Zerfall und Wiederbeginn
Vom Erzbistum zum Bistum Mainz
(1792/97-1830). Ein Vergleich, hg. von Walter G. Rödel und Regina E.
Schwerdtfeger
Würzburg 2002, 520 Seiten
Festschrift für Friedhelm Jürgensmeier
mit
Publikationsverzeichnis
(ISBN
3-429-02417-X)
Das Gautor, die wichtigste Pforte zum rheinhessischen Hinterland 1678 von Kurfürst-Erzbischof Johann Philipp von Schönborn im Zuge des Ausbaus der barocken Festungsanlagen von Mainz errichtet, seit 1998 restauriert und wieder in der Nähe seines ursprünglichen Standortes aufgestellt, zeigt den Heiligen Martin, Patron des Mainzer Bistums, mit zwei Bettlern (Foto: Barbara Nichtweiß, Mainz).
Durch dieses Tor zogen 1792 und 1797 französische Truppen in die Stadt. Auftakt zum Untergang von Erzbistum und Kurstaat.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. Walter Rödel lehrt seit
1970 an der Mainzer Universität Neuere Geschichte und
Landesgeschichte
StD Regina
Elisabeth Schwerdtfeger arbeitet seit 1980 als Wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut für Mainzer Kirchengeschichte
Ausgelöst durch den Frieden von Lunéville und das französische Konkordat von 1801 zerfiel das über 1000jährige Erzbistum Mainz. Die französische Religionspolitik und die Säkularisation hatten nachhaltige Folgen. Von der prunkvollen vom Adel bestimmten Reichskirche des 18. Jahrhunderts mussten neue Wege zur bürgerlich geprägten, der Seelsorge verpflichteten Kirche des 19. Jahrhunderts beschritten werden. Neue Bistümer (Aachen, Mainz, Trier und die Kirchenprovinz Mecheln) entstanden.
Unter Bischof Joseph Ludwig Colmar (1802-1818) wurden erste Schritte einer erforderlichen geistigen Um- und Neuorientierung getan. Nach dem Sturz Napoleons mussten wiederum Antworten auf die veränderte staatliche, kirchenpolitische und gesellschaftliche Situation gesucht werden. Mainz verlor endgültig seine Vorrangstellung und wurde Teil der Oberrheinischen Kirchenprovinz mit den Bistümern Freiburg, Fulda, Limburg und Rottenburg.
Der Band, der die Erträge eines vom Institut für Mainzer Kirchengeschichte im Februar 2001 durchgeführten Symposiums vorlegt, beleuchtet die vielfältigen Aspekte dieser Umbruchzeit in den genannten Bistümern in vier Teilen: 1. Zerfall der Sancta Sedes Moguntina; 2. Veränderte Bistumsstrukturen am Mittel- und Oberrhein; 3. Umbrüche im Seelsorgebereich - Folgen der Säkularisation; 4. Auf dem Weg zu neuen Bistümern: Die Oberrheinische Kirchenprovinz.
Das Buch ist dem Leiter des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte, Friedhelm Jürgensmeier, als Festschrift gewidmet.
Die Autoren:
Karl Kardinal Lehmann, Walter G. Rödel, Franz Dumont, Rudolf Schlögl, Anton Schindling, Horst Carl, Andreas Roth, Thomas Berger, Karl Hausberger, Günter Christ, Wolfgang Seibrich, Erwin Gatz, Alfred Minke, René Epp, Pirmin Spieß, Wolfgang Dobras, Klaus-Bernward Springer, Peter Walter, Georg May, Joachim Schmiedl, Martina Knichel, Bernhard Schneider, Uwe Scharfenecker, Dominik Burkard, Heribert Smolinsky, Hubert Wolf, Berthold Jäger, Matthias Th. Kloft, Rudolf Lill. nterganvon Erzbistum und Kur