Die Überzeugten im Glauben stärken, den Zweifelnden Impulse geben,
die Gleichgültigen neugierig machen, die Zögernden ermutigen.

Regionaler Katechetentag

Statement von Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

mit der Bildung von Pfarrgruppen und Pfarreienverbünden ist die Erneuerung der pastoralen Strukturen im Bistum formal abgeschlossen.

Die pastoralen Einheiten haben Kooperationsverträge geschlossen, d.h. sie haben sich darauf verständigt, welche pastoralen Ziele sie in der kommenden Zeit miteinander angehen wollen, wie diese Ziele vereinbart werden und anschließend umgesetzt werden.

In vielen Kooperationsverträgen wurde die Vorbereitung auf die Firmung, der Firmgottesdienst und die Nacharbeit nach der Firmung als ein wichtiges, gleichsam exemplarisches Beispiel der Katechese benannt. Firmpastoral ist ein kooperatives Geschehen. Die Gemeinden einer Pfarrgruppe und eines Pfarreienverbundes haben die Aufgabe, sich zusammen zutun, Konzepte abzusprechen, das Alter in dem vom Bistum vorgegebenen Rahmen zu bestimmen, Verantwortlichkeiten festzulegen und Verantwortliche zu benennen.

Es geht also auch darum, Kräfte zu bündeln – es müssen nicht alle das Gleiche Tun, wohl aber das Gleiche für wichtig annehmen, sich interessieren.

Firmung als ein kooperativer Vorgang fordert also die Kooperation in Pfarrgruppen und Pfarreienverbünden, wobei wir wissen, dass gerade in Pfarreienverbünden verbindliche Absprachen noch einmal schwieriger sind. Es geht aber auch darum, in diese Kooperation die gesamte Lebenswelt der Firmbewerber in den Blick zu nehmen. Zu dieser Lebenswelt, zu diesen relevanten Gruppen gehören Freunde, Vereine, Schule, Pfarrei, Eltern und Paten. Sie alle haben Platz in der Firmvorbereitung. Diese Vorbereitung ist nicht nur ein vereinzeltes Geschehen zwischen Firmbewerber und Pfarrei. Wenn nur der jugendliche Firmbewerber angesprochen wird oder angeschrieben wird oder über den Pfarrbrief eingeladen wird, den er nicht liest, weil er ihn nicht am Schriftenstand mitnimmt, weil er gar nicht am Gottesdienst teilnimmt, oder weil er nur im Internet surft und keine Druckerschwärze mag und weil der Firmkurs im Internet nicht vorkommt, und wenn über den Firmkurs im Religionsunterricht nicht geredet wird, weil zwischen Pfarrei und Schule Schweigen herrscht und man nichts voneinander weiß, oder weil alle Klassenkameraden schon mit 12 Jahren gefirmt wurden oder irgendwann vielleicht mit 18 Jahren gefirmt werden, dann ist der Prozess der Firmpastoral zu eng beschrieben. Firmbewerber – Schule – Eltern – Pfarrei –Paten – Jugendzentralen – alle sind Teil dieses Prozesses. In der Einladung zur Firmvorbereitung gehen wir den Jugendlichen nach. Es sollte jeder Jugendliche wirklich eingeladen werden, willkommen sein. Wir wollen auch darüber sprechen, ob es nicht gut ist, die Eltern in die Einladung einzubeziehen, denn es ist unwahrscheinlich, dass sich 14-jährige ganz allein und bewusst für oder gegen ein Geschehen entscheiden, ohne Rücksprache mit den wichtigsten Menschen.

Die Firmung als kooperatives Geschehen verbindet hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Priester und Laien mit den ehrenamtlichen Katechetinnen und Katecheten. Hier leisten viele von Ihnen einen unschätzbaren Dienst. Dafür möchten wird Ihnen danken und Sie heute um Ihre Erfahrungen bitten. Die Firmung ist nicht Routine, sie ist immer ein Höhepunkt des gemeindlichen Lebens und darum muss die Gemeinde daran Anteil nehmen. Bis hin zum Gottesdienst, die Firmung ist kein Privatgeschehen für ein paar Betroffene. Es ist unverzichtbar, dass jeder Pfarrer hier seine besondere Verantwortung wahrnimmt. Die Begleitung der Katechetinnen und Katecheten, die geistliche und theologische Vertiefung sind unverzichtbare Aufgaben.

