.-2.2.)

Mainz. Noch bis Mittwoch, 2. Februar, findet im Haus am Dom in Mainz die Vortragsreihe „Städtebünde – Städtetage im Wandel der Geschichte“ statt. Veranstalter ist das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz in Kooperation mit dem Städtetag Rheinland-Pfalz und dem Erbacher Hof, der Akademie des Bistums Mainz. Alle vier Vorträge beginnen um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Am Montag, 17. Januar, spricht Professor Matthias Puhle, Magdeburg, über „Die Hanse – Gemeinschaft oder Bündnis oder sogar Vorläufer der Europäischen Union?“. Professor Peter Blickle, Bern, hat seinen Vortrag am Freitag, 21. Januar, mit „Die Befriedung des Raumes. Bündnisse städtischer und ländlicher Gemeinden in der Schweiz“ überschrieben. „Wir am Rhein kennen keinen passiven Gehorsam. Preußischer Staat und rheinische Städte im 19. Jahrhundert“ lautet der Titel des Referates von Jürgen Herres, Berlin, am Mittwoch, 26. Januar. Die Vortragsreihe wird am Mittwoch, 2. Februar mit einem Beitrag von Professor Gunnar Schwarting, Mainz, beendet, der zum Thema „Der Deutsche Städtetag wird hundert – die organisierte Interessenvertretung der Kommunen im 20. Jahrhundert“ spricht.

Hinweis: Erbacher Hof, Akademie des Bistums Mainz, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/257-521 und -523, Fax: 06131/257-525, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de.

am (MBN)

 

„Gehet hinaus in alle Welt ...!“ (28.-29.1.)

Weiterführung des Bonifatius-Jahres im Erbacher Hof

Mainz. Mit einer missionstheologischen Tagung im Erbacher Hof wird das 2004 begangene Bonifatius-Jahr im Bistum Mainz weitergeführt. Unter der Überschrift „Gehet hinaus in alle Welt ...! Mission neu buchstabieren lernen“ sollen von Freitag, 28. Januar, bis Samstag, 29. Januar, unter anderem das Hirtenwort des Erfurter Bischofs Joachim Wanke „Zeit zur Aussaat“ und die Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz zur Mission thematisiert werden. Die Akademietagung des Erbacher Hofes, der Akademie des Bistums Mainz, wird veranstaltet in Kooperation mit Missio Aachen, dem Seelsorgedezernat des Bischöflichen Ordinariates und dem Fachbereich Katholische Theologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Das Einleitungsreferat übernimmt Professor Michael Sievernich SJ, Pastoraltheologe an der Mainzer Universität. Er spricht (gegen 17.40 Uhr) zur Arbeitshilfe der Bischofskonferenz unter der Überschrift „Allen Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche“. Nach dem

Abendessen stehen noch der Themenbereich „Basisgemeinden und kleine christliche Gemeinden in der Weltkirche von heute“ sowie die Mission in Lateinamerika auf dem Programm. Eröffnet wird die Tagung am Freitagabend um 17.30 Uhr von Akademiedirektor Peter Reifenberg und dem Missio-Referenten des Bistums Mainz, Peter Schönhöffer.

Am Samstag, 29. Januar, wird unter anderen der Speyrer Weihbischof Otto Georgens zum Thema „Mut zu einer missionarisch ausgerichteten Pastoral: Den Glauben anbieten in der heutigen Gesellschaft“ (10.15 Uhr) sprechen. Danach werden verschiedene Arbeitsgruppen angeboten. Den Abschluss bildet das Referat des Mainzer Domdekans Heinz Heckwolf. Er spricht um 15.30 Uhr zum Thema: „Der missionarische Auftrag im Bistum Mainz“.

Hinweis: Erbacher Hof, Akademie des Bistums Mainz, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tel.: 06131/257-521 und -523, Fax: 06131/257-525, E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de.

tob (MBN)

 

„Ethik im Alltag“ wird fortgesetzt

Jahresprogramm 2005 des Katholischen Bildungswerkes Oberhessen erschienen

Mainz. Das Katholische Bildungswerk Oberhessen hat sein Jahresprogramm 2005 herausgegeben. Seit über zwanzig Jahren bietet das Bildungswerk mit seiner Geschäftsstelle in Gießen in den drei Kreisen Vogelsberg, Gießen und Wetterau Erwachsenenbildung an. Eine Vielzahl der Veranstaltungen ist dabei im Rahmen des Hessischen Weiterbildungsgesetzes anerkannt.

