Inventarisierung des kirchlichen Kunst-und Kulturguts

Monstranz

Die Diözese Mainz hat sich der Aufgabe gestellt, das Kunstgut ihrer Kirchen und Pfarreien zu inventarisieren. Damit kommt sie der Forderung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Cura patrimonii historico-artistici nach. Papst Johannes Paul II. hat 1989 die Sorge um die Erhaltung des künstlerischen und historischen Erbes durch die Einrichtung einer päpstlichen Kommission nachdrücklich bekräftigt. In der Diözese Mainz liegt das Projekt der Inventarisierung in den Händen der Kirchlichen Denkmalpflege.

Die Inventare der Kunstdenkmäler im Bistum Mainz

Inventarisierung

 

Die Inventare der Kunstdenkmäler zielen auf eine möglichst vollständige Erfassung der kirchlichen Kunst- und Kulturgüter. Denn all die Kunstgegenstände, die eine Gemeinde über Jahre und Jahrhunderte angeschafft und zusammengetragen hat, sind historische Zeugnisse des Glaubens. In ihnen spiegelt sich die Identität einer Gemeinde und der Kirche selbst. Sie erzählen von einem Kontinuum über alle Umbrüche und Widrigkeiten hinweg. Die Inventarisation hilft, diesen historischen Besitzstand der Kirchen zu kennen und zu bewahren. Es geht dabei nicht allein um die Sicherung von Eigentum. Wesentlich ist es, die Kunstwerke ihrer eigentlichen Bestimmung zu erhalten, nämlich in Liturgie und Katechese der christlichen Botschaft zu dienen

In den Inventaren bilden die Ausstattungsstücke der Kirchen das Gros der auf-genommenen Objekte. Komplexe Kirchenmöbel wie ein Hochaltarretabel werden in ihrer Gesamtheit gewürdigt, die einzelnen Teile, das Altarblatt oder die eingestellten Skulpturen werden zudem separat aufgenommen. Dadurch ist eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Ein weiteres Augenmerk wird auf das sakrale Gerät gelegt, die Monstranzen, Kelche und Ziborien aber auch die Objekte, die nicht in direktem Kontakt mit der geweihten Hostie stehen. Schließlich sind auch solche Stücke in das Inventar aufgenommen, die nicht mehr aktiv verwendet und die auf Dachböden oder in Kellern verwahrt werden.

Jedes Objekt wird durch eine kurze Beschreibung und die zeitliche Einordnung sowie durch Angaben zu Material, Größe und Erhaltungszustand registriert. Neu angefertigte Fotografien ergänzen diese Angaben. Die Datensätze werden bei der Kirchlichen Denkmalpflege gespeichert. Das Inventar wird in gebundener Form der Kirchengemeinde übergeben.

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Kirchliche Denkmalpflege