Wir haben in unserem Bistum eine Beteiligung an Firmkursen von 30 – 70 % eines betroffenen Jahrgangs. Die Firmung kann also nicht mehr als Selbstverständlich angesehen werden. Wir haben aus der Umfrage bei der missa chrismatis, wobei wir wissen das es keine repräsentative Umfrage ist, erfahren, dass die Firmung immer mehr zu einem Sakrament der Gymnasiasten wird. Real- und Gesamtschüler folgen, Hauptschüler sind wenige, Sonderschüler fehlen. Vielleicht müssen wir in der Vorbereitung Wege gehen, die alle mit ihren unterschiedlichen Begabungen gerecht werden. Wir werden keine Methode vorgeben, keine Struktur: Ganztägig am Samstag oder wöchentliche Gruppenstunden, wohl aber brauchen wir eine Struktur, die die Jugendlichen aus den verschiedenen Milieus umfasst. Die Überzeugten müssen im Glauben gestärkt werden, die Zweifelnden müssen Impulse für eine Antwort bekommen, die Gleichgültigen müssen neugierig gemacht werden, die Zögernden müssen ermutigt werden. Es geht nicht an, dass die Überzeugten zweifeln und die Gleichgültigen abständig werden. Es ist eine wichtige Aufgabe in der Firmpastoral, den unterschiedlichen Gruppen adäquat gerecht zu werden. Die Firmpastoral soll auf der Ebene der neuen pastoralen Einheiten in Pfarrgruppen und Pfarreienverbünden beschrieben werden.

Im Seelsorgerat werden die entsprechenden Vereinbarungen über die Praxis und Durchführung diskutiert und festgelegt. Der Dienst der Katechetinnen und Katecheten hat sich bewährt und soll beibehalten werden. Auswahl und Begleitung der Katechetinnen und Katecheten erfolgt in der Regel auf der Ebene der pastoralen Einheiten. Eine Firmpastoral kann sich nicht damit zufrieden geben, nur einen Teil der Menschen zu erreichen. Aus dem Auftrag Jesu „Gehet hin zu allen Völkern“ wird der fundamental missionarische Auftrag deutlich. Es ist zu kurz gegriffen, die Firmung einseitig als Sakrament der lebenslangen Entscheidung für den Glaubensweg als Christ zu sehen. Lebensentscheidungen fällt niemand mit 15 – aber in der Regel auch nicht mit 18. Lebensentscheidungen fallen in der Regel nicht vom Himmel, sondern sind Ergebnisse eines Prozesses, einer Entwicklung. Darum sollten die Hürden für den Empfang des Firmsakramentes, was die Entscheidung des Einzelnen angeht, nicht zu hoch gelegt werden.

Mit der Taufe und der Eucharistie gehört die Firmung zu den Initiationssakramenten. Auf die Frage also: Wie werde ich Christ? – bekomme ich gesagt: Indem ich mich Gottes heiligem Geist öffne.

Nach den Texten des II. Vatikanischen Konzils werden die Menschen in der Taufe vollkommener mit der Kirche verbunden. Kirche ist hier die Pfarrei, aber auch das Bistum und auch die Weltkirche. Und wenn wir betonen, in guter kirchlicher Tradition, dass der Bischof der eigentliche Spender des Firmsakramentes ist und er Priester aus der bischöflichen Leitung beauftragen kann, dann soll ganz bewusst der Blick der Jugendlichen über den eigenen Kirchturm hinaus geweitet werden, denn überall dort, wohin es sie einmal in ihrem Leben wehen wird, ist Kirche.

Schauen wir in das Kirchenrecht, so heißt es im can 879: „Das Sakrament der Firmung, das ein Prägemal eindrückt, beschenkt die Getauften, die auf dem Weg der christlichen Initiation voranschreiten, mit der Gabe des Heiligen Geistes und verbindet sie vollkommener mit der Kirche; es stärkt sie und verpflichtet sie noch mehr dazu, sich in Wort und Tat als Zeugen Christi zu erweisen sowie den Glauben auszubreiten und zu verteidigen.“

Die Firmung als Sakrament der Geistsendung nimmt uns in ganz dichter Form hinein in das Geheimnis des dreifaltigen Gottes und sendet uns hinaus zum Bekenntnis des Glaubens in den Alltag des Lebens.

