Friedhelm Jürgensmeier,
Das Bistum Mainz

Von der Römerzeit bis zum II. Vatikanischen Konzil.
Frankfurt 1988, 2. Aufl. 1989,
 352 Seiten, ISBN 3-7820-0570-8

Seit dem 2. Jahrhundert sind im mittelrheinischen Raum Christen bezeugt. Mit der Bedeutung der Stadt Mainz, einer römischen Siedlung, wuchs auch das Ansehen ihres Bischofssitzes: Der Heilige Stuhl von Mainz wurde im 8. Jahrhundert zum ranghöchsten Metropolitansitz der Römischen Kirche und beherrschte ein Territorium von den Alpen bis nach Böhmen und Mähren, sein Inhaber war zugleich höchster Reichsfürst und einer der sieben Kurfürsten, die den Römischen Kaiser wählten.

Die Französische Revolution leitete das Ende des Mainzer Erzbistums und seiner traditionsreichen Geschichte ein, geblieben ist das Bistum Mainz innerhalb seiner heutigen Grenzen.

Inhalt:

I. "Gehet hin in alle Welt..."
    Das Bistum in römischer und fränkischer Zeit

II. Strukturelle Entfaltung und kirchliches Leben
     Das Erzbistum unter den Karolingern und Ottonen

III. Im Kräftefeld von Kirche und Reich
      Das Erzbistum vom 10. bis zum 12. Jahrhundert

IV. Zwischen den Fronten
     Das Erzbistum im 12. und 13. Jahrhundert

V. Im Schatten von Avignon
    Das Erzbistum im 14. Jahrhundert

VI. Unruhe und Sturm
     Das Erzbistum im 15. Jahrhundert

VII. Anbruch der Neuzeit
       Das Erzbistum in den Schicksalsjahren von 1517 bis 1648

VIII. Licht und Schatten
        Das Erzbistum im Zeitalter von Barock und Aufklärung (1647-1792)

IX. Zusammenbruch und Neuaufbau
     Das Bistum bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts

X. Kirche, Staat und Gesellschaft
    Das Bistum vom Revolutionsjahr 1848 bis zum I. Weltkrieg

XI. Krieg und Frieden
     Das Bistum von der Weimarer Republik bis zum II. Vatikanischen Konzil

InitialeM


Deutsche Tagespost vom 15. 11. 1989:
... In dieser Geschichte gibt es viele äußere Glanzpunkte. Erzbischöfe von Mainz waren Kanzler deutscher Könige und Kaiser und besaßen viel Macht. In die Reihe der Erzbischöfe gehört der hl. Bonifatius, gehört auch Hrabanus Maurus. Von großer Bedeutung wurde der in der Soziallehre wegweisende Bischof Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler. Das Bistum überstand die Zeiten, auch wenn es im vorigen Jahrhundert schrumpfte. Seine Geschichte liest sich packend und zeigt sich deutlich in den Zusammenhängen der deutschen, ja der abendländischen Geschichte. Dem Verfasser - Leiter des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte - gebührt hohe Anerkennung für seine Leistung in der Geschichtsschreibung. ...