Das Wort Gottes zu verkünden,
zählt zu den wichtigsten Aufgaben eines Bischofs.

Predigten als Auslegung der Frohen Botschaft haben eine besondere Bedeutung. Daher stellen wir Ihnen hier den Text einiger ausgewählter Predigten zum Nachlesen zur Verfügung.
Sollten Sie eine Predigt, die hier nicht aufgeführt ist, einen Vortrag oder anderen Text von Weihbischof Dr. Neymeyr suchen, so wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter/innen seines Büros.

 

Hinweis: Beim Abdrucken von Texten (auch auszugsweise) bitten wir um Mitteilung -
Herzlichen Dank.
Eine pdf-Datei zum Downloaden der Predigt finden Sie am Ende der jeweiligen Predigt.
Es gilt immer das gesprochene Wort!

Liste der veröffentlichten Predigten:

 

Nachrichtenübersicht

07.04.2012

Neue Lebensqualität

Predigt in der Osternacht am 07.04.2012

Meine liebe Schwestern und Brüder im Herrn, eine hohe Lebensqualität ist für alle Menschen ein wichtiges Lebensziel. Es kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein, was ihm als Lebensqualität von besonderer Bedeutung ist. Generell ist natürlich die Gesundheit ein grundlegender Baustein der Lebensqualität. Selbst in Zeiten der Krankheit versuchen die Ärzte, den Patienten ein möglichste hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen. Zur Lebens¬qualität zählen grundlegend auch tragende menschliche Beziehungen, eine aus¬reichende wirtschaftliche und materielle Lebensgrundlage und darüber hinaus eine zum Teil sehr individuelle Vorstellung von dem, was dem Leben eine besondere Qualität gibt. [mehr ...]

24.12.2011

Ein heiliger Tausch

Predigt in der Christmette am 24.12.2011 im Mainzer Dom

Meine lieben Schwestern und Brüder im Herrn ! Außerhalb der Kirche gilt Weihnachten als das Fest der Geschenke. Die Menschen tauschen Geschenke aus. Die vorweihnachtliche Zeit ist eine Zeit des Kommerzes. Es gehört zum vorweihnachtlichen Verkündigungsrepertoire, dass dies bedauert und verurteilt wird. Allerdings hat uns Papst Benedikt XVI. bei seiner Ansprache vor enga¬gierten Katholiken anlässlich seines Besuches in Deutschland am 25. September 2011 in Freiburg eindringlich darauf hingewiesen, dass der Austausch von Geschenken und das sacrum commercium auch zur Kirche gehören, und zwar nicht nur irgendwie beiläufig, sondern ganz wesentlich. [mehr ...]

07.11.2011

In Jesus Christus verwurzelt

Predigt in der Jugendvesper am 06.11.2011

Meine lieben Schwestern und Brüder im Herrn, das Bild vom Baum und seinen Wurzeln begleitet uns in dieser Jugendvesper und es hat uns in den Tagen des Weltjugendtages begleitet, der ja unter dem Leitwort stand „In ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben". In der Bibel ist gar nicht oft die Rede davon, dass wir Menschen verwurzelt sind. Im 2. Korintherbrief (1, 24) heißt es: „Im Glauben seid ihr fest verwurzelt" und im Epheserbrief (3, 17): „In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet". Nur im Abschnitt aus dem Kolosserbrief, den wir eben gehört haben und der auch das Leitwort des Weltjugendtages inspiriert hat, ist davon die Rede, dass wir in Christus verwurzelt sein sollen. [mehr ...]

50 Jahre - Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

21.10.2011

Die Dynamik des Senfkorns und das Freiwillige Soziale Jahr

Predigt beim Jubiläumsgottesdienst 50 Jahre FSJ im Bistum Mainz am 21.10.2011

Meine lieben Schwestern und Brüder im Herrn, Samenkörner haben es Jesus angetan. An verschiedenen Stellen der Evangelien sind uns Gleichnisse überliefert, in denen Jesus aus der Beobachtung von Samenkörnern wichtige Rückschlüsse für unser Leben zieht. Samenkörner sind klein und es passiert mit ihnen gar nichts, wenn sie trocken aufbewahrt werden. Wenn sie aber in den richtigen Erdboden gesteckt werden, dann wächst aus ihnen erstaunlicherweise eine Pflanze, nicht nur ein kleiner Strohhalm, sondern unter Umständen ein recht großer Senfbaum mit starken Ästen, in denen Vögel nisten können. Wir haben eben im Evangelium das Gleichnis vom Senfkorn gehört. Es wurde für diesen Jubiläumsgottesdienst ausgewählt, weil mit diesem Gleichnis auch einiges beschrieben werden kann, was sich im Freiwilligen Sozialen Jahr ereignet. [mehr ...]

19.08.2011

Zeugen für Christus in der Welt

Katechese von Weihbischof Neymeyr beim Weltjugendtag am 19.08.2011

Die heutige Katechese steht unter dem Thema „Zeugen für Christus in der Welt". In seiner Botschaft zum diesjährigen Weltjugendtag schreibt Papst Benedikt XVI.: „Es gibt eine starke laizistische Denkströmung, die Gott aus dem Leben und der Gesellschaft ausgrenzen will, in dem sie ein Paradies ohne ihn in Aussicht stellt und herauszustellen versucht. Aber die Erfahrung lehrt, dass die Welt ohne Gott zu einer Hölle wird, in der Egoismen, Spaltungen innerhalb der Familien, Hass zwischen Menschen und Völkern, Mangel an Liebe, an Freude und an Hoffnung vorherrscht." In dieser Welt sind wir zu Zeugen Christi bestellt. Ich möchte mich in dieser Katechese auf zwei Aspekte dessen beschränken, was es heißt, Zeuge für Christus zu sein. Diese beiden Aspekte sind inspiriert von meinem Interesse an der Geschichte der Kirche in der Antike. Ich habe meine Doktorarbeit geschrieben über die Kirche im 2. Jahrhundert. Es beeindruckt mich sehr, dass das Christentum innerhalb von dreihundert Jahren von einer jüdischen Sekte zur römischen Staatsreligion wurde. Vieles hat dazu beigetragen. Zwei Aspekte möchte ich gerne darstellen, weil sie auch für uns Heutige relevant sein können. [mehr ...]