Wir benennen das Alter von 14 – 16 Jahre als das Zeitfenster, in dem junge Menschen das Sakrament der Firmung empfangen. Es ist die Zeit, wo junge Leute zur Unterscheidung fähig sind, wo sie auch deutlich erkennen können, was ein heiliger Geist ist und was der böse Geist.

Es ist gleichzeitig die Zeit, wo sie in den Religionsunterricht in den Haupt- , Gesamt- und Realschulen und im Gymnasium eingebunden sind und wo sie noch nicht in der Berufsausbildung sind.

Die hohe Mobilität verlangt, dass Jugendliche auch dann, wenn sie umziehen müssen, den Wohnort oder das Bistum verlassen, Gleichaltrige finden. Die Frage nach dem Firmalter ist eine der Fragen, die wir Ihnen zur Diskussion vorlegen werden und wo wir Sie um einen guten Rat bitten. Die Firmung als Sakrament der Initiation ist eng mit Taufe und Eucharistie verbunden. Zur Eingliederung in die Kirche und zum Christ-sein gehört auch die Erfahrung von Schuld, Umkehr und dem Sakrament der Versöhnung. Viele Firmlinge haben gar keine Beichterfahrung, einige haben bei der Erstkommunion gebeichtet, nur wenige haben eine regelmäßige Beichtpraxis. Wir wissen alle um die Schwierigkeit, dass Bußsakrament heute als heilendes Sakrament verständlich zu machen. Aber wir dürfen darüber nicht schweigen. Wenigstens ein Gespräch mit dem Priester sollte zum Standart gehören, dieses Gespräch hat die Intention zum Beichtgespräch zu werden. Die jungen Leute, die sich um die Firmung bemühen, wissen sich wahrgenommen, sie sind mit Namen gekannt. Die Nennung ihres Namens bei der Spendung des Firmsakramentes will ihnen sagen, dass sie von Gott mit Namen wahrgenommen sind, dass Gott sie kennt und dass sie wichtig sind bei Gott und für die Kirche, dass Gott mit jedem Menschen eine Berufungsgeschichte vorhat und dass es für jeden Menschen einen einzigartigen Platz gibt. Dies heißt aber auch, dass sich der Firmling mit Namen wahrgenommen weiß von der Gemeinde und seinem Pfarrer. Dadurch wird die Wert-Schätzung ausgedrückt.

Die Firmvorbereitung sollte auch der Ort sein, wo die Firmbewerber persönliche Erfahrungen und Begegnungen mit Priestern, Diakonen, Gemeinde- und Pastoralreferenten und mit ehrenamtlichen Katecheten machen. Sie erfahren, dass es wichtig ist, sich in der Kirche zu engagieren; sie werden aber auch vom Pfarrer und vom Kaplan wahrgenommen und gekannt und wissen um ein Gesprächsangebot. Die Firmpastoral ist ein Ort, wo der Glaube in konkreten Begegnungen ein Gesicht bekommt.

Die Firmvorbereitung als Angelegenheit der ganzen Gemeinde beinhaltet in dem Geschehen der Kooperation auch das Patenamt. Vom Sinn des Patenamtes als einer Begleitung auf dem Glaubensweg sieht der Codex vor:

  • er muss katholisch und gefirmt sein
  • er muss Mitglied der Kirche sein,
  • er darf mit keiner kanonischen Strafe belegt sein
  • er darf nicht Vater oder Mutter des Firmbewerbers sein.

Ein evangelischer Christ kann gemeinsam mit einem katholischen Paten als Glaubenszeuge zugelassen werden. So kann es auch hier ein ökumenisches Miteinander geben.

