Checkliste für ein Social Media Engagement

Das Bistum Mainz in den Social Media

Das Bistum Mainz in den Social Media

Seit 2010 ist das Bistum Mainz in verschiedenen Social Media Plattformen aktiv. Zunehmend möchten auch Pfarreien, Dekanate, Einrichtungen und kirchliche Gruppen diese neuen Möglichkeiten der Komunikation nutzen. Vieles ist in diesem Bereich noch "in den Kinderschuhen" und entwickelt sich täglich weiter. Wir haben daher eine vorläufige Checkliste erarbeitet, die wir gerne - dem Web 2.0 gemäß - mit Ihnen diskutieren und weiterentwickeln möchten.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Welche Punkte sollten noch mit aufgenommen werden? Was ist zu beachten? Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen und Ihre Anregungen! Unten haben wir dazu ein Forum geschaltet. Sie können uns auch auf Facebook (Externer Link) oder "klassisch" mit einer Mail antworten: kontaktbistum-mainz.de

 

Vorläufige Überlegungen für Pfarreien und Gruppen im Bistum Mainz, die einen Social-Media-Auftritt (z.B. Facebook-Präsenz) planen:

1) Social Media sind ein Kommunikationsinstrument. Das bedeutet: 

  • sie sind ein Weg
  • sie dienen einer wechselseitigen Kommunikation und
  • sie sind ein Instrument und Mittel, das von der virtuellen zur realen Begegnung führen kann.

2) Die grundsätzliche Frage ist: Bin ich bereit, meinen eigenen Habitus von der Publikation zur (dialogischen) Kommunikation umzustellen? D.h.: Wer vor allem seine Botschaften verbreiten will, sollte sich eher auf einer Homepage (Web 1.0) präsentieren. Social Media schließen die wechselseitige Kommunikation "auf technischer Augenhöhe" ein.

3) Noch grundsätzlicher: Bin ich bereit, zu lernen und (mich) zu verändern?

4) Facebook ist wie andere Social Media eine externe Plattform mit Eigengesetzlichkeiten, die nicht immer transparent sind. Diese Risiken müssen mit dem eigenen Nutzen abgewogen werden. Das schließt die ständige Beobachtung des „Marktes" mit ein und muss ggf. zu flexiblen Veränderungen führen.

5) Facebook ist kein Allheilmittel der Kommunikation - und keine Lösung für strukturelle Defizite; es ist aber auch kein Teufelswerk, das Nutzer fürchten müssten.

6) Facebook und Social Media insgesamt erfordern ein hohes Maß an Eigenverantwortung: Was einmal im Internet steht, ist - unter Umständen dauerhaft - öffentlich!

 

Wer sich als Pfarrei, Einrichtung oder Organisation für eine Social-Media-Präsenz entscheidet, sollte klären...

a) Mit wem möchte ich kommunizieren: Wer sind die gewünschten Zielgruppen? (Nutzeranalyse)

b) Wo bewegen diese Gruppen sich ohnehin im Netz (Nutzerverhalten?) Welche ist die geeignete Plattform, um mit diesen Personen in Kontakt zu kommen?

c) Warum sollen diese Gruppen und Personen sich für eine Kommunikation mit mir interessieren? (Nutzerperspektive: „Nutzer-Nutzen"!)

d) Wer bin ich? - Was ist mein Profil, mein Image, mein erkennbares Alleinstellungsmerkmal? (Authentizität!)

e) Welches "Format" eignet sich? Am Beispiel Facebook: Als Einzelperson z.B. das "Profil", als Kirchengemeinde oder Organisation die "Fanseite/Unternehmensseite" und als interne Austauschplattform eine (geschlossene) "Gruppe".

f) Welche Themen sind geeignet für diese Art der Kommunikation?

g) Was sind meine Ressourcen? (personell, thematisch)

h) Wie ist die Situation meiner „Mitbewerber"? Wie lösen sie diese Fragen?

 

Das verlangt grundsätzlich folgendes Engagement:

a) Ständiges Beobachten der Entwicklungen (Social Medial allgemein), aber auch die der Präsenzen der „Mitbewerber" - und daraus abgeleitet: die Bereitschaft zur Veränderung und Adaption für die eigenen Verhältnisse

b) Dauerhafte Pflege der Präsenz (Brachliegenlassen eines geöffneten Kanals kann schaden!)

c) Auf Facebook und anderen Kanälen sollten nur Daten, Links, Fotos usw. gepostet werden, die dauerhaft öffentlich sein dürfen (Rechte Dritter klären!)

 

Wichtige Guidelines für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

1) Jeder ist für seine eigenen Postings, Kommentare und Veröffentlichungen selbst verantwortlich.

2) Besonders gilt in der Öffentlichkeit des Internet: Interna bleiben intern.

3) Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Beachten Sie bitte auch in den Social Media geltendes Recht!

4) Wie im "richtigen Leben": Die "Netiquette" gilt in besonderer Weise gerade für's Internet. Emotionen gehören zur Kommunikation, das ist Chance und Fluch...

5) Bleiben Sie authentisch! Parallel-Identitäten sind sehr anstrengend, gerade für den Nutzer selbst.

6) Wir ziehen am gleichen Strang! - Solidarität und Loyalität gelten im "realen" Leben wie im "virtuellen"

7) Dienst ist Dienst... - privates Surfen und Vernetzen gehört in die Freizeit, dienstliches Surfen und Vernetzen bleibt im Rahmen der Dienstvereinbarung.

 

Hinweise:
  • Das Bistum gibt keine Empfehlung für einen bestimmten Kanal (z.B. Facebook); es geht aber mit eigenem Beispiel voran und ist ansprechbar für Fragen und Erfahrungen.
  • Diese Leitlinien dienen als Diskussionsgrundlage. Sie stellen in diesem Stadium keine rechtliche Regelung dar.

Stand: 1. November 2011

Diskussionsforum

Social Media Guidelines für das Bistum Mainz

Austausch über Social-Media-Guidelines für das Bistum Mainz: Was ist zu beachten, wenn eine Pfarrei, Einrichtung oder Gruppe z.B. eine Facebook-Präsenz anlegen will: Tipps und Erfahrungen, Ratschläge und Richtlinien...

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Was ist zu beachten?

3

Internetteam

12.09.2011

 

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