So wird beispielsweise das im November 2004 begonnene Projekt „mensch.denke.selbst - ethik im Alltag“ fortgesetzt. An fünf Orten der Region Oberhessen (Alsfeld, Gießen, Friedberg, Büdingen und Bad Vilbel) werden in Seminaren Grundfragen der Ethik diskutiert. Ziel soll es in diesem Jahr sein, die fünf Standorte mittels Internet zu vernetzen und so einen Dialog über ethische Frage zu beginnen. Das Bildungswerk weist darauf hin, dass die Seminare zwar ausgebucht seien, Interessenten aber das Internetangebot unter http://www.treffpunkt-ethik.de nutzen und sich an den Foren beteiligen können.

Zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Deutschland am 8. Mai 2005 will das Katholische Bildungswerk Oberhessen gemeinsam mit anderen Trägern dazu einladen, diesen Tag in den Gemeinden zu gestalten. Neu im Programm sind die „Kursangebote im Kloster“, die zusammen mit der Benediktinerinnen-Abtei Kloster Engelthal angeboten werden (nähere Informationen unter http://www.abtei-kloster-engelthal.de). Ebenfalls neu ist das Angebot „Kino in der Villa“: In Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschulgemeinde in Gießen wird einmal im Monat ein „anderes Filmerlebnis“ angeboten (nähere Informationen unter http://www.kino-in-der-villa.de).

Hinweis: Das Jahresprogramm sowie weitere Informationen beim Katholischen Bildungswerk Oberhessen, Nordanlage 51, 35390 Gießen, Tel.: 0641/73471, Fax: 0641/791628, E-Mail: kath.bildungswerk-oberhessen@t-online.de. Die Angebote der Katholischen Erwachsenenbildung in der Diözese Mainz und des Katholischen Bildungswerkes Oberhessen auch unter http://www.bildungswerk-dioezese-mainz.de.

am (MBN)

 

Personalien

Neuer Stiftungsbeauftragter für das Bistum Mainz

Dr. Michael Ling übernimmt das Amt in der Nachfolge von Professor Dr. Josef Schäfers

Mainz. Dr. Michael Ling, Justitiar des Bistums Mainz, ist von Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann mit Wirkung zum 1. Januar 2005 zum neuen Stiftungsbeauftragten des Bistums Mainz ernannt worden. Ling übernimmt dieses Amt unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben in der Nachfolge von Professor Dr. Dr. h.c. Josef Schäfers, der aus Altersgründen ausgeschieden ist. Generalvikar Giebelmann, in dessen Auftrag Ling für die Stiftungen zuständig sein wird, verband seinen Dank an Schäfers mit der Erwartung, dass das Stiftungswesen in Zukunft zu einem Schwerpunkt in der Arbeit des Bistums wird.

Michael Ling, geboren 1962, studierte Rechtswissenschaften und Theologie an der Universität Mainz, wo er nach seiner Promotion 1994 beruflich tätig war, zuletzt als Wissenschaftlicher Assistent, und auch heute noch einen Lehrauftrag innehat. Seit dem 1. Januar 2000 ist er der Justitiar des Bistums Mainz.

am (MBN)

 

Karl-Heinz Jochem verstorben

Der Oppenheimer war Gründungsdirektor der Mainzer Pax-Bank-Filiale

Mainz. Am Dienstag, 21. Dezember 2004, ist Karl-Heinz Jochem, Gründungsdirektor der Mainzer Pax-Bank-Filiale, im Alter von 65 Jahren verstorben. Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand im September 1999 hatte der damalige Generalvikar und heutige Weihbischof, Dr. Werner Guballa, Karl-Heinz Jochem als einen Mann charakterisiert, dessen Führungsstil kundennah, kompetent, zuverlässig und diskret gewesen sei.

Karl-Heinz Jochem wurde am 17. September 1939 in Oppenheim geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Banklehre bei der Volksbank Oppenheim. Von 1979 bis zu seinem Eintritt bei der Pax-Bank arbeitete Jochem für die Dresdner Bank. Von 1985 an war Jochem als Direktor für die Filiale Mainz der Pax-Bank verantwortlich, Anfang der 90er-Jahre gehörte er zu den Gründern der Pax-Bank-Filiale in Erfurt.