Wir machen die Erfahrung, dass die Firmung Endstation in der Entfaltung des Glaubens ist. Dies gilt vor allem für die kirchliche Jugendarbeit vor Ort, die die jungen Leute aufnehmen und weiterführen sollte. Die Firmpastoral muss in die kirchliche Jugendarbeit eingebunden sein. Dekanatsjugendstellen sind wichtige Kooperationspartner; Religionsunterricht und Firmkatechese müssen verzahnt sein, wobei Katechese und Religionsunterricht in ihrem eigenen Profil zu beschreiben sind. Und dieses Profil gilt es zu schärfen. Auch darüber wollen wir miteinander ins Gespräch kommen. Wir erleben heute eine Veränderung der Schulsituation. Ganztagsschulen verändern die Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen und der Familien. Es fehlt die Zeit und die Energie für eine gemeindliche Katechese und Jugendarbeit. Jugendarbeit und Katechese steht vor der Frage, sich in die Ganztagsschule einzubringen. Da viele Ganztagsschulen nicht auf eine Pfarrei hin orientiert sind, bleibt hier die Frage nach dem Gemeindebezug und der Anbindung an die Pfarrei. Gerade über die Einladung über den Religionsunterricht werden die meisten jungen Leute in den Firmkurs verwiesen. Je besser die Anbindung der Schule an die Gemeinde ist, umso eher gelingt eine Vernetzung. Das Thema der Firmpastoral ist eng mit der Sorge um die Schulen und den schulischen Religionsunterricht verbunden. Darauf hinzuweisen ist angesichts der bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahl wichtig.

Der Firmgottesdienst ist der Gottesdienst der Firmbewerber. Er wird inhaltlich und musikalisch der Jugendkultur nahe sein, aber er ist auch ein Gottesdienst der Gemeinde. Die Gemeinde muss die jungen Leute auf diesem Weg begleiten und sich selbst immer wieder Gottes heiligem Geist öffnen. Die Gemeinde muss in diesem Gottesdienst anwesend sein.

Wir sehen den Wert einer Firmung in einer größeren pastoralen Einheit, in einer Pfarrgruppe oder in einem Pfarreienverbund. Jugend sucht Jugendliche; Jugendliche suchen die Begegnung mit anderen Jugendlichen. Manchen Gemeinden sind für eine jahrgangsmäßige Firmung die Firmlinge ausgegangen, die Zahl ist zu klein geworden. Gerade in der Gestaltung des Firmgottesdienstes soll deutlich werden, dass es sich um einen Gottesdienst für die ganze Gemeinde handelt; für die Firmbewerber, für die Eltern, für die Paten, für die Gemeinde. Es muss kein reiner Jugendgottesdienst mit Liedern von der Band sein. Es muss Lieder geben, die alle mitsingen können, die Texte, auch die Fragen zur Tauferneuerung sollen sich an den Ritus für die Firmung halten. Für Eigenschöpfungen ist hier kein Platz. Firmlinge tun sich schwer, die Antworten auf die Fragen so zu sagen, dass die Anwesenden spüren, hier wird ein wirkliches Bekenntnis ausgesprochen.

Darum ist die größere pastorale Einheit ein wichtiger Gewinn, wobei aber auch gewährleistet sein muss, dass in diesem Gottesdienst Gemeinde anwesend ist und sich auch in der Liturgie wiederfindet. Wenn das Sakrament für Firmbewerber an einem zu großen Raum gespendet wird, kann es geschehen, dass die Gemeinden keinen Platz mehr finden. Auf der anderen Seite muss Gemeinschaft erfahrbar werden. Hier ist bei der Gestaltung pastorale Klugheit erforderlich, mehr als Regulierung. Ein Firmgottesdienst stellt die Salbung mit Chrisamöl in die Mitte, ein zuviel an zusätzlichen Formen, aus- oder missdeutenden Zeichen, ein zuviel an Reden können das Zeichen verdunkeln.