18.08.2011

Verwurzelt in Jesus Christus

Katechese von Weihbischof Neymeyr beim Weltjugendtag am 18.08.2011

In seiner Botschaft zum diesjährigen Weltjugendtag schreibt Papst Benedikt XVI.: „Auch wir möchten Jesus sehen und mit ihm sprechen können, seine Gegenwart noch stärker spüren. Heute ist der Zugang zu Jesus für viele schwierig geworden. Es gehen so viele Jesusbilder um, die sich als wissenschaftlich ausgeben und ihm seine Größe, das Einzigartige seiner Person wegnehmen. Deswegen ist in mir in langen Jahren des Studiums und der Meditation der Gedanke gereift, etwas von meiner eigenen Begegnung mit Jesus in einem Buch weiterzugeben, gleichsam um anderen zu helfen, den Herrn zu sehen, zu hören, zu berühren, in dem Gott zu uns gekommen ist, damit wir ihn kennen lernen." Neben seinen vielen Verpflichtungen als Papst der Weltkirche hat Papst Benedikt XVI. mittlerweile eine zweites Buch über Jesus von Nazareth veröffentlicht. Als ich bei einem Besuch in einer Pfarrgemeinde auf dieses schöne Buch unseres Heiligen Vaters zu sprechen kam, wurde ich mit grundlegenden Bedenken konfrontiert, die ich so nicht erwartet habe. [mehr ...]

17.08.2011

Fest im Glauben

Katechese von Weihbischof Neymeyr beim Weltjugendtag am 17.08.2011

Die heutige Katechese steht unter der Überschrift „Fest im Glauben" und will dazu einladen, über die Bedeutung des Gottesglaubens nachzudenken. In seiner Botschaft zum diesjährigen Weltjugendtag schreibt Papst Benedikt XVI.: „Die derzeitige Kultur in einigen Teilen der Welt, vor allem im Westen, neigt dazu, Gott auszuschließen oder den Glauben als Privatangelegenheit ohne jegliche Bedeutung für das gesellschaftliche Leben zu betrachten. Während die gesamten Werte, die der Gesellschaft zugrunde liegen, vom Evangelium herkommen - wie der Sinn für die Würde der Person, für Solidarität, für Arbeit und Familie - ist eine Art Gottesfinsternis festzustellen, ein gewisser Gedächtnisschwund, wenn nicht sogar eine ausgesprochene Ablehnung des Christentums und eine Zurückweisung des empfangenen Glaubensgutes, wobei die Gefahr besteht, die eigene tiefere Identität zu verlieren." Ich möchte in dieser Katechese auf zwei grundlegende Bedenken gegenüber dem Gottesglauben eingehen, die immer wieder geäußert werden. [mehr ...]

Jugendsonntag 2011

19.06.2011

beziehungs-weise

Predigt am Jugendsonntag - 19.06.2011

Meine lieben Schwestern und Brüder im Herrn, das Motto des diesjährigen Jugendsonntags im Bistum Mainz lautet „beziehungs-weise". Wir Menschen leben in Beziehungen, sonst gehen wir zugrunde. Es gibt Beziehungen, die unser Leben tragen. Das können Beziehungen sein, die ein Leben lang halten. Meist sind dies familiäre Beziehungen, aber es gibt auch lebenslange Freundschaften. Das sind Beziehungen der Sympathie, des Wohlwollens und der Liebe, auf die wir uns verlassen und aus denen wir leben. Leider gibt es auch Beziehungen, die unser Leben sehr belasten, spannungsreiche Beziehungen oder gar Zerwürfnisse. Wir leben in einer Vielfalt verschiedenartiger Beziehungen, die wir brauchen, um als Menschen leben zu können. [mehr ...]

Pfingsten

12.06.2011

Gebet und Zuversicht

Predigt an Pfingstsonntag, 12.06.2011 im Mainzer Dom

Meine lieben Schwestern und Brüder im Herrn, nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt hat Jesus Christus seine Apostel mit einem gewaltigen Auftrag zurückgelassen: „Ihr werdet meine Zeugen sein in Jersusalem und ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde!" (Apg 1,8) Das sind nach dem Bericht der Apostelgeschichte die letzen Worte des Auferstandenen vor seiner Himmelfahrt. Im Matthäus-Evangelium heißt es: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe." (Mt 28,19-20) Das ist wirklich ein gewaltiger Auftrag. Heute würde man in dieser Situation zunächst externe Berater hinzuziehen und ein Strategiepapier entwerfen. Den Aposteln wäre vermutlich geraten worden, die Auferstehung Christi besser zu verschweigen, weil ihnen das 50 Tage nach seiner öffentlichen Hinrichtung sowieso niemand abnehmen würde. Außerdem hätten sie wohl den Rat bekommen, die Kreuzigung Jesu eher herunterzuspielen als ein Fehlurteil, das angesichts des nahen Paschafestes übereilt getroffen wurde. Man hätte den Aposteln wohl geraten, Jesus besser als einen Propheten darzustellen, der die jüdische Religion wesentlich weiterentwickelt hat. [mehr ...]

erste Seite10 Seiten zurückeine Seite zurück
Seite  1 
nächste Seite10 Seiten vorletzte Seite