Bekannt war Jochem auch für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement. Seit 1972 gehörte er dem Pfarrgemeinderat von Oppenheim-St. Bernhard an, drei Amtsperioden war er dessen Vorsitzender. Zudem wirkte er bei der Innen- und Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Bernhard sowie beim Neubau eines integrativen Kindergartens mit. Jochem arbeitete auch im Kirchensteuerrat der Diözese Mainz sowie im Revisionsausschuss und Finanzausschuss mit, war 30 Jahre lang Mitglied des Stadt- und Verbandsgemeinderates Oppenheim und gehörte seit 1978 dem Kreistag Mainz-Bingen an.

am (MBN)

 

Karl-Heinz Ender verstorben

Langjähriges Mitglied von Pax Christi im Bistum Mainz

Höchst. Karl-Heinz Ender aus Höchst/Odenwald ist am 31. Dezember 2004 im Alter von 78 Jahren verstorben. Er gehörte zu den Pax Christi-Mitgliedern der „ersten Generation“, heißt es in einer Würdigung Alois Bauers und Josef Kolbecks (Pax Christi-Bistumsstelle Mainz) von Donnerstag, 6. Januar. Sie erinnern daran, dass Ender die Pax Christi-Gruppe in Höchst und Umgebung ins Leben gerufen hat und zu den Mitbegründern des „Komitees für Demokratie und Grundrechte“ gehörte. Weiter heißt es: „Karl-Heinz Ender war sensibel gegenüber jeglichen Verletzungen von Menschenrechten und Menschenwürde.“

Ender habe Wert darauf gelegt, dass in Pax Christi auch nichtkatholische Christen einen gleichberechtigten Platz finden sollten. Mit seiner eigenen Basisgruppe habe er ein wegweisendes Beispiel dafür gegeben, dass der Anspruch Pax Christis, eine geistlich-politische Bewegung zu sein, eingelöst worden ist. In den 1980er Jahren habe er sich als Vorsitzender der Ost-West-Kommission im Präsidium der Deutschen Sektion von Pax Christi zudem für eine enge Beziehung zwischen Menschenrechtsgruppen in der Sowjetunion und Pax Christi-Gruppen in Deutschland eingesetzt.

tob (MBN)

 

70. Geburtstag von Wilhelm Schulze

Empfang durch Kardinal Lehmann im Erbacher Hof (14.1.)

Mainz. Der geschäftsführende Vorsitzende der Diözesanversammlung und des Diözesan-Pastoralrates im Bistum Mainz, Caritasdirektor i. R. Wilhelm Schulze, Bensheim, hat am Dienstag, 11. Januar, sein 70. Lebensjahr vollendet. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, wird Schulze am Freitag, 14. Januar, im Rahmen einer Einladung im Erbacher Hof in Mainz würdigen.

Wilhelm Schulze wurde am 11. Januar 1935 in Bochum geboren. Nach einer Ausbildung zum Schreiner studierte er an der Freiburger Fachhochschule für Sozialwesen und Religionspädagogik und war danach in seiner Heimat bei der Caritas im Bereich der Männerfürsorge, der Jugendgerichtshilfe sowie der Nachbetreuung von Suchtkranken und Psychiatriepatienten tätig. 1967 wechselte er in das Bistum Mainz, wo er in der Suchtkrankenhilfe tätig war. Im Jahr 1981 wurde er Geschäftsführer und Caritasdirektor des Caritasverbandes Darmstadt. Im Januar 2000 verabschiedete Kardinal Lehmann ihn in Darmstadt in den Ruhestand. Kurz darauf übernahm Schulze für ein Jahr bis Juni 2001 kommissarisch die Leitung des Caritasverbandes Mainz.

