Kein Krieg ist heilig - DIE KREUZZÜGE

2. 4. - 30. 7. 2004 im Dommuseum Mainz (zur aktuellen homepage)

beendet

Am 27. März 1188 nahm Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Dom zu Mainz das Kreuz. Vorausgegangen waren im Jahre 1099 die Eroberung und der später folgende Verlust von Jerusalem sowie die Errichtung verschiedener Kreuzfahrerstaaten im Vorderen Orient: das Zeitalter der Kreuzzüge hatte begonnen. 
Jener Epoche widmet von April bis Juli 2004 das Dommuseum in Mainz unter dem Titel "Kein Krieg ist heilig - DIE KREUZZÜGE" eine große internationale Sonderausstellung .

Zunächst werden die entbehrungsreichen und oft blutigen Wege nach Jerusalem sowie die Gefühle, die Ritter als auch das einfache Volk zum Aufbruch bewegten, thematisiert. Dabei werden Fragen des Transports solch großer Menschenmassen ebenso angesprochen, wie - anhand zahlreicher Modelle von Kampfmaschinen und Wehranlagen - die verschiedenen Formen der Kriegsführung. Originale Schwerter, Lanzen oder Topf- und Nasalhelme runden diesen Themenkomplex ebenso ab, wie das Kettenhemd, das der Besucher gerne überziehen darf.

Im Gefolge ihrer Eroberungen brachten die Kreuzfahrer prunkvolle Gold-schmiedearbeiten, kostbare Gläser und Textilien mit in ihre Heimat, die die überlegene Zivilisation der islamischen Welt bezeugten. Im Abendland wurden jene Objekte meist zur Aufnahme von Reliquien verwandt, die gleichfalls im Orient oder in Byzanz erworben oder geraubt wrden waren.

Herausragende Exponate

Herausragende Exponate, seien es die syrischen Goldemailflaschen aus Wien, das Messgewand aus persischer Seide aus Regensburg oder die Kaiserkrone aus Namur, werden diesen Themenkomplex eindrucksvoll vertreten.

"Kulturtransfer"

In einer dem "Kulturtransfer" gewidmeten Abteilung wird der Faszination, die der Orient auf das Abendland ausübte, ebenso nachgegangen wie dem Dialog der Kulturen in den von den Kreuzfahrern im Nahen Osten eingerichteten Staaten. Da wenige Ereignisse die europäisch-nahöstliche Geschichte mehr geprägt haben als diese - meist gewaltsame - Begegnung von Morgen- und Abendland, wird in der Ausstellung auch auf die Frage nach den Ursachen und den Folgen dieser Gewalt gestellt werden.
Die vom Islam zunächst geübte Toleranz fand bei den christlichen Eroberern keinen Widerhall. Vielmehr prallten zwei Kulturkreise aufeinander, die aufgrund ihrer konkurrierenden Gottesvorstellungen und großer zivilisatorischer Unterschiede keine Verständnis füreinander aufbringen konnten. Im Vorderen Orient waren Hass und Kampf die folgen, wohingegen sich für Europa neue kulturelle Horizonte öffneten.

Im Rahmen der Ausstellung werden kunst- und kulturgeschichtlich herausragende Exponate aus zahlreichen internationalen Museen präsentiert. Neben originalen Waffen aus jener Zeit, kostbaren Goldschmiedearbeiten und wertvollen Handschriften und textilien bieten Architekturmodelle einen einmaligen Einblick in das kulturelle Wechselspiel.

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Beiträgen namhafter internationaler Fachwissenschaftler (560 Seiten mit über 400 meist farbigen Abbilungen und 16 Karten; Format 23 x 28 cm).

Herausgeber: H.-J. Kotzur
Museumsausgabe: Nr. 3241 24,80,- €
Buchhandelsausgabe: Nr. 3240 38,50,- €
Subskription bis 6.8.04 43,50,- €

Tafeltexte zur Ausstellung

Herausgeber: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum 7,50,- €

Bestellungen:

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Dommuseum Mainz
Domstr. 3
55116 Mainz

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