Gefragt, was sie sich von der Firmung erhoffen, erklärten bei der Umfrage, auf die Herr Stephan noch zu sprechen kommt, wir wollen im Glauben gestärkt werden. Die Stärkung des Glaubens durch Erfahrungen des Glaubens, mit Glaubenden, mit der Liturgie und im Gebet sind wichtige Inhalte der Firmvorbereitung. Verbindliche Inhalte könnten oder sollten die Entfaltung des Glaubensbekenntnisses, die Teilnahme am wichtigen Gebetsleben und die Kenntnis der Eucharistie und der Sakramente der Kirche sein. Ein Firmkurs entfaltet wesentlich das Geheimnis des Glaubensbekenntnisse der Kirche, stellt den dreifaltigen Gott in die Mitte. Aus dem Bekenntnis folgt das Gebet und die Eucharistie. Die Firmbewerber lernen die Bedeutung der Eucharistie für ihr Leben kennen, die dauernde Einladung zur Eucharistie gehört zur Firmvorbereitung. Gemeinden versuchen dies mit verpflichtender Teilnahme zu regeln, es gibt sog. „Unterschriftszettel für die Teilnahme am Gottesdienst“, teilweise im Blick auf diese Regelung der Konfirmanten. Auch über diese Frage möchten wir heute mit Ihnen sprechen. Wir sehen die Firmkatechese auch im Zusammenhang mit einer schleichenden Entfremdung vom gemeindlichen Gottesdienst.

Das Sakrament der Firmung ist nicht allein ein Sakrament der Jugend. Verstärkt erfahren wir Anfragen von Erwachsenen, die um den Empfang dieses Sakramentes bitten. Dabei geht es auch um den Empfang der Firmung vor der Eheschließung, ein Zusammenhang der gerade in Deutschland aus dem Blick geraten ist. Das Sakrament der Geistverhaftung, durch das uns in ganz besonderer Weise in die Treue Jesu Christi einführt, ermutigt uns aus dieser Treue zu leben. Darum sind wir dankbar über diese wiedereindeckte Einheit. Gleichzeitig gibt es immer mehr Erwachsene, die sich wieder der Kirche zuwenden, die als Jugendliche das Sakrament der Firmung nicht im Blick hatten, die jetzt um das Sakrament bitten. Die Aktion „katholisch werden“ (mach-dich-auf-und.com) zeigt Menschen, die den Zugang zur Kirche irgendwann verloren hatten, aber einen Willen zur Umkehr haben oder solchen Menschen, die jahrelang auf der Suche nach Antworten sind, Zugangswege zum Glauben und zur Kirche. Seit vielen Jahren gibt es im Dom zu Mainz Erwachsenenfirmungen. Diese sollen beibehalten und weiter verbreitet werden. Daneben ist es sinnvoll, wenn in jedem Dekanat, in dem die Firmung stattfindet, auch ein Angebot einer Erwachsenenfirmung gegeben ist und sich ein pastoraler Mitarbeiter für diese Aufgabe zur Verfügung stellt.

Die Firmerneuerung will das Ereignis der Firmung immer wieder in das Bewusstsein rufen und das Bekenntnis erneuern. Denn alle wirklich großen Worte, die Menschen einander und Gott geben, müssen immer wieder erneuert werden und immer wieder neu gesprochen werden. Darum stellt unser Bischof die Frage nach einer Firmerneuerung, so wie es eine Tauferneuerung seit langem gibt.

Das Projekt der Firmpastoral steht exemplarisch für andere katechetische Felder. Vieles, was hier erarbeitet wird, ist modifiziert auf die Tauf- und die Eucharistiekatechese als kooperative und missionarische Prozesse übertragbar. Wir legen Ihnen Fragen mit Antwortentwürfen vor, die zu Eckwerten werden können. Wir möchten Ihre Erfahrungen einholen, Ihre Erfahrungen in den Prozess einbringen. In der Diözesanversammlung im November wird unser Bischof Kardinal Lehmann die Eckpunkte der Firmpastoral vorstellen. Vorher werden wir im Priesterrat, in der Dekanekonferenz und im Katholikenrat darüber sprechen. Wir wollen dabei Ihre Rückmeldungen aus diesen Katechetentagen einbringen. Diesen Eckpunkte wollen wir mit diesen Katechetentagen zuarbeiten. Dieser Prozess soll ganz bewusst dialogisch geführt werden. Wir danken ihnen schon jetzt für Ihre Anregungen und für Ihr Glaubenszeugnis, das Sie den jungen Menschen geben und wir bitten Sie um einen guten Rat.