Darüber hinaus ist Schulze in vielfacher Weise im Bistum Mainz engagiert. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ist Schulze Stiftungsdirektor der Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung. Er ist außerdem seit dem Jahr 2000 geschäftsführender Vorsitzender der Diözesanversammlung im Bistum Mainz. 2004 wurde er für vier weitere Jahre in diesem Amt bestätigt. Bereits seit 1992 ist er Mitglied des Diözesan-Pastoralrates, dessen Vorsitzender er ist. Im Jahr 2002 engagierte er sich als Leiter der Geschäftsstelle des Diözesan-Katholikentages in Mainz.

tob (MBN)

 

Publikation

„Zeuge des Wortes Gottes“

Buch über Kardinal Hermann Volk erschienen

Mainz. Die Beiträge des Gedenksymposions zum 100. Geburtstag des Mainzer Bischofs Kardinal Hermann Volk liegen jetzt in dem Band „Zeuge des Wortes Gottes. Hermann Kardinal Volk“ aus dem Mainzer Matthias Grünewald-Verlag vor. Das Buch versammelt die Referate und Reden des Gedenksymposions vom 5./6. Dezember 2003 im Erbacher Hof in Mainz. Am 27. Dezember 2003 wäre Kardinal Volk 100 Jahre alt geworden. Herausgegeben wurde das Buch von Kardinal Karl Lehmann und Dr. Peter Reifenberg, Direktor der Akademie des Bistums Mainz Erbacher Hof, die beide auch als Redner bei dem Symposion aufgetreten sind. Weitere Beiträge stammen unter anderen von Kardinal Friedrich Wetter, München, Bischof Franz Kamphaus, Limburg, Bischof Gerhard Ludwig Müller, Regensburg, und Bischof em. Paul-Werner Scheele, Würzburg, sowie dem evangelischen Landesbischof i. R. Eduard Lohse, Hannover.

Hinweis: Karl Kardinal Lehmann / Peter Reifenberg (Hrsg.): Zeuge des Wortes Gottes. Hermann Kardinal Volk. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz. 272 Seiten, 22,80 Euro, ISBN 3-7867-2552-7.

tob (MBN)

 

Dokumentation

Bischöfe rufen zu Spenden und Gebet für Menschen in Südostasien auf

Sonderkollekte in allen Gottesdiensten der Diözesen am 1. und 2. Januar 2005

Mainz/Bonn. Im Namen der katholischen Bischöfe hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, die Gläubigen in Deutschland zur Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe in Südostasien aufgerufen. Um den Menschen in den Küstenregionen Südostasiens zu helfen, wurde in allen katholischen Gottesdiensten am Neujahrstag, 1. Januar (Samstag), und am Sonntag, 2. Januar 2005, eine Sonderkollekte durchgeführt, deren Erlös über Caritas International (Not- und Katastrophenhilfe, Freiburg) den Betroffenen zugekommen ist. Gleichzeitig riefen die Bischöfe zum Gebet für die Opfer des Seebebens und ihre Angehörigen auf.

Der Aufruf im Wortlaut:

„Liebe Schwestern und Brüder!

Die Not und das Leid der Menschen in den Küstenregionen Südostasiens verlangen in diesen Tagen unsere besondere Solidarität.

Mehrere Zehntausend Männer, Frauen und Kinder sind hier dem schweren Seebeben im Indischen Ozean zum Opfer gefallen. Die Opferzahlen steigen. Millionen Menschen sind obdachlos und leiden an den Folgen der verheerenden Naturkatastrophe.

Unsere Anteilnahme können wir durch das Gebet und durch konkrete Hilfe zum Ausdruck bringen. Mit den Überlebenden sind wir in der Trauer um die Toten verbunden. Ihnen gilt unser fürbittendes Gebet und unser Gedenken, zu dem wir besonders in den Gottesdiensten der nächsten Tage einladen.

Die Überlebenden brauchen in den kommenden Wochen und Monaten dringend unsere geschwisterliche und großherzige Hilfe. Deshalb appellieren wir an alle Menschen guten Willens, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beizutragen, die große Not der Menschen in Südostasien zu lindern. Beten und handeln wir nach dem Wort Jesu: ,Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan' (Mt 25,40). Bitte unterstützen Sie die Not- und Katastrophenhilfe von Caritas International mit Ihrer großzügigen Spende, um die wir auch in den Gottesdiensten zum Neujahrstag, 1. Januar, und am Sonntag, 2. Januar 2005, bitten. Im Namen der Opfer und aller Betroffenen danken wir Ihnen jetzt schon mit einem herzlichen Vergelt´s Gott. Auch so können wir das Leitwort des Heiligen Vaters zum Weltfriedenstag am 01. Januar 2005 in die Tat umsetzen: ,Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!' (Röm 12,21).“

Hinweis: Spenden bitte auf das Spendenkonto von Caritas International, Konto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Kennwort: Erdbeben Südostasien oder online unter http://spende.caritas-international.de

SDBK (MBN)